Autos, Nächte und Musik

10 Antworten · 2'819 Aufrufe · gestartet 13. März 2007 von Bärbel
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Themenstarter11 Beiträge · seit 200713. März 2007 · #1
Hallo, und noch mal herzlichen Dank für Eure Antworten auf unser erstes Posting („Juli im Dachzelt?“). Die vielen Hinweise und überhaupt das Forum haben uns sehr geholfen, jetzt sind die Flüge gebucht und wir haben eine ziemlich genaue Vorstellung von unserer Route:

Windhoek: 2 Tage
Naukluft, Sossuvlei, Namib: 5 Tage
Swakopmund: 2 Tage
Damaraland: 3 Tage
Kaokoveld, Epupafalls: 5 Tage
Etosha NP: 3 Tage
Bushmanland: 2 Tage
Caprivi: 2 Tage
Okawango Delta: 3 Tage
Ghanzi, Buitepos, Windhoek: 2 Tage
(und zwei Tage Puffer)

Aber schon tauchen die nächsten Fragen auf, für die wir wieder um Eure Hilfe bitten. Ist diese Route überhaupt realistisch für vier Wochen?
Eigentlich wollten wir ja im 4x4 mit Dachzelt fahren (trotz der Nachttemperaturen ...), aber die sind dann doch ziemlich teuer. Meint Ihr, dass diese Strecke – inklusive Epupa und Caprivi – im Juli mit einem 2x4 zu schaffen ist? Gibt es überhaupt 2x4 mit Dachzelt? Wir haben jedenfalls noch keine gefunden, nur kleine Wohnmobile, die aber trotzdem etwas billiger sind als 4x4. Oder gibt es sonst noch Alternativen?
Wir wollen während der vier Wochen ja hauptsächlich campen, aber auch ein paar Mal in Gästefarmen und Lodges übernachten. Ist es sinnvoll, das alles selber zu organisieren, oder zahlt es sich aus, einen Veranstalter damit zu beauftragen?
Und noch ein Sache: Ich hatte vor drei Jahren mal die Gelegenheit, ein Dorf der Basoga in Uganda zu besuchen und dort live deren großartige Musik auf dem Erdlochxylophon zu hören. Kennt jemand von Euch so etwas auch in Namibia oder Botswana? Kann man irgendwo traditionelle Musik in ihrem eigenen Umfeld hören? Oder kennt jemand vielleicht einen Musikethnologen, den wir kontaktieren könnten?
Viele Grüße und Danke schon mal im Voraus für Eure Antworten!
Bärbel
101 Beiträge · seit 200613. März 2007 · #2
Hi Bärbel,

ein herzliches willkommen vorab! 🙂

Uns ist kein 2x4 mit Dachzelt begegnet ... ich denke das gibt es auch nicht. Wohnmobile gibt es, sie sind aber nur selten anzutreffen. Bezüglich der Preise für einen 4x4 mit dachzelt habt Ihr sicher nicht das Ende der Verhandlungen erreicht. Wir haben am Ende weniger als 30% des ersten Angebotes bezahlt ... dranbleiben! 🙂

Wenn Ihr Euch in BOT auf Maun beschränkt und dann in das Delta fliegt, braucht Ihr kein 4x4 ... Außnahme Kaokofeld ... auch da seit Ihr dann eingeschröänkt was Wege angeht. Kenne ich aber nicht, da müssen andere ran.

Wenn Ihr schon den Caprivi durchfahren wollt, warum dann nicht auch die Victoria-Fälle besuchen? Von Kasane ist dies eine bequeme Tagesreise mit geführten Touren.

Wenn Du auf das Forum hier vertraust, was Du nach unserer Erfahrung wirklich machen kannst, dann plane und buche lieber selber! Es macht so viel Freude und am Ende ist des dann irgendwie Eure Reise ... 🙂

Vieeeeeel Spaß beim planen! 🙂

Lieber Gruß
Manu
http://meine.flugstatistik.de/cuckoo
Themenstarter11 Beiträge · seit 200714. März 2007 · #3
Danke Hejo! Wir wollen natürlich nicht gleich den Van Zyl's Pass fahren, aber schon auch mal ein paar Nebenstraßen nehmen. Ein 4x4 wär also sicher das richtige für uns, aber wie gesagt: Die sind nicht billig. Deswegen - sorry - mal ganz dumm gefragt: Mit welchen Argumenten hast du es denn geschafft, so einen tollen Rabatt zu verhandeln??? Ich bin ja immer davon ausgegangen, dass diese Listenpreise auch Fixpreise sind ...
Liebe Grüße,
Bärbel
726 Beiträge · seit 200615. März 2007 · #4
Hallo Bärbel,

die Preise richten sich natürlich nach Fahrzeug und Anbieter. Preisnachlass gibt es u.a. durch die Zeit der Anmietung (je nach Verfügbarkeit), durch einen längere Anmietdauer, durch Barzahlung oder aber auch einfach durch einen guten und netten Ton.
Bei meiner Anmietung (4x4 Hilux mit Dachzelt) hatte ich zuerst einen Listenpreis von 800 N$ pro Tag. Gezahlt habe ich dann im Endeffekt knapp 580 N$. Du siehst, da geht also einiges.

Gruß,
Carsten
http://www.derfreed.de
30 Beiträge · seit 200715. März 2007 · #5
Hi Bärbel

Leistet Euch den 4x4, es zahlt sich aus (höhere Sitzposition, bessere Sicht, Bodenfreiheit etc.)! Denkt einfach dran, im Juli ist's nachts nicht gerade warm -> guter Schlafsack und Zwiebelschalenprinzip bei der Bekleidung, dann gehts aber gut.

Schau Dich auf dem Internet mal nach:
http://www.namibmarimbas.com/home.html
um. Ist nicht gaaanz typisch Ethnosound aber ev. mal ein Anfang.

Viel Spass
Marc
Themenstarter11 Beiträge · seit 200715. März 2007 · #6
Na, ein Glück, dass wir das Auto noch nicht gebucht haben. Da scheint preislich ja wirklich noch viel Spielraum zu sein. Ist das nur bei namibischen Veranstaltern so, oder auch bei deutschen? Weil, man bekommt ja immer wieder geraten, nur über hiesige Veranstalter zu buchen, wegen des Gerichtsstandes im schlimmsten Falle ...
Liebe Grüße,
Bärbel
1'009 Beiträge · seit 200715. März 2007 · #7
Hallo Bärbel,
auch wenn Du bei einem deutschen Veranstalter den Wagen buchst wird der Gerichtsstand trotzdem Namibia sein. Weil die Veranstalter hier mit den Autovermietern in Namibia nur zusammenarbeiten. Der Vorteil hier zu buchen ist nur Du hast einen festen Europreis und evtl. bei einem Schaden den Veranstalter als Ansprechpartner.
Und ich kann Carsten nur zustimmen, durch eine direkte Anfrage beim Vermieter war der Mietpreis um einiges günstiger als in der Preisliste angegeben.
Versuche es einfach mal. Und genügend Adressen gibt es hier:
http://www.natron.net/

liebe Grüße
Petra
Gott gab den Europäern die Uhr und den Afrikanern die Zeit unsere Website: SAMMY FAMILY
1'457 Beiträge · seit 200616. März 2007 · #8
Im Aba Huab Camp ist es immer toll, wenn die Belegschaft fuer einen singt. Einfach an der Rezeption nachfragen. Ich gehe davon aus, dass alle(sagen wir viele) Nacobta und community Campsites zugang zu Menschen haben, die trad. Vorfuehrugnen veranstalten.
931 Beiträge · seit 200616. März 2007 · #9
@Petra,

ich bin zwar kein Mietwagenexperte, aber generell muss man nach meinem Kenntnisstand unterscheiden zwischen einer Buchung bei einem ReiseVERANSTALTER und einem ReiseVERMITTLER.

Bei der Buchung einer kompletten Reise bei einem Veranstalter unterliegt die Reise mit allen Einzelleistungen dem deutschen bzw. europäischen Reiserecht. Ein Vermittler ist nur Handlungsbevollmächtiger für einen Veranstalter oder Anbieter - und der kann seinen Sitz im Ausland haben.

Im Klartext: die Buchung eines Mietwagens bei einem deutschen Reiseveranstalter unterliegt zivilrechtlich auch deutschem Recht. Gerichtsstand ist dann in der Regel der Sitz des Veranstalters.

Gruss

Ulli
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1'130 Beiträge · seit 200616. März 2007 · #10
Ulli schrieb:
@Petra,

ich bin zwar kein Mietwagenexperte, aber generell muss man nach meinem Kenntnisstand unterscheiden zwischen einer Buchung bei einem ReiseVERANSTALTER und einem ReiseVERMITTLER.

Bei der Buchung einer kompletten Reise bei einem Veranstalter unterliegt die Reise mit allen Einzelleistungen dem deutschen bzw. europäischen Reiserecht. Ein Vermittler ist nur Handlungsbevollmächtiger für einen Veranstalter oder Anbieter - und der kann seinen Sitz im Ausland haben.

Im Klartext: die Buchung eines Mietwagens bei einem deutschen Reiseveranstalter unterliegt zivilrechtlich auch deutschem Recht. Gerichtsstand ist dann in der Regel der Sitz des Veranstalters.

Gruss

Ulli
Man möge dann gerne mal in die AGB´s diverser, auch hier vertretener Firmen sehen, die sich dort als Vermittler outen. Dazu kommt, um immer wieder gerne darauf hinzuweisen, das bei den meisten (allen?) Vermietern in NAM Papiere unterschrieben werden, die wenige durchlesen, das aber mal tun sollten. Damit wird dann NAM Recht anerkannt. Der deutsche Reiseveranstalter gibt die Möglichkeit der Einflußnahme auf seine Partner in NAM, die etwas größer ist als die des Kunden.
Ich gebe Ulli aber recht bei der vollständigen Buchung einer kompletten Reise incl aller Komponenten bei einem Veranstalter, der nicht nur Vermittler ist und bei keinerlei Unterschrift unter ein Papier in NAM außer den Übergabe Papiere des Wagens und wenn der Veranstalter explizit schriftlich darauf hinweist.
Ich bin immer für geteilte Meinungen, Hauptsache man teilt meine. "The Only Easy Day Was Yesterday"
283 Beiträge · seit 200616. März 2007 · #11
Rein juristisch wird immer ein Vertrag vor Ort geschlossen mit dem lokalen Vermieter, er prüft die Führerscheindaten und er zieht die Sicherheitskaution ein. Einen verbindlichen Mietvertrag von Deutschland aus abzuschließen kenne ich in keinem einzigen Fall. Ergo entsteht ein Vertrag nach namibischen Recht.

Der Vermittler in Deutschland ist in soweit hilfreich, dass er zig Vermittlungen mit dem Vermieter tätigt, die natürlich im Streitfall ein schönes ökonomisches Gewicht darstellen, das ein nam. Vermieter nicht ohne Not gefährdet, aus meiner Sicht größere Chancen auf Kulanz.

Klaus
Vorsicht: infiziert mit virus namibiense