fahrinurlaubThemenstarter391 Beiträge · seit 200823. Okt. 2008 · #1Hi,
in jedem Reiseführer wird erwähnt, dass es in Ihaha (und auch noch ein anderer Campsite) des öfteren zu Überfällen auf nächtigende Camper kommt. Wir sind jetzt 2 Nächte dort und fragen uns ob wir wohl ruhig schlafen können.
Wie gehen denn diese Überfälle von statten? Muss ich mir bewaffnete marodierende Banden vorstellen oder werden die Zelte nachts von Räubern aufgeschlitzt…die nach Wertsache wühlen? Wir sind im Camper unterwegs – schlafen also nicht im Zelt.
Wir sind eigentlich nicht überängstlich aber auf diese Art von Stress könnte ich gut und gerne verzichten. Durch Aufenthalte in Brasilien und Südafrika haben wir auch schon einige schlechte Erfahrungen gemacht… zum Glück nichts dramatisches. Und Botswana/Namibia hatten wir uns als Reiseland ausgesucht, weil es uns doch recht sicher erschien.
Danke
Jambotessy2'610 Beiträge · seit 200723. Okt. 2008 · #2Hallo,
wir waren bereits mehrfach im Ihaha Camp und uns ist nichts passiert.
Das zu eurer Beruhigung.
Das Ihaha Camp liegt direkt am Fluss, der hier die Grenze nach Namibia darstellt. Auf der anderen (namibischen) Seite ist kein Nationalpark. Hier leben Bauern und Fischer. Natürlich ist es auch für "zwielichtige Gestalten" nicht schwierg per Boot (schwimmen ist nicht, es gibt viele Krokodile) schnell ´mal für einen Überfall rüber zu kommen.
Ranger und Grenzsoldaten patrollieren nachts mit Fahrzeug und auf dem Fluss und geben einem schon ein sicheres Gefühl. Es heisst nicht, dass nie nichts passiert, aber es ist auch kein Regelfall.;)
Genießt euren Aufenthalt in Ihaha, es ist nämlich sehr schön dort. Nachts können Elefanten, Löwen, Büffel nah an das/ in das Camp kommen. Wir haben vorher noch nie eine so große Büffelherde, wie in der Nähe des Camps gesehen. Ohne Übertreibung: es waren sicher 1.000 Stück. Vielleicht wurde die "zahme" Sitatunga Antilope noch nicht gefressen. Sie kam kurz vor der Dunkelheit immer in die Nähe der Camper.
Grüße
Jambotessy 🙂
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise.
(Sprichwort der Ovambo)
1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
fahrinurlaubThemenstarter391 Beiträge · seit 200823. Okt. 2008 · #3Danke Jambotessy, das beruhigt uns etwas.
Ich habe hier in diesem Forum mal etwas über Bewegungsmelder gelesen. Kann mir aber schlecht vorstellen was das bewirken soll. Denn es ist ja schon ganz schön dreist ein Auto aufzubrechen, während Personen drin schlafen. Und ausserdem bedeutet das, noch mehr Elektroschrott mitschleppen.
Jambotessy2'610 Beiträge · seit 200723. Okt. 2008 · #4Hallo nochmals,
Bewegungsmelder gut und schön - aber was passiert, wenn sich Tiere dem Fahrzeug nähern? Würde mich auch interessieren, wie so etwas funktioniert!!!
Ein kurzer Schwank aus unserer Jugend:
Auf unserer allerersten Camptour in Kenia hatten wir die gloreiche Idee, eine Rucksacksicherung umzufunktionieren. Wir haben sie mit Angelschnur in ca. 30 cm Höhe um die 2 Zelte gezogen. Allerdings nur in der 1. Nacht. Wir sind dann nämlich zu der Erkenntnis gekommen, dass wir wahrscheinlich einen Herzinfarkt bekommen würden, sollte das Ding wirklich einmal losgehen. Es kamen da abends auch so viele Tiere durchs Camp ( Nakuru), wir wären wahrscheinlich gar nicht mehr zum schlafen gekommen. Im Samuru N.P. haben wir dann Angst vor Elefanten bekommen. Die Vorstellung,dass sie vielleicht unsere Zelte zertrampeln könnten, des nachts, wenn wir schlafen hat uns regelrecht in Panik versetzt. Also haben wir uns abends die Mühe gemacht, Dornenzweige um die Zelte zu legen. Wir haben sie geschleppt und ordentlich aufgehäuft und konnten beruhigt schlafen bis .... wir am nächsten Morgen einen Elefanten hinter unseren Zelten beobachten konnten, der genüsslich das Grün der Dornenzweige frass. Als er weiter zog ist er ganz vorsichtig um unsere Zelte herum gelaufen, als wenn er aufpassen wollte, nicht über die Zeltschnüre zu stolpern.
Danach haben wir (fast) nie mehr daran gezweifelt, dass es in Afrika nicht gefährlicher ist zu campen als anderswo. 😉
Nochmals Grüße
Jambotessy 🙂
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise.
(Sprichwort der Ovambo)
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BAbaboonGast24. Okt. 2008 · #5Hallo,
auch wir waren schon zweimal in Ihaha und können bestätigen, das die Campsite mit Booten kontrolliert wird.
Die Soldaten haben ihr Camp auch nicht allzu weit vom Camp entfernt, aber nicht in Rufweite..
Wir hatten noch keine Probleme und haben immer ausgezeichnet geschlafen.
(Höchstens mit anderen Campern, die sich auf unserem gebuchten Platz breit gemacht hatten)
Solltet ihr Gelegenheit haben, Euch mit den Jungs zu unterhalten: sehr zu empfehlen, durch die regelmäßigen Fahrten wissen sie genau, wo welche Tiere entlang des Wassers zu finden sind.
Das hat uns letztes Jahr die Sichtung eines Leoparden beschert 😁
Grüße baboon
ROron74324 Beiträge · seit 200824. Okt. 2008 · #6Hallo,
wir hatten vor 2 Jahren einen "Überfall" im Audi Camp Maun.
In den Zaun wurde ein Loch geschnitten. Zwei Australier, die in den stationären Zelten schliefen, wurden rausgelockt. Auf der Rückseite wurde das Zelt zerschnitten und praktisch alles rausgeholt. Ging ganz schnell Polizei kam nach 3 Stunden und kam erst mal nicht ins Camp, da dieses offenbar von außen abgeschlossen wird. Am nächsten Tag wurden sämtliche Sachen im Feld wiedergefunden (bis auf Geld und Computer - war blöd, da es Doktoranten waren die Felforschung betrieben und ihre ganze Arbeit drauf atten). Am nächsten Nachmittag hat die Polizei dann die Wachmänner des Camps verhaftet!?
So blöd eine solche Geschichte ist, ingesamt doch eher harmlos. In vielen anderen Ländern gehen die Ganoven doch viel brutaler vor.Versuchen die wichtigen Sachen so gut wie möglich zu verstauen. Nicht den Helden spielen! Nahezu alles Materielle ist ersetzbar.
Und sich nur nicht so viel so Sorgen machen und einfach den Urlaub genießen.
Viele Grüße
Ronald
Naukluft1'910 Beiträge · seit 200624. Okt. 2008 · #7Hallo,
dass mitm Bewegungsmelder kam von mir... dazu ist ein wenig Bastelarbeit nötig.
Zunächst geht bei Annäherung das Licht an, bei Berührung des Fahrzeugs dann die Hupe.
Da das ganze ja mobil sein muss, meistens in einem Leíhfahrzeug funktionieren soll, muss das ganze mit Anschluss an den Zig.-Anz. gebastelt werden.
Wobei dieser Bewegungsmelder aber auch autark arbeitet, mit einer 9V Blockbatterie, hat eine lautstarke Piezosirene eingebaut...ist halt nicht so komfortabel...
Gruss, der K l a u s
Nicht behindert zu sein ist ein Geschenk, welches einem schnell genommen werden kann....... In einem Augenblick! ......
Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den zweiten...
KAKanzler573 Beiträge · seit 200723. Nov. 2008 · #8ron74 schrieb:(. . .) Nicht den Helden spielen! Nahezu alles Materielle ist ersetzbar. (. . .)
Defensives Verhalten und kein Risiko einzugehen, ist die eine Seite. Dass damit signalisiert wird: Touristen wehren sich nicht und sind eine einfache Beute, was dann wieder dazu führt, dass sich eine gewisse Gewohnheit bei den Tätern einstellt und gezielt diese hilflosen Opfer ausgewählt werden, ist die andere Seite.
Ich persönlich schlafe deutlich ruhiger, wenn meine Machete neben mir im Zelt liegt.
Gruß, Kanzler
Jambotessy2'610 Beiträge · seit 200723. Nov. 2008 · #9Hallo,
mich würde interessieren, wie man mit einer Machete gegen eine Kalaschnikow oder eine Flinte kämpft!!!
Sehe "Kanzler" schon mit Machete bewaffnet, dabei furchterregend schreiend aus dem Dachzelt springen.😄 Unten wartet dann der Dieb mit einer Flinte - im günstigsten Falle, fällt er vor Lachen tot um 😉
Im Ernst, es ist immer besser nicht den Helden zu spielen. Materielles lässt sich ersetzen, das Leben nicht.
Grüße
Jambotessy:)
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise.
(Sprichwort der Ovambo)
1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
KAKanzler573 Beiträge · seit 200723. Nov. 2008 · #10@ Jambotessy
Wenn du wüsstest, wie das ausschaut, wenn ich im Nachthemd, mit Zipfelmütze auf dem Kopf, meinem Schnurrbartspanner im Gesicht und der Machete in der einen und der Petroleumlampe in der anderen Hand aus dem Zelt stürme, wüsstest du, dass das keiner überlebt . . .
Im Ernst: Ich verteidige mein Leben und mein Eigentum lieber aktiv, als von vornherein aufzugeben und mich der Willkür der Räuber auszuliefern. Wer sagt mir denn, dass ich am Leben bleibe, wenn ich brav alle Wertgegenstände abgeliefert habe? Aber das hängt natürlich immer von der Situation ab und auch davon, wer die Gegner sind und wie sie bewaffnet sind. Ich habe dazu zwei Sätze, die ich für richtig halte, wenn sie in Verbindung miteinander gesehen werden: 1. Wer nicht kämpft, hat schon verloren. 2. Führe keinen Krieg, den du nicht gewinnen kannst.
Ab das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Und ich bin weit davon entfernt, hierzu irgendjemandem einen Ratschlag geben zu wollen.
Gruß, Kanzler
Cora1'335 Beiträge · seit 200623. Nov. 2008 · #11Hallo fahrinurlaub,
wir waren im Juli auch in Ihaha. Zwei oder sogar drei Mal sind die Ranger Abends gekommen und haben geguckt, ob es uns gut ging. Sie haben richtig gefragt: Is everything ok?
Wir waren ganz verdutzt, nicht das belanglose How do you do zu hören. Wir fragten nach, und man erzählte uns von möglichen Überfällen, die von Einzelpersonen oder Kleingruppen ausgehen. Sie kämen mit dem Mokoro über den Chobe, natürlich aus Namibia.
Seit min. 1 Jahr soll es dort aber keinen Überfall mehr gegeben haben.
Seid aber beruhigt:
In einem Camper seid Ihr sicher! Und Eure wertvollen Teile nehmt Ihr auch mit zu Euch ins Schlafzimmer.
Den tollen Bewegungsmelder haben wir uns auch angeschafft (aber nicht den, den der Klaus beschrieben hat, sondern einer, der Krach macht). Der tönt aber erst, wenn man im Inneren des Autos ist, weil er nicht durch die Scheiben detekten kann.
Da wir in Windhoek (!) überfallen wurden haben wir uns ein Buch gekauft: Schutz vor Gewalt und Kriminalität unterwegs
Von dort entstammt das folgende Zitat:
"Gewalt eskaliert bei eigenem Waffengebrauch immer!"
Daher muss man eine Gegenwehr, wie Kanzler sie beschreibt, abwägen.
Eskalation ist etwas, was ich vermeiden möchte.
Ihaha aber ist wunderschön! Es lohnt sich, wenn Ihr die Sorgen in Hoffnung umlenken könnt.
Das wünsche ich Euch!
Cora
Matou66843 Beiträge · seit 200824. Nov. 2008 · #12Hallo Fahrinurlaub,
Ihr mietet Euch ja das gleiche Gefährt wie wir (Discoverer), nicht?
Also, aus der Fahrerkabine würde ich alles raustun. Ausser: Alte Schuhe und den Müllsack 😄 . Alles andere haben wir in die Bank hinten in den Camper getan. Da ist übrigens auch ein fetter Tresor drin (richtig stabil!).
100% sicher ist man nirgends. Aber, wenn nicht in dem Gefährt, wo dann?
Sind im August 2009 mit einem Discoverer für 3 Nächte dort. Schau'n mer mal 🙄 .
Schwanke bzgl. Verhalten im Ernstfall zwischen Kanzlers und Coras Einstellung.
Aber, im Ernstfall in Afrika: Lieber "Füße still halten", denn ich bin ja nicht allein unterwegs und will uns beide nicht gefährden.
Hier zuhause (Köln) sähe das anders aus. Je nachdem, wann wir wo unterwegs sind, habe ich auch immer etwas "Equippment" dabei, wo ich keinem rate mir gegenüber "auf dicke Hose" zu machen. Und das passiert hier manchmal ganz schnell.
Aber in Afrika wäre das wahrscheinlich so etwas wie Selbstmord, wenn man sich gegenüber bewaffneten Räubern verteidigen will. Möchte ich lieber doch nicht ausprobieren.
LG
Dirk
Khoisan104 Beiträge · seit 200724. Nov. 2008 · #13Also wenn man das hier so liest - Bewegungsmelder, Kalaschnikow, Selbstverteidigung - könnte man in der Tat das Gefühl bekommen, dass da andauernd ein marodierender und pöbelnder Mob bewaffnet durch das Land zieht und eine Spur der Verwüstung hinterlässt 😄.
Lasst euch bloss den Spass nicht verderben und geniesst den Urlaub!
Das Universum antwortet auf die menschliche Suche nach Sinn und Glück mit Stille
Lupin3rd28 Beiträge · seit 200824. Nov. 2008 · #14da war wohl jemand noch nie in italien was 😉 also mal ehrlich schlagt doch mal die tageszeitung auf. zusammengeschlagen hier, überfallen dort, ausgeraubt da. ganz normaler alltag inner stadt in D. warum sollte es in anderen länder, wo die leudde noch weniger haben anders sein? will ja keine angst verbreiten, aber muss man nicht überall angst um seine habe haben?
ich hatte bisher weder in kapstadt, noch windhoek, noch livingstone oder einem camp zwischen drin auch nur den hauch einer gefahr gespürt. da habe ich mehr angst abend in HH auf der reeperbahn überfallen zu werden.
allerdings habe ich auch IMMER pfefferspray in der tasche. der tiere wegen natürlich!
KAKanzler573 Beiträge · seit 200724. Nov. 2008 · #15Ich erinnere mich an eine im Buch „Ruf der Kalahari“ beschriebene Geschichte: Die haben eine tote Schwarze Mamba gut sichtbar ins Auto gelegt. Fortan blieb der wagen von jeglichen Einbrüchen verschont . . .
Gruß Kanzler
Pascalinah2'772 Beiträge · seit 200624. Nov. 2008 · #16Lupin3rd schrieb: allerdings habe ich auch IMMER pfefferspray in der tasche. der tiere wegen natürlich!
Hallo Lupin,
Pfefferspray hilft aber nicht bei angreifenden Gänsen. Da hilft nur schnelles weglaufen (hat mein Göttergatte schon ausprobiert 🤩 )
@ Kanzler:
vielleicht tut es eine Schlangenatrappe ja auch, denn irgendwann wird diese tote Mamba ja auch fürchterlich zu stinken angefangen haben... igitt!
Gruß
Pascalinah
Nimm dich vor Leuten in Acht, die damit angeben, wer sie sind.
Ein Löwe wird dir nie sagen müssen, dass er ein Löwe ist.
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https://www.cewe-community.com/next/example/kruger-national-park-november-2025-71278 KAKanzler573 Beiträge · seit 200724. Nov. 2008 · #17@Pascalinah
Das schreckt dann erst recht ab.
Gruß, Kanzler
Axel1'130 Beiträge · seit 200624. Nov. 2008 · #18wenn der Geruch die Maxime ist, reicht auch ein lebender Himba
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
Khoisan104 Beiträge · seit 200725. Nov. 2008 · #19Axel schrieb:wenn der Geruch die Maxime ist, reicht auch ein lebender Himba
Autsch 🤩!
Aber wo Du recht hast....
Das Universum antwortet auf die menschliche Suche nach Sinn und Glück mit Stille
GEGernot EickerGast25. Nov. 2008 · #20Axel schrieb:wenn der Geruch die Maxime ist, reicht auch ein lebender Himba
moin Axel,
Du solltest aber nie vergessen, dass auch Du für die
Himbas unerträglich stimkstB)