Hilfe beim Routenplanungs-Chaos

19 Antworten · 5'275 Aufrufe · gestartet 19. März 2008 von Judith Sabine
Antworten
Themenstarter98 Beiträge · seit 200819. März 2008 · #1
Liebe Fomis,

nach langem Mitlesen und der ein oder anderen Frage auch durch meinen Mann (Mathias) steht jetzt eine Grobroute:

Wir sind nicht Namibia Neulinge (waren schon mal im Jahr 2000 dort, damals auch mit 4x4/Dachzelt, allerdings noch nicht mit unserem Sohn) und haben damals eher die Klassik-Route gemacht. Hätte es damals schon das Forum gegeben, das wäre toll gewesen.

Die grobe Planung sieht wie folgt aus:

25.4 Ankunft WDH => Waterberg (weavers Rock)
26.4 (Weavers Rock)
27.4 Weavers Rock
28.4 Südgate Etosha (Etosha Safari Camp)
29.4 Südgate Etosha (Etosha Safari Camp)
30.4 Etosha (Halali, Namutomi oder Onguma)
1.5 Rundu oder doch bis Popa Falls?
2.5 Popa Falls (Mahangu Safari Lodge)
3.5 Popa Falls (Mahangu Safari Lodge)
4.5 Kasane (Water Lily oder Toro Lodge)
5.5 Kasane (Water Lily oder Toro Lodge)
6.5 Kasane (Water Lily oder Toro Lodge)
7.5 Maun (Audi Camping)
8.5 Maun (Audi Camping)
9.5 Maun (Audi Camping)
10.5 Buitepos (Zelda Guest Farm)
11.5 Buitepos (Zelda Guest Farm)
12.5 Stopover nach Sesriem?
13.5 vielleicht Sesriem (Houchabfontain)?
14.5 vielleicht Sesriem (Houchabfontain)?
15.5 Swakop
16.5 Swakop
17.5 Swakop
18.5 WDH (Ondekaremba)
19.5 WDH (Ondekaremba)
19.5/20.5 Rückflug FRA

Was haltet ihr von dieser Route? Im Caprivi und Botswana kennen wir uns ehrlich gesagt noch gar nicht aus. Ist sie gut machbar? Insbesondere kann man gut von Kasane und Maun jeweils als Tagestouristen in die Parks fahren??? Lohnt sich das dann auch???
(Die Nationalparks sind ja eh schon ausgebucht, außerdem wollen wir dort mit unserem Sohn (6J.) nicht übernachten.

Was haltet ihr davon. Hat jemand noch besondere Highlights für diese Route die man nicht missen sollte, damit wir uns hinterher nicht zu ärgern brauchen;)

Wie lange dauern die Strecken Kasane/Maun und Maun/Buitepos?

Fragen über Fragen!?!

Ich danke Euch im voraus für jeden Tip und jede Kritik.

Judith
0
1'457 Beiträge · seit 200619. März 2008 · #2
etosha Popa Falls waere schon ein wenig weit. Erholt euch lieber in Rundu und lasst eine Uebernachtung an den Popa Faellen weg. Da lohnt mehr als eine nacht nicht.
Themenstarter98 Beiträge · seit 200819. März 2008 · #3
Hallo konno,
danke für das erste feedback. Ich glaube Du hast recht.
Kennst Du dich auch weiter Kasane und Maun aus?
Viele liebe Grüße
Judith
0
573 Beiträge · seit 200719. März 2008 · #4
Ihr wollt offenbar von Kassane nach Maun fahren und das ohne Zwischenübernachtung!?
Das wäre an einem Tag ein Höllenritt, den ich euch nicht empfehlen würde. Ihr sollten irgendwo - beispielsweise in Savuti oder wenn ihr auf Asphalt außenherum fahrt, zum Beispiel in Nata - einen Zwischenstopp einlegen.
Gruß, Kanzler
zuletzt bearbeitet 19. März 2008
573 Beiträge · seit 200719. März 2008 · #5
Ich habe gerade nocheinmal nachgesehen. Außenherum über Asphalt wäre es kein "Höllenritt", aber eine ziemlich lange Etappe.
Gruß, Kanzler
435 Beiträge · seit 200719. März 2008 · #6
Wollt Ihr von Kasane aus zu den Vic-Falls?Wenn nicht wäre die Strecke über Shakawe entlang des Panhandle eine Alternative.
Wenn Ihr das so macht, habt Ihr auch nicht so viel fahrerei. Die Strecke Popa Falls-Kasane sind auch ca. 450KM. Und dann nochmal bis Maun und zurück nach WDH.
Insgesamt ist Eure Botswana Runde sehr viel Strecke in doch wenig Zeit, gerade mit Kleinkind nicht unbedingt zu empfehlen.
Eure Route könnte z.B so aussehen:
Etosha- Roy`s Camp- Mahangu Safari Lodge-Drotsky´s Cabins (Bootstour)- Maun. In Maun müßt Ihr ohne NP-Buchung mal schauen was Ihr machen könnt. Vielleicht auch einen Ausflug in die Pans. Wenn Ich mich recht errinnere war letztes Jahr im April im Moremi Land-unter.

MfG Thomas D.
Reisebericht Namibia/Botswana 2007
Themenstarter98 Beiträge · seit 200819. März 2008 · #7
Hallo an alle,

vielen Dank für Eure Antworten.
Ja wir wollen zu den Vic-Falls und als Tagestouristen in den Chobe.
Macht es dann eventuell mehr Sinn den Caprivi wieder zurück zu fahren?

WO liegt Mata? Ist das die Strecke ganz außenrum, also nicht die die zum Teil durch die Parks führt? Wo kann man denn da übernachten?
Ich dachte es geht nur superteuer oder halt staatlich.

Liebe Grüße,

Judith
0
573 Beiträge · seit 200719. März 2008 · #8
Nata liegt an der Fernverbindung Kasane - Francistown, parallel zur Grenze Botswana/Zimbabwe, nach etwa zwei Drittel des Weges. Dort biegst du in Richtung Westen nach Maun ab. Liegt grob geschätzt auf halber Strecke von Kasane nach Maun. In Nata und Umgebung gibt es reichlich Übernachtungsmöglichkeiten, auch preiswerte.
Gruß, Kanzler
Themenstarter98 Beiträge · seit 200819. März 2008 · #9
Hallo Kanzler,

macht das Ganze nach deiner Meinung Sinn? Ich weiss, letztlich ist es eine individuelle Entscheidung. Aber wie gesagt, ich war nocht nicht in Botsuana.

Also die Tour über Rundu nach Kasane, dort ein paar Tage mit Ausflügen in den Chobe und Vic Falls und dann über Mata nach Maun. Soll man dann in Mata auch 1-2 Tage verbringen oder nur Übernachtung, um dann von Maun in den Park zu fahren? Oder lieber von Kasane zurück durch den Caprivi. Was macht mehr Sinn?😕

Viele Grüße,

Judith
0
573 Beiträge · seit 200719. März 2008 · #10
Wir sind mal so gefahren. Durch den Caprivi nach Kasane, von dort in den Chobe und bis nach Savuti (Übernachtung), von Savuti zurück nach Kasane und über Nata nach Maun. Wir waren in der Regenzeit dort und wollten nicht die direkte Strecke Kasane-Maun fahren. Wir sind in Kasane mittags losgefahren und waren am frühen Abend in Nata. Am nächsten Tag sind wir früh weitergefahren, haben einen Abstecher zu Greens und zu Chapmans Baobab unternommen und waren abends in Maun. Dort haben wir übernachtet und sind am nächsten Morgen in das Delta geflogen. Wir hatten übrigens auch ein kleines Kind dabei.

Gruß, Kanzler
Themenstarter98 Beiträge · seit 200819. März 2008 · #11
Hallo Kanzler,

danke für Deine Hilfe. Ich hab' jetzt doch noch schnell den Reiseführer für Botswana bestellt.
Habt ihr den Flug ins Delta vor Ort gebucht? War das dann eine mehrtätige Tour oder ein Rundflug?

Viele Grüße,

Judith

PS: Aber wenn es so weiter geht, fällt der Norden sowieso ins Wasser
0
573 Beiträge · seit 200719. März 2008 · #12
An Reiseführern kann ich insbesondere den Hube und mit leichten Abstrichen den von Reise-Know-How empfehlen.
Die Fly-Inn-Safari haben wir bei einem deutschen Reiseveranstalter gebucht, ich glaube bei DER-Tours. Wir waren für drei Nächte in der Nxabega-Lodge. Die wird von CC Africa betrieben. Die Qualität war in jeder Hinsicht Spitzenklasse. Besonders beeindruckten uns die perfekt ausgebildeten Guides. Wir hatten ein Safariauto mit Fährtenleser und Guide für uns allein, was die Ausfahrten besonders angenehm machte, weil wir das Tempo ganz allein bestimmen konnten. Ein schönes Erlebnis waren die Mokoroausfahrten.

Viele Grüße, Kanzler
573 Beiträge · seit 200719. März 2008 · #13
Zum Wetter: Das Okavango-Delta ist besonders reizvoll, wenn der Wasserstand hoch ist. Die Tierdichte auf den Landteilen ist dann besonders groß.

Gruß, Kanzler
Themenstarter98 Beiträge · seit 200819. März 2008 · #14
Hallo Kanzler,

also macht es gerade doch wegen des vielen Regens zur Zeit Sinn nach Botswana zu fahren?

Wo kann man übrigens in Savuti übernachten? Es gibt dort doch nur die staatlichen Camps?

Vielen dank und viele Grüße,

Judith
0
483 Beiträge · seit 200719. März 2008 · #15
Das Wasser braucht eine gewisse Zeit, bis es den Okavango runter ist und im Delta angekommen ist.

Zitat aus Wikipedia: "Während der Okawango bei den Popa-Wasserfällen am Anfang des Pfannenstiels seinen Höchststand bereits im März erreicht, dauert es etwa vier Monate, bis die Flut den Thamalakane bei Maun am anderen Ende des Deltas erreicht und dadurch eine Wasserfläche von etwa 12.000 Quadratkilometer schafft." ... "Insbesondere diese massive Verzögerung der Flut, die wahrscheinlich auf die starke Vegetationsdichte im Delta zurückzuführen ist, hat enorme Bedeutung für die Tierwelt in der Region, da dadurch die Flut genau zum Höhepunkt der Trockenzeit am Ende des Deltas angelangt und damit erst die Grundlage für das reiche Tierleben schafft."

Gruss, Thomas
0
573 Beiträge · seit 200719. März 2008 · #16
In das Okavango-Delta fliegst du und wirst dann dort gefahren. Da spielt der Zustand der Wege keine große Rolle. Wenn viel Wasser im Delta steht, sind die Landflächen entsprechend klein und die Tierdichte entsprechend hoch. Und wenn es dann nicht gleichzeitig regnet, sind die Bedingungen ideal.
Im Savuti-Gebiet gibt es ziemlich dicht beieinander das staatliche Campesite und zwei Lodges. Soweit ich weiß Savuti-Lodge und Elephant-Lodge (ohne Garantie). Die Lodges sind aber wohl unter privater Führung.
Gruß, Kanzler
13 Beiträge · seit 200720. März 2008 · #17
Komme gerade aus NAM/BOT zurück. wir haben uns aufgrund der Jahreszeit an die Asphaltstraßen gehalten. Hier mal die Route und einige Eindrücke

Kalahari Car Hire- Toyota Hilux in WDH

1. Windhoek - Pension Moni
sauber, nett ordendlich, sehr gut

2.Weavers Rock (ehemals Hohenfeld)
super campsite, toller Blick, bestes Camping

3. Uris Lodge bei Tsumeb
tolle lodge, bißchen luxus, tolles essen, aber keine aktivitäten

4. Besuch im San Dorf Ju/Hoansi
Anfahrt über die C44 - letztes Stück sandig. tolles Erlebnis, nette leute
romantisches Camping, hat sich gelohnt

5. Fahrt nach Rundu - Tambuti Lodge

Die Stadt ist sehr lebendig, viele Leute aus Angola, eher Stoppover
Tambuti wird gerade renoviert, Zimmer okay, Essen mittelmäßig

6. Mahango Safari Lodge (nähe Popa Falls)

super Lage, gute Bootsfahrten, viele Hippos, Mahango Park kann man gut auf jeden Fall selber fahren. Lodge sehr freundlich, gutes Essen - Tipp: Zelte am Wasser reservieren anstatt Bungalows

7.Camp Kwando

nette Anlage, sehr gutes Essen - allerdings ist der Fluss sehr schmal. Für Tierbeobachtungen eher in der Trockenzeit interessant. Die Unterkunft war sehr gut, allerdings ist das Wasser gewöhnungsbedürftig (direkt aus dem Fluss 🙂 Tipp: Anfahrt von Kongola. Straße heißt M125 statt D3511
Eine Fahrt neben der Hauptstraße lohnt sich eher. nette Dörfer etc

Grenze Botswana bei Ngoma Bridge - Achtung Tipp. Man muss eine "Police Clearance" vorweisen - gibts in Katima

8. Garden Lodge - Kasane

super Unterkunft! leider nicht billig..sehr tierreich am Chobe, Elefanten überall. Tagesausflug Vic Falls genial (Vor allem zur Zeit, da sehr wenig Touristen)

9. Zwischenstopp Nata - Elephants Sand

Straße Kasane-Nata wirklich sehr viele Schlaglöcher
Elephant Sand ist nett, aber das Personal sehr lustlos -viele Elefanten
Chalets sind sehr kleine Buschhütten - eher Stoppover

10. Crocodile Camp - Maun

gute Unterkunft-jeder hält in Maun. Camping eher lustlos am Eingang, Hauser sehr gut, lecker essen dirkt am Fluss

11. Kalahari Bush Break (Namibia)

sehr nette Anlage, leider Camping am Eingang, Sanitär sehr gut aber Lappa 5km entfernt

12. Okambara Lodge

sehr schöne Lodge, super freundlich, 18.000h Farm, Gamedrives super!
Anfahrt letes Stück bisl schlammig zur Zeit

13. Noasanabis Game Ranch

nette und freundliche Anlage für Camper

14. windhoek Moni s.o.

insgesamt eine super Tour gewesen. Eher im 2 Tage bleiben, anstatt nur zu fahren war ein guter Tipp..Danke an das Forum hier.

gruss.

mojo
5 Beiträge · seit 200821. März 2008 · #18
Hallo Mojo,

vielen Dank für den ausführlichen Bericht. Wir fahren bald auch in den Caprivi und über Kasane nach Maun. Kannst du mir etwas über das Crocodile Camp berichten, da ich im Forum gelesen habe, dass es vermutlich nicht mehr das ist was es einmal war.

vielen Dank
Yellow
8 Beiträge · seit 200826. März 2008 · #19
1. Kasane Maun über Savuti haben wir 3 Tage gebraucht (Kasane Savuti Moremi Maun). Das ist eine sehr schöne aber auch anstrengende Tour.
2. Südlich Poppa Falls ist der Mahango Park, klein aber immer sehr viel zu sehen; östlich der Buffalo Park mit Wasserbüffeln und Elefanten.
3. Der Vorschlag von dort direkt südlich zu fahren ist gut, haben wir schon ein paar mal gemacht. Von Drotsky's aus lohnt auch der Ausflug nach Tsodilo Hills im Westen, ein Rundflug von Shakawe über das nördliche Delta und vor allem ausgedehnte Bootsfahrten.
4. Was jetzt auch geht, ist dann weiter nach Süden über den Kalagadi transfrontier nach Südafrika und über Mata Mata nach Namibia zurück.
Mobby
13 Beiträge · seit 200828. März 2008 · #20
Hallo

Wir sind vor 1 Woche nach Hause gekommen. Statt in Rundu haben wir in Katima einen Halt eingelegt. Es hat uns sehr gefallen. Man kann nochmals gross einkaufen.(Kein Fleisch) Das nehmen sie einem sowieso wieder weg auf der Strecke Richtung Maun. In Katima hat es einen neuen Camping der noch nicht in den Reiseführer ist. Sehr schön direkt am Fluss und Sauber. Er liegt in der Nähe der Hippo River Lodge. Ist angeschrieben. Alternative zu Nata wäre noch Gweta. Auch dort hat es einen wunderschönen Campingplatz mit Pool. In Kasane würde ich zur Toro Lodge. Die haben auch einen Camping und der ist recht schön. Eigenes WC und Dusche. Preis etwa gleich wie Chobe und dieser ist doch ziemlich übel.
Die Strasse von Kasane nach Gweta ist ziemlich übel. Riesige Schlaglöcher. Also nicht allzu schnelles fahren angesagt.

Gruss Feli