Unser Reisebericht - mal "anders"...

38 Antworten · 18,4k Aufrufe · gestartet 03. Juli 2007 von voortrekker
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Themenstarter32 Beiträge · seit 200703. Juli 2007 · #1
Hallo liebes NAM-Forum,
gestern sind wir nach gut 3 wunderschönen Wochen im traumhaften Namibia (leider) wieder in Deutschland angekommen. Wie versprochen möchten wir das Forum gerne mit aktuellen Informationen versorgen und den versprochenen Reisebericht ins Forum einstellen. Wir haben uns gedacht den Bericht in einer etwas anderen Form zu machen - hierzu haben wir uns nach jeder Aufenthaltsstation Gedanken gemacht was in der jeweiligen Unterkunft positiv und/oder negativ ist. Um eine Vergleichbarkeit herzustellen haben wir einerseits eine Bewertungsskala der Unterkünfte und andererseits die positiven und negativen Aspekte zusammengefasst. Unser Bewertungsspektrum reicht von 0-10 Punkte, wobei 10 die Höchstwertung (0= Totalausfall und 10 = Weltklasse-Unterkunft) darstellt.

Wir hoffen, dass der ein oder andere Leser mit unseren Eindrücken evtl. den ein oder anderen Ansatzpunkt für seine Reiseplanung erhalten kann. Man stellt doch häufig fest, dass die Informationen in div. Reiseführern was die Unterkünfte anbelangt, nicht immer aktuell sind.

Selbstverständlich beantworten wir (nach Möglichkeit) auch sehr gerne alle aktuellen Fragen zu unserer Tour bzw. den Stationen.

Wir möchten Euch zunächst nochmals unsere Tourstation vorstellen, damit ein Gesamtüberblick gegeben ist. Anschließend werden wir nach und nach die einzelnen Station und Bewertungen einstellen. So bleibt Euch genügend Zeit zwischenzeitlich Fragen und Anmerkungen einzustellen.

Bevor wir beginnen, möchten wir aber dem NAM-Forum nochmals für alle hilfreichen Antworten und Eure Tipps im Vorfeld unserer Reise ganz herzlich "Vielen Dank" sagen!!

In diesem Sinne, viel Spaß beim Lesen und Diskutieren.B)
Markus & Daniela
Themenstarter32 Beiträge · seit 200703. Juli 2007 · #2
Hier zur Übersicht unser Tourverlauf:

01 Frankfurt - Windhoek (Air Namibia)
02 Windhoek
Übernachtung: Hotel Safari Court
03 Windhoek -> Kalahari Desert
Übernachtung: Anib Kalahari Lodge
04 Kalahari Desert
Übernachtung: Anib Kalahari Lodge
05 Kalahari Desert -> Sesriem
Übernachtung: Betesda Camp
06 Sesriem/ Sossusvlei
Übernachtung: Betesda Camp
07 Sesriem -> Büllsport
Übernachtung: Büllsport Gästefarm
08 Büllsport -> Swakopmund
Übernachtung: Orange House
09 Swakopmund
Übernachtung: Orange House
10 Swakopmund
Übernachtung: Orange House
11 Swakopmund -> Dinosaurs Tracks, Otjihaenamaparero
Übernachtung: Dinosaurs Tracks Gästefarm (Nähe Kalkfeld)
12 Dinosaurs Tracks, Otjihaenamaparero (Dino-Spuren)
Übernachtung: Dinosaurs Tracks Gästefarm (Nähe Kalkfeld)
13 Dinosaurs Tracks -> Buschberg Guest Farm
Übernachtung: Buschberg Guest Farm (Nähe Outjo)
14 Buschberg Guest Farm -> Etosha NP, Okaukuejo
Übernachtung: Etosha NP, Okaukuejo im Luxus Bungalow
15 Etosha NP, Okaukuejo
Übernachtung: Etosha NP, Okaukuejo im Standard Room
16 Etosha NP, Ostteil
Übernachtung: Onguma Bush Camp
17 Etosha NP, Ostteil
Übernachtung: Onguma Bush Camp
18 Etosha NP, Ostteil
Übernachtung: Onguma Bush Camp
19 Etosha NP -> Okonjima Lodge
Übernachtung: Okonjima Lodge, Bush Camp
20 Okonjima Lodge
Übernachtung: Okonjima Lodge, Bush Camp
21 Okonjima Lodge -> Okapuka Ranch
Übernachtung: Okapuka Ranch
22 Okapuka Ranch -> Windhoek
Übernachtung: Kalahari Sands Hotel & Casino
23 Windhoek -> Frankfurt (Air Namibia)

Die Tour wurde mit Fahrzeugen von AVIS der Kat. B (VW Polo und Toyota Corolla) gefahren.
Themenstarter32 Beiträge · seit 200703. Juli 2007 · #3
1. Bewertung:
Hotel Safari Court, Windhoek


Zum Einfinden ins Land und zum Akklimatisieren nach dem Flug eignet sich aus unserer Sicht eine Nacht in Windhoek. Dafür haben wir ein Doppelzimmer im Hotel Safari Court gebucht.

Das Hotel befindet sich in Nähe zum B1-Highway in Ortsrandlage. Aus dem Fenster kann man den Flugzeugen auf dem Eros-Flughafen beim Starten und Landen zusehen. D.h. der kleine Flughafen Eros liegt genau neben an. Geräuschkulisse hält sich aber in Grenzen. Möchte man Windhoek erkunden, benötigt man entweder ein Auto oder man macht Gebrauch vom Bus-Shuttle, das vom Hotel kostenlos angeboten wird. Dieser Shuttle fährt vom Hotel zur Touristen-Information in der Independence Ave.

POSITIV:
+ kostenloser Bus-Transfer nach Windhoek City-Centre
+ neue Betten (Hotel wird momentan wohl im größeren Stil renoviert)
+ große Zimmer

NEGATIV:
- Lage des Hotels
- Freundlichkeit
- Gesamtzustand des Hotels, ist stark in die Jahre gekommen
- Sauberkeit (Dusche/Bad keimig)
- Renovierungsarbeiten rund um die Uhr
- Frühstück
- Sicherheit auf dem kostenlosen Parkplatz scheint nicht unbedingt gewährt (unser Eindruck)

UNSER EINDRUCK: Ein anonymes Standard-Hotel mit einigen Mängeln. Wenig Freundlichkeit und kalte Atmosphäre. Schlechtes Frühstücksbuffet.

UNSERE BEWERTUNG: 5 Punkte
3'491 Beiträge · seit 200603. Juli 2007 · #4
Hallo Markus und Daniela,
ich bin sehr gespannt auf Eure weiteren Bewertungen. Der Anfang zumindest ist vielversprechend.
Gruß Joli
409 Beiträge · seit 200703. Juli 2007 · #5
Hallo voortrekker,

willkommen zurück im verregneten Deutschland. Interessante Bewertungs-Methode.
Würde für das Safari Court auch nicht mehr als 5 Punkte vergeben. Empfand allerdings gerade das Frühstücksbüffet als vielseitig und gut😮
Aber es stimmt, daß gerade das Personal sehr anonym bleibt. Mehr als eine Nacht sollte man nicht bleiben.
Gruß
Uli
Das Leben wird nicht gemessen an der Zahl unserer Atemzüge, sondern an den Orten und Momenten, die uns den Atem rauben.
2'462 Beiträge · seit 200603. Juli 2007 · #6
Hallo voortrekker,

freue mich ebenfalls die weiteren Bewertungen und den Bericht Eurer Reise weiter verfolgen zu können. Vielen Dank schon mal für die viele Mühe!

Herzliche Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
Gast03. Juli 2007 · #7
halle markus + daniela,
freue mich schon auf die von euch angekündigten erfahrungsberichte!

wie hat euch der service bzw. die bestuhlung der air namibia gefallen?

danke im voraus und viel "erfolg" beim akklimatisieren 😉

anette
382 Beiträge · seit 200603. Juli 2007 · #8
find ich toll, dass ihr Euch da so viel Mühe gemacht habt!

Bin schon neugierig was Ihr zu Bushveld in Outjo sagt! uns hats dort super gut gefallen 🙂
http://meine.flugstatistik.de/BaliHai
Themenstarter32 Beiträge · seit 200703. Juli 2007 · #9
Die 2-4-2 Konfiguration ist optimal, v.a. wenn man zu zweit fliegt und die zwei nebeneinander liegenden Plätze kriegt. Die Beinfreiheit auf den "normalen" EC-Plätzen unterscheidet sich nicht von anderen Airlines, die ähnliche Strecken bedienen.
Der Airbus, der die Strecke FRA-WDH fliegt, ist zugegebenermaßen schon in die Jahre gekommen (ich denke es ist eine Ex-Lufthansa-Maschine, was die zahlreichen Lufthansa-Embleme im Innenraum verraten) - was mein Sicherheitsempfinden allerdings nicht beeinträchtigt hat; es ist mehr der Komfort, der z.B. durch die durchgesessenen Sitze etwas leidet.
Der Service war "Licht und Schatten". Beim Hinflug sehr ausbaufähig, beim Rückflug ganz ordentlich. Wer allerdings glaubt, ständig mit Getränken versorgt zu werden, der irrt. Man muss seinen Allerwertesten schon bemühen, damit man außerhalb der Standard-Getränkebedienung was zum Trinken bekommt. Das habe ich bei anderen Airlines schon anders gesehen, wo z.B. in der Nacht eine Stewardess ständig mit Wasser durch die Gänge läuft und die Gäste mit Wasser versorgt. Insgesamt bin ich aber der Meinung, dass man gut mit der Air Namibia fliegen kann.

Markus
935 Beiträge · seit 200603. Juli 2007 · #10
Hallo voortrekker,
alle Achtung - da steckt viel Arbeit drin.
Ich bin gespannt, was noch so alles kommt.

Ich hoffe, ihr habt vor lauter Aufzeichnungen auch noch etwas vom Land gesehen ;)<br><br>Post geändert von: rebecca, am: 03/07/2007 14:46
208 Beiträge · seit 200703. Juli 2007 · #11
Hallo Markus & Daniela

cool das sich jemand die Mühe macht nach seinen Ferien, dies alles ausführlich hier im Forum zu berichten. Bin schon gespannt auf die weiteren Eindrücke;)

Gruss Flipper
15 x Namibia / 3 x Südafrika / 2 x Botswana / 2 x Zimbabwe
Themenstarter32 Beiträge · seit 200703. Juli 2007 · #12
2. Bewertung:
Kalahari Anib Lodge (ca. 30 km östlich von Mariental)


Unsere Tour setzt sich via dem B1-Highway fort. Wir fahren über Rehoboth und Kalkrand in Richtung Mariental. Der Ort Rehoboth lädt aus unserer Sicht nicht zum Verweilen ein. Wir können der Verlockung der ersten richtigen Tierbeobachtungen nicht widerstehen und fahren von der B1 ab zum Hardap Dam. Hinweis: Insbesondere auf den Straßen, wo 120 km/h erlaubt sind, wird das Tempo von vielen Einheimischen und Südafrikanern gern deutlich überschritten. Vorsicht beim Überholen bzw. beim Überholtwerden - die Straßen sind nicht sehr breit und schnell ist man von der Straße abgekommen; was nicht selten zum Überschlag führt. Wir haben leider beim Fahren etliche Vögel "überholt", d.h. die Vögel sind auf unserem Kühlergrill gelandet. Das kann beim schnellen Fahren aber nicht vermieden werden. Bitte nicht jedem kleinen Vogel ausweichen. Das ist zu gefährlich! Bis zur Größe einer Ente wirkt sich das Überfahren auch nicht auf den Aggregatszustand der Stoßstange bzw. der Karosserie aus (aus eigener Erfahrung). 😉

Zurück zum Hardap Dam: Wir waren an dem Tag die einzigen Besucher in der Recreation Area. Das sagt einiges aus. Den Besuch kann man sich nämlich eigentlich schenken. Der Eintritt kostet pro Erw. 40 $ und pro Kfz 10$. Es gibt als Highlights den Damm, die Stauung sowie eine Art Wildpark zu sehen. Viele Namibier verbringen hier wohl die Wochenenden am Damm. Wir konnten die Begeisterung nicht ganz teilen. Wir haben eine Tour mit dem Pkw durch den Park gemacht. Die Straßen sind teilweise in einem ganz miserablen Zustand und mit einem normalen Pkw nur schwer machbar. Gesehen haben wir ein Steenböckchen, ein paar Springböcke und ein Warzenschwein; sowie in der Entfernung ein paar Pelikane.

Anschließend fuhren wir über Mariental (dort gibt es einen "größeren" Sparmarkt, der einzige richtige Supermarkt im Radius von hunderten km, wie sich herausstellen sollte) zur Kalahari Anib Lodge.

Die Anib Lodge liegt mitten in den roten Kalahari-Dünen und bietet sowohl rund 30 Zimmer als auch einige Campingplätze an. Die Übernachtungshäuser sind als Doppelhäuser konstruiert und bieten als Komfort Dusche/WC sowie eine Klimaanlage an. Kein Grill und keinen Kühlschrank (es soll wie fast überall in der Lodge konsumiert werden). Weiterhin gibt es einen Pool mit sensationellem Weitblick und eine gemütliche "Safari"-Bar mit Kaminfeuer. Vom Personal wird überwiegend deutsch gesprochen. Lt. einer Mitarbeiterin sind ca.90% der Gäste Deutsche - u.a. auch viele Gruppenreisende (etwas nervig auf Dauer). Das Abendessen kann dazugebucht werden (120 $). Weiterhin werden Ausfahrten im Geländewagen (je 125$) angeboten - von denen wir keinen Gebrauch gemacht werden - und man kann auf drei Wanderwegen (Zebra, Gnu, Oryx) die Umgebung auf eigene Faust erkunden.

POSITIV:
+ sehr gutes Abendessen als 3-Gänge-Menü (vielleicht das Beste auf der ganzen Rundreise) mit verschiedenem Game-Wild.
+ Zimmer sauber und geräumig
+ Eindruck/Ambiente der gesamten Anlage sehr erfreulich, aufwendige Bauweise
+ Wandertrails zum Selbst-Wandern (der lange Wanderweg ist zu empfehlen)
+ persönlicher Service
+ Freundlichkeit des Personals

NEGATIV:
- Baulärm (es wird auch hier modernisiert, Baubeginn sehr früh morgens!)
- viele Gruppenreisende!!
- Ausfahrten mit Geländefahrzeug wohl nicht unbedingt sehenswert

UNSER EINDRUCK: Eine empfehlenswerte Unterkunft der mittleren Preiskategorie. Die renovierten Zimmer sind gelungen. Man darf sich von Gruppenreisenden hier nicht abschrecken lassen.

UNSERE BEWERTUNG: 8 Punkte
Themenstarter32 Beiträge · seit 200703. Juli 2007 · #13
Gerne würden wir hier und da noch einige Bilder beisteuern, wenn mir jemand sagen kann, wie ich ein Bild in der Posting einfügen kann... 😎
1'335 Beiträge · seit 200603. Juli 2007 · #14
Du kannst ein kleines Bild einfügen, wenn Du an der Stelle, wo Du es hinhaben möchtest folgendes einfügst:
[img]
Dieser Schriftsatz wird schlüsselfertig geliefert, sieht man unter dem Kästchen, in das man seinen Beitrag schreibt.
Das Feld davor ist mit dem Befehl „Durchsuchen“ gekennzeichnet, hier kannst Du auf Deinem eigenen PC ein Bild suchen. Dieses Bild wird dann an der Stelle eingefügt, wo Du das [img] gesetzt hast.
Doch beachte:
Dieses Bild darf nicht größer als 80 KB sein und 600 x 600 Pixel nicht überschreiten! Das ist wichtig!

Es gibt noch eine weitere Möglichkeit ein Bild in Deinen Beitrag einzufügen. Bei diesem Verfahren kann es sogar größer als 80 KB sein und darf eine höhere Auflösung haben:
Du kannst Dein Bild in die Galerie einstellen und es von dort aus in Deinen Beitrag einfügen! Unter jedem Deiner Bilder in der Galerie findest Du (wenn Du das Bild anklickst) eine Nummer in eckigen Klammern (z.B. [ bild:999999999] ). Kopiere diese Nummer und füge sie so, wie sie ist, in Deinen Beitrag ein. In dem eingetragenen Beitrag erscheint dann eine verkleinerte Ausgabe des Bildes mit dem Hinweis darunter: Bild anklicken zum vergrössern.
Klickt man darauf erscheint das Bild in ursprünglicher Größe.

Viel Erfolg!!
Grüßchen
Cora<br><br>Post geändert von: Parnassia, am: 03/07/2007 19:26
0
36 Beiträge · seit 200703. Juli 2007 · #15
Hallo voortrekker,

kann deine Bewertung der Anib Lodge vollauf bestätigen. Wir
waren 2006 an unserem ersten Abend in Namibia zu Gast in der
Lodge.
Leider war zeitgleich eine kompette Reisegruppe vor Ort. Der
Gamedrive wurde mit 3 Fahrzeugen a 8 Personen durchgeführt.

Und wir hatten Glück überhaupt noch teilnehmen zu können.

Für den ersten Gamedrive "meines Lebens" war es ok, aber
wenn man später auch andere, individuellere mitgemacht hat, dann
relativiert sich diese Einschätzung.

Bin gespannt auf deine nächsten Berichte.
Gruß
TT
730 Beiträge · seit 200603. Juli 2007 · #16
Hallo Markus & Daniela,

ich bin schon sehr gespannt, wie es weiter geht.
Vielen Dank für die ausführlichen Informationen. Eine tolle Sache.

Schöne Grüße
Ina
Unsere Website - Reisen ins südliche Afrika: www.inado.de => SCHWERPUNKT KGALAGADI
Gast03. Juli 2007 · #17
tombaer schrieb:
Hallo voortrekker,

kann deine Bewertung der Anib Lodge vollauf bestätigen. Wir
waren 2006 an unserem ersten Abend in Namibia zu Gast in der
Lodge.
Leider war zeitgleich eine kompette Reisegruppe vor Ort. Der
Gamedrive wurde mit 3 Fahrzeugen a 8 Personen durchgeführt.

Und wir hatten Glück überhaupt noch teilnehmen zu können.

Für den ersten Gamedrive "meines Lebens" war es ok, aber
wenn man später auch andere, individuellere mitgemacht hat, dann
relativiert sich diese Einschätzung.

Bin gespannt auf deine nächsten Berichte.
Gruß
TT
wenn wert insbesondere auf fotografie gelegt wird sollte möglichst schon bei der buchung angefragt werden, ob jeder teilnehmer einen sog. "window seat" garantiert bekommt.
zu dritt in einer reihe, fotoequipment auf dem schoss und immer wieder "anrempeln" des mitfahrers ist extrem unangenehm. abgesehen von der tatsache, dass sich so meist immer eine person in der "schusslinie" befindet.
eventuell den dritten platz zusätzlich buchen (meist so um die 150 bis 250 NAM$ pro platz/tag = für 2 gamedrives) um bewegungsfreiheit gewährleistet zu bekommen!

grüessle
anette
36 Beiträge · seit 200703. Juli 2007 · #18
Hallo Anette,

wie gesagt, wir haben nicht vorbestellt und waren froh, überhaupt
noch mit dabei zu sein. Und Leerplätze zu reservieren, so dass andere keinen Platz bekommen, ist auch nicht nett.

Aber die Fahrt an sich war nicht schlecht, nur der sundowner mit 24 Gästen hat halt etwas von Massenabfertigung.

Wir haben eine Woche später auf der Schönfeld-Farm einen Gamedrive mit Sundowner nur zu zweit und dem Sohn des Hauses erlebt. Einsame spitze!

Gruß
TT
Themenstarter32 Beiträge · seit 200704. Juli 2007 · #19
Es geht weiter:

3. Bewertung:
Betesda Camp (ca. 40 km von Sesriem entfernt)


Wir fahren in Richtung Mariental und Maltahöhe auf der C19 in Richtung Sesriem. Ab Maltahöhe wird die Teerstraße zur Schotterpiste. Anfänglich noch ganz passabler Zustand - was auch gut zum Eingewöhnen ist - später wirds etwas schlechter. Von einem Besuch des Schloss Duwisib (wird z.B. bei Iwanowski als Besuchstipp genannt) sehen wir ab. Nach Information einiger Einheimischer soll das Schloss schon bessere Tage gesehen haben - und der "Umweg" schreckt uns auch etwas ab. Nach Maltahöhe fahren wir über die C14 in Richtung Solitaire. Absolute Vorsicht gilt beim Tanken!! Die C14 bietet vor Solitaire keinen Tankstopp mehr an. Iwanowski druckt zwar bei Büllsport eine Tankstelle ab - diese gibt es in der Form aber nicht! Die einzige Tankmöglichkeit dieser Ecke bietet sich in Sesriem/ Eingang Sossusvlei. Also in Maltahöhe oder Mariental Tank befüllen, ist wichtig! Auf Höhe Büllsport biegen wir in die Schotterpad D854 ein. Der Zustand war für einen Normal-PKW hier stellenweise mehr als grenzwertig. Viele Flussbetten und viele Steinhaufen stellen gewisse fahrerische Anforderungen. Auf halber Strecke passierts dann: wir haben einen Reifenplatzer (hinten rechts). Einen großen Stein nicht richtig gesehen und schon ist die Seitenwand des Reifens ca. 5 cm aufgeschlitzt. Dieser Reifen ist nicht mehr zu retten. Wir wechseln das Rad und fahren vorsichtig weiter zum Betesda Camp. Dort sind wir 2 Tage lang die einzigen Gäste. Was aber nicht weiter schlimm ist, denn man ist auch für 2 Personen sehr bemüht. Der nette Mann an der Reception (William) hilft uns bei der Reifenpanne gern weiter und telefoniert mit dem einzigen Reifenhändler im Umfeld. Dieser hat nur einen gebrauchten Reifen in unserer Größe da. Egal, besser als nix! Wir fahren 30 km zurück und lernen eine namibische Reifenwerkstatt kennen. Da der Second hand-Reifen auch ein Loch hat, wird kurzerhand ein Schlauch eingesetzt. Somit kann im Notfall wenigstens eine kurze Strecke gefahren werden. Ganz kosher ist uns das aber nicht und wir beschließen in Swakopmund die AVIS-Station anzufahren.
Zum Betesda Camp: Dieses liegt ca. 40 km vom Gate Sesriem entfernt, direkt an der D854. Es gibt schätzungsweise ca. 15 Wohneinheiten in Form kleiner Reihenhäuschen. Die Zimmer sind zweckmäßig eingerichtet und sauber. Wasser kommt über Solarheizung- man also morgens nur kalt duschen. Es gibt keine zusätzliche Heizung fürs Zimmer. Ein Balkon mit Tisch und Stühlen steht zur Verfügung. Keine Grillstelle. Hinter den Häuschen befindet sich eine Art Koppel - hier "wohnen" ein Springbok (mit abgeknicktem Horn) und ein Oryx - beide sehr zutraulich. Sie wollen fotografiert und gefüttert werden (am liebsten Mistelzweige)- Weiterhin gibt es Campingplätze sowie hinter dem Hauptgebäude einen Swimmingpool. Man kann das Abendessen buchen (kostet ca. 120 N$) und ist in Buffetform. Einer der wenigen Minuspunkte des Camps: Die Küche kocht zwar für zwei, gibt sich dabei aber nicht sonderlich viel Mühe. Wir haben anderswo besser gegessen. Als zusätzliche Betätigung stehen 6 Yamaha-Quads zur Verfügung. Für 200 N$ kann eine 2-std. Tour gebucht werden. Wir haben mit Albert eine Sundowner-Tour gemacht: sehr lohnenswert!! Wanderungen bieten sich hier nicht wirklich an.

POSITIV:
+ Das Betesda Camp punktet v.a. mit seinem Personal: William und Albert sowie die Besitzer sind sehr hilfsbereit und freundlich
+ Service stimmt (auch wenn nur 2 Gäste da sind)
+ Quad-Biking-Touren
+ persönliche Atmosphäre

NEGATIV:
- Abendessen sowie Frühstück keine Gourmetküche, aber o.k.
- keine Heizung (im Winter schlecht, im Sommer kein Problem)
- Lage etwas abgelegen (was aber nicht unbedingt ein Nachteil sein muss), Erreichbarkeit über schlechte Schotterpad (unbedingt langsam fahren!)

UNSER EINDRUCK: Eine nette "Lodge", die durch ihr Personal für viele Sympathiepunkte sorgt, insgesamt mit der Ausstattung und dem mäßigen Essen aber dem Mittelfeld zuzuordnen ist. Preis-/ Leistung passt aber in jedem Fall. Lt. Aussage der Mitarbeiter ist das Betesda Camp nun bis Oktober so gut wie ausgebucht.

UNSERE BEWERTUNG: 7 Punkte;)<br><br>Post geändert von: voortrekker, am: 04/07/2007 18:42
Themenstarter32 Beiträge · seit 200705. Juli 2007 · #20
Die nächste Station folgt...