Klassische Nordroute eines Neulings

17 Antworten · 4'666 Aufrufe · gestartet 16. Okt. 2007 von siena65
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Themenstarter10 Beiträge · seit 200716. Okt. 2007 · #1
wir haben uns folgende route für 14 tage vorgenommen:

Windhoek - Etosha NP - Damaraland - Henties Bay - Swakopmund - Sossusvlei - Windhoek

was sollten wir eurer meinung nach auf alle fällen anschauen und warum? (ev. auch dinge, die nicht in jedem standardreiseführer stehen).

freu mich über jeden persönlichen eindruck 🙂
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3'491 Beiträge · seit 200617. Okt. 2007 · #2
Hallo Siena,
vorab mal herzlichen Glückwunsch dazu, dass Ihr Eure 14 Tage nicht so voll gepackt habt. Die Beschränkung auf einen Landesteil ist m.M nach schon fast eine Garantie für eine ereignisreiche Reise.
- Windhoek: wird häufig als nur notwendiger Startpunkt der Reise gesehen und deshalb vernachlässigt. Ich finde zu Unrecht - denn Windhoek hat einiges zu bieten. Was kaum einer macht, aber sehr aufschlussreich sein kann, ist eine Face to face-Tour durch Katutura. Dazu einen Bummel durch das Craft Center in der alten Brauerei, die "klassischen" Ziele wie Tintenpalast, Christus-Kirche und Alte Feste und als neues Ziel ein Besuch des Heldenackers. Und eine Stadtrundfahrt.Schwupp sind 2 Tage weg.
- Etosha: ist ja nun wirklich ein Muss. Hat aber bezüglich der Unterkünfte unter den Umbaumaßnahmen sehr gelitten.Trotz des Nachteils der morgendlichen Anreise und abendliche Abreise würde ich versuchen, nach Unterkünften außerhalb des Parks Ausschau zu halten. Im Osten - statt Namutoni - Mokuti, Onguma, Mushara, Aoba, um nur einige zu nennen. Zu Halali gibt es eigentlich keine Alternativen, weil es mittendrin liegt. Zu Okaukuejo dagegen gibt es Alternativen - leider entweder noch teurer oder recht weit entfernt. Da ist schwer zu raten, zumal Okaukuejo das mM nach schönste Wasserloch hat.Für Etosha sollte man 6 Tage ansetzen.
- Damaraland: als Übernachtungsempfehlungen Vingerklip Lodge, Huab Lodge oder Mowani Mountain Lodge. Preisgünstiger: iGowati Lodge in Khorixas. Mussziele sind hier der versteinerte Wald, die Felszeichnungen, der Brandberg und die Orgelpfeifen - alle in der Nähe von Khorixas und Twyfelfontein.Zeitbedarf: mindestens 2, besser 3 Tage.
- Hentiesbay/Swakopmund: Hentiesbay würde ich nicht als eigenständiges Ziel sehen - es ist ein Badeort, an dem man nicht baden kann ( zu kalt).35 nördlich davon liegt allerdings Cape Cross - die Robbenkolonie. Die lohnt sich schon. Aber deshalb muss man nicht in Hentiesbay übernachten. Eigentlich sollte man Cape Cross auf der Fahrt vom Damaraland nach Swakopmund mit erledigen können. Swakopmund dagegen ist für mich ein Muss in Namibia ( andere sind da allerdings anderer Meinung !)Eine niedliche, farbenfrohe Kleinstadt mit sehr viel Geschichte und Sehenswürdigkweiten. Auch die Umgebung ist nicht zu verachten.Besondere Übernachtungsempfehlung: The Stiltz - eine Pfahlsiedlung direkt am Atlantik - ein Erlebnis. 3 Tage sollten es hier schon sein.
- Sossusvlei: muss auch sein. Ist gut an einem Tag von Swakopmund aus zu erreichen.Beste Übernachtung in der Sossusvlei Lodge - sehr gute Lage, interessante Unterkünfte, sehr gutes Essen. 2 Tage müssen sein.Von hier aus ist auch Windhoek an einem Tag erreichbar - aber bitte nicht am Abflugtag, denn das könnte zu Stress ausarten. Also einen Reservetag in Windhoek einplanen.
Gruß Joli
483 Beiträge · seit 200717. Okt. 2007 · #3
Hallo joli

Deine Zeitangaben sind ja sehr grosszügig. Wenn nur alle so viel Zeit hätten... Lohnen würde es sich ja schon...!

Gruss, Thomas
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44 Beiträge · seit 200717. Okt. 2007 · #4
...ich würde noch weiter in den Norden fahren - zb.Rtg.Ruacana - es gibt in Rtg Epupa Falls einige richtig schöne Campingplätze am Kunene, von welchen man morgens die Krokodile im Kunene und Affen in den Bäumen (/oder am eigenen Frühstückstisch) beobachten kann! Und der Norden (oberhalb Etosha) ist noch richtig Afrika! Himbas, viele ursprüngliche Siedlungen und traumhafte Landschaft...Rückfahrt von Ruacana über Opuwo und Palmwag! War echt der Hammer der Reise!
Gast17. Okt. 2007 · #5
Ich kann Stefritz nur beipflichten. Oberhalb Etosha, ab Verterinärzaun gibt es ursprüngliches Afrika zu sehen. Freundlich winkende Menschen am Straßenrand, fröhliche Kinder und weit weniger dreckig und heruntergekommen als erwartet.
17 Beiträge · seit 200718. Okt. 2007 · #6
hallo,
habe gestern abend mit einem namibia fachmann ein längeres tolles infogespräch geführt. er war schon 20 mal dort. ich bin selber namibia-anfänger und im november/Dezember für 4,5 wochen dort. er hat mir für diesen zeitraum ebenfalls empfohlen nur den norden zu besuchen. auch er sagte nördlich von diesem veterinärzaun sei es noch afrika-flair.er empfahl mir von etosha aus nach Rundu und anschliessend mahango Game Park danach zwei drei Tage Shakwe in Botswana (Okawango Delta) und dann Rückfahrt Richtung Westen nach Namibia. muss was dran sein an der empfehlung diesen veterinärzaun hinter sich zu lassen. nachdrücklich empfahl er nimm dir nicht zuviel vor sonst siehst du viel straße und ansonsten alles andere nur sehr flach. er sagte 80% der erstreisenden kämen wieder und würden sich ärgern weil die erste reise
doch sehr mit touristen-highlights verplant worden sei, man aber nichts/wenig intensiv gesehen habe. ich werde meine bisherige planung nun über den haufen werfen, den süden nehme ich mir wenn gott will beim zweiten mal vor. viel spaß bei deiner planung und eine klasse reise wünscht dir bernhard 😄
7'267 Beiträge · seit 200618. Okt. 2007 · #7
Hallo Bernhard

Da hast Du ja einige richtig gute Tipps erhalten. Wenn Ihr mit Dachzelt unterwegs seid, könnt Ihr das sehr flexibel gestalten.
Was ich noch beachten würde ist das Wetter. Wenn es im Nord-Osten stark regnet, würde ich mir noch eine Alternativ-Route überlegen.

Herzliche Grüsse
Chrigu
zebra.reisen: Individuelle und Begleitete Selbstfahrerreisen, Kleingruppenreisen und Reiseberatung Satellitentelefon: Satellitentelefon für die weltweite Nutzung Reiseplanung / Reiseberatung: Besprechung per Videokonferenz Der Zebra Shop: Karten, Bücher und Infos für das südliche Afrika Erlebnisse: Einige unserer Reiseerlebnisse aus Namibia, Botswana und Sambia
Gast19. Okt. 2007 · #8
Das sehe ich genau so. Die Landschaft macht den Eindruck als wäre sie zeitweise total überschwemmt.
503 Beiträge · seit 200619. Okt. 2007 · #9
Hallo Bernhard,
ich finde auch, Du hast die richtigen Grundgedanken bei der Planung. Joli ist natürlich ein Etoshajunkie, der eine Sechs-Tages-Dosis braucht; aber auch bei 3-4 Tagen siehst Du dort eine Menge. Henties Bay finde ich auch nicht notwendig. Wenn Du noch Tage übrig behalten solltest und nicht ganz so viel zusätzliche Fahrerei auf Dich nehmen willst, kannst Du auf dem Weg nach Etosha auch das Erongogebirge "mitnehmen" (auch mind. 2 Nächte). Es gibt dort viele gute Übernachtungsmöglichkeiten für ganz unterschiedliche Geldbeuteldicke.
Hoch in den Norden, wenn Du gleichzeitig noch ins Vlei willst, würde ich mir zeitlich überlegen, man neigt schnell dazu, sich da zu viel vorzunehmen. Der Norden ist natürlich anders als der Süden und die Mitte, wobei ich nie weiß, was "typisch Afrika" ist. Ist vielleicht mehr eine romantische Vorstellung, die die Vielfalt Afrikas ausblendet.

Gruß
Martin
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503 Beiträge · seit 200619. Okt. 2007 · #10
Sorry, ich meinte in der Anrede natürlich Siena und nicht Bernhard!

Martin
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39 Beiträge · seit 200725. Okt. 2007 · #11
Hm, ihr macht mich nachdenklich:

Ich bin in 2005 mit Freunden 2 Wochen durch Namibia gefahren. Eine Südtour bis Aus, Lüderitz, Kolmanskoop, etc. und eine Nordtour bis an den Kunene und Epupafalls, mit Etosha, Palmwag-Lodge, etc. Ich fand die tour nicht zu vollgestopft und hektisch.

Jetzt habe ich 4 Wochen Zeit und würde gerne wieder eine Südtour machen, sowie eine Nordtour, diesmal mit Caprivi und Okavangodelta sowie etwas Botswana. Ich denke, dass das in 4 Wochen gut zu schaffen ist, ich begreif nicht ganz, warum alle sagen, man solle sich mehr Zeit nehmen.

Und ich denke ich, dass für Etosha 3 Tage voll ausreichen, um einiges zu sehen z.B.

Grüße
Phil
7'267 Beiträge · seit 200626. Okt. 2007 · #12
Hallo Phil

Wenn es für Euch so stimmt, ist es ja gut. Es ist Eure Tour. Macht sie in Eurem Rythmus. Obschon wir früher auch längere Touren gemacht haben, haben wir für uns die Langsamkeit entdeckt. Ein bisschen weniger machen, Zeit nehmen und geniessen. Dazu gehen wir nicht in die Etosha, sondern zu einem schönen Felsen oder in ein Flussbett. Vielleicht kommen auch Tiere vorbei. Das freut uns dann umso mehr.

Natürlich werden wir auch die Etosha besuchen, einfach damit wir uns nach dem Umbau auch ein Bild machen können. Mehr als drei Tage werden wir wahrscheinlich auch nicht bleiben.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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44 Beiträge · seit 200726. Okt. 2007 · #13
PhilipH schrieb:
Hm, ihr macht mich nachdenklich:

Ich bin in 2005 mit Freunden 2 Wochen durch Namibia gefahren. Eine Südtour bis Aus, Lüderitz, Kolmanskoop, etc. und eine Nordtour bis an den Kunene und Epupafalls, mit Etosha, Palmwag-Lodge, etc. Ich fand die tour nicht zu vollgestopft und hektisch.

Jetzt habe ich 4 Wochen Zeit und würde gerne wieder eine Südtour machen, sowie eine Nordtour, diesmal mit Caprivi und Okavangodelta sowie etwas Botswana. Ich denke, dass das in 4 Wochen gut zu schaffen ist, ich begreif nicht ganz, warum alle sagen, man solle sich mehr Zeit nehmen.

Und ich denke ich, dass für Etosha 3 Tage voll ausreichen, um einiges zu sehen z.B.

Grüße
Phil
Ich denk auch das es zu "schaffen" ist - macht ja jeder Urlaub wie er will - ich will auch viel sehen - und wenns irgendwo intensiver werden soll - nehm ich mir die Zeit! Dafür nimmt man ja paar "Brücken- oder Reservetage" in die Planung. Keiner weiß ob`s im nächsten Jahr noch so ist wie jetzt!!!
grüße steffen
zuletzt bearbeitet 26. Okt. 2007
153 Beiträge · seit 200730. Okt. 2007 · #14
Stefritz schrieb:
...ich würde noch weiter in den Norden fahren - zb.Rtg.Ruacana - es gibt in Rtg Epupa Falls einige richtig schöne Campingplätze am Kunene, von welchen man morgens die Krokodile im Kunene und Affen in den Bäumen (/oder am eigenen Frühstückstisch) beobachten kann! Und der Norden (oberhalb Etosha) ist noch richtig Afrika! Himbas, viele ursprüngliche Siedlungen und traumhafte Landschaft...Rückfahrt von Ruacana über Opuwo und Palmwag! War echt der Hammer der Reise!
Habe auch schon gehört, dass Epupa sehr schön ist. Was hast Du da alles gemacht? Rafting? Himba? Wie lange würdest Du da einplanen? Sind die Wege Tywelfontein - Epupa-Etosha machbar oder braucht man da jeweils nochmal Zwischenübernachtungen?

Freu mich über alle Infos zum nördlichen Teil, irgendwie gibt es dazu nicht so viele Beiträge
7'296 Beiträge · seit 200630. Okt. 2007 · #15
Pillendreher schrieb:
Habe auch schon gehört, dass Epupa sehr schön ist. Was hast Du da alles gemacht? Rafting?
... man kann da auch einfach nur mal die Natur anschauen, ohne gleich einer "Fun-Sportart" nachzugehen. Ich wüßte auch nicht, wo man dort Rafting betreiben sollte. Zwischen den Ruacana Falls und Epupa ist das Gewässer recht ruhig und an den Ruacana oder Epupa Falls willst Du bestimmt kein Rafting machen ... 😉

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
44 Beiträge · seit 200730. Okt. 2007 · #16
...also Rafting mach ich in Österreich - da gibts keine Krokodile - ne im Ernst - ich hab mich morgens halb sechs ans Ufer gesetzt und die Affen in den Bäumen beobachtet - nach Sonnenaufgang konnte ich dann Krokodile beobachten - das ist mir wichtiger wie Rafting.
Für solche "Fun Sportarten" ist glaub ich Südafrika geeigneter! Haifischtauchen in Hermanus und MTB, Bungee Jumping - kann ich da empfehlen!!!
159 Beiträge · seit 200630. Okt. 2007 · #17
Stefritz schrieb:
...also Rafting mach ich in Österreich

Hallo Stefritz,
Rafting ist auch in Namibia möglich z.B. bei der Kunene River Lodge.

http://translate.google.com/translate?hl=de&sl=en&u=http://www.kuneneriverlodge.com/page01b.html&sa=X&oi=translate&resnum=3&ct=result&prev=/search%3Fq%3DKunene%2Briver%2Blodge%2Bnamibia%26hl%3Dde%26rls%3DGGLR,GGLR:2006-21,GGLR:en

Liebe Grüße
Inge;)
Meine Namibia Fotos
483 Beiträge · seit 200731. Okt. 2007 · #18
@ Pille: Für die Strecke von Twyfelfontein nach Epupa benötigst du mindestens 2 Tage (Stress), besser drei, wenn du noch was sehen willst. Von Epupa nach Etosha weitere 2 Tage durchfahren (nördlich vom Park). Epupa ist schön, aber leider nicht so machbar, wie du es dir vielleicht vorstellst.

Für eine anständige Himbatour (z.B. bei Marius Steiner, Camp Aussicht) musst du nochmal einen halben Tag einplanen.

Gruss, Thomas
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