momentane Sicherheitslage und Missstände

16 Antworten · 8'175 Aufrufe · gestartet 10. Jan. 2008 von lucasbasel
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Themenstarter127 Beiträge · seit 200710. Jan. 2008 · #1
Hat es zur Zeit irgendwelche Missstände oder Bedenken in Namibia?

Wie sind die Strassen im Nordwesten Richtung Epupa Falls und mit der Reservierung der Campingplätze im Etosha?
Danke
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349 Beiträge · seit 200611. Jan. 2008 · #2
Hallo lucasbasel!
Missstände und Bedenken gibt es überall - auch in Namibia. Aber in Namibia muss man sich wohl keine großen Sorgen um seine Sicherheit machen deswegen. Es gab schon öfter threads mit dem Thema Sicherheit hier im Forum, über die Suche wirst Du viele Meinungen und Erfahrungen finden. Ich jedenfalls habe mich bis jetzt immer recht sicher gefühlt.

Die Straßen im Norden in Richtung Epupa habe ich im November als sehr gut erlebt. War fast wie ne Autobahn.

LG
Daniel
www.daniel-gutmann.de
zuletzt bearbeitet 11. Jan. 2008
3'766 Beiträge · seit 200611. Jan. 2008 · #3
Hallo.

Misstände hat es wie überall auf der Welt, seien es politische oder soziale.

Nur als Tourist wirst du von denen nichts oder nicht viel mitbekommen wie auch fast überall auf diesem Globus.

Ich denke deine Frage geht eher in die Richtung Sicherheit beim reisen.
Ich persönlich finde das Namibia und Botswana als Savecountrys zu werten sind. Bei richtigem Verhalten behaupte ich auch ist es sicherer als zB Süditalien.

Taschendiebstäle und kleiner Delikte sind jedoch nie ganz auszuschliessen, wie auch in Europa.

Einer meiner Grundätze ist beim Reisen

Verhalte dich wie ein Tourist und du wirst auch als solcher behandelt, das ist aber eher negativ gemeint 😎

Wer seine Wertsachen zur Schau stellt oder krampfhaft versucht nicht aufzufallen zieht natürlich interesse auf sich.

Auch wenn es hier im Forum auch ganz "arme Touristen" gibt sollte man sich immer bewusst sein das alleine die Möglichkeit sich überhupt eine Reise zu leisten und einen 4x4 zu mieten den Lokals zeigt dass man für afrikanische verhältnise "superreich" ist. Da hilft es aus nichts das man aus Sparsamkeit die Wurst aus Europa mitbringt 😄

Vor allem möchte ich darauf hinweisen das ausnahmslos alle Enheimischen egal welcher Couleur in Grinderdingen sehr hilfsbereite, freundliche Menschen sind die auch nur Leben wollen, leider unter Vorausetzungen die für uns Europäer manchmal kaum vorstellbar sind.

Also, keine Angst und geniesst die schönen Länder in Afrika ihre Sitten und Gebräuche. Ich bin überzeugt wenn ihr von der Reise zurückkommt das ihr alle anfänglichen Bedenken über Bord werfen werdet.

Eine schöne Reise wünschend
VA
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
zuletzt bearbeitet 11. Jan. 2008
Gast11. Jan. 2008 · #4
Hallo Lucas,

Zwischen Opuwo und Epupa stehen viele Himbas an der Straße. Wenn man nicht anhält, werfen Kinder eventuell Steine hinterher.

Dem Betreiber dieses Forums sind an den Epupa Fällen gerade ein paar Dinge abhanden gekommen.
http://www.big5.ch/blog/?p=52

Wie Daniel schon schrieb: Straßen recht gut. Ein paar "Straßenbilder" aus der Gegend findest Du auch in unserem Reisebericht.
http://namibia.guido-haeger.de/namibia/epupa_falls

Zwischen Opuwo und Epupa fährt man durch/über unzählige kleine Riviere. In der Regenzeit könnten die Wasser führen und die Anfahrtzeit zu den Epupa-Fällen deutlich verlängern. Ansonsten sind die ca. 170 km zwischen Opuwo und Epupa in 3-4 Stunden zu schaffen.

Beste Grüße

Guido
359 Beiträge · seit 200611. Jan. 2008 · #5
Wir sind im letzten Jahr auch etwas durch Berichte von steinewerfenden Hima-Kindern verunsichert worden. Aber bei uns war alles ruhig. Natürlich stehen am Strassenrand einige Himbas und fordern dich auf anzuhalten, fragen nach Wasser oder Lebensmitteln. Aber sie waren in keinster weise agressiv dabei.

Gruss Thomas
298 Beiträge · seit 200711. Jan. 2008 · #6
Wir sind im Herbst letzten Jahres in Namibia gewesen und auch diese Strecke gefahren. Die Pad ist - bis auf kurze Abschnitte - sogar sehr gut. In Opuwo haben wir Maismehl, Zucker und Tabak als Geschenke für die Himbas gekauft. Obst (Äpfel und Bananen) haben wir in großen Mengen noch in Tsumeb gekauft, da das in Opuwo nicht zu bekommen war. Wenn Himbas am Straßenrand standen, haben wir erst versucht, mit Englisch und Zeichensprache eine kleine Verständigung zu bekommen. Sie waren alle sehr freundlich und haben sich über unsere Geschenke gefreut und wir haben uns zu keiner Zeit bedroht gefühlt. Natürlich muß man auf der Hut sein - wie überall auf der Welt!

Schönen Urlaub und Grüße
Silvy
483 Beiträge · seit 200711. Jan. 2008 · #7
Ich schliesse mich meinen Vor-Postern an und habe nur noch eine kleine Warnung. Als wir vor ein paar Monaten im Nordwesten waren, hatten die Himbas/ Herreros/ Ovambos (oder was sie sonst noch alles waren) folgende Masche drauf:
Man bekommt ein Blatt Papier mit Namen und Geldbeträgen zwischen 100 und 1000 N$ gereicht mit der Aufforderung, man solle doch auch etwas für das Fussballteam spenden. Die Schweizer/ Deutschen etc. spendeten normalerweise N$ 1000. Auffallend ist jeweils, dass die Namen alle in derselben Schrift geschrieben sind und weit und breit kein Fussball zu sehen ist... Fazit: Wer bezahlt ist selber schuld und unterstützt im Endeffekt das Dilemma der Bettelnden...

Gruss, Thomas
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349 Beiträge · seit 200611. Jan. 2008 · #8
Die Sache mit den Geschenken an die Himba-Kinder ist natürlich ein zweischneidiges Schwert. Wenn man ihnen etwas gibt, wird das nächste Auto von ihnen in der Erwartung begrüßt, dass da auch was kommt und wenn die freudige Erwartung des öfteren enttäuscht wird, greift der eine oder andere vielleicht auch mal zu einem Steinchen...
Ich meine, Geschenke sind angebracht, wenn man ein Dorf besucht und Gastgeschenke mitbringt. Ich habe aber auch einem einzelnen Jungen mal ein Hemd geschenkt, weil er total zerrissen ausgeschaut hat und er hat sich gefreut wie ein Schneekönig. Aber den bettelnden Kids entlang der Straße würde ich das Betteln nicht dadurch angewöhnen, dass man ihnen immer was gibt.

Die Liste mit den "Fußballspenden" haben wir übrigens auch unter die Nase gehalten bekommen, südlich von Palmwag war das.

LG
Daniel
www.daniel-gutmann.de
483 Beiträge · seit 200711. Jan. 2008 · #9
Offenbar gibt es mehr Listen als Fussballteams in Namibia...🤔

Wie viele Himbas spielen eigentlich in der Namibischen Nationalmannschaft😠
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503 Beiträge · seit 200611. Jan. 2008 · #10
Die Fußballnummer läuft auch in Swakopmund ganz herzzerreissend, vor allem, wenn man alleine am Strand oder auf der Mole ist.

Gruß
Martin
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182 Beiträge · seit 200711. Jan. 2008 · #11
Hallöle,

da ich sowieso nicht viel für Fussball übrig habe, werde ich mein
Eishockey Shirt mitnehmen.Vielleicht lassen die mich dann in Ruhe.:P

LG:Dirk
LG Dirk
2'048 Beiträge · seit 200711. Jan. 2008 · #12
Hallo,

ist mir auch in Swakopmund begegnet aber nicht besonders aufdringlich.

Viele Grüße

jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
Gast11. Jan. 2008 · #13
Den Mist haben die schon vor 11 Jahren gemacht. Ich saß im Auto in Winhoek und wartete am Strassenrand auf Freunde. Da sprach mich ein Schwarzer an, ob ich nicht etwas für eine Reise von Fussballfans nach Deutschland zum 1. Bundesligaspiel 1860 München gegen VfB Leipzig spenden möchte. Da wurde ich stutzig, denn 1860 spielte in der 1. Bundesliga und der VfB ind er zweiten Liga!! Der war vielleicht verdutzt, als ich ihm das erklärte und ging geknickt weiter.
7 Beiträge · seit 200722. Jan. 2008 · #14
Hallo lucasbasel!

wir kommen gerade (Rückgflug am 20.01.) aus Namibia zurück und ich kann die Kommentare der anderen Boarder im wesentlichen bestätigen möchte aber noch einige Punkte im Hinblick auf die Sicherheit ergänzen:

1.) Wir haben in Swakobmund die Fussaballnummer; man sammelt Geld für neue Fussbälle der Taubstummenmannschaft; gleich mehrfach erlebt. Ist aber kein Problem. Die Leute sind höflich und ziehen gleich wieder ab. Die Masche gibt es in vielen Ländern. Deutschland ausdrücklich eingeschlossen.

2.) Am Kontroll Posten des Veterinary Fence bei Palmwag wurden wir Opfer der Souvenir Mafia. Wir sind durch den Zaun und sagten, dass wir in Kürze wieder zurück kommen würden (Testfahrt mit geflicktem Reifen). Der Schwarze am Zaun fragte höflich nach unsweren Namen und den Namen der Kinder. Was für ein netter Mensch! Bei der Rückfahrt "überraschte" man uns dann mit schön geschnitzten Palmnüssen in die unsere Namen geschmitzt waren. Den total überhöhten Preis haben wir erst gesehen, als man uns etliche der Nüsse in die Hand gedrückt hatte. Auch nach Hertunerhandeln auf 50% des Preises immer noch viel zu teuer. Hier muss man einfach hart blieben und entweder das Geschäft ablehnen oder nur der Marktwert (ca. 20N$) pro Nuss zahlen! Das kann ggf. etwas dauern vor allem wenn vor einem ein geschlossener Zaun ist. Trotzdem nicht verunsichern lassen !

3.) In der letzten Nacht, die wir in einem Motel ausserhalb von Windhuk verbrachten, wurde in unser Zimmer eingebrochen und während wir im Zimmer schliefen meine Hose mit dem Geldbeutel, meine Uhr und die Handtasche meiner Frau gestohlen. Die Papiere und Kreditkarten wurden von den Dieben säuberlich mit einem Stein beschwert und vor dem Zimmer abgelegt. Die Uhr, die Hose und das Geld fehlen. Dis deutet darauf hin, dass die Diebe gut vorbereitet waren und damit einiges an krimineller Energie besitzen. Der Diebstahl ist der lokalen Polizei angezeigt und wird dort verfolgt. Die Erfolgsaussichten sind jedoch gering. Es ist also wichtig, Wertgegenstände zu jeder Zeit im Safe zu deponieren und die Menge an Bargeld zu reduzieren, die mitgeführt wird. Dies ist gerade daher wichtig, da viele Mitwagenfirmen Rabatte bei Barzahlugn anbieten und Reisende bei der Ankunft ggf. grössere Beträge in Bar mit sich tragen !

4.) Von den Besitzern einer Gästefarm wurde uns dringend empfohlen bei der Übernachtung im Dachzelt des 4x4 Campers das Auto fest zu verschliessen und alle Wertgegenstände mit ins Zelt zu nehmen. Es hätte Diebstähle aus den Autos gegeben, während die Leute oben selig geschlafen hätten.

Das Erlebnis mit den bettelnden Himbas im Kaokoland ist natürlich eine Sache für sich. Diese Kultur haben wir Reisenden selber geschaffen. Um so mehr die Reisenden eines Autos verteilen, um so mehr Kinde werden auf die nachfolgenden Autos warten. Ich finde es sehr unverantwortlich, dass einige Touristen im Supermarkt billige Bonbons kaufen und die an die Kunder verteilen. Klar ist das der billigste Weg ein Kinderlächeln zu erzeugen, aber übershen diese Leute wirklich konsequent die schlechten Zähne der älteren Leute ? Wir haben auch angehalten aber nur Wasser und Brot verteilt. Über eine Flasche kaltes Wasser haben sich auch die Polizisten an den Kontrollposten immer sehr gefreut.

Gruss
Albrecht
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zuletzt bearbeitet 22. Jan. 2008
911 Beiträge · seit 200722. Jan. 2008 · #15
Hallo Albrecht,

die Fußballnummer ist uns bei unsern Reisen noch nie untergekommen.

Dafür haben wir einer Kinder-"Fußballmannschaft", die wir 2004 in Kaoko- Otavi mit einem absolut zerfetzten Lumpenball herumkicken sahen (die waren absolut freundlich), letztes Jahr einen Lederball (samt Pumpe natürlich) mitgebracht. Die Freude war natürlich riesig.

Die Sache mit den geschnitzten Palmnüssen kennen wir auch; die Jungs sind dabei nach unserer Erfahrung absolut freundlich, nur der zunächst geforderte Preis ist natürlich genauso absolut astronomisch. Ich denke jedoch, dass die Abnahme einer solchen Nuss für ein angemessenes Entgeld (10 bis maximal 20 N$ - das ist für manche dort ein Tagesverdienst)durchaus richtig ist. Warum sollen wir "reiche" Touristen die Menschen dort nicht etwas unterstützen und das tu ich für eine noch so kleine Gegenleistung viel lieber als bei Bettelei.

Was den Motel-Diebstahl anbelangt: Bei allem Mitgefühl für den Schock ist es doch "nett" oder zeugt zumindest von einem gewissen Rest-Anstand, dass man Euch Kreditkarten und Papiere bewusst da gelassen hat; das vermied so manchen dan wirklich schweren Ärger. Bitter, aber richtig.....

hinsichtlich der Süßigkeiten für Himba-Kinder gebe ich Dir völlig recht, sollte man niemals machen. Die freuen sich auch über einen Kugelschreiber oder - gesündere Alternative für Bonbons - eine Tüte Kartoffelchips.

Grüße
Helgi
Reisebericht 2012: 8 Löwen und ein Oryx
982 Beiträge · seit 200622. Jan. 2008 · #16
trauch schrieb:
Man bekommt ein Blatt Papier mit Namen und Geldbeträgen zwischen 100 und 1000 N$ gereicht mit der Aufforderung, man solle doch auch etwas für das Fussballteam spenden.
Dasselbe ist uns in Swakop passiert. Zur Bekräftigung der Seriosität hat der Kerl uns abgegriffene Visitenkarten von Menschen, die ebenfalls gespendet haben unter die Nase gehalten. Zu dumm, dass da noch die alten, vierstelligen Postleitzahlen abgedruckt waren. Es war auf jeden Fall ein intelligenterer (und freundlicherer) Versuch, uns Geld abzuknöpfen.
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zuletzt bearbeitet 22. Jan. 2008
1'457 Beiträge · seit 200617. März 2008 · #17
aldi01 schrieb:
... Das Erlebnis mit den bettelnden Himbas im Kaokoland ist natürlich eine Sache für sich. Diese Kultur haben wir Reisenden selber geschaffen. ...
Nur so zur Information: Die Bezeichnung Himba hat ihren Ursprung aus der Zeit, als der Grossteil ihrer Bevoelkerung nach Angola ausweichen musste. Dort wurden sie als "Bettler" bezeichnet: Ovahimba !