SHSharonThemenstarter227 Beiträge · seit 200731. Jan. 2008 · #1Hallo zusammen,
so nach und nach suche ich mir die Unterkünfte für unsere Reise zusammen, im Internet bin ich auf die Kapama River bzw. Buffalo Lodge(Tented camp) gestoßen, was mir sehr gut gefällt. Alerdings hält papier, bzw. Fotos still, persönliche Erfahrungen sind mir lieber 🙂
Wäre super, wenn ihr mir eure Erfahungen mitteilen könntet 🙂
Liebe Grüße
Sharon
IMImbali23 Beiträge · seit 200731. Jan. 2008 · #2Hallo Sharon,
wir waren im Jan 07 in der Kapama River Lodge. Ich kann sie dir nur empfehlen, es war sehr sehr schön dort, leider hatten wir nur eine Nacht gebucht. Wir waren auf 2 Game Drives (Rancher: Albert), hatten das Glück, beim ersten GD zu zweit mit Albert auf Pirsch gehen zu können. Er hat uns sehr viele Tiere gezeigt, die man allein sicher nicht entdeckt hätte, hat geduldig die Spur von Löwen verfolgt, bis wir sie in einem ausgetrockneten Flussbett entdeckt hatten (und fast noch im Sand stecken geblieben wären). Die Zimmer sind ebenfalls toll, Blick aus der Badewanne auf den Busch, himmlische Betten!!! Falls ihr es bucht, ihr werdet es sicher nicht bereuen!
LG Imbali
dino727 Beiträge · seit 200801. Feb. 2008 · #3Auch wir waren im letzten Jahr in der Kapama River Lodge.
Bei Kapama hängt es sehr davon ab, worauf man Wert legt. Wir sind wegen der Elefanten-Safari dort hingefahren und das war wirklich ein einmaliges Erlebnis! Auch die Anlage der Lodge, das Zimmer, das Essen und der Service waren excellent.
Da es nicht so viele Bungalows gibt, sind auch nicht so viele Gäste gleichzeitig dort.
Aber es gibt auch einige Nachteile: Das Kapama-Reserve ist in zwei Teile unterteilt. Beide Teile sind einzeln eingezäunt und damit auch die Tiere im jeweiligen Teil eingesperrt. Eine Strasse teilt das Reserve. Im Teil der River Lodge gibt es nicht so viele Tiere (Anzahl und Arten), wie im anderen Bereich des Reservats. Ausserdem ist dieser Teil recht klein. Nach einem Tag mit Pirschfahrten hat man den gesamten Teil gesehen. Für die Elefanten Safari waren wir im anderen Teil, der viel Größer ist.
Anscheinend dürfen die Wagen auch nur in dem Bereich "ihrer" Lodge fahren. Das hat man uns zwar nicht offiziell gesagt, aber einige Anzeichen sprechen dafür. Obwohl man uns sonst fast jeden Wunsch erfüllt hat, hat man sich um die Pirschfahrt im anderen Teil immer herumgeredet. Selbst als wir für die Elefanten-Safari rübergefahren sind, ging es auf dem kürzesten Weg dorthin. Eventuell war das nur bei uns so, weil die Main Lodge ausgebucht war und deshalb in diesem Bereich viele Wagen unterwegs waren.
Auch ansonsten "mogelt" man dort gerne. Für den Weg vom Tor zur Lodge braucht man z.B. mindestens 30 Minuten und hat so den Eindruck die Lodge liegt mitten im Busch. In Wahrheit liegt sie aber, nur durch einen Erdwall und etwas Busch getrennt, direkt an der Strasse, auf der auch Nachts ab und an mal Autos fahren, die man im Zimmer hört.
Der Zufahrtsweg macht eine riesen Schleife. Durch das Service Gate ist man in 2 Minuten auf der Strasse!
Mein Fazit: Wegen der Elefanten-Safari ist ein kurzer Aufenthalt dort sehr zu empfehlen. Ab der 3. Pirschfahrt wird es aber langweilig, weil man alle Tiere mit Namen kennt und alle Wege schon gefahren ist. Ausserdem liegt die Lodge nicht besonders abgelegen. Als ich das mit der Strasse entdeckt habe, war das "Afrika-Feeling" für mich etwas angekratzt.
Wer das absolute Elefanten-Feeling möchte und nicht auf's Geld schaut (ich meine wer wirklich nicht auf's Geld schaut), kann auch Camp Jabulani wählen.
Gruß
Dino
dino727 Beiträge · seit 200801. Feb. 2008 · #4Kapama River Lodge bei Google Earth Der Pfeil zeigt, wo unser Zimmer war 😉
SHSharonThemenstarter227 Beiträge · seit 200701. Feb. 2008 · #5Hallo ihr Lieben,
danke für eure Tips und Infos, das mit der Strasse ist nat. ein Knackpunkt. Wäre denn das Buffalo Camp zu empfehlen oder ist das noch kleiner als die River Lodge?
Jabulani habe ich auch gefunden, aber bei den Preisen ist das leider nicht machbar. 🙁 Gerade das "Elefanten-Feeling" ist das, was ich gerne hautnah erleben möchte..
Werden die Tiere dort denn gut gehalten, also auf Kapama? Ich möchte ungern eine Touristen-Attraktion, die zu Lasten der Tiere geht, unterstützen..
Wir hatten vor, 2 Tage dort zu bleiben...Darf man denn auch alleine mit seinem eigenen Wagen auf Erkundungstour gehen oder ist das verboten?
Liebe Grüße
Sharon
GFGforce435 Beiträge · seit 200701. Feb. 2008 · #6🙂 Hallo Sharon,
schau dir doch mal das Abu Camp an. Ich halte es für sehr empfehlenswert.
LG
SHSharonThemenstarter227 Beiträge · seit 200701. Feb. 2008 · #7Hi Gforce,
das schaut auch klasse aus...aber auch teuer 🙂
Hast du evtl. die Rates, auf der Webseite, die ich gefunden habe, steht leider nur "auf Anfrage"..
Viele Grüße
Sharon
GFGforce435 Beiträge · seit 200701. Feb. 2008 · #8Hallo Sharon,
leider habe ich keine aktuellen Rates mehr. Daß es teuer ist war wohl zu erwarten, oder?
LG
😗
SHSharonThemenstarter227 Beiträge · seit 200701. Feb. 2008 · #9@gforce
oha, habe gerade Preise für Abu gefunden, 3 Nächte ist Mindestaufenthalt und mit ca. 1800€ ist zu rechnen...pro Person. Das geht leider nicht 🙁 Und, kann es sein, dass dsa Camp in Botswana liegt?
Grüße
Sharon
GFGforce435 Beiträge · seit 200701. Feb. 2008 · #10😉 Hallo Sharon,
ja, Abu´s Camp liegt in Botswana und ist (leider) jeden Preis wert. Deswegen macht man wahrscheinlich so eine Tour nur einmal im Leben!? Der gnadenlose Selbstverwerter hat allerding auch eine Menge eigenartiger Stories zu erzählen, wie er dorthin kam.
LG
dino727 Beiträge · seit 200801. Feb. 2008 · #11Also im Gegensatz zu Jabulani oder Abu ist Kapama Elefanten-Feeling Light 😐 (s.u.)
Man macht eine 1 stündige Tour mit den Elefanten. Vorher kriegt man noch was erklärt und nachher auch noch ein paar Kunststückchen gezeigt, wenn die Elefanten noch Lust haben.
Wir haben uns den Luxus geleistet und 2 Touren gemacht. Die erste war total entspannt, bei der zweiten waren die Elefanten etwas unruhig (es war ein Fernsehteam auf dem Gelände), weswegen das "Rahmenprogramm" etwas spärlicher ausgefallen ist.
Ich habe auch lange überlegt ob diese Aktivität "politisch Korrekt" ist. Ich hab mich dann ein bisschen schlau gemacht, wo die Elefanten herkommen und wie das ganze abläuft und dann entschieden diese Tour zu machen. Die Elefanten kommen aus Zimbabwe und wären wahrscheinlich schon lange Tot, wenn man sie nicht nach Kapama gebracht hätte. Natürlich kann man auch vor Ort nicht so weit hinter die Kulissen sehen, um festzustellen ob die Informationen, die man bekommt, auch stimmen, aber alles was ich gesehen habe hat einen positiven Eindruck gemacht.
Natürlich muss man akzeptieren, dass diese Tiere für Ihren Lebensunterhalt arbeiten müssen. Aber das muss ich auch. Ich würde auch lieber den ganzen Tag in Afrika verbringen, statt zu arbeiten.
Es scheint mir, dass die Elefanten gut behandelt werden. Ein Tier hatte kleinere Wunden, die offenkundig sorgfältig behandelt wurden. Obwohl es nur ein Kratzer war, war der dick mit Salbe eingeschmiert. Den überwiegenden Teil machen die Elefanten auf Kapama genau das, was wilde Elefanten sonst auch tun, nämlich im Busch herumlaufen und fressen oder baden. Nur meist in menschlicher Begleitung. 2x am Tag müssen sie für eine Stunde Touristen tragen. Dafür haben Sie keine sorgen Futter zu finden, denn abends gibt es auf jeden Fall nochmal Heu. Als wir da waren, hatten 2 Kühe Nachwuchs, der ganz entspannt mit auf Tour gegangen ist und offenkundig Spass dabei hatte. Auch die Mütter waren total entspannt.
Wir hatten bei Kapama ein besseres Gefühl, als bei anderen "Tierschutzprojekten" z.B. in Namibia.
Letztendlich muss es aber jeder selber entscheiden.
Während man von den Kapama Lodges "nur" die Elefantenritte machen kann, darf man auf Jabulani (nach Aussage unserer Guides) viel mehr Zeit mit den Elefanten verbringen. Man kann mit Ihnen baden oder sie zu Fuß begleiten, wenn sie zum Fressen in den Busch geführt werden.
Nochwas: Die Elefantenritte haben wir von Deutschland aus gebucht und das war viel billiger, als direkt vor Ort. Man war auf Kapama sehr erstaunt, dass wir das gleich 2x machen wollte. Als ich gesehen habe, was das vor Ort kosten sollte, wusste ich auch, warum das die meisten Touris das nur 1x machen! Ich bin froh, dass wir morgens und abends geritten sind, denn das waren total unterschiedliche Stimmungen.
Gruß
Dino
dino727 Beiträge · seit 200801. Feb. 2008 · #12Sharon schrieb:Wäre denn das Buffalo Camp zu empfehlen oder ist das noch kleiner als die River Lodge?
Die Main Lodge und Jabulani liegen im westlichen Teil und das Buffalo Camp und die River Lodge im östlichen. Gerade beim Buffalo Camp bin ich mir aber nicht mehr sicher.
Gruß
Dino
dino727 Beiträge · seit 200801. Feb. 2008 · #13Sharon schrieb:Hallo ihr Lieben,
Werden die Tiere dort denn gut gehalten, also auf Kapama? Ich möchte ungern eine Touristen-Attraktion, die zu Lasten der Tiere geht, unterstützen..
Bin mir nicht sicher, ob es in meinem Post oben klar geworden ist. Die Touren von Kapama werden mit den Elefanten von Jabulani gemacht. Sogar Jabulani war bei uns dabei 🙂 Nur im Camp Jabulani darf man den ganzen Tag mit den Elefanten verbringen, selbst durch betteln und dem Angebot einen zusätzlichen Betrag zu zahlen, durften wir den Elefanten nicht beim Baden zusehen. Das behält man sich halt für die "Luxus-Gäste" von Jabulani vor. 🙁
dino727 Beiträge · seit 200801. Feb. 2008 · #14Gforce schrieb:😉 Hallo Sharon,
ja, Abu´s Camp liegt in Botswana und ist (leider) jeden Preis wert. Deswegen macht man wahrscheinlich so eine Tour nur einmal im Leben!? Der gnadenlose Selbstverwerter hat allerding auch eine Menge eigenartiger Stories zu erzählen, wie er dorthin kam.
LG
Auch wenn das jetzt etwas vom Thema abdriftet:
Hier gibt es einen GEO Artikel zum Camp Abu.
Und wer zu faul zu lesen ist, kann auch den
Podcast herunterladen.
GFGforce435 Beiträge · seit 200701. Feb. 2008 · #15Hallo Dino,
ein netter Artikel von Geo. Nur, er behandelt leider nur ganz bruchstückhaft die Geschichte, der Idee dahinter und des Camps. Leider ist der Besuch aber viel zu teuer, um sich ein eigenes Bild zu machen.
Ich hatte unverschämtes Glück, eine ganze Woche mit den GROSSEN verbringen zu dürfen. Dabei erzählte Randall Moore auch einiges aus seinem Leben und den der Elefanten. Und das klang damals anders, als daß, was Geo darüber berichtet.
Doch es war schön, darüber zu lesen. Besten Dank dafür!
LG