BQBlue QThemenstarter13 Beiträge · seit 200715. Juli 2007 · #1Hallo liebe Formusmitglieder,
wie viele andere auch habe ich lange mitgelesen und viele wertvolle Infos für unsere Namibia-Botswana Tour in 4 Wochen erhalten. Jetzt wird es Zeit, sich aus der "Deckung" zu begeben, da ich Fragen habe, bei denen Ihr mir sicher helfen könnt.
Wir wollen von Windhoek aus über Etosha, Caprivi, Livingstone, Kasane, über Chobe/Moremi nach Maun und von dort aus nach Windhoek zurück. Nachdem im Forum schon öfter empfohlen wurde, die Victoria-Fälle durch eine geführte Tagestour von Kasane aus zu besuchen, überlegen wir diese Möglichkeit und hätten dadurch 2 Tage frei, die wir ursprünglich in Livingstone verbringen wollten. Zusammen mit der Streichung von Waterberg, das ja aich kontrovers bewertet wird, käme als Alternative gleich zu Beginn unserer Tour eine 4-tägige Rundtour von Windhoek aus nach Sesriem etc in Betracht.
Was haltet Ihr davon, was wäre Euch am Wichtigsten. Wie könnte man die Tour nach Sesriem fahren, welche Etappen und Unterkünfte empfehlt Ihr? Wir haben ein Dachzelt, können aber auch Lodges nehmen.
Nun bin ich mal gespannt...
Vielen Dank im Voraus.
KAKanzler573 Beiträge · seit 200715. Juli 2007 · #2Hallo Blue Q,
Sossusvlei zählt für mich persönlich auch nach mehreren Namibia-Reisen nach wie vor zu den absoluten Hits. Unterkünfte, d.h. Lodges gibt es eine ganze Reihe, ein Campsite ist direkt am Eingang. Der sollte in der Hauptreisezeit reserviert werden; die haben aber auch einen Notplatz für Gäste, die gegen Abend auftauchen und nichts gebucht haben.
Viele Grüße, Kanzler
MAMartinL503 Beiträge · seit 200616. Juli 2007 · #3Hallo Blue Q,
Ich finde Sossusvlei auch ein absolutes Highlight. Es gibt von Windhoek aus viele Fahrmöglichkeiten. Schau sie Dir auf der Karte an. Ich bin im Frühjahr hin über den Spreetshoogtepass gefahren, landschaftlich ein Traum. Zurück dann über Büllsport, fahrtechnisch die einfachste Strecke, auch ganz schön. Wenn die Unterkunft egal ist, würde ich auch den Campingplatz nehmen oder die Sossusvleilodge. Sie liegt direkt am Eingang und ist einfach toll!!
Gruß
Martin
KOkonno1'457 Beiträge · seit 200616. Juli 2007 · #4Livingstone muss nicht sein. Die Tagestour ist ok. 4 Tage für Sossusvlei sind ebenfalls reichlich, in der Zeit machen andere noch den Fishriver und Keetmanshoop mit dazu. Mein Tip: Macht Sossusvlei am Anfang aber bleibt nur eine nacht, wenn ihr wollt auch zwei. Wenn Letzteres, dann fahrt ihr eine der schönen Strecken nach Walfishbay/Swakop durch und könnt immer noch eine Nacht am Waterberg verbringen. Wenn ihr so flexibel seit, wie ich mir das gerade eingebilfet habe, dann ist das in meinen Augen die beste Lösung.
DADagut349 Beiträge · seit 200616. Juli 2007 · #5Hallo Blue Q,
poste doch mal deinen Tourplan: Wieviel Zeit habt Ihr insgesamt? Wie viele Tage habt Ihr für Eure bisherigen Pläne "verbraucht"? Es lässt sich dann eher einschätzen, ob ein "Abstecher" nach Sossusvlei noch gut drin ist oder nicht. So wie ich es einschätze, verlangt Sossusvlei von WDH aus mindestens 3 Tage, wenn man anschließend in den Etosha will.
Dass Sossusvlei unbedingt gemacht werden sollte, wird dir hier vermutlich jeder sagen, ob es in deinen Zeitrahmen passt, ist eine andere Frage. Vielleicht lässt sich der Waterberg dann doch noch einbauen, denn ich zumindest finde ihn absolut sehenswert.
LG
Daniel
CHchrimarchese249 Beiträge · seit 200716. Juli 2007 · #6Hallo Blue Q
Wir waren kuerzlich im sehr schoenen DESERT CAMP (selbe Fuehrung wie Sossusvlei Lode,aber wesentlich billiger ) - von dem Ihr in ein paar Minuten am Gate seid.
Eine Ueberlegung wert waere vielleicht ein Flug ueber das Gebiet (ab Swakopmund) - gibt's auch mit Landung und Spaziergang im Vlei.
Gruss - Christine
joli3'491 Beiträge · seit 200616. Juli 2007 · #7Hallo Blue Q,
4 Tage für eine Sossusvlei-Tour sind gut bemessen und durchaus empfehlenswert - gerade jetzt zu dieser Jahreszeit. Als besonders reizvolle Übernachtungsmöglichkeit könnte ich mir die im Park liegende Sossusvlei Dune Lodge vorstellen, weil man von dort aus bereits vor Sonnenaufgang ins Vlei fahren und auch den Sonnenuntergang selbst im Vlei verbringen kann. Einziges Problem: es hat mir bisher noch keiner sagen können, ob die Lodge denn nun auch wirklich schon auf hat. Angekündigt war die Eröffnung für den 1.7. Anderenfalls ist natürlich die Sossusvlei Lodge direkt vor den Toren des Parks immer eine Empfehlung: sehr originelle Unterkünfte, wunderschöne Lage ( vor allem in der ersten Reihe ) und sehr gutes Essen. Von dort aus kann man sehr einfach Rundflüge oder Ballonfahrten buchen ( wobei ich die Rundflüge vorziehe - man sieht wirklich das, was man sehen möchte, da man nicht vom Wind abhängig ist, und laut ist es im Ballon auch - wegen des sehr häufig fauchenden Brenners ). 2 Nächte aber sollten es schon sein, die Ihr dort einplanen solltet. Die Fahrt von Windhoek nach Sossusvlei ( an einem Tag gut zu schaffen ) allein ist schon ein Erlebnis, weil Ihr dann sehr schöne Pässe zur Auswahl habt - Spreetshoogte, Remshoogte oder Tsaris - einer schöner als der andere. Mit herrlichen Ausblicken in die unter Euch liegende Namib. Und wenn Ihr dann noch auf der Rückfahrt Richtung Etosha nicht über Windhoek, sondern über Karibib fahrt und im Erongo einen Zwischenstop einlegt ( z.B. Erongo-Wilderness Lodge oder Omaruru Game Lodge ), dann haben es alle nachfolgen Tour-Stationen sehr schwer, da noch einen draufzusetzen.
Gruß Joli
BQBlue QThemenstarter13 Beiträge · seit 200716. Juli 2007 · #8Herzlichen Dank an Alle
für Eure Beiträge. Ihr habt meine Hoffnung auf Unterstützung voll bestätigt. Da einige konkret nachgehakt haben und sogar ein Abstecher nach Walvis Bay ins Gespräch gebracht wurde poste ich hier unsere Route.
Bis auf die Unterkünfte im Chobe und Moremi (dort haben wir glücklicherweise Permits erhalten) sind wir noch flexibel.
Also noch mal meine Bitte an Euch mit Tipps, wie ich die weißen Flecken am Besten ausfülle.
15.08. 1 Windhoek
16.08. 2
17.08. 3
18.08. 4
19.08. 5
20.08. 6 Etosha Safari Camp
21.08. 7 Etosha ?*
22.08. 8 Etosha Namutoni oder Onguma Safari Camp
23.08. 9 Grootfontein
24.08. 10 Rundu
25.08. 11 Popa Falls
26.08. 12 Kongola / Mudumu
27.08. 13 Kasane
28.08. 14 Kasane/Ausflug Vic Falls
29.08. 15 Chobe/Ihaha
30.08. 16 Linyanti
31.08. 17 Moremi /Xakanaxa
01.09. 18 Moremi/?
02.09. 19 Maun
03.09. 20 Gobabis
04.09. 21 Eningu Clayhouse Lodge
05.09. 22 Rückflug
* im Etosha konnten wir leider keine Unterkunft buchen, nun hoffen wir auf einen Last-Minute Campingplatz.
Danke und viele Grüße - Gabriele
DADagut349 Beiträge · seit 200616. Juli 2007 · #9Na, da passt doch Sossusvlei wunderbar rein am Anfang und evtl. noch ein zusätzlicher Zwischenstopp, wie Joli ihn vorgeschlagen hat. Walvis Bay oder Swakopmund wären mir aber etwas zu weit ab. Zum Rest der Route kann ich erst im Dezember was sagen, da fahren wir ungefähr das gleiche in umgekehrter Richtung...
Viel Spaß, gute pad -
LG
Daniel
sammy1'009 Beiträge · seit 200716. Juli 2007 · #10Hallo Gabriele,
der Vorschlag von Joli gefällt mir. Allerdings würde ich auf dem Sesriem Camp nächtigen, von da aus kann man auch mit Sonnenaufgang rein fahren. Dort würde ich nur eine Nacht bleiben und dann noch eine oder zwei Nächte auf der Tsondab Valley Desert Farm verbringen. Entweder Camping oder eines der Häuschen mieten.
http://www.tsondabvalley.iway.na/de/farm.htmUnd dann Richtung Etosha aber da muß ich was Erongo angeht passen.
liebe Grüße
Petra
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Chrigu7'272 Beiträge · seit 200617. Juli 2007 · #11Hallo Blue Q
Wenn ich das richtig gesehen habe, campt Ihr auch. Dann empfehle ich nach dem Sossusvlei durch den Naukluftpark Richtung Norden zu fahren und eine Übernachtung an einem der sehr schönen und einsamen Campingplätze (Mirabib, Archers Rock oder Blutkoppe) im Naukluft einzulegen. Das ist eine wunderbare Erweiterung Eures Programms. Von da ist eine Weiterfahrt in die Etosha z.B. via Karibib gut möglich.
Herzliche Grüsse
Chrigu
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joli3'491 Beiträge · seit 200617. Juli 2007 · #12Hallo Gabriele,
für die Tage 1-5 habe ich Dir ja bereits einen Vorschlag gemacht. Und - sorry - der Rest gefällt mir so gar nicht:
1.Etosha kommt eindeutig zu kurz - aber: vermutlich werdet Ihr überhaupt nichts für Etosha bekommen und verschenkt damit quasi Tage mit Warten und Hoffen. Zudem ist das Etosha Safari Camp nach allem, was ich bisher darüber gehört habe, nicht unbedingt ein Erlebnis. Onguma dagegen soll sehr hübsch sein. So schwer wie es auch fällt - ich würde Etosha ganz aus dem Programm streichen und die so gewonnenen Tage an anderer Stelle einsetzen.
2.Die Tage 9 und 10 (Grootfontein und Rundu ) sehe ich als reine Übernachtungsstationen - es sei denn, dass in diese Tage Grashoek (Bushman Village ) mit eingebaut werden soll. Falls nicht, dann könnt Ihr Grootfontein streichen und direkt von Onguma bis Rundu fahren. Das ist an einem Tag machbar. Es gibt Namibia-Besucher, die fahren auch gleich bis zu den Popafalls durch.Das halte ich allerdings für ein bisschen weit. Ist aber, da weitgehend Teerpad, machbar.
3. Nach 2 reinen Fahrtagen solltet Ihr Euch einen Erlebnistag gönnen. Die Popafälle sind ja nun nicht gerade besonders beeindruckend ( ich würde sie eher als Stromschnellen bezeichnen ), aber es ist eine hübsche Gegend und man kann auch noch in den Mahango NP fahren. 2 Tage sind also durchaus sinnvoll auszufüllen.
4. Gleiches gilt mit noch stärkeren Argumenten für Kongola/Mudumu. Da würde ich auf jeden Fall 2 Tage einplanen, sonst habt Ihr nichts von dieser sehr schönen Flusslandschaft. Ich habe es schon mal an anderer Stelle gesagt: die meisten Lodges und Gästefarmen bieten sehr viel mehr als nur Essen und Bett; deshalb sind sie ja auch meist etwas teurer. Wer dort aber nur einen Stop macht, um zu essen und zu schlafen, verschenkt Geld und verzichtet auf Erlebnisse. Ein Gamedrive auf dem Kwando ist nämlich wirklich ein Erlebnis.
5. Auch der Rest Eurer Reise besteht eigentlich aus Hinfahren, Ankommen und Weiterfahren. Das finde ich sehr schade. Ich meine, wenn Ihr Etosha aus Eurer Planung völlig streicht, dann habt Ihr soviel Zeit gewonnen, dass Ihr den Rest gemäß meiner "GoldenenRegel" ( ich bitte bei den alten "Namibia-Hasen" um Entschuldigung ) - nie mehr als 400 km am Tag, nie weniger als 2 Tage an einem Ort - planen und genießen könnt.
Gruß Joli
BQBlue QThemenstarter13 Beiträge · seit 200717. Juli 2007 · #13Hallo an Alle,
und Danke für Eure ergänzenden Tipps. Dass Dir unsere Route nicht gefällt Joli macht mir zu schaffen. Dein Prinzip habe ich in früheren Posts schon mal gelesen und es gefällt mir eigentlich gut. Aber ich glaube, wir sind dafür zu unruhig. Wir haben in vielen Jahren kreuz und quer durch die USA das Prinzip entwickelt, nach Möglichkeit nicht mehr als 300 km, früh losfahren und früh ankommen um noch die Gegend erkunden zu können oder es einfach gemütlich auslaufen zu lassen. In der Regel fuhren wir am nächsten Tag weiter, sofern sich nicht eine große Aktivität anschließt wie eine Tageswanderung o.ä. . Aber vielleicht ist das im südlichen Afrika falsch oder es gibt einfach unterschiedliche Vorlieben.
Ich habe diese Warnungen im Ohr, dass man auf keinen Fall bei Dunkelheit fahren soll und habe ja keine Ahnung, wie schnell man auf den Straßen vorwärts kommt. Deshalb habe ich im Forum ja gefragt wegen Sesriem, ich hätte nicht geglaubt, dass man das von Windhoek aus sicher in einem Tag schaffen kann, zumal wir an diesem Tag das Auto übernehmen und noch Vorräte einkaufen werden.
Generell schien es mir sicherer, kürzere Etappen zu nehmen, bestenfalls früh anzukommen und dann noch Zeit zu haben für Erkundungen etc. Bei Popa Falls wurde der N'Goabaca Campingplatz sehr empfohlen und bei Grootfontein Roys Camp, so dass wir da hoffentlich auch Erholung finden und nicht nur durchbrettern.
P.S. was mache ich jetzt mit Waterberg?
Viele Grüße - Gabriele
KAKanzler573 Beiträge · seit 200718. Juli 2007 · #14Hallo Blue Q,
lass dich da mal nicht verunsichern. Deine Planung ist so schon ok. Wir halten es normalerweise ebenso wie du, bleiben eine Nacht am Ort und fahren dann weiter - von Ausnahmen abgesehen. Dafür halten wir die Tagesstrecken ebenfalls entsprechend kurz. Die "Nie-weniger-als-zwei-Tage-Regel" ist jolis Privatregel und hat auch in Namibia keine Gesetzeskraft. Und die drei Tage im Etosha reichen allemal aus - das ist nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig. Ganz verzichten würde ich bei der Streckenführung darauf allerdings nicht. Einen Tag sparen kannst du am Ende der Reise: den Stopp in Gobabis. Maun - Windhoek ist locker an einem Tag zu fahren.
Viele Grüße, Kanzler
ULUlli931 Beiträge · seit 200618. Juli 2007 · #15Maun - Windhoek ist locker an einem Tag zu fahren
Na ja, machbar ist das schon. Aber es sind gut 800 km plus Grenzübertritt. Das ist schon eine ziemlich stramme Tour. Ich würde mir überlegen entweder wie geplant in Gobabis oder alternativ schon in Ghanzi zu übernachten - ist einfach stressfreier.
Gruss
Ulli
KAKanzler573 Beiträge · seit 200718. Juli 2007 · #16Die Entfernung liegt unter 800 Kilometern, die Strecke ist ausschließlich Asphalt und kaum befahren, die Grenze dauert zehn Minuten.
Gruß, Kanzler