An welchen Orten sollten wir länger bleiben

8 Antworten · 2'263 Aufrufe · gestartet 05. Aug. 2008 von Nicole1071
Antworten
Themenstarter22 Beiträge · seit 200805. Aug. 2008 · #1
Hallo,

wir fahren im Dezember nach Namibia und sind gerade dabei unsere Tour zusammen zu stellen. Insgesamt haben wir 20 Tage zur Verfügung. Bisher sieht unsere Tour so aus:

1. Tag: Guest Farm in der Nähe von Windhoek um vom Flug zu relaxen
2. Tag: Waterberg
3.-8. Tag: Etoscha
dann wollen wir weiter nach:
Fingerklip
Twyfelfontein
Swakopmund
Sesriem und Sossusvlei
Lüderitz
Fishriver Canyon (2 Tage)
Kalahari Dünen

Bisher haben wir für die meisten Orte nur eine Übernachtung vorgesehen und somit noch Tage übrig. An welchen Orten sollten wir länger als eine Nacht bleiben, weil es dort viel zu sehen gibt? Danke für Eure Tipps.

Nicole
2'346 Beiträge · seit 200605. Aug. 2008 · #2
Hallo Nicole,

Vingerklip und Twyvelfontein zusammenpacken und zwei Nächte in der Vingerklip Lodge daraus machen.

Swakopmund zwei oder drei Nächte

Sesriem und Sossusvlei zwei Nächte

Lüderitz zwei Nächte

Für den Fish River Canyon reicht eine Nacht.

Kalahari Dünen zwei Nächte

Viel Spaß
Armin
1'335 Beiträge · seit 200605. Aug. 2008 · #3
Liebe Nicole,
20 Tage sind nicht wirlich viel, wenn man durch Namibia reisen möchte. Du möchtest mit Deiner Route einmal durch das ganze Land, dabei sieht man vor allem die Straßenränder Namibias.
Ich finde, dass die durchaus schön sind und auch anders sind als die in Deutschland.
Aber weißt Du, wo es noch schöner ist als auf den Straßen? An den Orten! Und die muss man entdecken! Entdeckungen brauchen Zeit!
Also Nicole, begehe nicht den Fehler, dass Du alles auf einmal willst und dann nichts erlebst.
Reduziere Deine Reisepläne auf den Süden oder den Norden, oder gehe einen Mittelweg (südlichster Punkt Sossusvlei), das wäre mein dringender Rat.

Ein Tag am Waterberg! 🤩
Spielen wir das mal durch:
Du fährst morgens in Windhoek los. Frühestens am späten Mittag bist Du am Waterberg, wahrscheinlich eher am Nachmittag. Da kannst Du höchstens noch einen kleinen Gamedrive machen, keine Wanderung! Am nächsten Tag möchtest Du weiter in die Etosha. Da musst Du morgens wieder losfahren.
Also, was hast Du am Waterberg gemacht? Geschlafen! Ja und mehr nicht.
Du musst also, um etwas von dem Ort zu sehen und zu erleben, mindestens 2 Nächte bleiben, sonst kannst Du das sein lassen. Eine Nacht verbringt man dort, wo man die Strecke nicht in einem Tag hinter sich bringen kann.
Auf dem Waterberg kann man interessante Wanderungen übernehmen, es gibt viele Tiere und die geologische Beschaffenheit ist auch ein Augenschmaus. Gönn Dir diese Wanderungen und eine Nacht mehr.

Grüße
Cora
0
1'335 Beiträge · seit 200605. Aug. 2008 · #4
Außer Fish River Canon, das sehe ich wie der Armin, da reicht eine Nacht. Du guckst Dir den morgens an und fährst dann weiter.
Aber ich finde den Canon für Deine 20 Tage im Komplott mit Etosha zu weit.

Cora
0
303 Beiträge · seit 200806. Aug. 2008 · #5
Armin schrieb:
Vingerklip und Twyvelfontein zusammenpacken und zwei Nächte in der Vingerklip Lodge daraus machen.
Volle Zustimmung. Die Vingerklip Lodge verdient 2 Nächte. Alleine schon wegen der tollen Beleuchtung des Fingers bei Sonnenutergang. Zwei schöne Pools und Wanderwege helfen beim Ausspannen. Tipp: An einem der beiden Abende noch zum Plateau aufsteigen!

Lg Walter
4 Beiträge · seit 200806. Aug. 2008 · #6
Hi!
Windhoek direkt, nicht außerhalb damit Ihr Einkäufe erliedigen könnt! Twefelfontein reicht für zwei Nächte.Waren in Mowani campen. War leider mit vielem Fleigen am WC Häuschen verbunden!
Waren in der Lodge willkommen. Tolle Aussicht!
Etosha soviele Nächte wie ihr entbehren könnt!!!
Swakopmund gerne drei Nächte, Ausflug Walvis Bay u. dort mit Mola Mola zu den Walen! Vorher in Swakopmund anmelden.Haben vor Swakopmund gewohnt. Außerhalb der Nebelgrenze!!Es gab Campsite u. Bungalows.
In Lüderitz reichen zwei Nächte!Kolmanskuppe mit Führung ist klasse!!
Haben in Klein Aus Vista gecampt-war nicht sehr privat. Chalets sind toll!! Zimmer sind relativ laut, aber günstiger.
Finde es grundsätzlich angenehmer zwei Nächte zu bleiben damit man die Chance hat sich auch zu erholen u. die Plätze zu erkunden.
Ilka
503 Beiträge · seit 200606. Aug. 2008 · #7
Hallo Nicole,
ich kann den Vorpostern nur Recht geben, nimm Dir mehr Zeit an einzelnen Orten.
Beispiel: Wenn Du von Swakop nach Sesriem fährst, kommst Du sinnvollerweise erst am nächsten Morgen in die Dünen, danach nach Lüderitz, das schaffst Du niemals. Also: 2 Nächte Sesriem, wobei für mich im Januar Sesriem die klimatische Hölle war, das wird im Dezember nicht viel anders sein. Nach Lüderitz ist es dann immer noch ein Ritt. Da würde ich stattdessen mindestens zwei Nächte in Klein Aus bleiben, von dort aus kannst Du locker an einem Tag Kolmannskuppe, Lüderitz und die Halbinsel besuchen. Den Abstecher zum Fish River Canyon kannst Du Dir sparen, wenn Du stattdessen die Vogelstrausskluftlodge anfährst, dort zwei Nächte bleibst und dann den Drive runter in den Fishriver mitmachst. Für mich auf jeden Fall spektakulärer als die "berühmten" Aussichtspunkte. Du sparst dabei eine Menge Kilometer und hast es dann auch nicht mehr ganz so weit in die Kalahari.

Obwohl ich ein großer Etoshafan bin, ist die Frage, ob Du dort wirklich fünf Nächte bleiben musst.
Für Swakopmund würde ich auch drei Nächte einplanen, zumal im Dezember die Kühle zwischendurch auch mal ganz gut tut: 1. Tag: ankommen - nächster Tag: Bootstour - dritter Tag: Wüstentour.

Wenn ich die anderen Postings mit einbeziehe, könnte Deine Tour dann so aussehen:

Windhoek (1)
Waterberg (2)
Etosha (3)
Vingerklip (2)
Swakopmund (3)
Sesriem (2)
Klein Aus (2)
Fish River (2)
Kalahari (2)
Windhoek (1)

das macht zusammen 20 Nächte und meiner Meinung nach Sinn. Wenn Du doch länger in Etosha bleiben möchtest, dann streich" den waterberg. Nach Etosha schaffst Du es an einem Tag locker von Windhoek aus.

Liebe Grüße und weiterhin viel Spaß an Planung und Vorfreude

Martin
0
Themenstarter22 Beiträge · seit 200810. Aug. 2008 · #8
Hallo,

erstmal Danke für die vielen hilfreichen Tipps. Wie lange braucht man eigentlich im Durchschnitt für die einzelnen Fahrstrecken? Ich bin bisher noch nie auf Pads gefahren und habe deshalb keine Vorstellung wie gut oder schlecht man darauf vorwärts kommt. Bei unserer Tour haben wir ja teilweise Strecken von über 400 km am Tag zurück zu legen.

Wie viel Verkehr ist denn auf den Strassen? Wir waren letztes Jahr in Südafrika und dort war außerhalb der grossen Städte kaum etwas auf den Strassen los, so dass wir zügig vorangekommen sind.

Wie verhält es sich mit dem Fahren bei Dunkelheit? Wir haben gelesen, dass dies vermieden werden sollte? Was passiert, wenn man es nicht schafft vor Einbruch der Dunkelheit an seinem Ziel zu sein?

Wir kommen an einem Sonntag in Windhoek an. Ich habe gelesen, dass es auch Supermärkte gibt, die am Sonntag offen sind. Kennt Ihr Euch aus wo sich diese befinden? Wie verhält es sich generell mit dem Einkaufen? Gibt es überall genügend Infrastruktur, kann man bei den Lodges eventuell etwas einkaufen?

Vielen Dank.

Nicole
2'610 Beiträge · seit 200710. Aug. 2008 · #9
Hallo Nicole,

auf Namibias Straßen bzw. Pads fährt man bedeutend langsamer als in Südafrika. Das Unfallpotenzial ist hier sehr hoch für ungeübte Fahrer/innen. Es gibt viele Ünfälle, wo sich die Fahrzeuge überschlagen und immer ist zuhohe Geschwindigkeit die Ursache).
Darauf wurden wir bei unseren ersten Touren immer eindringlich von unserem Vermieter hingewiesen. Nachtfahrten solltest du unbedingt vermeiden! Antilopen, Ziegen oder andere Tiere springen dir vor den Wagen und das war es dann mit dem Urlaub. Ihr müsst einfach morgens früh los, dann habt ihr überall genug Zeit für Stopps und Fotos und kommt au jeden Fall noch im Hellen an.
Vormittags kannst du auch am Sonntag in Windhoek und in größeren Orten gut einkaufen. Frag deinen Autovermieter, wo in der Nähe der nächste große Supermarkt ist. Du solltest aber möglichst schon in Windhoek einen Großeinkauf machen, so große Auswahl wirst du - außer in Swakopmund - nirgendwo mehr haben.

Grüße Jambotessy:)
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)