KRKrödThemenstarter21 Beiträge · seit 200701. Jan. 2008 · #1Ein frohes und gesundes Jahr erst einmal für alle im Forum.
Kaum hat das neue Jahr begonnen stecke ich schon wieder in der Planung für unsere Tour Anfang März 08 bis Anfang April 08.
Kann mir jemand sagen ob dieser Abschnitt unserer Tour so machbar ist und wie lange man ungefähr für diese Strecke benötigt.
Wäre für jede Info von Euch echt dankbar.
Epupa - Okongwati - Etengua - Otjitanda - Etanga - Orupembe (Möchte nicht über den Van Zyl`s)
Interessant wäre zu wissen wie der Abschnitt Etanga - Orupembe ist , auf der Karte wird 4x4 empfohlen.
Vielleicht hat auch jemand ein paar gute Tips für Campsites auf diesem Stück.
Besten Dank schon mal an alle.
Dirk
Naukluft1'910 Beiträge · seit 200602. Jan. 2008 · #2Hallo Dirk, Dir auch ein gesundes 08, Danke.
Mein Post hat eher was mit dem Kaokoveld zu tun als mit deiner Tour.
Schau Dir den Thread an...
Kaokoveld und SAT-Tel.Gruss, der K l a u s
Nicht behindert zu sein ist ein Geschenk, welches einem schnell genommen werden kann....... In einem Augenblick! ......
Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den zweiten...
injasuthi43 Beiträge · seit 200702. Jan. 2008 · #3Hallo Dirk,
kurz etwas von mir zum Abschnitt Etanga - Orupembe, zuletzt gefahren von mir im Dezember 2007 (Zeitangaben reine Fahrzeit ohne Pausen in eher konservativer Fahrweise):
Die Strecke Etanga bis zum Abzweig Richtung Westen/Orupembe ist problemlos zu befahren (ca. 13km, 45min).
Der Abschnitt vom Abzweig bis zur Kreuzung auf der Onjuva Plain (nach Norden zum red drum, nach Südwesten nach Orupembe) ist anfangs weiterhin einfach zu befahren. Der Zwischenteil ist aber sehr "grob"steinig und es sind einige Bergkuppen zu überfahren, mehrere Abschnitte in Geländeuntersetzung. Das letzte Drittel ist dann wieder gut befahrbar. Insgesamt sind es ca. 70km in 5,5 Stunden, eine ganz nette und abwechslungsreiche Strecke. Auch mehrere traditionelle Himbakraale finden sich insbesondere im ersten Teilabschnitt.
Vom Abzweig der Strecke nach Norden zum red drum bis nach Orupembe ist der Weg dann weiterhin gut zu fahren (ca. 18km, 45min).
Offizielle Campingplätze im Verlauf der Strecke habe ich keine gesehen. Man kann aber im Bereich der Onjuva Plain sehr schön wild campen. Außerdem gibt es an der Strecke nach Norden zum red drum, ca. 10km hinter der Kreuzung auf der Onjuva Plain einen Campingplatz mit Duschen (Marble Mine Camp). der Weg bis dorthin ist normal zu befahren (30min).
Gruß
Lennart
christian852 Beiträge · seit 200603. Jan. 2008 · #4Hallo!
Vielleicht noch eine Ergänzung zu Lennart:
Der höchste Abschnitt der Piste (dort ist der Untersetzungsgang nötig)
liegt bei 1300 Metern. Wir sind zuletzt 12/2006 die Strecke gefahren und
es hat auch (wenig) Regen Richtung Osten gehabt. Die Riviere liefen. Wir konnten sie gerade soeben noch passieren. (unbedingt vorher durchwaten)
Ihr fahrt ebenfalls in einer Zeit wo es Regen geben kann. Eventuell
müßt Ihr dann einen Tag warten bis Ihr weiter könnt. Auch kann der Paß durch
Auswaschungen schwerer zu Fahren sein.
Gruß Christian
KRKrödThemenstarter21 Beiträge · seit 200703. Jan. 2008 · #5Hallo,
danke Dir Lennart und Dir natürlich auch Christian, das sind schon mal ein paar super Infos mit denen man was anfangen kann.
Kann jemand noch etwas über Die Strecke
Orupembe - Purros sagen?
Was ist dort besonders lohnennswert oder schön und was sollte man sich nicht entgehen lassen.
Wir wollen natürlich auch Tiere sehen.
Dirk
KRKrödThemenstarter21 Beiträge · seit 200703. Jan. 2008 · #6GFGforce435 Beiträge · seit 200703. Jan. 2008 · #7Hallo Dirk,
fahrt doch einfach mal von Orupembe aus nicht die "Straße" entlang, socndern durch den Chumib. Ist nicht ganz leicht zu fahren, aber weit interessanter als die normale Strecke.
LG
Axel1'130 Beiträge · seit 200603. Jan. 2008 · #8Da schließe ich mich an. Zeitweilig kann man neben dem Flußbett fahren und mit GPS dann einen Abkürzung Richtung Purros nehmen. Einige sandige Strecken, diverse Katzen, wenn man Zeit hat, auf jeden Fall genügend Ellis.
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
Duma273 Beiträge · seit 200603. Jan. 2008 · #9Hallo Dirk,
die Antwort zur Strecke Etanga nach Orupembe hast du ja schon bekommen. Zum ersten Teile deiner Route Okongwati - Etengua - Otjitanda – Etanga. Kann ich noch etwas beitragen. Die Strecke ist ja dann die D3703. Wir waren mit 2 Fahrzeugen unterwegs. An vielen Stellen haben wir uns gegenseitig eingewiesen. Der Weg ist sehr steinig. (Bilder auf Anfrage vorhanden) Für die etwa 70 Kilometer haben wir ca. 6 Stunden benötigt. Wir waren froh als wir das ganze hinter uns hatten. Ich würde besser von Epupa kommend bis Kaoko Otavi fahren. Von dort auf der D3707 nach Orupembe. Die Strecke ist viel einfacher zu fahren. Sie ist sehr abwechslungsreich. Tiere und Himbas gibt es da auch zu sehen. Da die Strecke von Orupembe nach Purros durch das Wellblech sehr, sehr unangenehm zu fahren ist, gefällt mir persönlich der Vorschlag von Gforce durch den Chumib. Purros und das Hoarusibtal ist eindeutig mein Favorit. Sehr empfehlenswert ist die Campsite von Purros. Traumhafte Landschaft. Große graue Zeltnachbarn.
Schöne Grüße
Jürgen
injasuthi43 Beiträge · seit 200704. Jan. 2008 · #10Hallo Dirk,
auch ich würde von Orupembe nach Purros unbedingt den Weg über das Khumibflußtal und dann anschließend ins Hoarusibtal nehmen. Der Weg wird auch "regelmäßig" befahren und es gibt somit eine deutlich erkennbare Strecke. Je nachdem welche Karte Du hast, sollte das dort auch eingezeichnet sein.
Hinter Orupembe sind es erst einmal 45 km parallel zum Khumib. Diese Strecke war im Dez. 07 sehr gut zu fahren, deutliche Spur, mit 25-30 km/h fahrbar. Man kann öfter ins Flußbett abbiegen (oder auch wieder auf den Weg parallel zum Flußbett zurück) und in diesem fahren, dort ist es aber z.T. tiefsandig und ohne Hauptspur.
Danach gibt es eine ebenfalls deutlich ausgefahrene Strecke, die zum Hoarusibtal führt. Diese Strecke ist ca. 17km lang, überquert einen Pass, es ist steiniger und man kommt deshalb langsamer voran (~10-15 km/h). Dafür hat man einen wirklich netten Ausblick und man kann auch toll auf der Passhöhe campen.
Danach erreicht man das Hoarusibtal, auch dort führt der Weg wieder parallel zum Fluß (deutliche Spur, 15-20km/h). Dieser Streckenabschnitt ist ausgesprochen schön, man fährt über einige Hügel und es gibt mehrere Aussichtpunkte mit Blick auf den Hoarusib. Man kann auch wieder ins Flußtal fahren, dort gab es zum Teil einfach zu fahrenden festen Untergrund mit deutlichen Spuren. Der Hoarusibabschnitt war zu meiner Reisezeit sehr wildreich (Zebras, Giraffen, Springböcke, Gemsböcke, Strauße und einige frische "Katzen"spuren). Bis Purros sind es ca. 30km entlang des Hoarusib.
Du solltest allerdings wieder bedenken, dass es zu Deiner geplanten Reisezeit durch eventuellen Regen Schwierigkeiten geben kann.
Gruß
Lennart
christian852 Beiträge · seit 200604. Jan. 2008 · #11Hallo!
Eine Fahrt im Flussbett insbesondere im Hoarusib zu dieser Jahreszeit
stellt ein nicht zu kalkulierendes Risiko dar. Das das Mietfahrzeug auf so einer Strecke keinen Versicherungsschutz hat, setzte ich mal als bekannt voraus.
Der Hoarusib führt stellenweise ganzjährig Wasser. Es gibt zu dieser Jahreszeit Stellen die sehen von oben ganz trocken aus...wer da rein fährt , braucht lange für die Bergung. Wir waren vor 2 Wochen im Hoarusib im unteren Teil.
Obwohl ich vorher durchs Wasser gewatet bin, habe ich durch mangelnde Erfahrung etwas zuviel Gas gegeben,das Wasser schwappte über die Motorhaube...da war erstmal Schluß.
Was so im Hoarusib im Oberen Teil passiert ist,lässt sich auf Google Earth bewundern.Leider lassen sich die Bilder hier nicht hereinkopieren.
Denke lieber nochmal darüber nach , im Juni z.b. ist die Strecke viel ungefährlicher. So ein Mietwagen ist ja auch nicht ganz billig.
Gruß Christian
KRKrödThemenstarter21 Beiträge · seit 200704. Jan. 2008 · #12Hallo,
danke für die super Infos, hat mich natürlich ziemlich nachdenklich gemacht.
Habt Ihr generell bedenken mitte März die
3707 zu fahren von Orupembe - Purros-Sesfontein.
Dirk
christian852 Beiträge · seit 200604. Jan. 2008 · #13Hallo Dirk!
Ihr solltet das Wetter beobachten, eigentlich ist es kein Problem, aber es
gibt Jahre da regnet es gar nicht und manchmal regnet es wie verrückt.
In den Rivieren läuft das Wasser trotz blauen Himmels, dann hat es viele Kilometer entfernt geregnet, das wurde schon Manchem zum Verhängnis. Auf der Strecke Orupembe-Sesfontein gibt es diese Probleme nicht. Dafür ist sie nicht ganz so schön, und mit viel Wellblech gesegnet 😕
Ihr müsst auf der Strecke die Riviere nicht entlangfahren sondern nur durchqueren,
selbst bei Regen eigentlich problemlos.
Gruß Christian
injasuthi43 Beiträge · seit 200705. Jan. 2008 · #14Hallo Dirk,
auf der von mir weiter oben beschriebenen Strecke von Orupembe nach Purros entlang Khumib und Hoarusib führt der Hauptweg nicht im Flußbett entlang, sondern immer parallel zum Flußbett (weit genug oberhalb) und ist somit auch nach Regenfällen sicher zu befahren. Der Khumib wird dabei nur direkt in Orupembe gequert und der Hoarusib wird ebenfalls nur 1 Mal gequert (direkt wenn man von der Querverbindung, die beide Flußtäler verbindet, kommt). Diese eine Querung kann in der Regenzeit allerdings Probleme bereiten. Ansonsten finde ich die Strecke nicht nur landschaftlich, sondern auch fahrtechnisch die deutlich bessere Alternative.
Generell solltest du Dich darauf einstellen, dass es zur Regenzeit Probleme geben kann. Ein ausreichendes Zeitfenster, genügend Treibstoff etc. um auch mal wieder umdrehen zu können und viel Respekt vor nassem/matschigen Untergrund bzw. Wasserquerungen ist unbedingt notwendig. Ich habe auch vor jeder noch so einfach aussehenden Wasserdurchfahrt immer extrem viel Respekt, das ist einfach etwas ganz anderes als mal im Tiefsand stecken zu bleiben.
Gruß
Lennart
christian852 Beiträge · seit 200605. Jan. 2008 · #15Hallo!
Lennart hatte sicher gute Karten und ein gutes Gps dabei. Bei unserer ersten Fahrt durch den Khumib, haben wir leider den richtigen Track nicht immer gefunden. So sind auch wir manchmal im Bett gefahren. Das passiert Vielen, deshalb gibt es auch viele Pfade 🙂
Gps deshalb immer mit niedriger Auflösung betrachten. Wenn man die Strecke
einige Male gefahren ist, fragt man sich, wie konnte ich mich da nur verfahren?
Ps: Falls Ihr nicht im Privatauto fahrt, sprecht doch mit Eurem Vermieter über die Tour, wenn er sein O.K. gibt, dann wisst Ihr das er Euch auch im Fall einer Panne
nicht allein lässt.
Gruß Christian
jaw2'048 Beiträge · seit 200705. Jan. 2008 · #16das ist einfach etwas ganz anderes als mal im Tiefsand stecken zu bleiben
.
Hallo Dirk,
muss dir sehr zustimmen!!!
Besonders wenn das Wasser steigt und steigt, 😮 wir dann irgendwann die Türen öffneten (Ausgeladen hatten wir schon vorher) damit der Schlamm nur noch durchfließt und möglichst nicht das ganze Auto mitnimmt 😊 ...und du den Karren cm für cm mit der Winch eines Helfers rausarbeitest 🤩
Was ist dagegen das Schaufeln im Sand (solange man Sprit und Trinkwasser hat).;)
Also immer schön Radio hören, wo es geregnet hat. Das Wasser kommt halt manchmal von weiter her....
Aber viel Spaß dabei
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
christian852 Beiträge · seit 200605. Jan. 2008 · #17Hallo Jaw!
Das sind wenigstens Erlebnisse die man sein leben lang nicht vergisst!
Wenn die Brühe so durchs Auto läuft 🤩
das ist was Besonderes, immerhin habt Ihr das Fahrzeug gerettet!
Bilder hast Du nicht zufällig? Meistens ist man ja dann doch zu gestresst...
Gruß Christian
injasuthi43 Beiträge · seit 200705. Jan. 2008 · #18christian schrieb:Lennart hatte sicher gute Karten und ein gutes Gps dabei.
Ich kann wirklich nur die extrem tolle tracks4africa Karte fürs GPS empfehlen. Ich hätte ja nie gedacht, dass ich mich dafür so begeistern könnte und war immer "klassisch" eingestellt mit guter Karte, Kompass und GPS als "Nothilfe". Aber ich denke in Zukunft möchte ich das nicht mehr missen.
Gruß Lennart
KRKrödThemenstarter21 Beiträge · seit 200705. Jan. 2008 · #19Hallo,
wir haben unser Auto (Toyota 4x4)bei Hubert Hester gebucht,kann jemand sagen in wie weit HH Einschränkungen macht in Bezug auf das kaokoveld.
Klar in seinen Bedingungen steht das man nicht den Zyl`s Pass fahren soll, und nicht am Kunene entlang, wobei ich aber schon überlege von Ruacana aus bis Swartboisdrift zu fahren,
Hester verbittet sich aber die 3701 zu fahren.
Also hat jemand Erfahrung wie HH wirklich dazu steht?:)
Gruß Dirk
christian852 Beiträge · seit 200605. Jan. 2008 · #20Hallo!
die Bedingungen von HH kenne ich nicht, aber die Strecke Ruacana- Swartboisdrift kannst Du auf jeden Fall fahren!
Die meisten Vermieter verbieten Fahrten abseits "offizieller " Straßen, die Khumib
Strecke gehört dazu, ebenso das Fahren in den Rivieren z.b. Ugab.
Aber Frage doch einfach mal nach, das persönliche Gespräch macht einen guten Vermieter aus.
Auch die Strecke Orumpembe-Purros ist eine Strecke die erlaubt ist.
Gruß Christian