Sambia, sehr reizvoll?? Sehenswert??

15 Antworten · 4'687 Aufrufe · gestartet 23. Nov. 2008 von frecherxbengel
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Themenstarter49 Beiträge · seit 200723. Nov. 2008 · #1
Hallo Zusammen,

Im nächsten Jahr würde ich gerne wieder nach Afrika.
Anfangs wäre ich gerne nach Tansania, das wird mir aber immer unsympathischer!
Deshalb käme evtl. Sambia in Betracht.

Kann man sich Sambia analog zu Namibia vorstellen?

In Namibia/Botsuana war ich 2007 4 Wochen 4x4 mit Dachzelt und Campingausrüstung unterwegs. Das hat mir sehr gut gefallen

Gibt es in Sambia auch Gebiete wie das Kaokoveld in Namibia, landschaftlich wunderschön und fernab von jeglichen Touristen?? Wo jeder 4x4 Freund auf seine Kosten kommt?

Was gibt es noch sehenswertes in Sambia?

Mein Toyota Hilux hatte ich bei Hubert Hester gemietet, findet man in Sambia ähnlich günstige Anbieter von 4x4 Fahrzeugen??


danke vorab schon mal für Eure Info´s!!

Grüsse Ralf
33,1k Beiträge · seit 200623. Nov. 2008 · #2
Hallo Ralf,

NEIN, Sambia kannst Du Dir nicht analog zu Namibia vorstellen. Sambia ist mehr "Afrika ursprünglich", d.h. deutlich schlechtere Infrastruktur, medizinische Versorgung, allgemeine Voersorgung etc. Es ist in vielen Bereichen ebenfalls sehr unberührt und Du begnest nicht vielen Touristen (außer an DEN Sehenswürdigkeiten). Du musst Dich auf hohe Reisekosten einstellen, insbesonders wenn Du in den wenigen guten Lodges/Hotels übernachten willst.

Alles in Allem also sehr viel "afrikanischer" als Namibia und nicht so sehr als Afrika-Einsteiger-Land zu betrachten. Dennoch absolut sehenswert! Mehr Aufschluss gibt Dir sicherlich ein Reiseführer (... bevor ich nun alles meiner Meinung nach sehenswerte aufschreibe).

Sonnige Grüße
Christian
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Themenstarter49 Beiträge · seit 200723. Nov. 2008 · #3
Hallo Christian,

das würde sich auf´s erste schon einmal gut anhören was Du schreibst!
Als Afrika-Einsteiger würde ich mich nicht mehr bezeichnen, und ich bin auch bestrebt weiter in das "ursprüngliche Afrika" vorzudringen.

Du hast von hohen Reisekosten gesprochen. Lodges kämen für mich eher weniger in Frage, würde gerne mit einem 4x4 und Dachzelt reisen und campen.
Ist es in Sambia auch so Teuer in einen Nationalpark zu fahren? In Tansania kommt man ohne Guide in keinen Nationalpark rein, das ist schade.
Mit welche hohen Kosten sollte man rechnen?!


Grüsse
7'296 Beiträge · seit 200623. Nov. 2008 · #4
Hallo Ralf,

ich war 2006 mit dem Rad in Zambia unterwegs. Nationalparks sind sehr teuer und die Auswahl an Vermietern für 4x4-Fahrzeuge dürfte sehr überschaubar sein. Die Preise dafür sind sicherlich höher als in Namibia.

In Namibia war ich auch im Kaokoveld mit dem Rad unterwegs. Da sind die gängigen Pisten auf Landkarten verzeichnet und das geht recht problemlos. In Zambia gestaltet sich das etwas schwieriger und man weiß oft nicht, wo man sich überhaupt so richtig befindet. Auf den Straßen begegnet man aber ebenfalls fast keinen Touristen.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter49 Beiträge · seit 200723. Nov. 2008 · #5
IM Kaokoveld habe ich ertse erfahrungen mit GPS gemacht und habe mir mitlerweile ein eigenens zugelegt. Deshalb denke ich misste das passen.
Auch wenn man keine wirklichen Straßen mehr hat.
Ein bisschen Abenteuer darf schon dabei sein!!
148 Beiträge · seit 200623. Nov. 2008 · #6
Hallo frecherxbengel ,
wir waren 2007 für 2 Wochen in Sambia (unser Kurzreisebericht ist hier im Forum). Wie schon oben von anderen geschrieben ist Sambia auch aus unserer Sicht ganz anders als NAM oder BOT.
Vor allem leben dort viel mehr Menschen (Einheimische), die du immer wieder triffst und mit denen du Kontakt hast (aber dies ist ja auch das Interessante!) Landschaftlich gibt es mehr grüne es gibt sogar Wald!Offroad-technisch gibt es einige sehr interessant Strecken (Lepard-Road, Escarmentroad von SouthLunagwa, Zufahrt zum LowerSambesi NP).
Sambia ist Teuer: Benzin ist teurer als in D-Land, Parkeintritt 25 US$ pro Person (Auto) und Tag sind in den meisten Parks üblich (s. Reiseführer aus dem Hause Hupe)
Autovermieter wie HH gibt es meines Wissens nicht, die die es gibt sind teuer (Wir sind mit einem Auto von HH von Windhuk aus gefahren)
Supermärkte wie in Namibia haben wir nur in Livingstone gesehen, ansonsten war Einkaufen sehr interessant (besonders auf den Märkten) eben "afrikanischer".
Wir hatten ein GPS mit der Karten von T4A dabei, da war das Navigieren kein Problem.

Grüße
Torsten
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Themenstarter49 Beiträge · seit 200723. Nov. 2008 · #7
Hallo Torsten,

Diese Option hatte ich mir auch schon überlegt, bei HH mieten und nach Sambia zu fahren. Wird wohl die beste Alternative sein!!

Die Karten T4A muss ich mir noch besorgen, diese habe ich noch nicht, dies wird dann aber rechtzeitig geschehen.

Über die Offroad strecken werde ich mich mal informieren, das wäre interessant.
Einkaufen kann man ja dann Grundlegend in Namibia und später wenn man etwas findet

Wann wäre die beste Reisezeit?? Oktober??
2'610 Beiträge · seit 200723. Nov. 2008 · #8
Hallo,

wir waren in 2005 in Sambia - über Livingstone, Chaoma, North-Kafue,Mongu zurück nach Katima (Nam). Unterwegs haben wir nur 1 Touristenfahrzeug getroffen.

Die Piste ab Mongu, entlang des Zambezi war fürchterlich zu fahren, die Landschaft dagegen als Ausgleich fantastisch. Die Sioma Falls haben uns sehr gut gefallen, den "Königspalast" in Mongu hätten wir uns schenken können. Der North-Kafue ist ein sehr grüner Nationalpark, viele Antilopen und alte große Elefanten - das Negative dort: Tse-Tse-Fliegen.

Die Bevölkerung war sehr freundlich und hilfsbereit, an Touristen absolut nicht gewohnt. Die Eintrittspreise im Nationalpark, so wie schon vorher beschrieben. Auch für die Fähren fielen jeweils 20 US Dollar an.

In Mongu gab es einen guten Supermarkt, ansonsten eher "tote Hose" - keine Cola, kein Saft, nur frisches Brot und ein paar Tomaten am Straßenrend zu kaufen.

Die Überfahrt von Botswana aus mit der Fähre ein Geduldsspiel - die Rückfahrt über die neue Brücke nach Namibia viel entspannter und bedeutend schneller.

Grüße

Jambotessy 🙂
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
931 Beiträge · seit 200623. Nov. 2008 · #9
Zambia ist sicher nicht mit Namibia zu vergleichen. Von der Vegation her ist das Land sehr viel grüner, eben subtropisch zum Norden hin. Vor allem aber ist es wie schon erwähnt viel afrikanischer. Dazu gehören eben auch eine schlechtere Infrastruktur und (mit Ausnahme von Livingston) wenige Touristen. Die Bevölkerung ist sehr offen und freundlich. Und im Gegensatz zu Nam findet man auch im letzten Dorf wenigstens einen der Englisch spricht und mit dem man sich unterhalten kann. Wenn man will bekommt man also viel leichter Kontakt zu der lokalen Bevölkerung.

Zambia ist derzeit aber auch eines der teuersten Reiseländer überhaupt. Die Eintrittspreise für die NP liegen zur Zeit zwischen 25 und 30 US$ pro Person für Selbstfahrer. Für das Auto werden nochmal mind. 15 US$ fällig. Für Camping müßt ihr mit bis zu 10 US$ pro Person rechnen. Der Liter Diesel kostet aktuell etwa 7.300 Kwacha - das sind ca. 1,30 Euro. damit ist der Preis gerade wieder gesunken, er lag zwischenzeitlich bei 3 US$. Ebenso sind Lebensmittel und Getränke deutlich teuer als in Nam. Alles was haltbar ist würde ich also mitbringen. Vernünftig einkaufen kann man sonst in Livingston und Lusaka. Dazwischen wird es eher dünn...

Mit den T4A Karten kommt man zumindenst als Normaltourist bestens hin. Offroad fahren braucht man nirgends - ich mag diesen Begriff sowieso nicht 😉

Noch ein Hinweis zu den Entfernungen: die sind in Zam genauso wenig zu unterschätzen wie in Namibia. Allerdings bei oftmals deutlich schlechteren Straßen. Ein Besuch lohnt sich m. E. daher nur wenn man auch genügend Zeit mitbringt. Sonst wird das nur 'Abhaken' und Kilometerfressen. Die beste Reisezeit hängt natürlich davon ab was ihr vor habt. Generell solltet ihr aber bedenken das in Zam ab Ende Oktober / Anfang November die Regenzeit beginnt. Einige Ecken sind dann nur schwer oder gar nicht mehr zu erreichen. Für andere Gebiete ist dann gerade 'Hauptsaison', z. B. für Kasanka.

Gruss

Ulli
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Themenstarter49 Beiträge · seit 200723. Nov. 2008 · #10
Hallo Ulli,

"wenn man genügend Zeit mitbringt" habe mal an 4 Wochen gedacht
Zu kurz??
November beginnt die Regenzeit, stimmt so war das in Botsuana auch, sind aber rechtzeitig wieder abgereist.
Also wäre September besser. Den Arfikanischen Sommer Dez/Jan/Feb muss man sich ja glaub nicht unbedingt antun
931 Beiträge · seit 200623. Nov. 2008 · #11
4 Wochen (in Zambia oder insgesamt?) sind sicher eine schöne Zeit und mehr als die meisten Besucher haben....

Zur Reisezeit kann ich mich nur wiederholen, es hängt ein wenig davon ab was ihr vorhabt:

Sept / Okt ist am flexibelsten. Die Straßen sind trocken und in den meisten NPs ist viel Wild zu sehen. Allerdings ist auch die Natur einigermaßen verdorrt, das Gras ist trocken und in vielen Regionen fackeln die Bauern ihre Felder ab um sie für die nächste Aussaat vorzubereiten.

Wenn ihr dagegen Wasserfälle anschauen wollt, also die Nord-Ost Tour, ist wahrscheinlich April / Mai geeigneter.

Im Kasanka NP kommen die Flughunde Ende Okt / Anfang Nov.

Gruss

Ulli
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Themenstarter49 Beiträge · seit 200723. Nov. 2008 · #12
Wasserfälle.....hmm hab im letzten Jahr von Zimbabwe aus die Vic Falls gesehen und es würde mich schon reizen von der Sambesischen Seite hinzufahren und vor allem an der Kuppe wo das Wasser runter fällt baden zu gehen....
931 Beiträge · seit 200623. Nov. 2008 · #13
Wasserfälle.....hmm hab im letzten Jahr von Zimbabwe aus die Vic Falls gesehen und es würde mich schon reizen von der Sambesischen Seite hinzufahren
Ich meinte aber natürlich nicht die Vic Falls sondern hatte u. a. die Kalambo Falls im Hinterkopf...

Livingston ist nicht -wirklich- Sambia...

Gruss

Ulli
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Themenstarter49 Beiträge · seit 200726. Nov. 2008 · #14
Hallo,


Habt Ihr Tips für empfehlenswerte Reiseführer über Sambia für mich??
Hupe habe ich schon einmal in diesem Beitrag gelesen.
Noch welche?



Grüsse
148 Beiträge · seit 200626. Nov. 2008 · #15
Hallo,
wir hatten den Hupe und waren zufrieden mit.

Torsten
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931 Beiträge · seit 200626. Nov. 2008 · #16
Halbwegs aktuell sind meines Wissens nur der Hupe Reiseführer und der Bradt Zambia (beide 2008). Der Iwanowski stammt aus dem Jahr 2001.

Gruss

Ulli
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