Feedback Namibia-Reise Mai/Juni 2008

13 Antworten · 4'053 Aufrufe · gestartet 14. Dez. 2008 von Maxi
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Themenstarter5 Beiträge · seit 200814. Dez. 2008 · #1
Liebe Namibia-Versierte,

schon wieder eine neue Tourplanung für Mai/Juni 2008 mit Bitte um eure Kommentare. Wir sind zu zweit mit 2x4 für 14 Tage in Namibia unterwegs. 😉 Besten Dank für eure Tipps und Anregungen.

Day1: Windhoek Ankunft, Mietwagen übernehmen, Stadt erkunden
Nacht: Kashima B&B (Reservierung)

Day2: Windhoek-> Mariental-> Keetmanshoop-> Koecherbaumwald (500km, ~5,5h)
evtl. Abstecher zum Brukkaros-Krater/ Berseba (plus 40km x2)
Nacht: Garas Quivertree Zeltplatz

Day3: Keetmanshoop-> Fish River Canyon (~200km)-> Seeheim-> Bethanie (~220km)
Nacht: Konkiep Lapa Rastlager Zelten

Day4: Helmeringshausen-> Sesriem (~280km)-> Sosusvlei am Abend(~55km)
Nacht: Desert Camp oder Sesriem Zeltplatz

Day5: Sesriem-> Naukluft Berge (~80km) Wandertour Olive Trail (10km, 4h Dauer)
-> Buellsport
Nacht: Buells Port Farm (wenige Alternativen)

Day6: Buellsport-> Ababis (~40km)-> Swakopmund (~265km) Rundgang/ Einkauf/ Fischrestaurant "The Tug"
-> B2 (~120km)-> Arandis/Ri. Usakes-> Bushmans Paradise/ Spitzkoppe
Nacht: Spitzkoppe Zeltplatz (unklar, ob vorhanden, vorbuchen etc.)

Day7: Wandertour Spitzkoppe-> Brandberg/ White Lady (~100km) Wandertour
Nacht: Brandberg Zeltplatz (unklar, ob vorhanden, vorbuchen etc.)

Day8: -> Khorixas (~90km)-> Kamanjab (~100km)-> Ombombo (~180km)-> Ruacana (87km) (=~450km)
[wenig interessante Route, daher alternativ über C39-> C43-> Sesfontein-> Opuwo (~500km), aber laenger mit >500km und nicht in Ruacana]
Nacht: Kuene River Lodge / alternativ: Otjiphueiro Campsite

Day9: Tour Krokodile auf Kunene und Besuch Himba Dorf (von Kuene River Lodge aus)
nachmittags weiter Richtung Oshakati (~170km)
Nacht: Santorini Inn, Oshakati

Day10: Oshakati-> Oshivelo (~190km)-> Namutoni/ Etosha (~50km)
Nacht: Namutoni Rastlager

Day11: Namutoni-> Moringa Forest Märchenwald-> Okaukejo (~150km)
Nacht: Okaukejo Rastlager

Day12: Tagestouren um Okaukejo
Nacht: Okaukejo Rastlager

Day13: Okaukejo-> Otjiwarongo (~180km)-> Windhoek
Nacht: Kashima B&B

Vielen Dank vorab,
Janik & Anne
15 Beiträge · seit 200814. Dez. 2008 · #2
Hallo!

Habe gerade mal eure Route überflogen.
Hört sich für mich recht stressig an. Nicht nur, dass ihr jede Nacht woanders seid, die Etappen sind zum Teil auch sehr lang. Vor allem wenn es über Schotterpads geht, sinkt die Reisegeschwindigkeit enorm. Das konnten wir uns auch überhaupt nicht vorstellen, aber dann reichten schon 300 km am Tag, um Schotter zu hassen...
Wir sind vor vier Wochen zurückgekommen und haben eine kleinere Runde gedreht (4500 km an 20 Tagen. Selbst das war viel, aber man hatte noch Zeit zum Seele baumeln lassen auf den Gästefarmen.

Viele Grüße und Spaß bei der Planung
Claudia
655 Beiträge · seit 200614. Dez. 2008 · #3
Hallo Janik und Anne, ja seid Ihr denn auf der Flucht? 🤩 Nee, mal ohne Flax, z.B. kann man Windhuk-Keetmannshoop in 5 1/2 Std. wohl schaffen, aber dann müsst Ihr Euch gewisse menschliche Bedürfnisse verkneifen. Wenn viele Lastwagen unterwegs sind, hängt Ihr schon mal ein bisschen. Auf den Brukkaros kommt man mit 4x2 definitiv nicht hoch.
[bild: 103833]
Das Camp liegt auf halber Höhe, und zum Krater sind es nochmal mehrere Stunden Wanderung. Auch die Strecke Büllsport-Spitzkoppe erscheint mir zu lang, hab jetzt auf der Karte aber nicht gekuckt. Wenn ich recht erinnere, ist es aber alles Gravelroad, dazu der Kuisebpass und der Gaubpass. Anhalten, mal kucken, mal schnuppern, mal Stille hören, das ist dann alles nicht drin. Trotz der Bedenken: weiter viel Freude an der Planung. Lb Gruß von Helga
www.goamus.org
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zuletzt bearbeitet 14. Dez. 2008
1'009 Beiträge · seit 200714. Dez. 2008 · #4
Hallo Maxi,

kannst Du die Zeit zurückdrehen ? 😉

Aber mal im Ernst, Deine Reise ist ja Streß pur und meiner Meinung nach so nicht wirklich machbar. Das ist wie "ganz Europa in 14 Tagen". 🙁
Gehe Deine Reise ein bischen ruhiger an, gönne Dir ein paarmal auch 2 Nächte irgendwo.
Was willst Du eigentlich in Ruacana ? Wenn Du Pech hast, so wie wir, dann läuft da nur ein Rinnsal über die Felsen. Und wegen ein paar Krokodilen würde ich nicht diese Riesenstrecke auf mich nehmen. Lass Etosha Dein nördlichstes Ziel sein und die Reise wird schon entspannter.
Und ich würde bei 14 Tagen auch den Fishriver Canyon weglassen und als südlichsten Punkt mit Sossusvlei anfangen.
Jedenfalls ist das meine bescheidene Menung zu Deiner Tourenplanung. Also nichts für ungut. 🙂

liebe Grüße
Petra
Gott gab den Europäern die Uhr und den Afrikanern die Zeit unsere Website: SAMMY FAMILY
2'346 Beiträge · seit 200615. Dez. 2008 · #5
Hallo Janik,
hallo Anne,

nehmt´s mir nicht übel, aber die einzigen wirklich sinnvollen Tage auf eurer geplanten Tour sind "Day1" und "Day13". Da habt ihr nämlich die einzig richtige Entscheidung getroffen, Beginn und Ende eurer Tour mit Muße und zeitlicher Reserve zu versehen. Der "Rest" ist aus meiner Sicht "Horror pur", eine Hetze von A-Z.

Ihr rast nur in der Gegend rum und selbst dafür sind einzelne Etappen schon viel zu lang geraten. Darüber hinaus soll´s dann auch noch für außergewöhnliche "Schmankerl" reichen wie Fish River Canyon, Sossusvlei, "Olive Trail", Fischessen im "The Tug" usw. und alles ohne eine zweite Übernachtung an den jeweiligen Etappenzielen. Aus meiner Sicht würde nur ein radikales Zusammenstreichen und ein Verzicht auf den äußersten Süden und den äußersten Norden eine halbwegs "runde" Sache aus eurer Planung machen.

Nicht böse sein, aber so, wie ihr es vorhabt, wird euch Namibia garantiert nicht in guter Erinnerung bleiben.

Trotzdem viel Spaß
Armin
62 Beiträge · seit 200715. Dez. 2008 · #6
Hallo ihr beiden,

ich kann Helgas sicher nicht wörtlich gemeinte Frage, ob ihr denn "auf der Flucht" seid, sehr gut nachempfinden und die bisher geäußerten Bedenken nur unterstreichen. Bei aller Unterschiedlichkeit der Vorstellungen kann ich mir nicht vorstellen, dass man eine derart vollgestopfte Reise bei diesen Entfernungen noch genießen kann. Wir haben in unsere bisherigen Reisen in Namibia bei vergleichbarer Zeit wesentlich weniger hineingepackt und dennoch oft die Erfahrung gemacht, dass wir für manche Dinge noch mehr Zeit benötigt hätten.
Ihr werdet eine drastische Kürzung eures Programms sicher nicht bereuen.

Mit fürsorglichen Grüßen

Manfred
1'287 Beiträge · seit 200615. Dez. 2008 · #7
Sehr geehrter Janik & Ann,

eine nicht sehr versteckte Art Selbstmord zu begehen, aber ein wunderbarer Masterplan for Disaster. An wen wird die Lebensversicherung ausbezahlt?

Mit sonnigen Grüßen
solange Ihr noch unter uns weilt.
Im Mai weilt ihr dann nur noch unter uns.
2'462 Beiträge · seit 200615. Dez. 2008 · #8
Wenn auch nicht immer überaus charmant, so bringt Carsten Möhle es wohl deutlich auf den Punkt. 🙂

Ich habe die Entfernungen nur grob überschlagen und komme auf gut 4.000 km für Eure Route. Ich halte das für deutlich zu viel. Wie viele Vorposter würde ich empfehlen, kürzere Etappen und mehr 2-tägige Stopps einzuplanen. Sich auf den Norden oder Süden zu beschränken, fiel uns bei unserer ersten Reise nach Namibia auch schwer, wir haben uns aufgrund vieler Ratschläge hier aus dem Forum aber dann doch dafür entschieden. Das Hauptargument dafür ist sicher, dass Ihr eh wiederkommt.... 🙂

Wenn die Entfernungen für Euch dennoch so okay sind, habt Ihr meinen Respekt, dass Ihr bei dem Pensum noch stundenlang wandern wollt. Ich würde wohl nur erschöpft ins Bett fallen.

Herzliche Grüße
Susanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
1'125 Beiträge · seit 200615. Dez. 2008 · #9
Hallo zusammen,
zu diesem Anlass ein paar eigene Erfahrungen zum Thema 'Hetzen, auf der Flucht sein'. Als ich meine erste große Namibia-Tour machte (1990), hatte ich vier Wochen Zeit, einen VW-Bus gemietet, in dem wir zu zweit schlafen konnten, starteten in JNB und gaben den Wagen auch dort wieder ab. Wir waren von AiAis bis Etosha fast überall, wir sind insgesamt bestimmt (mit An- und Rückfahrt) über 5000 km gefahren, ich weiß es nicht mehr. 1993 kaufte ich mir für meine 6. Fahrt von der Armee einen alten Landrover, den ich seitdem systematisch ausgebaut habe. Ich fuhr also los und beschränkte mich aufs südliche Namibia. Ich war total schockiert. Der Wagen war schwach und deutlich untermotorisiert, verbrauchte viel und war grauenhaft langsam (Reisegeschwindigkeit auf Teer max. 60 kmh). Ich bin unterwegs verzweifelt. Natürlich, ich war flottes Fahren gewohnt - und größere Tagesetappen. Nach meiner Rückkehr nach Mafikeng habe ich für die Mafikeng Mail eine Annonce verfasst und wollte den Wagen sofort wieder verkaufen. Ich hab's einmal überschlafen, da merkte ich plötzlich, dass der Fehler nicht beim Wagen, sondern bei mir lag. Und dass meine innere Einstellung nicht zu Afrika passt. Ich habe die Annonce zerrissen und bin glücklich über diese Entscheidung. Ich bastle mir akzeptable Tagestouren zusammen, rolle gemütlich über die Straßen, sehe mir links und rechts die Landschaft an, komme rechtzeitig an, bleibe fast immer zwei oder drei Nächte (dann macht auch das Wandern Spaß!), sehe trotzdem viel (auch weil ich jedes Jahr hinfahre, man muss nicht alles auf einmal machen). Wie heißt es so schön (für Lateiner): Ich bin ein Schweinchen aus der Herde Epikurs geworden (d.h. ich bin ein Genießer geworden). Damit, denke ich, werde ich Afrika auch besser gerecht.
Entschuldigt diese Plauderei, aber ich denke, dass man Urlaub in Afrika erst lernen muss.
Adventliche Grüße
Wolff-Rüdiger
Omnia vincit amor
3'491 Beiträge · seit 200615. Dez. 2008 · #10
Hallo Janik und Ann,
manchmal komme ich mir schon ein bisschen blöd vor, wenn ich hier immer wieder auf die Bremse trete und versuche, die hier vorgestellten Reiseideen zu entschleunigen. Da tut es richtig gut, soviele "Brüder und Schwester im Geiste" zu finden. Nehmt Euch das doch bitte zu Herzen, was die vielen vor mir bereits gesagt haben - plant Eure Reise so, dass sie Euch stinkelangweilig zu werden scheint - dann habt Ihr in etwa das richtige Tempo für Namibia gefunden. Namibia ist kein Reiseziel, sondern eine Lebensanschauung !! Nur ist das verdammt schwer zu verstehen - wenn man noch nicht da war. Gönnt Euch den Versuch, streicht den Norden und Süden Namibias aus der Planung und Ihr habt eine erlebnisreiche, schöne Reise vor Euch.
Gruß Joli
2'462 Beiträge · seit 200616. Dez. 2008 · #11
Ach Joli, das versteh ich gut. Es ist Dir vielleicht nur ein schwacher Trost, aber auf Deiner Haben-Seite sind auch viele, die Dir dankbar sind, dass Du sie seinerzeit gebremst hast (z.B. uns). 😉

Und inzwischen sind wir so begeistert von unserem Schneckentempo, dass wir auch gern andere davon überzeugen, dass Afrika erlebt und nicht durchfahren werden sollte!

Herzliche Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
1'125 Beiträge · seit 200616. Dez. 2008 · #12
Hallo, Janik und Ann,
mich würde interessieren, wie Ihr die vielen Beiträge zu Eurem Plan aufgenommen habt. Könnt Ihr die vielen Ratschläge nachvollziehen? Seid Ihr enttäuscht? Oder habt Ihr Eure Einstellung, gar die konkrete Planung verändert?
Wolff-Rüdiger
Omnia vincit amor
274 Beiträge · seit 200816. Dez. 2008 · #13
Hallo Ihr beiden!

Wir haben diesen Mai/Juni 4300 Km in 19 Tagen "erledigt" - ist glaube ich das beste Wort. Vieles würde ich heute nicht mehr so machen, wie z. B. an einem Tag von Windhoek nach Keetmannshope zu rasen. Auch wir dachten "was sind schon 500 km Asphaltstrasse?" - sehr viel wie sich herausstellen sollte. Wir kamen gerade noch mit Hängen und Würgen zum Sonnenuntergang zum Köcherbaumwald... und am nächsten Tag schon wieder weiter zum Fish River - diese schlechte Strasse vergesse ich auch nicht so schnell. Und die C 14 sind wir von Anfang bis Ende durch den Naukluftpark gefahren, definitiv die schlechteste Strasse die wir auf der "normalen" Tour (für 2x4) hatten. 450 km an einem Tag waren hier definitv zu viel. Wir kamen im Dunklen an, was nicht zu empfehlen ist. Zum Wandern oder sonst etwas sind wir nicht gekommen. Wir fahren zwar sehr sehr gerne Auto - aber wenn man überlegt, dass einige Tagesetappen wie von Wien nach Innsbruck waren, war es doch Irre. Sowas fahre ich im täglichen Leben NIE an einen Tag.

Wir dachten damals - es wird die einzige Reise sein, weil sowas können wir uns kein zweites Mal leisten.

Doch wer einmal dort war - fährt wieder haben viele im Forum gesagt und sie sollten recht behalten. Wir sparen gerade eifrig, haben das neue Programm von den KM verkürzt und bleiben min. 2 Nächte an einem Ort.

Es ist oft schwer die Routen zusammen zu stellen wenn man die Strassenverhältnisse nicht kenn. Die B1 ist zwar asphaltiert aber auch die Hauptverkehrsroute durch Namibia. Somit viele LKWs, Linksverkehr und doch einige Tiere auf der Strasse. Für uns für den Anfang etwas viel bei 500 Km Tagesetappe. Und die C 14 werde ich mein Leben lang nicht vergessen, meine Bandscheiben auch nicht!
Ich wünsche Euch noch viel Spass bei der weiteren Planung - ist nicht einfach 😵
Themenstarter5 Beiträge · seit 200816. Dez. 2008 · #14
Besten Dank an euch alle. Wir sind begeistert von eurem Engagement und eurer Geduld mit den durchgeknallten Tourenplanern.

Um die Frage zu beantworten: Ja, wir haben verstanden. 😕 Die Planung überarbeite ich die Tage und daher bitte ich euch, von weiteren Einträgen abzusehen, bis ich die neue Tour einstelle. Dann freuen wir uns über weiteres Feedback.

Der Plan ist folgender wie bei euren Ideen dabei: Fishriver Canyon/ Köcherbaumwald wird weggelassen und im Südwesten nur noch Sossusvlei aufgenommen. Im Norden verkürzen wir dann die Tour bis hoch und suchen eine nette Route zum Etosha. Mal sehen, was dann daraus wird. Ich halte euch auf dem Laufenden. 🙂

Beste Dank,
Janik