GIgittiThemenstarter20 Beiträge · seit 200711. Juli 2007 · #1Hallo!
Wir fahren im September die klassische Rundreise durch Namibia mit einem 2x4 Toyota Corolla, alles schon gebucht.
Letzts Jahr waren wir mit dem gleichen Auto in SA und ich las öfters, auf Gravelroads sollte man den Luftdruck reduzieren (z.B. bei Bushmanskloof etc). Wir fuhren die Gravelroads aber ohne Reduzierung und kamen überall gut durch(Swartbergpaß, Karoo NP, Cedernberge bis Wupperthal).Die Autovermietung sagte uns, es sei nicht nötig.
Da wir wieder in Kapstadt starten, wird uns die Autovermietung für Namibia bestimmt keine Auskunft geben können.
1.In Namibia wollen wir die D707 bis Koimassis fahren. Sollte man den Druck immer gleich lassen?
2.Welche Strecke wäre von der Rustik Toko Lodge zum Etosha Safari Camp machbar, evt mit Abstecher über D2671 nach Otjiotongwe (lohnt sich Tagesbesuch, da wir ja noch weiter müssen?
Vielen Dank und Grüße
Gitti
Annette387 Beiträge · seit 200611. Juli 2007 · #2Hallo Gitti,
durch eine Reduzierung des Luftdruckes erreicht man 2 Dinge.
1. Das Fahrzeug sinkt auf tiefsandigen Wegen nicht so stark ein da die Reifen eine größere Auflagefläche haben.
2. Das Fahrzeug federt besser da die Reifen kleinere Schläge sofort auffangen bevor die trägere Federung dies tun kann.
Wesentliche Nachteile sind,
dass das Risiko die Reifen zu beschädigen steigt. Die Reifen werden heißer, die dünnere Seitenwand kommt näher an scharfkantige Steine.
Außerdem wird das Fahrzeug instabiler bei höheren Geschwindigkeiten. Das Risko für einen Überschlag steigt.
Ich denke es ist besser mit einem normalen Luftdruck zu fahren.
Gruß Joachim
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rebecca935 Beiträge · seit 200611. Juli 2007 · #3Hallo Gitti,
auch wenn die D707 keine Teerstraße ist, so müsste sie auch im September gut zu befahren sein. Lediglich nach der Regenzeit kann es zu Auswaschungen kommen.
Wir sind sie mal im März und dann noch mal im Dezember gefahren, was sie immer problemlos ablief. Wir haben den Reifendruck dabei nie reduziert.
Den Reifendruck müsst ihr nur in richtig sandigen oder tiefsandigen Gebieten reduzieren. Wenn ihr z.B. durch trockene Flussbetten fahrt. Sicherlich werden noch ein paar Offroader einige Tipps geben können.
Irgendwer hier aus dem Forum ist die D707 sogar mal mit dem Fahrrad bereist. kann mich aber nicht mehr erinnern wer es war.
Allzeit gute Pad und viel Spass auf einer der schönsten Straßen Namibias.<br><br>Post geändert von: rebecca, am: 11/07/2007 10:54
Axel1'130 Beiträge · seit 200611. Juli 2007 · #4Die Verringerung des Luftdrucks bringt nur Sinn, wenn man länger im tiefen Sand fährt. Dazu sollte man das Sandfahren beherrschen, 4x4 Kenntnisse haben und natürlich einen Kompressor, um anschließend den Druck wieder hochzufahren. Kurze Sandpassagen fährt man, wenn überhaupt nötig, mit hoher Drehzahl im zweiten im Stück durch ohne zu schalten oder anzuhalten. Solltet ihr also irgendwo mit dem Auto über den Strand ans Meer oder die Dünen mit 2x4 erreichen wollen, ist das ggf eine Option, ansonsten benötigt ihr das nicht. Nur mit der Handpumpe aufpumpen gibt viel Spaß in der Sonne und man hat sehr viel Zeit (als Nichtpumper) sich die Gegend anzusehen.
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
Andreas Cierpka2'732 Beiträge · seit 200611. Juli 2007 · #5Hatten 2004 auch nur eine Handpumpe fuer unseren 4x4. Bei 35 Grad die Reifen aufpumpen war die allgemeine Belustigung in Kachikau.
So platt habe ich mich lange nicht mehr gefuehlt. 😎
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
Filminfo265 Beiträge · seit 200711. Juli 2007 · #6Hallo Gitti,
die klassische Namibia-Tour sind wir u.a. auch gefahren - wir haben nie den Reifendruck geändert. Wie schon erwähnt wurde, ist die Druckreduzierung in der Regel nur im tiefsandigen Bereich zu empfehlen.
Auf Gravelroads solle nach meiner Erfahrung der Reifendruck nicht reduziert werden - die scharfkantigen Steinchen prallen dann besser ab.
Die Strecke zur Koimassis Ranch sind wir auch gefahren - es gibt dort keine tiefsandigen Stellen - ist völlig problemlos in der Trockenzeit zu befahren.
Ich wünsche Euch eine erlebnisreiche und spannende Reise in Namibia.
Herzliche Grüsse vom Bodensee:)
Dieter
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SWSwakopmundGast11. Juli 2007 · #7Hallo,
gerade gesehen, weil es so gut passt...
[bild: 64520]
Sonnige Grüße,
Stefan
joli3'491 Beiträge · seit 200611. Juli 2007 · #8Und wenn man sich schon mit Gedanken wie Druckminderung und anschließendem Wiederauffüllen herumschlägt, dann sollte man bei der Wahl eines Kompressors sehr sorgfältig sein. Es gibt da so Sonderangebote mit 10€, die man getrost vergessen kann - 1 Reifen wieder aufzufülle, kann dann schon mal 1/2 std. kosten - theoretisch, weil der Kompressor nach 10 min den Geist aufgegeben hat.
Gruß Joli
GEGernot EickerGast11. Juli 2007 · #9moin,
bei allen Reisen in Afrika habe ich nie Luft aus den Reifen gelassen und musste auch noch nie schaufeln😄
Bei 90% der Reisen hatte ich sogar einen richtigen Kompressor dabei. Das einzig und allein nur aus dem Grund,dass man das Teil -wie viele andere Sachen auch- ja mal brauchen müsste,um weiter zu kommen.
Andreas Cierpka2'732 Beiträge · seit 200611. Juli 2007 · #10Irgendwie muss ich Gernot schon zustimmen.
Haben bei unserem ersten Aufenthalt im Moremi auch nicht die Luft abgelassen und sind bis Third Bridge gekommen. Am naechsten Tag kurz hinter Third Bridge ein paar Schwierigkeiten gehabt, die aber sicherlich auch zu meistern gewesen waeren. Ein freundlicher Suedafrikaner hatte uns "die Luft aus den Reifen gelassen" und sie da es ging leichter;) . Ich denke, dass wir - als Teerstrassen verwoehnte Europaer - eher viel zu frueh zum Luftablassen tendieren als Einheimische.
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.