HermannThemenstarter1'564 Beiträge · seit 200614. Mai 2007 · #1
Frisch aus Namibia zurück. Es war unsere 2te Reise und wir wünschten uns,Elefanten zu sehen.Dann,im Etoscha-Park,sahen wir sie.Es sollte unsere letzte "Suchfahrt" im Park sein und dann sahen wir auf einer kleine ,schmalen Piste plötzlich 3 graue Riesen zwischen den Bäumen.Die Fotoapparate klickten.Endlich!!Wir können uns kaum trennen und kommen auch nur ca.100m weiter,als uns auf der Piste eine kleine Herde Elefanten entgegen kam.Was tun??Ausweichen ging nicht,also umkehren.Nur,dort standen nun die anderen Riesen auch auf der Piste.Wir waren "eingeschlossen".Ganz langsam fuhr ich auf die Elefanten zu und hatte Glück das,die wohl noch jungen Bullen,von der Piste trotteten. Puh,für uns eine unangenehme Situation. Hatte jemand schon ähnliche Begegnungen?
hermann, schön dass ihr die situation - wenn auch eingeschränkt - genossen habt! als safarienthusiast hat man natürlich dieses begegnungen schon oft gehabt und auch manches mal war einem unwohl. doch als tipp: wenn die mittelalten bullen auch gerne mal trompeten und mit den ohren wackeln ist es doch meist harmlos: mock charge! ernsthaft solltest du abstand halten zu einer gruppe kühe mit Jungen bzw. zu alten bullen, die in der musth sind. ansonsten geniesse die treffen! cheers
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200615. Mai 2007 · #3
Hermann schrieb:
Ganz langsam fuhr ich auf die Elefanten zu und hatte Glück das,die wohl noch jungen Bullen,von der Piste trotteten. Puh,für uns eine unangenehme Situation. Hatte jemand schon ähnliche Begegnungen?
... ja und ich würde nicht mehr auf Elefanten zufahren. Auch nicht langsam ...
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Hallo Ihr, wir reisen im November nach Namibia und unter anderem auch in die Etosha Pfanne. Wir sind First-Timer! Ich habe verstanden, dass man nicht auf Elefanten zufährt und man soll zum Rückzug bereit sein, d.h. Motor immer laufen lassen...so weit so gut... aber wie verhalte ich mich richtig, wenn ich von vorne und hinten eingeschlossen bin. Ich wäre Euch dankbar, wenn Ihr mir ein paar Tipps geben könntet. Gruß sunnysunshine.<br><br>Post geändert von: sunnysunshine, am: 15/05/2007 00:56
HermannThemenstarter1'564 Beiträge · seit 200615. Mai 2007 · #5
Hallo Wolfgang,
was hättest Du denn gemacht??Gewartet und gehofft??
Autoscheibe gegen Elefant 16.03.2007 08:39 Nun sitze ich am Wasserloch Goas. Im Gegensatz zu gestern ist im Moment nichts los. Deshalb habe ich ein wenig Zeit das Blog nachzuführen.
Vorgestern hatte ich einen wunderbaren Tag in der Gegend von Namutoni. Sehr viele Tiere wurden vom satten grün angelockt. Stundenlang konnte ich den Springböcken, Giraffen und sehr vielen Zebras zuschauen. Am Nachmittag wollte ich dann Richtung Andoni fahren, da wir da um diese Jahreszeit gute Löwensichtungen hatten. Ich bin schon um 14.00 losgefahren, damit ich genügen Zeit für die Wasserlöcher und ein paar Loops habe.
Auf dem Weg zum Wasserloch Groot Okevi lagen schon viele Elefantenhaufen, so war ich nicht überrascht am Wasserloch einen Elefanten zu sehen. Leider verschwand der sehr bald. Ich hörte aber linkerhand das typische knacken der Äste wenn Elefanten fressen, so dass ich noch ein kleines Stück Weg um eine Kurve fuhr. Da standen drei Elefanten ca. 30 Meter vor mir auf dem Weg. Offensichtlich haben Sie eine kleine Pfütze genutzt um ein richtiges Schlammloch daraus zu machen. Mit den Füssen wird der Boden gelockert und mit dem Wasser vermischt. Die graue Brühe anschliessend über den Körper gespritzt. Als ich am Fotografieren war (ab und zu habe ich dabei beide Augen geöffnet) sehe ich mit einem Auge im Sucher die Elefanten vor mir und mit dem anderen einen grossen Elefanten im Rückspiegel. Der muss unmittelbar hinter mir sein. So ist es auch. Er verschwindet gleich hinter dem Auto im Busch und beginnt zu fressen. Aber schon erscheinen die nächsten, auch ganz kleine sind mit dabei. Was nun? Vorne stehen Elefanten die sich mit Schlamm vollspritzen, rchts der Busch mit fressenden Elefanten, hinten eine ganze Familie und links auch wieder Busch. Einfach stehenbleiben, warten und geniessen ist sicher das beste. Eine riesige Elefantenkuh die sich mittlerweile auch zum Schlammbad eingefunden hat, kommt plötzlich auf mich zu. Nicht drohend, sondern einfach langsam aber beständig. Offensichtlich will sie an mir vorbei. Auf einem Weg der kaum zum kreuzen von zwei Autos reicht. Je näher Sie kommt umso mulmiger wird mir. Was tun? Irgendwann lasse ich die Scheibe hoch. Ob das was nützt ist sicher fragwürdig... Die Elefantenkuh macht sich immer dünner und geht ganz links am Wegrand, so dass sie mir nicht näher zu kommen braucht als unbedingt nötig. So kommt sie mit knapp einem Meter Abstand an mir vorbei. Sie ist einfach riesig! Natürlich habe ich davon wieder mal keine Fotos. Dabei hätte ich den Elefant so gut mit dem Weitwinkel fotografiern können...
Nachdem die Elefanten davon gezogen waren und sich mein Herz wieder beruhigt hat, fuhr ich weiter Richtung Andoni. Wie schon beim letzten Mal wurde ich nicht entäuscht. Bei der Gabelung zu den Andoni Plains sehe ich schon von weitem zwei Löwen. Das Weibchen und das Männche machen einen ausgepumpten Eindruck. Komisch auch, dass Sie noch in der grellen Sonne daliegen. Minuten später wird alles klar. Die Löwendame steht auf, das Männchen hinterher und nach wenigen Sekunden ist die Paarung vollzogen. Der Mann erhält zum Dank eine Taze ins Gesicht. Das Weibchen dreht und rollt sich am Boden. In schlauen Büchern steht, dass sich die Paarung bei Löwen alle 20 Minuten wiederholt ... es stimmt.
So, nun habe ich schon vieles geschrieben, von den Nashörnern gestern Abend am Halali Wasserloch, dem Sturm der plötzlich beim Etosha-Aussichtspunkt aufgezogen ist und meine Etoshakarte mitgenommen hat oder dem Honigdach der in der Nacht den Kübel geleert hat, erzähle ich vielleicht ein anderes Mal mehr.
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auf Game Drives wo ich noch genügend Zeit bis zum Sonnenuntergang habe, warte ich auch mit abgestelltem Motor, bis die Route frei ist. Wenn ich aber fahren "muss", weil ich eine längere Etappe zurücklegen oder zum Sonnenuntergang aus einem Gebiet verschwunden sein muss, dann ist es am besten, langsam aber bestimmt zu fahren. Wichtig ist, dass man niemals zwischen Jungtiere und Mütter gerät. Gerade die Kleinen machen da aber manchmal Probleme, weil sie teils neugierig um das Auto rumrennen. Im Zweifelsfall anhalten. Wirklich heikle Situationen habe ich bisher nur erlebt, wenn verschiedene Bullen im Must stehen und raufen. Da heisst es unbedingt Abstand halten, weil aus einer Mock Charge gegen einen anderen Bullen schnell eine echte Frustrationscharge gegen ein lästiges, schnarrendes und komisch riechendes Ding mit runden Füssen wird. Zumal dieses Ding erst noch kleiner als der Angreifer ist.
Hallo Hermann, Elefanten sind sensibel. Wäre ich "eingekesselt", hätte es wie Chrigu gemacht. Auf den Eli zufahren wird schnell als Angriff gewertet, wenn der Eli seine Chance wittert, d.h. sich für stärker hält, wird es zumindest einen Scheinangriff starten und danach überlegen, ob er wirklich angreift. Wenn es möglich ist, d.h. nicht eingekesselt, an den Rand fahren, d.h. für den Eli sichtbar Platz machen. Ob man den Motor dann laufen läßt, um sich evtl. rückwärts aus dem Staub zu machen ist eine Frage, die jeder für sich beantworten muss. Sollte dem Eli der freie Platz nicht reichen, wird er warnen, d.h. Ohren wackeln und Rüssel aufstellen. Wenn man dann nochmals ein paar Meter Platz macht ist der Eli meist zufrieden. Normalerweise sind Elefanten friedfertige Tiere, wenn man sie respektiert, einen gewissen Mindestabstand einhält, wenn man auf sie zufährt. Sie steigen nachts auch über einen drüber, wenn man sich mit seiner Schlafrolle auf der "Elefantenautobahn" schlafen gelegt hat. Zu Fuß muss man etwas mehr aufpassen, da man keinen "Panzer" bzw. Knautschzone hat (die tut gleich mächtig weh), da Elefanten SEHR schnell sind, vor allem im Vergleich zu uns Menschen, besonders im Sand und mit Fotoapparat "beschwert". Außerdem ist man WINZIG. LG Jens
Ganz langsam fuhr ich auf die Elefanten zu und hatte Glück das,die wohl noch jungen Bullen,von der Piste trotteten.
Hallo Hermann,
ich würde NIE wieder auf einen Elefanten zufahren. Als ich einmal auf einen Baybyfanten zugerollt bin, kam Papafant aus dem Gebüsch und griff an. Habe zwar nachher gelernt, dass es nur ein Scheinangriff war, fühlte mich aber damals wie in Jurassic Park. Ja, eigene Blödheit 😊
Seitdem bin ich schon öfters in Elefantenherden geraten. Stehend mit abgeschaltetem Motor wurde ich immer ignoriert.
zu dem Thema kann ich auch eine sehr nette Episode beitragen.
Letztes Jahr im Chobe NP trafen wir auf eine größere Herde Elefanten, die links und rechts gleich neben der Fahrspur am Fressen war. Wir hielten erstmal an und wußten auch nicht so recht wie wir uns nun verhalten sollten. Dann kam uns ein Fahrzeug entgegen, die Elefanten schienen sich nicht am geringsten daran zu stören. Also fuhren auch wir langsam weiter und konnten die Herde ohne Probleme passieren.
Sehr weit sind wir allerdings nicht gekommen, da wegen einem breiten Feuergraben der Weg plötzlich zu Ende war. Also gewendet und wieder zurück. Die Elefanten waren immer noch da, und machten auch nicht den Anschein, als ob sie demnächst weiterziehen wollten.
Diesmal stellte sich ein halbwüchsiger Elefant mitten auf den Weg und zeigte Drohgebärden. Wir hielten an und setzten ein paar Meter zurück. Er schien damit zufrieden und setzte seinen Weg - weiterhin mitten auf der Fahrspur gemächlich fort. Wir ließen ihm etwas mehr Abstand und folgten dann langsam nach. Das gefiel ihm gar nicht, und wieder zeigte er Drohgebärden. Wir wieder angehalten und ein paar Meter zurückgesetzt. Nun kam von rechts eine große Elefantenkuh und stellte sich neben den Jungspund. Oh weia, dachten wir, wenn die nun meint den Jungen beschützen zu müssen, kanns heiter werden! Doch hört was geschah. Die große Dame stupste den jüngeren leicht an und lief mit ihm an der Fahrspur entlang. Ganz allmählich drängte sie ihn dabei nach links vom Weg ab. Als der Abstand zum Weg deutlich größer geworden war, fuhren wir langsam weiter. Die Elefantenkuh schaute uns völlig entspannt an, als wir die beiden passierten und auch der halbwüchsige verhielt sich ruhig. Das war unser schönstes, und zugleich auch beeindruckendstes Erlebnis das wir mit Elefanten hatten.
Hallo, könnte es sein, dass Elefanten in unterschiedlichen Gegenden unterschiedlich reagieren? Ich habe beispielsweise die Moremi-Elefanten als recht angriffslustig (auch wenn es wohl nur Drohgebärden waren) erlebt.Ich musste einen großen Umweg fahren, weil eine Herde die Piste besetzt hielt und schon drohte, wenn ich ca 70 m nah dran war - was normalerweise wohl keine gefährliche Nähe ist. Die Campbesitzerin in Maun erzählte mir, dass im Jahr zuvor dort ein britisches Touristenauto zertrampelt worden sei (mit einem Todesopfer). Ganz anders im Chobe NP, wobei ich den vorigen Bericht bestätigen kann. Ich fuhr auf der Hauptpiste von Ihaha Richtung Serondela - und musste anhalten, weil sich viele Elefanten mit größter Gemütlichkeit auf der Piste aufhielten. Ich wartete also und wartete. Da kam mir eine Militärpatrouille entgegen, fuhr ungerührt mitten durch die Herde durch, hielt bei mir an, fragte erstaunt, warum ich hier warte, und als ich auf die Elefanten deutete, bot mir der Fahrer an, mich durchzulotsen. Er wendete und fuhr zurück, ich folgte - kaum eine Reaktion der Elefanten. Einer hob grade mal müde den Rüssel hoch, blieb aber stehen. Ich war verblüfft. Kein Jägerlatein. Haben die Chobe-Elefanten gelernt, dass ein Auto ihnen nichts tut? Aber das müsste in Moremi ja auch so sein. Vielleicht hat ja jemand eine Erklärung dafür. Und in welche Kategorie wollen wir die Etosha-Elefanten einordnen??? Viele Grüße! Wolff-Rüdiger
Also ganz so zahm haben wir nicht alle Elefanten im Chobe empfunden. Waren im Sep. dort und kamen auf dem Weg vom Moremi nach Savuti an einem schattenspendenden Baum vorbei. Dort standen ein paar Elefanten doesend rum und machten einen scheinbar gelassenen Eindruck. Als wir auf deren Hoehe waren und vorbei fuhren, drehte sich einer ploetzlich um drohte und lief uns ein Stueck nach!
Auf keine Fall haette ich mir in dem Moment die Bloese geben wollen und mich im Sand festgefahren. Keine Ahnung was passiert waere. Aber da wir gleich wieder weg waren, beruhigte sich der Elefant schnell - schliesslich hatte er gezeigt wer der Staerke ist.
Anders haben wir es im Krueger Park erlebt. Dort stand ein riesiger Bulle auf der Strasse. Gelangweilt hing der Ruessel runter und er bewegt sich nicht von der Stelle. Wir standen so etwa 15 Minuten als ein Ranger kam und kurz anhielt. Erster Gang rein und mit heulendem Motor auf den Elefanten zuegig zugefahren. Der "sprang" auf und lief in die nahen Buesche, kehrte um aber der Ranger war schon weg. Wieder auf der Strasse machte er weiter Pause. Was der Ranger kann, koennen wir auch - dachten wir jedenfalls. Erster Gang rein, Motor aufheulen lassen und auf den Elefanten zufahren. Doch der kannte den Trick schon und ruehrte sich nicht. Also bremsen, umkehren und eine andere Strecke nehmen.
Denke, dass jeder Afrikafahrer solche Erlebnisse schon einmal hatte.
Die Elis sind sehr unterschiedlich, sei es Tagesform, schlechte Erfahrungen, Bullen in der Musht, ich würde nicht verallgemeinern, das in der Gegend X die Elis friedlich oder aggressiv sind. Mein letzter war netterweise relativ friedlich, nachdem ich nach seiner Drohung zu Fuß flüchten musste, der Eli aber nach ein paar Schritten von mir abließ. Hätte sonst böse ins Auge gehen können. LG Jens
eine eli-gebrauchsanweisung gibt es nicht! auch verhalten sich tiere nicht gebietsspezifisch. doch auch sie schöpfen aus erfahrungen und diese bestimmen das verhalten neben vielen anderen faktoren. doch gebietsabhängig ist dies nicht! fakt ist, dass, wenn ein eli/büffel/rhino ausrastet und ein mensch kommt zu schaden, eben dieses tier meist mit dem leben bezahlt heisst es wird getötet! wir sollten uns klarmachen, dass wir ihr territorium betreten/befahren und uns entsprechend sensibel verhalten! und unsere lust an afrika mit all seinen facetten sollte keinesfalls auf koste der tiere gehen! eine fusspirsch, obwohl von vielen als DAS highlight überhaupt empfunden, halte ich für überaus problematisch. eben aus den genannten gründen. als safari- aber erst als fusspirschfan sollte man ein schreiben bei sich führen, dass, wenn ein tier mich tötet, dieses tier keinesfalls getötet werden sollte. dann war derjenige einfach zur falschen zeit am falschen ort - was eben fatal enden kann. und dafür sollte kein tier "bezahlen" müssen! auch lässt sich diese verantwortung nicht auf den guide delegieren;-) grüessle
könnte es sein, dass Elefanten in unterschiedlichen Gegenden unterschiedlich reagieren?
Das habe ich auch schon mehrmals gehört.
Z.B. gelten die Elefanten im Hluhluwe-Nationalpark als aggressiv. Kurz bevor wir dort waren, hatte ein Bulle ein Safarifahrzeug demoliert. Er kam abends zum bereits geschlossenen Gate, nahm das dort abgestellte Fahrzeug komplett auseinander und ging dann wieder.
Mir wurde auch erzählt, dass Elefanten, die aus dem Familienverband gerissen wurden, zu Verhaltensauffälligkeiten neigen. Kann sich noch jemand daran erinnern, als die Apardheidsregierung Sun City zur Devisenbeschaffung gründete? Ohne Sinn und Verstand wurden Tiere zur Unterhaltung der Touristen in das umliegende "Naturschutzgebiet" gebracht. Die Elefanten dort waren sehr schnell für ihre Aggressivität und Zerstörungslust bekannt.
Gruss, Gerd
La Leona2'779 Beiträge · seit 200715. Mai 2007 · #16
das ist meines Erachtens richtig Gerd Studien, wie zB u.A. im Addo Elephant Park haben gezeigt dass die Umsiedlung von Tieren welche aus einer Familienstruktur gerissen werden oder ausgestossen wurden, zu Verhaltensveränderungen führt. Auch Umsiedlungen und Deplazierung wegen kriegerischen Aktivitäten, wie in Zim und Moz haben grosse Spuren in den Tieren hinterlassen. Die Elefanten in Südost Zimbabwe sind extrem scheu und nicht konfrontationsfreudig, jedoch sehr aggressiv wenn sie sich bedroht fühlen. Die extreme Überbevölkerung im Chobe verursacht auch wieder Verhaltensstörungen, diese reichen von Aphatie gegenüber Menschen bis zu grosser Agressivitätsbereitschaft.
Meine eigenen Erfahrungen sind ganz und gar unterschiedlich auch innerhalb eines bestimmten Gebietes. Was ich jedoch hervorstreichen möchte ist, dass vor über 20 Jahren als ich noch als Safari Guide in Kenya und Tanzania arbeitete, wir niemals so nah an die Tiere ranfuhren wie es zB heutzutage im Krüger Park üblich ist. Ich befürchte ab und zu dass die Menschen langsam vergessen dass sie nicht in einem Zoo sind. Es gibt auch sehr viele guides die sich nicht an die Verahltensregeln halten, weil sie sich mit gewagten game-drives ein besseres Trinkgeld erhoffen.
Zu den Grundverhaltensregeln gehört meines Erachtens den Elefanten nicht entgegenzufahren (wie hier im thread erwähnt und gefragt wurde). Falls sich mehrere Autos an einer Beobachtungsstelle befinden, genügend Abstand zwischen den Autos damit jeder Fahrer im Notfall rückwärts ausweichen kann ohne blockiert zu sein.
Generell defensiv und abwartend, auch wenn es mal länger dauern sollte.
Gruss Leona
HermannThemenstarter1'564 Beiträge · seit 200615. Mai 2007 · #17
Noch mal zu unserer Situation. Seitlich ausweichen ging nicht .Die Piste war ausserdem so schmal,das die Elefanten beim (eventuellen) vorbeitrotten wohl das stehende Fahrzeug beschädigt hätten. Nun gut,wir hatten eben auch ein bischen Glück das wir zur einer Seite hin weg kamen und alles gut ab ging.
könnte es sein, dass Elefanten in unterschiedlichen Gegenden unterschiedlich reagieren?
Das habe ich auch schon mehrmals gehört.
Z.B. gelten die Elefanten im Hluhluwe-Nationalpark als aggressiv. Kurz bevor wir dort waren, hatte ein Bulle ein Safarifahrzeug demoliert. Er kam abends zum bereits geschlossenen Gate, nahm das dort abgestellte Fahrzeug komplett auseinander und ging dann wieder.
Mir wurde auch erzählt, dass Elefanten, die aus dem Familienverband gerissen wurden, zu Verhaltensauffälligkeiten neigen. Kann sich noch jemand daran erinnern, als die Apardheidsregierung Sun City zur Devisenbeschaffung gründete? Ohne Sinn und Verstand wurden Tiere zur Unterhaltung der Touristen in das umliegende "Naturschutzgebiet" gebracht. Die Elefanten dort waren sehr schnell für ihre Aggressivität und Zerstörungslust bekannt.
Gruss, Gerd
Hallo,
im Fall der Hluhluwe-Elefanten soll es von daher kommen das auschliesslich Jungbullen in den Park eingegliedert wurden deren Erziehung im Familienband noch nicht fertig war. Auch mussten sie sich nie alten Bullen unterordnen. Von daher kann man sagen das sie einfach zu wenig erzogen sind.
In Teilen Afrikas wo Bürgerkrieg oder Hungersnot herrscht/herrschte kann ein erhöhtes Misstrauen gegen dem Homa Sapiens festgestellt werden, ich glaube dafür braucht's keine lange Erklärung.
Gruss VA
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
Uns ist Das vor 2Jahen in Botswana passiert. Eigentlich kannst du nur stehenbleiben, dich nicht rühren und warten Und das kann dauern.Ihr habt Glück gehabt, das das junge unerfahrene Elefanten waren, sonst wäre nicht viel von euch übriggeblieben. Wäre nicht das 1x gewese.! LG Windhuk
Namibian-Life- Travel,
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