KAKanzlerThemenstarter573 Beiträge · seit 200726. Aug. 2008 · #1savuti57 hat bereits vor einiger Zeit darauf hingewiesen, dass keine Reservierungen für die botswanischen Parks angenommen werden mit dem Hinweis darauf, dass das Buchungssystem privatisiert wird. Allerhöchste Alarmbereitschaft ist geboten. Ich denke, dass mit der Privatisierung des Buchungssystems Individualreisende kaum noch eine Chance haben werden, ohne Touroperator eine Reservierung zu bekommen. Wie in einem Handzettel, der savuti57 vorliegt, angemerkt ist, werden Touroperator mit dem Management beauftragt. Und die werden dann ganz schnell ihr eigenes Ding machen. Das wird nichts mit den Interessen der Individualreisenden - also uns - zu tun haben. Wir bringen viel zu wenig Geld. Ich befürchte, dass wir bald nur noch mit einem Pauschalarrangement in die Parks kommen. Hoffentlich habe ich Unrecht!!!
Viele Grüße, Kanzler
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200626. Aug. 2008 · #2Hi Kanzler,
bleibt wirklich zu hoffen das du dieses Mal unrecht hast!
Alles ander wäre zum 🤢
Gruss Kurt
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
Carsten Möhle1'287 Beiträge · seit 200626. Aug. 2008 · #3Der Kanzler mag zwar die Richtlinien der deutschen Politik bestimmen, das hat dann aber wenig damit zu tun, wie Tourismus im Südlichen Afrika funktioniert. Natürlich kann man eine von keiner Sachkenntis getrübte "allerhöchste Alarmbereitschaft" und Meinung haben, eine Meinung kann ja aber auch verkehrt sein.
Die in Botswana registrierten Reiseveranstalter verfügen für ihre registrierten Fahrzeuge über eigene Campingplätze in den Nationalparks. Dafür wird im wesentlichen eine Jahresgebühr gezahlt, unabhängig von der Auslastung und eine Gebühr pro tatsächlichen Gast. Diese sogenannten HATAB-Campingplätze oder gar eigene Konzessionscampingplätze in den Nationalparks stehen in keinerlei Konkurrenz zu den an Individualreisende zu vergebenden Campingplätzen.
Individualreisende blockieren die Campingplätze für Individualreisende!
Da bisher nur die geringe Campinggebühr angezahlt werden mußte, haben viele reserviert und sind nie an der reservierten Stelle aufgetaucht. Das Forum ist doch voll von solchen "geschickten" Beispielen und Helden im Kampf gegen die afrikanische Bürokratisierung. Man könnte ja auch von einer Huberthesterisierung des Botswana Nationalparkbuchungssystems sprechen.
Nun soll das alles ein wenig geordneter von statten gehen, in dem man afrikanisch privatisiert. Das heißt, man lagert aus dem Ministerium aus und vergibt an ein Unternehmen, welches 100% im Staatsbesitz ist. Es ist doch beruhigend, wenn jetzt das Absagen von Blockierern schmerzhafter gemacht wird, wenn man nur noch wenige Kontroll/Zahlstellen hat, die telefonisch leichter zu koordinieren/kontrollieren sind, um eine einheitliche Behandlung von Spontanbuchern zu ermöglichen auf Kosten von kleinen Königen an den Nationalparktoren.
Es ist ein toller oganisatorischer Fortschritt, bereits im voraus auch die Nationalparkeintrittsgebühren bequem per Kreditkartenabbuchung bezahlen zu können, um den Pula-Umtauschstress zu minimieren.
Wie zu lesen ist, werden auch die sanitären Anlagen in Moremi auf den Individualreisencampingplätzen rundumerneuert.
Eine stetige Facette bleibt natürlich die Frage, in welcher Zusammensetzung die tägliche - gesetzlich festgelegte - Nationalparkbesucherobergrenze und damit begrenzte Ressource - gewünscht werden wird. Profitiert Botswana und die Bevölkerung, für die die Botswanesische Regierung ja in erster Linie Verantwortung trägt, mehr von vagabundierenden Individualreisenden mit in Ausland gemieteten Fahrzeugen und gelegentlichen Campingplatzbuchungen oder von vor Ort registrierten Veranstaltern, Steuerzahlern auf Gesamtpakete und Arbeitsplatzschaffern?
Darüber können wir spekulieren, philosophieren und Meinungen haben, aber was juckt es den botswanesischen Baobab, wenn die Hyäne sie markiert.
Mit sonnigen - von Sachkenntis getrübten - Grüßen aus Windhoek
Carsten Möhle
MAMaHo34 Beiträge · seit 200826. Aug. 2008 · #4@ Carsten:
was meinst Du mit "Huberthesterisierung"?
Markus
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200626. Aug. 2008 · #5Lieber Carsten,
ich schätze deine Meinung sehr über dein Wissen müssen wir uns auch nicht streiten das ist Zweifels ohne gross!
Nur die Theorie das vor Ort Steuerzahlende Unternehmungen dem Staat mehr bringen lässt mich ein wenig zweifeln, ganz sicher werden einige profitieren 😉
Gesetzt den Fall wir würden sämtliche Campingplätzen den Touroperators überlassen würde das faktisch einem Monopol gleich kommen das einige Priviligieren würde und andere würden auf der Strecke bleiben. Ich bin der Meinung das ein Land das Tourismuseinahmen generieren will auch dem Individualreisenden einige Optionen zur Verfügung stellen muss. Das Individualreisende keine Einnahmen generieren halte ich für ein Gerücht, bester Beweiss ist unser Kontosatand am ende einer Reise. Nun könnte man noch allenfalls über die Wertschöpfung in den NP's diskutieren und was ein Parkbesuch oder Campingplatz wert ist, Ich denke aber das die Fees für den Besuch eines Parkes mit Camping und Plumsclo durchaus wertschöpfend sind. Mir ist aber auch klar das jeder der in irgend einer Form am Tourismus partizipiert möglicht viel vom Kuchen für sich beschlagnahmen will.
Ich brauche nicht zu erwähnen das es viele so genannte Operators mit Deutschem oder Schweizer Pass gibt die der Reihe nach mit dem Touristenvisum Safaris durchführen ohne Arbeits und Aufenthaltsbewilligung oder über Pseudoniederlassungen tätig sind - genau solche Scheinfirmen sind es die dannn für den jeweiligen Staat keine wirklichen Einnahmen generieren.
Das ganze System könnte dann zum Microsoft-Buisines werden, wenige haben alles in der Hand, nachdenkliche Grüsse Kurt
PS mann stelle sich vor man könnte nur noch mit einem Generalopreator in der Schweiz Urlaub machen, es gingen 10tausende Arbeitsplätze verloren!
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KAKanzlerThemenstarter573 Beiträge · seit 200726. Aug. 2008 · #6Carsten Möhle schrieb:Der Kanzler mag zwar die Richtlinien der deutschen Politik bestimmen, das hat dann aber wenig damit zu tun, wie Tourismus im Südlichen Afrika funktioniert. Natürlich kann man eine von keiner Sachkenntis getrübte "allerhöchste Alarmbereitschaft" und Meinung haben, eine Meinung kann ja aber auch verkehrt sein.
Die in Botswana registrierten Reiseveranstalter verfügen für ihre registrierten Fahrzeuge über eigene Campingplätze in den Nationalparks. Dafür wird im wesentlichen eine Jahresgebühr gezahlt, unabhängig von der Auslastung und eine Gebühr pro tatsächlichen Gast. Diese sogenannten HATAB-Campingplätze oder gar eigene Konzessionscampingplätze in den Nationalparks stehen in keinerlei Konkurrenz zu den an Individualreisende zu vergebenden Campingplätzen.
Individualreisende blockieren die Campingplätze für Individualreisende!
Da bisher nur die geringe Campinggebühr angezahlt werden mußte, haben viele reserviert und sind nie an der reservierten Stelle aufgetaucht. Das Forum ist doch voll von solchen "geschickten" Beispielen und Helden im Kampf gegen die afrikanische Bürokratisierung. Man könnte ja auch von einer Huberthesterisierung des Botswana Nationalparkbuchungssystems sprechen.
Nun soll das alles ein wenig geordneter von statten gehen, in dem man afrikanisch privatisiert. Das heißt, man lagert aus dem Ministerium aus und vergibt an ein Unternehmen, welches 100% im Staatsbesitz ist. Es ist doch beruhigend, wenn jetzt das Absagen von Blockierern schmerzhafter gemacht wird, wenn man nur noch wenige Kontroll/Zahlstellen hat, die telefonisch leichter zu koordinieren/kontrollieren sind, um eine einheitliche Behandlung von Spontanbuchern zu ermöglichen auf Kosten von kleinen Königen an den Nationalparktoren.
Es ist ein toller oganisatorischer Fortschritt, bereits im voraus auch die Nationalparkeintrittsgebühren bequem per Kreditkartenabbuchung bezahlen zu können, um den Pula-Umtauschstress zu minimieren.
Wie zu lesen ist, werden auch die sanitären Anlagen in Moremi auf den Individualreisencampingplätzen rundumerneuert.
Eine stetige Facette bleibt natürlich die Frage, in welcher Zusammensetzung die tägliche - gesetzlich festgelegte - Nationalparkbesucherobergrenze und damit begrenzte Ressource - gewünscht werden wird. Profitiert Botswana und die Bevölkerung, für die die Botswanesische Regierung ja in erster Linie Verantwortung trägt, mehr von vagabundierenden Individualreisenden mit in Ausland gemieteten Fahrzeugen und gelegentlichen Campingplatzbuchungen oder von vor Ort registrierten Veranstaltern, Steuerzahlern auf Gesamtpakete und Arbeitsplatzschaffern?
Darüber können wir spekulieren, philosophieren und Meinungen haben, aber was juckt es den botswanesischen Baobab, wenn die Hyäne sie markiert.
Mit sonnigen - von Sachkenntis getrübten - Grüßen aus Windhoek
Carsten Möhle
Ja, da brüllt ein angeknurrter Reiseveranstalter, -vermittler, -organisierer, -anbieter oder Touroperator aber ganz laut über den Grenzzaun.
Gruß, Kanzler
Carsten Möhle1'287 Beiträge · seit 200627. Aug. 2008 · #7Tja Kanzler,
konstruktives Mißtrauensvotum:
Der Kanzler behauptet etwas ( Falsches ). Der Bwana stellt es richtig ( Wissen hat ja auch immer etwas von Verantwortung ): Buchungen werden im Botswana Nationalparkbüro normal angenommen, es gibt Individualcampingplätze, die auch noch einen gewissen Standard bekommen und es ist kein privater Veranstalter bei diesen Buchungs-Vorgängen involviert, denn die machen ja bereits seit Jahren "ihr Ding" ( Amtssprache )auf den eigenen Campingplätzen.
Dann faßt er ergebnisoffen zusammen, was die Verantwortlichen immer mal wieder gegeneinander abwägen werden.
... und dann wird der Bote erschossen?
Tse Tse Kanzler!
Wie soll ich aus so einer hermetischen Argumentationskette und kleiner Weltsicht herauskommen?
Ich hoffe Ihre Amtsführung zu Hause ist nicht ebenso geprägt.
Mit sonnigen Grüßen aus Windhoek über den Grenzzaun
Carsten Möhle
Bin ich den eigentlich drinnen oder draußen?
Carsten Möhle1'287 Beiträge · seit 200627. Aug. 2008 · #8Sehr geehrter Markus,
mit "Huberthesterisierung" ist der bisherige Zustand des Botswana Nationalparkbuchungssystem gemeint:
Hunderte von Bittstellern rufen von Diensttelefonen aus aller Welt an, um Ihre Kreditkartendetails los zu werden oder irgend wann einmal eine Antwort aus der Buschtrommel Afrikas zu bekommen, die sie mit faxen, emails und Anrufen zum Klingen bringen möchten. Ein Zustand, der von Einigen lethargisch mit "thats Africa" zur Kenntis genommen wird, von Einigen mit stiller Verzweifelung und von Einigen mit Wut auf diese Form der Arroganz.
Aus der relativ einfachen Beziehung: Gast fragt an und bekommt Antwort wird im Zeitalter der globalen Vernetzung ein dem Zufall unterworfenes Vabanquespiel, ob meine Anfrage jetzt durchgekommen ist oder nicht, was ich denn überhaupt gebucht habe und was denn jetzt genau bestätigt wurde.
Wir gehen doch alle davon aus, das es sich dabei nicht um einen wünschenswerten Zustand handelt.
Außer natürlich unser "Chrigu Gates", ( nicht wahr, Kurt ) dessen Schweizer Namibiaforum zu einem Fünftel aus Einträgen zu Hubert Hester und Botswana Nationalpark Buchungsproblemen besteht. So füllen wir das Internet, aber lösen keine Probleme.
... und am Ende ist alles wieder wie in Afrika: Man macht einen Plan improvisiert, alles wird gut und der Virus erwischt einen wieder und wieder.
Mit sonnigen Grüßen aus Windhoek
Carsten Möhle
PEpeter48355 Beiträge · seit 200627. Aug. 2008 · #9Sehr geehrter Carsten,
eigentlich wollte ich mich zu diesem Thema nicht äußern, aber leider ist ihr von mir bisher immer hochgeschätztes profundes Wissen in diesem Fall nicht mehr ganz aktuell.
Buchungen werden im Botswana Nationalparkbüro normal angenommen
Nein werden sie nicht mehr, sie werden an private Anbieter (oder einen Anbieter) weitergeleitet (wenn überhaupt)
und es ist kein privater Veranstalter bei diesen Buchungs-Vorgängen involviert,
Doch, der Vorgang heißt deshalb Privatisierung weil der Buchungsvorgang aus staatlicher Hand abgegeben wird und ein oderer mehrere private Anbieter dies übernehmen.
Ein Anruf in Maun oder Gaboronne genügt um sich von diesen Tatsachen zu überzeugen.
Ob dies Vorteile oder Nachteile bringt, wird man in ein paar Monaten sehen.
Im Moment gibt es bezüglich der Buchungen so einen Art Schwebezustand bei dem gar nichts mehr geht (für 2009).
Dies bezieht sich auf alle Parks außer dem KTP. Für den KTP werden weiterhin Buchungen angenommen.
Lassen Sie mich aber noch anmerken:
Außer natürlich unser "Chrigu Gates", ( nicht wahr, Kurt ) dessen Schweizer Namibiaforum zu einem Fünftel aus Einträgen zu Hubert Hester und Botswana Nationalpark Buchungsproblemen besteht. So füllen wir das Internet, aber lösen keine Probleme.
Damit haben Sie mir absolut aus dem Herzen gesprochen, obwohl man noch Malaria und die Epupa Fälle (austauschbar mit Moremi/Chobe) dazu nehmen könnte.
Viele Grüße
peter
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200627. Aug. 2008 · #10Carsten Möhle schrieb:Außer natürlich unser "Chrigu Gates", ( nicht wahr, Kurt ) dessen Schweizer Namibiaforum zu einem Fünftel aus Einträgen zu Hubert Hester und Botswana Nationalpark Buchungsproblemen besteht. So füllen wir das Internet, aber lösen keine Probleme.
Mit sonnigen Grüßen aus Windhoek
Carsten Möhle
Hallo Carsten
Da sag ich nur toucheé, der hat gesessen 😄
Gruss Kurt
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
KAKanzlerThemenstarter573 Beiträge · seit 200728. Aug. 2008 · #11Herr Möhle,
was sollen die persönlichen Angriffe? Ich habe lediglich eigene und Beobachtungen anderer geschildert und (subjektiv) bewertet. Sonst nichts.
Gruß, Kanzler