Fragen zum Etosha Park

10 Antworten · 2'870 Aufrufe · gestartet 18. März 2009 von HappyHugo
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Themenstarter8 Beiträge · seit 200918. März 2009 · #1
Hallo Ihr,

nachdem ich meinen Flug gebucht und den Mietwagen reserviert habe, wollte ich mich eigentlich erstmal entspannt zurücklegen und dann in Ruhe die Rutenplanung beginnen.

Eckdaten:
Reisezeit: insgesamt 15 volle Tage im Oktober
Unterkunft: Camping im 4X4

Jetzt hat mich beim durchstöbern dieses Forums stutzig gemacht, dass alle meinen, man muss Etosha auch beim Campen vorbuchen 😮 (Wollte eigentlich nix reservieren). Daher meine Fragen:

- Ist es wirklich notwendig so früh vorher zu buchen? 🙁
- Warum gibt es nur begrenzt Campingplätze? Platz sollte ja jede Menge vorhanden sein....😠
- Was will man so viele Tage dort? Habe mir das so vorgestellt: Nachmittags Anreise z.B. in Okakuejo, dann Tierbeobachtung abends/Nachts/ Morgens -> Weitereise zum Rastlager Halali und das selbe Spiel von vorn -> nächster Tag raus aus Etosha --- Warum finden das viele zu kurz? Fehlt was entscheidenes?
- Wir übernachten die erste Nacht in WDH und holen am nächsten Tag unser Auto ab. Kann man von Windhuk an einem Tag nach Etosha durchziehen (ca. 500km)? Wo würdet Ihr wenn einen Zwischenstopp einlegen? Otjiwarongo?
- Warum beginnen so viele Ihre Route in den Süden? Ich wollte eigentlich im Norden anfangen und am Ende je nach Zeit noch den Grand River Canyon und Windhuk mitnehmen wenn noch Zeit ist.


Danke schon mal für die Antworten! 😘
9 Beiträge · seit 200918. März 2009 · #2
Hallöle !
Ich habe gerade eine nagelneue Karte von der Touri Messe Berlin von Namibia
vor mir liegen, die mir Freunde mitgebracht haben. Wir werden die Strecke
Etosha /Okaukuejo nach Windhoek auf alle Fälle an einem Tag fahren.
Lt Karte ist ab Outjo (westl) bzw auch kurz nach Namutoni (östl )
geteerte Landstrasse. Dort ist 120km/h erlaubt und wohl auch möglich.
Selbst mit 100km/h wäre man in 5 Std in WDH!
Und zu deiner Frage warum nicht mit Süden beginnen...
oben besagte Freunde waren 4 Wo in Namibia und fanden den Süden
nicht berauschend. Ja okay, der Canyon, aber Lüderitz und Co müßte man nicht
haben. Wir selbst fahren im September südl nur bis Sossusvlei, dann Swakop,
Etosha, WDH innerhalb 2 Wo. Supi ist bestimmt auch der Norden von den Epupa
Falls bis hinüber in den Caprivi-Streifen. Dieses Gebiet meiden wir aber,
weil ich wahrscheinlich schon Malaria bekomme, wenn ich im Reiseführer nur
eine Fliege abgebildet sehe, kicher, - naja, Fliegen mögen mich halt 😛
Soviel fürs Erste... wünsche gaanz viel Spaß!
LG, Heike
7'272 Beiträge · seit 200618. März 2009 · #3
Hallo

Eine Suche hätte zwar auch geholfen, aber so geht es ja einfacher 😉

Bis vor zwei Jahren war es kein grosses Problem zu jeder Jahreszeit als Camper im Park zu übernachten. Das hat sich mittlerweile aus verschiedenen Gründen geändert. Der Hauptgrund ist sicher die Buchungspolitik. Es werden nur noch so viele Campsites vergeben, wie vorhanden sind. Werden einige nicht gebraucht, werden sie oft nicht mehr freigegeben. Dadurch ist die Campsite zwar leer aber laut Buchungen trotzdem voll. Es ist zu hoffen, dass sich das bald mal ändert. Ich habe etwas gelesen von Dezentralisierung. Vielleicht kann jemand mehr dazu sagen.

Ab und zu ist aber auch ordentlich voll. Das kann im Oktober schon mal vorkommen, weil das mit die beste Zeit ist um viele Tiere an den Wasserlöchern zu sehen. Speziell die Region um Okaukuejo ist dann sehr Tierreich.

Was will man dort. Naja. Tiere anschauen, vielleicht auch Filmen oder Fotografieren. Da gibt es ganz verschiedene Ausprägungen. Die einen packt es, die wollen gar nicht mehr weg und die andern sagen nach dem dritten Elefanten, schon wieder ein Ele und ziehen weiter. Ich gehöre sicher zur ersten Sorte und kann sehr viel Zeit beim Beobachten verbringen. Auch sehe ich immer wieder Neues. Wenn es für dich OK ist, kannst Du aber auch nach zwei Tagen wieder raus. Das entscheidest Du ja selber.

Windhoek-Etosha geht gut an einem Tag. Wenn Du aber noch einkaufst etc. wirst Du von Etosha an diesem Tag nicht mehr viel haben.

Ob Norden oder Süden spielt eigentlich keine grosse Rolle. Der Hauptgrund liegt am ehesten in der Dramaturgie der Reise. Der Etosha NP gilt bei vielen als Höhepunkt einer solchen Reise. Den bewaren sie sich bis ans Ende auf. Aber auch hier kannst Du wieder selber entscheiden. Die Reise wird nicht schlechter, wenn Du erst in den Norden und anschliessend gegen Süden fährst.

Noch etwas zum Süden: Der Süden ist auch sehr schön. Aber einfach anders als der Norden. Du findest sehr viele Farmen (es lohnt sich auch mal bei einer zu Übernachten und eine Framrundfahrt mitzumachen!). Auch hast Du spannende Wüstengebiete und grandiose Landschaften. Dafür muss man sich Zeit nehmen und im richtigen Licht am richtigen Ort sein. Du wirst im Süden aber deutlich weniger Tiere sehen als z.B. in der Etosha.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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zuletzt bearbeitet 18. März 2009
348 Beiträge · seit 200819. März 2009 · #4
Viel Platz ist schon auf den Campingplätzen
Aber dort sind die Campingplätze anderst als in Deutschland.
In Deutschland hats Du eine große Wiese und jeder stellt sein Zelt auf
In Namibia (somit auch in Etosha) hat jeder Zeltplatz seine eigene Feuerstelle, und teilweise eigenen Wasseranschluss und Stromanschluss.
Da hat man auf "seinem" Stück viel Platz und wird nicht wie die Heringe zusammengepfercht.
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Themenstarter8 Beiträge · seit 200919. März 2009 · #5
Danke schon mal!

Werde dann wohl direkt von WDH in den Etosha Park fahren und bald die Unterkünfte buchen.

Wie viele Camper passen den ungefähr auf so einen Platz (z.B. in Okakuejo)? Bzw. wieviele sind da so maximal an Campern da?
1'287 Beiträge · seit 200619. März 2009 · #6
Sehr geehrter Happy Hugo,

hier ein paar Hintergrundinformationen:

Nach der Renovierung sind folgende Stellplätze vorhanden und werden im Buchungssystem von NWR verbucht:
Halali 40 Stellplätze, Namutoni 25 Stellplätze, Okaukuejo 26 Stellplätze
Sesriem 24 Stellplätze.
Wenn diese Stellplätze nach einer Anzahlung vergeben sind, gelten Sie als ausgebucht und sind im System nicht mehr buchbar.

Auf jeden Stellplatz können bis zu drei Autos und 8 Personen gebucht werden. Das gibt das derzeitige Buchungssystem aber nur her, wenn man es direkt so einbucht oder seine Buchungsnummer bei Zusteigern ergänzt.

Ein Zubuchen durch das NWR Büro erfolgt natürlich nicht, so dass man sich nur vor Ort nach Rückfrage mit Stellplatzinhabern dazubuchen kann.

Es ist sinnvoll, diese Buchungszahlen zu begrenzen, weil die sanitären Einrichtungen und das vorhandene Wasser nur für diese berechnete Anzahl vorhanden ist. In der Vergangenheit, als noch jeder irgendwo raufgelassen wurde ( richtig für Sesriem zur Zeit noch, richtig für Etosha bis April 2007 ) waren teilweise 200 Gruppen / Stellplätze in überwiegend Okaukuejo belegt. Mit den dementsprechenden Folgen, dass Klos und Abwascheinrichtungen natürlich hoffnungslost überlastet waren, so dass sich die Gebuchten zu Recht beschwert haben.
In Etosha wurde daruafhin seit April 2007 vor befahren der Campingplätze eine Kontrolle der Buchungen eingeführt. Ohne Buchungen wurde man nicht auf die Campingplätze gelassen.
Gott sei Dank haben wir auch keine Bestechungskultur bei den NWR Angestellten, so dass man sich nicht spontan einen Platz ersteigern konnte. Sie haben auf die in Ihrem Buchungscomputer vorgesehenen Gäste bis zum Toreschluß gewartet und solange die Plätze natürlich nicht freigegeben.

Camps wie Onguma und Sachsenheim Game Farm im Osten, Etosha Safari Camp und Etosha Gateway Lodge im Süden haben ihre Campingkapazitäten daraufhin stark erweitert.

6 Wochen vor dem angefragten Datum ist Zahltag. Sollte dann von Veranstaltern oder Privatleuten nicht bezahlt worden sein, fängt man an, diese unbezahlten Rechnungen auszubuchen. Dieser Vorgang dauert bei den hübschen staatsangestellten Mädchen im NWR Buchungsbüro in Windhoek leider bis zu drei Wochen. Drei Wochen vor seinem Wunschdatum kann also frühestens wieder etwas gebucht werden.

Die nächste Schnittstelle ist natürlich, dass die in dem NWR Computer in Windhoek zu sehende Auslastung sich auch in den Computern in Namutoni oder Okaukuejo wiederfindet. Insbesondere in der Regenzeit ein schwieriges Unterfangen, so dass häufiger die Leitungen "down" sind.
Die letzten drei Jahre kam es dafür nicht mehr zu totalen Systemabstürzen mit Komplettverlust der Daten wie vor 2005 einige Male geschehen.

Mit sonnigen Grüßen aus Windhoek
Carsten Möhle
Themenstarter8 Beiträge · seit 200919. März 2009 · #7
Puhh, gar nicht so einfach so'ne Route zu planen 🤨

Ich denke, ich werde von WDH nach Etosha noch das Waterberg Plateau mitnehmen. Jetzt hab ich hier mal etwas rumgelesen, und es scheinen zwei in Frage zu kommen: waterberg wilderness und der staatliche Barnabé de la Bat Camp.
Das staatliche Camp soll von der Lage (Aussicht) besser sein. Stimmt Ihr da zu, würdet Ihr auch das nehmen?
2'048 Beiträge · seit 200720. März 2009 · #8
Hallo Hugo,

das ist wie so oft auch eine Frage der individuellen Vorlieben. Die Waterberg wilderness lodge ist mein persönlicher Favorit, sehr schöne Zimmer mit viel Luxus und mit Familie Rust sehr nette Gastgeber. Er ist Farmersohn, die Farm der Eltern liegt in der Nähe des Flughafens in Windhoek, sie kommt aus der Schweiz.
Die beiden haben eine privaten Tierpark aufgebaut, wo du fast sicher Rhinos fast hautnah zu sehen bekommst. Aber eben nicht "wild". Du kannst auch auf dem Plateau wohnen und du kannst sowohl im Tal als auch oben campen.
Ich war 2008 zuletzt im August da, hier war für die Auffahrt etwas Bodenfreiheit recht sinnvoll. Du musst bei der Auswahl auch bedenken, dass im Oktober gerade Frühjahr ist....

Die Farben und die Lichtwirkungen sind aber abends wirklich beeindruckend und sehr zu empfehlen.
Wenn du morgens noch bleiben willst kannst du eine Wanderung vom Tal auf das Plateau machen.

Viele Grüße

jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
781 Beiträge · seit 200720. März 2009 · #9
Also ich jedenfalls würde nicht noch mal den NWR-Campingplatz wählen (wir waren gerade vor 3 Wochen da). Er ist teuerer als der von Waterberg Wilderness (für den wir uns leider nicht entschlossen hatten), und er war trotz erst kürzlicher Renovierung schon wieder - wie auf den NWR-Campingplätzen nach meiner Erfahrung offenbar üblich - heruntergekommen: in einem Ablutionblock gab es kein warmes Wasser, Klobrillen waren abgerissen und sämtliche Haken waren weg, der Campingplatz hatte zudem schwere Regenschäden, die während unseres 4-tägigen Aufenthalts auch nicht wenigstens provisorisch ausgebessert wurden). "Maintainance" scheint auf allen NWR-Campsites ein unbekanntes Frendwort zu sein. Das miese Preis-Leistungsverhältnis wiegt die Lage des Platzes nicht auf!
7'272 Beiträge · seit 200620. März 2009 · #10
Hallo Hugo

Wir kennen Barnabé de la Bat Camp (NWR) und den Campingplat von der Waterberg Wilderness Lodge. Allerdings waren wir vor gut Zweieinhalb Jahren das letzte Mal da.
Der von der Lodge ist schöner und nicht so gross. Zudem kannst Du da auch begleitete Wanderungen machen. Von NWR-Camp kannst Du selber sehr schön auf Plateau wandern. Die Aussicht vom Plateau ist in jedem Fall gewaltig. Was uns gar nicht gefallen hat war der Game-Drive von NWR. Das war ein Gehetzte und zudem eine sehr lange Anfahrt. Dabei wurde fast nichts erklärt oder gezeigt.

Wir gehen aber ab und zu gerne auf solce NWR-Pltze, da die doch recht gut besucht sind. Dann stellen wir unsere Stüle auf, trinken gemütlich ein Savanna und schauen den Leuten zu die am Morgen Ihr Campingfahrzeug übernommen haben. Das kann echt spassig sein 😄. OK. Ab und zu geben wir auch gemeine Tipps.

Meine Empfehlung, die Campsite der Lodge!

Herzliche Grüsse
Chrigu


P.S. Ich fand beim letzten Besuch übrigens beide Campsites überteuert im Vergleich zu anderen Angeboten im Land!
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781 Beiträge · seit 200720. März 2009 · #11
Hinzu kommt, dass die NWR-Leute an der Rezeption oft sehr unfreundlich sind, oft auch uninformiert bzw. nicht auf dem laufenden Stand und auch nicht interessiert (ungeschlagen: die Mannschaft am Sesriem-Campingplatz!!!). Am Sesriem-Campsite konnte man uns weder vor 2 Wochen, noch letztes Jahr um die gleiche Zeit sagen, ob das Wasser mittlerweile im Vlei steht (und man wollte es auch nicht in Erfahrung bringen!) 🙄 ! Am Waterberg hat man uns ein Faltblatt gegeben, auf dem Spazier-/Wanderwege eingzeichnet waren; der Typ vom NWR hat soger noch den Weg angekreuzt, der eine Abkürzung zum Restaurant und Pool sein sollte. Nur: diese Wege werden offenbar seit Jahren nicht mehr unterhalten (Maintainance???), denn sie waren nicht nur in schlechtem Zustand, sondern einfach nicht mehr da (auch gerade der Weg nicht, den mir der NWR-Typ empfohlen hatte!).

Private Anbieter kümmern sich um Ihre Gäste, weil sie wissen, dass sie sonst nicht wiederkommen; NWR ist das offenbar völlig schnuppe.