Roy's Restcamp/San-Aktivitäten

15 Antworten · 4'925 Aufrufe · gestartet 19. März 2009 von nikidiki
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Themenstarter39 Beiträge · seit 200819. März 2009 · #1
Hallo alle zusammen,

jetzt hätte ich mal ne spezielle Frage: wer war schon mal bei Roys Restcamp und kann mir Auskünfte zum einen über das Camp selber, zum anderen über die San-Aktivitäten geben, die von dort organisiert werden?

Wir werden im August 09 dort vorbei kommen und überlegen nun, ob wir etwas bei/mit den San machen sollen. Allerdings habe ich moralische Probleme, wenn es so wie in einem "Menschenzoo" zugeht. Es gibt aber auch Initiativen, die für die Einheimischen sinnvoll sind und danach sieht es dort auch aus. Aber wie gesagt, wir sind etwas unschlüssig, und da hoffe ich, dass ihr uns weiterhelfen könnt.

Natürlich interessiert uns auch, wie es dort im Camp so ist und ob es sich lohnt, für 2 Nächte dort zu bleiben.

Vielen Dank für die zahlreichen Infos.

LG
Ute
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594 Beiträge · seit 200619. März 2009 · #2
Hallo Ute,

wir waren 2006 auf Roy's Restcamp. Das Restaurant und die Chalets sind eher rustikal aber sehr urig eingerichtet. Das Essen war nicht nur super lecker, sondern auch sehr reichlich und vielseitig. Am Abend kann man an der Wasserstelle regelmäßig Tiere (Eland, Zebras) beobachten.
Es gibt 2 Wanderwege die ähnlich wie bei uns die Waldlehrpfade gestaltet sind. Also Nummernschilder an den Bäumen, dazu ein Faltblatt um welche Baumart es sich jeweils handelt.

Ein Besuch bei den Buschleuten lohnt sich auf jeden Fall. Wir hatten damals auch unsere Bedenken, wollten nicht einfach so hingehen und die Menschen dort begaffen wie hierzulande die Tiere im Zoo. Diese Bedenken hat man uns auf Roy's Camp aber gründlich ausgeredet. Nicht etwa aus deren eigenem finanziellen Interesse, sondern weil es für die Buschleute die einzige Einnahmequelle ist um ein zwar nicht mehr traditionelles, aber eigenständiges Leben zu führen.
Da wir mit 4x4 unterwegs waren, hat man uns sogar empfohlen auf eigene Faust hinzufahren. Das haben wir dann auch gemacht und haben es nicht bereut. Die Leute dort verstehen es sehr gut, den Besuchern das Leben nach der alten Tradition zu vermitteln.

Ob 1 oder 2 Übernachtungen auf Roy's Camp ist abhängig, von wo Ihr herkommt und wohin Ihr nach dem Besuch bei den Buschleuten hin fahren wollt - und auch ob ihr nur 2 Stunden oder den ganzen Tag im Sandorf verbringen wollt.

Wir kamen vom Caprivi (Mahango) und trafen Nachmittags auf Roy's Camp ein. Am nächsten Tag besuchten wir für ein paar Stunden die Buschleute und verbrachten den Rest des Tages nochmal auf Roy's Camp um am darauf folgenden Tag direkt bis Windhoek zu fahren.

Vielleicht hilft dir das erstmal ein bißchen weiter.

Viele Grüße
AfricanDreams
Reisebericht April 2008
413 Beiträge · seit 200621. März 2009 · #3
Hallo Ute,

ich kann mich AfricanDreams nur anschliessen.
Roy's Camp hat uns ausgesprochen gut gefallen. Auch wir hatten Vorbehalte um die San zu besuchen. Dieser Besuch laeuft aber ganz anders ab als der Besuch eines Himbadorfes und wir hatten am Ende das Gefuehl ein Projekt unterstuetzt zu haben das den Buschleuten wirklich hilft.
Also wenn du keine Luxuslodges bevorzugst ist Roy's Camp ein guter Tipp.

Viele Gruesse
Kitty
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52 Beiträge · seit 200821. März 2009 · #4
Hallo Ute,

ich stimme Toko und African Dreams in allen Punkten zu! Wir waren nur eine Nacht bei Roys und wären gerne eine Zweite geblieben um in Ruhe beide Wanderwege abzuklappern(es sind nur kurze Wanderpfade um das Camp herum aber urig und schön), in das winzige Pool zu hüpfen und die nette Campinganlage zu geniessen.
Achtung: der Campingplatz kann sehr voll werden (overlanders).
Das Essen war rustikal und im Buffetstil aber sehr gut (mmmh, butternut pumkin!).
Sehr nette unkomplizierte Gastgeber.

Noch ein Hinweis: zu den San sind es 90km. Dh Ihr solltet etwas Zeit einplanen. Wir waren mit dem eigenen 4x4 allein dort und sind auch übernacht auf dem einfachen Campingplatz geblieben. Super! Jeder Zeit wieder! Anschließend sind wir weiter nach Botswana über Dobe.

Viele Grüße
Selous
51 Beiträge · seit 200728. März 2009 · #5
Hallo Ute,

wir waren im Juli 2007 in Roy`s Camp und haben dabei leider keine allzu guten Erinnerungen. In 4 Wochen Namibia, war das aber auch schon die einzige negative Erfahrung, ansonsten war es einfach nur ein Traumurlaub.

Die Unterbringung war zwar rustikal aber ziemlich heruntergekommen und unsauber. Im Pool war kein Wasser und das Wasserloch für Wildtiere wurde lediglich von einigen Rindern besucht und Wanderwege waren überhaupt keine zu erkennen. Über die Fahrt zu den San kann ich leider nichts sagen, da wir das nicht auf unserem Program hatten.
Eigentlich hatten wir geplant einen schönen Relaxtag in Roy´s Camp zu verbringen, deshalb waren wir auch schon gegen 13 Uhr dort. Nur gab es leider nirgendwo eine Möglichkeit sich mal auf ner Liege abzulegen. Es gab einfach gar nichts.
Essen war ok aber auch nicht mehr.

Schöne Grüße

Michael
zuletzt bearbeitet 28. März 2009
Gast28. März 2009 · #6
Hallo zusammen, wir waren im Oktober 2008 in Roys Rest Camp und es war toll. Wir sahen Wartgogs und Elands. Es war sauber, der Pool war i.O. und man war sehr um uns bemüht.

Leider hatten wir keine Zeit für Aktivitäten / San Besuch, werden das aber bestimmt das nächste Mal nachholen.

Viele Grüße,

Bee Tee
3'766 Beiträge · seit 200628. März 2009 · #7
Southerndreams schrieb:
Hallo zusammen,

wir sahen Wartgogs und Elands.

Bee Tee
Eine beneidenswerte Erfahrung, diese gogs such ich schon seit Jahren 😛

Schönen Sonntag, VA
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
435 Beiträge · seit 200728. März 2009 · #8
Wir waren zwar nicht bei Roy´s Camp sondern in Grashoek, das ist aber nur um die Ecke. Was die moralischen Probleme betrifft, braucht man keine Bedenken zu haben.
Die tradizionelle Lebensweise wird den San leider nicht gestattet. Sofern sind die Touristen eine der wenigen Einnahmequellen. Auch hilft das Vorführen von traditionellen Verhaltensweisen diese zu Bewahren und auf die nächste Generation weiterzugeben. Wir fühlten uns jedenfalls nicht unwohl.
Der Campingplatz in Grashoek hat zwar keine sanitären Einrichtungen aber einen tollen Sternenhimmel.
[bild: 85161]
Reisebericht Namibia/Botswana 2007
Gast28. März 2009 · #9
Ja ist schon schlimm, diese Tastatur,
sind doch auf einmal due Buchstaben vertauscht .... 😛

Hier ein Bild vom GOG:



Sie laufen ziehmlich ungeniert auf der Campsite herum.

Nachts grasten die Elande keine 2 m von uns entfernt,
es klang sehr beruhigend das Gemampfe, als ob eine Kuhherde da wäre.

Viele Grüße,

BeeTee
188 Beiträge · seit 200728. März 2009 · #10
Hallo Ute,

wir waren auch im Juli 2007 2 Nächte in Roy's Camp. Essen gut, Unterkunft rustikal, Personal nett, hilfsbereit und nicht auf Profit aus. Um den Pool haben wir uns nicht gekümmert, da die Temperaturen absolut nicht danach waren.
Unser Hauptaugenmerk war der Besuch des Jo/Ansi Living Museums (Grashoek). Es war für uns ein Erlebnis und ich kann es nur empfehlen und zwar das "volle Programm". Ich würde es nochmal machen, wenn ich wieder vorbei komme.
Alles ausführlicher mit Bildern und dem Museumsprogramm als PDF (Preise 2007) in unserem Reisebericht unter http://www.sauert.net/reisen/21107d.php

Fried-liche Grüße
Reisebericht Namibia und drum herum 2007: http://www.sauert.net/reisen/211d.php
1'287 Beiträge · seit 200628. März 2009 · #11
Hier das aktuelle Programm der Buschies von Grashoek mit den für 2009 von Ihnen festgesetzten Preisen

1. Buschwanderung mit Jagen, Spurenlesen, Buschkost sammeln, Feuermachen (Zündelbox und Stäbchen) und Herstellung von Schlingen und Seilen. (1,5 Stunden, N$ 100,-/ Person)

2. Hochzeitszeremonie. Ein „Theater-stück“ nach romantischer Ju/Hoansi-Art (1 Stunde, N$ 50,-/ Person).

3. Gesang, Tanz und Spiele der Gruppe ums Feuer.(1 Stunde, N$ 100,-/ Person).

4. Handwerkskunst im Dorf. Im Mittelpunkt steht Feuermachen, das Fertigen von Seilen und Schlingen, Schmuckherstellung, Pfeil-, Köcher- und Bogenbaukunst, Zubereiten und Probieren von traditioneller Buschkost. Guten Appetit beim Auslöffeln der Tsama-Frucht! (2 Stunden, N$ 120,-/ Person).

5. Ein Tag mit den Ju/Hoansi. Die Programmpunkte sind dieselben, wie in Nr. 4. Weiterhin eingeschlossen sind die Buschmannwanderung, singen, tanzen, die Teilnahme an Spielen, Bogenschießen, Speerwerfen und die Konsultation eines traditionellen Doktors, der einen Patienten heilt. Ein unvergesslicher Tag.
(3-6 Stunden, N$ 200,-/ Person)

6. Action-Tag. Die Programmpunkte sind dieselben, wie in Nr. 4 und Nr. 5, weiterhin eingeschlossen sind Bogen- und Pfeilfertigung, das Herstellen von Straußenei - Perlen
und persönlicher Schmuckstücke nach traditioneller San-Art. (4-8 Stunden , N$ 250,-/ Person)

7. Zwei Tage wandern in der Wildnis. Folgen Sie den Ju/Hoansi (Männern, Frauen und Kindern) auf einem alten traditionellen Pfad auf eine echte Jagd- und Sammel-Tour. Die Ju/Hoansi werden Sie mit Bögen, Pfeilen, Grabstöcken und traditionellen Sammelfellen (die sie nach Gebrauch kaufen können) ausrüsten. Erleben Sie was die Natur für Sie bereithält. Nehmen Sie ihren Schlafsack mit oder lassen Sie ihn zu Hause, sehr wichtig für die Wanderung aber ist ein Hut und mindestens 5 Liter Wasser. 2 unvergessliche Tage! (N$ 500,-/ Person)
(Tageswanderung 250 N$ pro Person)

8. Das „moderne“ Grashoek. Besuch der gegenwärtigen Siedlung der Ju/Hoansi und der Schule für ca. 120 Grundschüler. (1 Stunde, N$ 50 pro )

Professionelle Filmaufnahmen
2 Tage unbegrenzte Aufnahmen 4.500 N$; jeder weitere Tag 1.500 N$


Auf einer Lichtung im Wald wurde ein schöner Campingplatz für die Besucher errichtet, die Gebühren für die Benutzung betragen N$ 20 pro Person. Ein Bündel Feuerholz kostet N$ 12. Ist gibt zur Zeit nur die Spatentoilette.

Lage: Das Dorf Grashoek liegt auf halber Strecke zwischen Grootfontein und Tsumkwe. Von Grootfontein sind es 138 km.

GPS Abfahrt von Teerstraße Richtung Tsumkwe
S 191440,2 E 183010,9
Nach 74,7 km Veterinärzaun Rooidaghek
S 191703,2 E 191210,6
Nach 500 m links ab am Schild “Historic Living Village”
S 191704,0 E 191236,4
Geradeaus hinein ins Dorf Grashoek: Reception
S 191419,0 E 191435,4

Mit sonnigen Grüßen aus Windhoek
Carsten Möhle
103 Beiträge · seit 200828. März 2009 · #12
ich überlege in 2010 das San Dorf zu Besuchen und bin auch über jede Information dankbar, Also schon mal danke an alle für die Infos bis hier.

@Carsten leider ist mir dein GPS Format unbekannt. Liegt das an meiner Unwissenheit oder fehlt da irgendwo ein Punkt?

Was ich noch nicht ganz verstanden habe ist was jetzt eigentlich Grashoek ist. Ist das das San Dorf? Und kann man direkt dort übernachten und am nächsten Tag weiter nach Botswana?
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435 Beiträge · seit 200729. März 2009 · #13
Das San-Dorf heißt Grashoek und liegt an der Straße von Grootfontein nach Tsumkwe. Der Abzweig ist direkt hinter dem Vet-Zaun. Von da aus geht es dann auf einer etwas sandigen Fahrspur noch 6Km weiter.
Dort gibt es dann einen primitiven Stellplatz etwas entfernt vom Dorf(s.o.). An diesem Platz finden auch die von Carsten geposteten Programmpunkte statt. Das Dorf selbst bekommt man also nicht zu Gesicht und vermeidet so auch das Angaffen von Leuten, die das vielleicht nicht wollen.

Wenn ich das richtig Verstanden hab muß man von Roy´s Camp auch bis Grashoek fahren(oder wird hingebracht). Die Unterkunft ist da halt komfortabler.

Wir haben übrigens einen halben Tag mit den San verbracht mit den Programmpunkten Buschwalk,Feuermachen, Bogen- und Pfeilfertigung, das Herstellen von Straußenei-Perlen und zum Schluß noch ein Regentanz.
Ich denke das Program ist nur zur Orientierung da, man kann auch ein Individuelles vereinbaren.

Meiner Tochter durfte auch selbst mithelfen Straußenei-Schmuck herzustellen.

PS.: Die Koordinaten sind einfach digital 191440,2= 19°14Min 40,2 sek
Reisebericht Namibia/Botswana 2007
41 Beiträge · seit 200929. März 2009 · #14
Hast jemanden UND in Roy's Camp UND in Treesleeper Camp (bei Tsinstabis) gewesen? Was sagt das in vergleich mit einander? Mitte Juni kommen wir an Namutoni aus Etosha und wollten weiter nach Rundu und Mahango fahren. Wir wollten gerne ein oder zwei Nachten oder in Roy's oder in Treesleeper gemacht mit San aktivitäten... Und sind nicht entschlossen zwisschen Treeslpeer oder Roy's.

Danke!
103 Beiträge · seit 200829. März 2009 · #15
@ linksfahrer Danke!
jetzt hab´ ich´s gerafft 🙂
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218 Beiträge · seit 200703. Mai 2009 · #16
Hallo, wir wollen am Wochenende zum Auftakt unserer Namibiatour auch nach Grashoek zu den San.Jetzt habe ich gerade einen Bericht vom Herbst 2008 (Kerstin und Uwe)gelesen, die fühlten sich überhaupt nicht willkommen und sind weiter gefahren. Hat sich dort etwas verändert oder gibt es noch eine Siedlung dort? Es ist im Bericht die Rede von "verwahrlost wirkenden Community". Es ist eigentlich der 1.negative Bericht von dort, wobei die anderen Besuchsberichte im Forum meist älter sind.
Vielleicht war jemand in letzter Zeit dort?
Herzlich Jutta