KhoisanThemenstarter104 Beiträge · seit 200716. Aug. 2007 · #1Hallo zusammen
Ich habe mit einem Freund zusammen ein 4x4 Fahrzeug in Namibia stationiert (in Namibia gekauft) und spiele mit dem Gedanken, ein zweites Fahrzeug anzuschaffen (mehr Platz, Sicherheit dank Konvoi, etc).
Es gibt da ja verschiedene Optionen:
- Fahrzeug in Namibia kaufen (sehr teuer 😠)
- Fahrzeug in SA kaufen und nach Namibia überführen (soll günstiger sein als in Namibia, kein Zoll dank Zoll-Union)
- Fahrzeug aus der Schweiz nach Namibia überführen (Steuern, Zoll?)
Hat jemand schon Erfahrungen mit der Einfuhr von Fahrzeugen gemacht?
Man sieht auch etliche Wagen mit deutschem oder Schweizer Kennzeichen, die jahrelang auf Farmen eingestellt sind.
Sind die im Herkunfts-Land als gestohlen gemeldet, dass man nicht alle paar Jahre zur Inspektion in CH oder D muss??
Kann so die horrende Steuer auf 4x4 umgangen werden?
Bin dankbar für alle Hinweise und Tipps 😗 !
Gruss
Mike<br><br>Post geändert von: Khoisan, am: 15/08/2007 23:58
Das Universum antwortet auf die menschliche Suche nach Sinn und Glück mit Stille
Helmar667 Beiträge · seit 200616. Aug. 2007 · #2Hallo Khoisan,
fangen wir mal hinten an:
Die Einfuhr aus Europa scheint mir die schlechteste Lösung. 1. Linkslenker werden schon seit Jahren nicht mehr zugelassen. Wie also Steuer und Versicherung, wenn nicht halblegal/illegal? 2. Wagentyp/Marke: Da halte Dich an den örtlichen Markt, so findest Du nicht nur kundige Mechaniker sondern auch Ersatzteile. Also Toyota/Nissan/Mazda/Mitsubishi - aber das kennst Du ja alles schon mit einem Wagen vor Ort. LandRover ist für mich out - auch wenn eingefleischte Landy Fans jetzt aufheulen werden....
Kauf in SA: Sicherlich die bessere Empfehlung, da billiger und fast immer mehr auf Teerstrassen gefahren. Namibia-KFZs sind alle schon kräftig durchgeschüttelt. Botswana KFZ mach' einen großen Bogen rum, die sind meist "fertig". Brauchst aber eine Adresse zur Anmeldung für Steuer und Versicherung in SA, geht aber mit deutschem Pass trotzdem. Land Rover haben einen sehr schlechten Ruf in SA bekommen durch eigene Schuld. Überführen nach NAM kein Problem. Kann dort auch stehen, aber Steuer-Zulassung (die runde Plakette an der Windschutzscheibe) muß stimmen. Suche über Internet über Anzeigen der Tageszeitungen, im Internet einsehbar, sowie über Toyota Automark.
Gruss, Helmar
Meikel189 Beiträge · seit 200616. Aug. 2007 · #3Hallo Mike!
Kann Helmar nur beipflichten!
Wichtig ist meines Erachtens:
Gute Ersatzteilbeschaffung.
Also nur ein populäres Fahrzeug kaufen!
Mit Exoten und auch vielen Fahrzeugen aus Europa kann es da Probleme geben. (Habe meine eigenen Erfahrungen sammeln dürfen.)
VW verbaut z.B. in seine in RSA gefertigten Fahrzeugen andere Teile (Getriebeübersetzungen u.ä.) als in Europa.
2003 habe ich dann durch einen Zufall, einen Toyota Hilux von Hubert Hester (Kalahari Carhire) kaufen können.
(Alt und viele viele Kilometer, aber Top gewartet!)
Mit diesem Fahrzeug habe ich nun schon viele schöne Touren gemacht, ohne größere Probleme zu bekommen.
Die Ersatzteilversorgung ist sehr gut!
Toyota Hilux, Landcruiser, u.ä. sind in Namibia zwar sehr teuer in der Anschaffung, aber auch sehr Wertstabil!
Eben sehr gefragte Fahrzeuge.
Ein Verkauf ist, falls erforderlich, schnell erfolgt!
Mit importierten Fahrzeugen gibt es zudem das Problem des Carnet.
Von Zeit zu Zeit, (ich denke alle 2-Jahre), muß das Fahrzeug die Zollunion verlassen. Oder man importiert es regulär und hat dann die Probleme beim Zulassen. (Linkslenker usw.)
Zudem muß man natürlich die Kosten für Verschiffung, Zoll, Ersatzteilbeschaffung aus Übersee, usw. mit einkalkulieren.
Und wie es mit einem späteren Verkauf aussieht, bleibt abzuwarten.
Nach meinen eigenen Erfahrungen, würde ich mich immer wieder für einen Fahrzeugkauf in Namibia entscheiden!
Ist der einfachste Weg!
Gruß Meikel 😎
NEnelao26 Beiträge · seit 200616. Aug. 2007 · #4Hallo
Bei www.autotrader.co.za gibts ne große Auswahl gebrauchter
Fahrzeuge in SA.
Bei Einfuhr nach Nam werden 16,5 % Steuer fällig und die Police Clearence
in Sa nicht vergessen sonst muss man nochmal zurück.
Beim Kaufvertrag könnte man einen etwas geringeren Kaufpreis eintragen
um etwas bei der Steuer zu sparen, aber das wäre natürlich illegal.;)
Grüßle aus dem Süden
pme470 Beiträge · seit 200616. Aug. 2007 · #5...und wenn der eingetragene Preis zu tief ist, haben die Zollbeamten schnell ein Bewertungsbuch von aa.co.za zur Hand und machen die Bewertung selber.
😉
Gruss
Patrick
stobi_de325 Beiträge · seit 200616. Aug. 2007 · #6Hallo,
nach langer Abstinenz muß auch ich mal wieder meinen Senf dazu geben.
Ich habe vor 7 Jahren einen Nissan Patrol nach ZA verschifft (ca. 1700 Euro bei Schenker, Preis heute aber noch ähnlich), bin dann einige Jahre in NAM rumgefahren (ein paar Wochen pro Jahr) und momentan stehe ich in einer Mineralwasserfabrik in Mombasa.
Auch ich habe mich mit dem Gedanken WO KAUFEN lange auseinandergesetzt und bis vor einem Jahr hätte ich gesagt, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe.
Ein deutsches Auto hat viele Vorteile: Du hast viel Zeit, was Gescheites zu suchen, kannst viele Autos ansehen und es in aller Ruhe umbauen und verändern, rostschützen (da gibt es nix Ordentliches in Afrika). In NAM und ZA geht da mehr als ein Urlaub nur fürs Auto-Basteln drauf. Wenn Du nicht alles selbst machen willst, brauchst Du schon einen SEHR zuverlässigen Autoschrauber, der alles macht, ohne Dich auszunehmen.
Thema CARNET: Hatte nie ein Problem, das Ding in Windhoek mehrere Jahre hintereinander abstempeln zu lassen. Soll momentan aber ein Problem sein. Muß man halt gelegentlich nach Angola oder Sambia (? - ist das in der Zollunion ?)
Ein deutsches Carnet hat auch den Vorteil, daß Grenzübertritte sehr unproblematisch sind. Mit einem ZA-Carnet, was Du dann auch brauchst, wenn Du die Zollunion verläßt, kann es Probleme geben (nur vom Hörensagen - keine eigenen Erfahrungen).
Wenn Du das Auto NUR in NAM und ZA fahren willst, ist eine Zulassung natürlich sinnvoll. Also Rechtslenker. Die sind in Deutschland selten, aber dafür billig. Hatte letztens in MOBILE einen Rechslenker-Toyota Landcruiser HDJ 80 (Diesel) für 9000 Euro gesehen. Überhaupt meiner Meinung nach DAS BESTE AUTO für Afrika.
Nun aber die Gründe, die gegen ein deutsches Auto sprechen:
Die Ersatzteilbeschaffung, wie oben schon erwähnt. So ziemlich alles muß aus D mitgebracht werden. Wenn man es vor Ort bekommt, ist es unglaublich teuer und oft ein China-Nachbau. Nun hatte ich vor einiger Zeit einen ziemlichen Motorschaden und warscheinlich hatte ich auch das Pech, auf den unfähigsten Mechaniker in Kenia zu stoßen. Aber es war schon ein ziemlicher Aufwand, das Auto wieder zum Laufen zu bekommen. Da sind einige Tausender ins Land gegangen und vor einigen Wochen war ich nur zum Autoreparieren unten.
Soweit erstmal
Frank
Infos Verschiffung www.afripix.de
Die Welt ist zu groß, um immer nur auf Straßen zu fahren
KhoisanThemenstarter104 Beiträge · seit 200718. Aug. 2007 · #7Hallo allerseits
Danke für eure Beiträge.
Die Idee beim Export aus der Schweiz wäre gewesen das Fahrzeug nicht in NAM einzulösen, sondern mit CH-Schildern zu fahren. Somit wäre es egal, ob Links- oder Rechts-Lenker.
Problem dabei ist, dass bei einem Neuwagen nach 5 oder 6 Jahren und bei einem älteren Wagen bereits nach 2 Jahren die Inspektion fällig wird, der Wagen also zurück in die Schweiz müsste 😠.
Und das Carnet kann man in NAM scheinbar auch nicht mehr so ohne Weiteres jahrelang abstempeln lassen (verschiedene Postings zu diesem Thema).
Der Voreil wäre eben gewesen, dass man das Fz zu Hause gemütlich umbauen/ausrüsten kann und es dann nach NAM verfrachtet.
Aber mit all den Mühseligkeiten lasse ich das wohl lieber 🙁.
Einem Kauf vor Ort oder z.B. in SA steht aber eigentlich auch nichts im Wege, eine feste Adresse für die Registrierung werde ich zum Glück bald haben, da ich zur Zeit in der Nähe von Windhoek (zwischen Kappsfarm und Ondekaremba) ein Haus baue.
Dann brauche ich nur noch ein Postfach in Klein-Windhoek 😉.
@Helmar:
Weshalb ist eigentlich Landrover für Dich out?
Der Defender (130 DCPU) wäre nämlich genau das von mir favorisierte Vehikel...
Von der Geländetauglichkeit her (Bodenfreiheit, Böschungswinkel usw) ist er wohl immer noch einer der besten 4x4.
Natürlich wäre ein Unimog noch geiler 😗...
Eine Landrover-Vertretung existiert auch in Windhoek, die sollten dort also in der Lage sein, Reparaturen durchzuführen.
Gruss
Mike<br><br>Post geändert von: Khoisan, am: 18/08/2007 00:18
Das Universum antwortet auf die menschliche Suche nach Sinn und Glück mit Stille
Andreas Cierpka2'732 Beiträge · seit 200618. Aug. 2007 · #8Problem beim Landrover war, dass die Fertigung in Südafrika solche Toleranzen aufwies, dass die Zuverlässigkeit der Fahrzeuge nicht mehr gegeben war. Aus diesem Grund hat sich Landrover (ich glaube 2005) entschlossen wieder ein Europa zu fertigen und die Fahrzeuge zu verschiffen.
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
Axel1'130 Beiträge · seit 200618. Aug. 2007 · #9Zumindest hier in D ist es so, dass nur Fahrzeuge in D. zum TÜV müssen, also erst nach Rückkehr zum nächstmöglichen TÜV, egal wie lang der letzte her ist, dann kann es nach Jahren höchstens sein, das du eine Vollabnahme machen mußt, ist aber nach neueren Regeln auch vorbei.Das Fahrzeug kann in NAM mit irgendwelchen Schildern fahren (also auch CH), egal ob dort zugelassen oder nicht, daher wird es in CH abgemeldet und in NAM/SA ggf Kasko versichert, Haftpflicht läuft über das Benzin.
Das mit dem Carnet scheint jetzt zu sein, ist aber noch nicht bestätigt. Eine einmalige Verlängerung ist aber eigentlich grundsätzlich möglich, die meisten haben aber immer ein Folgecarnet benutzt, also immer ein neues, ggf müßte dann einmal im Jahr Angola, Sambia o.ä. besucht werden.
Im Endeffekt ist die Frage der Kosten entscheidend. Transport runter (ca 2500 Euro), Carnet (5000 Euro, ggf als Bankbürgschaft), Unterbringung in NAM (ca 30-50 Euro/Monat), Kosten der Strassenbenutzungsgebühr und ggf Kasko, Kosten zurück (irgendwann oder Verkauf nach Sambia, Angola usw)
Dagegen stehen die Kosten des Erwerbs in SA/NAM. Ich habe mich hier nach Kfz ähnlich meinem mal umgesehen, da liegen die Zahlen beim 3-4 fachen des deutschen Wertes. Für Fahrten ausserhalb der SA Zollunion braucht man ebenfalls ein (dann SA) Carnet, die regionalen Gebühren bleiben gleich.<br><br>Post geändert von: Axel, am: 18/08/2007 09:41
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200628. Nov. 2007 · #10Hallo,
ist zwar schon ein Weilchen her seit dieser Post bearbeitet wurde, ich möchte aber keinen Neuen eröffnen.
Beim durchlesen scheint die Antwort der MFK Prüfung im ersten Augenblick beantwortet zu sein, jedoch stellt sich mir die Frage ob das wirklich so ist. Schliesslich geht es uU hier um sehr viel Zeit, Geld und Nerven.
Ausgangslage:
Wir beabsichtigen einen "kleineren" 4x4 LKW nach Afrika zu überführen im Jahr X
Da der Neuwert relativ hoch ist wollen wir diesen nicht Einführen und mit einem afrikanischen Kennzeichen fahren da die Einfuhrzölle einfach zu hoch sind und sich dies nicht rechnen würde bei einem Neufahrzeug in den ersten Jahren.
Bleibt die Option "Carnet de Passage" mit CH Kennzeichen.
Für die ersten Jahre wäre das problemlos, jedoch wenn wir den LKW wieder in Schweiz zurückführen müssten nur wegen der technischen Prüfung und wieder zurück nach Afrika würde dies auch sehr Teuer.
Ein Fahrzeug dieser Art in Afrika zu kaufen ist nicht möglich da es diese dort in dieser Version nicht gibt, (Motorenwartung durch Scania allerdings kein Problem)also müssten wir diesen bei einem afrikanische Händler bestellen und importieren lassen, was sich auch nicht rechnet.
Auch möchten wir das Fahrzeug in CH aufbauen und dies in aller Ruhe mit europäischen Verarbeitungsstandarts.
Also wer kann mit Bestimmtheit sagen das man während der Zeit da ein Fahrzeug in Afrika steht (ind hoffentlich auch fährt) (15-20 Jahre) die MFK Prüfungen nicht gemacht werden müssen oder weis eine Person oder Stelle die das verbindlich erklären könnte?
Hat jemand schon mal eine LKW verschifft und kann sich da zu äussern?
Gruss VA
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
Andreas Cierpka2'732 Beiträge · seit 200628. Nov. 2007 · #11Für die ersten Jahre wäre das problemlos, jedoch wenn wir den LKW wieder in Schweiz zurückführen müssten nur wegen der technischen Prüfung und wieder zurück nach Afrika würde dies auch sehr Teuer.
Wir haben kein Auto in Afrika 😠 aber ich kenne niemanden, der es wegen der technischen Überprüfung wieder zurück geholt hätte. Nur wenn das Auto wieder nach - wie in meinem Fall - nach Deutschland kommt, muss der erste Weg zur technischen Überprüfung sein. Ansonsten ist der technische Zustand ausserhalb Deutschlands nicht von Relevanz.
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
judith97 Beiträge · seit 200628. Nov. 2007 · #12Hallo,
wir fahren jetzt unser Auto 7 Jahre dort unten (Standort Namibia). Es interessiert sich keiner für eine 'offizielle' Überprüfung (sprich TÜV). Natürlich haben wir das Auto jedes Jahr zum Check und für Reparaturen in der Werkstatt, aber halt für unsere Sicherheit.
Viele Grüße
Judith
Axel1'130 Beiträge · seit 200628. Nov. 2007 · #13In D ist es auf jeden Fall so, dass der TÜV nur für D gilt, also auch nur in D überprüft wird. In anderen Ländern gibt es ggf ähnliche Institutionen, die den dortigen Richlinien unterworfen sind.In D muss aus diesem Grund das Auto nach Wiederrückführung sofort zum nächstgelegenen TÜV (am Hafen?). Früher mußte nach einer längeren Stilllegung= Nicht TÜV Abnahme eine Vollabnahme gemacht werden, dass ist seit diesem Jahr nicht mehr. Endgültige Regelungen kann dir aber nur die Schweizer Behörde oder der Automobilclub nennen
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
ULUlli931 Beiträge · seit 200628. Nov. 2007 · #14Wir hatten unser Fahrzeug einige Jahre mit einem Carnet im südlichen Afrika (bevor wir uns entschlossen haben es dort einzuführen und anzumelden...). Natürlich haben wir das Auto nicht zur technischen Überprüfung wieder nach Europa verschifft. Dafür interessiert sich auch keiner. In Afrika nicht und in Europa erst dann wenn man das Auto hier wieder benutzen will. Im Gegensatz zu anderen hatten wir uns jedes Jahr ein neues Carnet besorgt und sind dann über die Grenze nach Zim oder Sambia. Das hat den Vorteil das man auch jedes Jahr den Fahrzeugwert im Carnet reduzieren kann. Verlängerungen des Carnets werden immer schwieriger oder sind gar nicht mehr zu bekommen (je nach Land und Sachbearbeiter).
@VA
Unabhängig von den Einfuhrzöllen könnt ihr ein linksgelenktes Fahrzeug ohnehin nicht mehr einführen und zulassen. Das gleiche gilt generell für Fahrzeuge die älter als 5 Jahre sind (diese Regelung ist relativ neu, gilt aber für die ganze Zollunion).
@Axel
Bei in Namibia zugelassen Fahrzeugen braucht man KEIN Carnet um in die Nachbarländer zu fahren. Vielmehr wird ein TIP (Temporary Import Permit) ausgestellt. Sonst müssten ja auch die Mietwagen alle mit Carnet ausgestattet sein.
Unser Auto ist ein 10 Tonner. Wir haben ihn damals RoRo nach Durban verschifft. Das würde ich allerdings nicht wieder tun. Das Risiko vor allem beim Handling im Hafen ist viel zu hoch. Ich würde mein Fahrzeug nur noch auf einem Containerschiff verladen. Bei größeren Autos, die nicht in einen normalen Container passen, gibt es dafür Flatracks oder komplett offene Verladeplattformen. Die Preise sind etwa die gleichen wie bei einer RoRo Verschiffung. Sie sind von verschiedenen Faktoren abhängig. Die hier irgendwo genannten 2.500 Euro gelten allenfalls für einen normalen 20" Container... Wenn man viel Zeit (und Geld) hat gibt es bei einigen Linien auch die Möglichkeit mit dem Frachter mitzufahren. Dann hat man quasi sein gutes Stück immer unter Kontrolle.
Eine weiterer Alternative ist der Lufttransport, natürlich nicht zu den regulären Tarifen. Aber die Aircargo Gesellschaften verkaufen manchmal leerstehenden Cargoraum in ihren Antonnows relativ günstig. Vor Jahren gab es mal Verbindungen von Nordspanien nach Walfishbay die kostenmäßig durchaus mit einem Schiffstransport konkurrieren konnten. Eine Erkundigung lohnt sich auf jeden Fall.
Gruss
Ulli
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200628. Nov. 2007 · #15Hallo Ulli,
danke für die Erklärungen.
Ich habe vergessen zuerwähnen das wir einen "fabrikneuen" LKW in südliche Afrika bringen wollen und das dieser ab Werk als "Rechtslenker" bestellt wird.
Von daher würde der LKW diese beiden Anforderungen erfüllen.
Auch die Erstzulassung in der Schweiz als Rechtslenker ist problemlos möglich.
Gruss und Danke, VA
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
ULUlli931 Beiträge · seit 200628. Nov. 2007 · #16Das hört sich doch gut an. Dann würde ich das Auto ein paar Jahre auf dem Carnet laufen lassen und jährlich den Fahrzeugwert reduzieren. Ich weiss nicht um was für ein Fahrzeug es sich handelt (ich vermute ein Bremach ??), aber wenn möglich würde ich mir getrennte Rechnungen für das Fahrgestell und den Auf-bzw. Ausbau ausstellen lassen. Bei einer späteren Schätzung des Fahrzeugwertes in Namibia oder RSA habt ihr dann größere Chancen den Zeitwert nach unten zu drücken. Da es dort unten praktisch keinen Markt für solche Wohnmobile gibt weiss auch kaum jemand den Wert eines ausgebauten LKW einzuschätzen...
Gruss
Ulli
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200628. Nov. 2007 · #17Hallo Ulli,
Yep - 100 Punkte, ein Bremach und der Typ mit den getrennten Rechnungen werde ich mir merken, thanks!
VA
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
GFGforce435 Beiträge · seit 200728. Nov. 2007 · #18Man kann es auch mal so sehen:
In Kurzfassung...
😎
Samstag, später Vormittag. Morgen ist Weihnachten. Ich bin kurz in der der Stadt, um letzte Einkäufe zu machen.
Alles erledigt. Zurück zum Auto. Direkt am deutschen Buchladen hatte ich einen Parkplatz gefunden. Motor an und los! Doch da winkt mich ein Polizist heraus und bedeutet mir, ihm zu folgen.
Ich sitze dem zweithöchsten Polizei Oberen gegenüber. Der erklärt mir, er handelt im Auftrag der deutschen Botschaft. Diese hat ihm in einem förmlichen Schreiben gebeten, mich festzunehmen, da mein Fahrzeug in Deutschland als unidentifizierbar galt. Mein deutsches Auto Kennzeichen wohl gestohlen sei. Da ich, natürlich, keine entsprechenden Unterlagen mit mir führte, durfte ich die Botschaft anrufen. Doch, es war ja Samstag und morgen Weihnachten. Bei der deutschen Botschaft meldete sich natürlich niemand!
Ich wurde zum Hauptrevier verbracht und sollte dort meine Zeit über die Feiertage in Haft verbringen. Man erlaubte mir aber, zuhause anzurufen und danach nochmals die Botschaft. Zuhause erschreckte ich meine Freundin heftig, sie verstand aber ganz schnell, worum es hier ging. Beim zweiten Versuch, irgendjemanden bei der Botschaft zu erreichen, ließ ich diesmal das Band komplett durchlaufen. Nach den üblichen Weihnachtsankündigungen kam ganz am Ende doch noch eine neue Nachricht: „in dringenden Fällen rufen Sie........
Meine Freundin mit Tochter und den entsprechenden Unterlagen kam in das Gebäude gehetzt und fand mich kurz vor dem Einschluss. Damit hatte ich etwas Zeit gewonnen. Etwas später gesellte sich ein „Jungdynamiker“ von der Botschaft hinzu. Er überprüfte meine Unterlagen und nickte dann befriedigt. Nach kurzer Diskussion des Botschaftsangestellten mit den Polizisten, durfte ich zusammen mit meiner Familie das Gebäude verlassen.
Auf dem Parkplatz vor der Polizei fragte ich den deutschen Mitarbeiter, wer denn für diese Aktion zuständig sei. Er antwortete mir, er selbst habe das veranlasst.
Danach war mein Verhältnis zu meiner Botschaft doch recht gestört.
🙄
Das Fahrzeug hette ich von einem Deutschen gekauft, der damit von D. bis nach WHK gefahren war.
Alles war legal und rechtens.
LG
Anita40874 Beiträge · seit 200813. Juni 2011 · #19nelao schrieb:Hallo
Bei www.autotrader.co.za gibts ne große Auswahl gebrauchter
Fahrzeuge in SA.
Bei Einfuhr nach Nam werden 16,5 % Steuer fällig und die Police Clearence
in Sa nicht vergessen sonst muss man nochmal zurück.
Beim Kaufvertrag könnte man einen etwas geringeren Kaufpreis eintragen
um etwas bei der Steuer zu sparen, aber das wäre natürlich illegal.;)
Grüßle aus dem Süden
hallo zusammen,
ist das wohl noch aktuell? lediglich 16,5% des kaufpreises und die police clearence?
danke für eine info.
anita
ab 23.April 2019 für immer nach Namibia
unser Blog:
www.outinafrica.com.na
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200613. Juni 2011 · #20Hallo Anita,
derzeit scheinen es 22,5 % zu sein, zzgl. MwSt. Nur Rechtslenker, nicht älter als 5 Jahre.
Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!