PhotoeyeThemenstarter51 Beiträge · seit 200725. Sept. 2007 · #1Hallo Namibia-Klimaexperten
Nachdem ich nun schon einige Routen- und Unterkunftsauskünfte von Euch erhalten habe (für meine im kommenden Juni geplante Reise) möchte ich doch noch generell auf die Reisezeit zu sprechen kommen. Ich bin etwas erstaunt, dass der Juni offenbar der Monat ist, der am wenigsten beachtet oder empfohlen wird. Es heisst zwar in allen Führern etc. Reisezeit sei ganzes Jahr, bevorzugt aber April-Mai und September - Oktober. Dass Dez, Jan und Feb nicht unbedingt empfohlen werden leuchtet mir bis jetzt noch aufgrund der Hitze und Regenzeit noch ein (kann aber sicher auch sher interessant sein). Der Juni hingegen wird stiefmütterlich behandelt und die Preise für viele Angebote sind dort am tiefsten. Kann es "nur" an der nächtlichen Kälte liegen oder ist da noch mehr faul, was ich bisher nicht beachtet oder mitgekriegt habe? Evt. tägliche Sandstürme mit 250 km/h oder so ? 🤩 😉
Ich versuch mal ne Pro-Kontro Aufstellung für den Juni zu machen. Bin gespannt auf Eure Meinung.
Pro:
- Nebensaison = günstigere Preise für Flüge, Unterkünfte, Fahrzeugmieten
- Nebensaison = wenig europ. Touris, da noch keine Sommerferien
- SA keine Ferien = dito
- angenehme Tagestemperaturen
- weniger "Ungeziefer" wie Stechmücken oder so... (soll nicht wertend sein...)
- geringere bis keine Malariagefahr
- weniger Schlangen-, Skorpion- etc. Gefahr (?)
- trockene und sicherere Pads, keine schlammigen Riviere
- mehr Tiere an den Wasserlöchern im Etosha (?)
Contra:
- Nachtkälte (wie kaaaaaaalt ist es wirklich? Es heisst teilw. bis 0 Grad. Ist Campieren noch machbar oder muss man um 19.00 Uhr im dicken Schlafsack versinken?) Ist der Unterschied gross Nord-Süd ? - natürlich immer auf die Nacht bezogen)
- frühe Dunkelheit (ab wann? 18.00 h stockfinster?)
Dann habe ich noch eine rein "foto-klimatische" Frage. Man sieht überall auf den Bildern die wunderschön goldenen Gräser zwischen den Bergen und in den Dünen. Die sind sicher im Juni grasgrün, oder? 🙁
Grüsse
Ralph
kobra2409 Beiträge · seit 200725. Sept. 2007 · #2Hallo Ralph,
wie du selbst schon angedeutet hast gibt es im Juni eigentlich mehr Pro als Contra...
Waren selbst dieses Jahr im Mai bis Anfang Juni in NAM und haben es sehr genossen - einzig die frühe Dunkelheit ist gewöhnungsbedürftig. Die Nachtkälte fanden wir sehr angenehm zum Schlafen, waren aber auch keine Camper.
Allerdings gab es Anfang Juni noch keine grünen Gräser zu sehen:)
Viel Spaß bei deiner weiteren PlanungB)
Gruß
Uli
Das Leben wird nicht gemessen an der Zahl unserer Atemzüge, sondern an den Orten und Momenten, die uns den Atem rauben.
DADagut349 Beiträge · seit 200625. Sept. 2007 · #3Hallo Ralph,
wir waren im Juli in Nam unterwegs, wo es, was die Temperaturen angeht, wohl ähnlich ist wie im Juni. Campen würde ich um diese Zeit ehrlich gesagt nicht wollen. Im Norden ging es noch, aber sonst wurde es abends und vor allem morgens empfindlich kalt. Wenn Du dann die frühe Dunkelheit noch bedenkst, wirst Du als Camper recht früh Dich ans Abendessen machen wollen und das verkürzt den Tag doch sehr. Genauso morgens: In einer A...kälte im Freien zu frühstücken wäre meine Sache nicht.
Sonst haben wir die Jahreszeit sehr genossen, vor allem die angenehmen Tagestemperaturen und die vielen Tiere am Wasserloch.
LG
Daniel
karl406 Beiträge · seit 200625. Sept. 2007 · #4hallo ralph
im juni gehts in den winter und da sind die gräser eher braun.
der vorteil ist im nam. winter, daß du das wild besser siehst weil weniger blätter die sicht verstellen.
beim campen am abend wird ein schönes feuer gemacht und die skibekleidung angezogen. dann noch ein schönes steak und ein windhuk lager und die kälte ist auszuhalten.
gruß
karl
Gio62 Beiträge · seit 200725. Sept. 2007 · #5[- Nachtkälte (wie kaaaaaaalt ist es wirklich? Es heisst teilw. bis 0 Grad. Ist Campieren noch machbar oder muss man um 19.00 Uhr im dicken Schlafsack versinken?) Ist der Unterschied gross Nord-Süd ? - natürlich immer auf die Nacht bezogen)
- frühe Dunkelheit (ab wann? 18.00 h stockfinster?)
Servus,
wir hatten dieses Jahr an Pfingsten nähe Etosha einige Nächte mit-5 bis -10Grad. Die Dachzeltinnenseite und die Alustangen waren mit Eis überzogen, haben uns in unseren mitgebrachten Superdaunenschlafsäcken trotzdem wohlgefühlt. Aber achte darauf das Dachzelt so aufzustellen dass der erste Sonnenstrahl darauftrifft; dann taut Mensch und Material sehr schnell auf:)
Ich fand diese Reisezeit optimal und längerer Nachtschlaf ist doch gesund;)
Ciao
Dann habe ich noch eine rein "foto-klimatische" Frage. Man sieht überall auf den Bildern die wunderschön goldenen Gräser zwischen den Bergen und in den Dünen. Die sind sicher im Juni grasgrün, oder? 🙁
dieses Jahr waren sie noch trockenfarbig
Grüsse
Ralph
PhotoeyeThemenstarter51 Beiträge · seit 200725. Sept. 2007 · #6@ alle
vielen dank für die schilderungen. es braucht also offenbar doch schon sehr gute schlafsäcke. werde es mit meiner partnerin nochmals besprechen - haben ja noch ein paar nächte zeit zum drüber schlafen...:)
(ps: es wären auch nur 3 campingübernachtungen geplant: bagatelle kalahari, spitzkoppe (geht ja nicht anders) und evt. eine in Etosha Okauk.)
schönen abend
Ralph
Naukluft1'910 Beiträge · seit 200625. Sept. 2007 · #7Photoeye schrieb:@ alle
vielen dank für die schilderungen. es braucht also offenbar doch schon sehr gute schlafsäcke. werde es mit meiner partnerin nochmals besprechen - haben ja noch ein paar nächte zeit zum drüber schlafen...:)
Der Trick beim Campen sind Decken, nach Zwiebelschalenmanier, 2 - 3 Decken oder 3-5 drunter und drüber, ists zu warm die eine oder andere Decke wieder weg. auch zu finden in den "FAQ, häufige Fragen" welche von FoMi zusammengetragen sind.
Die Decken können dann über eure Dinge im Auto gelegt werden, so sind diese nicht gleich zu sehen... bester Gruss, Klaus
(ps: es wären auch nur 3 campingübernachtungen geplant: bagatelle kalahari, spitzkoppe (geht ja nicht anders) und evt. eine in Etosha Okauk.)
schönen abend
Ralph
Gruss, der K l a u s
Nicht behindert zu sein ist ein Geschenk, welches einem schnell genommen werden kann....... In einem Augenblick! ......
Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den zweiten...
Sanne2'462 Beiträge · seit 200625. Sept. 2007 · #8Hallo Ralph,
waren letztes Jahr im Juni in Namibia mit nördlichsten Punkt Etosha. Nachts war es zum Teil bitterkalt. In den Lodges gibt es oft Wärmeflaschen usw., was uns sehr gefreut hat.
Wir campen zwar überhaupt nicht, bei der Jahreszeit könnte ich es mir aber in Namibia erst recht nicht vorstellen 🙂 Es gibt hier einige im Forum, die dennoch immer begeistert sind 🙂
Die Farben waren bei uns in etwa so: alle denkbaren Schattierungen von Gelb bis Ocker. Sehr schön. Gras war nicht zu hoch - Tierbeobachtungen perfekt möglich. Von daher ist für uns die Jahreszeit eigentlich ideal. Tagsüber ist es warm bei rund 25 Grad (zumindest bei uns :-)). Den kältesten Punkt hatten wir auf Okonjima mit rund -5 Grad. Bei Unterkünften ohne Heizung ist das schon sehr kühl 🙂
Dennoch würde ich immer wieder im Juni/ Juli fahren - wir sind diesbezüglich vom Wetter weder in Namibia noch in Südafrika je enttäuscht worden.
Vielleicht lasst Ihr Euch einfach die Option, das Zelt jederzeit gegen eine teilweise geheizte Unterkunft bzw. ein warmes Bett tauschen zu können. Ich glaube, wir Frauen sind für eine warme Alternative dann doch sehr dankbar 🙂
Herzliche Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
Armin2'346 Beiträge · seit 200626. Sept. 2007 · #9Hallo Ralph,
nachdem wir im letzten Jahr im Juni/Juli unterwegs waren, ist das bei uns ganz einfach: ich pro, meine Frau contra. Was glaubst du, wann wir nächstes Jahr fahren? Richtig. Nicht Juni/Juli. Das Veto meiner Frau war eindeutig. Zuviele durchgefrorene Nächte, obwohl wir überwiegend im äußersten Norden unterwegs waren.
Wir haben nicht gecampt, sondern Häuser, Zimmer, Hütten oder Komfortzelte bewohnt. Eine Heizung haben wir in den vier Wochen nirgends vorgefunden. Am schlimmsten waren die Unterkünfte, die aus Stein gebaut sind. Die werden von der Sonne tagsüber nicht genügend aufgewärmt, sodass die nächtliche Kälte leichtes Spiel hat. Unsere erste Anschaffung in Windhoek waren daher Decken für alle Fälle. Das nächtliche Kälteempfinden wird auch sehr stark durch die Qualität der Betten beeinflusst. Je besser diese nach unten hin "isoliert" sind, desto größer ist auch das Wohlbefinden bei niedrigen Außentemperaturen.
Viel Spaß
Armin
PhotoeyeThemenstarter51 Beiträge · seit 200726. Sept. 2007 · #10Hallo Klaus, Sanne und Armin
Ja das scheint dann alles in allem doch deutlich schlimmer, als ich mir vorgestellt hatte. Wenn man sogar für die Lodges sich Decken kaufen muss...🤔 So werden wir ziemlich sicher die Campingnächte nur auf die Spitzkoppe beschränken.
Von der Fotostimmung her scheint aber die Jahreszeit zu stimmen.
Danke allen und schönen Tag.
Ralph
karl406 Beiträge · seit 200626. Sept. 2007 · #11hallo ralph
so schlimm ist es auch nicht.
wir haben im juli 2004 in festen unterkünften verbracht und im juli 2006 im dachzelt.
wie du siehst bin ich noch am leben und ich würde ohne weiteres wieder zu der jahreszeit fahren.
wie schon gesagt, frag beim vermieter um ein paar decken und wende das zwiebel prinzip an.
wünsche euch viel spass beim kuscheln im busch.
gruß
karl
PhotoeyeThemenstarter51 Beiträge · seit 200727. Sept. 2007 · #12hallo karl und alle
da bin ich nun doch sehr gespannt, wie wir das schlussendlich empfinden. auf jeden fall sind wir gewarnt, was schon mal gut ist. ich werde euch dann im nächsten jahr nach der reise berichten, ob uns die zehen abgefroren sind...
Grüsse Ralph