Möglich ohne Mietwagen?

8 Antworten · 3'344 Aufrufe · gestartet 03. Juli 2008 von Nadine
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Themenstarter2 Beiträge · seit 200803. Juli 2008 · #1
Ich werde 21 und bin total von Afrika angefressen. Gerade bin ich von einem sechs monatigen Abenteuer in Ghana zurückgekehrt, mein Traum nun wäre Namibia, Botswana, Südafrika. Leider habe ich noch keine Autoprüfung und auch nicht vor mein Geld dafür auszugeben, weil ich ja eben reisen möchte. Könnt ihr mir sagen ob es sehr kompliziert ist, grad Namibia, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu bereisen?

Dankeschön für eure Auskünfte! 😄
982 Beiträge · seit 200603. Juli 2008 · #2
Leider habe ich noch keine Autoprüfung und auch nicht vor mein Geld dafür auszugeben, weil ich ja eben reisen möchte. Könnt ihr mir sagen ob es sehr kompliziert ist, grad Namibia, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu bereisen?
Mit zwei Worten: vergiss es.

Ein Netz aus öffentlichen Verkehrsmitteln ist schlicht nicht in der Form existent, dass man es nutzen könnte, es sei denn, du schließt kleine Privatflugzeuge mit ein, die dich zB ins Delta fliegen.
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1'130 Beiträge · seit 200603. Juli 2008 · #3
Hi Nadine,
nachdem du bereits 6 Monate Ghana hinter dir hast, warum nicht. Es ist grundsätzlich möglich, von A nach B zu kommen, es kostet nur Zeit, Risikobereitschaft und (manchmal) Mut.
Ich traf vor einigen Jahren an den Epupafalls ein deutsches Mädchen, sie dort seit einigen Wochen auf einen Lift nach Opuwo wartete, um von dort aus mit den Minibussen Richtung Groot zu fahren, wo ihr Freund auf sie wartete. Sie erzählte, dass sie seit einigen Monaten unterwegs sei und es wohl noch einige Monate wäre.
Also machbar ist es, aber du brauchst dann das afrikanische Zeitgefühl, lernst Minibusse, Donkeys und überladene Pickups kennen, wahrscheinlich manche nette und weniger nette Menschen.
Ich halte es für machbar, das mag aber auch daran liegen, dass ich weiss, wie es war, sich in den 80´zu Fuß durch Zentralafrika zu bewegen.
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
Themenstarter2 Beiträge · seit 200803. Juli 2008 · #4
In Ghana geht alles super ohne eigenen Wagen. Das Kleinbusnetz ist super, man bekommmt ins abgelegenste Dörfchen ein Bus. Klar, aber Namibia ist natürlich recht anders, wenig Leute viel Natur, die werden wohl sicher nicht so ein gutausgebautes Busnetz haben, zumal die einheimische Bevölkerung wohl auch nicht jeden Tag in Scharen zu den Tourismuspunkten zieht. Ich mag es per Bus unterwegs zu sein, sich durchzuschlagen, aber wenn man dann einfach das Schönste nicht machen kann, weil man nicht hinkommt ist das ja auch nicht der Sinn der Sache.....Ich würde mir für Namibia natürlich sowieso genügend Zeit einrechnen. 😎
134 Beiträge · seit 200703. Juli 2008 · #5
Hallo Nadine,
Namibia hat vielleicht kein besonders gutes öffentliches Verkehrsnetz- aber Backpacker (inklusive der entsprechenden Backpackerunterkünfte z.B. in Windhoek) gibts dort auch. Und wo Backpacker sind, kann man sich ja auch immer zusammen tun und vielleicht das ein oder andere Ziel gemeinsam mit einem gemieteten Wagen erreichen. Würde mich da also Axel anschließen. Mit Zeit, Geduld und Flexibilität ist es möglich auch die Ziele zu erreichen, die von den Bussen (die angeblich wirklich existieren 😄 ) nicht angefahren werden.
Im Übrigen wurde das mit den öffentlichen Verkehrsmitteln doch letztens schon mal diskutiert, oder irre ich mich da? Hast du schon mal die Forumssuche bemüht?
Grüße
Kelele

Edit: Hab den Thread gefunden, den ich meinte: Guckst du hier
Vielleicht kannst du mit Suzan ja auch mal Kontakt aufnehmen!
zuletzt bearbeitet 03. Juli 2008
2'346 Beiträge · seit 200603. Juli 2008 · #6
Hallo Nadine,

ich glaube, du stellst dir unter "öffentlichen Verkehrsmitteln" sicher Busse oder Bahnen vor, die bestimmte Ziele mit einer gewissen Regelmäßigkeit erreichen. Das gibt es im Prinzip nur auf den großen Magistralen von Südafrika bis weit hinein in den Caprivi-Streifen und von Windhoek nach Swakopmund. Dazu kommen die hier schon zitierten Mini-Busse, die in erster Linie von den (schwarzen) Arbeitnehmern genutzt werden.

Grundsätzlich ist es (logischerweise) so, dass die öffentlichen Verkehrsmittel nahezu ausschließlich Wohn- und Arbeitsorte miteinander verbinden, die oft sehr weit auseinander liegen. Touristische Interessen haben beim Aufbau der Linien wohl kaum eine Rolle gespielt. Das bedeutet natürlich, dass die meisten der klassischen touristischen Ziele nicht über diese Linien erreicht werden können. Ich denke dabei z. B. an den Fish River Canyon, die Tiras-Berge, die Namib-Region mit den Dünen bei Sossusvlei, aber auch Etosha als Touristenziel Nr. 1. Selbst wenn du das Tor zu Etosha erreichen würdest, müsstest du vor Ort immer noch jemanden finden, der dich in seinem Auto mit hineinnimmt, da Etosha zu Fuß verständlicherweise nicht betreten werden darf.

Vielleicht würde ich an deiner Stelle wirklich versuchen, dich einer kleinen Gruppe mit Pkw anzuschließen und das möglichst schon von hier aus zu arrangieren. Selbst fahren scheidet für dich natürlich aus, da du ja noch keinen Führerschein hast. Auf keinen Fall würde ich an deiner Stelle unter diesen Rahmenbedingungen "auf gut Glück" nach Namibia fliegen. Das Risiko, irgendwo in Windhoek längere Zeit festzusitzen und viel Kompromisse eingehen zu müssen, wäre mir klar zu hoch. Kommt natürlich alles auch ein wenig auf die zur Verfügung stehende Zeit an.

Trotzdem viel Spaß
Armin
982 Beiträge · seit 200603. Juli 2008 · #7
Ich mag es per Bus unterwegs zu sein, sich durchzuschlagen, aber wenn man dann einfach das Schönste nicht machen kann, weil man nicht hinkommt ist das ja auch nicht der Sinn der Sache.....Ich würde mir für Namibia natürlich sowieso genügend Zeit einrechnen. 😎
Selbst, wenn du mit Kleinbussen irgendwie nach Botswana einreisen kannst, stehst du in Maun oder in Kasane und kommst nicht in die Parks rein, es sei denn, du buchst vor Ort eine geführte Tour. Dasselbe gilt für Etosha.

Sich irgendwie durchzuschlagen geht bestimmt immer. Ich habe in der Sossusvlei Franzosen getroffen, die quer durch Afrika mit dem Rad gefahren sind. Die sind dann mit viel Fragerei und Bettelei von irgendeinem Touristen mitgenommen worden. Durchgeschlagen haben sie sich auch immer - irgendwie. Was vielleicht in der Sossusvlei funktioniert, wird in den größeren Parks eher nicht funktionieren, denn in den Parks sind Autos Pflicht und ich kann mir gerade nicht vorstellen, für eine Tagestour jemanden einzuladen, den ich nicht kenne.
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658 Beiträge · seit 200703. Juli 2008 · #8
Hallo Nadine,
die Problematik mit öfftl. Verkehrsmittel ist dir ja hier schon klargelegt worden.
Auch wenn Du genügend Zeit hast, die namibianischen Behörden jedoch nicht. Du hast pro Kalenderjahr nur 90 Tage. Das setzt Dir ein Limit.
Ausserdem wäre es mit zu gefährlich, hier so durchs Land zu reisen. Es ist hier NICHT wie in Australien. Namibia ist eigentlich kein Land für RucksackTouristen, da wir hier eine ganz geringe Bevölkerungsdichte haben.
Überlegs Dir gut.
Eine Alternative wäre z.B. ein Praktikum oder Voluntariat auf Farmen oder bei Organisationen.
Da lernst Du Land und Leute kennen.


namibianische Grüße

Ralf !!
Grüßle Ralf
zuletzt bearbeitet 03. Juli 2008
56 Beiträge · seit 200803. Juli 2008 · #9
Hallo Nadine,
also, ich käme nicht unbedingt auf die Idee, mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch Namibia zu reisen. Da verlierst Du unglaublich viel Zeit und kommst doch nicht an die schönene Stellen.
Aber in Deinem Alter bietet sich doch definitiv eine Tour mit einem der "Overlander" an. Da kämst Du an die spannenden Flecken und wärst auch sicher unterwegs.
Die haben zwar bei vielen Individualreisen nicht den besten Ruf, wenn sie am gleichen Ort aufschlagen (Party, laute Musik). Aber für viele Studies ist das durchaus eine vernünftige und günstige Alternative.
Ich habe selber in Namibia sehr gute Erfahrungen mit Drifters gemacht, mittlerweile in Deutschland auch im Angebot von DER Tour. Auch "Guerba" bietet solche Touren an.
Wenn Du sowas machst, dann wäre meine Empfehlung aber, eine etwas teurere Tou zu nehmen, da das "Niveau" der Reisenden etwas ansteigt und nicht nur Party gesucht wird. Das kann dan auch mal nerven auf Dauer.
Gruß Jürgen