Namibia 09 - Zur Regenzeit Teil 1

5 Antworten · 1'328 Aufrufe · gestartet 04. März 2009 von Pirnaer
Antworten
ThemenstarterGast04. März 2009 · #1
Namibiareise 09 -Regenzeit Teil 1

Ich war das erste mal 14 Tage zur Regenzeit, vom 17.2.-2.3.09 unten. Vorher konnte ich wenig mit der Situation Regenzeit anfangen, wie vielleicht viele.
Deshalb ein Bericht und eine Bewertung.

Wir hatten für 120 Hotels im Land, Vouchers. Diese konnten max. 72 Std. vorher bestellt werden. Man brauchte also ein Handy und musste flexibel sein. Vorkenntnisse über Gegebenheiten waren da sehr nützlich.
Da der Preis stimmte haben wir diese Saison akzeptiert und nicht bereut!!!
Wir waren mit einem Toyota Yaris 2x4 unterwegs!!
Es ist nach Aussagen der Einheimischen ein sehr regenreiches Jahr.
Da ich nicht weiß ob Anbieter zu nennen sind, bleibe ich allgemein.

Es ist eine herrliche Sache, wenn mal alles grün ist. Sogar die Dünen in Sussusvlei hatten einen grünen Schimmer übern rot.

Straßenzustand-Wasserschäden --> das Hauptproblem.
Uns wurde laufend berichtet, das alle Arten von Autos, 2x4, 4x4 aller Art und Größe, Busse im Wasser stecken blieben, weil das Wasser zu hoch, der Untergrund zu schlammig oder verborgene Flutlöcher da waren.
Es gibt auf den Straßen , um es amateurhaft darzustellen:
1. - das Wasserloch ohne ersichtbaren Zu-o.Abfluß -> hier ist die unbekannte Tiefe die größte Gefahr. Die Länge erkennt man ja. Notfalls erst durchwaten.
2. - das Fließgewässer über eine" Betonwanne" -> Erst am Strömungsverlauf beobachten ob die "Wanne" wahrscheinlich noch vollständig ist. Dann Strömung in Wasser-Höhe + Geschwindigkeit bewerten, ob man nicht abgetrieben wird. Durchlaufen ist wegen Strömung riskant.
3. - das Fließgewässer ohne eine" Betonwanne" -> der schlimmste Fall, da hier fast immer ein Stück
Straße schon fehlt!

Ich liefere später mal noch ein Bild, wie eine Straße nach der Flut aussehen kann. Wenn da noch etwas Wasser wäre, hätte man die Gefahr nicht erkannt!

Das beste bei Unsicherheit ist in jeden Fall
zu warten, bis einer kommt, der vor einen die Durchfahrt wagt. Oder, der zumindest helfen kann.

Wir hatten mit unseren kleinen Flizer u.a. folgende Situationen:
Im Etosha: Beim Durchfahren von 1. "schoss" die Bugwelle nicht nur übern Kühler, sondern bis übers Dach. Wenn die tiefste Stelle ca. 1 m länger gewesen wäre, wir wären stecken geblieben.
Bei Solitaire: Beim Überqueren von 2. "drifteten" wir stark ab. Das war knapp.

Etosha:
Die Natur in schönsten Farben! Täglich abends Regen.
Wir haben für uns überraschend, entgegen anderen Berichten, viele Tiere gesehen.
Es gab eine große Menge Giraffen, Zebras, Gnus usw. Nicht gesehen haben wir Elefanten, große Raubtiere, Affen.

Das Problem waren die Wasserlöscher in den Pisten. Das war immer ein Abenteuer. Kommste wieder raus!?
Das gilt auch für "Hauptstraßen".
Wir haben uns nicht getraut, die 140 km quer durch den Park von Namutoni nach Okauguejo. Die Zahl und Größe der Löcher war zu groß.
2 Beiträge · seit 200904. März 2009 · #2
Hallo Pirnaer,

danke für die Info, genau das suche ich!
Wir sind ab nächster Woche in Namibia, und haben auch die route Windhoek-Sesriem-Swakop-Etosha-Windhoek vor. Im Etoschapark wollten wir u.a. von Okaukuejo nach Namutoni durch den Park fahren. Du schreibst ja, das habt ihr euch nicht getraut.

Nun beginne ich mir als Namibianeuling langsam etwas Sorgen zu machen - keine Erfahrung mit dem Land und auch nciht mit derartigen Straßenbedingungen. Vielleicht hättest du ja einen Tipp, welche Strecken überhaupt problematisch sind?

Und: für Sesriem-Swakopmund und Swakopmund-Okaukuejo haben wir jeweils einen Tag eingeplant. Du scheinst diese Strecken ja auch gefahren zu sein - ist das realistisch, oder sollten wir hier von Anfang an mehr Zeit einplanen?

Auto versuche ich auf 4x4 zu wechseln.

Danke jedenfalls schon mal!
425 Beiträge · seit 200704. März 2009 · #3
Danke für deinen Bericht.
Ich habe irgendwo in der AZ gelesen, dass die Brücke am Gaub weggespült sein soll. Ist da was drann?
Grüße Stephan www.skyimages.de Reisebericht Namibia 2002 - Wie alles begann..." Reisebericht Namibia 2007 Astronomie in Namibia 2009 Ins Land der Skipetaren 2010 "Kommt ein Kudu geflogen" - Namibia 2013 Timelapse Video "Southern Skies" Namibia 2016 - oder auf Zebrapfaden durch den Busch
3'491 Beiträge · seit 200604. März 2009 · #4
Hallo AlfredinNamibia,
Die Strecke Sesriem-Swakopmund ist eine klassische 1-Tages-Tour. Probleme aber könnte es am Gaubpass und am Kuisebpass geben, wenn es stark geregnet hat.Aber die Erfahrungen von heute können morgen schon wieder überholt sein. Ich kann daher nur erneut raten, vor der Weiterfahrt zum nächsten Ziel die Passierbarkeit der Pad vor Ort zu klären.Dabei kannst Du durchaus auf die Hilfsbereitschaft der Namibier rechnen.
Die Strecke Swakopmund-Okaukuejo ist eigentlich auch bei Trockenheit etwas sehr viel.So etwas sollte man sich nur im Notfall antun.Wenn Ihr die Straße über Omaruru nehmt, dürfte Euch das Wetter eigentlich nichts anhaben können - ist alles durchgängig Teerstraße. Ich weiß nur nicht, wie weit inzwischen die Straßenarbeiten an der B 2 gediehen sind.Es könnte sein, dass Ihr vor Usakos in eine Baustelle hineinkommt.Wegen dieser Unwägbarkeiten hielte ich eine Zwischenübernachtung z.B. in Omaruru für ratsam - vielleicht in der Omaruru Game Lodge.Wenn Ihr dort 2 Nächte einplant, könnt Ihr sogar Elefanten zu sehen bekommen - weil die vermutlich in Etosha noch nicht wieder da sein werden.
Gruß Joli
ThemenstarterGast04. März 2009 · #5
Hallo, ich schreibe meinen Bericht weiter.
Aber zwischenzeitlich das:
Wenn ich meine Erfahrungen und die heutigen Berichte in der AZ - Namibia lese: "Etosha halb voll Wasser!", dann kann ich nur dringend zu 4x4 raten. Ohne Piste zu befahren geht nicht. Da gibts in jeden Fall irgentwo Wasserlöcher oder Schlamm.
Wir haben schon oft umgedreht, da wir nicht stecken bleiben wollten.

Bitte immer zwei Varianten zum Ziel haben und das auch beim Tanken berücksichtigen.
Man muß vielleicht kurz vorm Ziel wegen weggespülter Straße umdrehen.

Die Bücke am GAUB stand vorige Woche nach starken Regen noch. sie war nur überschwemmt und die "Zufahrt"!!!! war weg. Wurde aber hergerichtet. Das kann aber jeden Tag anders sein.
Gast05. März 2009 · #6
Hallo Pirnaer
Pirnaer schrieb:
Da ich nicht weiß ob Anbieter zu nennen sind, bleibe ich allgemein.
Klar kannst Du Anbieter nennen. Viele hier sind besonders an Erfahrungsberichten mit bestimmten Anbietern interessiert. Insofern wird Dein Reisebericht für viele wertvoller, wenn Du konkrete Erfahrungen weiter gibst. Es wird nur nicht so gern gesehen, wenn neue Mitglieder hier im ersten Posting ein Loblied auf einen bestimmten Anbieter singen. Das weckt dann häufig den Verdacht, dass der Anbieter selbst hier versteckt werben will. Da Du hier schon im Vorfeld der Reise nachgefragt hast, stellt sich so ein Verdacht bei Dir keinesfalls.

Beste Grüße

Guido