fahrinurlaubThemenstarter391 Beiträge · seit 200827. Juli 2008 · #1Hallo,
wir überlegen von Kasane aus einen Abstecher zu den Victoria Fällen zu machen, sind aber etwas unschlüssig. Wir waren schon in Iguazu/Argentinien und beeindruckt von den Wassermassen?
In Frage würde nur die sambische Seite kommen. Zimbabwe scheint uns zu unsicher zu sein und unser Vermieter erlaubt auch keinen Grenzübertritt. Laut Reiseführer sieht das aber alles sehr nach Rummel… mit überteuertem Eintritt, Casinos und Souvenirständen aus, was uns nicht wirklich interessiert. Dann haben wir gelesen, dass im November sehr wenig Wasser auf der sambischen Seite ist. Sollen wir uns wirklich das antun?
Danke
PHphilippk132 Beiträge · seit 200627. Juli 2008 · #2hallo
ich war im april an den falls auf der ZIM seite. zu gefährlich fand ich es nicht. aber das ist sicher auch frage des einzelfalls.
wir hatten sehr (!) hohen wasserstand. das war eher zu viel. wir hätten uns weniger gewünscht.
ich finde die falls auf jeden fall empfehlenswert!
lg
Philipp
VOVolker2'612 Beiträge · seit 200727. Juli 2008 · #3Hallo fahrinurlaub,
ich würde mit bei der Frage nach der besseren Seite weniger Gedanken um die Sicherheit machen. Die meisten Leute hier im Forum empfehlen eh eine organisierte Tagestour, meistens von Kasane aus. Wir waren im September 2007 an den Fällen - von zimbabwischer Seite, anschließend über die Grenze nach Zambia und mit dem Hubschrauber über die Falls. Gebucht haben wir das über die Garden Lodge in Kasane, durchgeführt wurde es von Walter Sanchez von der Water Lilly Lodge - können wir uneingeschränkt als Guide empfehlen. Im Dezember werden die Fälle vermutlich kaum Wasser führen, die sambische Seite somit auf dem Trockenen liegen, es sei denn, die Regenfälle in Angola setzen besonders früh und ergiebig ein. Die sambische Seite dürfte daher eher die schlechtere Seite sein.
Stellt sich vielleicht aber die Frage, ob man mit den harten Devisen für Eintritt und Visum das Mugabe-Regime unterstützen möchte - muss jede(r) selbst wissen.
und was erwartet Ihr?
Viele Grüße,
Volker
Tomcat1'155 Beiträge · seit 200627. Juli 2008 · #4Ein Besuch lohnt auf jeden Fall.
Ich würde die Zambia Seite vorziehen. Die Falls haben wenig Wasser im November und es ist echt cool die Abbruchkante entlanzulaufen.
Immer wieder hat es schöne Pools zum Baden, aber bitte nur ganz vorne, weil hinten könnte es Crocks haben.
Ab und zu kommen Elefanten ganz nach vorne und fressen das satte Grass. Ein groteskes Bild.
Am Wochenende fröhnen viele Schwarze dem Badespass. Nach den trockenen und staubigen Bostswana sicher auch eine gute Abweschlung für Turis...
Bazi2'721 Beiträge · seit 200627. Juli 2008 · #5Hallo
Die Vic Falls sind im November sicher nicht mit den Fällen in Argentinien zu vergleichen, aber sicher auch ein schönes Erlebnis.
Ich fand die vielen Tiere auf den diversen Inselchen und im Wasser ganz interessant.
Gisela
fahrinurlaubThemenstarter391 Beiträge · seit 200827. Juli 2008 · #6Hi Volker,
das ist genau die Frage… unterstützt man mit diesen überhöhten Preisen nicht das Mugabe-Regime? Darum kommt für uns die Zim-Seite wohl nicht in Frage… würden uns selbst für einen Tag dort nicht wohl fühlen.
VOVolker2'612 Beiträge · seit 200727. Juli 2008 · #7fahrinurlaub schrieb:Hi Volker,
das ist genau die Frage… unterstützt man mit diesen überhöhten Preisen nicht das Mugabe-Regime? Darum kommt für uns die Zim-Seite wohl nicht in Frage… würden uns selbst für einen Tag dort nicht wohl fühlen.
Da gibt es vermutlich kein richtig oder falsch. Andererseits kann man vor Ort den Souvenir- und Getränkeverkäufern auch ein kleines Zubrot ermöglichen - mit dem Wegbleiben trifft man nicht nur den "Richtigen", sondern auch viele "Falsche", die von den Touris abhängig sind.
Irgendwie hatte ich den Eindruck von Disneyland - als wäre es (für zimbabwische Verhältnisse) ein Paradies, kaum etwas zu spüren von bitterer Armut.
Wünschen wir dem Land, dass es auch andernorts bald wieder besser aussieht...
KNknuff_willi17 Beiträge · seit 200727. Juli 2008 · #8Hallo,
wir hatten im November 2005 einen organisierten Tagestrip von Kasane aus gebucht (ist dort überall machbar). Von Disney-Land war eigentlich keine Spur, sobald wir unseren Eintritt gezahlt hatten, waren wir fast ganz alleine. Von der Zambia-Seite wäre die Sicht 2005 gleich Null gewesen, wir hatten von der Zimbabwe-Seite diesen Blick
http://reisedigital.de/details.php?image_id=823. Ist nur ein kleiner Teil der Falls, der Teil Richtung Zambia-Seite war ohne einen Tropfen Wasser.
Gruß
Ingolf
Jambotessy2'610 Beiträge · seit 200727. Juli 2008 · #9Hallo,
wir haben die Fälle von Sambia so wie auch von der Zimbabwe Seite gesehen und finden sie auch in der Trockenzeit sehr beindruckend. Allerdings würde ich die Zimbabwe-Seite vorziehen.
Zu der Meinug über eine evtl. Unterstützung der Mugabe Regimes kann ich nur verwundert den Kopf schütteln: denkt ihr denn, dass der auf die paar Kröten der Vic-Falls Touristen angewiesen ist?
Die Leute im Land haben das Geld wohl dringend nötig - aber ein Mugabe, der hat ganz andere Ünterstützung!
Grüße
Jambotessy 🙂
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise.
(Sprichwort der Ovambo)
1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
kobra2409 Beiträge · seit 200728. Juli 2008 · #10Hallo fahrinurlaub,
waren im Mai sowohl 2 Übernachtungen auf der Simbabwe-Seite als auch 2 Tage auf Sambia-Seite: Kann die Vic-Falls uneingeschränkt empfehlen. Von Rummel kann auf Simbabwe-Seite keine Rede sein - nervig ist halt daß die Händler sich auf die wenigen Touris stürzen die noch kommen..
Vorteil bei Trockenzeit: weniger Gicht und dadurch bessere Fotomöglichkeit, von Sambia-Seite kannst du dann evt. zu Fuß zur Livingstone Island laufen (nur in Trockenzeit möglich).
Wenn ich schon in Kasane die Möglichkeit hätte die Fälle zu besuchen, so würde ich das auf jeden Fall per Tagesausflug von der Lodge aus buchen.
Natürlich unterstützt man indirekt auch das Mugabe-Regime, aber direkt auch die Menschen vor Ort (Händler und Geschäftsleute).
Doch dieses Thema wurde vor einiger Zeit ja auch schon mal hier diskutiert...
Viel Spaß noch beim PlanenB) 😎
Gruß
Uli
Das Leben wird nicht gemessen an der Zahl unserer Atemzüge, sondern an den Orten und Momenten, die uns den Atem rauben.
fahrinurlaubThemenstarter391 Beiträge · seit 200828. Juli 2008 · #11Was für Geld soll denn bei einem Tag Aufenthalt der lokalen Bevölkerung zu gute kommen? Vor allem wenn der Trip noch von einer Lodge in Botswana organisiert wird. Es wäre was ganz anderes wenn ich längere Zeit im Lande mich aufhalten würde… aber unter den gegebenen Umständen wohl nicht ratsam.
Der Hauptteil geht für Visa und Besichtigung drauf… und fließt direkt in die Hände Mugabes.
VOVolker2'612 Beiträge · seit 200728. Juli 2008 · #12fahrinurlaub schrieb:Was für Geld soll denn bei einem Tag Aufenthalt der lokalen Bevölkerung zu gute kommen? Vor allem wenn der Trip noch von einer Lodge in Botswana organisiert wird. Es wäre was ganz anderes wenn ich längere Zeit im Lande mich aufhalten würde… aber unter den gegebenen Umständen wohl nicht ratsam.
Der Hauptteil geht für Visa und Besichtigung drauf… und fließt direkt in die Hände Mugabes.
z.B. Getränkekauf bei den Händlern an den Ständen vor dem Eingang oder Souvenirkauf oder aber Mittagessen in einem der Lokale. Aber das ist tatsächlich im Vergleich zum Visum und dem zu entrichtenden Eintritt - die Preistafel dürfte mittlerweile querformatig hängen, damit der ZIM$ Betrag noch drauf passt - der geringere Ausgabenblock.
Mein Vergleich mit Disneyland bezieht sich nicht auf den Trubel, sondern auf die offensichtlich im Vergleich zum Rest des Landes gute Versorgungslage - was Sprit und/oder Lebensmittel anbetraf...
kobra2409 Beiträge · seit 200728. Juli 2008 · #13fahrinurlaub schrieb:
Der Hauptteil geht für Visa und Besichtigung drauf… und fließt direkt in die Hände Mugabes.
Vermutlich hast du recht. Dann mußt du eben auf die berühmten Vic Falls
verzichten...🤔
Gruß
Uli
Das Leben wird nicht gemessen an der Zahl unserer Atemzüge, sondern an den Orten und Momenten, die uns den Atem rauben.