ältere Dias digitalisieren

17 Antworten · 9'682 Aufrufe · gestartet 17. März 2008 von jaw
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Themenstarter2'048 Beiträge · seit 200717. März 2008 · #1
Hallo liebe Fomis,

hier sind so viele Technik-erfahrene Mitglieder, so dass ich sicher Hilfe bekomme:

Ich habe in den 80er Jahren sehr intensiv fotographiert. Jetzt würde ich gerne aus meinen alten Dias und den Serien der letzten Reisen eine digitale Zusammenstellung machen. Dazu brauche ich aber eine Möglichkeit, die alten Dias Digital zu erfassen, scannen oder was auch immer.

Wie geht das?
Wer macht so was?
und vielleicht: was kostet es?

Herzlichen Dank

jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
265 Beiträge · seit 200717. März 2008 · #2
Hallo Jaw,

ich habe auch meine schönsten Dias (selbst) eingescannt.
Am günstigsten ist es (wenn Du Zeit dafür hast) einen guten gebrauchten Scanner z.B. bei EBAY kaufen und später wieder verkaufen - so machen es die meisten.
Wenn man eine Firma beauftragt, dann kostet ein Dia ab 1000 Stück 42 Cent.
Schau mal selbst bei EBAY ... dort bieten Firmen diesen Service an - gib einfach nur das Suchwort "Diascanner" ein - dann erscheinen zur Zeit 49 Geräte plus Servicefirmen.

Viele Grüsse
Dieter
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Gast17. März 2008 · #3
Moin jaw,

hier sind einige Dienstleister:
http://www.it-digitalservice.de/4.html?gclid=CKSph5fik5ICFQ4cZwodlj6i3Q
http://www.dia-digi-cd.de/
http://www.express-dia.de/index2.htm?gclid=CJzA4Zrik5ICFQ0muwodlCVE6g

Ich habe vor dem gleichen Problem gestanden und mich letzendlich zum Kauf eines Dia-Scanners entschieden. Die Gründe hiefür waren:
Bei 3.500 Dias schlagen die Transportkosten zu. Außerdem gäbe ich unersetzliche Erinnerungen außer Haus.
Der Breakeven bei den Kosten lag für mich seinerzeit bei ca. 3.000 Dias.

Erste Erfahrungen haben meine Entscheidung auch aus anderen Gründen bestätigt:
Verstaubte Dias würden ggf. auch verstaubt eingescannt, die Nacharbeit bliebe also.
Kratzer kann man mit der entsprechenden Scan-Software bereits beim Scan-Vorgang entfernen.

Dagegen spricht vor allem der Zeitfaktor:
Mit Bearbeitung liegt der Scan-Vorgang bei ~sieben Minuten bis zum für mich akzeptablen Ergebnis. Ein unbeaufsichtigter Scan-Vorgang ist auch mit einem Magazinscanner -ich habe so einen- ist illusorisch.

Gruß, Michael
86 Beiträge · seit 200817. März 2008 · #4
Hallo,

ich habe meine Dias und negative hier digitalisieren lassen:

"Dia-Scan Bicker
Kleine Straße 7
19258 Gallin
Tel: 0163/ 7229880
diascan@email.de
www.bicker.eu
14 Cent pro Dia für die ersten 1000 Dias,
12 Cent pro Dia für jedes weitere Dia,
zuzüglich 10 Euro Servicepauschale, die auch den versicherten Rückversand enthält.
Es entstehen keine weiteren Kosten." (Text aus meinem Angebot)

Nur Dias, "niedrige" Auflösung

und hier:

"Firma ScanDig
Fasanenstraße 8b
82008 Unterhaching"
Preise je nach Auflösung, scannen auch Negative.

Bei beiden fand ich die Transportkosten nicht sehr hoch, Ergebnisse waren toll, und kamen auch recht schnell.

Und nein, ich bekomme keine Provision 😎

Liebe Grüße,
Eva
Themenstarter2'048 Beiträge · seit 200717. März 2008 · #5
das Forum ist super: Alles was ich brauche in so kurzer Zeit!!!

Herzlichen Dank
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
3'491 Beiträge · seit 200617. März 2008 · #6
Hallo Jaw,
ich stand vor dem gleichen Problem und habe es auf eine etwas primitivere Art gelöst, weil mir die Dia-Scannerei zu langwierig/zu teuer war und das Abfilmen vom Dia-Spiegel keine wirklich befriedigenden Ergebnisse brachte. Also habe ich meine Leinwand aufgebaut und die Dias von dort einfach abgefilmt ( damals noch mit Video8) - gelegentlich auch mal mit einem Schwenk im Dia, so dass das Ganze ein bisschen Bewegung bekam. Natürlich entsprach das Ergebnis bei weitem nicht dem, was man in Brillianz und Farbe von einem Dia kennt.Aber meine Dias lagen vorher ja auch schon einige Zeit im Keller, waren also auch nicht mehr von bester Qualität.Mit dieser Einschränkung war ich vom Ergebnis positiv überrascht. Dann noch ein paar nette Übergänge dazu und ein bisschen Hintergrundmusik und schon war aus 1.500 Dias ein ca. 1-stündiger, durchaus noch ansehbarer Film geworden.Mit besseren Dias und heutiger DV- oder HD-Technik würde ich ein noch besseres Ergebnis erwarten.
Gruß Joli
1'457 Beiträge · seit 200617. März 2008 · #7
ein sicherlich nuetzlicher Hinweis ist der Verweis auf diese Seite:

http://www.filmscanner.info/
162 Beiträge · seit 200717. März 2008 · #8
Hallo!

Eine Alternative, die hier noch nicht genannt wurde, habe ich gemacht: einen Diascanner leihen!
Ich habe das bei Calumet in Hamburg gemacht. Die bieten ein Gerät an, welches ich mir sonst niemals kaufen würde. Ich hatte den Nikon LS5000 mit dem Diamagazin (kostet sonst glaube ich etwas über EUR 1700 Neu) für zwei Wochenenden. Die berechnen von Freitags 15:00 bis Montags 10:00 immer 1 1/2 Tage . Kostenpunkt: EUR 42/Tag + Mwst., also EUR 76 für ein Wochenende. Die Firma (www.calumet.de) sitzt auch noch in Berlin, Düsseldorf, Essen und München, vielleicht ist ja etwas in Deiner Nähe.
Hier kannst Du auch für längere Zeit einen mieten: www.harrysinfocus.de.
Der einzige Nachteil wird sein, dass Du die ganze Zeit in der Nähe des Computers verbringen mußt!

Gruß Sven
Viele Grüße von Silke & Sven http://www.kleinert-foto.de Reiseberichte und Fotos
17 Beiträge · seit 200717. März 2008 · #9
Moin,
ich hatte mir den Nikon Coolscan 5000ED mit automatischem Einzug gekauft (da passen dann je nach Rahmen 40-50 Dias hinein). Das unbeaufsichtigte Scannen dauerte dann ca. 30-40 Minuten. Ich habe dann immer kleine "Häufchen gemacht" und das Teil immer neu gefüllt. Die Qualität der Scans hängt auch hier von der Qualität der Dias ab, d.h je besser die Vorlage, umso weniger Nachbearbeitung.
Ich habe das Ganze dann nach ca. 2 Monaten und ca. 5000 Scans bei Ebay mit ca. 200 Euro "Verlust" verkauft. Du mußt aber i.d.R. jedes Bild noch einmal kurz nachbearbeiten, da geht dann die eigentliche Zeit bei drauf. Als Scansoftware kann ich Dir Vue-Scan empfehlen, günstig und einfach zu bedienen.
Gruß
Ingolf
571 Beiträge · seit 200617. März 2008 · #10
Nunja, jaw, jetzt hast Du ja schon reichlich Antworten. Trotzdem noch kurz meine Erfahrung bezüglich der Zeit:

Ich scanne mit einem Nikon Coolscan V (nur Einzeleinzug) 1 Dia in ca. 2 Minuten mit höchster Auflösung (nicht unbedingt erforderlich, aber ...) udn Kratzerentfernung. An einem Guten Abend schaffe ich also in ca. 3 h 100 Dias. 2/5 meiner Sammlung habe ich drin, etwa 3500 fehlen noch. Das sind also noch viele, viele Abende, geht sicher noch 1 - 2 Jahre, da ich immer nur mal 2 bis 3 Abende am Stück und dann wochenlang nichts scanne. Die 2 Minuten können aber gut genutzt werden: Reinigen der nächsten Dias, Beschriften, Verschlagwortung der schon gespeicherten Dias - was einschl. Blättern in diversen Tier- dun Pfalenzenführern auch mal dauert, ein Schluck Wein etc. Vom Stapelscannen habe ich Abstand genommen, 1. wegen der Unsicherheiten beim Transport (da gibts wohl unterschiedliche Erfahrungen, 2. und hauptsächlich aber wegen der o.g. Arbeiten. Denn ein Digitalisieren vor allem großer Sammlungen ohne Datenbank und Schlagworte ist m.E. nicht sehr zweckmäßig. Das evtl. Nachbearbeiten mit Bildbearbeitung ist noch ein ganz anderes Thema. Ich muß allerdings gestehen, daß ich immer wieder mal zweifle, ob es den schönen digitalisierten Bildern dann später anders ergeht, als den bisherigen Dia-Beständen: sie verwelken wahrscheinlich irgendwann auf ner externen Festplatte, gleich neben den Magazinen 🙁 Auf jeden Fall würde ich ein Scanprojekt gleich auch mal zum Entrümpeln nutzen: und dabei ganz ganz hart sein 🤩
steinbeisser
7'296 Beiträge · seit 200617. März 2008 · #11
knuff_willi schrieb:
Ich habe dann immer kleine "Häufchen gemacht"
[Loriot]ach was ...

Mit freundlichem Grinsen
Wolfgang 😉
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
1'910 Beiträge · seit 200617. März 2008 · #12
🙂 😄 🤩
Wolfgang schrieb:

[Loriot]ach was ...
Gruss, der K l a u s Nicht behindert zu sein ist ein Geschenk, welches einem schnell genommen werden kann....... In einem Augenblick! ...... Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den zweiten...
818 Beiträge · seit 200718. März 2008 · #13
Steinbeissers Worte kommen m. E. der Realität am nächsten. Ich habe 2 Jahre gebraucht um 4.000 DIAs zu scannen (mit einem 3.600 Filmscanner von Microtek). Die Qualität war nicht zufriedenstellend, das Bearbeiten dauerte am längsten und der Dreck auf den DIAs ... abscheulich. Nun - nach 3-4 Jahren muss ich sagen, dass die Qualität meiner gescannten Bilder längst nicht mehr dem heute gängigen Standard a la Digital entspricht.

Deswegen würde ich das auch nie wieder machen.

Allerdings sind hin und wieder doch ein paar nette Fotos dabei, die ich gern digital haben will und so habe ich mal was probiert und war erstaunt über das gute Ergebnis:

Ein ca. 60 cm langes Brett aufs Stativ geschraubt. Darüber die Kamera mit Makroobjektiv. Einen DIA-Halter im entspr. Abstand angebracht und dahinter ein kleines Leuchtpult mit "Tageslicht" leuchten lassen. DIA reinstecken und Feuer, DIA wechseln und Feuer ...
Vorteil: RAW-Datei, staubfrei, kleinere Dateien, leichter zu bearbeiten, Weiterverarbeitung in Lightroom.
Nachteil: Bilder dürfen nicht verkantet werden, aber beim exakten Ausrichten des DIA-Halters kein Problem.
Mehr Nachteile konnte ich nicht feststellen.

Ist zumindest ne Alternative und für mich vermutlich die beste, weil schneller und qualitativ nicht schlechter als ein guter bis sehr guter DIA-Scanner. 🙂

LG oribi
http://www.oribi.de/
zuletzt bearbeitet 20. März 2008
Themenstarter2'048 Beiträge · seit 200718. März 2008 · #14
@ oribi
Deswegen würde ich das auch nie wieder machen.
ich habe auch früher nicht daran gedacht. Aber ich habe das fotographieren früher mit extrem viel Aufwand betrieben und sowohl Balkengerät, schweres Stativ als auch 400 und 1200mm Brennweite durch Afrika geschleift. (Mein "Handgepäck" wurde mal mit 27kg gewogen!):P

Ausserdem war ich mit Digitalfoto an viele Orten nicht mehr gewessen (Okavangodelta, Savuti) und bin mir nicht sicher, ob ich da nochmal hinkomme (zumindest vor meiner Rente😜 )

Als dann mein erstes Kind da war habe ich fast ganz aufgehört. Ich wollte / konnte einfach nicht mehr mit der Kamera rumlaufen (mußte ja den Knirps statt dem Rucksack tragen 😄 Und als danach Zwilling kamen, blieben die Kameras im Koffer zu Hause, da das mitzuführende Kinderequipment und der Hund sowieso enorme Platzprobleme bescherte (wir hatten zeitgleich dann 3 Kinder im Kinder- / Sitzwagenalter). Einmal "entwöhnt" habe ich dann 10-12 Jahre die Kameras praktisch nicht mehr benutzt.

Jetzt fängt aber mein Ältester an, sich dafür zu begeistern. Er hat mit meinen alten Gehäusen und Objektiven viel über die physikalischen Eigenschaften gelernt, sich dann aber entschieden digital zu arbeiten. Wenn ich mal Ruhe habe kann ich ja eine Auswahl seiner Bilder hier zeigen, er war 2007 erstmals mit in Namibia.


Was mache ich mit den digitalen Bildern?

Ich habe sehr viel am Schreibtisch zu tun und arbeite dort mit bis zu 3 vernetzten Rechnern parallel. Ich nehme die Dia-serien als Bildschirmschoner, die in Nutzungspausen ablaufen. Das stört nicht meine Konzentration, schafft mir aber ein besseres Arbeitsklima. Manchmal habe ich Gesprächspartner, die sich dann mehr für den Monitor hinter mir interessieren als für das Gespräch:S

Ausserdem suche ich mir immer wieder ein neues Hintergrundbild aus, je nach Stimmung und Traumzielen.:S

Die digitalen Bilder sind also sehr präsent, während die Dias in 100-er und 300er Transportboxen und in einem Archivschrank verstauben.

Ich danke allen Tippgebern. Ich selbst werde mich erstmal bei den Profis umschauen. Einige bieten Testserien an - vielleicht werde ich dann später den Thred hier nochmal mit meinen Erfahrungen ergänzen.
Mein Sohn hat mir nach den Aufwandshinweisen von Euch inzwischen einen Korb gegeben. Ich selbst habe die Zeit nicht bzw. müßte auf anderes Verzichten, was die Kosten / Nutzen - Analyse sehr bestimmt.

Viele Grüße

jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
65 Beiträge · seit 200820. März 2008 · #15
Gerne gebe ich auch meine Erfahrung weiter.

Konnte mich für 1'200 Dias von 10'000 Dias entscheiden, die ich digitalisieren mochte. Da ich zudem gerade noch einen All-In-One Drucker suchte, entschied ich mich für den Canon Pixma MP970. Dort - natürlich mit Aufwand - konnte ich meine Dia einscannen. Das Resultat war ok. Natürlich kann kein Scanner der Welt die Qualität der Dias 1:1 nachempfinden.
Was aber bei diesem MP970 auch noch sehr gut ist, dass man auch Filmnegative einscannen kann. Die Negativ scanne ich in den nächsten Tagen ein (deshalb kann ich noch nichts über die Qualität sagen). So habe ich wieder viel Platz in meinem Wohnzimmer und sage CIAO der analogen Fotographie.

Wünsche noch schöne Ostern
Nichts ist auf der Welt gerechter verteilt als der Verstand. Jeder glaubt er haette genug davon!
4 Beiträge · seit 201830. Apr. 2018 · #17
Da das Thema schon etwas zurückliegt (ja, 10 Jahre 😄), würde ich gerne wissen ob jemand von euch in letzter Zeit seine Dias zur Digitalisierung eingesendet hat? Welche Dienstleister könnt ihr hierfür empfehlen? Ich bin bei meiner Recherche z.B. auf https://www.mediadig.de/ gestoßen, wo ich aktuell ein paar kostenlose Probescans anfertigen lassen. Welche vergleichbaren Angebote gibt es, die ebenfalls Reinigung und eine Auflösung mit 4000dpi enthalten?
1'450 Beiträge · seit 200630. Apr. 2018 · #18
Na, das ist ja mal eine gut verpackte Werbung.

Beate