N/a’ankusê – Harnas 2 nahe Windhoek

6 Antworten · 5'875 Aufrufe · gestartet 06. Feb. 2008 von Okaukuejo
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Themenstarter203 Beiträge · seit 200606. Feb. 2008 · #1
Gerade sind wir von N/a’ankusê zurückgekommen, und fast gleichzeitig erschien ein Artikel in der AZ, den man hier
http://www.az.com.na/tourismus/reiseberichte/paradies-in-stein.62469.php
nachlesen kann.

Ich kann den Bericht nur bestätigen. Es ist sehr schön auf N/a’ankusê, und die Fütterungstour ist ein Erlebnis. Die Tiere, Wildhunde, Leoparden, Löwen, sind ziemlich wild, nur die Geparde schmusen und maunzen wie kleine Kätzchen und sind zahm. Eine ganze Horde kleiner Paviane tollt durch ein großes Gehege und kommt sofort zum Zaun, um gekrault zu werden. Sehr lustige Vertreter sind darunter, z.B. einer, der sich offensichtlich für etwas Besseres hält, denn er ißt nur, indem er auf einem Stein sitzt, niemals auf dem Boden, sitzt hochaufgerichtet da und ißt sehr elegant seine Erdnüsse. Er sieht aus wie ein Dandy und benimmt sich auch so.

Die Tiere sind fast alle von Harnas nach N/a’ankusê gebracht worden, weil es keine Chance mehr gibt, sie auszuwildern, es sind alles Handaufzuchten. Auf Harnas ist der Gästebetrieb eingestellt worden, wurde uns auf N/a’ankusê gesagt.

Die Übernachtung in einem der kleinen Häuschen in N/a’ankusê ist herrlich. Die Badewanne ist direkt in den Boden eingelassen, mit einer Regentropfendusche darüber. Man kann also gemütlich baden oder duschen. Waschbecken gibt es keine, das hat uns am Anfang irritiert, das Wasser vom Waschtisch, der leicht schräg nach hinten geneigt ist, läuft direkt in eine Ablaufrinne. Beim Zähneputzen etwas gewöhnungsbedürftig. 🙂

Der größte Teil des Geldes, den der Besuch in der Lodge und die Fütterungstour kostet, wird sofort wieder in die Tiere investiert, die jeden Tag eine Unmenge Fleisch brauchen. Die Tourführerin erzählte uns, daß sie manchmal auch Fleisch gespendet bekommen. So bekamen sie einmal auch Springbokfleisch extra für die Geparde gespendet. In der Natur das, was Geparde fast ausschließlich fressen. Die Geparde in N/a’ankusê hatten davon aber offensichtlich noch nie etwas gehört, erzählte Karen, eine Britin, die als Volunteer auf N/a’ankusê arbeitet, denn sie rümpften über das frische Fleisch die Nase und rührten es nicht an. Sie wollten etwas anderes. Ja, so kann's gehen, wenn Tiere nicht in der Natur aufwachsen.

Ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle. N/a’ankusê ist in der Nähe des Flughafens, aber dennoch völlig still, und nachts hört man nichts außer den afrikanischen Geräuschen – und ein paar blubbernden Fröschen, jetzt, in der Regenzeit. Die quaken nicht, die blubbern wie ablaufendes Wasser. Das war sehr irritierend. 🙂

Berauschend ist der Sternenhimmel über N/a’ankusê. Bei klarem Himmel sieht man mehr Sterne als Himmel. Man kann abends gemütlich auf der Terrasse seines Häuschens sitzen und sie betrachten.

Hier noch der Link zu der Seite von N/a’ankusê: http://www.ecotourism-namibia.com/
Dort kann man sich für Übernachtungen oder auch nur eine Fütterungstour anmelden.

Liebe Grüße
Oka
zuletzt bearbeitet 06. Feb. 2008
1'130 Beiträge · seit 200606. Feb. 2008 · #2
Hallo und Guten Morgen,
das klingt ja ganz nett, die Seite ist auch ganz hübsch, nur habe ich keine Preise gefunden. Was habt ihr denn so bezahlt?
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
Themenstarter203 Beiträge · seit 200606. Feb. 2008 · #3
70 Euro pro Nacht und Person zu zweit in einem der Häuser. Die sind ziemlich luxuriös und außergewöhnlich. 50 Euro die Fütterungstour. 85% davon, sagte man uns, bekommen die Tiere.
700 Dollar bzw. 500 Dollar natürlich, das sind ja jetzt weniger als 70 bzw. 50 Euro. 🙂
zuletzt bearbeitet 06. Feb. 2008
1'287 Beiträge · seit 200606. Feb. 2008 · #4
hierbei handelt es sich um die Einführungspreise bis Ende März 08.

Der Preis für die Lodge beträgt danach 1.185 N$ pro Person im Doppelzimmer DBB
Die Fütterungstour kostet dann 250 N$ extra. 11 Uhr und 16 Uhr
Kinder 3-11 Jahre 50% Rabatt. Ab 12 ist man Erwachsener.


Mit sonnigen Grüßen aus Bonstetten
Carsten Möhle
Themenstarter203 Beiträge · seit 200606. Feb. 2008 · #5
Aha. Na, dann müssen wir vor Ende der Einführungsperiode unbedingt noch mal hin. Ist ja nicht weit von Windhoek, die paar Kilometer.

Doppelzimmer in dem Sinne gibt es aber nicht, es sind alles einzelne Häuser. Man sagte uns allerdings auch, daß man in den Investorenhäusern übernachten könnte, sofern ein Investor das erlaubt, dann können auch ganze Familien in einem Haus übernachten. Man kann, um das Projekt zu unterstützen, als Investor dort auf N/a’ankusê ein Haus kaufen – das heißt, es wird dann gebaut, wenn man es gekauft hat –, mit 1-4 Schlafzimmern, je nach Wunsch und Portemonnaie. Diese Häuser werden dann auch vermietet, sofern verfügbar.

N/a’ankusê ist ein Non-Profit-Unternehmen, das heißt, der Gewinn fließt sofort wieder in die Tiere, auch was Investoren spenden oder wenn sie dort ein Haus kaufen (in dem der Investor dann natürlich, wenn er nach Namibia kommt, kostenlos wohnen kann. Allerdings dafür allein lohnt es sich nicht, ein Haus dort zu kaufen, denn dann ist die Übernachtung in der Lodge billiger. Man kauft das Haus, um das Projekt zu unterstützen).

Gruß,
Oka

P.S.: Der Kurs Euro zu Rand beträgt heute fast 11 Rand für einen Euro, also so teuer ist es dann auch nicht mehr. 🙂
zuletzt bearbeitet 06. Feb. 2008
27 Beiträge · seit 200710. Feb. 2008 · #6
Hallo Oka,
habe ich Deine Meldung richtig verstanden? Es gibt wegen Auflösung des Tierbestandes auf Harnas dort keine Unterbringung der Touris mehr?
Ich war in 05/2007 zwei Tage vor dem Rückflug nach D von Windhuk aus erstmals auf Harnas. Wir konnten dort mit unseren Zelten campen. Dabei ist uns das etwas sehr aufdringlich wirkende Warzenschwein (dessen Name mir entfallen ist) besonders gut in Erinnerung geblieben.
Der auf Harnas vorgefundene Komfort an Duschen, WC etc. war zum Abschluß unserer dreiwöchigen Camptour inmitten der Pampa - kurz vor dem Rückflug nach D - der krönende Abschluß.
Auch war ein besonderes Highlight - die nachmittägliche Fütterung der Affen, der seltenen Wildhunde und der Raubtiere. Die Cheetahs waren das Herausragenste, was ich seitdem in Afrika so aus nächster Nähe erlebt und gesehen habe. (Auch weil wir in freier Wildbahn keine zu Gesicht bekommen hatten)
Natürlich wurde auch ein Foto- und Streicheltermin mit dem "Cheetah - Seniorkater" wahrgenommen... Auch die beiden jungerwachsenen Löwen, welche von einer Hündin aufgezogen wurden, konnte man in ihrem Refugium streicheln...
Und nun soll es Touristen nicht mehr möglich sein, diese Tiere auf Harnas zu sehen...?
Ich finde es sehr schade...
Aber diese ersten drei Wochen in Namibia 2007 haben mich dazu bewogen, gleich die nächsten Reisepläne vorzubereiten, so daß wir vom 01.03.-21.03.08 erneut von Windhuk aus in Richtung Namib etc. aufbrechen werden...

ciu
sachsenloewe
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27 Beiträge · seit 200710. Feb. 2008 · #7
Hallo Oka,
habe ich Deine Meldung richtig verstanden? Es gibt wegen Auflösung des Tierbestandes auf Harnas dort keine Unterbringung der Touris mehr?
Ich war in 05/2007 zwei Tage vor dem Rückflug nach D von Windhuk aus erstmals auf Harnas. Wir konnten dort mit unseren Zelten campen. Dabei ist uns das etwas sehr aufdringlich wirkende Warzenschwein (dessen Name mir entfallen ist) besonders gut in Erinnerung geblieben.
Der auf Harnas vorgefundene Komfort an Duschen, WC etc. war zum Abschluß unserer dreiwöchigen Camptour inmitten der Pampa - kurz vor dem Rückflug nach D - der krönende Abschluß.
Auch war ein besonderes Highlight - die nachmittägliche Fütterung der Affen, der seltenen Wildhunde und der Raubtiere. Die Cheetahs waren das Herausragenste, was ich seitdem in Afrika so aus nächster Nähe erlebt und gesehen habe. (Auch weil wir in freier Wildbahn keine zu Gesicht bekommen hatten)
Natürlich wurde auch ein Foto- und Streicheltermin mit dem "Cheetah - Seniorkater" wahrgenommen... Auch die beiden jungerwachsenen Löwen, welche von einer Hündin aufgezogen wurden, konnte man in ihrem Refugium streicheln...
Und nun soll es Touristen nicht mehr möglich sein, diese Tiere auf Harnas zu sehen...?
Ich finde es sehr schade...
Aber diese ersten drei Wochen in Namibia 2007 haben mich dazu bewogen, gleich die nächsten Reisepläne vorzubereiten, so daß wir vom 01.03.-21.03.08 erneut von Windhuk aus in Richtung Namib etc. aufbrechen werden...

ciu
sachsenloewe
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