OPOperaThemenstarter5 Beiträge · seit 200817. März 2008 · #1
Hallo, nachdem wir vor 2 Jahren unseren ersten Namibia Urlaub erlebt haben, waren wir im letzten Jahr gleich nochmal dort (von den Victoriafällen ging es über Kasane durch den Caprivi nach Windhoek). Ich möchte jedoch gern mal die Route Kasane - Maun - Ghanzi - Windhoek fahren! Fährt man da über Nata? Geplant ist Mitte August bis September (Zeit leider nur 2,5 bis 3 Wochen). Unser Reisebüro rät ab, keine Unterkünfte, wenn dann teuer, unpassierbare Strassen etc... Wer hat hier Erfahrung, ist die Route schon mal gefahren? Ist die Route wirklich so schwer zu fahren? Bisher hatten wir auch nur "normalen PKW" und Gästefarmen, würde hier gern kombinieren, 4x4, Zelt (Dachzelt) und Unterkünfte.... Ich stelle mir die Route traumhaft vor, viele Tiere, Einsamkeit und Ruhe (Oder??)
Freue mich über Tips, Danke im voraus.
PS: Welche Variante ist günstiger über Windhoek nach Kasane (oder Maun) oder über Johannesburg nach Kasane? und dann starten
Es kommt auf dein Auto darauf an. Hast du einen 4x4 zur Verfuegung wuerde ich die Strecke Kasane -> Savuti -> Maun fahren. Ansosnten musst du auf der Teerstrasse bleiben und kannst nur Kasane -> Nata -> Maun fahren. Selbst wenn du ueber Savuti fahren willst, ist es schon kurz nach zu spaet! Die Camps sind lange im voraus ausgebucht und ihr werdet in den Nationalparks Schwierigkeiten haben unterzukommen.
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
OPOperaThemenstarter5 Beiträge · seit 200817. März 2008 · #3
Hallo,
ein 4x4 ist geplant. Hast Du Tips für Unterkünfte (über Reisebüro oder selber versuchen?)
Gruß Opera
Filminfo265 Beiträge · seit 200717. März 2008 · #4
Hallo Opera,
herzlich willkommen in Forum. Wie schon erwähnt, Du benötigst auf jeden Fall ein 4x4 Fahrzeug für die Strecke über Savuti - da es dort sehr tiefsandige Passagen gibt. Auch im Moremi Wildlife Reserve (einem der schönsten Wildreservate Afrikas) sind einige Tracks tiefsandig. Das Problem ist tatsächlich, das du über das Buchungssystem kurzfristig keine Campreservierung bekommst. Du müsstest alle z.B. 14 Tage per Fax eine Anfrage in Gaberone starten ... ist zwar sehr nervig.... aber vielleicht hat man irgendwann doch noch einen Glückstreffer. Dazu muss aber die Tour ausgearbeitet sein und die vorgesehenen Camptermine für euch feststehen.
Weiterhin viel Freude bei Euren Reiseplanungen, mit Grüssen vom Bodensee
Email nicht unbedingt zuverlaessig - Fax besser aber oft besetzte / schlechte Leitung.
Unterkuenfte sind: Ihaha / Savtui im Chobe Park
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
GRgrosser715 Beiträge · seit 200817. März 2008 · #6
Hallo Opera,
ich bin letztes Jahr im September die Strecke von Windhoek nach Kansane gefahren. Die Strecke ist von der Landschaft und von den Tieren her wesentlich schöner als über Namibia (war mein Rückweg von den Vic-Fällen). Du brauchst unbedingt einen guten 4x4, am besten einen Diesel. Zwischen Kansane und Maun gibt es keine Tankstelle und keinen Shop. Also musst Du alles mitnehmen. Ich würde auch ein GPS empfehlen, besonders hilfreich im Moremi N.P. Übernachtung: Es gibt einige wenige Camps in den Nationalparks. Die Reservierung ist sehr schwierig und umständlich. In Mauns könnte man sie reservieren, aber die dortigen Damen sind sehr unfreundlich und wollen nicht. Ich würde ohne Buchung hinfahren und sehr freundlich mit den Rangern reden. In allen Camps sind Plätze frei. Selbst wenn man reserviert hat, kann man seine Plätze nicht bekommen. Falls Du noch mehr Fragen hast, einfach mailen.
Viele Grüße
Tom
PEpeter48355 Beiträge · seit 200617. März 2008 · #7
Hallo Opera,
ich kann absolut nicht bestätigen, dass die Damen in der Office in Maun unfreundlich wären. Als ich dort war haben wir viel zusammen gelacht. Sie waren sehr bemüht und haben mir so weit es ging geholfen. Wenn natürlich ausgebucht ist können sie aber auch nicht zaubern.
Viele Grüße peter
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STsteinbeisser571 Beiträge · seit 200617. März 2008 · #8
Hallo opera, und ich kann nicht bestätigen, daß in allen Camps immer Plätze frei sind. Über das Thema wurde allerdings auch schon sehr viel geschrieben. Ich würde mich nicht auf das Glück verlassen, das der eine oder andere zufällig oder aufgrund der Reisezeit hatten. Mitte August bis Mitte September ist noch Hochsaison, selbst wenn die RSA - Ferien tw. vorüber sind. Versuche auf jeden Fall, immer wieder und ohne Frust alle paar Wochen ein Buchungsfax zu schicken. Es ist allerdings auch richtig, daß man manchmal seinen reservierten Platz nicht belegen kann, weil 1. entweder ungebuchte Einfachhinsteller (squatterer) so frei waren oder 2. freundliche Ranger dachten, da kommt niemand mehr und den Platz vergeben haben. Im letzteren Fall werden Sie Dir rasch eine Alternative geben. Das tun sie auch, wenn Du ohne Buchung kommst, freundlich ein wenig plauderst usw. Den schönsten Platz kannst Du natürlich nicht erwarten, meist sind die sogenannten Reserveplätze dicht gedrängt (Savuti)oder sie beeinträchtigen in irgendeiner Weise die Besucher der festen Plätze (zu nah dran, was zumindest mal ein schlechtes Gewissen/Gefühl/Stimmung machen kann). Wenn dann aber das Feuer brennt, löst sich doch meist alles in Wohlgefallen auf. Nun ja, eine zweischneidige Sache, das mit den Ungebuchten... Wenn bei uns ein Bus voll ist, ist er voll, das ist in anderen Ländern oft anders 😉 steinbeisser
linksfahrer435 Beiträge · seit 200719. März 2008 · #9
Noch Buchungen in den Nationalparks zu bekommen ist nicht sehr warscheinlich. Man muß sich klarmachen das es pro Camp immer nur ca. 10 offizielle Campsites gibt, die sind schnell ausgebucht. Auch die Chance in Maun noch was zu drehen ist eher gering. Ihr könnt versuchen vor Ort jemanden zu finden der mit Euch die Campsite teilt. Aus Erfahrung weiß ich aber, das es kein besonders angenehmes Gefühl ist ohne Buchung hinzufahren. Ihr könnt aber ohne Buchung Ausflüge ins Delta machen und eventuell außerhalb der Parks in privaten Konzessionsgebieten Gamedrives machen(Kakizini+Mankwe Lodge).
Wir sind von WDH nach Maun gefahren. Die Strecke ist nicht besonders spektakulär. Eventuell ist die Fahrt von Joburg aus lohnender(Khama Rhino Sanctuary). MfG Thomas D.
In diesem Thread lese ich mal wieder viel über "einfach hinfahren ohne zu buchen" im Zusammenhang mit den Camp Sites in Chobe und Moremi.
Ihr seid ja alle mindestens 20 Jahre alt und dürft deshalb machen, was euch gefällt. Seid euch einfach dessen bewusst, dass wir alle, also die "European self drive visitors", welche in Windhoek oder Jo'burg oder Livingstone einen Wagen mieten und damit nach Botswana fahren im Okavango Delta Management Plan (Gremium der lokalen Anspruchsgruppen) mittlerweile ein genauso grosses Thema sind wie die Südafrikanischen overlander.
Konkret geht es einerseits darum, dass durch die Nichtbucherei zwischen August und Oktober regelmässig zuviele Fahrzeuge und Menschen in den Parks sind. Zuviele für die Tiere und die Natur, welche wir ja alle so lieben. Andererseits geht es darum, dass sich immer mehr Self Drive Visitors nicht mehr an die Parkregeln halten. Besonders schlecht steht es übrigens um die Khwai River Concession (siehe Africa Geographic 10/2007, Bericht von Ian Michler), wo bereits Verhaltensveränderungen einiger Tierarten zu beobachten sind.
Diese Umstände sind Wind in den Segeln der Vertreter eines kompletten Verbots von Selbstfahrern in Chobe, Moremi und den angrenzenden Konzessionen. Lange wird dieser Umstand nicht mehr toleriert werden.
Jetzt haben wir alle zwei Möglichkeiten: Entweder sofort ohne Rücksicht auf Verluste hinfahren solange es noch geht, oder uns wieder auf unsere Verantwortung und darauf besinnen, was wirklich wichtig ist und im schlimmsten Fall halt unsere Reise anders planen.
Erinnert mich irgendwie an die Geschichte mit der Tigerjagd in Indien: Als von der Regierung ein nationales Verbot angekündigt wurde, sind tausende Trophäenjäger nach Indien gejetted, um noch so ein Tierchen abzuknallen... sollten doch ein Zeichen sein?
PEpeter48355 Beiträge · seit 200619. März 2008 · #11
Hallo Patrick,
Danke für deinen Beitrag, ich stimme dir voll und ganz zu. Ich glaube das die Zeiten der Selbstfahrer bald vorbei sein werden. Die Vorschläge einfach hinzufahren, irgendwie kommt man ja doch noch rein egal wie, häufen sich. Die Verantwortlichen haben das Problem schon längst erkannt, aber die Mühlen in Afrika mahlen nun mal etwas langsamer, aber sie mahlen. Viele akzeptieren einfach nicht, dass die Einmaligkeit dieser Parks auch dadurch entsteht das es nur wenige Besucher gibt und du dadurch dieses Gefühl hast abends an deinem Camp ganz alleine im afrikanischen Busch zu sein. Ich bin aber dann auf das Geschrei gespannt wenn Selbstfahrer und Campen in den Parks verboten werden. Dabei haben wir (Selbstfahrer) es uns ganz alleine eingebrockt. Ich kann versuchen zu buchen, ich kann auch noch mal in Maun im Büro nachfragen aber dann sollte es gut sein.