..fehl am Platze??

37 Antworten · 7'517 Aufrufe · gestartet 30. Nov. 2008 von Baiba
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406 Beiträge · seit 200601. Dez. 2008 · #21
hallo 4x4 in africa !!

weil es hier so eng ist fahre ich so gern nach afrika.
gruß
karl
406 Beiträge · seit 200601. Dez. 2008 · #22
hallo armin !
lass es dir gut schmecken.
allein oder mit mehreren.
gruß
karl
343 Beiträge · seit 200601. Dez. 2008 · #23
genau, lieber karl, das ist mir beim lesen auch so durch den kopf gegangen. das geht wohl den meisten hier im forum so...

meine pause ist schon wieder zu ende

also fair winds

und noch 21 tage bis nam:P 😛 😛
ThemenstarterGast01. Dez. 2008 · #24
La Leona schrieb:
Zum Thema Tischgenossen frage ich mich mal laut ob diejenigen die alleine sein wollen sich nicht selber zu wichtig nehmen und ihre Mitmenschen nicht vielleicht unterschätzen indem sie voraussetzen dass der Gesprächstoff den sie erhalten minderwertiger sein wird als derjenige den sie offerieren können?

nachdenkiche Grüsse leona
Hallo Leona!
Sicher: manches mal wird man auch positiv überrascht ( wie die alte Dame in deiner "Geschichte", so erging es mir auch schon).
Aber: die Erfahrungen, die ich bisher mit dem großen Tisch machte, sind 99% negativer Art. ich denke nicht, dass ich meine möglichen Tischgenossen unterschätze, sondern einfach nur ein bissle Schiß habe:S
Zu oft habe ich mich schon ausfragen lassen müssen nach Beruf und Arbeitsplatz, nach Alter und Essensgewohnheiten, nach politischen Ansichten, nach Deutschland im Allgemeinen etc... das sind teils sicher interessante Themen..aber bitte nicht beim Dinner:)
Und: mit vollem Munde spricht man nicht..also muß man schneller kauen, nur um den Fragenden nicht unhöflich lange auf eine Antwort warten zu lassen...🤔

Deshalb versuche ich diese Situationen zu meiden.
Denn auch ich selbst bin dem einen oder andern sicher zu fade ;-))

Gruß,
Baiba
343 Beiträge · seit 200601. Dez. 2008 · #25
hallo baiba,

du schreibst:
Zu oft habe ich mich schon ausfragen lassen müssen nach Beruf und Arbeitsplatz, nach Alter und Essensgewohnheiten, nach politischen Ansichten, nach Deutschland im Allgemeinen etc...

Ihr redet NICHT über die Reise, über Eindrücke usw.? Das ist natürlich hart.

hier die lösung, die auch noch spass macht:
Übrigens , der Vetriebsprofi kennt den Spruch: wer fragt führt. denk mal drüber nach, besuche ein entsprechendes vertriebs (oder anderes) seminar und erlerne es.

du wirst erstaunt sein, wie leicht dann alles wird und du bist der chef im ring:P

und du kannst diese methode überall gebrauchen, denn DU fragst und hörst zu .. naja usw.

und ansonsten ... fair winds und

höre auf einen "alten" vertriebsprofi 😛
ThemenstarterGast01. Dez. 2008 · #26
@ "vertriebsprofi":B)
Auch ne Idee, sich auf seinen Urlaub vorzubereiten:)
406 Beiträge · seit 200601. Dez. 2008 · #27
hallo an alle !!
vielleicht sind manche menschen nur schüchtern und ziehen sich etwas zurück.
ich komme auch aus dem vertrieb und im urlaub liebe ich es maulfaul zu sein.
gruß
karl
ThemenstarterGast01. Dez. 2008 · #28
karl schrieb:
hallo an alle !!
vielleicht sind manche menschen nur schüchtern und ziehen sich etwas zurück.
...ja, oder sie stottern oder sind schwerhörig oder sind sonstwie andersartig gepolt😁
406 Beiträge · seit 200601. Dez. 2008 · #29
hallo baiba !
gepolt bin ich richtig. hoffe ich zumindest.
gruß
karl
ThemenstarterGast01. Dez. 2008 · #30
..ach Karl,
das war doch ein "Späßle"...
..ich kanns nämlich allmählich nicht mehr hören....dass man offensichtlich für problematisch angesehen wird bloß weil man nicht "großer-Tisch"-kompatibel ist...
Humor rettet drüberweg...:)
406 Beiträge · seit 200601. Dez. 2008 · #31
hallo baiba
war auch als späßle gemeint:P .
gruß
karl
4 Beiträge · seit 200801. Dez. 2008 · #32
All das Diskutieren scheint mir für die Auseinandersetzung mit Meinungen gegenüber vermeintlich selbstverständlichen (oder gar: zu akzeptierenden) Kulturpraxen nur allzu symptomatisch:

Einerseits kommt sehr schnell die Intoleranz-Keule derer, die meinen, man hätte sich in jedem Fall einem Kulturklischee bzw. Usus zu fügen - so als gäbe es nicht in jedem Land verschiedene Regeln, Gruppen, Arten, Umgangsformen etc. Diese Leute scheinen mir daher eher Apolegeten und Wirte eben jener Intoleranz, die ihre Aussagen (wie etwa ein "Wenn dir das nicht passt, bist du fehl am Platz") vermeitlich anprangern. In gewisser Weise halten derartige Aussagen also den Aussagenden eher den Spiegel vor, als dass sie andere in deren Schranken verweisen würde.

Andererseits wird teils auch von der Gegenseite etwas empfindlich reagiert beziehungsweise manchmal gar tatsächlicher Kulturchauvinismus unter dem Deckmantel des Individual-Anspruchs betrieben, was freilich ebenso wenig gutgeheißen werden kann wie auf der anderen Seite die oben erwähnten plumpen "Klappe zu, so ist es eben"-Tiraden.

Tja, und die Lösung? 😉
Was weiß ich. Am Besten ist, denk ich, sich und seine Umwelt für derartige Positionen zu sensibilisieren und sich nciht zu leicht in eine der beiden Schubladen stecken zu lassen - ebeso wie man dieser Schubladisierung auch andren gegenüber nicht zu leichtfertig Vorschub leisten sollte.

Aber naja, ist nur meine Meinung.
ThemenstarterGast01. Dez. 2008 · #33
Windhoek schrieb:
Andererseits wird teils auch von der Gegenseite etwas empfindlich reagiert beziehungsweise manchmal gar tatsächlicher Kulturchauvinismus unter dem Deckmantel des Individual-Anspruchs betrieben, was freilich ebenso wenig gutgeheißen werden kann wie auf der anderen Seite die oben erwähnten plumpen "Klappe zu, so ist es eben"-Tiraden.



Hallo Windhoek!

Ich sehe nicht, was es mit Kulturchauvinismus zu tun haben soll...
An diesen Tischen sitzen so gut wie nie Einheimische des Landes, in dem ich mich befinde, sondern andere Reisende.
Jeder für sich als MENSCH, nicht als KULTUR-Vetreter.
So habe ich mich von australischen Mitreisenden an einem südafrikanschen Tisch zu meinen Vorlieben,bzw. Abneigungen frische Muscheln betreffend, verbal angreifen lassen müssen...oder englischen Mitreisenden zu meiner beruflichen Tätigkeit detailgenaue Erläuterungen geben sollen...etc... Hab ich alles "mitgemacht"...aber schön war´s nicht.
Das ist doch keine Abwertung einer anderen Kultur...höchstens die "Abneigung" eines anderen Kommunikationsverhaltens zu Tische;)

Kann man solche Gespräche nicht einfach auf der sundowner-Terrasse führen? ich lehne ja nicht den Austausch als solchen ab, sondern will einfach nur in aller Ruhe mein Abendessen geniessen....nicht mehr und nicht weniger.😐


Baiba
2'779 Beiträge · seit 200701. Dez. 2008 · #34
Hier ein paar weitere Anregungen zum Riesentisch, vorausgesetzt man möchte sich dort nicht nur die notwenigen Kalorien reinschaufeln für den Stoffwechsel, sondern man sei bereit und gewillt die notwenige Zeit, mit Nachtisch und Gespräch am Tisch ohne Standortwechsel an die Bar oder auf die Lapa oder ans Feuer in dieses Moment des Austauschs zu investieren(viele Leute scheinen je nach Tischhöhe andere Kodex zu verwenden, wobei es schlussendlich dasselbe ist)

1. mindestens einer, (maximal aber zwei da sonst unerträglich) will immer der Oberhecht sein, lass ihn und wende dich in Notafllsituationen an ihn, z.b. wenn Situation 2. eintrifft.
2. du musst nur soviel von dir erzählen wie du willst, sobald eine Frage kommt die du nicht beantworten magst, weil sie dir zu persönlich, zu direkt, zu unpassend, zu ausfallend, zu anmassend, zu irgendwas scheint, kontere mit der Gegenfrage, "genau dasselbe wollte ich soeben Herrn X (den Oberhecht) fragen!?) der Hecht wird sofort anbeissen und dich von deiner Qual erlösen und erst noch Freude daran haben
3. Verlasse dich auf deinen Humor, lach über dich, über Situationen, über andere. Nichts ist so todernst wie es scheint.
4. diese Menschen sind nur Tischgenossen, euere Wegen scheiden sich danach wieder. Du musst nur den Anstand bewahren, sonst gar nichts, auch keine Rechenschaft ablegen. Das bedeutet du darfst auch einfach mal darauf hinweisen dass du lieber im Bezuge auf(...)eine Gegenfrage, eine Reiseanekdote, oder einen Gedanken zum Land etc. anbringen willst.
5. indem du mit anderen Reisenden redest lernst du viel über diejenigen "Touristen", mit denen du selber während deiner Reise von Gastgebern und Einheimischen verglichen wirst. Damit du dich von der Masse abheben kannst, denn das scheint ja offensichtlich das Ziel von den Meisten zu sein (ein Paradox, aber so ist das halt mit uns Individualreisenden😄 ) musst du erst mal wissen was für eine Materie die Masse ist;)
gruss leona
Gruss Leona
1'125 Beiträge · seit 200601. Dez. 2008 · #35
Ach, Du Löwin,
Deine Ratschläge sind ja toll, ich würde sie alle beherzigen (soweit ich das kann), falls ich je in diese beklagenswerte Situation käme. Aber wie ist es, wenn jemand mit anderer Mentalität einfach sein Abendessen nicht mit 'Oberhechten' genießen möchte? Wer individuell reist, kommt mit so vielen dortigen Menschen zusammen, dass man europäische/amerikanische Hechte nicht braucht - im Gegenteil.
WR
Omnia vincit amor
7'296 Beiträge · seit 200601. Dez. 2008 · #36
Baiba schrieb:
Windhoek schrieb:
Andererseits wird teils auch von der Gegenseite etwas empfindlich reagiert beziehungsweise manchmal gar tatsächlicher Kulturchauvinismus unter dem Deckmantel des Individual-Anspruchs betrieben, was freilich ebenso wenig gutgeheißen werden kann wie auf der anderen Seite die oben erwähnten plumpen "Klappe zu, so ist es eben"-Tiraden.
Hallo Windhoek!

Ich sehe nicht, was es mit Kulturchauvinismus zu tun haben soll...
An diesen Tischen sitzen so gut wie nie Einheimische des Landes, in dem ich mich befinde, sondern andere Reisende.
Jeder für sich als MENSCH, nicht als KULTUR-Vetreter.
... ich bin beim Abendessen in touristischen Unterkünften auch lieber alleine als mit Tischnachbarn, die ich vorher nicht kenne - und das, obwohl ich unterwegs gerne und oft Leute kennenlerne (nur halt eben lieber vor oder nach dem Essen).

Anders gehts mir, wenn ich unterwegs von Einheimischen eingeladen werde. Es gab Länder, in denen das fast täglich vorkam und das war stets sehr interessant. Da wurde vor und nach dem Essen bis spät in die Nacht gequatscht (teilweise mit Hilfe eines Einheimischen, der zwischen Englisch und einer der Landessprachen übersetzte). Während des Essens war es jedoch vergleichsweise still. Und vor und nach dem Essen habe ich oft mehr über das jeweilige Land und das Leben der Einheimischen erfahren als das wohl auf andere Weise möglich gewesen wäre.

Mir ist ziemlich egal, wie jemand seinen Urlaub verbringt und es sollte einfach jeder so tun, wie er/sie damit zufrieden ist. Für mich gehört jedoch gerade in einem Land, das durch Einsamkeit, Stille und Weite beeindruckt, ganz sicherlich nicht zwangsläufig
dazu, jeden Abend gemeinsam mit wildfremden anderen Touristen, die mich vor lauter Quatschen und Ausfragen kaum zum Kauen kommen lassen, mein Abendessen einzunehmen.
Ich hoffe, ich habe meine Ansicht zu dem Thema so rüberbringen können, dass sich niemand auf den Fuß getreten fühlt. Ich schaffe das ja nicht immer so gut ... 😉

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
343 Beiträge · seit 200601. Dez. 2008 · #37
also mein kumpel, der karsten, hat da eine methode entwickelt, die 100ig funktioniert.
er sagt immer, dass er von beruf proktologe ist. und wenn ihm die leute zu lästig werden erzählt er mit ein bischen bunter phantasie einige storries aus seinem berufsalltag.😃

das kommt natürlich beim dinner suuuuuuuper an.:) 🤩

und dann hat er richtig ruhe;) 🙂

naja vieleicht ist das notschwindeln und erlaubt.

ansonsten... fair winds

ps: ich glaub windhoek ist auch ein doktor oder akademiker?:P so schön wie er schreibt, hat mir echt gefallen...
7'296 Beiträge · seit 200601. Dez. 2008 · #38
4x4 in africa schrieb:
also mein kumpel, der karsten, hat da eine methode entwickelt, die 100ig funktioniert.
er sagt immer, dass er von beruf proktologe ist. und wenn ihm die leute zu lästig werden erzählt er mit ein bischen bunter phantasie einige storries aus seinem berufsalltag.😃

das kommt natürlich beim dinner suuuuuuuper an.:) 🤩

und dann hat er richtig ruhe;) 🙂
... coole Idee. 😎
Wenn ihr mal einen Rechtsmediziner trefft mit Spezialisierung auf forensische Entomologie, dann bin ich das. Was ich da schon alles gefunden habe, das wollt ihr alle gar nicht mehr wissen.
Ich erzähls euch aber trotzdem ... 😄

Mit freundlichem Grinsen
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
zuletzt bearbeitet 01. Dez. 2008