4242desThemenstarter29 Beiträge · seit 200923. Feb. 2009 · #1Hallo zusammen!
Ich bin neu hier im Forum, habe aber schon die letzten 2 Monate mitgelesen und viele Tips für meine geplante Namibia-Reise bekommen. Dafür schon mal ganz vielen Dank an die vielen fleissigen Schreiber!
Mitlerweile bin ich auch schon recht weit mit der Reiseplanung, habe aber ein Zeitproblem, oder ein Priorisierungsproblem, ganz wie man es nennen will. Daher brauche ich mal fachmännische Hilfe.
Fix sind zwei Blöcke, die uns so sehr wichtig sind und unverrückbar sind:
- Die ersten 6 Tage von Windhoek bis Kasane via Moremi und Chobe
- Fast am Ende 6 Tage zwischen Van Zyl's Pass und Okaukuejo (bevor sich jemand wundert: wir bleiben bewußt nur eine Nacht in Okaukuejo und fahren dort auch wieder raus, weil wir in Etosha beim letzten Mal schon recht lange waren und die Zeit diesmal anders nutzen wollen - Wiederholungstäter, wie scheinbar viele hier).
Bei jetziger Planung haben wir am Ende zwei Tage - einen von Etosha bis Twyfelfontain und einen reinen Fahrtag zurück nach Windhoek.
Außerdem haben wir 5 Tage für die Strecke Kasane bis zum Van Zyls Pass (da wir an dem Tage danach bis zum Camp Synchro wollen, müßten wir am 5. Tag entweder schon in Etanga oder oben am Van Zyl's Pass sein).
Am liebsten würden wir die Epupa-Fälle noch einbauen, wollen uns aber andererseits nicht zu sehr hetzen. Daher würde ich mich freuen über Tips von Euch wie man am schönsten von Kasane zum van Zyls Pass kommt und wo man nett übernachten kann (Camping oder Lodge). Ggf. könnten wir uns auch vorstellen von Etosha direkt nach Windhoek zurück zu fahren und Twyvelfontain ausfallen zu lassen (da waren wir auch beim letzten mal), um einen Tag mehr zwischen Kasane und Van Zyl's Pass zu haben. Da wir die Epupa-Fälle nicht kennen, fällt uns das Priorisieren hier aber sehr schwer.
Kann mir vielleicht jemand helfen???
Ganz viele Grüße,
Ina
walwol303 Beiträge · seit 200823. Feb. 2009 · #242des schrieb:Daher würde ich mich freuen über Tips von Euch wie man am schönsten von Kasane zum van Zyls Pass kommt und wo man nett übernachten kann (Camping oder Lodge).
Hallo Ina,
wie wäre es mit 2 Nächten in der
Lianshulu Lodge im Mdumu Nationalpark? Uns hat es hier im September 2008 sehr gut gefallen. Auch eine Safarifahrt in den Mudumu oder eine Bootstrip auf dem Kwando ist zu empfehlen.
Um welche Jahreszeit wollt ihr fahren?
Lg Walter
4242desThemenstarter29 Beiträge · seit 200923. Feb. 2009 · #3Hallo Walter,
wir fahren August/September.
Die Lodge ist ein guter Tipp - sieht klasse aus - aber wie geht es dann weiter von Kasane nach Van Zyl's Pass? Wie sind die Straßen, was kann man am Tag sinnvoll fahren ohne zu rasen und wo kann man sinnvoll übernachten?
Viele GRüße,
Ina
joli3'491 Beiträge · seit 200623. Feb. 2009 · #4Hallo Ina,
5 Tage von Kasnae bis van Zyls Pass erscheint eigentlich recht gut - auf den ersten Blick.Oder wenn es nur um die Bewältigung einer Strecke geht.Aber der Caprivi ist viel zu schön, um ihn nur für den Transit zu nutzen. Der Tip mit Lianshulu ist schon mal sehr gut.Aber es müssen schon 2 Nächte sein, denn sonst hat man nichts von dieser wirklich schönen Lodge.
Die nächste Etappe könnte bis knapp vor Rundu gehen. Das ist zwar ganz schön lang, aber dank Teerstraße gerade noch machbar ( obwohl man auf der B8 wegen der vielen Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 90 km/h nicht so schnell fahren kann).Bei Rundu würde ich die NKwazi Lodge empfehlen. Eine einfache Lodge in sehr schöner Lage am Okavango mit sehr liebevollem, persönlichem Service.Auch hier würde ich 2 Nächte bleiben, um das Ganze nicht zur Hetzjagd werden zu lassen.
Aber dann wirds schwierig: entweder auf der C45 oder auf der B8/B1 (über Tsintsabis) bis Oshakati? - Die C45 kenne ich noch nicht, aber von den km her erscheint mir die Pad als zu weit für einen Tag und ich weiß nicht, ob es da Übernachtungsmöglichkeiten gibt.Die Fahrt über die B8/B1 ist zwar noch länger, aber da gibt es Chancen für eine Zwischenübernachtung. Wie auch immer - Du musst 2 Tage bis Oshakati rechnen und einen weiteren bis zum Van Zyls Pass.
Macht zusammen 7 Tage von Kasane bis Van Zyls Pass.Nun liegt es an Dir, wo Du streichen möchtest.
Gruß Joli
4242desThemenstarter29 Beiträge · seit 200923. Feb. 2009 · #5Hmmm, 7 Tage statt 5 ist schon eine echte Hausnummer 😮
Ich werde heute Abend mal auf der Karte Deine vorgeschlagene Route anschauen.
Tsintsabis sagt mir leider nichts. Kann mich nicht erinner, dass an der B8 oder B1 gesehen zu haben. Mir fällt da im Moment nur Grootfontain ein.
Wenn mein Gedächtnis mich nicht im Stich läßt, dann ist es von Oshakati zum Van Zyl's Pass noch total weit - das ist doch noch östlich von Ruacana und nördlich von Etosha. Hast Du eine Idee für eine Übernachtung in Oshakati?
Viele Grüße,
Ina
googlemeier249 Beiträge · seit 200623. Feb. 2009 · #6Ich habe einen Vorschlag:
Bleib im Osten (BOT, Caprivi) und mach Urlaub!
Da gibt es soviel zu sehen...wir haben uns für unsere Urlaube verschiedene Teile des Landes vorgenommen und meistens nur kleine Touren gemacht.
Das Kaokoveld und das Damaraland sind mindestens ein Urlaub alleine wert...
"Did you see lions?" "No."
"But the lions saw you!"
walwol303 Beiträge · seit 200823. Feb. 2009 · #7Hallo Ina,
habe Entfernungen und Fahrzeiten (ohne Pausen) aus meinen GPS-Daten von 2008 von Kasane nach Rundu herangezogen bzw. den Rest mit Mapsource und der T4Africa Karte mal berechnet:
Kasane - Lianshulu Lodge - 290 km - 4 1/2h
Lianshulu Lodge - Rundu - 445 km - 5 1/2h
Rundu - Oshakati via C45 - 490 km - 7 1/4h
Rundu - Oshakati via B8/C42/B1 - 600 km - 6 1/2h
Oshakati - Opuwo - Van Zyl`s Pass - 390 km - 12h
Die Daten sprechen für sich: Das gibt eine Fahrerei sondergleichen. Ausserdem ist die Strecke von Oshakati zum Van Zyl`s Pass in einem Tag nicht zu schaffen.
Sollten die Eckpunkte der Reise Bestand haben so bleibt wohl nur übrig den Caprivi möglichst schnell zu durchfahren, was ich persönlich sehr schade fände.
zB.
Kasane - Divundu - 450 km - 6h
oder noch krasser, volles Risiko und durchfahren:
Kasane - Rundu - 645 km - 8h
Bin gespannt wie deine Planung weiter geht.
Lg Walter
4242desThemenstarter29 Beiträge · seit 200924. Feb. 2009 · #8Hallo!
Ich habe gestern Abend nochmal versucht die Planung weiter zu machen. Meine erste Idee (Kasane - Popa-Falls - Oshakati - Swartbooisdrift - Van Zyl's Pass) habe ich schon verworfen - das geht wohl nicht ohne zur Ralley zu werden!
Im Moment erscheint mir die folgende Möglichkeit ganz attraktiv
Kasane - Kongola
Kongola - Rundu
Rundu - Oshakati
Oshakati - Swartbooisdrift
Swartbooisdrift - Van Zyl's Pass
Das ist zwar nicht schön, aber ich hoffe das ein oder andere kann man sich da schon noch ansehen und es ist nicht ganz so stressig. Was denkt Ihr?
Hat jemand Erfahrung mit der C45 zwischen Rundu und Oshakati? Ich wüßte gerne ob es sich von der Landschaft lohnt die zu fahren oder ob wir besser über Grootfontain fahren und den Tag als "Transfer" abhaken.
Die Orte oben sind übrigens nur erste Anhaltspunkte, um jetzt weiter die Übernachtungen zu planen. Hat jemand gute Ideen für Camping oder auch mal eine Lodge dazwischen?
Vielen Dank,
Ina
Topobär5'479 Beiträge · seit 200924. Feb. 2009 · #9Ich würde am ersten Tag bis Rundu durchfahren. Ist eine sehr gut ausgebaute Apphaltstraße, und somit gut zu schaffen. Die gewonnene Übernachtung würde ich dafür in Opuwo einfügen.
joli3'491 Beiträge · seit 200624. Feb. 2009 · #10Hallo Ina,
Tsintsabis ist ein kleines Dorf an der Verbindungsstrecke D 3016/D 3001 zwischen B8 und B1 nördlich von Tsumeb.Man erspart sich damit den längeren Weg über Grootfontein-Tsumeb auf der B8. Zeitlich allerdings bringt die Abkürzung so gut wie gar nichts, dafür ist sie landschaftlich eindeutig schöner.
Oshakati ist die "Hauptstadt des Nordens" mit verschiedenen Unterkunftsmöglichkeiten. Schau mal in den Beherbergungsführer. Von Geschäftshotel bis Lodge ist dort oben alles vertreten.
Wie Du aus den Beiträgen der anderen Fomis ersehen kannst - es ist eine verdammt lange Strecke mit ewig viel Fahrerei.Ich sehe es daher wie Googlemeier - besser auf den Caprivi und Umgebung beschränken und das Kaokoveld für das nächste Mal vornehmen.
Gruß Joli
4242desThemenstarter29 Beiträge · seit 200924. Feb. 2009 · #11Hallo!
In diese Richtung hatte ich auch schon gedacht, aber die 8 Stunden sind schon heftig.
Eine Nacht in Opuwo hatte ich auch mal in der Planung - da wäre dann die Anfahrt Van Zyl's Pass von Süden und nicht von Norden drin gewesen. Die Nordanfahrt soll schwerer sein, aber ich weiss nicht ob es das auch wert ist von der Landschaft etc. 😕
Was denkt Ihr?
Wenn ich bei der nördlichen Anfahrt bleiben will, heisst es wohl abwägen ob ich bis Rundu durchbrettern will und zwei Nächte Swartboosdrift mache, oder mich nur ein bischen spute und wenigstens ein bischen im Caprivi-Streifen anschauen will.
Ach herje, ist das schwer - so wenige Tage und so viele Möglichkeiten...
Viele Grüße,
Ina
4242desThemenstarter29 Beiträge · seit 200924. Feb. 2009 · #12joli schrieb:Wie Du aus den Beiträgen der anderen Fomis ersehen kannst - es ist eine verdammt lange Strecke mit ewig viel Fahrerei.Ich sehe es daher wie Googlemeier - besser auf den Caprivi und Umgebung beschränken und das Kaokoveld für das nächste Mal vornehmen.
Gruß Joli
Hi Joli,
danke für die Info! BOT und Kaokoveld in drei Wochen ist ziemlich ambitioniert, gebe ich ja zu, aber das sind die Randbedingungen (ich fahre ja nicht alleine), an denen eigentlich nicht mehr zu rütteln ist. Ich möchte versuchen das beste daraus zu machen und den Transfer möglichst wenig stressig und bzgl. Sehenswürdigkeiten und Landschaft so schön wie möglich zu gestalten.
Danke für die Hilfe!
Viele Grüße,
Ina
walwol303 Beiträge · seit 200824. Feb. 2009 · #1342des schrieb:... heisst es wohl abwägen ob ich bis Rundu durchbrettern will und zwei Nächte Swartboosdrift mache, oder mich nur ein bischen spute und wenigstens ein bischen im Caprivi-Streifen anschauen will.
hallo Ina
bei der Variante "Durchbrettern" nicht vergessen, dass die A33 bis Ngoma Bridge auf 60 kmh beschränkt ist. Weiter Ausreise Botwana und Einreise Namibia je 30 Minuten einkalkulieren. Im Caprivi war im Sept. 2009 die Tankstelle in Kongola geschlossen. Treibstoffbedarf für die Strecke K.M. bis Divundu planen.
Btw, im September wird es im Caprivi um 18:30 dunkel, Ankunft in Rundu müsste spätestens um diesen Zeitpunkt erfolgen, sonst wird es gefährlich.
Lg Walter
4242desThemenstarter29 Beiträge · seit 200926. Feb. 2009 · #14Danke für die Info - das waren beides SEHR wichtige Tips. Am Wochenende werden wir unsere Planung vervollständigen und dann die Unterkünfte buchen. Wenn ich alles habe, werde ich die gesamte Reise mal posten.
Bis dann,
Ina
Jens_Dietzel1'455 Beiträge · seit 200626. Feb. 2009 · #15googlemeier schrieb:Ich habe einen Vorschlag:
Bleib im Osten (BOT, Caprivi) und mach Urlaub!
Da gibt es soviel zu sehen...wir haben uns für unsere Urlaube verschiedene Teile des Landes vorgenommen und meistens nur kleine Touren gemacht.
Das Kaokoveld und das Damaraland sind mindestens ein Urlaub alleine wert...
Da muß ich dem Thomas recht geben. 3 Wochen für's Kaokoveld ist gut, 3 Wochen BOT sicher auch. Aber was Du vorhast, hat mit Urlaub (meiner Ansicht nach) nix zu tun. Aber jeder muß glücklich werden...
LG Jens
4242desThemenstarter29 Beiträge · seit 200926. Feb. 2009 · #16Jepp, sehe ich auch so. Jeder Jeck is anders 😎
Ich finde mein Glück nicht in 4 Tagen Etosha, aber auch nicht in 600km Kilometerfressen am Tag. Es muss irgendwo dazwischen sein. Mal ein zwei Tage etwas mehr als 400km fahren ist OK. Bitte nicht falsch verstehen - nicht JEDEN Tag. Außerdem bin ich irgendwie ein Nomade - ich liebe es keine zwei Nächte im gleichen Camp zu sein.
Ach und dann ist der Urlaub so kurz, die Welt aber sooooo gross 😮
Vielen Dank für die vielen guten Tipps - ich halte Euch informiert!
Bis dann,
Ina