Öfter mal was Neues - Kaokoveld Feb. 2026

Reisebericht 44 Antworten · 5'569 Aufrufe · gestartet 07. März 2026 von dergnagflow
Themenstarter2'536 Beiträge · seit 200707. Mai 2026 · #41
Samstag, 21.2.2026

In der Früh setzt leichter Regen ein, aber nur gerade soviel, dass man es so nennen kann. Der Reifenschuster in Opuwo hat sich leider auch nicht wirklich als „Best in Town“ herausgestellt, Peters Reifen ist wieder platt und so muss er zum Frühstück wieder einmal unters Auto.

Da wir beschlossen haben, unseren noch verfügbaren Puffertag heute „aufzubrauchen“ und nur bis in die kleine Serengeti zu fahren (und nicht wie geplant zur Hoada Campsite) haben wir ohnehin Zeit.

So machen wir uns erst gegen 11 Uhr auf, um in die Khowarib Schlucht zu fahren. Wir kennen die bereits und freuen uns auf ein gemütliches Fahren im Flussbett und auf Sand. Allerdings habe ich offenbar die doch etwas mühsame Zufahrt verdrängt, der Fluss führt hier in der Regel Wasser und so muss man die erste Zeit den steinigen 4x4 Trail nehmen. Kurz nach Verlassen der Campsite führt der Trail durch’s (niedrige) Wasser und auf der anderen Seite einen Hang hinauf. Mit Untersetzung und langsamen Fahren eigentlich kein Problem.

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Die hinter uns Fahrenden hatten eine andere Sichtweise auf die Dinge…

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Zwei relativ tiefe kleine Wannen waren von mir vorab nicht als wirklich bemerkenswert eingeschätzt worden, wir haben beide dann mit Steinen gefüllt wodurch die Auffahrt für Peter deutlich entschärft wurde. Nach dem ersten Einstieg ist der Rest des 4x4 Trails aber ohne größere Vorkommnisse, man kommt durch den doch recht steinigen Trail aber nur langsam voran.
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Wo der Trail nahe an den Fluss heranführt, versuchen wir ob wir dort bereits im Flussbett fahren können, entschließen uns aber, dass eine Fahrt im Wasser auch nicht wirklich schneller und einfacher wäre.
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Irgendwann ist das Wasser jedoch weg und wir können den Rest der Strecke im Flussbett fahren. Natürlich nicht ohne vorher wieder Luft aus den Reifen gelassen zu haben. Leider sind uns diesmal, bis auf eine Giraffe und eine kleine Antilope, keine Tiersichtungen gewährt.
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Die Ausfahrt Richtung Klein Serengeti gestaltet sich dann auch ein wenig tricky weil der Sand ziemlich tief ist (im Video des Tages bei etwa 3:00), ist aber in Summe problemlos zu meistern. Danach geht es durch eine wirklich wunderbare Lanschaft Richtung Südosten. Lange Zeit fährt man auf einer tollen Ebene, auch hier steht das gelbe Gras sehr hoch, leider erweist sich die Ebene aber auch als sehr tierarm.
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Wir kommen an einer alten, bereits vollkommen zerstörten ehemaligen Solarpuimp-Anlage mit Wasserbecken vorbei, an der aber ausser einem großen Elefantenschädelknochen nichts mehr an Wasser erinnert.
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Anschließend ändert sich die Landschaft wieder und es wird steiniger und hügeliger. Die Geschwindigkeit sinkt wieder mitunter fast auf Schritttempo. Und plötzlich, inmitten dieser sehr hügeligen Landschaft tauchen Giraffen auf. Eine flüchtet in schnellem Schritt den Berg hinauf und verschwindet hinter dem Kamm, zwei andere nehmen uns kaum wahr und bleiben stehen. Schöne Überraschung, in dieser Region hätte ich sie nicht erwartet.
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Insgesamt sehen wir sechs Stück bevor wir uns in einem kleinen Flussbett einen Übernachtungsplatz suchen. Auch dort wandert in großer Entfernung nochmal eine Giraffe vorbei. Weit im Osten gehen schwere Regenfälle nieder, zumindest sehen wir sehr sehr dunkle Wolken. Unser Flussbett ist aber Richtung Osten abfallend, die Wolken müssten daher in der Nacht zuerst über uns drüber bevor uns das Wasser gefährlich werden könnte. Wir entschließen uns daher, das kleine Risiko einzugehen, räumen aber abends alles vor dem Auto weg, um im Fall des Falles schnell auf eine Anhöhe fahren zu können.
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Im Abendschein sitzen wir dann gemütlich noch beim Feuer, als dann allerdings die bodengebundenen Nachttiere erscheinen, krabbeln wir müde in unser Bett. Interessant, dass wir heute zum ersten Mal auf der gesamten Reise Skorpione gesehen haben.
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Fazit: Gut, dass wir unseren Plan, von Khowarib bis zur Hoada Campsite zu fahren, aufgegeben haben, die knapp über 80 Kilometer heute waren durch das großteils sehr langsame Vorankommen anstrengend.

Facts & Figures
Geplanter Track laut T4A: 108 Kilometer (bis Hoada Campsite)
Fahrtzeit: 4:50.
Tatsächlicher Track: 82 Kilometer
Gesamtzeit: 5:40 Stunden, Zeit in Fahrt: 4:26 Stunden, Durchschnitt in Fahrt: 18,4 km/h
Kosten Campsite: –

Video des Tages:

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Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
zuletzt bearbeitet 07. Mai 2026
Themenstarter2'536 Beiträge · seit 200718. Juni 2026 · #42
Sonntag, 22.2.2026

Die Nacht verläuft ereignislos, kein Regen, kein Gewitter, kein plötzlicher Aufbruch.
In der Früh meint Peter, dass Spuren von größeren Tieren (Rhino?) am Vorabend noch nicht da gewesen wären, auf meiner ein paar Meter flussabwärts von den Autos befestigten Wildkamera ist aber leider nichts zu sehen.

Nach einem gemütlichen Frühstück machen wir uns auf den Weg. Der ist teilweise wieder sehr grün aber jedenfalls erneut mit vielen Steinen gespickt, was ein Vorwärtskommen nur im sehr langsamen Modus möglich macht, Mittlerweile ist das Gerumpel und Geschunkel fast schon zuviel. Je näher wir dem Vet-Tor kommen, umso größer wird die Angst, dort einfach ein geschlossenes Tor vorzufinden. Der Track ist schon lange nicht mehr befahren geworden, niemand kam uns entgegen, wir haben seit der Khowarib Schlucht auch keine Menschenseele mehr gesehen. Warum um alles in der Welt soll bei so einem abgelegenen Track ein Tor im Vet Fence sein?
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Wir schunkeln uns immer weiter Richtung Osten, als wir dann plötzlich über eine grüne Wiese in ein relativ enges Tal einfahren. Hier fließt Wasser und dutzende, wenn nicht hunderte Palmen säumen den Weg. In der Luft das Gezwitschere von hunderten Vögeln. Ah Ja, „Palm Canyon“ sagt Tracks4Africa 😉.
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Wirklich toll und sehenswert, auch wenn die laufenden Bachdurchfahrten samt den nur zu vermutenden weiterführenden Tracks auf der anderen Seite höchste Konzentration beim Fahren erfordern. Einmal nicht geschaut und plötzlich liegt ein großer Stein unter meinem LC, auf den ich beim langsamen Weiterfahren aufrolle. Zum Glück nichts beschädigt und mit ein wenig reversieren ist auch das Problem gelöst.
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Am Ende des Canyons erwartet uns schließlich ein kleines Dorf mit einigen Kunstfiguren, die allerdings ihre beste Zeit auch bereits hinter sich haben. OK, also dafür gibt’s das Tor im Vet-Fence, alles klar.
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Wir kommen bei einem offenen Tor im Zaun vorbei und überlegen schon, dort rauszufahren, allerdings weist uns mein Garmin an, noch ein Stück weiter geradeaus zu fahren. Zudem schaut der Track nach diesem Tor nicht wirklich befahrbar aus, als fahren wir noch ein paar hundert Meter weiter. Und siehe da, es gibt das Tor. Dieses überrascht uns derart in seiner Größe, dass wir total vergessen, auch nur ein einzelnes Foto davon zu machen. Eine große überdachte Fläche, ein massiver Zaun, kein Mensch vorhanden. Hat Ähnlichkeit mit dem Tor am Ende des Khowarib Trails bevor man auf die C35 rausfährt (falls das jemand kennt).

Wir überlegen, ob wir klingeln sollen, dann sehen wir allerdings bereits den Officer, wie er vom einige hundert Meter entfernten Wohnhaus auf uns zu kommt. Nach einem kurzen Gespräch bekommt er eine offene Packung Oryxsteaks und ein wenig Biltong, damit ist die Amtshandlung auch bereits beendet. Er erzählt uns, dass er bereits seit vier Jahren hier Dienst macht, immer da ist (das Tor kann von 6-23 Uhr passiert werden) und dass wir seit Anfang Jänner die ersten wären, die hier durchwollten. Uns wird auch klar, warum’s ein wenig gedauert hatte, bis er kam, ziemlich sicher musste er sich erst die Uniform anziehen.

Wir verabschieden uns und sind froh, als wir kurz danach auf der C40 endlich wieder halbwegs tauglichen Untergrund unter den Reifen spüren. Endlich mal wieder ein wenig schneller als 30 km/h, da kommt doch Freude auf. Allerdings nur kurz, denn bereits am Grootbergpass hat Peter wieder ein Reifenproblem. Jetzt ist’s aber wirklich bereits verhext, allerdings vermuten wir hier wieder, dass die Reparaturen in Opuwo einfach wirklich Schrott waren. Freundlicherweise kommen von der Passhöhe fünf Männer mit dem Pickup heruntergefahren und fragen, ob sie uns helfen können, wir bedanken uns höflich, können den Reifen aber dann selbst wechseln.
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In der Früh haben wir beschlossen, unsere noch vorhandene Reservenacht in Twyfelfontein zu verbringen, dort gibt’s ja auch eine Garage, wo wir eventuell die Reifen nochmal checken lassen können. Also „Auf nach Mowani“ und dort auf eine der tollen Campsites und in den neuen Pool.
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Auf der Fahrt sehen wir noch eine riesengroße Straußenherde mit zig Teenagern und einigen ausgewachsenen Vögeln, wahrscheinlich ein Schulausflug. Noch nie haben wir so viele auf einem Haufen gesehen.
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Als wir in Mowani ankommen, gibt leider eine schlechte Nachricht. „Fully booked“. Na geh, was soll denn das? Ist ja Februar und Nebensaison… Aber OK, wenigstens gibt’s hier noch weitere Campsites. Wir versuchen noch das Twyfelfontein Mopane Camp, das auch an den Hang geschmiegt eine tolle Aussicht verspricht, allerdings ist niemand dort anzutreffen. Zudem ist die Anlage nicht wirklich schön, also fahren wir nach ~ 20 Minuten Wartezeit wieder und beschließen, im Community Camp am Aba Huab zu nächtigen. Da ist die Aussicht zwar nicht so toll, allerdings gibt’s sicher Platz.
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Gesagt, getan, wir müssen zwar auch hier warten, bis jemand gelaufen kommt und müssen auch den aufgerufenen Preis noch ein wenig verhandeln, aber sonst passt alles hier. Wir sind alleine und können uns ausbreiten, wie wir möchten. Duschen funktionieren und schon bald ist auch ein Feuer gemacht. Einzig der Müll im Aba Huab ist ein wenig störend, bei einem kleinen Spaziergang sammeln wir ein wenig ein, allerdings ist das leider ein hoffnungsloses Unterfangen. Vor allem, weil der Fluss, wenn er mal abgeht, wohl wieder Zeug anspülen wird.
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Abends zahlt sich unsere UV-Lampe erneut aus, die Skorpione sind allerdings um ein Vielfaches kleiner, als der gestern. Im Hinterkopf hatte ich allerdings gespeichert, dass die kleinen eher die Gefährlichen sind, also beschließen wir relativ bald nach der Sichtung schlafen zu gehen.
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Facts & Figures:
Geplanter Track laut T4A: - (Nicht sinnvoll, da wir die Reservenacht in Twyfelfontein genommen haben.)
Tatsächlicher Track: 198 Kilometer
Gesamtzeit: 6:15h, Zeit in Fahrt: 4:32h, Durchschnitt in Fahrt: 43,6 km/h
Daten vom Camp bis zum Vet-Zaun: Strecke: 18,6 km; Gesamtzeit: 2:11h, Zeit in Fahrt: 1:38h, Durchschnitt in Fahrt: 11,4 km/h
Kosten Campsite: 200 p.P.p.N.

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Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
zuletzt bearbeitet 18. Juni 2026
Themenstarter2'536 Beiträge · seit 200708. Juli 2026 · #43
23.2.2026

Heute haben wir generell nicht viel vor, ausser zum EHRA Camp zu kommen, wo wir für die letzten beiden Nächte reserviert hatten.
Daher fahren wir nach dem Frühstück zur Werkstatt neben dem Flugplatz. Dort hofft Peter, seine beiden Reifen erneut flicken lassen zu können. Es ist reger Betrieb und es dauert ein wenig, bis der erste Reifen untersucht wird. Sie versuchen zweimal ihn dicht zu bekommen, dann reicht es uns vorerst und wir vereinbaren, dass wir ein wenig im Aba Huab nach Elephanten suchen und sie in der Zwischenzeit die Reifen flicken, so schön ist es jetzt dort auch nicht, als dass wir die nächsten weiteren zwei Stunden bei ihren Versuchen zuschauen. In der Nähe soll sich eine Elephantenherde aufhalten, also nichts wie los.

Wir fahren durch’s wirklich nette Flussbett, machen da und dort ein paar Abstecher, aber können die Herde nicht finden. Schöne Fotos gibt’s allerdings auf jeden Fall. Einen für uns neuen Aussichtshügel können wir auch erklimmen, bevor wir uns an die Rückfahrt machen.
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Und schließlich, einige Kilometer vor der Werkstatt zeigt sich noch ein Bulle. Na bitte. „Problemelephant“ sagen uns die Mitarbeiter der Werkstatt später, er würde sich laufend rund um den Flugplatz und die Werkstatt herumtreiben und die Wasserhähne und Zuleitungen kaputt machen.
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Wahrscheinlich haben sie deshalb auch keine Zeit gehabt, sich während der knapp drei Stunden um die Reifen zu kümmern, als wir zurückkommen, beginnen sie gerade den zweiten anzuschauen. Der Auch beim zweiten gibt’s nach einer halben Stunde keine besseren Nachrichten. Jetzt ist guter Rat teuer. Wir fahren zwar nicht mehr viel, aber ganz ohne Reservereifen ist’s auch nicht sinnvoll. Peter telefoniert noch mit Advanced Car Hire und meint beiläufig, dass wir ja im Fall des Falles einen meiner Reifen verwenden könnten (wir wir das ja bereits auf einem Teilstück gemacht haben). Aber Advanced Car Hire winkt schnell ab, das wären ja unterschiedliche Reifendimensionen, das könne man auf gar keinen Fall machen. Oha.

Tatsächlich. Peter hat 265er montiert, ich 285er. Das ist uns bis dato nicht aufgefallen. Allerdings, bei näherer Betrachtung meint Peter dann schon, dass es – als er meinen Reifen montiert hatte – ein wenig seltsam war. Aber wer rechnet denn bei komplett gleichen Autos damit?

Egal. Wir können einen gebrauchten Reifen erwerben, an einem meiner Reifen wird ein Mini-Loch geflickt und wir machen uns nach einigen Stunden Aufenthalt auf den Weg zum EHRA Camp. Auf dem Weg kaufen wir noch Feuerholz und erreichen das Camp am frühen Nachmittag. Leider hat die gebuchte Site offenbar einen Wasserschaden und kann derzeit nicht verwendet werden, wir werden auf einer relativ neu errichteten Site untergebracht, die der uns bereits bekannten fast um nichts nachsteht. Wirklich toll hier und der Blick auf den Fluss ist fast einzigartig.

Die 400 NAD sind - im Vergleich, was man auf anderen Campsites dafür bekommt - ein wenig viel (Dusche aus dem Kübel, Trockentoilette), die einzigartige Lage, die Zusammenstellung, der schattige Aufenthaltsbereich ist es aber wert, hier eine oder zwei Nächte zu verbringen.
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Facts & Figures:
Geplanter Track laut T4A: - (Nicht sinnvoll, da wir die Reservenacht in Twyfelfontein genommen haben.)
Tatsächlicher Track: 169 Kilometer (inkl. Elephantensuche im Aba Huab)
Gesamtzeit: 7:23h, Zeit in Fahrt: 4:23h, Durchschnitt in Fahrt: 38,4 km/h
Kosten Campsite: 400 p.P.p.N.

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Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
zuletzt bearbeitet 10. Juli 2026
Themenstarter2'536 Beiträge · seit 200710. Juli 2026 · #44
24.2.2026

Was gibt es Schöneres, als an seinem Geburtstag an so einem Ort aufzuwachen und sein Frühstück mit dem Blick auf den darunterliegenden Ugab zu genießen? Wir lassen uns gemütlich Zeit, bevor wir runter zum Ugab fahren und Richtung White Lady Lodge aufbrechen. Unser Plan war, den gesamten Ugab entlang zu fahren, Elefanten zu spotten, in der White Lady Lodge gemütlich etwas zu essen und einen Rockshandy zu trinken und dann wieder zurück zu fahren und den restlichen Nachmittag im EHRA Camp zu genießen.
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Der erste Teil klappt noch ganz gut, ich verpasse natürlich wieder die Abzweigung und so stehen wir schon kurz danach auf der C35. Also die paar Kilometer im Flussbett wieder retour und weiter Richtung Brandberg. Der Untergrund wird hier aber dann ein wenig schwieriger, einmal muss ich umdrehen, da ich im immer feuchter werdenden Boden fast stecken bleiben. Wir bahnen uns den Weg durch dichtes „Gemüse“ und zweifeln dann schon ein wenig, ob das die beste Idee gewesen wäre. Wirkliches Vorwärtskommen schaut anders aus.
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Später wird der Untergrund zwar wieder trockener, allerdings auch extrem tiefsandig, meine Automatik kämpft die ganze Zeit und beschert mir kurze Zeit später auch ein rotes Licht als Überhitzungswarnung. Kein Wunder, ich habe zwar die Automatik gesperrt, allerdings im (zu) hohen dritten Gang. Nach Umschalten und Sperren des zweiten Gangs geht es besser, die Temperatur sinkt auch sofort und die Lampe erlischt. Wirklich weiter kommen wir allerdings durch den tiefsandigen Fluss nicht, so beschließen wir, bei der nächsten Querverbindung aus dem Fluss rauszufahren und unser Glück auf den parallelen Tracks zu versuchen. Bis dahin haben wir kein einziges Tier gesehen.
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Wir fahren nun nördlich des Flusses, nicht ohne die Reifen wieder auf Gravel-Druck gebracht zu haben, auf eingezeichneten Tracks, die aber ebenfalls wieder nur langsam zu befahren sind. Landschaftlich ist’s allerdings wirklich sehr sehr toll. Immer in der Ferne den Brandberg vor Augen, die Farben des Untergrunds wechseln sich ab, es geht manchmal lange auf einem Plateau dahin, dann wieder hinunter und hinauf.
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Wir passieren (verlassene?) Gehöfte, teilweise eingezäunt aber ohne jegliche Tiere bis wir schließlich auf den Track stoßen, der vom Norden Richtung White Lady Lodge führt. Im tiefsandigen Fluss stehen dann natürlich genau im Track noch zwei Fahrzeuge, ich schaffe es gerade noch aussen rundherum, Peter bleibt mit den (zu) vollen Reifen im Sand stecken und lässt sich danach von dem einen Lodgefahrzeug rausziehen.

Wir verbringen einen schönen Nachmittag in der (vollen) Lodge mit Burger und Rockshandys. Bei einem Gespräch mit den Verantwortlichen in der Lodge plaudern wir ein wenig, ich erzähle von unserem Trip entlang des Ugabs und sie meinen, es wäre alles viel zu feucht und sie hätten schon einige Fahrzeuge westlich der White Lady Lodge aus dem Sumpf ziehen müssen. Zudem wären alle Elephanten weg, sie selbst würden Tracking zwar noch anbieten, dafür aber einen Tagesausflug nach Twyfelfontein und in den Aba Huab fahren.

Nach eineinhalb Stunden machen wir uns danach auf den schnellen Rückweg über die Gravelroads, auch hier stoßen wir kurz nach der Abfahrt wieder auf eine riesen große Straußenherde. Abends räumen wir noch unser Auto auf und packen unsere Sachen in die mitgenommenen Koffer-Organizer, morgen ist ja nur mehr die Fahrt nach Windhoek und Autorückgabe, bevor abends unser Rückflug ansteht. Den Abschluss macht natürlich wieder ein schönes Feuer mit Blick auf den dunklen Ugab und den leuchtenden Sternenhimmel.
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Facts & Figures:
Geplanter Track laut T4A: -
Tatsächlicher Track:
1.) EHRA-WLL: 52 Kilometer, 3:18 Stunden, 2:13 in Fahrt, 23,4 Schnitt in Fahrt
2.) WLL-EHRA: 63 Kilometer, 1:15 Fahrtzeit, 1:03 in Fahrt, 59,3 Schnitt in Fahrt
Kosten Campsite: 400 p.P.p.N.

Video des Tages:

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Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
zuletzt bearbeitet 10. Juli 2026
Themenstarter2'536 Beiträge · seit 200710. Juli 2026 · #45
25.2.2026
Da der Rückflug erst abends geht, haben wir mit unserer alten Tradition gebrochen und die letzte Nacht nicht in Windhoek verbracht. Mit der Abfahrt um halb neun in der Früh haben wir auch genügend Puffer, um auf kleinere Eventualitäten reagieren zu können. Ein kleines Restrisiko, etwa bei einem Komplettversagen des Fahrzeugs, bleibt allerdings natürlich immer. Und 350 Kilometer sind halt 350 Kilometer.

Wir machen uns daher direkt auf den Weg nach Windhoek.
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Nach der Durchfahrt durch Omaruru erreichen wir schließlich die asphaltierte Straße, wo uns dann die Distanz nach Okahandja doch ein wenig überrascht. Ich hätte so 30 Kilometer geschätzt, tatsächlich sind’s knapp über 60. Na, ja, es ist sich dann mit dem Tank bis zur ersten Tankstelle bei der Autobahn noch ausgegangen, aber nochmal 30 Kilometer hätten es nicht sein dürfen 😕 . Die herrlichen Pilze werden immer noch feilgeboten, nächstes Mal bei der Hinfahrt werden wir zuschlagen, jetzt bei der Rückfahrt haben wir leider nichts mehr davon.

Gegen 13:00 Uhr erreichen wir nach einem neuerlichen Tankstopp dann Advanced Car Hire, wo es bei der Rückgabe des Fahrzeugs keine großen Überraschungen gibt. Der abgebrochene Spiegel war bekannt, für die verbogene Stange der Markise und die zerstörten Schubladen werden mir 1300 NAD verrechnet.

Durch unsere Packaktion am Vorabend sind auch die bei der Vermietfirma zurückgelassenen großen Koffer schnell gepackt, es bleibt dann sogar für manche noch Zeit für eine kurze Dusche im Hinterhof der Vermietfirma. Einen wirklichen Bonus gibt’s dann auch noch. Auf unsere Frage, ob sie uns ein Taxi rufen würden, wir würden noch etwas essen fahren wollen, bringen sie uns mit dem Shuttle direkt ins Roof of Africa und holen uns zweieinhalb Stunden später mit dem gesamten Gepäck wieder ab, um uns zum Flughafen zu bringen. Tolles Service muss man sagen.
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Fazit: ein wirklich intensiver, extrem abwechslungsreicher, manchmal wirklich spannender Urlaub, bei dem wir wieder sehr viel Neues, aber auch bekannt schönes Altes gesehen haben. Nach Ende der Khowarib Schlucht und dem Palmenhain waren wir aber dann auch sehr froh, wieder halbwegs ordentlich befestigte Straßen unter den Rädern gehabt zu haben. Wettertechnisch war’s perfekt, keinerlei große Regenfälle, allerdings merkte man duirch die grünen Wiesen und den grünen Schleier auch im hohen Nordwesten, dass es wohl schon Niederschläge gegeben hatte. Und offenbar hat sich die Tierwelt auch ein wenig erholt.

Am Ende stehen 47.143 Kilometer auf dem Tacho des Landcruisers, 2.757 Kilometer mehr als zu Beginn der Reise. Hier merkt man auch die größere Bereifung deutlich, laut den Tagestracks, die mein Garmin Oregon aufgezeichnet hat, sind wir nämlich 2.948 Kilometer gefahren 😮

Flug und Auto für nächsten Jänner ist bereits lang wieder gebucht, die Region wird wieder dieselbe sein, allerdings weniger Kilometer und mehr Ruhezeiten in diesen wunderbaren Gegenden.

Danke für's Mitfahren, ich hoffe, es war für alle was dabei 😉

Facts & Figures:
Geplanter Track laut T4A: 352 Kilometer
Fahrtzeit: 3:50 Stunden
Tatsächlicher Track: 354 Kilometer
Gesamtzeit: 4:32 Stunden, Zeit in Fahrt: 4:10 Stunden, Durchschnitt in Fahrt: 84,6 km/h
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Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026