Okay, dazu kann ich jetzt folgendes ergänzen:
Unsere unmöblierte Wohnung in einem "Complex" in Windhoek kostet pro Monat inkl. Strom und Wasser ca. 5000 (2 Schlafzimmer, ein grosses Wohnzimmer mit offener Küche, 2 Bäder). Was kleinere, möblierte Wohnungen kosten weiss ich leider nicht.
Ein-Schlafzimmerwohnungen in Windhoek kosten so ca 2500 bis 3000 N$/Monat. Anderswo ist das wesentlich billiger (so man denn etwas bekommt).
Secondhand-Autos sind teuer. Unter 25000 findest Du nichts auch nur annähernd fahrbares. Ab NAD 50000 wird es realistisch. Unser Toyota RAV4 1991 mit 135000km kostete 80000 NAD und war nicht in einem besonders guten Zustand.
Das kommt nun wieder drauf an. Man kann auch Glück haben: unser Mercedes war zwar schon fünfzehn Jahre alt als wir ihn kauften, aber in einem top-gepflegten Zustand, und kostete 45000 N$. Er sieht aus wie neu. Allerdings hatten wir auch Zeit zum Suchen. Unseren fünf Jahre alten Ford Bakkie haben wir für 35000 N$ bekommen (der sieht allerdings viel übler aus).
Mit Versicherung meinst du wahrscheinlich die jährliche "motor vehicle license", was sowas ist wie die deutsche KFZ-Steuer.
Eine Versicherung ist vielleicht ratsam, aber nicht verpflichtend.
Was eine Krankenversicherung kostet, weiss ich allerdings nicht. Hier in Namibia kannst Du dich sehr günstig in öffentlichen Spitälern pflegen lassen, allerdings ist die Qualität in keiner Weise mit D oder CH zu vergleichen. Ich würde an deiner Stelle zumindest dafür sorgen, dass Du dich in den ganz grossen Notfällen zurück nach D bringen lassen kannst. Lokale Privatärzte sind recht teuer, haben für eine kurze Untersuchung (5 Min) NAD 225 bezahlt
Bei der Krankenversicherung kommt es sehr darauf an was du verdienst, und welche Einstufung du möchtest (je mehr die Kasse bezahlen soll, desto teurer sind die Beiträge). Bei meiner Kasse zahlt man bei geringem Verdienst für die unterste Stufe so ungefähr 800 bis 1000 N$ (habs jetzt nicht im Kopf, da müsste ich erst die Infomappe suchen gehen wenn es genauer sein soll), wobei in manchen Fällen der Arbeitgeber die Hälfte mitzahlt.
Es gibt auch sog "Hospital Plans", die ausschließlich dann einspringen wenn ein Krankenhausaufenthalt nötig wird. Der kann nämlich richtig teuer werden! (Dafür sind die Privatkliniken vor allem hier in Windhoek aber schon von bester Qualität.)
Die Arztbesuche (plus notwendige Medikamente)zahlt man dann komplett selber. Und da hat man es auch in der Hand wieviel man zahlt: ein Besuch bei meinem Hausarzt kostete letztes Jahr (ich hab ihn seither nicht gebraucht) 180 N$, die Untersuchung war hierbei sehr gründlich, mit Blutentnahme etc,. und ich war insgesamt drei Mal für diesen Preis dort weil ich Spritzen brauchte. Für diese und die notwendigen Medikamente zahlt man natürlich extra - und das kann richtig ins Geld gehen!
Bestimmt sind die Ärzte außerhalb Windhoeks günstiger, aber natürlich auch rarer...
Zum Fahrradfahren: ich finde das auch grundsätzlich ein gutes Projekt. Für das Fahren hier in Windhoek sollte man die Leute aber gut über "Verkehrsregeln und deren Nicht-Einhaltung vor allem durch Taxis" informieren, denn wie random walk ganz richtig sagt: das Fahrradfahren kann hier wirklich gefährlich sein. Man sollte halt nach Möglichkeit die Rush Hours meiden, sich immer nach allen Seiten absichern, nicht auf seiner Vorfahrt bestehen, immer mit den anderen Verkehrsteilnehmern Blickkontakt halten um sicher zu gehen dass sie einen gesehen haben - das ist echt anstrengend. Aber ich sehe inzwischen immer mehr Leute Fahrradfahren, und tu das auch selbst ab und zu. Meist an Sonntagen 😉
Wenn die Fahrräder mehr für die Landbevölkerung gedacht sind, sollten vor allem die Reifen robust und "pieker-resistent" sein. Mit den Dornen haben sogar wir in Windhoek reichlich zu kämpfen.
Also, viel Spaß bei deinem Projekt
LG
Maxi