WolffRuedigerThemenstarter1'125 Beiträge · seit 200610. Sept. 2008 · #1Ich suche Rat von Frauen, die schon alleine durch Namibia gereisr sind. Mich ereilte gestern eine eMail aus Angola, wo eine frühere Schülerin von mir an einem Projekt arbeitet (sie muss etwa vor 6 - 8 Jahren bei mir Abitur gemacht haben). Sie fragt mich um Rat - und ich kann schwer weiterhelfen. Lest selbst und sagt mir, was Ihr davon haltet:
"Seit ein paar Wochen bin ich in Angola und arbeite hier an einem Kulturprojekt mit. Leider laeuft mein Visum nach drei Monaten aus, und so gerne ich auch Angola noch etwas kennenlernen wuerde, muss ich dann das Land verlassen. Mir bleibt dann noch ein Monat in Namibia. Zusammen mit einer Freundin habe ich vor, mit Rucksack und oeffentlichen Verkehrsmitteln das Land zu bereisen. Bis auf ein bisschen Reisefuehrerlektuere sind wir noch sehr unvorbereitet, zum Teil muss man ja wohl auch den Besuch eines Nationalparks Monate vorher buchen? Haben Sie vielleicht ein paar Reisetipps? Orte, die wir auf keinen Fall verpassen oder lieber meiden sollten, Dinge, die auf jeden Fall ins Gepaeck muessen, oder aehnliches? Wir starten und enden unsere Reise in Windhoek.
Vor einem Jahr war ich uebrigens zum zweiten Mal in Rom, und habe auch da schon an Sie gedacht. Leider war es ein kurzer Aufenhalt: Ich hatte mit meinem Chor ein Konzert im Petersdom, zum 80. Geburtstag des Papstes. Das war sehr aufregend, spannend und interessant, diese Institution mal aus der Naehe zu sehen& Auch den deutschen Friedhof habe ich besucht und ein Eis bei Giolitti gegessen. [Anm.von mir: Sie hat mit ihrem Kurs mit mir eine Studienreise nach Rom gemacht.]
Vielleicht haben Sie ja ein paar Ideen zu Namibia fuer uns, ich wuerde mich freuen, von Ihnen zu hoeren."
Ich selber bin skeptisch, vor allem, was die kaum existenten 'öffentlichen Verkehrsmitteln' betrifft.
Was soll ich der jungen Frau antworten?
Mit Dank
Wolff-Rüdiger
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200610. Sept. 2008 · #2Hallo Wolff-Rüdiger,
bin zwar keine Frau, aber das mit den "öffentlichen Verkehrsmitteln" ist ein allgemeines Problem in Namibia. Ganz klar: es ist nicht möglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln das Land zu erkunden. Natürlich gibt es einige wenige sehr langsame Eisenbahnverbindungen, einige Überlandbusse und einige Minibusse die von hier nach da fahren, sinnvoll erscheint es mir nicht. Vor allem kommt man so auch nicht zu den touristischen Zielen, geschweige denn in die Nationalpars. Davon würde ich abraten, vom Reisen als Backpacker grundsätzlich jedoch nicht und als Frau alleine auch nicht. Ich würde dennoch eher zu einre Reise in einer Kleingruppe raten bzw. doch die klassische Mietwagen-Option, wobei das für einen Monat und auch sonst natürlich nicht besonders preiswert ist.
Also zusammenfassend: Rücksackreise JA, 2 Frauen JA, Öffentliche Verkehrsmittel NEIN
Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
KEkelele134 Beiträge · seit 200710. Sept. 2008 · #3Hallo Wolff-Rüdiger,
ich war alleine mit meiner Freundin in Südafrika und im Süden Namibias. Südafrika 2 Jahre nach meinem Abi, Südafrika/ Grenzregion Namibia 7 Jahre nach dem Abi. Also in etwa das Alter deiner ehemaligen Schülerin. Zusammenfassung: Angst hatte ich nicht, Schlimmes ist uns auch nicht passiert (außer, dass uns aus dem Auto meine Kamera geklaut wurde). Wenn deine ehemalige Schülerin sich derzeit in Angola befindet wird sie Afrika schon kennengelernt haben und grundlegende Probleme (besonders was "Reisen nur mit Mädels" angeht) sind ihr bekannt. Mit ein bißchen Vorsicht ist das meiner Meinung nach nicht problematischer als in der Türkei. Aber Christian hat den Knackpunkt schon erwähnt: das fehlende Auto. Wir waren einmal mit dem eigenen Auto unterwegs und einmal organisiert, d.h. für Krüger und co haben wir uns in einem Backpacker in Kapstadt einer Kleingruppe angeschlossen. Vielleicht solltest du deine Schülerin darauf aufmerksam machen, dass z.B. Etosha ohne Auto gar nicht geht- da hilft auch vorbuchen nicht... Was allerdings gehen soll sind die Verbindungen Richtung Victoriafälle. Wäre ja vielleicht auch was. Windhoek- Bus Richtung Victoriafälle- auf dem Rückweg in Tsumeb oder so einen Guide mit Auto für Etosha organisieren.
Was ich sagen will: Rate der jungen Frau nicht generell davon ab. Sie muss nur ein bißchen Organisationsaufwand in Windhoek betreiben, dann kann sie bestimmt auch einige Ecken Namibias ohne selbst gemietetes Auto kennenlernen. Aber es ist nicht einfach und erst recht nicht spottbillig. Und von einige Erlebnissen muss sie sich wohl auf jeden Fall gedanklich verabschieden: Sossusvlei stell ich mir beinahe unmöglich vor.
Grüße
Kelele
KOkonno1'457 Beiträge · seit 200610. Sept. 2008 · #4Es ist sehr wohl möglich das Land mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu bereisen, wenn man von Twyfelfontein und Fish River Canon einmal absieht. Dazu gibt es auch mehrere existente threads hier im Forum (ich habe alle wichtigen Sehensürdigkeiten ohne Auto, allerdings auch ohne Bus (trampen) besucht)
Ich rate den beiden jungen Damen aber die ZEit im Auge zu behalten.
Die Möglichkeiten eine grobe Route:
2) ich denke sie kommen im Ovamboland über die Grenze. Von dort aus fahren Minibusse nach Tsumeb. Man kann sich vorher an der Strasse zum Etosha rauswerfen lassen, aber muss dann auf gnädige Touristen hoffen (vielleicht einziger Knackpunkt)
1) Des Weiteren kann vom Ovamboland aus (eine Übernachtung nach der Grenze empfiehlt sich so oder so) ein kleiner Trip nach Ruacana organisiert werden.
3) Von Tsumeb aus fährt ein Intercape an die Victoriafälle. Von dort aus ist es einfach über den Caprivi, oder aber Botswana (Nata von dort relativ einfach nach Maun (2 Tage Deltatour) und von dort aus schwieriger über Ghanzi nach Namibia; oder Kasane 3 Tage Chobe mittels Gamedrives und dann wieder zurück in den Caprivi - sehr einfach) weiter nach Windhoek
(vom KCaprivi aus kann man sich unterwegs am Waterberg rauswerfen lassen. Die Wanderung zum Parkeingang von der Kreuzung der Schotterpiste ist machbar -> vgl. Karte!)
Von Gobabis aus existieren Nachtzüge
4) Von Windhoek kann sehr einfach ein Bus nach Swakopmund genommen werden. Ein Tagesausflug an den Dan Viljoen ist sehr gut machbar, indem man sich mit dem Taxi zum örtlichen Roadblock fahren lässt und dort mit hilfe der Polizisten eine Mitfahrgelegenheit aussucht.
5) Wieder zurück nach Windhoek mit dem Bus und von dort aus eine 3 tägige Sossusvlei Tour (Cardboardbox, haben meine ich auch ein Shuttle) oder mit anderen Backpackern ein Auto teilen.
In einem Monat bieten sich also Möglichkeiten das Land recht flächig zu bereisen und auf andere Weise kennenzulernen (auch wenn es kein designiertes Backpackerland ist). Das ist billiger und macht oft auch mehr Spass als mit dem Mietwagen. Letztere gibt einem natürlich die Gelegenheit viel abzuhaken, die Intensität des Reisens bleibt aber aus.
Wie es für 3 junge Frauen aussieht, kann ich als Mann schwer einschätzen.
TCtc_seb275 Beiträge · seit 200610. Sept. 2008 · #5schliesse mich Konno an!
seb
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WolffRuedigerThemenstarter1'125 Beiträge · seit 200610. Sept. 2008 · #6Hallo an alle, die mir geholfen haben!
Ich bin richtig glücklich über die Anntworten, die ich bekommen habe. Ich habe alle Meinungsäußerungen kopiert und nach Angola weitergeleitet. Und da die Adressatin eine sehr entschlussfreudige und energische Person ist, wird sie mit Euren Antworten schon das Richtige anfangen.
Danke!
Wolff-Rüdiger
INink19 Beiträge · seit 200810. Sept. 2008 · #7Hallo!
Ich kann auch nur bestätigen, dass es für alleinreisende Frauen unproblematisch ist.
Wir (2 Frauen) waren schon mehrfach mit 4x4-Camper in Namibia, Botswana, Zimbabwe und Sambia unterwegs und hatten nie irgendwelche Schwierigkeiten!
Viele Grüße
Inka
WOWoMaGast11. Sept. 2008 · #8konno schrieb:4) Von Windhoek kann sehr einfach ein Bus nach Swakopmund genommen werden. Ein Tagesausflug an den Dan Viljoen ist sehr gut machbar, indem man sich mit dem Taxi zum örtlichen Roadblock fahren lässt und dort mit hilfe der Polizisten eine Mitfahrgelegenheit aussucht.
Dieser eine Vorschlag ist leider vorläufig nicht durchführbar da Daan Viljoen zur Zeit geschlossen ist.
Alles andere finde ich super Ideen.
LG
Maxi
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200624. Sept. 2008 · #9ink schrieb:Ich kann auch nur bestätigen, dass es für alleinreisende Frauen unproblematisch ist.
Wir (2 Frauen) waren schon mehrfach mit 4x4-Camper in Namibia, Botswana, Zimbabwe und Sambia unterwegs und hatten nie irgendwelche Schwierigkeiten!
... es ist aber ein nicht unerheblicher Unterschied, ob man mit dem 4x4 oder mit dem Rucksack und öffentlichen Verkehrsmitteln bzw. per Anhalter unterwegs ist.
Ich war auch häufig per Anhalter in Namibia unterwegs und ob ich das einer (zwei) Frau(en) raten sollte, wüßte ich nun nicht. Bei einer Reise mit öffentlichen Verkehrsmitteln bleibt ein Fahren per Anhalter aber kaum erspart, wenn man touristische Sehenswürdigkeiten aufsuchen will.
Eine Reise mit Mietwagen ist auch für Frauen unproblematisch, da stimme ich Dir zu ...
Gruß
Wolfgang
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