4x4 in africaThemenstarter343 Beiträge · seit 200618. März 2009 · #1hier kommt endlich mal ein guter vorschlag:
http://www.az.com.na/leserbriefe/mehr-angst-als-vaterlandsliebe.82313.php..... oder doch nicht? und was sollen wir machen in nam?
bis dann
4x4
Cora1'335 Beiträge · seit 200618. März 2009 · #24x4 in africa schrieb:und was sollen wir machen in nam?
Für Farmbesucher sehe ich zwei Möglichkeiten:
Trainieren oder Studieren!
Trainieren, damit man schnell (weg-)laufen kann, also schneller als die Hunde, oder schneller als der andere Besucher.
Studieren: Hundepsychologie oder mit dem Hunde-Supernanny-Mann telefonieren.
🙂 😄 🙂
(Dies ist witzig gemeint!)
JuHo5415 Beiträge · seit 200918. März 2009 · #3Hallo 4x4 in africa,
Ich habe den Leserbrief gelesen und auch über den Mord am Farmerehepaar. Sein Hab und Gut und sein Leben zu schützen ist eine Sache, aber dieser Aufruf quasi zur Selbsjustiz, die darauf abzielt, andere Menschen mindestens schwer zu verletzen, halte ich für den falschen Weg. Es könnte ja auch mal sein, dass einer der Hunde ausbüchst ... Solche Hunde stellen eine Gefahr auch für friedliebende Menschen dar und man kann nie sicher sein, auch wenn man die Bezugsperson ist, dass ein Hund einmal "ausflipt". Passiver Schutz wäre hier angebracht, ein Hund, der anschlägt ( kein Kampfhund), Alarmanlagen , Bewegungsmelder, gut gesicherte Türen und Fenster und eventuell eine Funkverbindung zur nächsten Polizeistation... ich denke auch Namibia ist ein Rechtsstaat über alles Unverständnis, Wut und Trauer über diese Tat hinaus. Der Leserbriefschreiber weiß schon , warum er seinen Namen nicht öffentlich preis gibt: "...mein kräftiges Tier in Hamburg hat eine Beißkraft im Kiefer von 1,5 tons.Es ist trainiert beim Angriff ins Handgelenk zu beißen - Angreifer müssten sich hinterher bei Karstadt eine neue Hand kaufen." Seinen Hund wär er ganz schnell los....
Viele Grüße
JuHo54
Es ist nicht das Wissen, sondern das Lernen,
nicht das Besitzen, sondern das Erwerben,
nicht das Dasein, sondern das Hinkommen,
was den größten Genuss gewährt.
Carl-Friedrich Gauss
GUGuido.Gast18. März 2009 · #4Hallo,
4x4 in africa schrieb:hier kommt endlich mal ein guter vorschlag:
Der Vorschlag ist - insbesondere in der Form wie er geäußert wird - meines Erachtens einfach nur dumm und gefährlich. Wer sich damit brüstet, in Hamburg einen scharf gemachten Hund mit 1,5 Tonnen Beißkraft zu haben, sollte diesen Hund nach meiner Meinung abgenommen bekommen. Sowas endet viel zu oft damit, das Herrchen einmal stolpert oder einmal vergisst den Käfig richtig zu zu sperren und die entsprechend trainierten Hunde dann gleich jemanden zerfleischen.
Beste Grüße
Guido
stobi_de325 Beiträge · seit 200618. März 2009 · #5@JuHo54: nun gut, Du hast nun einen Hund, der anschlägt.
Es ist Dir somit klar, dass Unbefugte auf Deinem Grundstück sind.
Was machst Du?
1. Polizei rufen und einige Stunden/Tage aus deren Eintreffen warten
2. Gar nichts, die Eindringlinge werden sich vom Gebell des eingesperrten Hundes verteiben lassen
3. Ich schließe die Tür ab und versteck mich im Keller
4. Ich hole meine Pumpgun und niete sie um
5. Ich hole meine Pumpgun und gebe Warschüsse ab, die Eindringlinge werden nicht bewaffnet sein.
6. ich versuche eine friedliche Diskussion mit den Eindringlingen und erläutere ihnen die Gesetzwidrigkeit, die sie gerade in dem Rechtsstaat Namibia begehen.
7. Ich spring ins Auto und flüchte, mein Besitz und meine Familie ist mir in dem Augenblick egal.
8. Ich rufe einen Nachbarn an, der ordentliche Kampfhunde/eine ordentliche Bewaffnung hat
Auch wenn das jetzt ein wenig seltsam klingt, aber andere Alternativen wollen mir nicht einfallen.
Gruß
Frank
Die Welt ist zu groß, um immer nur auf Straßen zu fahren
KEkelele134 Beiträge · seit 200718. März 2009 · #6Hallo Guido und Juho,
vollkommen unabhängig von dem, was in diesem Leserbrief publiziert worden ist (und vor allem mit welchen Worten der Schreiber sich ausgedrückt hat), muss ich euch mal widersprechen.
Hunde haben eine ungeheure Beißkraft. Ob die bei 1,5t liegt oder wo auch immer ist eigentlich egal. Auch ein Dackel kann einem eine erhebliche Wunde (in Wadenhöhe 😛 ) zufügen. Das Beißen in einen sog. Beißärmel (also im Endeffekt in den mit einem Schutz versehenen Arm des menschlichen "Angreifers") ist Teil der Schutzhundeprüfung. Diese Prüfung kann theoretisch jeder Familienhund durchlaufen, in manchen Hundevereinen in Deutschland erbittet man sich vorher einen Wesenstest (manchmal auch die sog. "Begleithundeprüfung"). Der Angriff auf den Arm ist also übliche und anerkannte Trainingsmethode, die keinesfalls dazu führt, dass man einen Hund von den Behörden abgenommen bekommt. Ein "scharf gemachter" Kampfhund ist er deshalb auch bei Weitem nicht- im Allgemeinen sind trainierte und geforderte Hunde im Wesen ruhiger und können ausgeglichener auf neue Situationen reagieren. Wenn der Hund aber tatsächlich mal (auf Befehl!) seinen Besitzer verteidigt- ja, dann sieht der Angreifer tatsächlich alt aus- "...Angreifer müssten sich hinterher bei Karstadt eine neue Hand kaufen.".
Traurige Realität ist bei einem bestimmten Kreis von Hundebesitzern natürlich eine andere, das wissen wir alle. Aber nur, weil ich einen ausgebildeten und auf Angriff trainierten Hund hab, heißt das nicht, dass ich mich im Rahmen der Illegalität oder der Verantwortungslosigkeit bewege.
Grüße
Kelele
P.S.: Nähere Informationen dazu gibts natürlich beim VDH (Verband für das deutsche Hundewesen).
eggitom1'247 Beiträge · seit 200918. März 2009 · #7Eigentlich ist ja schon alles gesagt aber...
In der Schweiz sind letzte Woche zwei junge Mädchen ermordet worden, das eine davon von ihrem eigenen Freund...
Auf Sizilien (wenn man denn dem Internet glauben darf) haben am Wochenende zwei Kampfhunde einen Jungen totgebissen, liefen offenbar drei Tage später immer noch frei herum und konnten eine Touristin angreifen und schwer verletzen...
Mehr brauche ich dazu wohl nicht zu bemerken, oder höchstens folgendes: September und Oktober werde ich für zwei Monate Namibia und Botswana bereisen. Ich bin mir der Gefahren bewusst, habe deswegen aber nicht im Sinn, einen Kampfhund oder gar eine Waffe mitzuführen. Da könnte ich mich genausogut zuhause (= in der so sicheren Schweiz) im Keller verstecken und darauf warten, dass mich zufälligerweise ein Einbrecher erschiesst... Ich freue mich schon ungemein auf die Reise!
Das soll nicht heissen, dass ich den Kruger-Mord billige, im Gegenteil: Jeder gewaltsame Tod, durch wen oder was oder aus welchem Grund er auch verursacht wurde, ist einer zuviel!!!
Und 4x4 in africa empfehle ich eine Klarstellung seiner Aeusserungen; ich gehe mal davon aus, dass er sich missverständlich ausgedrückt hat...
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht
(Fritz Grünbaum)
Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende) KWkwh71 Beiträge · seit 200819. März 2009 · #8Auch wenn die Diktion des anonymen Leserbriefverfassers in der AZ kaum akzeptabel ist, so hat er im Wesentlichen recht. Ich weiß wovon ich rede, denn ich bin seit 15 Jahren mehrmals jährlich im südlichen Afrika und habe in einer mittelgroßen namibianischen Stadt selbst Eigentum. Alle Nachbarn in dem Viertel, in dem ich wohne, haben Hunde und die sind weiß Gott nicht zum Streicheln geeignet. Um so mehr würde auch ich allen Farmern raten sich gut ausgebildete Wachhunde anzuschaffen. Denn gerade auf den vielen Farmen, die oft weit entfernt und zig Kilometer auseinander liegen, nützt mir weder eine Alarmanlage, selbst wenn sie mit einem security service verbunden sind, nichts. Auch ander passive Schutzmittel sind wenig hilfreich. Auch auf die Polizei ist kein Verlass. Meist ist sie zu weit entfernt und ob sie im Notfall kommt ist ungewiss.Allerdings ist auch ein Hund kein Allheilmittel, denn den kann ich mit einem Stück vergiftetem Fleisch leicht unschädlich machen und eine Hundeschule zwecks Ausbildung existiert nur in Wdh.
Die mitteleuropäischen Supergutmenschen, die alles nur durch ihre Touristenbrille sehen, sollten sich erst mal mit dem wirklichen Leben in NAM vertraut machen, bevor sie hier ihren unqualifizierten Senf abgeben.:P
kwh
SHshanti454 Beiträge · seit 200619. März 2009 · #9tja nur wer schon einmal erlebt hat wie ein sog. kampf-/wach-wie auch immer hund ganz einfach mit ner panga oder eisenstange eins ueber den schaedel gezogen bekommen hat - einbrecher sind meistens zu zweit oder mehreren, wird sich fragen, was nuetzt mir solch ein hund, ausser dass er mir leid tut !!!! die schmerzgrenze bei farbigen liegt wesentich hoeher als bei weissen, auch sind sie nicht sonderlich zimperlich wenn ein hund auf sie zukommt, wenn sie einbrechen wollen. also meines erachtens eine hilfe zur abschreckung, aber wenn jemand rein will, wie in diesem fall, keine wirkliche hilfe...
eggitom1'247 Beiträge · seit 200919. März 2009 · #10zwei Fragen zu zwei Bemerkungen:
was macht kwh noch in Namibia, wenn es dort so gefährlich ist🤔
@shanti: "die schmerzgrenze bei farbigen liegt wesentlich höher": klingt für mich wie zu Apartheid-Zeiten; und ich dachte, die sind in Namibia Geschichte😳
Mehr habe ich dazu nicht (mehr) zu sagen.
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holger982 Beiträge · seit 200619. März 2009 · #11Die mitteleuropäischen Supergutmenschen, die alles nur durch ihre Touristenbrille sehen, sollten sich erst mal mit dem wirklichen Leben in NAM vertraut machen, bevor sie hier ihren unqualifizierten Senf abgeben.:P
kwh
Da bin ich ja richtig froh, dass du dich als "Afrika-Versteher" hier in dem Forum mit deinen qualifizierten Bemerkungen eingefunden hast. Bitte hilf uns mal auf die Sprünge.
Grüße,
Holger
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Miss Ellie1'723 Beiträge · seit 200920. März 2009 · #12Also das Thema Hunde bewegt mich ja immer sehr, da ich ein absoluter Hundenarr bin...
Ich kann dazu nur sagen, von den unqualifizierten und sarkastischen Bemerkungen im Leserbrief, ist schon einiges wahre daran, Hunde helfen zu schuetzen, vor allem wenn sie gut ausgebildet sind.
Allerdings, in dem speziellen Fall des Ehepaares haette das wahrscheinlich auch nicht viel genuetzt weil ein Hund mit einer Kugel im Bauch oder Kopf hilft da auch nicht mehr soo viel weiter.
Aber in anderen Faellen, wo Einbrecher vielleicht nicht unbedingt mit Schusswaffen bewaffnet sind, kann das schon ein erheblicher Vorteil sein.
Ich spreche da aus eigener Erfahrung. wir hatten hier auf Réunion vor einigen Wohen nachts Besuch. Der typ war schon auf dem Grundstueck als meine beiden "streichelhunde" wach wurden .... Meine Grosse hat den einfach vom Grundstueck gejagt ohne weiteren Schaden anzurichten... Wir haben beide vom Grundstueck rennen sehen und nach zwei Minuten kam meine Huendin zurueck, ihr job war erledigt und wir konnten beruhigt weiterschlafen. Ohne Hund haette der typ sicherlich so einiges mitgehen lassen oder waere vielleicht sogar ins haus gekommen.
Ein grosser Hund haelt, ohne dass er undbedingt gefaehrlich ist, unwillkommene Besucher ab. Rhodesian Ridgebacks, die ja nunmal aus Afrika kommen, sind hierzu bestens geeignet. Ein lammfrommes Tier welches aber mit einem enormen Beschuetzerinstinkt ausgestattet ist...
Die Hundediskussion bleibt anstrengend.. Sicherlich gibt es immer wieder Unfaelle mit Hunden, vor allem Hunde die falsch abgerichtet sind und wo die Menschen meinen Sie als Waffe benutzen zu koennen. Aber da liegt docb das Problem, mal wieder, eher beim Halter als beim Hund. Der Hund ist von Hause aus friedlich und ein Hund der gut arbeitet, da schliesse ich mich einigen Vorgaengern an, ist ausgeglichener und friedlicher, nur das er eben weiss wann seine Arbeit gefordert ist.
Wer auf Réunion direkt am Strand wohnt, daher immer auf dem Presentierteller tut sehr gut daran, sich mit einem Hund und mehreren zu schuetzen.
Und, von allem anderen ab : Der Hund ist der beste freund des menschen, es gibt keine innigere Liebe als die des Hundes zu seinem Halter und die Freude die uns ein Hund jeden Tag schenkt ist durch nichts zu ersetzen. Fuer alle die es interessiert schaut euch mal die folgende seite an : www.rick-back.de ...
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
Miss Ellie1'723 Beiträge · seit 200920. März 2009 · #13sorry .. schreibfehler
www.ridge-back.de
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
stobi_de325 Beiträge · seit 200620. März 2009 · #14Tja, jetzt muß ich hier einfach mal gründlich rummaulen und einigen Schreibern hier gründlich auf den Schlips treten.
Wie ich in diesem Threat mal wieder festgestellt habe, spielen sich manche unserer Schreiber zu Afrika-Spezialisten auf, obwohl sie zum Teil noch niemals unten waren. Wer einmal dort war, meint schon, er sei absoluter Insider mit allem Wissen über Land, Leute und Mentalität.
Ich war nun gewiss 20 mal unten, war in ZA, NAM, KE, TSA etc. denke aber noch lange nicht, daß ich Afrika-Spezi bin. Wie sagt ein freund immer: Du entwickelst Dich langsam vom Greenhorn zum Yellowhorn.
Wer als Weißer in Afrika lebt, muß sich dort mit dem Thema Rassismus auseinandersetzen. Gerade wir Deutschen tuen das immer sehr schnell, wir urteilen vorschnell über andere, ohne uns wirklich auszukennen (so auch ich bei meinem ersten trip vor vielen Jahren).
Es gibt aber vor allem in Afrika den Rassismus umgekehrt: als Weißer zahlt man mehr, man muß bei vielen Polizeikontrollen mehr zahlen, die Nationalpark-Besuche sind z.T. 10x so teuer, wie für den Schwarzen, man wird ständig angebettelt, etc etc. Wir sind ja alle Millionaire.
Sowas wird niemals erwähnt, schon gar nicht von einem Deutschen, denn dann ist man sofort ein Nazi.
Gerade beim Thema SELBSTSCHUTZ sollte niemand mitreden, der nicht schon sehr oft unten war, Freunde hat, die dort leben und sich mit der Mentalität von Schwarzen und Weißen auskennt.
Wer hier von Alarmanlagen, CB-Funk zur Polizeistation, braven Hunden und dgl. schreibt, die Besitzer von "scharfen" Hunden in den Bereich "Krimminell" stellt, beweist nur, daß er wirklich KEINE AHNUNG vom Leben in Afrika hat.
Gruß
Frank
Die Welt ist zu groß, um immer nur auf Straßen zu fahren
Miss Ellie1'723 Beiträge · seit 200920. März 2009 · #15Stobi ...
nur eine kleine korrektion wenn du auf meinen artikel anspielst ...
Ich mache bei Thema hunde nicht den unterschied zwischen braven hunden und scharfen hunden sondern vielmehr zwischen ausgebildeten und nicht ausgebildeten hunden.
Spezielle Rassen sind ohnehin (wie der Ridgeback) mit einem exrement Beschuetzersinn ausgestattet, ohne dass sie unbedingt "scharf" sind... dennoch ist dieser hund nicht in die Kategorie "hochgefaehrlich" einzustufen, da er im Familienkreis ein braver hund ist.
In diesem Zusammenhang spreche ich mehr ueber allgemeinheit als ueber das Leben in Afrika, aber ich bin der ueberzeugung, dass gerade in Afrika, wo die Menschen weitaus grossflaechiger und abgelegener Leben ein gewisser Selbstschutz unbedingt erforderlich ist.
das Thema RAssismus ist zum kot..en Rassismus ist present, aber das heisst noch lange nicht, dass man in dieses Denkschema verfallen muss. Vielleicht bin ich da immer noch zu naiv oder zu positiv aber ich will da gar nicht drueber diskutieren... denn je weniger wir in Globalitaeten verfallen was Menschengruppen angeht, egal ob wir ueber Religion oder Hautfarbe sprechen, desto mehr geben wir uns selbst die Moeglichkeit nicht in eine rassistische Gedankenwelt zu verfallen.. aber gut, vielleicht sehe ich das irgentwann anders, ich hoffe nicht.. aber dennoch..
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
holger982 Beiträge · seit 200620. März 2009 · #16stobi_de schrieb:Tja, jetzt muß ich hier einfach mal gründlich rummaulen und einigen Schreibern hier gründlich auf den Schlips treten.
Du wolltest bestimmt sagen, dass du deine Sichtweise darlegen möchtest, die sich nicht unbedingt mit der der anderen Fomis deckt, oder?!
Wie ich in diesem Threat mal wieder festgestellt habe, spielen sich manche unserer Schreiber zu Afrika-Spezialisten auf, obwohl sie zum Teil noch niemals unten waren.
Pure Vermutung.
Wer einmal dort war, meint schon, er sei absoluter Insider mit allem Wissen über Land, Leute und Mentalität.
Reine Polemik.
Ich war nun gewiss 20 mal unten, war in ZA, NAM, KE, TSA etc. denke aber noch lange nicht, daß ich Afrika-Spezi bin.
Aus meiner Sicht ist es vermessen anzunehmen, dass es sich bei deinem Gegenüber um jemanden handelt, der weniger oft unten war. Es mag dich überraschen zu hören, dass wir hier Mitglieder haben, die permanent in Afrika leben.
Wer als Weißer in Afrika lebt, muß sich dort mit dem Thema Rassismus auseinandersetzen. Gerade wir Deutschen tuen das immer sehr schnell, wir urteilen vorschnell über andere, ohne uns wirklich auszukennen (so auch ich bei meinem ersten trip vor vielen Jahren).
Eine Beschreibung der individuellen Wahrnehmung wirst du doch sicherlich gestatten oder?!
Ich möchte behaupten, dass das Schubladendenken bei Einheimischen mit viel Erfahrung deutlich ausgeprägter ist. Die Schubladen sind halt nur andere als die der Touristen. Meinst du wirklich, dass du nach 20 Reisen als Tourist wirklich tiefe Einblicke gewonnen hast? Herzlichen Glückwunsch!
Es gibt aber vor allem in Afrika den Rassismus umgekehrt: als Weißer zahlt man mehr, man muß bei vielen Polizeikontrollen mehr zahlen, die Nationalpark-Besuche sind z.T. 10x so teuer, wie für den Schwarzen, man wird ständig angebettelt, etc etc. Wir sind ja alle Millionaire.
Soviel zum Schubladendenken.
Ich kann hier keinen Rassismus erkennen, zumal Residents aus Namibia und Südafrika auch preislich bevorzugt werden. Ich kann mich an kein Preisschild erinnern, das schwarze und weiße Residents unterscheidet.
Gerade beim Thema SELBSTSCHUTZ sollte niemand mitreden, der nicht schon sehr oft unten war, Freunde hat, die dort leben und sich mit der Mentalität von Schwarzen und Weißen auskennt.
Chrigu, mach das Forum zu! Hier wandeln nur Unwissende, die gefälligst ruhig zu sein haben!!! (oder frei nach Dieter Nuhr: Wer keine Ahnung hat, einfach Fresse halten!) 🙄
Wie gesagt, es tummeln sich Residents hier im Forum. Vielleicht fragst du die, wie ihre Wahrnehmung ist, denn deren Erfahrungen dürften die deinen um Längen schlagen.
Also: ruhig, Brauner!
Grüße,
Holger
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http://travel-pictures.net SKskywalker200392 Beiträge · seit 200620. März 2009 · #17Ich war nun gewiss 20 mal unten, war in ZA, NAM, KE, TSA etc. denke aber noch lange nicht, daß ich Afrika-Spezi bin. Wie sagt ein freund immer: Du entwickelst Dich langsam vom Greenhorn zum Yellowhorn.
Ach komm, sowas kann ich haben, sich zum Experten stempeln und dann noch kokettieren...
Es gibt aber vor allem in Afrika den Rassismus umgekehrt: als Weißer zahlt man mehr, man muß bei vielen Polizeikontrollen mehr zahlen, die Nationalpark-Besuche sind z.T. 10x so teuer, wie für den Schwarzen, man wird ständig angebettelt, etc etc. Wir sind ja alle Millionaire.
Da hast du was verpasst nach 20mal "unten": du zahlst mehr, wenn Du keine Zeit hast und als Touri hat man es eben oft eilig. Gemein von den Einheimischen, ich weiss...
Gerade beim Thema SELBSTSCHUTZ sollte niemand mitreden, der nicht schon sehr oft unten war, Freunde hat, die dort leben und sich mit der Mentalität von Schwarzen und Weißen auskennt.
Das höre ich immer wieder gerne: jemand der schon oft "unten" (sind wir dann hier "oben"?) war, und von der Mentalität des "Schwarzen an sich" oder des "Weissen an sich" spricht.
Insgesamt sind wir noch nicht so weit über "Heart of Darkness" hinausgekommen.
stobi_de325 Beiträge · seit 200620. März 2009 · #18Ha, es funktioniert - Leben in der Bude!
Aber mal im Ernst @skywalker2003:
ich kritisere hier, daß gerade in diesem Threat Leute mit sehr spärlichem "Vor-Ort-Wissen" sich zur Sicherheitssituation in Afrika äußern und sage dabei ausdrücklich, daß ich mich auch nach vielen Afrikabesuchen wirklich nicht als Experte bezeichne. Was soll denn da der dumme Spruch "sowas kann ich haben, sich zum Experten stempeln und dann noch kokettieren..."?
Und dann das hier: "du zahlst mehr, wenn Du keine Zeit hast". FALSCH: ich zahle mehr, weil ich weiß bin. Ich gehe über einen Markt und zahle für eine Ananas 120 ksh (in Mombasa). Ein Bekannter schwarzer Hautfarbe kauft auch ein und bekommt das Ding für 50 ksh.
Mentalität Schwarz und Weiß: Auf Deiner Internetseite schreibst Du, dass Du Reiseleiter in Afrika bist, ich setzte daher mal voraus, daß Du sehr viele Menschen "da unten" kennst. Ist Dir noch nie ein gewisses ähnliches Denkschema bei den verschiedenen Bevölkerungsgruppen aufgefallen?
Aber ich glaube, das wird jetzt hier ein wenig OFF TOPIC.
Da sollten wir einen eigenen Prügel-Threat aufmachen!
Gruß
Frank
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KOkonno1'457 Beiträge · seit 200620. März 2009 · #19"die Nationalpark-Besuche sind z.T. 10x so teuer "
das kann ich so nicht stehenlassen, denn es handelt sich nicht um "Rassenpreise", sondern um Preise je nach Nationaliät " ein Namibier/Simbabwer zahlt weniger für den Eintritt egal ob er weiss ist oder nicht.
Als ich durch Simabwe getrampt/gebust bin, hatte ich (aus versehen) einen "temporary resident permit", weil die Grenzbeamtin kein Verfallsdatum eingetragen hat . . . Das hat mir (auch als Weisser) in 4 Parks, den Eintritt mächtig vergünstigt !
Gleich verhält es sich mit Ananas etc. In Thailand wird der schwarze Ami genauso über den Tisch gezogen, wie der weisse Holländer . . .
Es gilt da schon zu differenzieren.
Zum Thema, ich denke da muss man sich nicht mehr zu äussern . . .
Miss Ellie1'723 Beiträge · seit 200920. März 2009 · #20Verschiedene Preise fuer Einheimische oder Gaeste sind ueberall dort bekannt wo Touristen ueber eine wesentlich groessere Kaufkraft verfuegen als die Menschen im eigenen Land.
Das ist manchmal aergerlich, menschlich aber durchaus verstaendlich. Da brauch man auch gar nicht nur von Aftika zu sprechen, das ist in Asien so, auf Mauritius, in Suedamerika ...
Wenn es um Eintrittpreise in die Nationalparks geht kann ich nur sagen die Entscheidung von NRW zum Beispiel ist da gar nicht falsch.. Mal ehrlich, das ermoeglicht doch Namibier mit einem 10 mal geringerem Grundeinkommen auch von der Schoenheit des Landes zu profitieren.
Man muss auch mal die Kehrseite der Medalie ansehen koennen und nicht immer direkt in die Rassendiskussion verfallen.
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss