Camping Botswana Oktober

34 Antworten · 9'520 Aufrufe · gestartet 05. Juni 2007 von corin
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Themenstarter26 Beiträge · seit 200605. Juni 2007 · #1
Hallo zusammen

glücklicherweise habe ich eine Bestätigung für unsere Campingplätze in
Botswana bekommen, allerdings entsprechen diese nicht unserer geplanten Route...

3+4.10. Xakanaxa (war auch so geplant)
5.10. Third Bridge (hier war North Gate geplant)
6.10. Linyanti (eigentlich 6.+7.10 Savuti gewünscht)

Macht Third Bridge denn Sinn nach 2 Tagen Xakanaxa, da sie doch sehr
nah beieinander liegen??

Ist die Strecke Third Bridge - Linyanti nicht zu weit für eine Tagesetappe???
Ist Linyanti überhaupt offen??

Kann man vor Ort spontan verlängern oder muss man den Park sofort
verlassen wenn man keinen Unterkunftsnachweis mehr hat?
Wie hoch liegen wohl die Chancen spontan noch für die letzten
2 Nächte in Savuti ein Plätzchen für uns zu bekommen??

Würde mich sehr über Eure Hilfe freuen!!! 🙂
Gruß, Corin
265 Beiträge · seit 200706. Juni 2007 · #2
Hallo Corin,
ich kenne leider eure Reiseroute und Gesamt-Reisezeit nicht.
Wir hatten im Moremi sogar je drei Übernachtungen im Xakanaxa und Third Bridge-Camp - da jeweils unterschiedliche Pirschfahrten möglich sind. Das Moremi Wildlife Reserve gehört zu den schönsten Wildreservaten Afrikas - wir hatten dort sehr, sehr viele Tiere gesehen und lange beobachtet. Das Third Bridge Camp liegt unter grossen schattigen Bäumen - dort steppt nicht der Bär... sondern die Affen.

Es ist schon etwas zeitlich knapp von Moremi bis Linyanti - ihr müßtet halt sehr früh starten. Ihr könntet zudem in Savuti fragen, ob ihr dort eine Nacht bleiben dürft. Die Strecke selbst müßte im Oktober noch offen sein - würdet ihr aber dann vor Ort erfahren.
Spontane Verlängerungen sind abhängig von der aktuellen Belegung und von der "Tagesform" des Rangers.

Weiterhin viel Freude bei den Reisevorbereitungen,
mit Grüssen vom Bodensee
Dieter
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1'450 Beiträge · seit 200606. Juni 2007 · #3
Hallo Corin,
wir waren jetzt zweimal im Moremmi und haben jedesmal die Erfahrung gemacht, dass es nur drauf ankommt, reinzukommen. Wenn man mal im Park ist, kümmert sich niemand, in welchem Camp man übernachtet und wie lange man bleibt. Nur bei der Ausfahrt muss mal halt die überzähligen Tage nachzahlen.
Das hat natürlich auch den Nachteil, dass die bestätigten Stellplätze bei der Ankunft jedesmal schon besetzt waren (von Südafrikaner). Man stellt sich dann halt auf irgendeinen anderen freien Platz.

Jetzt werden bestimmt wieder Antworten kommen wie "wenn das jeder so machen würde" etc. Aber was soll man denn machen? Ich finde, das ist eben Afrika.
Gruss Beate
2'779 Beiträge · seit 200706. Juni 2007 · #4
@ Beate du kannst dies natürlich weiterhin so machen. Aber ich finde es nicht eine gute Idee diese Art von camp squatting anderen Reisenden zu empfehlen. Die korrekte Art heisst: buchen und sich mit einer bestätigten Reservation in die Nationalparks begeben und sich auf den gebuchten Stellplätzen niederlassen, ausser es treten Verhinderungen und Pannen ein, welche das Erreichen des gebuchten Stellplatzes verhindern.

@Corin Die Strecke von Third Bridge nach Linyanti haben wir gut in einem Tag geschafft, wohlwissend dass wir die Zeit nicht allzu sehr verplämpern durften mit Fotografieren. Die DWNP Resa Angestellten bieten keine campsites an, welche nicht in normalen Tagesetappen zu erreichen sind.

Die sandridges (Sandgürtel/hügel) nach Linyanti sind zum Teil recht tiefsandig aber mit einem 4x4 in 4L gut befahrbar. Druck ablassen auf 1.6bar und in 4L immer im 2. Gang nicht im 1. Gang anfahren. Check in für Linyanti geschieht im Parkoffice in Savuti. Sollte kurzfristig etwas geändert haben betr. Zufahrt und Linyanti selber, so sind die Rangers diesbez. behilflich. Beide Orte Savuti und Linyanti haben ihren eigenen Reiz, ich persönlich ziehe die Abgeschiedenheit von Linyanti vor. Ich wünsche Euch eine gute Reise.
Gruss Leona
Themenstarter26 Beiträge · seit 200606. Juni 2007 · #5
vielen dank für eure antworten!!!!

hm, mal sehen was wir daraus machen werden...

vielleicht starte ich nochmal eine anfrage bei der vergabestelle,
wobei ich da wenig hoffnung habe...

schließlich will ich ja niemandem den stellplatz wegnehmen und
bei der großen nachfrage dieses jahr wird es wohl schwierig noch
einen freien platz zu bekommen....

kriegt man denn keinen ärger bei der ausfahrt, wenn die feststellen,
dass man länger als erlaubt im park war??

grüßli,
corin
1'450 Beiträge · seit 200607. Juni 2007 · #6
@ La Leona:
Ich wusste, dass eine solcheAntwort kommen musste. Nur: was machst Du, wenn Du am späten Nachmittag an deinem Stellplatz ankommst und dort eine Familie bereits beim grillen vorfindest, die Dir erklären, sie würden den Platz nicht freigeben, weil der von ihnen gebuchte Platz auch schon besetzt war!
Wir mussten feststellen, dass dies anscheinend üblich und völlig normal ist, denn es passierte uns in jedem Camp. Da nutzt es dann nicht, wenn wir die Moral hochhalten. Man muss sich eben irgendwie arrangieren.
Das heisst natürlcih nicht, dass wir uns dann auf irgendeinen leeren Platz gestellt haben, es gibt aber jede Menge nicht gekennzeichnete Plätze, die demgemäss auch nicht gebucht sein können und da steht man ja auch ganz gut.

Gruss Beate
406 Beiträge · seit 200607. Juni 2007 · #7
hallo la leona !!!!
ich finde es auch nicht richtig, wenn man sich auf einen reservierten platz stellt.
aber es gibt in jeden camp reserveplätze die von den rangern zugewiesen werden.
sollte man sich nur auf die reservierungsbestätigung verlassen und darauf warten, könnte die hälfte der nam u. bot urlauber in keinen park fahren.
man könnte dann ja eine tombola veranstalten
😗 🤨
2'779 Beiträge · seit 200707. Juni 2007 · #8
@ Beate: es tut mir leid dass du so schlechte Erfahrungen mit südafrikanischen Familien in Moremi gemacht hast. In deinem Falle war es eine Art Domino wo schlussendlich jeder woanders gelandet ist, weil wahrscheinlich einer am Anfang sich wo hingepflanzt hat wo er nicht sollte und somit zig andere Camper in Leidenschaft zog. Bei 10 Stellplätzen und ausgebuchten Daten kann das dann schon chaotisch werden.
Generell würde ich sagen dass die Südafrikaner sehr ordnungsliebend sind und sich darum bemühen rechtzeitig ihre Reisen zu planen und alles tip top zu reservieren. Es ist auch klar dass von 1000 sÜdafrikanischen Besuchern ein gewisser Prozentsatz nicht diesem Bild entspricht und sich in den Parks, auf den Strassen und in ihren 4x4's daneben benimmt. Doch das ist keine Entschuldigung. Als Besucher versuche ich so korrekt wie möglich meine Reise zu buchen, vorallem in denjenigen Parks wo es schwierig ist am Gate die campsites zu buchen. Botswana hat ein schwerfälliges aber funktionierendes Reservierungssystem und verlangt bestätigte Reservationen als Beleg für die Erlaubnis zur Einreise, wobei es nicht in jedem Park genau gleich ist. Es wurde hier im Forum bereits berichtet dass Reisenden ohne jegliche Reservation der Eintritt in den Moremi Park verweigert wurde.

@karl ich kann deine Aussage verstehen aber trotzdem finde ich dass wir uns dem System unterordnen müssen auch wenn es Fehler aufweist wie zum Beispiel Blockbuchungen von Agenturen die Stellplätze für overland safaris buchen und die Reservation für zwei Personen pro Platz bezahlen, sie aber oft nicht benützen. Dann bleiben die PLätze leer und die Parkbehörde scheint nicht sehr erpircht zu sein das System zu verbessern, um die zwar gebuchten und bezahlten aber schlussendlich leeren Plätze an standby Reisende weiterzugeben. Ich jedenfalls kann es nicht verstehen dass soviele PLätze leer bleiben. Aber deswegen reise ich nicht einfach drauflos und bleib in einem Park drin solange wie ich will und zahle dann beim Ausgang die Anzahl Extra Tage. Das führt zu Chaos wenn alle dies machen würden. Aber es bleibt wirklich jedem selbst überlassen. Dem Erstbesucher würde ich unbedingt anraten alles by the book zu machen das ist eine grosse Beruhigung, weniger Stress etc. und man kann sich auf alles andere konzentrieren.
Gruss Leona
2'779 Beiträge · seit 200707. Juni 2007 · #9
und hier noch ein PMS welches ich soeben erhalten habe:

Hallo Eliane,
vielen Dank für einen Beitrag.
Ich finde es respektlos gegenüber den Leuten die ihren Campingplatz rechtzeitig gebucht haben sich einfach ohne Reservierung auf einen Platz zu stellen. Auch glaube ich das diese Ruhe und einmaligkeit der Wildniss mit der steigenden Zahl der Wildcamper gestört wird. Am Anfang sind es nur wenige Wildcamper aber durch diese ständigen Emfehlungen sich so zu verhalten wird es ständig schlimmer.
Eigentlich zerstören diese Leute den Zauber eines ruhigen Camps im afrikanischen Buschs.
Sehr schade das die botswanischen Behörden dagegen nicht strenger vorgehen.
Leider traue ich mich nicht wirklich dies auch im Forum zu äußern.
Deshalb nochmals meinen Dank für deinen Beitrag und es sind sehr viele die so denken wie du.
Danke
Gruss Leona
387 Beiträge · seit 200608. Juni 2007 · #10
Hallo Corin,

sowohl die Übernachtungen in Xaxanka wie auch in 3rd Bridge machen Sinn da es bei beiden sehr viel zu sehen gibt. Allerdings ist die Reihenfolge nicht optimal. Eine Anfahrt von 3rd Bridge nach Linyanthi ist der pure Stress und man fährt an wirklichen ( ~100 ) Paradiesen einfach vorbei. Dombo und Kwai River um nur die wichtigsten zu nennen. Die Fahrt von Savuti nach Linyanthi über die kurze Strecke ( geht nur mit Defender und Land Cruiser wegen Bodenfreiheit) dauert ca. 3 Stunden.

Am Savuti gibt es mehrere Reserveplätze für Durchfahrende die zu einer hohen Wahrscheinlichkeit verfügbar sind. Auch mögen es die Ranger nicht sehr gerne wenn man nach Linyanthi will und empfehlen einem doch lieber im Savuti zu bleiben. Also mein Rat wäre lieber spät im Savuti auflaufen und dort zu bleiben als sich auf der Strecke abzuhetzen. Oder versuche die 3rd Bridge Nacht in Savute umzutauschen. Das macht mehr Sinn. Linyanthi ist auf jeden Fall suuuuuper.

Was das irgendwo hinstellen betrifft so finde ich das absolut ätzend und meine Tolleranz sinkt von Jahr zu Jahr. Es kann doch nicht wirklich angehen, dass sich die meisten Menschen rechtzeitig um ihre Tourplanung kümmern und sich an das was sie an Campsites bekommen haben halten. Während andere sich an nichts halten wollen. Die strickte Limitierung macht schließlich den Reiz der botswanischen Parks aus, wenn hier jeder macht was er will führt das zu Überfüllung und zu einer schlechten Stimmung. Im Übrigen möchte ich zu bedenken geben, dass Touroperator hier nicht mit sich spaßen lassen.

Ansonsten wünsche ich einen Super Urlaub

Gruß Joachim
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27 Beiträge · seit 200609. Juni 2007 · #11
Buchungsfrust zum Thema "Die korrekte Art heisst: buchen und sich mit einer bestätigten Reservation in die Nationalparks begeben".

Einiges wurde schon zum Thema buchen ja/nein geschrieben und was tun, wenn keine Reservierung vorliegt. Ich würde jedoch gerne von euch lesen wie ihr denn überhaupt zum Reservation Office durchkommt. Wenn ich lese, dass ihr keine Reservierung erhalten habt; liegt es am negativen Bescheid oder weil ihr nicht durchkamt?

Wir versuchen nun seit zwei Wochen per Fax sowohl beim Reservation Office in Maun wie auch in Gaborone durchzukommen. Mittlerweile haben wir es nach Gaborone geschafft und in Tagesfrist per E-Mail die Bestätigung inkl. Formular „CREDIT CARD AUTHORIZATION“ erhalten. Nach weiteren etlichen Faxübermittlungsversuchen kriegten wir dann auch noch dieses Formular endlich durch.
Ähnlich erging es uns mit den Versuchen telefonisch Kontakt zu bekommen. Als es endlich mal klappte, hatte ich eine sehr freundliche Dame am Draht die mit bestätigte, dass ich das Formular per E-Mail senden kann. Ich würde auch gleich Antwort erhalten. Auf diese warten wir jedoch immer noch.

Das ganze Procedere nach Maun für Chobe und Moremi ist bis heute noch total erfolglos.

Wie sind eure Erfahrungen? Ist es nur eine Frage der Geduld und unzähligen Versuchen oder gibt’s noch einen anderen Weg?

Grüsse
ThoRay

P.S. Unsere Buchungsanfragen vor einem Jahr (Station Gaborone) hatten wir problemlos auf dieselbe Art (alles per Fax) in einer Woche durch.
164 Beiträge · seit 200711. Juni 2007 · #12
@ThoRay
Also ich habe die gleichen Erfahrungen gemacht. Allerdings ging mein Fax nach Gaborone problemlos und auch die Antwort kam innerhalb eines Tages. Die Kreditkartendetails habe ich per Fax und E-Mail gesandt und warte nun ab, ob der Betrag abgebucht wird. Nach Maun habe ich auch zwei Wochen vergeblich versucht, ein Fax zu senden. Das klang immer als wenn es Probleme mit der Leitung gab. Dann hatte ich endlich Glück und auch hier kam innerhalb eines Tages die Antwort. Dann habe ich allerdings wieder fast zwei Wochen gebraucht, um das Fax mit den Kreditkartendetails los zu werden. Jetzt hoffe ich, dass ich dann vor unserem Urlaub im November noch eine schriftliche Bestätigung erhalte.
Viele Grüße
Silke
Themenstarter26 Beiträge · seit 200611. Juni 2007 · #13
ich sehe es auch so, dass man sich nicht einfach auf einen
stellplatz einnisten darf ohne vorausbuchung!!!
wenn das jeder machen würde gäbe es bald das totale chaos!!

ich habe jetzt nochmal per fax versucht eine nacht in savuti zu bekommen,
mal sehen wie lange es diesmal dauert bis ich antwort erhalte....
bei der letzten anfrage hat es auch ewig gedauert und letztendlich
haben wir ja auch nicht die gewünschte route bekommen.

aber ich bin froh nach diesem ewigen hin und her überhaupt ein paar buchungsbestätigungen bekommen zu haben, auch wenn die route jetzt
etwas umständlich und anstrengend ist, besser als nix. habe halt keine andere wahl und freue mich einfach auf die parks und hoffe noch die eine fehlende nacht in savuti zu bekommen.....wenn nicht, haben wir halt pech gehabt...jedenfalls werden wir uns bestimmt nicht einfach so auf einen platz stellen!!!

danke für die rege diskussion zu dem thema!!!
hat mir sehr weitergeholfen bei der meinungsbildung!
571 Beiträge · seit 200611. Juni 2007 · #14
Corin hat das Thema als Fragende zwar geschlossen, aber ich finde, Beate sollte mit Ihren Aussagen nicht ganz allein gelassen werden. Ich habe mich auch in diversen threads in diesem und im alten Forum über das wilde Besetzen von Plätzen aufgeregt. War selber bislang in drei Fällen Leidtragender, jedes Mal Südafrikaner, 1 x sogar ein Operator mit älterer Kundschaft. Soviel zum Benimm. Aber es geht gar nicht um die Nationalitäten, die "schwarzen Schafe" gibts sicher unter allen Besuchern. Tatsache ist, daß wie in anderen Regionen der Welt, wo sich immer mehr Touris knappe Naturressourcen teilen, solche Entwicklungen gibt.Abhilfe werden vielleicht strengere Regeln undKontrollen, höhere Preise usw. bringen, vielleicht... Bis dahin finde ich Beates Haltung völlig ok: man hat keine Lust zu streiten - und oft auch keine Chance. Also stellt man sich auf eine halbwegs freie Fläche, natürlich nicht auf einen numerierten Platz, zumindest nicht solange es hell ist. Ohne Buchung einfach reinfahren und hinstellen, ist was anderes, aber mit ! einer Buchung werde ich mir kein schlechtes Gewissen machen, wenn es so kommt.Am North Gate und in Savuti fragt man natürlich die Ranger, das klappt dann auch, 3rd Bridge und Xakanaxa gibts eben keine, Linyanti je nachdem.

Ach ja, Zufahrt Savuti - Linyanti hat bis 8/2006 auch mit einem Hilux, Nissan und Pajero funktioniert. Das mag sich natürlich gravierend geändert haben.

Gruß
Steinbeisser
27 Beiträge · seit 200612. Juni 2007 · #15
@Silke
Danke für deine Anmerkung. Nachdem ich nun heute per Fax durchkam, erhielt ich auch sofort die provisorische Bestätigung plus Kreditkarten-Autorisierungsformular.
Mein Fazit: unermüdliches Probieren; irgendwann klappt es 🙂 .

Grüsse
ThoRay
573 Beiträge · seit 200712. Juni 2007 · #16
Ich bin da immer ein wenig gespalten in meinem Denken. Einerseits möchte ich, wenn ich einen Park anfahre, auch reingelassen werden und möglichst auch drin übernachten. Auf der anderen Seite zerstört die Reservierung von Deutschland aus und das auch noch Monate vor Reiseantritt, jede Spontanität während der Tour. Und genau diese Spontanität hätte ich gern im Urlaub. Denn gerade im Urlaub möchte ich ganz ungern nach Terminkalender leben.
Viele Grüße, Kanzler
164 Beiträge · seit 200712. Juni 2007 · #17
@Kanzler
Da hast Du sicher recht. Spontan sein ist schön, aber dafür kann man auch mal eine Reservierung sausen lassen und evtl. doch noch umdisponieren, da zumindest die Zeltplätze ja nicht so teuer sind. Ich gehe da lieber auf Nummer sicher, da es für uns dieses Jahr das erste Mal Botswana sein wird und ich auch lieber in die Parks fahren möchte, als am Tor abgewiesen zu werden. Es soll ja dieses Jahr sehr viele Reservierungen geben. Aber das kann ja auch jeder selbst entscheiden, wie er es gerne hätte.
Viele Grüße und gutes Gelingen!
573 Beiträge · seit 200712. Juni 2007 · #18
@Francismaus
Grundsätzlich ist das richtig. Aber da kommt dann wieder die Gespaltenheit. Wenn ich bedenke, dass ein Campsite pro Nacht bei zwei Personen und einem Auto unter fünfzehn Euro kostet, reserviere ich einfach mal fünfzehn Nächte. Das sind dann vielleicht doppelt soviele, wie ich eigentlich benötige. Unter dem Strich kostet das um die zweihundert Euro, und ich habe die größte Flexibilität: innerhalb eines Zeitfensters von zwei Wochen bringe ich meine eine Woche in den Parks unter. Das bedeutet natürlich auch, dass ich die Plätze blockiere, obwohl ich sie nicht nutze und andere, die reservieren möchten, aber etwas später dran sind, bekommen Absagen, weil alles ausgebucht ist. Und das führt dann dazu, dass man abends auf dem Platz ankommt, feststellt, dass die Hälfte der Plätze frei ist und sich fragt: Warum habe ich reserviert? Ist ja nur zur Hälfte belegt! Hier ist guter Rat teuer. Vielleicht sollte eine Grenzzeit eingeführt werden: Eine Buchung, die nicht durch persönliches Erscheinen am Gate bis 14 oder 15 oder 16 Uhr bestätigt ist, verfällt und wird frei für diejenigen, die spontan am Gate nach einer Übernachtung fragen. Aber dann kommt der mit der Reservierung eine halbe Stunde später, weil er eine Panne hatte . . .
Viele Grüße, Kanzler
164 Beiträge · seit 200712. Juni 2007 · #19
@kanzler
Da hast du auch wieder recht. Ich würde meine Reservierungen auch nicht verfallen lassen. Man weiß aber nie, was unterwegs noch so passiert und man vielleicht doch mal eine Nacht umplant. Aber wir sind lieber auf der sicheren Seite. Mal sehen was wir so für Erfahrungen sammeln im November, dann denke ich vielleicht auch anders darüber und wir fahren nächstes Jahr einfach so los.
Viele Grüße
Silke
2'779 Beiträge · seit 200712. Juni 2007 · #20
Der stetige Drang der zivilisierten Gesellschaft zum Individualismus hat auf allen Ebenen unseres Lebens, Seins und Denkens Folgen. Ich ich ich.

Der Individualreisende entscheidet frei und unabhängig unterwegs wohin er will und wie lange er dort bleiben will. Er geht davon aus dass dies sein Recht ist, dass er dies kann und dass er vor Ort die wunderschöne pure wilde Naturwelt Afrikas ganz für sich alleine erleben wird.

Staaten wie Botswana hatten schon vor 20 Jahren das richtige Gespür für diese Art von Reisen und haben uns unbeschreiblich schöne und zum Teil schwer zugängliche Naturschutzgebiete und Nationalparks so erschlossen, dass Individualreisende einander kaum wahrnehmen und sogar perfekt neben den high market 800 euro pro Nacht Lodges Gästen vorbeikommen. Botswana hat beide Márkte zur vollsten Zufriedenheit unter einen Hut gebracht wie sonst kein afrikanisches Land bis anhin.

Das einzige was sie dafür verlangen ist das man seinen Platz im Paradies der camper bucht und ohne Buchung nicht drin bleibt.

Die groben Lücken im Reservations- und Kontrollsystem wurden von den vielen weitgereisten Schlaumeiern schon lange entdeckt. Man kann die Normen umgehen, man kann so ziemlich ein-und ausreisen in die Parks wie man will, denn in 4 von 5 Fällen wird dies unbeobachtet geschehen. Doch irgendwann wird es aus sein mit dem Paradies Botswana und es werden Regeln und Besuchermassen wie im Krüger kommen, aber dann ists zu spät. Jede noch so argumentierte Ausnahme summiert sich zu den anderen Ausnahmen, tausend ICHS, tausend Überschreitungen.
Gruss Leona