JOjoergmelThemenstarter16 Beiträge · seit 200707. Aug. 2007 · #1Hallo,
unsere Reise ist zwar schon ein bißchen her, aber vielleicht hat der ein oder andere ja trotzdem noch Lust ein bißchen zu stöbern.
Uns hat dieses Forum sehr bei der Planung unserer Reise geholfen und wir dachten, wir können so ein bißchen dazu beitragen, dass es anderen genau so geht.
Jetzt zu unserer Reise:
Wir - meine Mann und ich - waren vom 14.05. bis zum 03.06. diesen Jahres das erste Mal in Namibia. Unterwegs waren wir mit einem Toyota Corolla.
Unsere Urlaubsvorstellungen
Da dies ja ein Forum ist und ganz viele verschiedene Menschen und auch Meinungen aufeinandertreffen, möchte ich vorab kurz schreiben, wie für uns ein "perfekter" Urlaub aussieht. 😉
Wir halten nicht viel von Pauschalurlauben, sondern sind gerne selbstständig unterwegs. Dabei möchten wir Tage haben, an denen wir etwas erleben und etwas sehen, es muß aber genau so Tage geben, an denen wir die Seele baumeln lassen und einfach nichts tun. Wir haben gerne eine nette Unterkunft - womit wir keinen Luxus meinen, sondern wir möchten uns einfach wohl fühlen. Es darf auch gerne mal ausgiebig gebummelt und geshoppt werden ( ja liebe Männer - wir beide mögen das. Neidisch meine Damen?;)
Da wir im Urlaub keinen Streß haben wollten, planten wir mind. 2 oder sogar 3 Übernachtungen pro Station ein. Da wir damit nicht das ganze Land schaffen konnten, mußten wir uns für Nord oder Süd entscheiden. Jörg hat gewonnen und wir haben den Süden Namibias bereist. Nicht wundern! Nächstes Jahr ist der Norden dran...
Um es vorweg zu sagen: es war ein traumhaft schöner Urlaub und es hat uns voll erwischt!
Urlaubsverlauf und Unterkünfte
14.05. Abflug ab Frankfurt
15.05. Ankunft in Windhoek
15.05.- Windhoek Casa Piccolo
18.05.
18.05.- Kalahari Anib Lodge
19.05.
19.05.- Fish River Canyon Canon Lodge
22.05.
22.05.- Lüderitz Nest Hotel
25.05.
25.05.- Helmeringhausen Hotel
26.05.
26.05.- Allein zu zweit
29.05.
29.05.- Swakopmund Beach Lodge
31.05.
31.05.- Windhoek Ondekaremba Farm
02.06. Abflug nach Frankfurt
JOjoergmelThemenstarter16 Beiträge · seit 200707. Aug. 2007 · #2Montag 14.05. Flug mit SAA
Wir sind mit dem Zug zum Frankfurter Flughafen gefahren. Auf dem Bahnsteig lief jemand an uns vorbei mit einem Trekkingrucksack und einer Namibia - Karte in der Hand. Was ein Zufall! Ein kurzes Gespräch ergab, dass er leider einen anderen Zug nahm und den Norden des Landes bereisen wollte. Haben uns nicht mehr wieder gesehen. Aber das war schon mal ein netter Einstieg in den Urlaub.
Unser Flug ging mit SAA von Frankfurt 20:45 über Joh.burg nach Windhoek. Dazu muß ich sagen, dass wir den Flug im Reisebüro gebucht haben. Dort wurde uns von Air Namibia ab und zu SAA geraten.
Wir würden es nicht nochmal machen. Allein der Flug nach Joh. dauerte 10 Std. dann 2 Stunden Aufenthalt ( die waren tödlich ) und noch mal 2 Stunden nach Windhoek. Ankunft 11:55.
SAA selbst hat uns gut gefallen. Gute Sitze, gutes Essen und das beste: jeder Sitz hat einen eigenen Bildschirm im vorderen Sitz mit Filmen, Spielen, Kamera...
Dienstag 15.05. Ankunft Casa Piccolo
Am Flughafen wurden wir vom Fahrer abgeholt und nach Klein Windhoek zum Casa Piccolo gebracht.
Haben am ersten Tag eigentlich nichts mehr gemacht außer abends in Joes Beerhouse essen zu gehen. Cooler Laden und sehr leckeres Essen!
Bewertung Casa Piccolo
Es hat uns sehr gut dort gefallen. Wir wurden freundlich in Empfang genommen und alle Wünsche und Fragen wurden sehr nett erfüllt.
Die Pension liegt sehr ruhig im Stadtteil Klein W. Die Zimmer liegen nebeneinander um einen kleinen grünen Innenhof mit kleinem Pool und vielen Sitzgelegenheiten. Alles ist sehr liebevoll eingerichtet.
Von Nachteil ist, dass es etwas außerhalb liegt und man auf einen Mietwagen oder ein Taxi angewiesen ist. Taxi in die City kostet 40 N$. Den Weg zu Joes Beerhoue schafft man übrigens zu Fuß...
Mi 16.05.
Den Tag haben wir genutzt um uns auf der typischen Touritour Windhoek anzusehen und im Namibian Craft Center zu stöbern. Wenn man Mitbringsel sucht, oder sich selbst ein paar Urlaubserinnerungen mitnehmen will findet man dort bestimmt etwas.
Do. 17.05.
Claudia hat uns mit in die Marua Mall genommen. Nach einer Shoppingtour durch den ein oder anderen Outdoorladen gab es mittags eine Pause im Cafe Zoo. Ein lauschiger Platz unter riesigen Bäumen mit leckerem Essen.
Den Rest des Tages ruhig ausklingen lassen.
Sanne2'462 Beiträge · seit 200607. Aug. 2007 · #3Hallo joergmel,
ja, ich bin neidisch - Männer, die gern shoppen, sind ein Geschenk des Himmels.
Vielen Dank für Deinen Bericht - hoffe sehr, es geht bald weiter? 🙂 Freue mich besonders auf "Allein zu Zweit", da wir dort im Oktober 2 Nächte verbringen werden.
Herzliche Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
JOjoergmelThemenstarter16 Beiträge · seit 200707. Aug. 2007 · #4Freitag 18.05. Fahrzeugübernahme und Anib Lodge
Morgens um 08:00 Uhr wurden wir vom Fahrer unseres Autovermieters African Car Hire abgeholt.
Nach einer gründlichen Besprechung bzgl. Versicherung und Fahrzeug und dem sehr guten Ratschlag Keep left gings um 10:00 Uhr mit dem Toyota Corolla los.
Die Straße war - da geteert - sehr gut und wir erreichten um 13:00 Uhr die Kalahari Anib Lodge bei mittlerweile 32°. Der Empfang war phantastisch. Am Tor zum Lodge - Gelände wurden wir zum ersten Mal begrüßt und uns wurde der Weg erklärt. Nach einiger Zeit sah man dann die Lodge auftauchen. Am Empfang wurden wir bereits mit einem kalten Getränk erwartet und herzlichst in Empfang genommen.
Unser Zimmer befand sich an dem kleinen Pool der Anlage mit direktem Blick auf die unendlich weite Landschaft. Davor grasten die Pferde ... was will man mehr.
Nach einer kurzen Mittagspause am Pool und einem Tee oder Kaffee, der auf der Terasse immer bereit steht, starteten wir um 15:30 zum Game Drive.
Da es unsere erste Ausfahrt war hat sie uns wahrscheinlich umso mehr überwältigt. Aber auch abgesehen davon war es sehr schön. Wir waren mit 4 Leuten in einem Jeep und uns wurde sehr viel erklärt und gezeigt. Wir konnten schon einige Tiere beobachten und den Sundowner auf einer Düne genießen.
Diese roten Sanddünen im Licht der untergehenden Sonne sind Wahnsinn. Die Fotos sehen aus wie für eine Camel Werbung.
Zurück in der Lodge hieß es dann fertig machen fürs Abend essen.
Für das Essen gab es die feste Uhrzeit, da das 4 Gänge Menü am Tisch serviert wurde.
Gegessen wurde draußen bei Kerzenschein und das Essen war super! Ich glaube das beste der ganzen Reise!
Bewertung der Kalahari Anib Lodge
Die Lodge liegt in einer traumhaften Landschaft. Die Zimmer sind immer zu zweit als kleine Bungalows in der Anlage verteilt. Wir waren in einem älteren Zimmer untergebracht. Der Vorteil daran ist, dass man aus dem Bett durch die Terassentür direkt in die unendlich weite Landschaft blickt. Die neueren Zimmer liegen um den großen Pool.
Sehr gut war außerdem das Abendessen, welches in veschiedenen Sprachen vorgestellt wurde.
Den Game Drive sollte man sich wegen der Farben schon nicht entgehen lassen.
Leichte Abstriche muß man bei der Zimmerausstattung/Bad machen, alles ein bißchen älter aber dafür wurden wir vom Rest entschädigt.
Die Lodge wird auch von Bussen angefahren. Das war auch bei uns der Fall, wurde von uns aber nicht weiter als störend empfunden.
Wir würden auf jeden Fall nochmal dort übernachten und können sie weiter empfehlen.
P.S.
Ach ja, wenn jemand etwas wissen möchte, einfach mailen.
JOjoergmelThemenstarter16 Beiträge · seit 200710. Aug. 2007 · #5Samstag 19.05. Canyon Lodge
Um 09:00 Uhr ging es durch den roten Sand schon wieder los in Richtung Fish River Canyon. Auf der geteerten B1 war gar nichts los und wir konnten uns so ausgiebig dem Reiseführer widmen. Dem Insider tip für Ketmanshoop wollten wir natürlich nachkommen und machten Pause in "Uschis Kaffeestube". Der Kaffee war ok, aber Insidertip???
Nach der entspannten Fahrt auf der Teerstraße folgten ca. 80 km auf Schotter. Wir waren mit unserem wenig komfortablen Corolla dann doch froh als wir um 13:00 Uhr bei Sonnenschein die Canyon Lodge erreichten. Wir wurden sehr freundlich empfangen und bezogen unser kleines gemütliches Häuschen mit Blick in die unendlichen Weiten.
Bei einem Kaffee auf der schönen Terasse hatte man das Gefühl im Wilden Westen zu sitzen.
Vor dem Abendessen machten wir einen Sundowner Spaziergang zum Hausberg mit , bei dem ein bißchen über die Flora und Fauna erzählt wurde. Oben angekommen konnten wir leider nur einen etwas bewölkten Sonnenuntergang genießen.
Danach gab es ein leckeres Abendessen in Buffetform.
Sonntag 20.05. Ausflug Fish River Canyon
Morgens bei bedecktem Himmer zum Canyon aufgebrochen. Fahrtzeit ca. 1/2 Stunde. Dort angekommen hat es uns doch ein bißchen den Atem verschlagen. Ein wahnsinns Ausblick. Man kommt sich so klein vor. Vom Hauptaussichtspunkt sind wir bis zur Eintstiegsstelle gewandert und haben dort eine kleine Gruppe getroffen, die den Canyon durchqueren wollten. Der älteste der Gruppe war ein 70 - jähriger Südafrikaner, der die Tour zum dritten Mal machte. Sie erzählten, dass ein anderer Wanderer im Canyon erkrankt sei und man seit 2 Tagen versuche ihn zu finden... Wir wünschten ihnen viel Glück und beobachteten den langen Abstieg.
Für eine weitere Wanderung für uns blieg leider nicht viel Zeit, weil es plötzlich anfing zu regnen. Hallo, wir sind in Afrika!😜
Total durchnäßt sind wir dann mit dem Auto wieder zurück zur Lodge gefahren.
Der ganze Tag blieb verregnet. Im Speisesaal mußten wir abends alle zusammenrücken, da das Dach dem Regen an einigen Stellen nicht Stand halten konnte. So drängten sich alle um die offenen Feuerstellen. Sehr gemütlich.
Montag 21.05.
Die Nacht war sooo kalt. Schlafanzug, Socken, Pullover! Und das reichte immer noch nicht.
Als wir morgens aufwachten, war es trocken, aber tierisch windig.
Haben uns nach dem Frühstück mit einem anderen Pärchen auf den Weg zur 8 km entfernten Farm gemacht. Die Canyon Lodge versorgt sich nämlich zu 80 % selbst. Dort angekommen konnte wir einen Tag alte Schweine und die restliche Farm anschauen.
Als wir zurück in der Lodge waren, brauchten wir alle einen heißen Tee.
Um 15;00 Uhr begann die Sundowner Fahrt. Wir hatten uns schon viel angezogen, aber das es so kalt wurde hat keiner gedacht.
Es war trotzdem wieder wunderschön, wir haben viele Tiere gesehen und unser Guide hat sehr viel erzählt. Wir konnten wieder mal einen wunderschönen Sonnenuntergang erleben.
Nach dem Abendessen ging es wieder aufs Zimmer. Den Unterschied von draußen zu drinnen konnte man leider nicht merken, da es auch im Zimmer so kalt war. Umso größer war meine Freude als ich im Bett eine kuschelig warme Wärmflasche fand!
Bewertung Canyon Lodge
Die Lodge liegt in einer traumhaft schönen Umgebung und schmiegt sich regelrecht in die Landschaft ein.
Jedes Zimmer ist ein einzelnes kleines Haus, welches direkt an den Felsen gebaut ist. Es kann also sein, dass die Felswand hinter dem Bett herläuft.
Die Zimmer sind sehr schön eingerichtet und sehr sauber.
Unser Zimmer lag sehr weit vom Haupthaus entfernt, so dass man aus dem Fenster einen wundervollen Ausblick in die weite Landschaft hatte.
Das Freizeitangebot in der Lodge ist sehr gut. Es gibt einen Pool, man kann Ausritte zu Pferde machen, den obligatorischen Game Drive und es gibt markierte Wanderwege unterschiedlicher Länge. Des weiteren werden Flüge über den Canyon angeboten.
Die Zimmer sind aus Steinen gemauert und haben ein Strohdach. Die Isolierung läßt also etwas zu wünschen übrig. So kalt wie es bei uns war, so warm wird es wahrscheinlich im Sommer sein. Dafür steht allerdings auf dem Nachttisch ein Ventilator.
Das Essen ist gut, die Qualität leidet leider ein bißchen darunter, dass es ein Buffet gibt.
Trotzdem die Lodge relativ groß ist, und es sein kann, dass ein Bus vorbei kommt, fühlt man sich sehr wohl. Wir wurden überaus freundlich empfangen und bekamen bei allen Fragen und Problemen Hilfe.
Insgesamt ist die Lodge sehr zu empfehlen und uns kamen auch drei Übernachtungen nicht zu lang vor.
JOjoergmelThemenstarter16 Beiträge · seit 200710. Aug. 2007 · #6Naja, doppelt hält besser!
22.05. Lüderitz Nest Hotel
In der Nacht hat es gefroren und wir sind bei 7°und Sonne morgens in Richtung Lüderitz gestartet.
Am Löwenfluß konnten wir ein Gruppe Paviane beobachten. Als ich dann endlich mit dem Fotoapparat so weit waren, waren sie natürlich weg...
Die Fahrt verlief ohne besondere Vorkommnisse. In Aus haben wir einen Zwischen stop gemacht und uns in Klein Aus Vista einen Kaffee und ein Stück Kuchen gegönnt. Beim Aussteigen aus dem Auto hat der Sturm uns fast umgehauen. Die Lodge machte einen wunderschönen Eindruck und wir waren ein bißchen traurig, dass wir nicht bleiben konnten.
Wir wurden entschädigt, als wir ein paar Kilometer hinter Aus die Wildpferde am Straßenrand gesehen haben.
Jörg meint übrigens sie wären ausgestopft und ständen nur für so doofe Touris wie uns da, die sich über jedes Tier freuen;)
Die Landschaft während der Fahrt nach Lüderitz ändert sich und plötzlich fangen die Sandverwehungen an und die Temperaturanzeige steigt.
Gegen 13:00 Uhr erreichten wir Lüderitz bei 24° Grad.
Das Nest Hotel liegt direkt am Meer und wir konnten vom Balkon aus Delfine beobachten. Wieder ein völlig anderes Namibia.
Nachmittags haben wir noch einen kleinen Bummel durch die Stadt gemacht, Tickets für Kolmanskoppe gekauft und die Felsenkirche besichtigt.
Abends im Hotel gegessen und leider Büffet gewählt (hätten auch a la carte essen können). Das war nicht zu empfehlen, da auch ein Bus da war und es einer Massenabfertigung glich.
Mittwoch 23.05.
Morgens heftiger Wind aber Sonne. Aufgrund des Winds gab einige Stunden Stromausfall im Hotel, aber das war nicht wirklich schlimm. Sind nach dem Frühstück zur Geisterstadt gefahren und haben uns schon vor der Führung ein bißchen umgesehen. Beeindruckend und gespenstisch. Die ca. 1 - Stündige Führung war sehr gut und wir konnten einige tolle Fotos machen. Wir fanden es lohnt sich auf jeden Fall. Aber man sollte sich etwas Zeit nehmen und nach dem großen Ansturm noch ein bißchen auf eigene Faust herum laufen.
In der Nähe des Hotels haben wir nachmittags einen kleinen Laden gefunden, wo wir unsere Fotos direkt auf CD brennen lassen konnten. Da waren die Speicherkarten wieder frei.
Donnerstag 24.05.
Nach dem Frühstück gings zur Bank das erste Mal Geld tauschen und abheben. Völlig problemlos!
Mittags sind wir zum Achat Beach gefahren und haben dort ein kleines Picknick gemacht. Der landschaftliche Kontrast ist sehr schön, da der Sand der Wüste bis ans Meer reicht. Achate haben wir übrigens nicht gefunden, Kein Wunder, wir hatte auch keine Ahnung wie die aussehen.
😎
Danach gings weiter zum Diaz Point. Allein die Anfahrt ist total interessant. Man hat das Gefühl über den Mond zu fahren. Es geht vorbei an einigen Buchten und Lagunen in den Flamingos stehen oder riesige Schiffe ankern.
Am Diaz Point angelant kann man über einen langen Holzsteg und Stufen zum Kreuz hinauf gehen. Dort oben ist Mütze Pflicht. Der Wind fegt einen fast von der Aussichtplattform. Das Meer schlägt gegen die Felsen unter einem und hunderte Robben liegen auf der vorgelagerten Insel.
Wenn man also nicht weiß was man in Lüderitz machen soll, kann man hier einen schönen Tag verbringen.
Abends gab es im Hotel Jörgs Geburtstagsessen - dieses Mal a la carte. Es war sehr lecker und wir konnten einen schönen Tag bei einer Flasche Wein ausklingen lassen.
Bewertung Nest Hotel
Das Hotel ist ein typisches Hotel mit unpersönlichem Charkater. Die Zimmer sind in Ordnung und sauber aber etwas veraltet.
Über das Essen habe ich mich oben ja schon ausgelassen.
Man kann in Namibia definitiv besser essen.
Das traumhaft schöne ist die Lage. Nach so unendlich viel Natur, die wir bis dahin schon erlebt haben war es auch wunderschön das Meer zu sehen. Das Hotel liegt so nah am Meer, dass man, wenn man auf dem Balkon steht über dem Meer steht. Man hört die Wellen gegen die Steine schlagen und kann vom Zimmer aus die Delfine und Robben beobachten.
Für eine Nacht kann man hier gut bleiben, ist aber sicher kein Muß.
Lüderitz selbst und die Umgebung haben uns nicht so überzeugt.
Es war die einzige Station der Reise, wo wir nicht drei Nächte hätten bleiben müssen.
JOjoergmelThemenstarter16 Beiträge · seit 200710. Aug. 2007 · #7Naja, doppelt hält besser!
22.05. Lüderitz Nest Hotel
In der Nacht hat es gefroren und wir sind bei 7°und Sonne morgens in Richtung Lüderitz gestartet.
Am Löwenfluß konnten wir ein Gruppe Paviane beobachten. Als ich dann endlich mit dem Fotoapparat so weit waren, waren sie natürlich weg...
Die Fahrt verlief ohne besondere Vorkommnisse. In Aus haben wir einen Zwischen stop gemacht und uns in Klein Aus Vista einen Kaffee und ein Stück Kuchen gegönnt. Beim Aussteigen aus dem Auto hat der Sturm uns fast umgehauen. Die Lodge machte einen wunderschönen Eindruck und wir waren ein bißchen traurig, dass wir nicht bleiben konnten.
Wir wurden entschädigt, als wir ein paar Kilometer hinter Aus die Wildpferde am Straßenrand gesehen haben.
Jörg meint übrigens sie wären ausgestopft und ständen nur für so doofe Touris wie uns da, die sich über jedes Tier freuen;)
Die Landschaft während der Fahrt nach Lüderitz ändert sich und plötzlich fangen die Sandverwehungen an und die Temperaturanzeige steigt.
Gegen 13:00 Uhr erreichten wir Lüderitz bei 24° Grad.
Das Nest Hotel liegt direkt am Meer und wir konnten vom Balkon aus Delfine beobachten. Wieder ein völlig anderes Namibia.
Nachmittags haben wir noch einen kleinen Bummel durch die Stadt gemacht, Tickets für Kolmanskoppe gekauft und die Felsenkirche besichtigt.
Abends im Hotel gegessen und leider Büffet gewählt (hätten auch a la carte essen können). Das war nicht zu empfehlen, da auch ein Bus da war und es einer Massenabfertigung glich.
Mittwoch 23.05.
Morgens heftiger Wind aber Sonne. Aufgrund des Winds gab einige Stunden Stromausfall im Hotel, aber das war nicht wirklich schlimm. Sind nach dem Frühstück zur Geisterstadt gefahren und haben uns schon vor der Führung ein bißchen umgesehen. Beeindruckend und gespenstisch. Die ca. 1 - Stündige Führung war sehr gut und wir konnten einige tolle Fotos machen. Wir fanden es lohnt sich auf jeden Fall. Aber man sollte sich etwas Zeit nehmen und nach dem großen Ansturm noch ein bißchen auf eigene Faust herum laufen.
In der Nähe des Hotels haben wir nachmittags einen kleinen Laden gefunden, wo wir unsere Fotos direkt auf CD brennen lassen konnten. Da waren die Speicherkarten wieder frei.
Donnerstag 24.05.
Nach dem Frühstück gings zur Bank das erste Mal Geld tauschen und abheben. Völlig problemlos!
Mittags sind wir zum Achat Beach gefahren und haben dort ein kleines Picknick gemacht. Der landschaftliche Kontrast ist sehr schön, da der Sand der Wüste bis ans Meer reicht. Achate haben wir übrigens nicht gefunden, Kein Wunder, wir hatte auch keine Ahnung wie die aussehen.
😎
Danach gings weiter zum Diaz Point. Allein die Anfahrt ist total interessant. Man hat das Gefühl über den Mond zu fahren. Es geht vorbei an einigen Buchten und Lagunen in den Flamingos stehen oder riesige Schiffe ankern.
Am Diaz Point angelant kann man über einen langen Holzsteg und Stufen zum Kreuz hinauf gehen. Dort oben ist Mütze Pflicht. Der Wind fegt einen fast von der Aussichtplattform. Das Meer schlägt gegen die Felsen unter einem und hunderte Robben liegen auf der vorgelagerten Insel.
Wenn man also nicht weiß was man in Lüderitz machen soll, kann man hier einen schönen Tag verbringen.
Abends gab es im Hotel Jörgs Geburtstagsessen - dieses Mal a la carte. Es war sehr lecker und wir konnten einen schönen Tag bei einer Flasche Wein ausklingen lassen.
Bewertung Nest Hotel
Das Hotel ist ein typisches Hotel mit unpersönlichem Charkater. Die Zimmer sind in Ordnung und sauber aber etwas veraltet.
Über das Essen habe ich mich oben ja schon ausgelassen.
Man kann in Namibia definitiv besser essen.
Das traumhaft schöne ist die Lage. Nach so unendlich viel Natur, die wir bis dahin schon erlebt haben war es auch wunderschön das Meer zu sehen. Das Hotel liegt so nah am Meer, dass man, wenn man auf dem Balkon steht über dem Meer steht. Man hört die Wellen gegen die Steine schlagen und kann vom Zimmer aus die Delfine und Robben beobachten.
Für eine Nacht kann man hier gut bleiben, ist aber sicher kein Muß.
Lüderitz selbst und die Umgebung haben uns nicht so überzeugt.
Es war die einzige Station der Reise, wo wir nicht drei Nächte hätten bleiben müssen.
JOjoergmelThemenstarter16 Beiträge · seit 200710. Aug. 2007 · #8Kann mir mal jemand sagen, warum das alles immer doppelt auftaucht?😃
Sanne2'462 Beiträge · seit 200612. Aug. 2007 · #9Hallo joergmel,
wenn ich das richtig verstanden habe, kommen die doppelpostings durch vorwärts/rückwärts-Aktionen, bei denen das Posting irgendwie "im Hintergrund" noch vorhanden ist.
Liebsten Dank für die weiterhin so tollen und informativen Berichte 🙂 Muss ich ja gar nicht mehr lange warten, bis Du bei "Allein zu Zweit" sein wirst. Freu mich schon riesig.
Herzliche Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
Bazi2'721 Beiträge · seit 200612. Aug. 2007 · #10joergmel schrieb:Kann mir mal jemand sagen, warum das alles immer doppelt auftaucht?😃
Nimms nicht tragisch. Lösch einfach den doppelten Beitrag.
Gisela
JOjoergmelThemenstarter16 Beiträge · seit 200722. Aug. 2007 · #11So dann will ich jetzt endlich mal weiter schreiben.
Besonders für Sanne: Damit du Allein zu zweit noch vor eurem Urlaub lesen kannst.
25.05. Helmeringhausen
Morgens ging es nach dem Frühstück gemütlich los Richtung Helmeringhausen.
An der Straße haben wir wieder die Wüstenpferde stehen sehen. Dieses Mal auch so nah, dass man erkennen konnte dass sie doch echt sind. Also keine Touristen - Verar... wie mein Mann meinte 😉
Die Fahrt war ganz entspannt - also eingentlich wie immer - und gegen 12:00 Uhr erreichten wir Helmeringhausen bei ca. 18 °.
Ich war froh endlich im Hotel zu sein, da mein Magen meinte gegen was auch immer rebellieren zu müssen. Mußte dann erst Mal ein paar Stunden im Bett bleiben und mich mit schwarzem Tee versorgen lassen.:(
Schade, ich konnte also keinen ausgedehnten Stadtbummel durch die Weltstadt Helmeringhausen machen.
Gegen 16:00 ging es dann wieder ein bißchen besser und wir haben uns auf den Weg gemacht und die Gegend erkundet.
Helmeringhausen besteht aus einer Straße an der sich das Hotel mit Farm auf der einen Seite und ein kleiner Shop und eine Tankstelle auf der anderen befindet.
Wenn dann auch noch vertrocknete Grasbüschel über die Straße rollen fühlt man sich wie im Wilden Westen.
Und ob man es glaubt oder nicht, der kleine Tankstellenkiosk hatte sogar auf - es war Feiertag Africa Day - und wir konnten mir mein Abendbrot kaufen. Cracker und Cola.
Danach haben wir noch ein bißchen im Garten gesessen und den ganzen Tieren zugeschaut. Es gibt zwei Katzen, ganz viele Enten, Ziegen, Pferde, Dassies... Den Weg zum Hausberg hat uns die kleine Katze begleitet.
Nach dem leckeren Abendessen (für meinen Mann) haben wir uns dann schnell ins Bett verkrümelt. Das war auch gut so, denn die Nacht war leider um 04:00 zuende, da die Enten und Gänse direkt unter unserem Fenster ein Heidenspektakel veranstaltet haben.
Bewertung Helmeringhausen Hotel
Das Hotel liegt direkt auf dem Weg Richtung Norden, so dass es für einen Zwischenstop optimal ist.
Unser Zimmer befand sich in einem seitlichen Anbau, wo 4 Zimmer mit eigenem Eingang von außen nebeneinander liegen.
Die Zimmer sind relativ groß, nett eingerichtet und sehr liebevoll dekoriert. Alles ist sehr sauber und über jedem Bett hängt ein Moskitonetz.
Vor dem Hotel wurde ein toller Garten angelegt in dem man schön sitzen, Kaffee trinken und Kuchen essen kann. Überall laufen irgendwelche Tiere rum und man kann sich wohl fühlen.
Das Abendessen - ein Drei - Gänge - Menü soll sehr lecker gewesen sein. Ich habe nur die Suppe probiert.
Hinter dem Hotel befindet sich ein kleiner "Hausberg" von dem man über ganz Helmeringhause blicken kann. Wenn man noch ein wenig stöbern möchte, kann man dies vorne im Hotel in einem kleinen Gift Shop mit ein paar schönen Mitbringseln.
Das Hotel ist für einen Zwischenstop zu empfehlen, länger könnten wir es uns dort aber nicht vorstellen.
JOjoergmelThemenstarter16 Beiträge · seit 200723. Aug. 2007 · #12Samstag 26.05. Allein zu zweit
Nach einer kurzen Nacht ging es bei 10° um 08:00 Uhr also los Richtung Allein zu zweit. Die Straßen waren Horror in unserem Toyota Corolla.
Hinter Maltahöhe meinte Jörg plötzlich, er habe wohl gerade einem großen Stein nicht ausweichen können. Also sofort angehalten und nachgeschaut. Und natürlich war der rechte Hinterreifen platt. Gott sei dank war aber nicht mehr passiert. Also alle Sachen auspacken, Reservereifen (wir hatten zwei - war später noch sehr nützlich werden sollte ) aus dem Kofferraum holen und Reifen wechseln.
Danach ging es dann ohne weitere Probleme weiter.
Nach insgesamt 6 Stunden Fahrt erreichten wir bei 23 ° endlich das Tor zu Allein zu zweit. Der Weg bis zum Haus verlangte unserem Auto nochmal alles ab.
Dann wurden wir von Simone und Thea und Anna (den zwei Hunden) herzlich in Empfang genommen. Simone zeigte uns unser Haus, in dem wir uns richtig ausbreiten konnten! Es ist riesig! Auf drei Ebenen gebaut und hat zwei Terassen. Unten kommt man ins "Wohnzimmer", erreicht über zwei Stufen den Schlafbereich und über weitere zwei Stufen das Bad. Hinter dem Haus geht es einen schmalen Weg hoch auf einen kleinen Hügel von dem man die Aussicht in die unendliche Weite genießen kann. Drumherum ist nichts!!!
Nachdem wir uns ein bißchen ausgeruht hatten haben wir mit Simone und den beiden Hunden einen ca. 1 - Stündigen Spziergang gemacht und dabei eine kleine Schlange auf dem Weg gesehen. In der Ferne konnte man auch eine Zebraherde, die laut Simone zum Hause gehört, sehen.
Abend konnten wir während des essens draußen sitzen und haben lange mit Simone und einem Freund von ihr erzählt.
Sonntag 27.05.
Nach einer sehr windigen Nacht haben wir morgens vom Bett aus durch die Terassentür den Sonnenaufgang über den Bergen beobachtet.
Unsere Pläne für den Tag waren einfach: nichts tun, ein paar Fotos machen, genießen.
Nach einem gemeinsamen Frühstück haben wir genau das in die Tat umgesetzt und es uns am Pool und auf einer der Terassen gemütlich gemacht.
Nach dem Mittag essen sind wir zusammen mit Simone und ihrem Bekannten und den beiden Hunden zum "Hausberg" gefahren, haben das Auto unten stehen gelassen und uns an den Aufstieg gemacht. Die Aussicht von oben ist grandios! Also Sanne: auf jeden Fall machen!
Beim Abstieg konnten wir mal wieder einen traumhaften Sonnenuntergang sehen. Insgesamt waren wir . ca 2 Stunden unterwegs.
Danach hatte wir uns das essen dann auch verdient.
Montag 28.05.
Unser Plan war eigentlich ins Sossusvlei zu fahren. Das haben wir nach langer Überlegung aber leider gestrichen. Mein Magen war immernoch nicht richtig fit und die Strecke beträgt min. 2 Stunden. Da wir nur noch ein Reserverad hatten und nach Absprache mit unserem Vermieter noch bis Swakopmund mußten, haben wir uns dann gegen die lange Strecke entschieden.
Simone gegenüber erwähnten wir, dass wir gerne einen Flug machen würden, wahrscheinlich in Swakop. Sie machte uns dann den Vorschlag, zu versuchen von einer Nachbarfarm zu fliegen. Leider konnte sie ihren Nachbarn aber nicht erreichen. Nach einigen erfolglosen Telefonaten ergab sich abends dann die Möglichkeit am nächsten Morgen ab Rostock Ritz einen Rundflug zu machen. Wir sagten zu. Es paßte, da es auf unserem Weg Richtung Swakop lag.
Abends waren wir wieder mit Simone und den Hunden spazieren. Nach einiger Zeit entdeckten wir links von uns eine Herde Springböcke. Simone versuchte die Hunde bei uns zu halten, was ihr auch gelang. Leider hatten wir alle nicht gesehen, dass rechts neben dem Weg ein kleiner Springbock lag. Er war vielleicht zwei Tage alt.
Thea hat ihn natürlich sofort entdeckt und sich auf ihn gestürzt. "Leider" hat sie ihn nicht getötet, sonder nur verletzt. Das arme Tier war schrecklich am schreien. Um es zu erlösen mußte Jörg ihm dann noch mit dem Messer die Kehle durchschneiden.
Kein so schönes Erlebnis zum Schluß. Thea blieb von da an in sicherem Abstand zu uns.
Nach einem gemeinsamen Abendessen, welches wir leider drinnen einnehmen mußten, weil es zu kalt wurde, kam schon unsere letzte Nacht in Allein zu zweit.
Bewertung Allein zu zweit
Die Lage ist ein Traum. Es liegt völlig einsam zwischen ein paar Bergen mit grandioser Aussicht. Unendliche Weiten...
Der Name ist daraus entstanden, dass es immer nur ein Gästepaar gibt und man so die totale Einsamkeit genießen kann.
Das Zimmer ist riesig und sehr schön gestaltet. Es ist ein eigenes Haus und liegt direkt am Berg, weshalb es in drei Ebenen unterteilt ist.
Vom Bett kann man zu beiden Seiten aus den Fenstern in die Weite schauen und morgens - ohne aufstehe zu müssen - den Sonnenaufgang genießen.
Im Zimmer findet man überall wunderschöne Kunstgegenstände. Man fühlt sich einfach wohl.
Unterhalb des Gästehauses befindet sich das Küchenhaus, in dem gekocht und gemeinsam gegessen wird. Das Essen war in Ordnung, aber um ehrlich zu sein , hatten wir nach der Homepage etwas mehr erwartet (Sternekoch...) Aber leider war Simone alleine und wie sie uns erzählte, übernimmt sie nur selten den Part der Gästebetreuung.
Man findet noch einen schönen Pool mit zwei Liegen und etwas weiter oben Simones Goldschmiede, die man gerne besuchen kann.
Wenn man die absolute Stille und Einsamkeit sucht und kein Programm braucht, kann man es hier sehr gut aushalten! Wir wurden sehr freundlich aufgenommen und haben uns rundum wohl gefühlt.
@sanne: wir wünschen euch tolle tage dort. hoffentlich bekommt ihr jetzt noch mehr Lust. Wenn du Fragen hast: schreib einfach. Wir haben die Zeit dort genossen.
Sanne2'462 Beiträge · seit 200623. Aug. 2007 · #13Hallo Joergmel,
lieben, lieben Dank für die weitere Berichterstattung 🙂 Bin schon so gespannt auf Eure Bewertung gewesen und jetzt natürlich sehr begeistert. Einsamkeit und Ruhe ist genau das, was wir suchen. Hoffe nur, dass unser Nissan X-Trail die Anfahrt gut schafft.
Bisher waren eh immer die Farmzufahrten das viel größere Problem im Vergleich zu den Pads.
Die Eigentümer wohnen dort aber auch, oder ist man auch nachts ganz allein? Schön zu hören, dass man toll spazieren gehen kann - vielleicht können wir ja auch den Pool ausprobieren.
Nochmals lieben Dank für die viele Mühe, die Du Dir mit den Berichten machst. Es ist wirklich, als wäre man selbst da - super!
Herzliche Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo