Nach dem großen Feuer im CKGR - Lagebericht

6 Antworten · 4'045 Aufrufe · gestartet 19. Nov. 2008 von Kanzler
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Themenstarter573 Beiträge · seit 200719. Nov. 2008 · #1
War denn jemand mal in letzter Zeit im CKGR und kann etwas über die Schäden des großen Feuers berichten? Wer hat einen aktuellen Lagebericht?
Viele Grüße, Kanzler
18 Beiträge · seit 200619. Nov. 2008 · #2
Hallo,

Wir sitzen gerade im Internetcafe in der Naehe von Sun City. Vor einer Woche sind wir beim Tsau-Gate in den CKGR gefahren und beim Matswere Gate wieder raus. Kurz nach dem Tsau-Gate sieht man riesige verbrannte Flaechen. Es hat jedoch bereits geregnet und man sieht die ersten gruenen Grasbueschel. Je naeher man Deception, Sunday Pan kommt umso weniger hat es gebrannt. Alles ist sehr gruen und die Tracks sind einfach zu befahren. In der Gegend um Deception konnte man auch sehr viele Tiere beobachten. Wir haben Oryx, Springboecke, Straussen, Kuhantilopen, Steinboeckchen, Giraffen, Gnus, Schackale und Loewen gesichtet.

Lustigerweise wird das Feuer ueberall totgeschwiegen. Sogar am Gate wollte niemand von einem grossen Feuer gehoert haben, aber wie schon gesagt, da bereits der Regen eingesetzt hat wird sich das CKGR sicher rasch wieder erholen.

Liebe Gruesse aus Suedafrika
Sandra und Adrian
982 Beiträge · seit 200619. Nov. 2008 · #3
Ich bin mal gespannt, wie schnell sich die Natur erholt. Wir werden Im September 2009 dort sein.
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237 Beiträge · seit 200819. Nov. 2008 · #4
Wir waren Mitte Oktober dort. Xade Gate rein und Matswere Gate wieder raus. Also quer durch 🙂
Westen sehr verbrand. Osten weitgehens verschont.
Sandpisten um xade schon recht heftig (ca.100km).

Deception haben wir gecampt. Viele Tiere dort gesehen.

Buschfeuer sind dort üblich. Doch diesmal war es sehr weitreichend. Nächstes Jahr wird davon fast nichts mehr zu sehen sein. Ein bisschen Regen und alles grünt wieder 🙂
Gruß Matthias
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38 Beiträge · seit 200819. Nov. 2008 · #5
Bin auch gespannt, wie sich das entwickelt. Wir werden um die Weihnachtszeit einige Tage im CKGR verbringen. Gemäss Homepagae der Deception Valley Lodge (gleich nördlich an CKGR angrenzend) hat es in den vergangen Tagen ca. 70mm geregnet. Keine Ahnung, ob das schon reicht, dass es wieder ein bisschen grün wird
http://www.dvl.co.za/sightings/2008/November2008/index.html
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zuletzt bearbeitet 19. Nov. 2008
38 Beiträge · seit 200806. Dez. 2008 · #6
Hallo zusammen

Wir werden bald im CKGR sein. Ist jemand vor kurzem zurück gekommen und weiss wie es im Moment dort aussieht?

Herzlichen Dank und LG, Thomas
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335 Beiträge · seit 200606. Dez. 2008 · #7
Hallo Thomas,
wir werden erst nächsten September in der CKGR sein.
Vor kurzem habe ich den „Ruf der Kalahari“ von Mark und Delia Owens gelesen…

Und da dies schon nach dem großen Brand in der Kalahari war hat mich dieser Ausschnitt aus dem Buch natürlich ganz besonders beeindruckt:

…… Der raue, beharrliche Wind hatte den Sand freigelegt. Die zu Asche gewordenen Überreste der verbrannten Blätter trieben vor dem Sturm über die Dünen-schwarz fegte der Wind über die Kalahari.
Das Feuer hatte die Wohnstätten der Steinböckchen, der Trappen, der Schakale und der anderen Bewohner des Graslandes niedergebrannt. Löffelhunde streifen nervös umher und versuchen mit ihren traurigen herabhängenden Riesenohren, sich hinter einem wenige Zentimeter hohen Vorsprung zu verstecken. Es gab keine Zuflucht mehr. Doch nicht tief unter der geschwärzten Erdoberfläche war es warm und dunkel, und im Boden war nach den schweren Regenfällen der vergangenen Monate noch Feuchtigkeit verborgen, das universale Lebenselement. Lange Ketten von Wassermolekülen, zusammengehalten durch die Kapillarität, wurden von den heißen, durstigen Winden aus den Tiefen der Dünen nach oben gesogen.
Ein winziger Grassame ruhte wartend in seinem feuchten unterirdischen Bett. Prall gefüllt mit Leben sprang er schließlich auf. Ein bleicher Sproß entwickelte sich, bohrte sich zwischen den Sandkörnchen hindurch und wuchs zur Oberfläche empor. Als er sich verdickte und streckte, schob er eine Ascheflocke beiseite und reckte sich zum Himmel. Er war nicht allein. Er stand zwischen Millionen von Hälmchen, die den Sand mit einem grünen Hauch überzogen.
Drei Monate nach dem Steppenbrand bedeckten üppige Büschel aus kurzen Halmen den geschwärzten Untergrund. Springbock- und Spießbockherden wanderten über die Dünen neben dem Flussbett und rupften das saftige Grün ab…..


Ich denke, mit etwas Glück werdet ihr die Kalahari dann vielleicht auch so sehen.

LG
Uschi
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