support Zimbabwe...

43 Antworten · 13,3k Aufrufe · gestartet 19. Jan. 2009 von muzungu
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Themenstarter365 Beiträge · seit 200621. Jan. 2009 · #21
Michael- ist es wirklich eine Frage des Verstehen wollens?

Das es dem Land und der Bevölkerung schon lange schlecht geht ist mir schon auch seit längerem bekannt. Nicht zu glauben oder... Ich bin auch nicht dort hin gefahren um mich mit eigenen Augen davon zu überzeugen oder weil ich der Adrenalinjunkie bin, der unbedingt mal im Land von Cholera, Aufstand und Elend Urlaub machen wollte. Es war einfach eine superschöne und sehr intensive Zeit dort. Ich bleibe nach wie vor dabei das der Tourismus eine nach wie vor wichtige Grundlage für dieses Land darstellt. Vielleicht ist es wirklich die kleine Chance die sich dem Land bietet. Schade ich denn mehr wenn ich dort hin fahre oder wenn ich weg bleibe?
Vielleicht hilft diese Mirkohilfe bzw. der "noch nicht mal berühmte Tropfen auf den heißen Stein" ja doch ein ganz klein wenig.....? Zumindest bestärkt es die Ranger im Park mit ihrer unterbezahlten Arbeit weiterzumachen. Was spricht dagegen wenn ein kleiner Junge sagt, das sein grosser Wunsch darin besteht, das er ebenfalls einmalmal Ranger wie sein Vater werden möchte....?

Erzählst du diesem Jungen auch etwas von Mikro und Makroperspektiven? Wie Patrick richtig angemerkt hat: Zimbabwe ist eine Alternative über die es sich lohnt auch konkret nachzudenken.Vielleicht bewegen die persönlichen Erfahrungen von Einzelnen ja, das bislang verunsicherte oder unschlüssige potentielle Reisende Zimbabwe als lohnendes reiseziel doch wieder in ihre Planungen mit einbeziehen.

Wegschauen hilft nichts und wenn ich mit meiner nächsten Reise dorthin auch wieder nur einen bescheidenen Beitrag vor Ort leisten kann ich mache es gerne. Mikro und Makro hin oder her 😉
Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor 20 Jahren; die zweitbeste Zeit ist: HEUTE "Afrika hat seine Geheimnisse und selbst ein weisser Mensch wird diese nie verstehen. Er kann sie aber respektieren." Miriam Makeba One elephant is killed every 15 minutes www.iworry.org
470 Beiträge · seit 200621. Jan. 2009 · #22
Herzlichen Dank, Heike
www.mywilderness.net
Themenstarter365 Beiträge · seit 200621. Jan. 2009 · #23
kleines Misverständnis Patrick

Du darfst Jörg zu mir sagen 😉

Aber ich schreibe auch für Heike, denn wir waren zusammen unterwegs!

Nochmals Danke für deinen Tip! SUPER...................:
Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor 20 Jahren; die zweitbeste Zeit ist: HEUTE "Afrika hat seine Geheimnisse und selbst ein weisser Mensch wird diese nie verstehen. Er kann sie aber respektieren." Miriam Makeba One elephant is killed every 15 minutes www.iworry.org
470 Beiträge · seit 200621. Jan. 2009 · #24
🤩 ok, dann: Herzlichen Dank, Jörg!
www.mywilderness.net
Gast22. Jan. 2009 · #25
Hier noch der Wunsch der Freunde des Hwange aus dem Getaway Magazin Februar 2009:
Bitte bringt den Menschen englischsprachige Bücher und Zeitungen/Zeitschriften mit,
das ist es, was neben Lebensmitteln derzeit am meisten benötigt wird.

Biele Grüße,

BeeTee
1 Beiträge · seit 200923. Jan. 2009 · #26
hallo heike!

bin gerade auf der suche nach aktuellen zimbabwe reiseinfos, da ich ein volontariat in einem wildtierprojekt in der nähe von gweru im mai/juni plane und mir aufgrund der vielen reisewarunungen nicht mehr ganz so sicher darüber bin, wie ich die lage einschätzen soll... wann warst du in zimbabwe und wie hat sich die situation vor ort dargestellt?

danke für deine info!
sabine
Themenstarter365 Beiträge · seit 200623. Jan. 2009 · #27
Hallo Sabine

Wir waren über den Jahreswechsel im Hwange. Wir hatten keinerlei Probleme unterwegs. Dies gilt auch für die Fahrt von Kasane bis in den Park.

VG Jörg
Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor 20 Jahren; die zweitbeste Zeit ist: HEUTE "Afrika hat seine Geheimnisse und selbst ein weisser Mensch wird diese nie verstehen. Er kann sie aber respektieren." Miriam Makeba One elephant is killed every 15 minutes www.iworry.org
297 Beiträge · seit 200724. Jan. 2009 · #28
Hallo Sabine,
wir waren wegen der Reisewarnungen auch sehr verunsichert. Der Aufenthalt war jedoch problemlos... wir wurden nicht einmal angebettelt.

Die gilt für die Gegend Kasane - Hwange NP.

Du könnest Dich ev bei Deinem Projekt informieren - die Leute vor Ort können Dir sicher berichten wie es dort aussieht.

Alles Gute
heike
46 Beiträge · seit 200824. Jan. 2009 · #29
Hallo zusammen,

erstmal möchte ich zum Ausdruck bringen, dass ich es sehr mutig finde, wenn Leute nach Simbabwe reisen. Die Sicherheitshinweise und Reisewarnungen klingen schon bedrohlich und sind sicherlich auch begründet. Ich denke, klar können bestimmte Regionen, wie zum Beispiel der Raum um die Vic Falls oder Hwange National Park bereist werden, aber es bleibt ein sehr hohes Sicherheitsrisiko. Wenn sich die politische Lage plötzlich ändert bzw. Unruhen ausbrechen, kann sich auch die Situation für Touristen sehr schnell verändern. Es muss jeder selbst einschätzen, was er da tut.
Mich würde interessieren, welche Autovermieter in Johannesburg und in Windhoek einen Grenzübertritt nach Simbabwe zurzeit zulassen? Und gibt es überhaupt die Möglichkeit, auf dem Weg in den Hwange National Park zu tanken?

@Sabine Um was für ein Wildtierprojekt handelt es sich? Aus welchen Gründen möchtest du gerade in Simbabwe so etwas machen?

Thomas
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1'457 Beiträge · seit 200624. Jan. 2009 · #30
In diesem Falle muss ich Yoshi zustimmen. Der normale Bewohner Simbabwes wird kaum von einem normalen Touristenbesuch profitieren. Es ist die (sehr sehr dünne) Mittelschicht Simbabwes, die priviligiert durch ihre Bildung und Berufserfahrung vergangener Zeiten ist.
Die Familie des Rangers wird wohl in letzter Zeit oft Weihnachten erlebt haben.

Genauso falsch ist es aber zu glauben, dass es allen anderen schlecht geht. Durch die gigantischen Transferleistungen aus dem Afrikanischen und weiteren Ausland führt zu einer ungewohnten Kaufkraft auch Arbeitsloser Gruppen. Da denke ich an den Studenten in Südafrika, der Teile von seinem Stipendium in Form von Nahrungsmitteln mit dem Bus nach Harare schickt, den Britischen Geschäftsmann, der mit Prepaidvouchers Benzin in Mutare kaufen lässt und den Touristenfahrer in Namibia, der seinen Shop in Livingstone weiter ausgebaut hat, seine Kinder auf eine gute christliche Privatschule schickt und ab und zu Güter materiell nach Hause bringt.

In Simbabwe ist nicht alles erstarrt, der Steers in Harare leuchtet nachts genauso wie die Werbung der Tankstellen (ich will dennoch nichts schön reden)

Meine Frage an Yoshi ist aber folgende: Was verdient der normale Mensch in Namibia am Tourismus ? oder in Südafrika ? eben. Indirekt durch gesteigerte Kaufkraft, aber mehr nicht. Das wäre auch heute in Simabwe der Fall. Der Masse der Bevölkerung ist in Namibia genauso wenig geholfen wie anders wo. Verstärkt wird dieser Effekt noch durch die Tatsache, dass die Priviligierten in Namibia (aber auch in Lubumbashi Südkongo, Nordmosambik, Malawi, Sambia, Südafrika, Lesotho, Swaziland, Botswana) oft auch durch Ihre Hautfarbe von dem Rest unterscheiden.

Hier, also in der krassen Ungerechtigkeit (Yoshi ja auch gesagt, dass wenige profitieren und bei vielen nichts ankommt), liegt das entscheidende Problem. Und es nennt sich Kapitalismus. Aber das ist eine andere Sache.
470 Beiträge · seit 200624. Jan. 2009 · #31
Hallo Thomas

Diverse Autovermieter in WDH und JNB lassen Grenzübertritte nach Zimbabwe zu. Bei einigen muss man dies speziell vereinbaren und vorweg die geplante Route bekannt geben.

Von Vic Falls nach Hwange sind es weniger als 200km, man ist also nicht auf Treibstoffversorgung angewiesen. Die Einreise für Hwange findet idR von Süden an der Pandamatemga Grenze oder von Norden an der Kazungula Grenze statt. Leute, die von Südafrika direkt, z. B. via Beit Bridge nach Zimbabwe einreisen, müssen sich auf die Versorgungssituation sowieso sorgfältig vorbereiten.

Übrigens können nicht nur Vic Falls und Hwange, sondern auch weitere Gebiete Zimbabwes mit der entsprechenden Vorbereitung problemlos bereist werden.

Schöne Grüsse

Patrick

P. S.
Du fragst Sabine nach dem Gurnd dafür, weshalb sie ausgerechnet in Zimbabwe ein Wildtierprojekt unterstützen möchte. Gibt es denn irgend einen Grund dafür, dies nicht zu tun? Wenn ich mir ansehe, wo z. B. die IUCN Cat Specialist Group überall tätig ist, dann ist Zimbabwe nicht überdurschnittlich problematisch. Aus meiner Sicht gibt es absolut keinen Grund dafür, Wildtierprojekte in Zimbabwe zu vernachlässigen nur weil es Orte gibt, an denen gewisse Rahmenbedingungen einfacher sind.
www.mywilderness.net
zuletzt bearbeitet 24. Jan. 2009
Themenstarter365 Beiträge · seit 200624. Jan. 2009 · #32
zu konno

"Die Familie des Rangers wird wohl in letzter Zeit oft Weihnachten erlebt haben."



Wie oft hattest du denn in der letzten Zeit Weihnnachten???? 😉
Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor 20 Jahren; die zweitbeste Zeit ist: HEUTE "Afrika hat seine Geheimnisse und selbst ein weisser Mensch wird diese nie verstehen. Er kann sie aber respektieren." Miriam Makeba One elephant is killed every 15 minutes www.iworry.org
Gast28. Jan. 2009 · #33
Könnte interessant sein, Zimbabwe in unsere Tour im Juni (Botswana, Sambia) einzubauen. Wie muss ich mir den Besuch der Parks dort vorstellen? Muss ich reservieren wie in Botswana? Oder kann ich spontan anreisen wie in Sambia? Ist es möglich von Victoria Falls (Zimbabwe) über die Brücke nach Sambia (Livingston) einzureisen?
297 Beiträge · seit 200728. Jan. 2009 · #34
hallo Brit und Uli,

Ihr könnt ohne Buchung in die Parks reisen, es sind sehr wenig Besucher unterwegs. Wenn Ihr jedoch in einem bestimmten Camp übernachten wollt empfiehlt sich eine Reservierung - die Camps werden exklusiv nur an einen Besucher / eine Gruppe vergeben, egal wieviel Platz dort ist.

So war's bei uns im Januar in Hwange NP...

Schöne Reise!
heike
470 Beiträge · seit 200628. Jan. 2009 · #35
Hei Streifenhörnchens, wann kommen eigentlich Eure Bilder?

Gruess

Patrick
www.mywilderness.net
Themenstarter365 Beiträge · seit 200609. Juni 2009 · #36
Ich habe vor einigen Tagen folgende e-mail von den “Friends of Hwange” erhalten, deren Inhalt ich hier an dieser Stelle weitergeben möchte.

“After the severe drought in 2005 when many animals needlessly died of thirst and hunger it became obvious that wildlife in Zimbabwe needed support….
Various concerned organizations were formed, including “Friends of Hwange” (FOH) of which I am a Trustee. FOH embarked on a campaign to ensure the future of HwangeNational Park and to raise the funding required; we were reasonably successful thanks to a few kind people and organizations. We adopted various pans throughout the Park and until now have managed to keep them going. But now the “global credit crunch” has hit and our major donors are unable to afford us the support they used to.
It is imperative that FOH gets funding soon so rather than ask people for a “donation” I have put together a collection of over 700 wildlife photos on a CD and I’m selling it for USD 20. The funds received will go a long way to helping supply water to the thirsty animals……
You can order a CD from me directly: david.dell@strachans.co.zw Any further donations are most welcome.
Thanks for your support.
Dave Dell
Trustee
Friends of Hwange Trust. “


Vielleicht kommt diese Foto CD ja für den ein oder anderen afrikabegeisterten ja evtl. als kleines Geschenk in Frage….?
Ich weiss das es mit Sicherheit wieder zu weiteren kontroversen Meinungen innerhalb dieses Forums kommen wird und das ist ja auch gut so!
Es gibt mit Sicherheit gravierenderere Probleme in Zimbabwe, als dort die Tierwelt bzw. die Nationalparke zu unterstützen keine Frage! (wobei dies aber auch für den gesamten afrikanischen Kontinent so gesehen werden kann….)
Mugabe samt seinem Gefolge hin oder her- alle(s) hofft auf eine Besserung im Lande und dazu braucht es auch Touristen.
Wir waren Ende Dezember/Januar im Hwange und sind mit gemischten Gefühlen ins Land eingereist (allg. Lage, Cholera etc.). Wir hatten keinerlei (!) Probleme im Land und eine tolle Zeit im Park selber. Wir haben viele nette Leute kennen und schätzen gelernt und alle wir getroffen haben waren freundlich und nett! Die Leute dort sind arm und hoffen auf Besserung-ihre grosse Hoffung sind dabei die Touristen. Viele mit denen wir vor Ort gesprochen haben, haben uns gebeten “zu Hause” zu berichten sie sich mehr Leute wünschen, die in ihr Land kommen um zu sehen wie es dort wirklich ist. Natürlich profitieren mit den Nationalparken nur eine wenige Leute (wie war das doch gleich mit diesem Mikro- und Makroansatz?), aber lieber etwas im Mikrobereich tun, als gar nichts machen. Vielleicht bewegen viele Mikrotaten ja dann auch irgendetwas im Makrobereich?
Der Hwange ist durchaus ein lohnenswertes und überlegenswertes Ziel und von Kasane aus gut zu erreichen!
Wir werden mit Sicherheit Zimbabwe wieder in unseren Plänen für die nächste Tour berücksichtigen (sofern die Lage sich nicht dramatisch verschlechtert) und vielleicht geht es dann neben dem Hwange auch noch in einen anderen Park…..

For more informations about FHO
http://www.hwangetrust.com/
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Themenstarter365 Beiträge · seit 200630. Juli 2009 · #37
Ich habe die Foto CD der "Friends of Hwange" inzwischen erhalten und bin absolut begeistert von den Fotos! Es ist mit Sicherheit für jeden etwas auf dieser CD dabei. Neben Tierfotos sind auch zahlreiche Landschaftsfotos auf der CD. Denke das gerade Vogelfreunde an dieser CD ihre helle Freude haben werden. Alles in allem superschöne Fotos die mit Sicherheit jeden afrikabegeisterten gefallen werden. Die CD macht Lust auf Afrika und ggf. ja auch mal auf Simbabwe.... 😉

Alle Fotos sind betitelt und somit auch auch kleine Bestimmungshilfe für Fauna und Flora gut zu gebrauchen!

Mit dem Kauf der CD leistet man einen sehr wertvollen Beitrag zur Erhaltung der Infrastruktur des Hwange Nationalparkes!

Die CD kostet 20 €-inkl. Porto nach Deutschland! Der Versand erfolgt über Lauren Dell aus England innerhalb weniger Tage!

Kontakt über:

Lauren Dell
laurendell@hotmail.com

oder
Dave Dell
dave.dell@strachans.co.zw

Der Hwange ist eine Reise wert und nicht weit entfernt von Kasane. Der Park braucht Besucher! So support Simbabwe! 😉
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Themenstarter365 Beiträge · seit 200603. Dez. 2009 · #38
Anbei ein Auszug aus einer aktuellen e-Mail von Dave Dell (Friends of Hwange):

...Zim is much better now that we use USD. You can get most things with no problem and fuel is available in most places most of the time. I'm sure you will have a very good time in Zim this year as it is MUCH better.

Thanks again and all the best for Christmas and the New Year.
Have a good trip to Zim.
Cheers Dave Dell Trustee



Vielleicht tragen diese Zeilen ja auch dazu bei, das Simbabwe weiterhin in die ein oder andere Reiseplanung mit einbezogen wird.....?! Sicher gibt es nach wie vor noch große Missstände mit denen wir alle nicht einverstanden sind, aber vielleicht führen ja viele kleine Mikroschritte wie z.B. der Tourismus dann in absehbarer Zukunft auch zu einem Makroschritt...?

Wir freuen uns jedenfalls schon sehr auf unseren Trip der demnächst beginnt und ich bin mir sicher dass es wieder ein unvergessliches Erlebnis wird! Wir werden dort wieder nette und herzliche Menschen antreffen und wir werden mit unseren bescheidenen Mitteln helfen so gut es geht. Und wenn ich den kleinen Jungen wiedersehe dann werde ich ihn bekräftigen weiterhin an seinem großen Wunsch festzuhalten genau wie sein Vater Ranger im Hwange zu werden; denn ich bin mir sicher das er damit eine gute Zukunftsperspektive hat!
Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor 20 Jahren; die zweitbeste Zeit ist: HEUTE "Afrika hat seine Geheimnisse und selbst ein weisser Mensch wird diese nie verstehen. Er kann sie aber respektieren." Miriam Makeba One elephant is killed every 15 minutes www.iworry.org
571 Beiträge · seit 200604. Dez. 2009 · #39
Hallo Muzungu,

ich möchte Dir und anderen, die hier und in anderen Freds ähnlich argumentieren, danken. Ich stimme vollkommen zu. Wenn wir Europäer nach Afrika in Urlaub fahren (können), dann ist dies selbstverständlich ein Luxus. Und es ist egoistisch. Niemand von uns fährt, um zu helfen, sondern um sich persönlich in seinen Erfahrungen / (Tier-) Erlebnissen zu bereichern. Der eine in Lodges, der andere, freiheitsuchend, auf dem Campingplatz oder frei campierend. Was ist daran verwerflich? Daß in Zimabwe ein despotisches Regime stabilisiert wird? Lächerlich. Dein "Mikroansatz" ist absolut korrekt.

@ Yoshikawa: ich wünsche Dir und ausdrücklich auch Deiner Famile zu Weihnachten 12 Monate Hartz IV geteilt durch zwei. Mal sehen, ob Du am Ende freudestrahlend chinesischen Touris in der Lüneburger Heide die Schuhe putzt... Dein makroökonomisches und soziologisches/kultursoziologisches Gesülze bringt an der TU Berlin eine Eins, weil es ja theoretisch im Ganzen stimmt. Aber die Welt bringt es nicht einen Zentimeter weiter.

@ Konno: ich kenne keine Gesellschaft, in in der nicht auf Dauer ungleiche Verteilung von Reichtümern, Einkommen und Chancen zu beobachten wären. Mit Kapitalismus haben diese Phänomene nur am Rande zu tun, sie mögen allenfalls günstigere Rahmenbedingungen haben. Zimbabwe ist aber sicher kein kapitalistisches System, da liegt Yoshikawa mit seinem Feudalismus schon richtiger.

Wir sollten uns kein schlechtes Gewissen von den Yoshikawas dieser Welt einreden lassen. Und auch keine Allmosenmentalität entwickeln. Sondern unseren Egoismus / Reiselust ausleben (solange unser ungerechter Kapitalismus uns noch die Euro dafür übrig läßt). Mit einer m.E. weltweit gültigen Moral und Anstand: Menschen in Not zu unterstützen, wenn es die Situation gebietet und als sinnvoll erscheinen läßt. Im übrigen sollten wir auch akzeptieren - und lernen - daß nicht üerall nur mit materiellen Maßstäben gelebt und gedacht wird.

steinbeisser
Gast11. Dez. 2009 · #40
Ach, Steinbeißerchen,

wenn Du meine Beiträge wirklich gelesen hättest, dann wüsstest Du, dass ich in keinem einzigen Beitrag die Menschen verurteilt habe, die trotz der Schreckensherrschaft Robert Gabriel Mugabes und seiner ZANU-PF-Folterer und -Vergewaltiger nach Zimbabwe reisen.

Dadurch, dass Du meinen Links nicht gefolgt bist, hast Du leider die Gelegenheit verpasst, Wissen zu erwerben. Ich sülze nicht. Ich weiß, wovon ich rede und verlinke die entsprechenden Informationen.

Der erste Schritt zur Erkenntnis ist die Anerkenntnis des Ist. Davon bist Du noch weit entfernt.

Im Gegensatz zu Dir wünsche ich Dir nicht Hartz IV, sondern nur: Erkenntnis.

Da Du Andersdenkenden nur Hähme und Hass (?) entgegenbringst, wünsche ich Dir ein besinnliches Weihnachtsfest. Die konkrete Bedeutung (http://synonyme.woxikon.de/synonyme/besinnlich.php) kannst Du Dir aussuchen. Jede Bedeutung wird Dich weiterbringen.

Michael
zuletzt bearbeitet 11. Dez. 2009