RaubkatzeThemenstarter62 Beiträge · seit 200705. Dez. 2008 · #1Hallo,
kennt jemand diese Schlange? Wir sahen sie zum ersten Mal auf dem Campingplatz der Farm Namtib [bild: 104354], und später nochmal im Sesriem Canyon [bild: 104357]. Länge ungefähr 30 cm.
Manfred
BABaibaGast05. Dez. 2008 · #2...ich kenne diese schlange zwar - gottlob- nicht, aber das zweite photo finde ich total gelungen. das hat sowas schwebendes...toll.
aber sorry, ich als schlangen-phobikerin kann nicht weiter helfen.
gut´s nächtle 😉
holger982 Beiträge · seit 200605. Dez. 2008 · #3Die erste Schlange sieht aus wie eine Puffotter, die zweite wie eine Hornviper. Bei letzterer bin ich mir nicht sicher.
Glückwunsch, dass du die beiden Exemplare zu Gesicht bekommen hast.
Grüße,
Holger
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http://travel-pictures.net FFFrankie Frederiks134 Beiträge · seit 200705. Dez. 2008 · #4Ich denke, dass ist eine sog. Horned Adder (bitis caudalis), auf Deutsch Zwergpuffotter oder auch gehörnte Puffotter. Das Exemplar dürfte mit 30cm schon ausgewachsen sein.
Wir sahen im Sesriem Canyon ebenfalls ein Exemplar dieser Art:
http://www.namibia-forum.ch/index.php?option=com_gallery2&Itemid=71&g2_itemId=81727Im Snake Park in Swakopmund hat es mehrere dieser Schlangen.
AfricanDreams594 Beiträge · seit 200605. Dez. 2008 · #5Hallo,
ich tippe ebenfalls in beiden Fällen auf die Bitis caudalis.
Beim 1. Foto ist zwar der Kopf nicht sehr deutlich zu erkennen, doch das Muster und die Länge von ca. 30 cm würden passen.
RaubkatzeThemenstarter62 Beiträge · seit 200705. Dez. 2008 · #6Danke für eure Antworten! Ich hatte ebenfalls schon an eine Puffotter gedacht, da sie beim ersten Beispiel auf dem Sandweg zum Stellplatz gelegen hatte und ich fast auf sie getreten wäre. Als ich mit der Kamera zurückkam, hatte sie sich nur ca. 1 m weg bewegt, zischte jedoch sehr eindrucksvoll, als ich mich mit der Kamera näherte.
Weiß jemand etwas über ihre Giftigkeit?
FFFrankie Frederiks134 Beiträge · seit 200705. Dez. 2008 · #7Nicht ganz soo giftig... Können aber offenbar sehr laut fauchen.
B. caudalis: Lokaltoxizität bis Nekrose, Schock (1)
Quelle: Tox. Abteilung, Klinikum rechts der Isar, München
http://www.toxinfo.org/toxinfo/db/frameset.php?genic=BITIS+SPP.Wichtig: Es ist KEINE richtige Puffotter. Die Puffotter (Bitis arietans) ist grösser (ca. 1m) und ist viel, viel dicker (ca. wie ein menschlicher Arm). Dieses hier ist eine gehörnte Puffotter (Bitis caudalis)
Bazi2'721 Beiträge · seit 200606. Dez. 2008 · #8sorry, hab Beitrag gelöscht. War der gleiche Link wie oben. Aber der funktioniert leider nicht.
Gisela
RaubkatzeThemenstarter62 Beiträge · seit 200706. Dez. 2008 · #9Danke für die zusätzlichen Informationen! Der Link funktionierte zwar nicht, aber ich konnte mich auf der angegebenen Website weiter informieren. Ein interessantes Thema.
Manfred
Monokelkobra260 Beiträge · seit 200707. Dez. 2008 · #10Es handelt sich def. um eine Gehörnte Zwergpuffotter (Bitis caudalis) - ich pflege diese Spezies aus Leidenschaft bei mir zuhause 🙂
Diese Art ist in Namibia extrem verbreitet und kommt in mehr als einem dutzend Farbvarianten vor - wunderhübsch bunt bis absolut matt und eintönig. Sie sind faszinierend !
Sie sind relativ aggresiv, fauchen aber meist laut und machen auf sich aufmerksam so....der Biss ist gefährlich, und kann zu schweren körperlichen Komplikationen (Verstümmelung durch Nekrosen) führen wenn er nicht rasch und korrekt behandelt wird - Todesfälle jedoch sind eher unwahrscheinlich.
Wenn sonst noch fragen sind, einfach melden...
MfG Marco
Ich bin ein Wildlife-Fotograf & Photo-Coach aus der ländlichen Ostschweiz im Dreiländereck CH/AT/DE.
Mein Fokus liegt auf Wildtieren aus Afrika & dem südwesten der USA, mit dem Spezialgebiet Schlangen bzw. Reptilien
RaubkatzeThemenstarter62 Beiträge · seit 200707. Dez. 2008 · #11Hallo Marco,
vielen Dank für deine interessanten Informationen. Was wäre denn eine "rasche und korrekte Behandlung"?
Monokelkobra260 Beiträge · seit 200708. Dez. 2008 · #12@ Raubkatze
Sich beruhigen, gebissenes Gliedmass schienen oder zumindest stabilisieren so dass es wenig bis nicht bewegt werden muss - und dann ab zum nächsten Arzt oder ins Spital. Dummerweise kann dies in Namibia je nachdem wo man ist auch gerne mal 6-7h Autofahrt bedeuten.
Ideal wäre es dann noch wenn die Schlange getötet hat und dabei hat, bzw sie wenigstens sicher anhand von Fotos identifizieren (lassen) könnte. Im Schlimmsten Fall kann dass Helfen dass geeignete Antiserum zu wählen !
Sonst als Laie was zu machen ist immer sehr sehr schwer......ganz wichtig: Viel viel Wasser trinken um die Nieren zu spühlen !! Keinen Alkohol, und kein aufschneiden der Bissstelle mit einem Messer !
Gruss Marco
Ich bin ein Wildlife-Fotograf & Photo-Coach aus der ländlichen Ostschweiz im Dreiländereck CH/AT/DE.
Mein Fokus liegt auf Wildtieren aus Afrika & dem südwesten der USA, mit dem Spezialgebiet Schlangen bzw. Reptilien
RaubkatzeThemenstarter62 Beiträge · seit 200708. Dez. 2008 · #13Hallo Marco,
es ist klar, dass in Namibia meist keine rasche ärzl. Hilfe zu erwarten ist (zumal wenn man sich noch auf einer Wanderung befindet). Wir werden auf jeden Fall zukünftig etwas genauer hinsehen, wo wir unseren Fuß hinsetzen.
Was ist von einer Vakuumpumpe zu halten? Ich habe noch nichts darüber gehört oder gelesen. Liegen hier im Forum diesbezüglich Erfahrungen vor?