Caprivistreifen bei 3 wöchiger Tour im Januar?

8 Antworten · 2'764 Aufrufe · gestartet 01. Nov. 2007 von swendow
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Themenstarter18 Beiträge · seit 200701. Nov. 2007 · #1
Liebe Namibiaprofis!

Vorab mal ganz allgemein: bin das erste Mal in einem Forum und total begeistert! Ihr habt uns schon wahnsinnig viele wertvolle Tips gegeben.... Tausend Dank!

Haben uns nun für einen 4x4-Wagen entschieden. Fahren im Januar für 19 Tage durch Namibia (Hin- und Rückflug Windhoek). Hatten Anfangs einen "Kreis drehen" wollen: Windhoek - Etosha - Caprivi - Viktoriafälle - Chobe - Okawango - Kalahari-Windhoek. Da Botswana aber recht teuer ist, haben wir Chobe und Okawango und damit auch die Viktoriafälle eigentlich gestrichen.
Würdet Ihr uns dennoch raten, in den Caprivi reinzufahren? Oder ist das während der Regenzeit eher nicht zu empfehlen? Am meisten sind wir an Tierbeobachtungen interessiert. Hatte an anderer Stelle schon nachgefragt, wo man am besten Tiere (wenn auch in der Regenzeit...) sehen koennte. Kann man den Chobe auch von Namibia aus machen, d.h. auf der Namibia-Seite übernachten? Und haettet ihr da einen Tip? Ist der Chobe ein Muss?

Vielen Dank und liebe Gruesse!
Sabine
359 Beiträge · seit 200601. Nov. 2007 · #2
Hallo Sabine,ihr solltet euch fragen was ihr sehen und erleben wollt und euch dann einige Schwerpunkte setzen. Wenn ihr etwas vom Land Namibia sehen wollt, dann sollte auch die Namib,Küste vor Swakopmund/Walfish Bay, Tweifelfontein und ähnliches auf dem Zettel stehen. Wenn es euch um reine Tierbeobachtung geht, dann würde ich gleich Richtung Nord/Ost in den Caprivi, Kasane, Chobe, Moremi und Okavango Delta fahren und sogar den Etosha Park auslassen.
Gruss Thomas
794 Beiträge · seit 200701. Nov. 2007 · #3
Hallo Sabine.

ich kann Euch einen Besuch (nur Caprivi) in der Regenzeit nicht unbedingt empfehlen. Wir waren 2004 im Dezember zu Anfang der Regenzeit von Namibia aus in den Caprivi gestartet und konnten dort u.a. im Mudumu Nationalpark nur wenige Tiere sehen und auch leider keinen einzigen Elefanten. Zudem hat es einen Tag komplett geregnet. Man sagte uns in der Lianshulu Lodge, dass die Elefanten zu Beginn der Regenzeit alle nach Botswana reingewandert sind. Der Weg vom Etoscha in den Caprivi ist zudem recht lang und öde, wenn man nur in den Caprivi und wieder zurück fährt. Da würde ich wenn schon noch den Chobe Nationalpark und die Vic Falls mitnehmen. Oder Ihr konzentriert Euch in den drei Wochen komplett auf Namibia. Das gibt es soviel Schönes zu sehen, dass es locker für drei Wochen und mehr reicht.

Viele Grüße
Tina
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Themenstarter18 Beiträge · seit 200701. Nov. 2007 · #4
Ja, nachdem sich Botswana als der "Preistreiber" herausgestellt hatte, haben wir nun die klassischen Namibia-Highlights (nur ohne Caprivi) auf dem Plan. Und sicherlich ist Namibia allein für sich ein tolles Reiseziel (sozusagen ohne Botswana).
Aber ich höre so verdammt viel Gutes vom Chobe und bin nun verunsichert, ob es ein Fehler wäre, ihn auszulassen. Auch die Viktoriafälle habe ich noch "nicht ganz aus dem Kopf".
Da wir ja nur 19 Tage Zeit haben schwanken wir nun zwischen den 2 Varianten:
A)
Windhoek, zunächst runter zum Fish-River-Canyon, dann an die Küste rüber zu den Dünen, dann Erongo, Waterberg und hoch zum Etosha - zurück nach Windhoek als grobe Linie. Also ein Kreis gegen den Uhrzeigersinn durch Namibia.

😎
Den Süden weglassen. Also am Anfang von Windhoek zu den Dünen und dann aber hoch zum Etosha (also auch Erongo, Waterberg usw.) und dann in den Caprivi rein. Die Frage wäre, wie weit rein in den Caprivi. Von dort oben rein in den Chobe und zu den Viktoriafällen. Zurück über den Caprivi nach Windhoek.

Was würdest du empfehlen? Wie gesagt ist ja Regenzeit und ich habe schon gruselige Geschichten von der capriviregion gehört (auch mit 4x4).....

viele Gruesse
Sabine
Themenstarter18 Beiträge · seit 200701. Nov. 2007 · #5
Hallo Tina,
Danke für Deine Antwort. Sie kam an, während ich gerade an Thomas geschrieben habe - daher bin ich auf Deine Tips nicht eingegangen.
Aber ich tendiere nun, vorallem auch nach Deiner Antwort, immermehr dazu, die drei Wochen komplett in Namibia ohne den caprivi zu machen. Denn sollten wir uns wahrscheinlich für eine zweite Reise in der Trockenzeit aufheben.
ich dank Dir,
Viele Gruesse, Sabine
359 Beiträge · seit 200601. Nov. 2007 · #6
Hallo Sabine, Botswana ist bei weitem nicht so teuer, wie jeder vermutet. Ein Besuch im Chobe ist preislich nicht teurer als ein Besuch im Etosha. Ich würde euch aber die Tour für Einsteiger empfehlen, wie du diese in der Variante A aufgeführt hast.
Gruss Thomas
355 Beiträge · seit 200601. Nov. 2007 · #7
Hallo Sabine,
rein fahrtechnisch ist der Caprivi auch in der Regenzeit kein Problem.
Ich finde nur, von allen Strecken, die ich bisher in Namibia gefahren bin war die endlose Strecke durch den Caprivi die langweiligste.
Schwierig kann es werden, wenn du abseits der asphaltierten Hauptstrecke fahren willst.
Je nach Regen sind dann verschiedene Gegenden gar nicht mehr erreichbar.
Selbst manche Lodges können dann nicht mehr angefahren werden, allerdings kann das eher im Februar/März passieren (Mahangu Lodge z.B.)
Ich war im Februar 2006 im Mahango NP und konnte trotz 4x4 nur einen kleinen Teil der Wege fahren. Viele Tiere gab es auch nicht.
Ob es sich lohnt im Januar an den Chobe zu fahren weiß ich allerdings nicht, da gibt es aber einige hier, die zu dieser Zeit schon dort waren.
Viele Grüße
Peter
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7'272 Beiträge · seit 200601. Nov. 2007 · #8
Hallo Sabine

ich habe vor einigen Tagen mal etwas zu Botswana im Dezember geschrieben.
etosha nein danke dafür lieber Moremi und Chobe

Ich würde davon ausgehen, dass es im Januar auch nicht einfacher ist.

Caprivi ist nicht gleich Asphaltstrasse. Diese ist für den Transit ok aber extrem langweilig. Spannend wird es aber genau dann, wenn Du diese verlässt. Speziell im Ostcaprivi. Der Wasserstand der Flüsse sollte dann gar nicht so hoch sein, wenn das Wasser aber von oben kommt, wird es sehr schwierig zum fahren.

Eine Möglichkeit die Ihr habt, ist mal bis in den Mahango zu fahren und da zu entscheiden ob Ihr an den Chobe fahrt oder entlang des Okovangos nach Süden. Da hat es einige gute Möglichkeiten zum Übernachten und um Botswana-Luft zu schnupern.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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zuletzt bearbeitet 01. Nov. 2007
2'779 Beiträge · seit 200701. Nov. 2007 · #9
was man auch noch mit in Betracht ziehen sollte ist die sehr unterschiedliche Verhaltensweise der wilden Tier in Etosha, Chobe, Mudumu, Mahangu.

Bleiben wir doch mal nur bei den Elefanten: in Etosha sind die Tiere sehr friedlich und seit vielen Jahrzehnten an Besucher gewöhnt. Man kann auch als Safari Neuling getrost alleine herumfahren zu den diversen Wasserlöchern und die Tiere beobachten. Im Chobe sind die Elefanten bereits agressiver, Ursachen dazu sind bestimmt ihre Überzahl in einem Gebiet das weder genügend Nahrung noch Reviere für soviele Tiere hergeben kann. Dann in Mudumu und Mahangu sieht es so aus dass die Tiere richtiggehend scheu sind, denn hier wird gejagt (eine bestimmte Anzahl Tiere die von Berufsjägern vom Staat pro Jahr ersteigert werden können und dann als Trophänejagd angeboten werden, auch die big five)Die Verhaltensweise aller Tiere ist hier gegenüber Menschen und Fahrzeugen noch/wieder echt skeptisch, ängstlich, etc. Elefantenbullen in "must", Kühe mit Jungen und sagen wir mal fast alle Büffel sind sogar offenkundig aggressiv gegenüber Menschen, und vorallem gegenüber Fahrzeugen welche kleiner sind als sie selber.

Un noch ein weiterer Grund warum in der Regenzeit Caprivi für mich ausser Betracht käme sind die Múcken inkl. erhöhter Malariagefahr und alle anderen Insekten sowie die feuchte brutale Hitze.
Gruss Leona