LUlucasbaselThemenstarter127 Beiträge · seit 200704. Feb. 2008 · #1
hallo ihr da draussen,
wir sind heute morgen von unserer sehr eindrücksreichen und schönen zweiwöchigen Reise zurückgekommen.
Etwas hat uns doch "gestört" :
Die Polizeikontrollen, wo die Polizisten irgend was suchen und IMMER was finden ... wie ein Lämpchen das nicht funktioniert oder ein Reifen, der zuwenig Luft hat oder dass man nicht vor dem verwischtem Strich gehalten hat...usw und dann schüchtern sie die Touristen ein sie müssten nun die Pässe einziehen, solange man den Strafzettel nicht bezhalt hat...oder sofort N$300 bezahlen oder man einige sich auf bargeld...
ACHTUNG ACHTUNG gem. namibischem Gesetz, dürfen die Polizisten weder die Pässe einziehen noch die Strafzettel bar bezahlt werden (ach wenn sie eine Quittung dafür ausstellen!) Einer von der Autovermietung hat uns klar gesagt, man soll auf den Strafbescheid beharren und wenn überhaupt, dann den strafzettel in der Zentrale Windhoek bezahlen.
Also, auf Strafbescheid beharren! Somit "lernen" diese bestechungsgeldsuchende Polizisten, dass Touristen keine Goldesel sind.
0
Naukluft1'910 Beiträge · seit 200605. Feb. 2008 · #2
Natürlich hast Du recht mit deinen Ausführungen darum möchte ich hiezu etwas "nachschieben"...
... sind diese mit nem Cooldrink und oder was zu Essen völlig zufrieden zu stellen... bedanken sich sogar überschwänglich! Dann noch nach Zigaretten fragend bekommen sie diese nicht da ich absoluter Nichtraucher bin...
Gruss, der K l a u s
Nicht behindert zu sein ist ein Geschenk, welches einem schnell genommen werden kann....... In einem Augenblick! ......
Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den zweiten...
Komisch, das haben wir kein einziges mal erlebt im Januar dieses Jahr.
Glück gehabt 🙂
Meine Aufenthalte in Südwest/Namibia:
1978/79 Besuch auf Farm am Waterberg, 1980 Praktikum im Schülerheim Otjiwarongo/Caprivi, 1981 Bulli-Rundreise mit crockydile: Namibia – Kapstadt – Gardenroute – Zymbabwe – Victoriafälle – Botswana (10Tage mit dem Mokoro im Okawango-Delta) – Namibia,
1983 Arbeiten auf Farm Otjikaru am Waterberg
lange Pause
Tolle Urlaube folgenten: 2007 Namibia, 2008 Namibia/Botswana, 2009 Namibia
2018 Wunderschöne 2-Familientour mit Familie tim.buktu
Naukluft1'910 Beiträge · seit 200605. Feb. 2008 · #4
Elli13 schrieb:
Komisch, das haben wir kein einziges mal erlebt im Januar dieses Jahr.
Glück gehabt 🙂
Nö, muss auch nicht, kann aber schon und wohlbemerkt gilt nicht bei der Stadtpolizei!
Gruss, der K l a u s
Nicht behindert zu sein ist ein Geschenk, welches einem schnell genommen werden kann....... In einem Augenblick! ......
Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den zweiten...
Damit kein falscher Eindruck entsteht. Ich war in 2006 und 2007 in duzenden von Polizeikontrollen im Land und ich bin immer höflich und korrekt behandelt worden. Es muss also nicht immer so laufen, wenngleich es scheinbar vorkommt.
Gruß Hans
MAMartinL503 Beiträge · seit 200606. Feb. 2008 · #6
Also, ich bin nun auch schon häufiger in Namibia gewesen und kann überhaupt nicht bestätigen, dass sie "IMMER was finden". Im Gegenteil. Normalerweise wird man einfach so durchgewunken. Beim letzten Mal war im am Flughafen gemieten Auto der Sicherheitsgurt in der Rückbank "verschwunden". Am Checkpoint fiel den Jungs natürlich auf, dass die hinten sitzenden Leute nicht angeschnallt waren. Die Polizisten halfen dann selbst mit, den Gurt zu finden, danach ging es weiter, ohne irgendeine korrupte Äußerung. Das "IMMER" scheint mir doch eher der Stimmungsmache zu dienen. Nach sechs Nambiafahrten bin ich häufig kontrolliert worden, alles war immer korrekt.
auch wir hatten in 2006 und 2007 nur gute Erfahrungen mit der Polizei gemacht. Die "Beamten" waren bei den Kontollen immer sehr höflich und korrekt, und haben auch niemals ausser dem Führerschein und den Pässen irgendetwas anderes kontrollieren wollen.
Gruss Martin
LUlucasbaselThemenstarter127 Beiträge · seit 200706. Feb. 2008 · #8
mit "IMMER" wollte ich sagen, dass wenn Polizisten, die auf Geldspenden zielen auch immer was finden, das nicht in Ordnung ist. ich war schon 5 mal in Namibia und wurde bis auf das letzte Mal auch immer durchgewunken.
0
Okaukuejo203 Beiträge · seit 200606. Feb. 2008 · #9
Mir scheint, es ist eher "lucasbasel", der IMMER was findet. 🙂 Ich fahre jeden Tag durch Namibia, und mir ist so etwas noch nie passiert, ebenso wie ich weder überfallen noch erschossen worden bin. Die Polizisten sind ausnehmend freundlich, selbst wenn man etwas falschmacht. Es mag auch Ausnahmen geben, aber im allgemeinen helfen sie einem eher als daß sie einen finanziell ausnehmen. Und wenn es mal vorkommt: Du meine Güte, die Leute verdienen 2 N$ in der Stunde, kann man ihnen da nicht mal was spenden? Für uns sind 300 Dollar nicht viel, für die ist das sehr viel. Das heißt, uns tut es nicht weh, aber sie können sich oder ihren Kindern etwas dafür kaufen. Gleich immer "Korruption" zu schreien ist wirklich albern.
Wo wirklich Korruption herrscht, das ist in den von Südafrikanern betriebenen Geschäften, und die leben nicht von 2 N$ die Stunde ...
Außerdem kommt es auch immer darauf an, wie man die Polizisten behandelt. Ein freundliches Schwätzchen und ihnen sagen: "Sie haben ganz recht. Darauf hätte ich achten sollen. Wie gut, daß Sie mir das sagen. Ich bin Ihnen dankbar. Sie machen Ihren Job hervorragend." Und alles Geld ist vergessen. Freundlichkeit hilft meistens.
Hallo zusammen, ich muss dazu auch mal was sagen - und insbesondere der Überschrift widersprechen: ich habe bisher bei all den vielen Kontrollen niemals den Eindruck gehabt, als wären die Polizisten auf Bestechungsgeld aus.( Und selbst, wenn das anders gewesen wäre, hätte ich nichts bezahlt, da man ja nie weiß, ob man sich damit erst recht hereinreitet. Wenn man an den "Falschen" gerät, ist einem ein Knastaufenthalt ziemlich sicher !)Die uns kontrollierenden Polizisten waren stets freundlich und zuvorkommend. Über eine Besonderheit möchte ich dennoch berichten: bei Geschwindigkeitskontrollen kann es passieren, dass die Anhaltesignale vom Autofahrer entweder überhaupt nicht bemerkt werden oder missverstanden werden; wir zumindest haben das als freundliches Zuwinken verstanden, haben zurückgewinkt und sind weitergefahren. Da die Polizeifahrzeuge zumeist auch keine Funkverbindung untereinander zu haben scheinen, blieb diese "Flucht" auch folgenlos. Dass es überhaupt eine war,kam uns erst später in den Sinn, als uns Gleiches noch einmal passierte.Da wir ein gutes Gewissen hatten, sind wir umgedreht und haben bei dem Kontrollposten nachgefragt, ob er uns habe anhalten wollen - was er bejahte.Im weiteren Gespräch stellte sich dann allerdings heraus, dass er unseren Kombi für einen Bus gehalten hat - und dann wären wir in der Tat zu schnell gewesen. Dieses Gespräch war aber ausgesprochen freundlich. Vor der Weiterfahrt fragte ein Polizist, ob wir ihm etwas zu trinken da lassen könnten. Es war wirklich verdammt warm dort und wir hatten volles Verständnis für diese Bitte. Ich käme nie auf den Gedanken, dies als "Bestechungsverlangen" zu werten. Gruß Joli
Oh mei! Hab ich so viel Glück oder andere "Pech"???
Ich war jetzt 6x in Namibia (meine Frau davor ganze 19 Jahre), jeweils 4-7 Wochen. Wir waren viel unterwegs, ich auch alleine. Allein die Roadblocks um Windhoek, ich mag gar nicht zählen.... Ich habe es NIE erlebt, daß jemand unfreundlich war oder versucht hat mich einzuschüchtern. Manchmal wollte jemand meinen Führerschein sehen oder die Zulassungsplakette wurde geanuer angesehen. Einen Paß wollte noch keiner sehen. Ein bisschen Smalltalk, die Frage wo es denn hingeht, der prüfende Blick, warum ich nicht angeschnallt sei (in unserem alten Landy gibt es keine Sicherheitsgurte), alle waren höflich und nett.
Ich frage mih immer, was muß man tun oder mit welcher Einstellung muß ich kommen, daß solche Reaktionen kommen????
LG Jens
NONorbert61 Beiträge · seit 200606. Feb. 2008 · #12
Hallo, diese Überschrift kann ich nicht unwidersprochen hinnehmen. Sicher gibt es auch bei der Polizei in NAM schwarze Schafe. Wo gibt's die nicht? Auf 18 Namibia-Reisen bis zu 12 Wochen habe ich unzählige Kontrollen erlebt. Ich wurde immer korrekt behandelt. Ab und an wurde nach dem intern. Führerschein gefragt. Vielleicht, weil ich mein eigenes Auto fahre und dies nicht als Touristenfahrzeug kenntlich ist. Wo hat "lucasbasel" eigentlich seine so schlechten Erfahrungen gemacht? Und was verleitet ihn zu solch einer Verallgemeinerung. Übrigens: Wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus.
Ich habe bei meinen Namibia-Aufenthalten immer gute Erfahrungen mit der Polizei gemacht. Selbst als ich wegen einer Geschwindigkeitsübertretung angehalten wurde. Auf der Fahrt nach Grootfontein (ca. 30 km vorher) bin ich etwas zu schnell daran gewesen. Ich wurde geblitzt (übrigens mit dem damals einzigen derartigen Gerät im Norden Namibias) und dann auch angehalten. Mit wurden zwei Unkorrektheiten vorgeworfen: a) die Geschwindigkeitsübertretung und b) Fahren auf der verkehrten Straßenseite - dies konnte ich entkräften, es waren Affen auf der Fahrbahn und die Polizisten stellen dies dann auch per Fernglas fest und nahmen sofort diese Beschuldigung zurück. Die Strafe für das zu schnelle Fahren wollte ich gleich vor Ort bezahlen. Dies wurde abgelehnt mit dem Hinweis ich müsse die Strafe in der Polizeidienststelle in Grootfontein zahlen. Das Polizeigebäude in Grootfontein ist ein altes verwinkeltes Gebäude (ehemaliges Fort). Nach dem ich an der verkehrten Stelle in das Gebäude gegangen bin, wurde ich von vielen freundlichen Polizisten, vorbei an der überfüllten Gefängniszelle, zur richten Stelle geleitet 3 sehr freundliche Polizistinnen (übrigens alle schwarz) begrüßten mich, eine davon in deutscher Sprache. Nach einem längeren Gespräch über ihre guten Deutschkenntnisse wurde mir ein Teil der Strafe erlassen mit dem Hinweis ob ich denn den Rest in Höhe von 100 Dollar zahlen kann. Trotz der Strafe eine interessante Begegnung.
LUlucasbaselThemenstarter127 Beiträge · seit 200706. Feb. 2008 · #14
passiert ist es ca 10 km nördlich von windhoek richtung süden. wir waren freundlich und korrekt, gleich wie ich es mit allen in namibia bin.
"good day, how are you today?" fragte ich. zuerst antwortete der ältere polizist "fine" dann schaute er uns an sah das geldbeutel von meinem Reisepartner und fing an zu sagen ich hätte nicht anhalten wollen und darum gäbe es nun ein bussgeld...dann wandte er sich lächelnd ab und wies den jüngeren polizist zu uns hin...und dann fingen die Drohungen wegen Pass einziehen, usw an. da er dies ein wenig unbeholfen und unsicher sagte, waren wir uns auch unsicher, ob sie das können und warum, wie und sowieso. (ich hab ja die polizei zum glück noch nie vorher so erlebt gehabt)
tja, vielleicht haben wir einfach pech gehabt. jedoch, hätte ich da schon die rechtslage gewusst, dann hätte ich ihm klar und deutlich gesagt, dass er die pässe nicht einziehen könne und er sei "more thant welcome to write a fine and that I would report what happend at the office in windhoek and then we will see who is right."
Wollte euch da draussen einfach mal informieren, sollte euch das selbe oder was ähnliches passieren. Wir können noch lange hier darüber plaudern aber eine vorwarnung ist doch immer nützlich, oder sehe ich das falsch?
Beamte an der Straßensperre zum Kupferbergpass (C26) schüchtern Berichten zufolge ausländische Touristen ein. Landwirte, Lodge- und Gästefarmbesitzer behaupten, dass namibische Polizisten an der Straßensperre westlich von Windhoek ausländische Touristen schikanieren, einschüchtern und angeblich Geld von ihnen verlangen.
LG Logi
OceanView239 Beiträge · seit 202511. Aug. 2025 · #16
Beamte an der Straßensperre zum Kupferbergpass (C26) schüchtern Berichten zufolge ausländische Touristen ein. Landwirte, Lodge- und Gästefarmbesitzer behaupten, dass namibische Polizisten an der Straßensperre westlich von Windhoek ausländische Touristen schikanieren, einschüchtern und angeblich Geld von ihnen verlangen.
LG Logi
Auch die Einheimischen beschweren sich über den unverschämten Ton an dieser Straßensperre, es hat meines Wissens bereits heftige Auseinandersetzungen gegeben. Mir wollten sie das Auto still legen weil ich vergessen hatte die Disc anzubringen. Habe sie mir dann aus der Stadt bringen lassen, angebracht, und bin gefahren ohne weiter zu fragen.
Wichtig für jeden Besucher zu wissen: Niemals Bußgelder an Polizisten bezahlen. Diese sind verpflichtet Tickets, die gleichzeitig eine Gerichtsvorladung sind, auszustellen. Man hat die Wahl vor dem Gerichtstermin zu bezahlen, oder aber am angegebenen Termin vor Gericht zu erscheinen.
OceanView239 Beiträge · seit 202512. Aug. 2025 · #17
Vielleicht sollte ich in diesem Zusammenhang ein etwas heikles Thema ansprechen zu Geschwindigkeitsüberschreitungen, wo die Verabschiedung der gegenwärtigen Road Ordinance viele in eine Zwickmühle gebracht und korrupten Polizisten das Tor zum Paradies eröffnet hat:
Es ist das Problem erheblicher Geschwindigkeitsüberschreitungen, wo der Polizei eigentlich eine Inhaftierung der Täter vorgeschrieben bzw. freigestellt ist. Da neigen oftmals beide Seiten dazu, einen persönlichen Deal ab zu schließen. Straftatbestand der Korruption beidseitig erfüllt. Man darf nicht vergessen, daß Verkehrsverstöße in dem dortigen (und übrigens auch im britischen) Rechtssystem als Straftatbestand gelten. Den Begriff Ordnungswidrigkeit kennt das System nicht.
An besagter Strassensperre sind wir auch angehalten worden. Der dortige Polizist fragte aber nur, ob wir was zu essen für ihn hätten. Wir haben ihm etwas gegeben und er hatte sich bedankt.