Entsorgung für Campmobil

9 Antworten · 3'741 Aufrufe · gestartet 07. Okt. 2008 von petrusae
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Themenstarter50 Beiträge · seit 200807. Okt. 2008 · #1
Hallo Freunde!
Ich fahre in 3 Wochen mit meiner Frau in einem Camper das erste Mal 4 Wochen durch Namibia. Als langjähriger Campmobilfahrer (Amerika und Europa) bitte ich um Hinweise von erfahrenen Namibiareisenden, wie die Ver- und Entsorgung von Wasser, Portapotti und Batterie in Namibia funktioniert. Darf man die entsprechende Infrastruktur der Lodges benützen, oder nur dann, wenn ein Campingplatz angeschlossen ist?. Ich lese seit längerer Zeit das Forum genau, finde aber keine Hinweise über die Möglichkeiten für Campmobile. Hat jemand Erfahrung, ob man mit dem Mobil wild übernachten darf, kann oder muß eine Lodge aufgesucht werden, wenn der nächste Campingplatz zu weit entfernt ist? Natürlich habe ich in Okaukuejo, Namutoni und Sesriem STellplätze vorgebucht, aber wie sieht das unterwegs aus?
Für jeden erdenklichen Hinweis dankbar!
petrusae
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1'910 Beiträge · seit 200607. Okt. 2008 · #2
Hallo, dass ist ja mal eine gute Frage, wenn hier Antworten kommen nehm ich die FAQ auf!
Gruss, der K l a u s Nicht behindert zu sein ist ein Geschenk, welches einem schnell genommen werden kann....... In einem Augenblick! ...... Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den zweiten...
1'130 Beiträge · seit 200607. Okt. 2008 · #3
Ich habe bisher auf keinem der Campingplätze irgendeine Art der Entsorgung gefunden, daher muss man das Zeug wohl per Hand entsorgen. Das mag daran liegen, das diese Art des Reisens in Namibia nicht sehr verbreitet ist. Da die Reiseroute anscheinend in den Norden geht, ist das wilde Übernachten etwas schwierig. da die meisten Gebiete umzäunt sind. Da es sich wohl um eins der üblichen "großen" Mobile handelt, ist eine Fahrt in die nicht umzäunten Gebiete eher unwahrscheinlich, ggf. in den Reisebedingungen sogar ausgeschlossen.
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
49 Beiträge · seit 200707. Okt. 2008 · #4
Hallo,
wie Du bereits schreibst geht es in die Etoscha. Da wird es mit einen Camper gehen, aber die anderen Straßen, sind doch nicht so geeignet. Außerdem würde ich mal vorab den Vermieter kontaktieren, welche Strecken ausgeschlossen sind. Denn die Fahrzeuge leiden besonders am Unterboden, die Radkästen durch den starken Steinschlag, der ja auf den Schotterstraßen nicht aus bleibt.
Wir waren am Kunene und Epupafalls, da möchte ich mit so einem Fahrzeug nicht hin. Wir haben hier selbst ein Wohnmobil und bin Camper. Aber macht Euch doch nicht über alles so große Gedanken. Nehmt es wie es kommt, dann könnt ihr den Urlaub besser genießen. Geht einfach davon aus, daß es keine Dumpstations gibt wie in USA und regle das einfach vor Ort. Und denkt drann, es wird in 3 Wochen lecker warm sein, aber in der Nacht kühlt es trotzdem ab.Eine schöne Reise
wünscht Euch
Eure vom Namibiafieber betroffene

Maja
935 Beiträge · seit 200607. Okt. 2008 · #5
Die Versorgung auf den Campsites mit Strom in Etosha ist kein Problem sowie auf den meisten Campsites von Logdes. (z.b. Onguma, Weavers Rock)
Die Entsorgung des Wasser war im Wohnmobil ganz einfach. Das Spülabwasser wurde direkt ins Freie entsorgt (fiel uns auf, weil eine kleine Pfütze neben dem Auto war). Das Frischwasser kannst du aus dem Wasserhahn, den es meistens auf den Stellplätzen gibt, und einem Schlauch vornehmen.

Den Partapotti haben wir nur im Notfall benutzt und somit hat die Endentsorgung in die Toilette auf einer Campsite ausgereicht.

Wild campen mit dem Wohnmobil wäre nicht möglich gewesen.
Wenn du wild campst, hat sich deine Frage nach der Stromversorgung erledigt weil es die nämlich nicht gibt.

Solche professionellen Einrichtungen wie du sie aus USA kennst gibt es in Namibia auf den Campsite noch nicht.

Gruß
Rebecca
Themenstarter50 Beiträge · seit 200807. Okt. 2008 · #6
Danke, für die ersten Hinweise.
Es handelt sich um einen 4x4 Pickup mit aufgesetztem Wohnteil, sodass auf C-Strassen sicher keine Probleme entstehen. Die Kiste ist nicht größer als ein Wagen mit Dachzelt, nur dass ich Bett,Küche und WC drin habe. Ich bin gewöhnt, meine Reste ordentlich zu entsorgen, obwohl nicht nur die Grasfresser, sondern auch die Fleischfresser in die Landschaft sch...Daher kommt die Frage mit dem wild übernachten. Was sagen die Lodges, wenn ich einreite ohne ein Zimmer zu buchen, sondern nur einen Parkplatz brauche? Hat das schon jemand gemacht?
Freut sich auf Antwort petrusae
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265 Beiträge · seit 200707. Okt. 2008 · #7
Hallo,

wie schon erwähnt wurde – ist Namibia kein „Wohnmobil-Land , wie z.B. USA/Canada.

Viele Lodges haben sich schon für Camper eingerichtet .... und bieten etwas abseits von den Gästehäusern - teilweise einfache Stellplätze an - da müßt Ihr vor Ort rechtzeitig schauen.

Es wird teilweise in manchen Regionen recht schwierig einen "wilden" Stellplatz unterwegs zu finden, denn weite Teile sind Farmgebiete – teilweise bis zum Wegesrand eingezäunt. Wir hatten einmal auf dem Weg zurück nach Windhuk einen Platz nur ca. 100 Meter vom Wegesrand gefunden, und dort unserer Nachtlager (Dachzelt) aufgeschlagen. Es gab keine Verbotsschilder – nirgendwo stand Privatgrundstück – es war nicht einmal eingezäunt. Bei herrlichem Sonnenuntergang kam ein zerbeulter VW-Bus plötzlich im Affentempo auf uns zugerast …… der äußerst agressive (deutschstämmige) Farmer schnauzte uns an … wir sollten sofort sein Grundstück verlassen.
Auf unsere Bitten doch jetzt beim Einbruch der Dunkelheit bleiben zu dürfen , kam nur ein klares Nein - … „das ist mein Land“.

Ich fragte diesen aggressiven Menschen, was passieren würde, wenn wir bleiben würden (da wir alle schon Alkohol getrunken hätten)
Er holte sein Gewehr aus dem VW-Bus … und es gab keine weiteren Fragen unserseits mehr.

Ich muss dazu sagen – dies war bisher die einzigste negative Erfahrung, die wir je im Südlichen Afrika gemacht haben. Es wird aber dadurch deutlich …. frühzeitig einen Platz suchen, vielleicht auch direkt auf einer Farm fragen, ob man übernachten dürfte … wenn man es nicht mehr bis zum Campingplatz schafft.

Campmobil-Fahrer haben aber besonders in diesen Ländern, wie auch z.B. in Australien einen Ehren-Kodex einzuhalten, um Farmbesitzer nicht zu verärgern und um die äußerst sensible Natur zu schützen für nachfolgende Naturliebhaber

Regeln fürs Buschcamp:
1. Brunnen und Wasserstellen meiden. Das scheue Vieh könnte vergrämt werden und traut sich nicht ran an das lebenswichtige Naß
2. nach Möglichkeit Campsites von Vorgängern benutzen um die Natur nicht unnötig zu schädigen – Reifenspuren können z.B. zu Errosionsschäden führen
3. Abfälle sollten sehr tief vergraben werden – oberflächliches Einbuddeln oder Bedecken mit Sand bringt nichts, Tiere oder der nächste Regen fördern alles wieder zu Tage. Also dringend einen Spaten mitnehmen vor Ort
Dosen etc. vorher ausbrennen – besser noch: das, was man hinausträgt in den Busch oder die Savanne… auch wieder mit zurücknehmen (bis in den nächsten Ort)
4. Für die Entsorgung des Porta Porti und Schmutzwasser sollte man zuvor auch ein Loch graben,und später wieder bedecken
4. Camp vorm Verlassen gründlich auf Liegengebliebenes (Zigarettenkippen, WC-Papier,usw.) absuchen. – zwischen den Büschen können sich die tollsten Sachen verstecken
5. wenn man Farmhäuser oder andere Bewohner entdeckt – wenn irgendwie möglich. um Erlaubnis fragen

Ich wünsche heute schon eine erlebnisreiche Tour durch Namibia …. es wird ein ERLEBNIS!

Viele Grüsse vom Bodensee
Dieter
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zuletzt bearbeitet 07. Okt. 2008
Themenstarter50 Beiträge · seit 200807. Okt. 2008 · #8
Vielen Dank für die Hinweise. Die Sache mit dem Verhalten ist klar, wir haben das auch schon mit einem 4x4 Wohn-LKW in Marokko,Mauretanien und Senegal praktiziert. Das gehört sich so, obwohl es nicht immer von allen Leuten gehandhabt wird. Leider, denn die Zeche zahlen dann immer die anderen, die sich wohlverhalten. Der Hinweis auf die Ausrüstung der Lodges beruhigt mich und die Sache mit den Farmern ist zu verstehen. Das Lesen und beobachten des Forums hat sich für mich schon sehr gelohnt.
Danke petrusae
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49 Beiträge · seit 200708. Okt. 2008 · #9
Hallo,
noch ein Tipp. Es gibt sehr viele Gästefarmen, so wie die Farm Solitaire Guestfarm bei Simone. die hat zwei Stellplätze mit Du/WC und kosten pro Person 50 N$. Von der Straße weg sind es noch 6 km zum Farmhaus. Zahmes Zebra, ein Spingbock steht am Haus und die Edmanns sind unterwegs und verspeisen die Skorpione. Eine weitere Guestfarm ist die Farm Daweb bei Maltahöhe, pro Person 60 N$.
Schöner Stellplatz mit Du/WC. Auf einer guten Karte sind die Farmen eingezeichnet. Aus Sicherheitsgründen würde ich allemal auf so was zurückgreifen. Außerdem ist man ja eh meistens allein.

Alles Gute

Maja
33 Beiträge · seit 200809. Okt. 2008 · #10
Also wir waren vor kurzem auf der klassischen Tour in Namibia (Deadvlei, Swakopmund, Cape Cross, Etosha) mit dem Wohnmobil unterwegs (Mercedes Sprinter als Wohnmobilausführung).

Toilette haben wir nicht benutzt, Wasseranschluß war auf allen Campingplätzen vorhanden, Strom war bis auf 1 Campingplatz überall da, Abwasser aus der Spüle läuft einfach ins Freie ( bin ich auch schon ins grübeln gekommen, wollte schon beim Vermieter anrufen wo man den Abwassertank öffnen kann, bis ich sah, das das Zeug von selber wieder rausläuft)

Das Gehoppel auf den Strassen ist zwar manchmal nervig aber es ist mit dem Wohnmobil zu machen. Wir sind sowohl C als auch D Strassen gefahren und hatten 1 defekten Reifen.

Also ich würd mir nicht den Kopf zerbrechen und einfach fahren.