MIMinuschThemenstarter38 Beiträge · seit 200822. Sept. 2008 · #1Guten Tag liebe Forummitglieder
ich bastle immr noch an unserer Botswanarundreise März / April 2009.
Auto 4x4 mit Dachzelt, haben schon 1 x Namibiaerfahrung
Wir wollen von Windhoek aus durch den Caprivistreifen nach Kasane - Vic.Fälle fahren .
Wir wollen nicht die Strecke Maun / Moremi - Savuti Chobe NP durchfahren, weil die wohl in dieser Zeit sehr schlecht sei und das trauen wir uns nicht zu😐
Stattdessen planen wir von WDH über Grootfontein nach Rundu und dann in den Caprivistreifen zu fahren
Im Reiseführer liest sich diese Strecke sehr interessant ?
Bei Bagani möchten wir einen Abstecker nach Shakawe machen , dann weiter durch den Caprivi bis Kasane
Von dort aus Touren durch den Chobe Park eventl. mit dem eigenen Auto oder geführt je nach Straßenlage.
Einen Tagesausflug zu den Vic-Fällen ist ja von Kasane auch gut möglich lt. Forumberichten .
Zurück möchten wir dann über die asphaltierte Strecke Kasane - Nata fahren eventl. noch einen Abstecher in den NXAI PAN NP und dann über Maun zurück nach WDH.
Die Tour wäre auch andersrum möglich, also erst nach Maun > Nata > Kasane und über den Caprivi zurück ...
Welche Richtung wäre besser ? interessanter, einfacher zum Einfahren usw.
Ich würde mich sehr freuen wenn mir jemand antworten würde , vielen Dank und viele Grüsse Minusch
Wer kann mir zu diesem Tourverlauf einige Tipps oder Erfahrungen miteilen ?
LELevester69 Beiträge · seit 200623. Sept. 2008 · #2Minusch schrieb:Zurück möchten wir dann über die asphaltierte Strecke Kasane - Nata fahren eventl. noch einen Abstecher in den NXAI PAN NP und dann über Maun zurück nach WDH.
Die Tour wäre auch andersrum möglich, also erst nach Maun > Nata > Kasane und über den Caprivi zurück ...
Welche Richtung wäre besser ? interessanter, einfacher zum Einfahren usw.
Hallo Minusch,
Die Strecke zwischen Kasane und Nata ist asphaltiert, stimmt. Aber Augen auf! Es gibt Abschnitte, in denen hat es Schlaglöcher wie Meteoriteneinschläge! Und nicht vor allen wird gewarnt (Potholes).
In welche Richtung Du fährst, ist an sich zweitrangig. Ich persönlich würde zuerst über Nata nach Norden fahren, da das die weniger interessante/abwechslungsreiche Strecke ist, und dann hat man den Caprivi noch vor sich (wie beim Essen der Königshappen! 😎 )
Grüße
Levester
http://www.leveste.de/foto-welt/
Humor und Geduld sind die Kamele, mit denen ich durch jede Wüste komme.
CHchriscross20 Beiträge · seit 200723. Sept. 2008 · #3Wir sind von Etosha in 2 Etappen durch den Caprivi gefahren:
Am ersten Tag vom Onguma Camp am Ausgang des Etosha über Grootfontein bis nach Divundu (Übernachtung Camspite Mahangu Safari Lodge - sehr zu empfehlen, schön am Fluss gelegen - schläft mit dem röhren/grunzen der Flusspferde ein). Am zweiten Tag von Divundu nach Kasane.
Strassenverhältnisse eingentlich ganz gut (Teer) aber man sitzt pro Tag schon so 6-7 Stunden im Auto. Landschaftlich nicht wirklich spektakulär. Am Strassenrand passiert man laufend Siedlungen (Lehm und Strohhütten) und wenn man am morgen oder um die Mittagszeit fährt begenet man sehr vielen Kindern jeden Alters die z.T. extrem lange Fußmärsche entlang der Haupstrasse zurücklegen um in/von der Schule zu kommen. Waren für uns bleibende Eindrücke dieser Etappen.
joli3'491 Beiträge · seit 200623. Sept. 2008 · #4Hallo Minusch,
ich kenne beide Strecken und bin der Meinung,dass es eigentlich egal ist, welche Ihr zuerst nehmt.Windhoek-Rundu ist zumindest ab Grootfontein recht eintönig. Ab Rundu wird es dann schon besser - aber eben eine ewig lange Teerpad mit sehr vielen Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 90 km/h ( wegen der vielen Schulen ) bzw. auf 80 km/h (wegen der Elefanten). Man kann natürlich auch die alte Straße am Okavango entlang nehmen, aber das kostet sehr viel mehr Zeit und ist vermutlich zu Eurer Reisezeit auch etwas kritisch. Der Caprivi wird vor allem wegen der dortigen Ziele ein Erlebnis - z.B. durch Euren Abstecher nach Shakawe ( vermutlich Drotzkys Cabins ?!), den Mahango Nationalpark, die PopaFalls (ich warne allerdings vor übertriebenen Erwartungen )oder den Mudumu Nationalpark.
Die Strecke Windhoek - Maun - Nata - Kasane ist ebenfalls etwas eintönig und zieht sich. Maun ist ein ziemlich trister Ort und erwähnenswert eigentlich nur wegen seiner Rolle als Ausgangspunkt für einen Aufenthalt im Delta ( macht aber bitte keinen 1-Tagesausflug ins Delta !!). Nata ist mE auch nicht die "Krone Botswanas", aber hat mit der Nata Lodge wenigstens eine ganz nette Unterkunft. Nata - Kasane ist abenteuerlich - weniger wegen der gelegentlichen Elefantenbegegnungen, sondern - wie schon beschrieben - wegen der wirklich gefährlichen Schlaglöcher. Die "Chance", eines dieser Löcher zu treffen, ist recht groß - und bedeutet ggf. das Ende der Reise.
Wenn ich beide Routen miteinander vergleiche, würde ich vermutlich auch - aus Gründen der "Reisedramaturgie" - als erstes die Route Maun-Nata wählen und die "Bonbonroute Caprivi" ans Ende der Reise legen.Es gäbe da ja noch die Möglichkeit, von Shakawe über Tsumkwe nach Namibia zurückzufahren. Ist kürzer und vermutlich auch interessanter als über Rundu.
Gruß Joli
Moni171 Beiträge · seit 200623. Sept. 2008 · #5Hallo, Minusch,
wir sind am Sonntag von unserer traumhaften Reise nach Namibia/Botswana zurückgekehrt und sind ebenfalls von WDH über den Caprivi nach Kasane und dann weiter nach Maun. Für welche Streckenführung du dich entscheidest ist zweitrangig. Auf jeden Fall würde ich mir 2-3 Tage für den Caprivi-Streifen Zeit lassen. Falls ihr euch zwischendrin eine Lodge gönnen wollt: Lianshulu ist ein Traum!
Die Teerstraße zwischen Kasane und Nata ist ab Pandamatenga wirklich einfach nur ein Schweizer Käse mit Löchern (an alle Schweizer Foris: bitte nicht falsch verstehn!!). Durchschnitttliche Geschwindigkeit (sofern du und speziell dein Auto "gesund" am Ende der Resie ankommen willst) gefühlt: 20 Kmh tatsächlich wohl circa 40 Stundenkilometer. Also einfach genügend Zeit einplanen und mit wachen Augen fahren, dann ist es kein Problem! Wir haben auf dieser Straße übrigens die potholes in poolholes umbenannt....
Viel Spaß bei der Planung - es lohnt sich 🙂 seufz...
Liebe Grüße
Moni
MIMinuschThemenstarter38 Beiträge · seit 200823. Sept. 2008 · #6Hi Joli
Danke für deine Antwort,
was meinst du damit "macht keinen 1-Tagesausflug ins Delta "?
Lohnt sich der Ausflug ins Delta von Maun aus nicht weil der Weg zu lang ist ? oder meinst du das eine Tagestour zu sicherlich zu wenig ist
Viele Grüsse Minusch
joli3'491 Beiträge · seit 200623. Sept. 2008 · #7Hallo Minusch,
der Weg von Maun ins Delta ist verdammt lang, wenn man die "Straße" nimmt: bis ins Herz des Deltas sind das ca. 150 km auf extrem schlechten Pads. Nur mit 4x4 machbar und dann dauert die einfache Fahrt ca. 4 Std.Für den Rückweg also nochmal das Gleiche, d.h. 8 Std. sehr anstrengende Fahrtzeit. Da bleibt dann nicht mehr viel fürs Delta.Da macht es mehr Sinn, sich ins Delta fliegen zu lassen und dann ein paar Tage dort zu bleiben. Wenn Ihr aber nur einen Tag Zeit in Maun haben solltet, dann würde ich von Maun aus einen Rundflug über das Delta empfehlen.
Gruß Joli