JOjoliThemenstarterGast01. Nov. 2005 · #1Nach fast 3-monatiger Forums-Abstinenz hab ich ganz schön zu tun, alle Beiträge "nachzuarbeiten". Aber eine Erfahrung möchte ich an alle Mietwagen- Nutzer schnellstmöglich weitergeben: bitte kontrolliert bei Übernahme des Fahrzeugs die Zulassungsvignette auf der Frontscheibe auf Gültigkeit. Sowohl Catweazl als auch uns ist es passiert, dass die Zulassung nur noch wenige Tage gültig war, obwohl wir noch mehr als 2 Monate Mietzeit vor uns hatten - mit mehrfachem Grenzübertritt. Wenn das Erlöschen der Zulassung erst an der Grenze festgestellt wird, kann das sehr unangenehm werden - einschließlich Gefängnisaufenthalt. An die versicherungsrechtlichen Konsequenzen will ich gar nicht erst denken. Solche - für uns ziemlich unvorstellbare - Erfahrungen haben wir nicht etwa mit einem sog. "Kleinstvermieter" gemacht, sondern mit einem wirklich großen, internationalen Unternehmen. Geradezu sprachlos allerdings waren wir, als wir die Reaktion des Vermieterpersonals auf unsere Reklamation hin erlebten: wir sollten uns wegen des kurz bevorstehenden Ablaufs der Zulassung keine Sorgen machen, man kann auch ohne Zulassung noch 3 Wochen fahren; wenn wir aber auf einer der Mietdauer entsprechenden Zulassung bestehen würden, könnten wir uns im 300 km entfernten Fahrzeuglager des Vermieters eine anderes Auto abholen. Dass ich angesichts solcher Inkompetenz und Unverschämtheit nicht explodiert bin, verstehe ich selbst nicht.
Gruß Joli
ASAchim der SpäteThemenstarterGast02. Nov. 2005 · #2Beitrag auf Verlangen des Users gelöscht
GAGastThemenstarterGast02. Nov. 2005 · #3Hallo Joli,
welcome back home!
hast du dir schon mal überlegt mit dem eigenen Fahrzeug rumzufahren. Bei so langen Aufenthalten würde sich das doch sicher rechnen.
Grüßle Sabina
JOjoliThemenstarterGast02. Nov. 2005 · #4Hallo Achim, hallo Sabrina,
danke für die mitfühlenden Worte. Ich habe dieses Erlebnis auch nur zum Besten gegeben, um bei anderen Aufmerksamkeit zu wecken - nicht, um einen bestimmten Vermieter in die Pfanne zu hauen. Natürlich habe ich den Vermieter "an höherer Stelle" darüber informiert - und er hat super reagiert. So gesehen wäre es unfair, ihn hier nochmals an den Pranger zu stellen. Sabrina, wenn ich ein klein bisschen mehr Ahnung von Autos hätte, hätte ich mir bestimmt schon längst ein Fahrzeug vor Ort zugelegt; so muss ich verdammt viel auf den Tisch legen, um im Falle eines Falles der Hilfe eines Vermieters sicher sein zu können. Zum Glück hat der Condor auch diesmal alles klaglos überstanden; ein Jammer, dass es dieses Fahrzeug wohl bald nicht mehr geben wird. Zum Glück aber scheint der Sharan als Nachfolger wohl aus dem Rennen zu sein. Ich bin sehr gespannt, welches Modell uns im nächsten Jahr blühen wird.
Gruß Joli
GAGastThemenstarterGast02. Nov. 2005 · #5Joli, nun trau Dich doch, solche Mistschweine zu nennen. Oder hast Du dafür Kohle kassiert, so daß Du jetzt einen Maulkorb tragen mußt ?
JOjoliThemenstarterGast02. Nov. 2005 · #6Hallo Gast,
sei nicht böse, aber mir geht es darum, auf eine "Gefahrenstelle" hinzuweisen - egal, wer sie verursacht hat. Weil der gleiche Fehler gleich zweimal hintereinander passiert ist - in Jo´´burg und in Windhoek - vermag ich auch nicht an das Augenblicksversagen eines bestimmten Mitarbeiters zu glauben. Natürlich hoffe ich, dass da durch meine Info an Vermieter und Veranstalter etwas geschieht, was Wiederholungen nach Möglichkeit ausschließt. Aber das kann bekanntlich dauern - und ich weiß natürlich auch nicht, wieviele weitere Mietwagen mit abgelaufener Zulassung noch unterwegs sind. Deshalb meine Warnung.
Gruß Joli
ASAchim der SpäteThemenstarterGast03. Nov. 2005 · #7Beitrag auf Verlangen des Users gelöscht
JOjoliThemenstarterGast03. Nov. 2005 · #8Hallo Achim,
einen gewissen Versicherungsschutz (Haftpflicht) hast Du ja über den Benzinpreis erworben. Aber was ist mit der Kasko-Versicherung ? - Auch wenn der Fehler ursprünglich beim Vermieter liegt - nach deutschen Gepflogenheiten würde Dir eine Vers.Gesellschaft vermutlich grobe Fahrlässigkeit deshalb vorwerfen, weil Du die abgelaufene Zulassung nicht bemerkt hast. Und am Roadblock hast Du sofort ein Problem, denn diese Zulassungsvignette kennt jeder Polizist - selbst der, der Führerschein und Angelschein nicht unterscheiden kann. Mein Vertrauen in die namibische Justiz ( und noch schlimmer in SA und Botswana ) ist nicht sonderlich ausgeprägt - zumindest befürchtete ich einen Mordsärger, wenn ich mit einem nicht mehr zugelassenen Fahrzeug in irgendeine Sache hineingeraten wäre, die mich mit der Justiz in Kontakt gebracht hätte. Ich hatte das Pech, 2x in eine Radarkontrolle gekommen zu sein - ohne Zulassung wäre ich jetzt wohl noch nicht zu Hause.
Gruß Joli
SLslaggiThemenstarterGast05. Nov. 2005 · #9Hallo zusammen,
also eine abgelaufene Plakette heisst noch lange nicht, dass das Auto keine Zulassung mehr hat !
Prizipiell hat man nach Ablaufen noch einen Monat Zeit zu bezahlen bevor es nach namibischen Verhältnissen teuer wird. Wird man bei einer Kontrolle egal ob Roadblock oder was auch immer angehalten, mit einer abgelaufenen Plakette kostet das 200 N$, hat man garkeine kostet es 300N$. Gezahlt werden muss innerhalb eines Monats auf einer Polizeistation. Beim Grenzübertritt ist die Plakette irrelevant. Relevant ist nur der Extraschein namens Police Clearance, der sicherstellt, dass man nicht in einem gestohlenen Auto die Grenze übertritt. Dieser muss für das Land ausgestellt sein, in den man Einreisen möchte. Ich weiss nich wie das bei Mietwagen läuft, aber bei allen anderen Autos sind diese Clearances 3 Monate gütlig.
Ich würde aber sagen, das das Bezahlen von Strafen bezüglich der Plakette wohl eher ein Problem des Vermieters ist, als des Mieters und Versicherungstechnisch ist nur interessant ob das Auto überhaupt eine Zulassung hat, also spätester Zeitpunkt ist Datum auf der Plakette plus 1 Monat.
Diese "quasi" Versicherung über den Benzinpreis ist keine wirkliche Versicherung, weil dieser Fond deckt nur unmittelbare Personenschäden, und auch nur dann, wenn man als Geschädigter selbst, UND der Unfallgegner keine geeignete Versicherung hat. Mal abgesehen davon, wie letztens in der AZ nachzulesen war, ist dieser Weg ein ziemlich bürokratisch aufwändiger, nicht zuverlässiger Weg, und mehr für die Bevölkerungsschichten hier gedacht, die sich keine Versicherung leisten können und dann Ihr Leben lang gezeichnet seien, denn für Touristen.
Wenn man als Tourist ins Land kommt ,sollten die eigenen Personenschäden entweder durch eine Auslandskrankenversicherung mit Unfallklausel, oder einer Unfallversicherung gedeckt sein.
MFG
Raik
AXAxelThemenstarterGast06. Nov. 2005 · #10Ich hatte vor drei Jahren das Problem, dass am Fahrzeug die zulässige Achslast nicht angeschrieben war. Dies wurde mehrfach moniert und bei mir als Fahrer auch abkassiert. Ich denke, bei vielen Problemen wird die Polizei direkt vor Ort (aus welchem Grund auch immer 😉 ) kassieren. Speziell dann, wenn der Fahrer auf "weiß und überlegen" macht. Bei einer Gernzkontrolle habe ich da schon mal eine Gruppe "überlegener Touris" einige Stunden warten sehen, während andere ohne Probleme und mit viel Winken und Lachen abgefertigt wurden.
Axel
SLslaggiThemenstarterGast07. Nov. 2005 · #11Vorsicht:
der Traffic Police in Namibia ist es nicht erlaubt Bargeld zu kassieren, eben um den Missbrauch einzudämmen, also immer auf ein Knöllchen bestehen. #
Meine Erfahrungen sind ganz andere im Bezug auf die Härte von Kontrollen, meist holen sich die Polizisten ihre eigenen Stammesbrüder heraus, vor allem dann, wenn man das Auto schon aus 10 km Entfernung heranquitschen hört.
Die Polizei hat am Freitag hier Grosseinsatz gehabt, daher jedes einzelne Auto wurde kontrolliert, und zwar gründlich: also Führerschein, Zulassung, ID-Card / Aufenthaltsgenemigung, Ladung usw. das hat man 6 mal mit mir gemacht. Früh morgens Windhoek, Karibib, Swakopmund und zurück nochmal das selbe, keiner von den Polizisten ist in irgendeiner Art und Weise überheblich geworden oder hat zu verstehen gegeben dass ich als Weisser oder Ausländer gründlicher kontrolliert werden müsste als die anderen. Generell ist die Polizei routiniert und gelassen, aber es sind halt auch nur Menschen, und wenn mir jemand blöd kommt, dann blöde ich auch zurück ...
MFG
Raik
GAGastThemenstarterGast07. Nov. 2005 · #12Hallo liebe Forumsmitglieder,
wir sind am Samstag von unserer Namibia/ Botswanarundreise zurückgekehrt.
Wir hatten einen Mietwagen einer weltweit operierenden Firma über einen deutschen Veranstalter gebucht. Bei der Wagenübernahme am 13.10.2005 hatte der Wagen eine Versicherungsplakette mit Gültigkeit 31.08.2005. Vom Vermieter wurde uns gesagt, dass das keine Bedeutung hat. Bei einer Kontrolle sollten wir darauf hinweisen, dsass es sich um einen Mietwagen handelt, dann hätten wir keine Probleme.
Wir haben uns dann auch keine weiteren Gedanken gemacht und hatten trotz mehrfacher Grenzübergänge keine Probleme.
Nachdem ich nun den Beitrag von Joli gelesen habe, wird mir im Nachhinein aber doch etwas mulmig.
Ich vermute, das es sich bei Joli und uns um die gleiche Firma handelt und bei der abgelaufenen Plakete wohl nicht nur um ein Versehen, sondern um System handelt.
NAnamfanThemenstarterGast07. Nov. 2005 · #13So ist es. Bei großen Vermietern spielt das wohl keine Rolle. Ich hatte einen Wagen von Europcar, hatte auch eine abgelaufene Zulassungspalette - was bei eine Straßenkontrolle entdeckt wurde (habe selbst nicht darauf geachtet). Es war überhaupt kein Problem, ich durfte weiterfahren. Bei Privatpersonen nimmt man aber so etwas ernster.
JOjoliThemenstarterGast07. Nov. 2005 · #14Hallo Biba, hallo Namfan,
trotz aller Reisen nach Nam - bei manchen Dingen fehlt mir einfach noch immer die Gelassenheit, mit der Du, Namfan , die Sache siehst. Ich weiß aber definitiv, dass andere Kfz-Mieter auch andere Erfahrungen gemacht haben, insbesondere in Verbindung mit Grenzübertritten oder gar Unfällen. Ich bin da doch ganz froh, dass der von Dir , Biba, gemeinte "deutsche Veranstalter" bei dem von Dir gemeinten internationalen Vermieter recht deutliche Worte gesprochen hat, um diesen Mangel abzustellen.
Gruß Joli