RARacoonThemenstarter55 Beiträge · seit 200814. März 2009 · #1
Hallo, ich bin zurück und möchte Euch allen für die tollen Tipps bedanken, die ich erhalten habe. Ohne Euch wäre das sicher keine so schöne Tour geworden: Es war eine unvergessliche Zeit. Aber irgendwie kommt es mir (obwohl es erst ne Woche her ist) so vor, als ob ich gar nicht da gewesen wäre. Die Bilder und Erinnerungen sind seltsamerweise so unreal. lol.
Also dann lege ich mal los...ich werde mich so kurz halten wie möglich.
Vorab: Wir hatten ne ganz heftige Regenzeit, wobei wir mit dem Regen immer Glück hatten. Es regnete nie, wenn wir nicht schliefen oder im Auto saßen. Ok, 2 Mal war es nicht ganz so praktisch meine Schuhe sind immer noch nass. Hehe.
RARacoonThemenstarter55 Beiträge · seit 200814. März 2009 · #4
Tag 1: Ankunft in Windhoek. Mit dem Gepäck gabs keine Probleme. Wir hätten also sofort losdüsen können. Aber wir haben einen Stopp gebucht. Deshalb: Stadt anschauen. Alles ungewohnt - und der Unsicherheitsfaktor lässt uns vorsichtig agieren. Wohl übervorsichtig. lol.
Casa Piccolo. Hierzu kann ich gar nicht viel sagen. Hausherrin ist sehr nett und bietet auch flexibles Frühstück an, das abends geliefert wird (Müsli, Yoghurt usw.), wenn man zu unchristlicher Zeit losdüst. Ach ja, dafür haben wir einen Teil unserer Einkäufe im Kühlschrank vergessen. Hoffentlich hats geschmekt 😊
Zimmer nix besonderes, wobei andere Gäste öfter an der Glasfront vorbei laufen. Stört aber nicht weiter. Zudem gibts Vorhänge 😉 Für unsere "Sache" als Auftakt ok.
Waren abends noch im Joes. Das ist ja wirklich richtig toll dort. Aber gleicht schon recht einem Massengeschäft.
RARacoonThemenstarter55 Beiträge · seit 200814. März 2009 · #5
Tag 2 und 3: Desert Camp Die Zelte sind geräumig und bieten ein tolles flair. Das Bestellen von Essen in der Sossusvlei Lodge ist praktisch. Man bekommt das identische Essen wie dort. Nur, man muss es selber bruzeln. Da es geregt hatte aßen wir in der Lodge und bestellten für den nächsten Tag Essen. Es war das gleiche 😉 Da wir mit den Mengen so unsere Probleme hatten, grillten und verpflegten das ganze Personal. War lustig. Als wir abfuhren feierten die Angestellten auf unserer Terasse. Lage ist nicht weit von der Haupt-Lodge weg, die im Übrigen total unter Wasser stand. Im Camp war es schön ruhig und einfach schön.
Touren Tag 2: Sesriem Canyon, Hausberg Desert Camp Touren Tag 3: Hidden Vlei (super schön, weil man allein ist), Dead Vlei (auf der Fleischautobahn aber für Aufnahmen echt toll), Sossusvlei (was, das ist alles?) und paar Dünen. Man fuhr nicht auf der Straße sondern durch einen Bach zum 4x4 Parkplatz. War aber lustig.
Musste meine Eindrücke erst mal verarbeiten. War ich wirklich dort? 😄
Unterkunft: Desert Camp Vom Desert Camp waren wir sehr zufrieden. Gute Lage, nette Leute und alles sehr ordentlich und gepflegt. Die Kombi mit der Haupt-Lodge ist natürlich klasse.
RARacoonThemenstarter55 Beiträge · seit 200814. März 2009 · #6
Tag 4 und 5 Es geht nach Swakopmund. Naja, wir fuhren mal drauf los, da es laut Auskunft keinen Sprit in Sesriem sowie in Solitaire geben sollte. Egal irgendwie wirds schon. Als wir in Solitaire ankamen stand der Tanklastzug gerade in der Einfahrt. So war das auch geplant 😉
Swakopmund ist einfach schön. Zuerst waren wir verschreckt von den Typen am Strand mit den kleinen spitzen Messern. Dachten erst die wollen uns den Rucksack aufschlitzen. Doch nach und nach stellte sich heraus: Sag niemals Deinen Namen. Aber auch nicht den falschen. Ansonsten steht Gustav ca 4sec später auf ner geschnitzen Frucht. Deshalb: Please, my flend, please, do not make any crafts for me. Vor den Händlern hatte meine Freundin tierisch Angst. Dennoch war sie es, die sich schließlich mit Mitbringseln bepackte. Das Verhandeln musste ich übernehmen. Die Preise von Schitzereien purzeln schneller als an der Börse. Von 260 ist man schnell auf 80. Nunja, das Zeug ist ja auch maschinell hergestellt. Zudem färbt es ab. Verdient wird auf jeden Fall gut. Das Museum war auch toll. Ein paar Himbas vermarkten sich davor auch recht erfolgreich.
Unterkunft: Secret Garden House Wir bekamen das große Zimmer in der Mitte des Gartens, der im Übrigen absolut beeindruckend ist. Alles ist schon und stilgerecht eingerichtet. Hier wird stark auf das Detail geachtet. Das Frühstück ist umfangreich. Abendessen waren wir in Swakopmund unterwegs, was sich auch empfiehlt. Für einen Swakopmund Aufenthalt empfehle ich nur B&B, damit man die schöne Stadt erkunden kann. Deshalb war SGH genau das richtig für uns. Die Lage ist sehr zentral, der Garten beeindruckend, die Zimmer schön und die Hausherrin nett und hilfsbereit. Die Bewertung ist schwer, deshalb auf die Kategorie B&B bezogen:
Chris Living Desert Tour: 12/10. Das ist auch ein Highlight der gesamten Reise. 12 Points for Chris.
LEVO Walvish Bay Tour: 10/10. In Kurzform. Die muss man gemacht haben.
RARacoonThemenstarter55 Beiträge · seit 200814. März 2009 · #7
Tag 6 und 7
Fahrt ins Erongo und kurzer Abstecher 4km vor Spitzkoppe. Foto schießen und weiterdüsen.
So jetzt kommt mein persönlich schönster Abschnitt der Reise: Die Erongo Wilderness Lodge. Oh my godness, ich wollte Sie beinahe noch rausstreichen. In Stenoform: Personal: ich komme wieder ins schwärmen und schweife wieder zurück ins Erongo. Rebecca und Timo im Service sind absolute Unikate und mit ihrer individuellen Art einfach zum knuddeln. Glasis machte mit uns beiden eine Wanderung (im Preis inklusive) von 6-11h. Mann, das war einfach nur soooo schön.
Mittags am Pool, den bizarren Lauten der Klippschliefer lauschen, (Darth Vaders letzter Atemzug lässt grüßen), die vielen Eidechsen und der unglaubliche (noch nie zuvor gesehene) Sonnenuntergang ließen Namibia für mich unvergesslich werden. Die ganze Kulisse, wie die Lodge zwischen den Bergen eingelassen ist, fand ich einfach beeindruckend, wobei der Preis wirklich fair war. Das Essen war hervorragend und das Personal einzigartig. Hmm, war jetzt nicht wirklich Steno!
RARacoonThemenstarter55 Beiträge · seit 200814. März 2009 · #8
Tag 8:
Fahrt zur Vingerklip Ugab Terrace Lode. Wir nahmen auch die Vingerklip Lodge unter die Lupe. Naja, ist schöner eingerichtet, macht nen professionelleren Eindruck, aber die Aussicht von der Ugab ist schon wahnsinn. Insbesondere wenn man morgens aufwacht und der Tag am Ende des Bettes seinen Lauf nimmt.
Ugab Terrace Lodge: Aussicht und Lage ist absolut beeindruckend. Doch der Pool ist ne Lachnummer - er wird vom Manger als der schönste in ganz Namibia gewertet. Da wir die einzigen Gäste waren (in der Vingerklip waren auch nur ne Handvoll Leute da), war es uns unangenehm, dass plötzlich die ganze Belegschaft wegen uns auftauchte. 2 Service, Rezeption, Koch, Gehilfe, Barmann und noch 2 Hansel plus Manager mit Frau. Das war wirr, da man beim Essen wirklich von Blicken druchbohrt wurde. Andererseits hatten wir ne ganz tolle und persönliche Unterhaltung mit dem Chef, der uns so einiges an Insekten zeigte. Die Musik die hierbei immer im Hintergrund trällerte, passte so einfach gar nicht rein. Wir kamen uns manchmal so vor, als wären wir in einem verkappten texanischen Square-Dance-Schuppen. Die UTL bietete uns ein Wechselbad der Gefühle und Eindrücke. Deshalb ist die Wertung immer Abhängig davon, auf was man es bezieht: Pool vs. Aussicht. Unwohlsein vs. umüsant und interessant. Naja, es ist schwer zu sagen. Zumindest war es wirklich ein Ort, von dem man einige ulkige Dinge erzählen kann.
RARacoonThemenstarter55 Beiträge · seit 200814. März 2009 · #9
Tag 9 und 10
Grootberg Lodge Die Fahrt dort hin war ganz schön langwierig und mussten uns zudem von 11 Namibiern aus einem Flußbett tragen lassen. Naja, so ne Kombi aus schieben und tragen. Zum Teil wurde das Heck so stark angehoben, dass die Autofront wieder im Sand verschwand. Habs nicht ganz kappiert, was die da machen, doch das Auto kam wieder frei. Die Klamotten waren vom schweiß durchnäßt. Toller Auftakt.
Doch wir wurden belohnt. Die Aussicht ist beeindruckend. Doch ich muss zugeben, es setzt recht schnell ein Sättigungszustand ein. D.h. es ist recht bald normal. Das ist mir im Erongo nicht passiert. Liegt vielleicht daran, dass man nur einen dünnen Schlauch als Aussicht hat und keinen 360 grad Rundumblick. Egal. Trotzdem geile Lage, krasser Pool und gutes Futter wobei es 0,5 Punte Abzug gibt, weils keinen Salat gab!!!
Mit Issac (einfach ein super Typ, spricht deutsch, versteht alle Dialekt und kennt alle dt. Sprichwörter. Ein unikat. Leider noch nicht fest Angestellt), Hambo und Josef eine Nashorn Trail gemacht. Nett, aber der Preis würde mich beim nächsten Mal davon abhalten. Die Gesellschaft mit Isaac hat das aber wieder wettgemacht!
Weil ich mich recht bald an der tollen Aussicht satt gesehen habe, bekommt die Lodge nur 8 Punkte ist aber absolut subjektiv. Ein schwarzer Skorpion sprang meiner Freundin beinahe um den Hals als sie den Vorhang zuzog. Eine spannende Abwechslung. Sie kühlte unser Wohlfühlfaktor ein wenig ab, bekommt aber dennoch 10 Punkte. Der Abzug kommt vom Salat 😄
Die Lodge ist sehr zu empfehlen, doch die Aktivitäten finde ich überteuert. Deshalb 7 für die Aktivitäten und 9 für die Unterkunft. WOW Effakt nutzt sich bei mir nach kurzer Zeit ab, deshalb erst 10 dann 8.
RARacoonThemenstarter55 Beiträge · seit 200814. März 2009 · #10
Tag 11 und 12
Auf ins Etosha. Okaukuejo. Das waren die einzigen 2 Tage, die ich nicht so dolle fand. Der Etosha ist ein menschliches Fleischauffangbecken ohne gleichen. Unglaublich. Wir wären gerne früher abgereist, doch der Spritmangel zwang uns zum Verweilen. Ein Souvenirhändler verkaufte mir schließlich 4 Liter in Cola-Flaschen. Die Straßen im Park waren unter aller Sau. Schlaglöcher, da könnte man einen Kampfpanzer darin verstecken.
Die Leute, die man dort trifft sind aber super nett und bieten nette Unterhaltungen. Hey, das ist ja sowieso lustig in Namibia. Man trifft viele Leute mehrmals, obwohl es so ein großes Land ist.
Die Standard Zimmer sind nett eingerichtet, aber die Materialien fallen schon nach dieser kurzen Zeit nach der Renovierung auseinander. L Mehr möchte ich darüber gar nicht schreiben. Es gibt Etosha Fans. Wir zählen eindeutig nicht dazu. Auch die Tierwelt hat uns nicht vom Hocker gerissen. Da gibt es in privaten Ressorts zum Teil mehr zu sehen. Die Angestellten fand ich zum Teil sehr unfreundlich.
RARacoonThemenstarter55 Beiträge · seit 200814. März 2009 · #11
Tag 13 und 14
Wir sind stark genervt. Doch im Okonjima Main Camp werden wir entschädigt. Auch hier treffen wir auf Leute, die wir zuvor im Erongo und Etosha getroffen hatten.
Die Lodge ist schön und es wird darauf geachtet, dass der Gast immer was zu tun hat. Gut für den Umsatz und gut für den Gast. Doch man kann auch wandern oder am schönen Pool die Seele baumeln lassen. Das Personal ist sehr nett und wird schnell zu guten Kumpels (z.B. Arnold). Uns hat es dort sehr gut gefallen. Die Aktivitäten sind abwechslungsreich und sehr interessant (Hyänen, Leaopard, Gepard und Löwen). Zum Teil Problemtiere, Ex-Haustiere(die nicht mehr ausgewildert werden können) oder verletzte Tiere finden hier eine Bleibe. Leoparden sind wild, aber mit Sender ausgestattet. Ob man das gut heißen kann, überlasse ich jedem selbst. Natürlich wird jedes Tier in gewissem Maße gestört. Was wir gesehen haben, fanden wir jedoch äußerst toll.
Essen toll. Leute toll. Aktivitäten toll. Zimmer toll. Anlage toll. Lage ok. Abfahrt schade.
RARacoonThemenstarter55 Beiträge · seit 200814. März 2009 · #12
Tag 15
Ondekaremba. Und wieder steckten wir in einem Flußbett fest. Oliver, das Oberhaupt der Ondekaremba zog uns wieder raus. Wir hatten die Bushhütten. Die sind extrem spartanisch eingerichtet, mit Grillstelle und Pool in 2min Entfernung. Aber für uns absolut ok. Unser Wohlfühlfaktor leidete wohl schon ein wenig an dem kommenden Abschied und der WOW-Effekt war beretis sehr aufgebraucht. Dennoch eine schöne Ex-Farm. Leider war Oliver auf ner Familienfeier eingeladen und stellte uns statt einem Abendessen Salat und ein paar lummlige Würste hin. Das fanden wir nicht ganz so toll. Das Mittagessen von Frau Kunz? war dafür sehr lecker. Alles in allem lag der Abschied schon schwer in der Steppe, deshalb ist die Wertung auch ein wenig schlechter ausgefallen. Wie immer alles subjektiv.
Bei Erongo 12/10 zu geben ist für mich auch passend 😉
Freu mich auf den Rest!
Dankende Grüsse Elli
Meine Aufenthalte in Südwest/Namibia:
1978/79 Besuch auf Farm am Waterberg, 1980 Praktikum im Schülerheim Otjiwarongo/Caprivi, 1981 Bulli-Rundreise mit crockydile: Namibia – Kapstadt – Gardenroute – Zymbabwe – Victoriafälle – Botswana (10Tage mit dem Mokoro im Okawango-Delta) – Namibia,
1983 Arbeiten auf Farm Otjikaru am Waterberg
lange Pause
Tolle Urlaube folgenten: 2007 Namibia, 2008 Namibia/Botswana, 2009 Namibia
2018 Wunderschöne 2-Familientour mit Familie tim.buktu
ANNICK8'054 Beiträge · seit 200814. März 2009 · #16
Hallo Racoon,
Habe mir deinen Bericht mit Genuss gelesen. Bin froh dass dir Okonjima Main Camp auch so gut gefallen hat. Ich bin gerade dabei eine Route für meine Bekannten zu gestallten. Ich zögere zwischen Grootberg Lodge und Erongo Wilderness. Die Fomi's scheinen da deine Meinung zu teilen. Erongo muss also schon ein Hit sein.
RARacoonThemenstarter55 Beiträge · seit 200814. März 2009 · #17
Wir beide fanden beides toll. Das Personal ist in beiden Lodges mit Abstand das beste auf unserer Tour.
Bei Grootberg ist es hauptsächich Isaack, der die Touren macht und ein pfundiger Typ ist. Umgänglich, lustig und unterhaltsam.
Im Erongo sind es eine Reihe von Angestellten, wobei jeder für sich zum knuddeln ist.
Im Erongo ist wandern und die Natur im Vordergrund. Bekommt Wanderungen inklusive und kann sehr gut auch selber was anstellen. Im Gegensatz dazu steht beim Grootberg-Gebiet Elefanten und Nashorn Trails auf dem Tagesplan. Mich hat es (wenn ich ehrlich bin) nicht so arg vom Hocker gehauen, als wir das übermüdete Reno erblickten. Des Weiteren ist der "Untergrund" im Grootberg sehr nervig, da es mit eckigen, großen Steinen übersäät ist.
Beide sind super. Ich werde beim nächsten Mal ganz sicher wieder in Erong WL vorbeischauen!
RARacoonThemenstarter55 Beiträge · seit 200814. März 2009 · #18
Hab auf die schnelle ein paar Impressionen in mein Fotoalbum hochgeladen. Unerkünfte spielen hier jedoch keine zenrale Rolle.