fragen an namibia-experten

10 Antworten · 2'785 Aufrufe · gestartet 19. Apr. 2008 von ewi
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Themenstarter14 Beiträge · seit 200819. Apr. 2008 · #1
hallo, ihr erfahrenen namibia-reisenden!

wir (ewi und sabsi) planen im juli/august 08 unsere erste reise nach namibia.
die ungefaehre route ist: kapstadt - an der westküste suedafrikas nach namibia - fishriver canyon - luderitz - sesriem - solitaire - swakopmund - henties bay/ cape cross - khorixas - etosha park - otjiwarongo - windhoek - mariental - keetmanshoop - kalahari transfrontier park - augrabies falls - paarl/stellenbosch - kapstadt.
fuer diese tour haben wir gute sechs wochen veranschlagt und haetten gerne ein paar tipps von euch:

1. da diese route, wie ich in eurem forum gelesen habe, mit einem normalen mietwagen zu schaffen ist, haben wir uns - trotz aller fuer und wider - fuer einen solchen entschieden. hat jemand erfahrung mit einem auto, das als vw chico oder aehnliches (vermittler holiday autos, vermieter europcar oder hertz) angeboten wird. laut auskunft von holiday autos sind diese autos in corsa-groeße, was auch immer das heißt.

2. sollen wir fuer diesen zeitraum (juli/august) die unterkuenfte generell vorreservieren? das gibt zwar eine gewisse sicherheit, nicht im auto schlafen zu muessen, engt aber unseren spielraum fuer spontane aufenthaltsverlaengerungen ziemlich ein. da wir genug zeit haben, wuerden wir lieber ohne "zeitkorsett" reisen. ist das riskant?

3. habt ihr noch zusaetzliche tipps fuer uns?


danke im voraus fuer eure hilfe

ewi
16 Beiträge · seit 200819. Apr. 2008 · #2
Willkommen imm Forum und viel Spaß bei der Reisevorbereitung!

1. vw chico ist der Golf I mit dem sind wir im letzten Sommer auch 4 Wochen durch Namibia gefahren. Reicht allemal.

2. generell ist es natürlich entspannter mit Vorbuchungen zu reisen, zumal Ihr das erste mal da unten seid. Wir haben noch nie etwas vorgebucht und sind immer noch untergekommen, campen in der Regel. ABER es gibt Plätze bei denen Ihr zumindest vorher anrufen solltet, ähnlich sieht es bei Lodges aus, zumal eine Alternative oft unzählige Kilometer entfernt ist!
Im Auto unbewacht schlafen? NIE in Namibia!

3. FAQ lesen und viele Fragen stellen!
www.derspecht.de
zuletzt bearbeitet 19. Apr. 2008
1'125 Beiträge · seit 200619. Apr. 2008 · #3
Hallo, Ewi,
ich will Euch ja nicht die Vorfreude nehmen. Aber wenn Ihr in diesem August losfahren wollt und noch noch nichts vorgebucht habt, steht Ihr schlecht da. Ihr kriegt nichts mehr. Verschiebt es auf 2009 und bucht JETZT (ja, heute noch!) vor. Namibia funktioniert anders....
Liebe Grüße!
Wolff-Rüdiger
Omnia vincit amor
215 Beiträge · seit 200619. Apr. 2008 · #4
Ein Chicco ist ein ordentliches und robustes Auto, dass für Eure Route - bei normalen Strassenverhältnissen - ausreicht. Aber ein Golf I hat die Abmasse eines heutigen Lupo und das ohne dessen Fahrtkomfort. Ein weiterer Nachteil ist der kleine Tank (20L reserve nehmen viel Platz weg) und die sehr tiefe Sitzposition - zum Tiere beobachten ist dies ein großer Nachteil. Gut ist, dass die Wagen sehr unauffällig sind, anders als die großen Geländewagen die eher mal das Interesse von bösen Buben wecken.

Wild campen ist zu gefährlich, dass sollte keine Option sein!

Bei den Unterkünften sehe ich nicht so schwarz. Ihr werdet sicher noch was schönes finden. Für "DIE" Tranumroute mit den Truamlodges könnte es aber tatsächlich schon zu spät sein. Die besten Lodges (und das sind nicht zwingend die teuersten) sind meist sehr gut belegt. Aber das könnt Ihr ja dann bein zweiten namibia Urlaub nachholen. 😉

An der Westküste kommt Ihr nicht nach Namibia, Ihr müsst bis Springbok und kommt dann weiter nach Norden (ich glaube im NP ist auch ein Grenzübergang). Die Strasse am Oranje (D212) über Rosh Pina ist häufiger gesperrt und könnte (wenn es vorher geregnt hat) für den Chicco unpassierbar sein. An der Tankstelle in Noodoewer könnt ihr Euch erkundigen, wenn Ihr da lang wollt.

Wir würden bei sechs Wochen sicher die Runde durch den Caprivi zu den Victoria-Fällen und zurück nach ZA über Botswana nehmen. Das ist problemlos zu schaffen, aber die Meinungen gehen da auch weit auseinander. Ihr sehr dann sehr viel - Ihr fahrt aber auch viel.

Ihr seid hier auf jeden Fall richtig und ich bin sicher Ihr bekommt noch viele gute Tipps! Willkommen und viel Spass bei der Planung!

Frank
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2'610 Beiträge · seit 200719. Apr. 2008 · #5
Hallo,

ich schließe mich der Meinug von Frank an und meine, dass ihr in 6 Wochen auf jeden Fall noch den Caprivi mitnehmen solltet; ansonsten fehlt euch des "richtige" Afrika auf eurer Tour. Im Caprivi leben die Afrikaner noch einigermaßen "ursprünglich" (was immer das heißen mag). Außerdem würde ich mir die Vic Falls auch noch ansehen- das lohnt immer.

Grüße und einen schönen Urlaub

Jambotessy:)
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
3'491 Beiträge · seit 200619. Apr. 2008 · #6
Hallo Ewi,
der Chico reicht normalerweise schon aus, um die Ziele, die Ihr Euch vorgenommen habt, auch zu erreichen. Dennoch gebe ich zu bedenken: Ihr habt für 6 Wochen Gepäck dabei und dann auch noch 2 Ersatzreifen. Da wird es langsam eng im Chico. Und beim Gepäck müsst Ihr auch daran denken, dass Ihr "Winterklamotten" dabei habt - also nicht nur T-Shirt und Shorts.Juli/August ist in Kapstadt, der Cape-Provinz und an der Westküste u.U. verdammt ungemütlich - auch in den Unterkünften, weil dort nur selten Heizgelegenheiten vorhanden sind. Dazu kommt Regen oder sogar Schnee. Also zieht Euch warm an. Je höher Ihr nach Norden kommt, desto schöner wird es.
Noordoewer - Rosh Pinah auf der C 13 geht sehr wahrscheinlich noch nicht, also müsst Ihr über Keetmanshoop fahren. Wenn Eure Route auf Sandpad verläuft, solltet Ihr Euch vor der Weiterfahrt immer nach dem Straßenzustand erkundigen - in diesem Jahr gibt es wohl wirklich recht viele Straßenschäden nach dem reichlichen Regen.
6 Wochen sind eigentlich eine ausreichend lange Zeit für eine solche Strecke - aber denn doch nicht so viel, dass Ihr groß bummeln könnt.Daher solltet Ihr Euch schon einen Zeitplan vornehmen - und vorbuchen.Bei dem südafrikanischen Teil Eurer Tour sehe ich die geringsten Probleme - da ist zu dieser Jahreszeit wegen des Wetters wenig los; aber in Namibia wollt Ihr ja zu den "klassischen" Zielen - und da könnte es verdammt eng werden.Am besten wird es wohl sein, wenn Ihr Euch an einen speziellen Afrika-Reiseveranstalter wendet, weil der vermutlich bei seinen Blockbuchungen noch freie Plätze findet.
Je mehr ich darüber nachdenke - was hat Euch denn dazu veranlasst, Eure Tour ausgerechnet in Kapstadt beginnen und enden zu lassen ? - Ich finde Kapstadt zwar wunderschön ( auch für 6 Wochen ), aber doch nicht im Juli-August.
Gruß Joli
Themenstarter14 Beiträge · seit 200819. Apr. 2008 · #7
hallo
danke für die tipps !
also ganz kurz zu kapstadt .
der grund ist nicht das schöne wetter, sondern einerseits unsere weitere reiseroute - wir fliegen nachher noch für 10 tage nach mauritius und dann zurück - und da war der flug über kapstadt weit günstiger . zu zweiten kostet der mietwagen (wie gesagt über holidayautos.at)für die 46 reisetage statt 1770 € bei anmiete in windhoek nur 905€ bei anmiete in kapstadt + 50 € für die zusätzliche fahrerlaubnis in namibia.
ewi
Themenstarter14 Beiträge · seit 200819. Apr. 2008 · #8
🙂 hallo

ist caprivi ohne allrad erreichbar ?

was sind eurer meinung nach die traumlodges, die nicht immer die teuersten sind ?

danke nochmals
ewi
Gast19. Apr. 2008 · #9
Ich werde immer wieder kritisiert, weil ich die Abzockermentalität in Namibia kritisierte. Lest den Beitrag von ewi, dann wisst ihr was ich meine.
59 Beiträge · seit 200621. Apr. 2008 · #10
Hallo Ewi, Hinweis zu Mietpreisen:
VW Chico kostet bei Anmietung Windhoek
Flughafen über Iwanowski Budget ab
31 Tage Mietdauer 20 Euro pro Tag,
also für Eure Reisezeit gesamt 920 Euro.
Autos sind in der Regel neuwertig.
Grüße Gunther
3'491 Beiträge · seit 200621. Apr. 2008 · #11
Hallo Ewi,
Geld ist natürlich immer ein Argument. Bedenkt aber bitte bei den Kosten, dass bei einer Anmietung in Südafrika u.U. Zusatzgebühren (f. Grenzübertritt, Straßenbenutzung, Letter of authority )dazukommen, die den Preisvorteil von Südafrika - insbesondere bei längerer Mietdauer - zwar nicht auffrssen, aber mindern. Zudem ändert sich u.U. der Versicherungsinhalt durch den Grenzübertritt. Dass Mietwagen in Namibia regelmäßig teurer sind als in Südafrika, hat m.E. schon Gründe - zumindest würde ich das allein nicht als Abzockerei bezeichnen wollen. Die Beanspruchung der Fahrzeuge in Namibia ist doch deutlich größer als auf den Teerpads in SA. Man kommt mit einem Chico auch durch den Caprivi, da die B8 ( sog. Trans-Caprivi Highway )inzwischen auch durchgängig geteert ist.
Wenn Ihr Kapstadt nur aus Kostengründen gewählt habt, dann werdet Ihr Euch dort vermutlich nicht lange aufhalten.Man kann die Strecke Kapstadt - Noordoewer auf der N7 gut in 2 Tagen schaffen - z.B. mit einer Zwischenübernachtung in Clanwilliam.
Gruß Joli