Buchungen Moremi/Chobe

7 Antworten · 2'963 Aufrufe · gestartet 21. Feb. 2009 von Linyanti
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Themenstarter30 Beiträge · seit 200721. Feb. 2009 · #1
Hallo,

ich wollte mal als Jugendlicher meine Meinung und Erfahrungen hier im Forum bezüglich dem Besuch von Moremi und Chobe mitteilen.
Auch wenn ihr mich jetzt als frech einstuft, aber zum Teil sind die Ratschläge hier grenzwertig bzw. gesetzwidrig.
Wenn ich zu einer Musikveranstaltung in D gehe und sie ist ausverkauft, dann kann ich über den teueren Schwarzmarkt (vielleicht) reinkommen oder ich bleib zuhause.
Hier werden aber immer wieder neue Kniffe gepostet, die Erwachsenen in Deutschland nie machen würden.
Respektiert ihr eigentlich die afrikanischen Vorschriften (auch wenn sie manchmal falsch erscheinen, ähnlich wie viele bei uns in Deutschland) überhaupt nicht???
Bei manchen Beiträgen denke ich an den Kolonialismus, den es durch Besserwisserei anscheinend immer noch gibt.
Ich war bisher einmal dort und werde im Juli/August wieder dort sein.
Wir (mein Vater und ich) haben uns bisher immer lange auf diese Reisen vorbereitet und die Campsites 11 Monate vorher gebucht.
Aber es gibt anscheinend etliche Leute, die das nicht tun und keine Reservierung haben.
Für die zunächst meine zusammengefasste „Ratschläge“, die ich auch schon oft hier im Forum gehört habe:

Möglichkeit 1:
An ein Eingangstor (z.B. South Gate etc.) stellen und einen Campsite Besitzer (rechtzeitig vorher gebucht) anbetteln.
Der wollte zwar abseits von den engen europäischen Campsites mal Afrika pur weit weg vom nächsten Camper genießen, aber wenn er eine soziale Ader hat oder sich nicht traut Nein zu sagen, seid ihr drin (ob das 2009 noch so funktioniert weiß ich noch nicht)

Möglichkeit 2

Tagespermit besorgen und Panne im Park vortäuschen. Ist meiner Meinung nach zwar Asozial, aber im Busch in Afrika kriegt das ja keiner mit.
Vorteil:
Naive Zeitgenossen zeigen sogar Mitleid und helfen mit Windhoek Lager und Gin aus, weiteres Mitleid ist gewiss.

Möglichkeit 3:

Man informiert sich überhaupt nicht und denkt Notplätze (Ausweichplätze) wären für Leute da, die nicht frühzeitig reserviert haben und verhält sich ähnlich wie bei Möglichkeit 2.

Möglichkeit 4:
Man hofft auf die Freundlichkeit der Menschen in Botswana an den Eingangstoren, die einem ja nicht vor den Kopf stoßen wollen und erzählt die Story vom Pferd.
Vielleicht klappt es dann ja in den Park zu kommen.
Dann kann man sich ja einfach auf einen Campsite dazudrängen oder sich schön breit machen, wenn der eigentliche Besucher nach einem unverständlich langen Gamedrive erst bei Sonnenuntergang eintrifft. Selber schuld!!

Möglichkeit 5:
Sich einfach als Wildcamper in die Nähe eines Eingangstores eines Nationalparks zu stellen und die blöden „Botswaner“ ignorieren. Was wollen die denn?

Möglichkeit 6:

Man fragt beim Nationalpark Office in Maun/Gabaronne nach, kontaktiert einen Reiseveranstalter (z.B. Carsten Möhle, der sogar die Verfügbarkeit der Campsites in der Hochsaison hier gepostet hat) und bucht dort rechtzeitig.

Möglichkeit 7:

Wenn alles ausgebucht ist sucht man sich eine Alternative (z.B. Kaokoveld, Asien, Australien, Amerika etc.) und nimmt sich vor im nächsten Jahr sich früher um alles zu kümmern. Freut sich ein Jahr mehr auf seine Zeit in Bots und genießt woanders seinen Urlaub.

So, mehr fällt mir dazu jetzt nicht ein.
Außer das man, wenn man in Camps und Orten um die NPs wohnt, sich vorher Tagespermits besorgt und dann abends wieder in seinem Quartier geht (von Kazikinii bis Kasane).

Für mich käme nur Möglichkeit 6 und 7 in Frage, für viele Erwachsene nach den Forumsbeiträgen hier auch andere Möglichkeiten.
Also eine Vorbildfunktion für mich gibt es hier nicht, aber das findet man ja in keinem Forum.
Sollte man als Jugendlicher seine Meinung da nicht auch überdenken?
Ich glaube das Fairness in unserer heutigen Zeit nichts mehr bedeutet, wenn man ein Forum sieht wo Anwälte, Apotheker, Ärzte und Lehrer posten und wo oft das Ego vor dem Gesetzt steht (allerdings nur in Botswana).
Aber wer das akzeptiert, wird, auch wenn er es nicht öffentlich macht, .auch in D so handeln.
Der gesunde Menschenverstand (Zitat: Lateinlehrer Rolf Rüdiger) sagt mir auch das ich mit meinem Fahrrad vor einer roten Ampel in D nicht stehenbleiben soll, wenn ich auf allen 3 anderen Seiten keine Fahrzeuge sehe).
Ist natürlich eine Sichtweise von der ich lernen kann.
Das gibt mir doch sehr zu denken.

Nachdenkliche Grüße

Linyanti
http://linyanti.net/ ab: 20. April 20:20 Uhr!
378 Beiträge · seit 200721. Feb. 2009 · #2
Alles in allem hast du ja recht, aber sollte einer meiner drei Söhne die alle schon etwas älter sind als du, mit einem solchen Heiligenschein rumlaufen, würde ich sofort einen Vaterschaftstest anstreben.
zuletzt bearbeitet 21. Feb. 2009
2'610 Beiträge · seit 200721. Feb. 2009 · #3
Hallo Linyanti,

harte Worte, aber ich gebe dir im Prinzig Recht!!!


Allerdigs sollte man nicht alles nur schwarz oder weiss sehen!

So hasse auch ich es, wenn auf einer schon lange vorgebuchten Campsite plötzlich dumm-dreisste Urlauber sitzen, die noch "großmütig" anbieten, dass ich mich dazu stellen darf. (Ist uns schon in Savuti passiert, da hatten sie den Ranger geschmiert).

Allerdings finde ich es nicht verwerflich, wenn ich am Gate angesprochen werde,(auch ich weiß nicht, ob es jetzt berhaupt noch möglich ist) ob ich eine Campsite teilen möchte. Ich persönlich würde dann spontan entscheiden, ob derjenige mir sympatisch ist oder nicht. Ich hätte keine Probleme, bei "nicht gefallen" abzulehnen.


Im übrigen finde ich es hier im Forum richtig klasse, dass jeder seine eigene Meinug darlegen darf und dass sollte man auch keinem aberkennen, auch wenn es nicht die eigene Meinung trifft. Sonst hättest du deinen Beitrag auch nicht schreiben können.

Und auch in Deutschland halten sich nicht alle an vorgegebene Regeln. Ich weiß ja nicht, wie alt du bist, aber ich gehe davon aus, dass du einen Führerschein besitzt und dann kannst du mir auch nicht weiß machen, dass du nicht z.B. schon schneller gefahren bist, als erlaubt.

In diesem Sinne

Jambotessy 🙂 🙂
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
73 Beiträge · seit 200922. Feb. 2009 · #4
Als Mitleser, aber Forenneuling, erstmal "Tag"....und direkt mal mein Statement zu der o.g. Situation:

Ich verbringe inzwischen die letzten 30 Jahre mit mehr oder wenig langen Abständen im südlichen Afrika.
Die Buchungssituation, besonders in Moremi/Chobe, ist hier und da als einfach bis katastrophal zu bezeichnen.

Ob hier Kaltschnäuzigkeit siegt oder der gesunde, zurückhaltende Menschenverstand einem Zurückhaltung abverlangt, muss jeder selber wissen. Nur sollte man da alles nicht so eng sehen. Im Endeffekt war und ist doch immer Platz für alle (wenigen) vorhanden.
Nur eine Handvoll Reisender wagt sich doch ohne Guide individuell in die Parks. Ausnahmen evtl hier und da an Wochenenden und/oder zu Ferienbeginn in ZA/NAM/D.
Die Einheimischen bzw. Südafrikaner reagieren inzwischen gelassen auf das hier und da trampelige Auftreten der Germans. Bevor die allerdings einen Platz verweheren, laden die den ´Störer´ zu einem Bier ein. So siehts nämlich aus. Gelassenheit und Toleranz. Würde dem ein oder anderen aus unseren Landen nie einfallen!

Geschürt wird das Buchungsproblem aber auch durch die Nat-Park-Verwaltung selbst.
Bsp: Vor einigen Monaten in Maun. Als nichtgebuchter Individualtourist mit eigenem 4x4 erkundige ich mich nach Ü-Möglichkeiten in 3rd-Bridge, Xakanaka, Khwai und Savuti.
Insgesammt 5 Nächte. Auf dem verschmierten und "totradierten" Buchungs-Din A4-Blatt ist in meinem Zeitraum alles ausgebucht. Sieht aus wie ein alter Stundenplan. Zeilen und Spalten, Camps und Datum. Also wie gesagt: alles voll. Die Dame unterhält sich mit einigen müden Angestellten, blättert im mittlerweile angeschalteten Computer (laufen da alle weltweiten emails ein? Wenn ja, dann gute Nacht!), kommt zurück, radiert und trägt meine Wunschdaten ein. Fertig! Ich frage nicht nach, weiß aber warum sie so handelt.

Denn:
In allen (ausgebuchten) Camps waren wir bis auf ein, zwei Autos die einzigen!!!!!!

Gut, es war low season, der erste Regen fiel, trotzdem die Camps über Monate hin (s.o. 11 Monate!?!?) ausgebucht...und vom Großteil nicht gecancelt!

Striktes Handeln der Ranger u.a. am Gate, etwas mehr Engagement und ein funktionierendes Buchungssystem würde dem ein oder anderen Auftreten sicher Einhalt gebieten.

mfg T.W.
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153 Beiträge · seit 200822. Feb. 2009 · #5
Hallo!

... und selbst wenn ein paar gecancelt haben... ich befürchte es wurde nich ausradiert.
Kann nur von unserer Buchung heuer berichten (im Dezember für April)haben wir im CKGR nicht mehr alles so bekommen wie wir wollten - wir wurden einfach auf "irgendwelche 4 Campsites gebucht" unsere Buchung wurde von 2 verschiedenen Mitarbeitern bearbeitet - und wir bekamen 2 Confirmations per mail, wo 1 Camp nicht übereinstimmte. Ich nehme aber stark an, dass wir jetzt natürlich an diesem einen Tag für beide Camps auf diesem "Stundenplan" stehen...
auch meinte sie zuerst, wie ich versuchte unser Problem telefonisch zu klären, dass Moremi ausgebucht ist - ein paar Stunden später bekommen wir die Bestätigung...
ein wenig dubios ist dies schon alles, aber es soll ja besser werden - mal sehen - vielleicht können wir dann im Mai berichten.
lg Julia
Südafrika 2007 | Südafrika 2008 | Botswana 2009 | Botswana 2010
zuletzt bearbeitet 22. Feb. 2009
1'155 Beiträge · seit 200622. Feb. 2009 · #6
Ich haben in 20 Jahren noch nie etwas gebucht in Botswana.

Viele dieser .."ich will auch einmal Afrika Abenteurer sein"... die sich her lauthals beschweren solten sich vielleicht eimal damit abfinden, dass sie ein 3 Welt Land bereisen.

Wenn absolute "Buchungssicherheit" und Null Überraschungseffekt gewünscht ist, würde ich USA, Asutralien oder Asien vorschlagen.
15 Beiträge · seit 200922. Feb. 2009 · #7
Hallo Linyanti, ich kann mich mit einigem Deiner Meinung anschliessen. Aber mit vielem andern auch nicht. Es gibt doch tatsächlich auch Leute, die beruflich nicht 1 Jahr im Voraus Ferien eingeben können und sich dann halt "erst" 8-10 Monate vor Abflug an alle Buchungen machen können. Aber es ist dann zwar erfreuchlich, dass man bereits auf die erste Buchungsanfrage beim DWNP prompt eine Antwort erhält. Aber dann innerhalb von 24 Stunden gleich von zwei unterschiedlichen Personen. Zwar beide von der gleichen e-Mail Adresse aus, aber trotzdem. Nachdem uns dann mitgeteilt wurde, dass wir ausser für den Chobe für alle anderen Plätze mit kleinen Änderungen Platz haben könnten habe ich innerhalb von 10 Minuten die Buchung bestätigt. Aber dann ging es erst richtig los. Alle Buchungen wurden für einen Monat später bestätigt. Für die Ihaha Campsite war dann plötzlich die letzte Nacht doch nicht mehr verfügbar. Und die Buchung lief bereits doppelt. Ich erhielt nämlich zwei unterschiedliche Reservations-Nr. Es erstaunt mich deshalb nicht, dass einem Campsites als ausgebucht gemeldet werden obwohl dies eigentlich gar nicht der Fall wäre. Die Leute in den DWNP haben die Buchungen einfach mehrfach eingegeben. Dass wir, und verständlicherweise auch andere Reisende, es dann auf gut Glück auf diesen Campsites versuchen ist verständlich und hat nichts mit "Schmarotzern" zu tun. Es ist ja auch nicht so, dass man auf diesen Campsite auf super-engem Raum Rad an Rad steht. Es ist Platz für alle da. Ich danke jetzt schon allen, die in solchen Fällen auch gerne mal eine Campsite mit anderen teilen. Es können sich so auch interessante Gespräche und Freundschaften ergeben. Wenn Dir und Deinem Vater dies zu viel ist, bleibt doch einfach unter euch. Wir anderen Reisenden, die solche Kontakte zulassen und es auch als Chance für neue Bekanntschaften sehen, sind darüber nicht unglücklich. Wundert euch nur nicht, wenn auch ihr einmal nicht willkommen seid.

Trotzdem gute, wenn vielleicht auch einsame Reise
ritazu
zuletzt bearbeitet 01. März 2009
216 Beiträge · seit 200822. Feb. 2009 · #8
Hallo ritazu,

danke, Du sprichst mir aus der Seele. Ich kann beruflich leider nicht ein Jahr lang und mehr vorplanen, das ändert sich wohl auch in den nächsten 100 Jahren in meiner Firma nicht, und als ich 10 Monate vor meinem Urlaubsbeginn endlich den unterschriebenen Urlaub für 2009 in den Händen hielt (da haben mich alle blöd angeguckt, weil ich schon sooo lange meinen Urlaub bestätigt haben will), war mit Reservierungen nichts mehr zu machen. Ich bin leider erst in ca. 20 Jahren Rentner und weiß nicht ob ich so einen Urlaub dann gesundheitlich noch machen kann (ich hoffe daß es noch geht), deshalb möchte ich JETZT, wo ich gesund bin und die nötigen Finanzen habe, diese reise machen. ich bin deshalb auf nette Mitreisende bzw. Sachbearbeiter in Maun angewiesen, die mir vielleicht das einmalige Erlebnis, in den Nationalparks übernachten zu können, ermöglichen. Falls nicht, werden WIR uns natürlich nicht einfach irgendwo hinstellen, eine Panne vortäuschen o.ä. Zum Glück gibt es außerhalb der Parks Stellplätze für solche Notfälle wie uns.
Liebe Grüße, Sylvia Fotos Namibia/Botswana 2009