CCClaudia C.Themenstarter13 Beiträge · seit 200804. Mai 2008 · #1
Hallo,
da wir im März 2009 das erste Mal Namibia bereisen wollen, wollte ich mal von euch erfahrenen Fomis fragen, ob diese Strecken so machbar sind:
Von Umgebung Marienthal nonstop bis Fish River Canyon machbar oder Zwischenübernachtung? Am Fish River Canyon wollen wir 1-2 Nächte bleiben. Von Fish River nach Sesriem. Dort 2 Übernachtungen. Von Sesriem nach Swakopmund. Dort 2-3 Übernachtungen (Ausflüge zur Walvis Bay, evt. Sandwich Harbour). Von Swakopmund direkt bis Twyfelfontain (z.B. Twyfelfontain Country Lodge), dort 1-2 Nächte. Von Twyfelfontain weiter direkt bis zum Etosha Park / Okaukejo, wo wir 2-3 Nächte bleiben werden. Vom Okaukejo/Etosha nonstop bis Waterberg oder Otjiwarongo. Ist das so machbar und sinnvoll? Vielen Dank für Eure Hilfe! Viele Grüße von Claudia
die Strecke Marienthal zum Fish River Canyon ist machbar, da der größte Teil der Strecke asphaltiert (B1). Je nach eurem zeitlichen Rahmen würde ich einen lohnswerten Stop im sehr interessanten Köcherbaumwald (ca. 300 Bäume)empfehlen. Dies lohnt sich aber nur besonders, wenn man dort eine Übernachtung einplant – denn bei untergehender Sonne bilden die Silhouetten der Baum-Aloen farbenprächtige und vielseitige Fotomotive.
Fish River bis Sesirem ist zu weit – da wäre ein Zwischenstop in den sehr schönen Tirasbergen empfehlenswert. Wenn ihr einen zweitägigen Farmaufenthalt dort einplant, dann könnt ihr auch die dort lebenden Menschern besser kennenlernen.
Sesirem bis Swakopmund ist gut zu schaffen(ca. 350km). Auf den Gravelroads ist eine angemessene Fahrgeschwindigkeit aus Sicherheitsgründen notwendig (60-80km/h) - daher sind Strecken, wie Swakopmund bis Twyfelfonein (ca. 370km) und weiter bis Etosha richtige Tagestouren von 6-7 Stunden.
Wenn ihr euren Zeitrahmen noch mitteilt, werden bestimmt noch weitere Vorschläge für Zwischenstopps gegeben werden können.
Ich wünsche weiterhin viel Freude bei den Reiseplanungen, mit sonnigen Grüssen vom Bodensee Dieter
wir sind im März 2006 vom Fish River Canon Road House nach Betesda, ca. 30 km vor Sesriem gefahren. Trotz eines Umwegs über Mariental wegen eines Autoschadens waren wir nach 9,5 Stunden - incl. Zwangspause in der Autowerkstatt - in Betesda.
Es geht also - allerdings ist eine gemütlichere Fahrt mit Aufenthalt in den Tirasbergen empfehlenswerter.
LG Lilly
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CCClaudia C.Themenstarter13 Beiträge · seit 200804. Mai 2008 · #4
Hallo Dieter,
vielen lieben Dank für deine schnelle und hilfreiche Antwort. Man kann das in Namibia manchmal schlecht abschätzen mit den Strecken aufgrund der Gravelroads. Im Moment sind wir erstmal bei der Grobplanung. Natürlich interessiert uns auch auf der Strecke noch sehr viel und wir wollen nicht nur im Auto sitzen, sondern auch viel Natur geniessen können. Aufgrund unserem eher begrenzten Zeitrahmen (3-3,5 Wochen), werden wir wohl noch einiges wohl oder übel streichen müssen und versuchen, Prioritäten zu setzen. Denn wir wollen ja nicht durch´s Land hetzen, sondern auch genießen und erleben. Im März weiss man natürlich auch nicht, ob einen manchmal das Wetter stoppt.
Bin für alle Infos sehr offen!
Viele Grüße von Claudia
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CCClaudia C.Themenstarter13 Beiträge · seit 200804. Mai 2008 · #5
bei 3-3,5 Wochen ist die klassische Namibiarundreise zwar machbar (ca. 5000km), aber man ist stets unterwegs und kann diese einzigartigen Landschaften gar nicht geniessen. Meine persönliche Empfehlung wäre, den südlichsten Teil - also Fish River zu streichen ..... außer ihr wollt unbedingt den zweitgrössten Canyon der Welt sehen - ist aber bei einer ersten Namibiareise (es gibt eh eine 2.Reise:) ) nicht unbedingt notwendig.Wanderungen im Canyon sind nur in den Wintermonaten erlaubt von Mai bis Ende August. Da gibt es unterwegs so viele interessante Landesteile, die es zu erkunden gilt, wie schon erwähnt die Tirasberge, und nicht zu vergessen das farbenprächtige Erongogebirge.... wenn ihr mit 4x4/Dachzelt unterwegs seit, hinein in den Naukluft Park mit einsamen Camps, wie z.B. Blutkuppe,etc.
Viel Spass weiterhin beim Planen, mit Grüssen vom Lake ConstanceB) Dieter
Hallo Claudia, bei dem Zeitbedarf für Eure Strecken-Planung stimme ich Dieter unbedingt zu; da Ihr im März fahren wollt, hielte ich - im Gegensatz zu Dieter - den Süden für besonders empfehlenswert, weil Ihr Euch dort im Winterregengebiet ( Hauptregenmonate sind Juni/Juli) bewegt, d.h. nicht unbedingt mit problematischen Straßenverhältnissen rechnen müsst;im Norden dagegen kann das noch anders sein - dort kann sich die Regensaison bis in März hineinziehen. Tierbeobachtungen sind dann im Norden auch etwas schwieriger, weil dichtes Buschwerk oder hohes Gras die Sicht beeinträchtigen können. Außerdem kommen die Tiere nicht so zahlreich an die Wasserlöcher. Für Eure Entfernungsplanung geht einfach mal davon aus, dass Ihr nicht mehr als 400 km am Tag und niemals in die Dunkelheit hineinfahren solltet. Bei Teerstraßen kann man sich schon etwas mehr vornehmen - aber nur, wenn´s denn sein muss.Vom Fish-River-Canyon bis nach Sesriem sind es auch auf der kürzesten Strecke deutlich mehr als 500 km - auch mit Teerpad-Anteil zuviel. Deshalb ist ein Zwischenstop in den Tirasbergen eine sehr gute Empfehlung, z.B. auf Koiimasis. Aber bitte 2 Nächte !! - Merkt Ihr, wie die 3 Wochen zusammenschnurren ?? Gruß Joli
CCClaudia C.Themenstarter13 Beiträge · seit 200806. Mai 2008 · #8
Vielen Dank euch allen für die Hilfe. Wir werden unsere Strecke auf jedenfall einkürzen, nach dem Motto weniger ist mehr. Der Süden ist wettertechnisch sicher besser. Der Norden allerdings reizt uns mehr. Uns rauchen die Köpfe. 🙄 Mal sehen, was bei unserer Planung endgültig rauskommt. Auf jedenfall waren eure Tipps alle sehr, sehr hilfreich. Danke!
Viele Grüße von Claudia
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JUJuergenD56 Beiträge · seit 200806. Mai 2008 · #9
Hallo, ist ja schon vieles gesagt, dem ich mich anschließen kann. Ich persönlich frage mich immer wieder, warum eigentlich alle nach Twyfelfontein und in die Gegend wollen. Sind es die Buschmannzeichnungen? Ist das so spektakulär für einen ersten Namibiabesuch? Das wäre für mich eine Streichoption zu Gunsten weiterer Tage im Süden (die bereits genannte Gegend um die Tirasberge z.B. oder auch noch ein Stop zwischen Sesriem und Swakopmund oder ein Stop in der Gegend des Erongomassivs)) Wenn man das Eck um Twyfelfontein weg lässt, ist man auch relativ gut von Swakpomund über Asphaltstraße Richtung Etosha unterwegs, so dass ich diesen Abstecher nach "links" kritisch hinterfrage.
Dieses Jahr im März war es so, dass das Wetter ab der Linie Swakopmund - Windhoek nach Norden hin eher unbeständig war, während wir im Süden keinen Regentropfen abbekamen, wobei es auch dort zuvor mal geregnet hatte und grün war.
Dies als zusätzlichen Anregungen Gruß Jürgen
CCClaudia C.Themenstarter13 Beiträge · seit 200806. Mai 2008 · #10
Hallo Juergen,
danke für diese Anregung! Wir sind mittlerweile auch zu dem Schluss gekommen, dass Damaraland mehr oder weniger zu streichen. Wir werden beim Erongogebirge lieber einen 2tägigen Stop einlegen.
Und an Juergen: Den Fish River Canyon werden wir wohl auch streichen.
Zur Zeit sieht unsere neue Planung so aus: Windhoek, Kalhari, Köcherbaumwald als via Station, Tirasberge, Sesriem, Swakopmund, Erongo, Etosha, Otjiwarongo mit evt. Abtecher zum Waterberg, Windhoek. Hierbei mindestens überall 2 Nächte. In Swakopmund eher 3, weil wir Abstecher zur Walvis Bay etc. machen wollen. Das müsste dann gut hinkommen in 3-3,5 Wochen denke ich.