Wildlife auch südlich der Regenzone?

34 Antworten · 9'196 Aufrufe · gestartet 15. März 2008 von zimpix
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Themenstarter107 Beiträge · seit 200815. März 2008 · #1
Es macht den Anschein, dass sich nun unsere Botswana-Moremi-Pläne doch zerschlagen, weil unsere Buchungsbemühungen erfolglos blieben. Dennoch wollten wir (4x4-Camper) Wildlife in echter Wildnis erleben. Das heisst: Keine "Zoos", keine künstlichen Fütterungen, keine beleuchteten Wasserlöcher, einfach Afrikas Tierwelt, so wie sie schon immer war.

Bis jetzt bin ich davon ausgegangen, dass man in Namibia dazu ins Etosha-Gebiet fahren und dort eines der drei Camps buchen müsste. Auf der anderen Seite lese ich in jüngster Zeit immer wieder von den starken und anhaltenden Regenfällen, die einerseits das Gebiet eingrünen, was die Beobachtungsmöglichkeiten stark einschränkt und andererseits die Pads zum Teil unpassierbar macht.

Wir werden im Juni für drei Wochen durch Namibia ziehen. Meine Frage ist nun, ob wir als Camper auch südlich von Etosha, im Gebiet, das von den Regenfällen nicht so stark durchtränkt worden ist, Möglichkeiten hätten, Wildlife zu erleben und beobachten? Nur für diesen Wildlife-Teil hätten wir etwa eine Woche Zeit.

Für eure Tipps bin ich euch sehr dankbar.

zimpix
If you don't have a sense of humor, don't go to Africa
573 Beiträge · seit 200715. März 2008 · #2
Wie wäre es mit dem Kgalagadi Transfrontier Park an der südöstlichen Grenze. Ich war persönlich noch nicht dort, habe aber viel darüber recherchiert, weil ich im Dezember dort hin möchte. Das ist alles sehr vielversprechend. Buchungen der Camps für den RSA-Teil ist völlig unkompliziert über Sanparks möglich. Es gibt einige Wilderness-Camps, die sehr abgelegen sind.

Viele Grüße, Kanzler
Themenstarter107 Beiträge · seit 200815. März 2008 · #3
Wieso eigentlich nicht? Ist gar nicht so weit von unserer Route weg. Ich schau mir das gerne einmal an. Danke für den Hinweis. Könnten wir dann bei Mata Mata über die Grenze und in den Park oder müssten wir den Riesenumweg über Upington machen?

zimpix
If you don't have a sense of humor, don't go to Africa
1'125 Beiträge · seit 200615. März 2008 · #4
Hallo, Zimpix,
im Juni ist absolute Trockenzeit. Du wirst das Land nicht grün, sondern braun sehen. Du brauchst also nirgends im südlichen Afrika Einschränkungen durch Regen oder Überschwemmungen zu befürchten. Die Tiere kommen ans Wasserloch, weil sie nur dort Wasser vorfinden - anders als zu Regenzeiten. Und Etosha ist da gut geeignet. Schade aber, dass Botswana für Euch ausfällt. Ich bin immer noch ein Chobe- oder Moremi-Fan.
Viel Glück!
Wolff-Rüdiger
Omnia vincit amor
Themenstarter107 Beiträge · seit 200815. März 2008 · #5
Lieber WolffRüdiger

Ja, wir trauern auch Moremi nach. Aber scheinbar sind alle Camps seit Wochen hoffnungslos ausgebucht. So haben wir das von einem unserer Freunde, der in Gaborone wohnt und es dort direkt bei National Parks versucht hat, erfahren. Unsere direkten Buchungsversuche blieben bis jetzt immer alle unbeantwortet. Wie buchst du dich denn jeweils in Moremi ein?

Und noch etwas: Du schreibtst richtig, dass Juni Trockenzeit ist. Aber wenn ich jetzt im März von diesen vielen und ungewöhnlichen Regenfällen lese, bin ich geneigt anzunehmen, dass das dadurch erzeugte Blätterdichicht mindestens bis in unseren europäischen Sommer hinein erhalten bleibt und die Zahl der Wasserlöcher bedeutend grösser ist als in anderen Jahren. Oder liege ich da völlig falsch?

Gruss zimpix
If you don't have a sense of humor, don't go to Africa
2'612 Beiträge · seit 200715. März 2008 · #6
zimpix schrieb:
Wieso eigentlich nicht? Ist gar nicht so weit von unserer Route weg. Ich schau mir das gerne einmal an. Danke für den Hinweis. Könnten wir dann bei Mata Mata über die Grenze und in den Park oder müssten wir den Riesenumweg über Upington machen?

zimpix
Mata Mata ist seit einigen Monaten offen. Wir werden im August für 10 Tage zum ersten Mal im Park sein, teilweise auch in den Wilderness Camps, zu buchen über:

http://www.sanparks.org/
Bye bye Forum
1'125 Beiträge · seit 200615. März 2008 · #7
Mein Gott, Zimpix,
was bist Du schnell!
Und so schnell, wie Du bist, geht es auch mit dem Austrocknen. Natürlich weiß ich nicht, wie sich das Wetter in diesem Jahr weiter entwickelt. Aber nach der letzten außergewöhnlichen Regenzeit war ich im Juli dort - und es war kaum noch was davon zu bemerken.
Meinen Weg der Buchung wirst Du als einer, der erstmals dorthin fährt, nicht begehen können. Ich war schon öfter in Maun, immer im selben Camp, kenne die Besitzerin mittlerweile gut. Sie hat für mich direkt im Maun-er Büro gebucht. Und überwiesen habe ich die geforderte Vorauszahlung von meinem südafr. Konto - meine Schwester wohnt in SA seit einem Vierteljahrhundert und hat das alles gemanagt. Wer hat schon eine Schwester dort??? Du?
Aber Du wirst demnächst einen 2. Versuch starten, das geht uns allen so. Nur halt etwas früher und mit Eselsgeduld. Die braucht man in Afrika.
Glückliche Reise!
Wolff-Rüdiger
Omnia vincit amor
265 Beiträge · seit 200715. März 2008 · #8
Hallo Zimpix,

wir waren auch nach einer stärkeren Regenzeit vor einigen Jahren im Mai/Juni in Namibia unterwegs. Im Etosha Park hatten sich die grossen Wasserflächen bis dahin alle zurückgezogen... bis in der Nähe von Namutoni. Die Landschaft ist nach der Regenzeit sehr reizvoll .... grüne Bäume und Pastellfarben in der Savanne. Tiere konnten wir auch beobachten ... trotz der dichteren Belaubung. Also, du mußt n.E. nicht auf Etosha verzichten.

Ich schließe mich auch der südlichen Alternative an und empfehle ebenfalls den Kgalagadi Transfrontier Park. Ich war schon zweimal dort - konnte immer Geparden entdecken und einmal sogar sehr nahe bei der Jagd beobachten. Auf der Botswanaseite gibt es Trails in die Kalahari - jedoch dürfen die nur mit 2 Fahrzeugen befahren werden - aber vielleicht kann man sich ja einem Konvoi anschließen.

Zweiter Tipp: Das Buchungssystem in Botswana ist leider nicht auf dem aller neuesten Stand: ich würde weiterhin alle 14Tage per Fax eine Anfrage starten - denn viele Reservierungen werden auch wieder storniert - wer weiss, manchmal hat man dann doch grosses Glück - also mein Rat: dranbleiben - nicht aufgeben:)

Ich wünsche weiterhin viel Freude bei den Reiseplanungen,
mit sonnigen Grüssen vom Bodensee
Dieter

Etosha Ende Mai
Die Spur zum Wildlife-Abenteuer beginnt hier... www.NAMIBIA und BOTSWANA Reise-DVD fuer Selbstfahrer (BESTELLUNG AUCH DIREKT BEI Stonereisefilm@aol.com)
573 Beiträge · seit 200715. März 2008 · #9
Filminfo schrieb:
Auf der Botswanaseite gibt es Trails in die Kalahari - jedoch dürfen die nur mit 2 Fahrzeugen befahren werden - aber vielleicht kann man sich ja einem Konvoi anschließen.
Da bin ich jetzt ein wenig verunsichert. Soweit ich erfahren habe, gilt die Konvoi-Regelung doch nur für die drei Wilderness Trails (Mabuasehube Wilderness Trail, Nossob 4X4 Eco Trail, Gemsbok Wilderness Trail) und nicht für die südlichere Querverbindung zwischen Nossob und der Mabuasehube-Regon!? Soweit ich weiß, dürfen die drei Wildernesstrails auch nur nach Voranmeldung und nur in eine Richtung befahren werden. Oder liege ich falsch?

Gruß, Kanzler
265 Beiträge · seit 200715. März 2008 · #10
Hallo Kanzler,

ja, die Konvoiregelung gilt für diese genannten Trails. Ich war damals auf dem 260km langen Gemsbok Wilderness Trail ab dem Polentswa Camp unterwegs.
Dies war ja nur zuerst einmal eine allgemeine Info an Zimpix ... da muss er sich ja bei Interesse weiter informieren.

Viele Grüsse
Dieter
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573 Beiträge · seit 200715. März 2008 · #11
@Filminfo

Die übrigen Routen - auch die im Botswana-Teil sind aber doch frei befahrbar, auch allein - oder?

Grüße, Kanzler
573 Beiträge · seit 200715. März 2008 · #12
Zum Grenzübergang Mata Mata sollte noch angemerkt werden, dass es dort wohl nur eine Namibia-Ausreisestation gibt, nicht aber eine Einreisemöglichkeit nach RSA oder BOT. Die Einreiseformalitäten können - soweit ich in Erfahrung bringen konnte - ausschließlich in Twee Rivieren (RSA) und Two Rivers (BOT) erledigt werden. Offenbar kann auf die offizielle Einreise nach RSA oder BOT aber verzichtet werden, wenn über Mata Mata wieder ausgereist wird. Weiß jemand näheres?

Grüße, Kanzler
Themenstarter107 Beiträge · seit 200815. März 2008 · #13
Ich würde gerne noch etwas recherchieren über Kgalagadi TFP. Kennt jemand gute Websites oder Adressen von Bildergalerien hierzu?

Zimpix
If you don't have a sense of humor, don't go to Africa
573 Beiträge · seit 200715. März 2008 · #14
Auf der Seite von Sanparks steht einiges. Der Hupe-Reiseführer ist sehr informativ, ebenso der von Reise-Know-How (es gibt wohl noch in diesem Frühjahr eine Neuauflage).
Ich persönlich finde die angebotenen Wilderness-Camps im südafrikanischen Teil sehr reizvoll. Wir haben eines für zwei Nächte gebucht. Das sind allerdings keine Campingplätze, sondern feste Unterkünfte der einfachen Art. Im Botswana-Teil des Parks gibt es wohl die für Botswana üblichen einfachen aber wegen ihrer einsamen Lage so genialen Campingplätze - einmal im Norden um Swart Pan und dann im Osten in der Mabuasehube-Region. Ich muss allerdings dazu schreiben, dass mein Wissen ausschließlich theoretischer Art ist, weil ich - wie gesagt - noch nicht dort war, sondern nur sehr intensiv für unsere Reise im Dezember recheriert habe.

Viele Grüße, Kanzler
594 Beiträge · seit 200615. März 2008 · #15
Hallo Zimpix,

hier gehts zum Sanparks-Forum http://www.sanparks.org/forums/index.php
allerdings englischsprachig.
Schau unter Arid Parks und Travel Tales, da findest Du jede Menge Infos.
Das einzige das aus meiner Sicht gegen den KTP spricht, und das obwohl ich ein großer Fan desselben bin, sind die nächtlichen Temperaturen im Juni, die können schon mal unter Null Grad gehen.
Tagsüber jedoch angenehm warm und nicht zu heiß.

Wir waren letzes Jahr im März im KTP. Siehe auch mein Reisebericht 2007
Reisebericht April 2008
zuletzt bearbeitet 15. März 2008
162 Beiträge · seit 200715. März 2008 · #16
@zimpix
Es hat im Februar auch im KTP heftige Regenfälle gegeben (ich weiß zur Zeit nicht ob diese noch anhalten), so das einige Wege überflutet worden sind. Aber zum Teil war das Wasser am nächsten Morgen schon fast wieder weggetrocknet, bis der nächste Regenschauer einsetzte. Alles war sehr schön grün dort (hohes Gras). Das machte leider zum Teil die Tiersichtungen ein wenig schwieriger. Ich denke aber, dass es sich im Ethosa NP ähnlich verhalten wird!
@Kanzler
Wenn Du über Mata-Mata einreist und wieder ausreist, dann brauchst Du nicht in Südafrika oder Botswana einreisen (geht dann wirklich nur in Twee Rivieren oder Two Rivers). Wenn Du allerdings eine Wild Card haben möchtest (lohnt sich bei längerem Aufenthalt), dann mußt Du auch nach Twee Rivieren. Die Mabuasehube Section ist sehr schön. Man hat zum Teil nur zwei Stellplätze an jeder Pfanne, jeweils am gegenüberliegenden Ufer. Teilweide besitzen diese einen A-Frame zum unterstellen, ein Plumpsklo und manche sogar eine Dusche mit fließend Wasser (EU-Fördergelder machten die Pumpen möglich). Das Wegenetz ist ok und etwas tiefsandig. Tiersichtungen waren ähnlich wie in der CKGR, aber nicht so zentriert wie in den beiden Flusstälern des übrigen Parks.
Die Hauptstrecke ist einigermaßen leicht zu befahren. Der Mabuasehube Trail (von Ost nach West) ist mit einer Übernachtung (müßte aber nicht unbedingt sein) und kann nur mit zwei Fahrzeugen gefahren werden und wird sehr wenig gefahren. Allerdings muss man alle Botswana Camps wieder über Gaborone buchen!
@AfricanDreams
Die Temperaturen können je nach Wetterlage oft in der Zeit von Juni bis September unter Null liegen. Das ist besonders im Zelt unangenehm. Wir hatten schon gefrorenes Trinkwasser!
Fürs Erste! Bei Fragen...
Gruß Sven
Viele Grüße von Silke & Sven http://www.kleinert-foto.de Reiseberichte und Fotos
573 Beiträge · seit 200715. März 2008 · #17
Big_Sven schrieb:
(. . .)
@Kanzler
Wenn Du über Mata-Mata einreist und wieder ausreist, dann brauchst Du nicht in Südafrika oder Botswana einreisen (geht dann wirklich nur in Twee Rivieren oder Two Rivers). Wenn Du allerdings eine Wild Card haben möchtest (lohnt sich bei längerem Aufenthalt), dann mußt Du auch nach Twee Rivieren. (. . .)
@Big_Sven
Kann ich die Wild Card etwa nicht am Parkgate bei Mata Mata kaufen? Kann ich denn bei Mata Mata in den Park einreisen, ohne die Wild Card zu besitzen - sozusagen auf Kredit - und sie mir später in Twee Rivieren kaufen. Ab wievielen Tagen lohnt sich die Card?

Viele Grüße, Kanzler
162 Beiträge · seit 200715. März 2008 · #19
@Kanzler
Wir konnten die Wild Card in Mata-Mata nicht wieder aktivieren lassen, da sie dort im Februar keine Einlesemöglichkeit hatten. Es ist aber erlaubt so einzureisen und später in Twee Rivieren eine zu kaufen oder zu aktivieren, da Du bei der Ausreise ja eh Dein Permit wieder vorzeigen mußt und da ist alles aufgeführt.
Die Wild Card kostet jetzt für ein Paar 1.475 Rand und ist ein Jahr gültig. Ich glaube ein Tag im KTP kostet zur Zeit Rand 132 pro Person und Tag (man möge mich berichtigen, falls ich falsch liege).

Gruß Sven
Viele Grüße von Silke & Sven http://www.kleinert-foto.de Reiseberichte und Fotos
655 Beiträge · seit 200615. März 2008 · #20
hallo Kanzler, die wildcard kannst du wirklich erst in twee rivieren kaufen. sie wurde mir sogar auf den einreisetag in matamata zurückdatiert. die karte lohnt sich ab 6 übernachtungen (1475Rand:264Rand für 2 personen pro tag), gilt für ein jahr. lb gruß von helga
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