Bazi2'721 Beiträge · seit 200613. März 2008 · #241
Na, dann versuche ich es nochmals: Ich streiche eine 0 und entscheide mich für die Hundertfüsser, die in die Gruppe der Tausendfüsser gehören. In der Gruppe der Hundertfüsser, die ja wiederum in verschiedene Untergruppen eingeteilt wird, entscheide ich mich für die Erdläufer. Bin ich nun auf dem richtigen Weg? Gisela
Bhekisisa468 Beiträge · seit 200713. März 2008 · #242
Ja, ja, ja, Gisela! Du bist ein Tausendsassa und hast des Rätsels Lösung auf den Punkt getroffen! Gratuliere!
Die gesuchte Ordnung ist die der ERDLÄUFER (Geophilomorpha) aus der Klasse der HUNDERTFÜSSER (Chilopoden) - Überklasse der Tausendfüßer (Myriapoden) - vom Stamme der Gliederfüßer (Arthropoden). Erdläufer bevorzugen ein Habitat von leicht feuchtem Erdreich, feuchtem Pflanzenmaterial und sind auch in Komposthaufen gerne anzutreffen. Sie meiden Sonnenlicht, verstecken sich tagsüber.
Die erdliebenden Centipeden des südlichen Afrika können bis zu 30 cm lang werden, eine beachtliche Körpergröße und das in allen Teilen wohlfein strukturiert. Der Körper ist in viele Segmente unterteilt, doch jedes Segment besitzt nur zwei Beinpaare. Die Zahl der Segmente bewegt sich zwischen ca. 15 bis zu ungefähr 191 - die Zahl der Beinpaare aber ist immer eine ungerade Anzahl. Weil: das erste Beinpaar des ersten Körpersegments hat sich umentwickelt zu einem kräftigen Paar Giftklauen, die auch als Maxilliped bezeichnet werden. Mit diesen Giftklauen wird die Beute erlegt und anschließend zu den Mundwerkzeugen geführt, wenn sie denn endlich, außerhalb des Körpers, zersetzt und schlürfbar wurde. Das Gift ist für einen gebissenen Menschen sehr schmerzhaft und äußerst unangenehm; tödlich ist es nicht, wenngleich auch da die Meinungen immer wieder auseinander gehen.
Mit solchen Klauen, solchem Gift, allerdings mit dem eines Riesenläufers aus der Ordnung der den Erläufern nah verwandten Scolopendromorphae, habe ich schon mal Bekanntschaft gemacht. Wohlig erschöpft von einer ayurvedischen Behandlung lag ich, inmitten des südkeralischen Dschungels, mich räkelnd auf meiner großzügigen Terrasse, als mich nahe meines Ohrs plötzlich ein heftiger Schmerz durchzuckte. Aus dem Augenwinkel sah ich ihn noch davon wieseln, einen wenige Zentimeter großen Skolopender; er hinterließ mir einen dicken Hals für die nächsten 5 Tage. Das war der Grund, warum ich mich mit den Viechern näher zu beschäftigen begonnen habe; dabei bin ich auf die Geophilomorphae gestossen, die einige Eigenschaften besitzen, die ihren Skolopender-Verwandten fehlen oder sie davon abheben. Also, nix wie rein ins Forum damit, dachte ich mir...
Zurück zu den Erdläufern: Auch das Beinpaar des letzten Körpersegments hat bei den Geophilomorphae nicht etwa eine Lauffunktion. Es sieht vielmehr den 14-segmentigen Kopfantennen sehr ähnlich, wird ebenfalls leicht erhoben getragen und somit ist es manchmal recht schwierig festzustellen, wo bei einem Erdläufer denn nun hinten oder vielleicht auch vorne ist, denn die Viecher bewegen sich in beide Richtungen gleich schnell und geübt. Dazu gibt es noch einige Arten, die in der Lage sind, Licht zu erzeugen. Das dient mit Sicherheit nicht ihrer eigenen Erleuchtung, blind wie sie sind, sondern eher dazu, in den dunklen Tiefen ihres Habitats Beute anzulocken. Diese wird dann, wie schon beschrieben, mit den Giftklauen meuchlings erdolcht und mit Gift unterspritzt. Alsdann wird gewartet, bis das Gift seine Wirkung tut, die Beute sich weitestgehend verflüssigt hat und das „Schlürfbare“ aufgenommen werden kann.
Wie bei allen Chilopoden ist das Sexualleben auch bei den Erläufern, nach unseren Maßstäben, recht unprickelnd. Männchen und Weibchen nehmen kurz Kontakt auf, danach eilt das Männchen in einen Gang oder eine Höhle, legt dort das Spermienpaket ab. Das Weibchen ringelt sich wenig später wie ein Gummitier rücken-wärts um das Päckchen, nimmt es mit sich und hegt und pflegt es, bis die Jungtiere schlüpfen. Diese Jungtiere haben bereits die gleiche Segmentzahl wie die Eltern- also bis zu 48 - (Jungtiere anderer Chilopoden wachsen bei jeder Häutung um mehrere Segmente) und werden vom Muttertier bis zur dritten Häutung mit Futter versorgt.
So, und jetzt, Gisela, freuen wir uns auf ein neues Rätsel von dir!
Bazi2'721 Beiträge · seit 200613. März 2008 · #243
Das neue Rätsel:
Ich bin ein außerordentlich kräftiges Tier. Meine Färbung entspricht durchaus meinem mutigen Wesen. Die Männchen unter uns können eine beachtliche Länge von 80 cm und ein Gewicht von über 15 kg erreichen. Ich lebe in den offenen Steppen und auch in den feuchten Regenwälder in nahezu ganz Afrika. Ich verfüge über die Fähigkeit, mich blitzschnell mit allen Vieren einzugraben und versinke förmlich im Boden, kann aber auch jähzornig wütend knurren und drohen. Feinde habe ich kaum zu fürchten. Ich bin nachts aber bisweilen auch am Tag aktiv und man könnte mich fast als Allesfresser bezeichnen. Über mein Fortpflanzungsverhalten ist nichts Genaues bekannt. Ich bekomme meist zwei Junge nach einer Tragzeit von ungefähr sechs Monaten.
kobra2Themenstarter409 Beiträge · seit 200717. März 2008 · #249
Fried schrieb:
Keiner mit Rätsellust? Zu schwer? Oder mag keiner britischen Humor? Dann versuch ich es mal in unserer Sprache:
Die Deutschen geben meinem Tier 2 Namen. In einem ist es häufig, im anderen nicht mehr.
Weiterhin Fried-liche Rätselgrüße
Hallo Fried,
wollte dein Rätsel noch mal nach vorne bringen. Auch wenn ich nicht ganz schlau daraus werde..😕
Wie wärs mit einem zusätzlichen Tip??
Denke, daß viele gerne hier mitraten.
Gruß
Uli
Das Leben wird nicht gemessen an der Zahl unserer Atemzüge, sondern an den Orten und Momenten, die uns den Atem rauben.
FRFried188 Beiträge · seit 200717. März 2008 · #250
Okay! Hier ein weitere Tipp:
Die deutschen Namen meines Tieres bestehen aus zwei Teilen. Die ersten Teile beschreiben, wie schon gesagt, wo sie leben bzw. nicht mehr leben. Der zweite Teil ist der Name eines anderen Tieres, mit dem es aber wohl (fast) nicht verwandt sein soll. Dieser andere Tiername kommt auch im englischen Namen meines Tieres vor allerdings auf griechisch.
Bhekisisa468 Beiträge · seit 200720. März 2008 · #253
Galoppel, galoppel, egal ob es unförmige "Krautstampfer" oder schlanke Fesseln sind? Letztere mit Fell unterschiedlicher Couleur, vier an der Zahl und absolutes MUST vieler Teenie-Mädls, wenn sich denn darauf was auflegen lässt. Ersterer Namensteil auch gerne kreuz-befahren, ob nun der oder ein anderer? Doch in dieser Thematik bin ich nicht wirklich sattelfest. Unter Einbeziehung der Evolutionstheorie, nach der ja alles aus dem Wasser kommt...
Uih, shit, Wasser, auf den Pott ich muss; ich bin einfach zu beein-fluss-bar.
FRFried188 Beiträge · seit 200725. März 2008 · #254
So liebe Kleine-Tierrätsel-Freunde,
die Feiertage sind vorbei und so manchen hat nach ein paar tristen Urlaubstagen der Forumsalltag wieder und kann sich nun wieder den schönen Dingen des Lebens widmen.
African Dreams, KuPo und Bhekisia haben das Rätsel wohl gelöst, trauen sich aber nicht des Zauberwort zu schreiben. 🤪 Es war übrigens nicht der Osterhase, denn dafür hat es zu kleine Ohren.😄
😕 Reichen die Tipps immer noch nicht? Nun, dann machen wir es wie auf dem holländiscehn Blumenmarkt und ich gebe noch einen drauf: Es hat dem lieben Gott versprochen keinen Fisch zu essen.:P
hallo Leute, der letzte eintrag hier ist zwar schon was länger her:) ,aber mir scheint die sache nicht zu einem richtigen schluß gekommen zu sein, hier also meine vermutete Lösung: es könnte der Nebeltrinker-Käfer (Onymacris unguicularis) sein, ich meine dieses verhalten früher mal in einer doku beobachtet zu haben.
Gruß ric
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FRFried188 Beiträge · seit 200716. Juli 2008 · #259
Hallo Ric,
ich weiß nicht auf welches Rätsel du dich mit dem Nebeltrinker-Käfer beziehst, aber die Lösung des letzten hieß: Nilpferd bzw. Flusspferd bzw. Hippopotamus und als Abschluss habe ich 2 von der Sorte hüpfen lassen.
Aber wie wär's, wenn du den Thread wieder mit einem neuen Rätsel belebst?