Campingreise: eine Familie und viel Wasser

Reisebericht 45 Antworten · 7'153 Aufrufe · gestartet 05. Aug. 2025 von Leo-IMMER
Themenstarter58 Beiträge · seit 202405. Aug. 2025 · #1
In der Vorbereitung für unsere Reise habe ich hier im Forum sehr viele Reiseberichte gelesen. Viele Tipps aus dem Forum haben sich vor Ort als sehr hilfreich erwiesen. Deshalb möchte ich mich mit einem Reisebericht bei euch bedanken und vielleicht sogar anderen Planenden weiterhelfen.

Wer wir sind und unsere Reise-Art:
- Wir sind eine vier-köpfige Familie (Kinder 9 und 11 Jahre alt).
- Wir Erwachsenen waren vor 16 Jahren bereits auf einer 3-wöchigen Namibia-Reise in einer Kleinstgruppe. Wir sind von früher grundsätzlich relativ reiseerfahren. Für die Kinder ist es aber die erste grosse Reise ausserhalb Europa, die sie bewusst machen.
- Die Kinder haben Namibia als Reisedestination mitbestimmt. Ihre Wünsche waren: mit einem eigenen Transportmittel unterwegs sein, Camping, warme Temperaturen, eine andere Landschaft als in der Schweiz und Tiersichtungen. Aus den Wunschdestinationen von uns Eltern ergab das fast automatisch NAMIBIA.
- Unsere Reise dauerte 8 Wochen im März/April 2025 und wir waren ausschliesslich in Namibia unterwegs.
- Wir konnten die Kinder zum Glück problemlos aus der Schule nehmen. Sie mussten während der Reise nur sehr wenig für die Schule erledigen. Nach der Reise haben beide in der Schule eine Präsentation über die Reise gehalten.
- Unterwegs waren wir mit einem Toyota Hilux Double Cab 2.4L mit zwei Dachzelten.
- Übernachtet haben wir grösstenteils im Zelt. Wir lieben es einsam in der Natur. Wir mögen einfache Verhältnisse, schätzen aber zwischendurch auch etwas Luxus beim Campen.
- Weil wir gerne kochen und aus Budget-Gründen, haben wir oft selbst gekocht oder gegrillt.
- Wir haben bewusst Tage eingeplant, an denen wir das Auto nicht bewegen und somit auch die Zelte nicht abbauen müssen. Dafür sind wir dann oft weitergezogen, wenn wir das Auto sowieso bewegen mussten.
- Wir haben die Route selbst zusammengestellt und gebucht.
- Und zum Schluss, aber nicht weniger relevant: uns war wichtig, neben den Tieren, den Landschaften und dem Campingleben auch das Leben und die Menschen in Namibia etwas kennen zu lernen.

Zufällig ausgewählte Erkenntnisse, die uns mehr oder weniger überrascht haben:
- Es hatte an vielen Orten ungewöhnlich viel Wasser. An der Reaktion der Locals merkt man erst, wie selbstverständlich Wasser in unserem Alltag zu Hause ist.
- Zwischendurch lange Fahrtage waren für uns oft überhaupt kein Problem.
- Das Reisen und Campen mit den (bereits etwas älteren) Kindern war überraschend entspannt.
- Trotz Bemühungen, war es für uns nicht einfach den Alltag und die Menschen vor Ort richtig kennen zu lernen.
- Die Landschaften und Campings sind nicht nur auf den Bildern, sondern auch in echt, so unglaublich schön.
- Wir hatten in 8 Wochen keine Autopanne (Danke an Africa on Wheels)!
- Es ist sehr interessant, mit welchen Fragen und mit wie viel Selbstverständlichkeit die Kinder der neuen Welt begegnen.
- Die touristische Infrastruktur ist unglaublich gut organisiert.
- Abendessen im Hellen haben wir nur sehr selten geschafft.
- Es ist bei einer Selbstversorger-Reise auch in Namibia schwierig, immer genügend (und gutes) Brot dabei zu haben.
- Handwäsche von Kleidern für 4 Personen ist mühsam!
- Es ist nicht ganz einfach an Wildfleisch zu kommen, am besten über die Unterkünfte.
- Eine Axt im Auto wäre praktisch gewesen. Das dicke und schwere Holz gibt zwar eine schöne Braai-Glut, aber es dauert ewig.

Unsere Route 9.3. -2.5.25
1 N. Windhoek, Chameleon Backpacker + (family room)
2 N. Jansen Kalahari Guest Farm ++
1 N. Kalahari Game Lodge +
2 N KTP, Mata Mata +
1 N Mesosaurus Fossil Camp ++
1 N Fish River Canyon, Hobas Campsite + (ohne Reservation)
1 N Klein-Aus-Vista, Desert Horse Campsite +
2 N D707, Ranch Koiimasis ++
2 N Namib Rand Family Hideout ++
1 N Sesriem Camping +
1 N Solitaire, Camp Gecko ++ (kurzfristig reserviert)
1 N Gamsberg, Camp Rooiklip ++
4 N. Swakopmund, Hotel Pension Rapmund ++ (family room)
2 N Spitzkoppe, Community Restcamp ++
5 N. Haasenhof ++ (2 Zimmer)
1 N Damaraland, Madisa Camp + (kurzfristig reserviert)
2 N Kaokoveld, Camp Aussicht ++
1 N Mungunda Camp and Living Museum + (ohne Reservation)
3 N Epupa, Omarunga Camp + (Umbuchung vom Epupa Camp)
1 N Hobatere Roadside Camp + (kurzfristig reserviert)
1 N. Etosha, Olifantsrus Camp +
2 N Etosha, Etosha Safari Camp ++ (Family room)
1 N Etosha, Onguma Tamboti Campsite +
1 N. Rundu, Hakusembe Lodge (Upgrade auf 2 Bungalows!) ++
1 N Caprivi, Ngepi Camp ++
1 N Caprivi, Kazondwe Camp + (kurzfristig reserviert, wegen «Flucht» aus Ngepi Camp...)
1 N Caprivi, Nambwa Campsite ++
2 N Caprivi, Mukolo Camp + (kurzfristig reserviert)
2 N Caprivi, Mobola Island Lodge +
1 N Roys Restcamp + (kurzfristig reserviert)
1 N Living Museum Ju/Hoansi ++ (ohne Reservation)
2 N Waterberg Wilderness + (kurzfristig reserviert)
2 N Erongo Rocks ++
1 N Windhoek, Chameleon Backpacker + (family room)

++ = super
+ = gut/den Erwartungen entsprechend

Da ich sehr viel Wert auf digitale Privatsphäre lege, aber gerne Fotos mit Menschen drauf mache, wird der Reisebericht leider nicht soo reich bebildert sein. Bitte entschuldigt! Hier aber trotzdem schon mal ein paar thematisch passende Fotos als Vorschau auf den Bericht.

Falls bei dem Bericht der Eindruck entstehen sollte, dass bei uns vier immer alles rund läuft, stimmt das natürlich nicht. Konflikte, Streitigkeiten und Unpässlichkeiten gab es auch in unserem Reisealltag. Ich werde mich in diesem Bericht aber auf Erlebnisse beschränken, die sich auf Namibia beziehen und lasse rein persönliche Ups und Downs eher aus.

Bald geht es los...
zuletzt bearbeitet 08. Aug. 2025
Themenstarter58 Beiträge · seit 202405. Aug. 2025 · #2
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Themenstarter58 Beiträge · seit 202405. Aug. 2025 · #3
Das mit den Fotos im Reisebericht hat noch nicht ganz geklappt. Vielleicht dann beim nächsten Versuch...
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2'462 Beiträge · seit 200605. Aug. 2025 · #4
Sehr schöne Reise und Runde. Etwas neidisch bin ich, dass ich offensichtlich in der falschen Zeit Kind war. 8 Wochen aus der Schule raus zu sein, wäre seinerzeit undenkbar gewesen. 🤩
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
Themenstarter58 Beiträge · seit 202405. Aug. 2025 · #5
Hallo zusammen
Vielen Dank für euer Interesse am Bericht, das freut mich sehr!
So, nun geht es loooos!

9.3.25 Alles läuft gut, bis auf den Matsch im Hirn
Der Flug mit Discover klappt zum Glück problemlos. Erwartungsgemäss schlafen wir aber wenig bis gar nicht. Wir werden vom Fahrer von Africa on Wheels abgeholt und die Autoübergabe funktioniert wunderbar. Wir entscheiden direkt ins Chameleon Backpaper zu gehen und zu fragen, ob unser Zimmer schon bezugsbereit ist. Wir dürfen das Leopard-Familienzimmer tatsächlich schon beziehen. Das Backpacker gefällt uns sehr gut: einfach, unkompliziert, gemütlich und praktisch. Das Auto können wir direkt vor dem Zimmer parken.
Wir gehen zu Fuss in die Stadt, um schnell etwas Mittag zu essen. War leider hungrig und übermüdet keine so gute Idee. Wir landen im Hungry Lion. Aber frisch gestärkt sind wir körperlich wieder etwas fitter. Das Hirn hält der Übermüdung weniger gut stand und das Einkaufen im Superspar neben der Maerua Mall verläuft etwas chaotisch.
Zurück im Backpacker geniessen die Kinder den Pool und wir sortieren unser Gepäck um. Eigentlich wollten wir zum Abendessen ins Joe’s Beerhouse, sind aber super froh, dass das Backpacker heute Abend ein unkompliziertes, traditionelles Essen anbietet. So kommen wir auch noch kulinarisch in Namibia an und können danach gleich ins Bett fallen.

10.3. Wiedersehen und Giraffen-Begegnungen
Das Frühstück ist im Backpacker-Stil, aber absolut in Ordnung. Wir packen alle unsere Sachen in neuer Ordnung ins Auto und sind erleichtert, dass tatsächlich alles reinpasst. Im Cafe im Superspar bei der Merua Mall haben wir heute mit Bekannten unserer ersten Namibia-Reise abgemacht. Wir freuen uns sehr, sie zu sehen und sie geben uns auch noch ein paar Tipps bezüglich unserer Route und Leben und Leute in Namibia. Mit frischem Kopf kaufen wir noch ein paar vergessene Sachen ein, kaufen eine Sim-Karte und eine Plastikplane zum Schutz gegen den möglichen Regen in den nächsten Wochen.
Dann geht es endlich los! Wir fahren über die C23/C15 nach Süden Richtung Jansen Kalahari Guestfarm. Die Strecke dauert etwas länger, als wir dachten und wir kennen die Alternative über die B1 nicht. Trotzdem denken wir, dass wir für uns die richtige Wahl mit dieser Route getroffen haben. Wir sind überwältigt von den ersten Eindrücken. Das Beste war die Giraffe, die einfach so am Strassenrand stand. Mein Hirn meldete mir ein geschnitztes Holztier am Wegrand 🤪 . Erst beim Verarbeiten der Information bemerkte ich, dass ich hier meine erste freie Giraffe sehe! Auch auf unserem Camping bei der Jansen Kalahari Guestfarm werden wir von einer Giraffe auf unserem Platz begrüsst. Wir haben den hintersten, wunderschönen und grosszügigen Platz. Perfekt, um den ersten richtigen Tag in Namibia mit einem Braai ausklingen zu lassen.

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11.3. Einsortieren, wandern in der Mittagshitze und Sundowner auf der Düne
Wir wollen den Tag auf der Jansen Kalahari Guest Farm nutzen, um so richtig in unserem Namibia-Abenteuer anzukommen. Der Ort ist für uns perfekt dafür. Wunderbare Infrastruktur, viel Platz, viel Bäume für Schatten und eine kleine, aber gute Auswahl an Aktivitäten.
Nach unserer ersten Nacht im Zelt, starten wir gemütlich in den Tag. Wir definieren gemeinsam eine Ordnung im Auto, die wir bis auf wenige Ausnahme bis zum Ende auch so lassen. Überraschenderweise halten sich alle recht gut an die Ordnung und so hatten wir während der Reise nicht ständig das Gefühl irgendwas suchen zu müssen. Weil uns nach dem Einsortieren noch viel Zeit bleibt, entscheiden wir uns trotz der Hitze, eine Wanderung zu starten. Tja, die Hitze und Sonne haben wir dann doch etwas unterschätzt und freuen uns alle sehr auf die Abkühlung im Swimmingpool beim Hauptgebäude. 😎
Nach einer Pause auf unserem Camping versammeln wir uns mit anderen Gästen für die Sundowner-Fahrt. Das tolle ist, dass man einfach hinten auf dem Pickup stehen darf. Wir erfahren einiges über das Farmleben und sehen Eland, Giraffen, Springböcke und Zebras. Die Tiere wurden extra für die Touristen auf der Farm angesiedelt. Aber für uns ist es trotzdem ein gelungener Start. Das simultane Übersetzen für die Kinder von Englisch auf Deutsch ist etwas anstrengen, dafür werden wir auf einer Düne mit einem Getränk und einem wunderbaren Sonnenuntergang belohnt. Das Abendessen haben wir im Restaurant gebucht. So müssen wir nach dem Ausflug nicht mehr kochen. Das Essen ist sehr gut und beim Rückweg zum Camping treffen wir im Dunkeln nochmals Eland und Giraffen an.

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12.3. langer Fahrtag und allein auf dem Camping
Im Vorfeld hatten wir etwas Respekt vor dieser langen Strecken und haben uns deshalb für eine Übernachtung vor dem Grenzübergang entschieden. Die Fahrt dauert tatsächlich lange, klappt aber ganz gut. Auch die Kinder wissen sich mit lesen, Hörspielen usw. zu beschäftigen. Wir staunen wieder über die wunderschöne und sich ständig verändernde Landschaft. Wir kommen doch etwas erschöpft auf der Kalahari Game Lodge an und gönnen uns direkt eine Pool-/Wlan-Pause. Dann fahren wir ein paar Minuten bis zu unserem Campingplatz. Wir sind die ersten auf dem ganzen Camping und werden auch die Einzigen bleiben. Die Infrastruktur ist wieder top und die Aussicht auf die Grasebene mit Gnus und Springböcken gefällt uns sehr gut. Bei diesem Camping springt der Funke bei uns aber nicht ganz rüber.

Fortsetzung folgt...

Herzlich,
Leonie
zuletzt bearbeitet 05. Aug. 2025
768 Beiträge · seit 201706. Aug. 2025 · #7
Hallo Leonie, ich melde mich auch offiziell als Mitfahrerin an und freue mich auf die Reise!
Vielen Dank und liebe Grüsse, Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute 2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius 2020: Kapstadt und Gardenroute 2022: Namibia 2024: Namibia und Südafrika 2026: Namibia und Botswana in Planung :-)
Themenstarter58 Beiträge · seit 202408. Aug. 2025 · #8
Hallo Martin und Caroline
Ich freue mich über euer Interesse. Für unsere nächste Etappe könnt ihr schon mal Spaten und Fernglas bereithalten.

An Alle: Mein Reisebericht wird nicht all zu ausführlich. Das würde sonst bei einer so langen Reise einen ewig langen Bericht geben. Aber wenn jemand zu einer Unterkunft, Aktivität oder Strecke mehr wissen möchte, könnt ihr mir sehr gerne schreiben.
Herzlich,
Leonie
Themenstarter58 Beiträge · seit 202408. Aug. 2025 · #9
13.3. Auto ausbuddeln und erste Safari-Erfahrung
Früh raus wollen wir heute nicht. Deshalb ist klar, dass wir erst einen Nachmittags-Gamedrive im KTP machen werden. Wir haben eine kurze Fahrstrecke, deshalb bleibt uns noch viel Zeit. Wir entscheiden uns, unser Auto (und uns) auf einem kleinen Teil der 4x4-Strecke der Kalahari Game Lodge zu testen.
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Es macht unglaublich Spass über die kleinen Kalahari-Dünen zu fahren. Bei einer steilen Düne bleiben wir dann beim zweiten Anlauf tatsächlich stecken. (Wir bemerken erst später, dass wegen eines Bedienungsfehlers der 4x4-Low-Gang gar nicht drin war. 😐 ) Aber eigentlich freuen wir uns fast etwas übers Steckenbleiben. Wir wollen ja den Ernstfall testen. Und so kommt auch unser Spaten zum Einsatz. Nach etwas Buddeln ist das Auto wieder frei und beim dritten Versuch klappt es auch mit dieser Düne. Wir fahrend die kleine Runde fertig und verlassen die Kalahari Game Lodge.
Kurz vor Mata-Mata wollen wir unsere Vorräte beim Farm Stall Sitzas (Tipp aus dem Forum) aufstocken. Aktuell ist wenig da. Aber wir bestellen Brot für in 2 Tagen und dann sollte es auch wieder viel Fleisch haben. Der Grenzübergang klappt problemlos, wenn auch etwas kompliziert und langwierig. Holz müssen wir dalassen, Gemüse/Früchte haben wir weggeräumt, scheint aber niemanden zu interessieren. Dann suchen wir uns einen schönen Platz auf dem Mata Mata Camping. Wir sind positiv überrascht vom Camping. Er ist zwar nicht besonders hübsch, es hat aber Schattenbäume und die sanitären Anlagen sind sehr gut.
Wir essen was und spielen, bevor wir zu unserem ersten Gamedrive aufbrechen. Wir sind richtig aufgeregt! Zu sehen kriegen wir aber anfänglich nicht viel. Die Landschaft ist deutlich grüner, als wir es erwartet hätten. Dann treffen wir auf einen schlafenden Löwen gleich neben der Strasse (und viele Autos darum herum)!
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Er sieht leider krank oder alt aus. Trotzdem: wir sind begeistert, unser erster Löwe! Je später es wird desto mehr Tiere sehen wir: Gnu, Kuhantilope, Oryx, Strauss,… Zum krönenden Abschluss beobachten wir in der Ferne ein paar spielende Löffelhunde. Die Lichtverhältnisse lassen aber kein gutes Foto mehr zu.

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Solche Taussendfüssler hat es am Abend einige auf dem Camping. Faszinierende Tiere!
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14.3. ein Löwe und wir im grünen KTP
Wir wollen früh los für möglichst hohes Sichtungsglück in den kühlen Morgenstunden. Als der Wecker klingelt, regnet es. Und das in der Wüste, unglaublich! Wir warten noch etwas ab und bis wir aus den Zelten kriechen, hat der Regen aufgehört. Es ist das erste Mal, dass wir am Morgen so schnell wie möglich loswollen. Im Laufe der Zeit werden wir unser Tempo bezüglich zusammenräumen und einpacken noch steigern können. Wir fahren durch die wunderschöne Kalahari im Morgenlicht. Nach kurzer Zeit sehen wir etwas über die Ebene gehen. Wir halten den Atem an. Uns kommt tatsächlich ein Löwe entgegen! Der Löwe und wir sind ganz allein! Er läuft hinter uns der Strasse entlang und verschwindet dann auf der anderen Seite. Eine tolle Sichtung!
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Wir sind heute Morgen ohne Frühstück los. Dafür halten wir an einem Wasserloch und essen unser Frühstück gemütlich im Auto. Das werden wir auf der Reise noch ein paar mal so machen, hat sich bewährt. Neben vielen anderen Sichtungen an diesem Tag, ist sicher der Leopard erwähnenswert. Es stehen bereits viele Autos auf der Strasse und zeigen uns, wo der Leopard genau liegt. Sehen können wir nur Schwanz und Rücken, aber das ganz nah.
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Wir fahren relativ gemütlich, aber ohne Stopp bis Twee Rivieren. Dort machen wir Mittagspause auf der schönen Day visitor area. Der Camping sieht unserer Ansicht nach schrecklich aus. Nach ausgiebiger Pause machen wir uns auf den Rückweg. Auch auf dem Rückweg haben wir viele schöne Tierbegegnungen. Fast keine an den Wasserlöchern, aber dafür immer mal wieder unterwegs.
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Der Weg Mata Mata - Twee Rivieren - Mata Mata an einem Tag zu fahren, ist sicherlich anstrengend, aber machbar. Wir haben hier für unsere Safari-Fahrten eingeführt, dass wir ein gemeinsames Höhrspiel/-buch hören. Das ist spannend genug, damit alle lange Fahrten durchhalten, wir können gut gleichzeitig rausschauen, uns gegenseitig auf Sichtungen aufmerksam machen und wir Eltern können zentral aus und wieder einschalten. Das hat sich sehr bewährt. Mit den Kopfhörern geht das nicht gleich gut. Die Idee hatte ich auch aus dem Forum, danke!
Themenstarter58 Beiträge · seit 202409. Aug. 2025 · #10
15.3. Mittagspause in einer Oase und Scherenschnittbilder am Abend
Der Abstecher zum KTP war kurz. Wir finden es schade, aber zum Glück nicht weiter schlimm. Unser Ziel war es, bereits am Anfang unserer Reise, etwas Safari-Luft zu schnuppern, bis es dann in einem Monat im Etosha weitergeht. Wir sind überglücklich über unsere Sichtungen.
Nach dem erneut problemlosen und unfreundlichen Grenzübergang (wir konnten unser Holz wieder mitnehmen), holen wir das vorbestellte Brot im Farm Stall ab und kaufen unglaublich günstiges Lammfleisch. Wir kürzen den Weg nach Koes über die D511 ab, was uns extrem gut gefällt. Eine sehr schöne Dünenstrasse!

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Im Moer Toe Coffee Shop (Tipp aus dem Forum!) finden wir eine Oase für den Mittagshalt. Wir lassen uns verköstigen und lernen im Gespräch mit dem Gastgeber wieder einiges über das Leben in Namibia. Dann machen wir uns auf zum Onkel des Kaffee-Besitzers, zum Mesosaurus Fossil Camp. Dort wählen wir die Campsite unter dem grossen Vogelnest aus. Die einfache Anlage gefällt uns extrem gut! Die sanitären Anlagen sind sehr basic, aber das macht uns nichts. Neben uns sind zwei weitere Plätze besetzt.

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Am Nachmittag wollen wir unbedingt die Tour mit dem Besitzer Gil machen. Wir richten ihm einen Gruss von seinem Neffen (aus dem Kaffee) aus und schon kommt er ins Erzählen. Er zeigt uns seine Farm mit vielen Köcherbäumen und Fossilien des Mesosaurus, sehr unterhaltsam! Zurück auf dem Camping sehen wir Gewitterwolken vorbeiziehen, bei uns bleibt es aber trocken und sorgt für eine wunderschöne Abendstimmung.

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16.3. Gas-Abenteuer und ausgewaschene Strassen
Für die kommende Nacht haben wir nichts reserviert. Wir wollten spontan entscheiden können, ob wir den Umweg über den Fish River Canyon auf uns nehmen wollen. Heute stimmen wir einstimmig für den Canyon. Bei der Ausfahrt vom Camping kommt uns diese hübsche Schlange vor die Linse.

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In Ketmanshoop machen wir im Spar Grosseinkauf für die nächsten ca. 10 Tage. Da wir ja lange unterwegs sind und viel und lange kochen, wollen wir auch unser Gas vom Kocher auffüllen. Das ist ein echtes Abenteuer! Ob es nur daran liegt, dass Sonntag ist oder, ob das immer so ist, kann ich nicht beurteilen. Es klappt am Schluss und wir werden in einem völlig untouristischen Teil von Ketmanshoop zu einer Gas-«Tankstelle« geführt.
Die Weiterfahrt auf der C12 ist eindrücklich und anstrengend. Es hat am Vortag geregnet und die Strasse ist deutlich ausgewaschen. Es liegt teilweise noch Wasser auf der Strasse, fliessende Rivieren treffen wir aber nicht mehr an.

Das erinnert stark an den Südwesten der USA.
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Im Canyon Road House geniessen wir ein kühles Getränk und fahren dann weiter zum Hobas Camping von NWR. Ich habe schon im Voraus abgeklärt, dass der Camping um die Zeit nie ausgebucht ist und wir erhalten tatsächlich problemlos einen Platz. Wir sind positiv überrascht vom Camping. Für NWR echt schöne und schattige Plätze und gute sanitäre Anlagen. Nach einer Pause fahren wir für die Abendstimmung zum Canyon. Überwältigend! Sogar die Kinder sind beeindruckt. Wir geniessen die Aussicht und die Stimmung und fahren dann zum Kochen und Essen zurück zum Camping.

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17.3. Frühstück am Canyon und leuchtende Pasellfarben vor Aus
In der Frühe stehen wir auf und packen unsere Sachen schnell zusammen. Wir wollen nämlich am Canyon frühstücken. Das stellt sich als ausgesprochen gute Idee heraus. Staunen mögen die Kinder nämlich nicht so lange, das ist langweilig. Aber das Camping-Frühstück bei Sonnenaufgang mit dieser Aussicht geniesst die ganze Familien! Die Pads zu den weiteren Aussichtspunkten sind extrem schlecht. Trotzdem wollen wir auch heute den Canyon noch aus einer zweiten Perspektive sehen.
Im Anschluss fahren wir die C12 wieder zurück. Wir haben uns ursprünglich auch überlegt dem Oranje entlang und über Rosh Pinah nach Aus zu fahren. Das ist dann aber an dem Tag wegen der langen Fahrstrecke kein Thema mehr. Mittagspause machen wir beim Biltongplaas an der B4. Wir stocken unsere Vorräte an Biltong und Trockenwürste auf (sehr lecker und Tipp aus dem Forum!), kaufen kühle Getränke und dürfen die Tische vor dem Haus für unser mitgebrachtes Essen nutzen. Landschaftlich hat mich die Weiterfahrt bis Aus total geflasht. Das habe ich da echt nicht erwartet! Die Landschaft leuchtete in den unterschiedlichsten Pastellfarben (geht das überhaupt?). Fotos können das leider nicht annähernd farblich wiedergeben.
In Klein-Aus Vista checken wir ein, geniessen zuerst mal den Pool und einen leckeren Kuchen. Danach machen wir uns auf den Weg zum Desert Horse Camping. Die Anlage liegt wunderschön eingebettet in der Hügellandschaft. Aber der Camping selbst und die Infrastruktur empfinden wir als eher mässig. Trotzdem verbringen wir einen gemütlichen und schönen Abend da. Die Nacht ist dann leider sehr windig und der Schlaf entsprechend unruhig.
zuletzt bearbeitet 09. Aug. 2025
Themenstarter58 Beiträge · seit 202411. Aug. 2025 · #11
18.3. Besuch von Kolmanskop und D707 im Regen
Wir haben uns bewusst offen gelassen, ob wir heute nochmals viel Fahrerei für Kolmanskop auf uns nehmen wollen. Uns machen lange Fahrtage überraschenderweise allen nicht viel aus und wir sind sehr neugierig auf Kolmanskop. Zudem wissen wir, dass danach ein paar sehr entspannte Tage auf uns warten. Wir stehen also wieder zeitig auf, essen ein schnelles Frühstück und packen zusammen. Wir wollen für die erste Führung in Kolmanskop sein. Ich habe mir die Fahrt dahin eher langweilig vorgestellt. Aber auch hier werde ich eines Besseren belehrt. Ich bin begeistert von der Landschaft! Auf dem Flug habe ich den Film Dune nochmals geschaut. Die Landschaft hier sieht aus wie im Film und es würde mich nicht wundern, wenn irgendwo ein riesiger Sandwurm auftaucht 😄 .
Kolmanskop ist toll! Die Führung ist kurz, knapp und informativ und danach stromern wir gemütlich durch die Geisterstadt. Jeder hat eigene Ideen, wie er die skurrilen Begebenheiten für ein Foto nutzen kann. Zudem inspirieren uns die verlassenen Häusern dazu, passende Geschichten zu erfinden.

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Danach essen wir ein frühes und sehr leckeres Mittagessen im Kaffee. Wir sind uns einig, dass das ein gelungener Ausflug war, und machen uns auf den Weg, weil noch eine lange Strecke vor uns liegt.
In Aus kaufen wir kurz das Nötigste ein und machen uns dann auf den Weg zur D707. Schon bald nach Aus sehen wir dunkle Regenwolken.

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Kaum biegen wir auf die D707 ein, holt uns der Regen tatsächlich ein. So fahren wir auf der angeblich schönsten Strasse Namibias uns sehen … nichts.

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Das stimmt nicht ganz. Zwischendurch heben sich die Wolken und wir erhaschen einen Blick auf eine wunderbare und frisch verregnete Landschaft.

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So sehen vermutlich die Wenigsten die D707, ist echt spektakulär! Auch neben der Strasse sehen wir immer mal wieder Tiere (hier Geier und Löffelhunde).

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In Koiimasis werden wir bei der Camping-Rezeption nett begrüsst. Wir können uns vorstellen, dass die Chemie mit der Besitzerin nicht mit allen stimmt. Bei uns passt es. Wieder im strömenden Regen kommen wir auf dem Camping an. Die Anlage zieht uns trotz Regen sofort in ihren Bann.

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Wir freuen uns, dass wir hier zwei Nächte bleiben und viel Zeit auf dem Camping haben werden. In einer Regenpause stellen wir die Zelte auf und spannen unsere (zum Glück extra gekaufte) Plastikplane über das Schattendach des Campings. Unsere Plastikplane ist wie gemacht für dieses Dach. Das wird sich noch als extrem praktisch erweisen...

19.3. spazieren, klettern und Gewitter
Es ist bewölkt und wir starten sehr gemütlich in den Tag. Die Kinder klettern auf den Felsen rum, geniessen die Freiheit und wollen nicht mit auf den Erkundungsspaziergang.

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Wir versichern uns, dass sie wissen, wie sie im Notfall zur Rezeption kommen und lassen sie für die nächsten 1-2 Stunden allein zurück. (Etwas Mut und Überwindung kostet es mich schon.) Wir spazieren zu einem sehr schönen Lookout. Es ist alles sehr grün, was vermutlich sehr untypisch ist.

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Nach unserer Rückkehr verbringen wir einen gemütlichen Tag auf dem Camping. Wir fühlen uns wirklich wohl hier!

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Am Nachmittag rollt ein Gewitter direkt über unsere Köpfe. Wir spielen stundenlang unser Liebelingsspiel unter unserer Plastikplane. Es laufen Bäche über den Campingplatz.

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Für den Braai am Abend stoppt der Regen kurz, bevor er wieder für die ganze Nacht einsetzt.
988 Beiträge · seit 202312. Aug. 2025 · #12
Guten Morgen Leonie,
herzlichen Dank dafür, dass du uns an eurer Reise teilhaben lässt. Wir waren auch schon mal im März in Namibia, aber dieses Jahr war er regentechnisch nicht mit dem März in 22 vergleichbar.
Um die Begegnung mit den Löffelhunden beneide ich euch.
Auf Kooimasis waren wir dieses Jahr im Mai. Das ist schon eine ganz besonders schöne Ecke.

Eure Fotos von Kolmannskop gefallen mir auch sehr gut. Da sind wir ebenfalls dem Fotorausch verfallen und mit Hintergrund Infos ist es noch interessanter dort.

Ich hoffe, dass sich eure Regenphasen einigermaßen erträglich in Grenzen gehalten haben und bin gespannt wie es weitergeht.

Liebe Grüße, Silvia
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Themenstarter58 Beiträge · seit 202412. Aug. 2025 · #13
@Nacho
Liebe Silvia, vielen Dank für deine Reaktion. Ja, Kolmanskop und Koiimasis sind zwei ganz spezielle Ort.
Wir Glückspilze haben gleich zwei mal Löffelhunde gesehen. Das sind echt niedliche und lustige Tierchen. Dafür war es teilweise sonst nicht sooo tierreich, du wirst in meinem Bericht noch sehen resp. lesen. Aber war ja auch im März. Das hat andere Vorteile.
Das Thema Wasser wird uns tatsächlich während der ganzen Reise begleiten. Dazu gibt es noch ein paar spannende Geschichten! Aber bezüglich Regen hätten wir es diesen März echt auch schlimmer treffen können.
Ich bin bei deinem Reisebericht als stille Mitleserin auch dabei und freue mich sehr über dein Interesse an meinem Bericht.
Herzlich,
Leonie
Themenstarter58 Beiträge · seit 202412. Aug. 2025 · #14
20.3. Luxus-Camping und Sandboarden
Wir nutzen eine Regenpause geschickt, um unsere Zelte zusammen zu packen. Bei der Rezeption von Koiimasis kaufen wir Eier und suuuper gutes Grillfleisch für die nächsten Tage (Zebra und Oryx). Wir erhalten noch den Tipp sehr vorsichtig zu fahren. Die Strassen sollten zwar passierbar sein, keine laufenden Rivieren, aber Vorsicht ist trotzdem geboten. Wir halten uns daran und die Strassen sind tatsächlich vom jüngsten Regen ausgewaschen.

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In Betta machen wir einen Mittagshalt und stocken im Tankstellen-Shop unsere Vorräte etwas auf. Bis zum Namib Rand Family Hideout ist es danach nicht mehr weit und wir werden freundlich empfangen. Wir wollen eigentlich Brot kaufen, aber bei dem Wetter funktioniert (verständlicherweise) der Solarbackofen nicht... Wir fahren durch riesige Pfützen (in der Wüste!) zu unserem wunderwunderschönen Camping. Von Anfang an ist mir klar: das wird einer meiner Lieblingsplätze! Der Platz ist sehr einsam, wunderschön gelegen und die Infrastruktur ist Luxus pur. Zugegeben die Jupiter-Site ist die teuerste und luxuriöseste. (Das Camping-Haus hat sogar Planen, die man gegen Wind und Sonne individuell runterlassen kann.) Aber für unseren Zweck ist es einfach super!

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Nach dem Einrichten und vor dem Aufstellen der Zelte fahren wir mit dem Auto mit den gemieteten Sandboards (keine richtigen Boards, einfach Bretter mit einer Schnur) zur gekennzeichneten Stelle. Mit gut gewachsten Boards und etwas Übung macht es extrem viel Spass. Eine überglückliche Familie und diese Aussicht: was will man mehr?

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21.3. Ausspannen und Gewitter in der Namib
Nach einem schnellen Frühstück starten wir vor der Mittagshitze eine Wanderung über die Dünen. Ein magischer Ort! Es macht Spass durch die Dünen zu kraxeln, rennen und wandern. Wir sehen auch immer wieder kleine Tiere und ihre Spuren.

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Wir stellen fest, dass man auch zu Fuss zur Sandboarding-Düne kann, und nehmen uns das für den späten Nachmittag vor. Wieder zurück kommt der entspannte Teil des Tages. Wir chillen, hängen, lesen und spielen. Dafür ist die tolle Infrastruktur der Campsite Jupiter bestens geeignet. Später gehen wir zu Fuss zum sandboarden. Am Abend gewittert es rund um uns herum. Bei uns bleibt es aber trocken und wir geniessen die wundervolle Abendstimmung.

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zuletzt bearbeitet 12. Aug. 2025
1'055 Beiträge · seit 201612. Aug. 2025 · #15
Ja, Kolmanskop und Koiimasis sind zwei ganz spezielle Ort.




Da kann ich 100 % zustimmen .In Kolmanskop war ich schon 2x und könnte da ewig rumstreifen und in den Ausstellungsstücken versinken - so viele interessante Dinge.
Dem entsprechend waren wir jeweils für 2 Nächte in Klein Aus Vista , zelten , Upgrade auf " The Wall" und Geisterschlucht - alles super schön . An der Bar im Haupthaus hängt seit vielen Jahren die Fahne unseres Dorfes und seit 2023 daneben unser signiertes T-Shirt . Vielleicht ist es dir ja aufgefallen .
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Auf Koiimasis waren wir 2023 auch , leider nur für eine Nacht . Der selbe Stellplatz - super Einstieg für kleine Kraxeltouren . Dort habe ich mir die Finger wundfotografiert .
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Danke , daß du mich erneut an diese Orte gebracht hast .
LG Conny
Namibia zum 1. Elefantenrunde Abschied für immer Auf neuen Wegen ins Kaokoveld (hummeldumm?") [url//namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/306123-der-kreis-hat-sich-geschlossen-bot-nam.
Themenstarter58 Beiträge · seit 202413. Aug. 2025 · #16
@CoM
Liebe Conny, das freut mich jetzt besonders, dass ich dich an diese Orte bringen durfte! Die Fahne haben wir leider nicht gesehen, oder nicht bewusst wahrgenommen. Klein Aus Vista war bei uns wirklich nur ein Zwischenstopp. Dass wir auf Koiimasis auf dem gleichen Stellplatz waren und vielleicht die gleichen Runden gekraxelt sind, freut mich.
Vielen Dank fürs Mitlesen, das freut mich sehr.
Herzlich,
Leonie
Themenstarter58 Beiträge · seit 202413. Aug. 2025 · #17
22.3. Fluss-Abenteuer in Sesriem und ein Fest-Buffet
Heute ist der Himmel stahlblau, es droht also eher kein Wasser von oben. Dafür von unten...
Die C27 ist in schlechtem Zustand, aber wegen des vielen Regens können wir wunderschöne Fotos schiessen.

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Kurz vor Sesriem dann das abrupte Ende. Der Tsauchab fliesst über die unbefestigte Strasse, wir haben total vergessen uns über die Strassenverhältnisse zu informieren 😮 . Die Durchfahrt ist zwar nur etwa knietief, aber der Fluss zieht doch ziemlich und wir sind total unerfahren. Wir beobachten die Situation. Locals mit Autos mit noch etwas mehr Bodenfreiheit (und sicherlich mehr Erfahrung) fahren durch. Touristenautos mit Anhänger kehren um. Zwei junge Deutsche mit ähnlichem Auto gesellen sich zu uns und wir besprechen die Situation gemeinsam. Der Wasserstand scheint nicht zu sinken. Inzwischen wissen wir, dass im Anschluss noch weitere Teile des Flusses durchquert werden müssen, diese aber deutlich weniger kritisch (da befestigt) sind. Wir nehmen das Abschleppseil zur Sicherheit in die Nähe und beschliessen gemeinsam durchzufahren. Unseren Älteren schicken wir zuerst für das Foto zu Fuss durch. Alles klappt zum Glück problemlos.

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Wir haben den Tipp von unseren Bekannten erhalten, dass wir vielleicht das Glück haben könnten, im Sesriem-Canyon baden zu können. Und tatsächlich, was für eine Freude! Locals, die extra fürs Baden im Canyon von Swakopmund her gefahren sind, erzählen uns, dass das nur etwa alle 10 Jahre eine Woche lang möglich ist. Wir sind unglaubliche Glückspilze! 🤩

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Den Sesriem Camping haben wir einfach als sinnvolle Zwischenstation gebucht. Dafür ist er total gut geeignet, aber nicht wirklich mehr. Wir hatten keine hohen Erwartungen und deshalb bewusst wenig Zeit da eingeplant. Insofern war der Camping für uns ok. Wir sind den Empfehlungen aus dem Forum gefolgt und haben am Nachmittag in der Lodge nebenan für das Abendessen reserviert. Am Abend gehen wir durch eine Lücke im Zaun zu Fuss da hin (für Rückweg Taschenlampe mitnehmen). Wir treffen ein für uns Camper wundervolles Buffet an. Wir lassen uns so richtig verwöhnen und die Kinder sprechen auch Wochen später noch vom «Fest-Buffet». Ein echt ereignisreicher Tag geht zu ende.

23.3. Ein Fluss in der Wüste und ein toller Überraschungscamping
Wir stehen früh auf und gehen gleich los. Ein kleines Frühstück essen wir im fahrenden Auto. Rechtzeitig zum Sonnenaufgang sind wir wie viele Andere auf der Düne 45. Die Stimmung ist trotz der vielen Leute sehr friedlich und natürlich wunderschön. Unglaublich schön, kein Wunder, dass alle hier hinwollen.

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Wir können es uns nicht verkneifen und rennen die Düne runter. Auf dem Weg zum 2x4-Parkplatz bemerken wir, dass der Tsauchab schon weit fortgeschritten ist.

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Kann es sein, dass er genau in dieser Nacht ganz hinten angekommen ist? Ja, es ist so. Welches Glück wir haben! 🤩 Oder doch nicht? Wir hatten eigentlich vor die 4x4-Strecke selbst zu fahren. Nun fliesst aber der Fluss auf der Pad. Wir können vom 2x4-Parkplatz aus nicht abschätzen, wie der Fluss weiterverläuft und wie lange man im Wasser fährt. Deshalb entschliessen wir uns spontan für einen Shuttle. Rückblickend wäre es vermutlich nicht nötig gewesen. Die Fahrt mit dem Shuttle durch Wasser und Sand ist auf jeden Fall spassig.

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Wir gehen ins Deadvlei, geniessen den Anblick und machen die obligaten Fotos. (Wir haben nur Fotos mit uns drauf gemacht und die möchte ich nicht ins Internet hochladen. Fotos ohne Personen drauf machen andere bestimmt schönere als wir.) Zurück beim 4x4-Parkplatz warten wir gefühlt ewig auf einen Shuttle. Uns knurren wegen der fortgeschrittenen Zeit die Mägen. Eigentlich wollten wir hier brunchen. Aber ohne Auto ist das schwierig. Zurück beim 2x4 -Parkplatz essen wir was und tanken so wieder Energie.
Bei der Rückfahrt nach Sesriem geniessen wir nochmals andächtig die Aussicht. Die folgende Übernachtung haben wir noch nicht gebucht, da wir die Dünen in Ruhe geniessen wollten und nicht abschätzen konnten, wie weit wir danach noch fahren wollen. Es ist noch nicht spät und wir fühlen uns fit. Wir schreiben das Camp Gecko an und fahren mal Richtung Solitaire. Alternative Campings in der Nähe von Solitaire haben wir schon rausgesucht. In Solitaire essen wir Apfelkuchen (nicht überragend, aber sehr gut) und erhalten tatsächlich ein Ok vom Camp Gecko. Dieses Camp ist für eine Nacht echt wunderbar! Tolle Aussicht und Openair-Infrastruktur. Für uns ist es aber auch in Ordnung morgen wieder weiterzuziehen. Vor Ort hätten wir nicht gewusst, wie wir einen ganzen Tag hätten verbringen sollen.

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24.3. Passstrasse und Höhlen-Camping
Heute haben wir bis Camp Rooiklip keinen weiten Weg vor uns. Spontan entschliessen wir den Umweg über den Spreetshoogte- und Gamsberg-Pass zu fahren. Wir fahren ohne Erwartungen, sind aber (auch als Schweizer:innen) beeindruckt von den steilen Pads und den vielen Kurven. Wir sind überrascht, wie anders Namibia hier aussieht. Es gefällt uns als Abwechslung sehr gut. Auch hier sieht man den Pads an, dass es stark geregnet haben muss, aber wir kommen gut durch. Hier treffen wir auf der Pad zum ersten Mal bewusst auf Dickpens. So von Nahem sind es beeindruckend gruselig und schöne Viecher.

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Zum Schluss gibt es einen langen 4x4-Track bis zum Camp Rooiklip. Das ist nach der Passfahrt für uns eine Geduldsprobe. Aber dafür wartet ein toller Höhlen-Camping auf uns. Wir sind begeistert, vor allem die Kinder.

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Nach der langen Fahrt wollen wir uns etwas bewegen und starten eine Wanderung, die wir dann aber abbrechen. Ich habe ein ungutes Gefühl im Bauch. Der Weg führt oft durch hohes Gras. Man sieht kaum, wo man hintritt, das ist mir wegen den Schlangen zu unsicher. Zudem ist der Weg auch schlecht ausgeschildert. Aber eigentlich wäre eigentlich wäre es sehr schöne da. Tja. Wir kehren um und verquatschen uns total mit Lore der Besitzerin. Sie hat unglaublich viele spannende Geschichten zu erzählen. Sogar unsere sonst in solchen Situationen eher ungeduldigen Kinder hängen ihr an den Lippen. Es hat auch einen süssen Hund, der die Kinder total begeistert. Für das Abendessen machen wir ein grosses Feuer, wir fühlen uns ein Bisschen wie Höhlenmenschen. 😁

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25.7. ganz viel Nichts und Pizza in Swakopmund
Heute starten wir gemütlich in den Tag, schauen uns vor Ort sogar noch die süssen Steinhäuser (Camp Flinstone) an. Vor allem für kleine Gruppen sehr empfehlenswert. Der Kuiseb-Pass ist eindrücklich und der Fluss fliesst bei dem vielen Regen natürlich auch. Danach folgt bis nach Walfish Bay…nichts. Irgendwie beeindruckend, dass Wüste auch so langweilig sein kann.

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Es ist das einzige Mal, dass ich Mühe habe, mich beim Fahren zu konzentrieren. Sonst ist ist die Landschaft und die Pad immer spannend genug. Nach einem Fahrerwechsel gönnen wir uns in Walfish Bay im Restaurant Godenfang einen Milchshake und nehmen dann die letzte Strecke nach Swakopmund unter die Räder. Wir freuen uns über das Meer und staunen über das Nebeneinander von Townships und Beach Resorts. Wir haben ein family room im Hotel Pension Rapmund reserviert und eine kleine Wohnung erhalten! Zwei Zimmer mit je einem Badezimmer, eine kleine Küche und ein kleines Wohn-/Esszimmer. Und das wirklich Mitten in Swakopmund. Die Anlage ist auch hübsch. Es ist keine Luxus-Unterkunft, aber schön, sauber, praktisch und gut gelegen. Für uns passt’s perfekt! Zum Abendessen gibt es Pizza bei Gabriele’s gleich um die Ecke (solider Italiener). Wir erfahren, dass wir auch hier dem Regen hinterherfahren. Am Tag zuvor Stand Swakopmund wegen des Regens unter Wasser. Zum Glück sind wir erste heute angekommen.
zuletzt bearbeitet 20. Aug. 2025
3 Beiträge · seit 202413. Aug. 2025 · #18
Habe auch mit Interesse deinen schönen RB gelesen.
Wir waren Ende Februar auch auf diesem Campingplatz sogar auf der gleichen Campsite mit dem Vogelnest, wir waren ganz alleine dort. War ein tolles Erlebnis.
Die Tour mit Gil haben wir auch gemacht.
Abends am Lagerfeuer hatte ich auch kurzen Besuch von einer Schlange, konnte sie leider nur 2-3 Sekunden sehen bevor
sie zwischen den Steinen verschwand, sah aber genauso aus wie Eure, weiss jemand was es für eine Schlange ist, evtl. giftig?


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Liebe Grüße

Pedro
Videos unserer Namibia Reise 2025 https://www.youtube.com/watch?v=My-oIyAlUDA&list=PLv4scmKBdnOHg6lHGg_FI6RsjGdFRpAN0
zuletzt bearbeitet 13. Aug. 2025
Themenstarter58 Beiträge · seit 202414. Aug. 2025 · #19
@haegar99
Hallo Pedro, vielen Dank für dein Interesse an meinem Reisebericht! Das Mesosaurus Fossil Camp bleibt mir auch in spezieller Erinnerung. Unglaublich die Stimmung im Abend- und Morgenlicht.
Bezüglich der Schlange haben meine Recherchen ergeben, dass es eine Maulwurfsnatter sein könnte. Die ist nicht giftig.
Gruss, Leonie
Themenstarter58 Beiträge · seit 202415. Aug. 2025 · #20
26.7. Township am Morgen und edles Essen am Abend
Das Frühstücksbuffet im Hotel ist gut. Gestern haben wir mit einer Bekannten von unserer ersten Reise für heute eine Townshiptour abgemacht. Die Art und Weise von Sammy, wie sie durch ihre Wohnumgebung führt, war damals sehr interessant und respektvoll und ist es auch noch heute. Wir gehen auf einen Markt, ihre Mutter erzählt bei ihr zu Hause ihre Lebensgeschichte, wir erhalten ein kurzes Konzert der Swakopmund Acapella Singers, besichtigen einen Kindergarten, besuchen eine traditionelle Medizinfrau im DRC und essen in einem Township-Restaurant Mopane Würmer und Pap. Sie erzählt uns viele spannende Details über das Leben in einem Township. Unsere Kinder sind sehr interessiert, stellen gute Fragen und hören ungewohnt respektvoll zu. Auch sie spüren wohl, dass es ein Privileg ist, dass wir einen solchen Einblick in das Leben von anderen Menschen erhalten.

Wir haben dann doch nicht so viele Mopane Würmer gegessen, dass wir satt werden und essen nach der Tour noch was Kleines im Village Cafe (sehr zu empfehlen). Den Nachmittag verbringe ich mit Sammy und wir quatschen entspannt und privat über die Herausforderungen und Freuden im Leben. Unsere Lebenssituationen könnten unterschiedlicher nicht sein und trotzdem ist es ein sehr gemütlicher und anregender Nachmittag. Die Männer der Familie sind währenddessen auf Shopping-Tour. 😄
Am Abend essen wir im Ocean Cellar. Wir haben nicht so ein gehobenes und edles Restaurant erwartet und fühlen uns in unserem Camping-Outfit etwas deplatziert. Aber das Essen ist sehr gut.

27.7. zu Fuss in die Wüste und Glitzersteine
Den Tipp für die Wüstentour mit Kevin (Okevo Adventures) haben wir für einmal nicht aus dem Forum, sondern unterwegs erhalten. Die Tour haben wir vor ein paar Tagen gebucht und treffen Kevin am Stadtrand von Swakopmund. Wir begeben uns zu Fuss ein paar hundert Meter in die Wüste auf der Suche nach den kleinen Wüstenbewohnern. Wie schon am Vortag sind wir die Einzigen auf der Tour. Zudem spricht Kevin Deutsch, was für unsere Kinder toll ist. Kevin weiss wirklich sehr viel und erklärt uns und unseren Kindern so ganz nebenbei das Ökosystem der Namib. Wir haben Glück und sehen einen Wüsten-Gecko, eine Sandviper, zwei Chamäleon, eine «Namib-Blindschleiche» und natürlich Klopfkäfer.

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Zudem zeigt uns Kevin den Magnetit im Sand und unsere Kinder sind nach der Tour nach lange damit beschäftigt Magnetit einzusammeln. Die Tour können wir wirklich wärmstens empfehlen! Es ist sehr eindrücklich, dass man diese Tiere sogar gleich neben der Stadt findet. Es wäre bestimmt lustig gewesen mit anderen Touren mit dem Auto durch die Dünen zu fahren, aber zu Fuss scheint es uns irgendwie respektvoller. Etwas Bewegung tut uns nach dem vielen Autofahren auch ganz gut. Zudem erzählt Kevin spannend und die Tiersuche lenkt die Kinder ab. Sie bemerken gar nicht recht, dass sie «wandern«.

Zum Mittagessen gönnen wir uns Fish und Chips beim gelben Bus von Fork’n Nice (sehr zu empfehlen). Da wir einen kleinen Steine-Fan dabei haben, darf ein Besuch in der Kristall-Galerie natürlich nicht fehlen. Sehr beeindruckend! Am Abend essen wir im Ankerplatz. Das hat uns überraschenderweise von den Restaurants im Swakopmund am besten gefallen: gute Atmosphäre und gutes Essen, wir haben uns sehr wohl gefühlt.

28.3. Kajak fahren und Schlafsäcke im Strand Hotel
Heute sind wir früh unterwegs, wir wollen auf eine Kajak-Tour von Walfish Bay aus. Auch diese Tour haben wir vor ein paar Tagen gebucht. Hier sind wir in einer etwas grösseren Gruppe unterwegs. Wir fahren eine Weile, bis wir am Ort sind, wo wir in die Kajaks steigen können. Wir sehen aber unterwegs Flamingos, Pelikane und Schakale.

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Es macht Spass mit dem Kajak durch die Robben-Kolonien zu paddeln. Kajak-Erfahrung braucht es keine. Wir versuchen die Robben zu unserem Kajak zu locken. Manchmal beisst tatsächlich eine Robbe ins Paddel, wirklich süss (Sorry, auch davon habe ich nur Fotos mit Personen drauf). Hier stinkt es nicht. Für uns ein Grund, weshalb wir dieses Abenteuer Cape Cross vorgezogen haben. Zu vergleichen ist es aber vermutlich nicht ganz.

Am Nachmittag organisieren wir dies und das für die Weiterfahrt. Unter anderem fragen wir bei Africa on Wheels an, ob wir zwei ihrer Schlafsäcke hier irgendwo deponieren können. Die Kinder haben ihre eigenen Schlafsäcke dabei. Trotzdem haben wir vier Schlafsäcke von Africa on Wheels mitgenommen, weil wir mit sehr kalten Nächten in der Wüste gerechnet haben. Das war nicht der Fall und die Schlafsäcke brauchen wertvollen Platz im Auto. Die Autovermietung meint, dass sie in den nächsten Tagen ein Auto beim Strand Hotel (eines der edelsten Hotels in der Stadt) abholen müssen. Sie empfehlen, im Hotel zu fragen, ob sie die Schlafsäcke für uns bis dann lagern können. So stehe ich also mit einem riesigen Sack mit zwei Schlafsäcken in der Lobby des Strand Hotels. Ich gebe ein lustiges Bild ab. 😄 Es geht eine Weile, bis der arme Angestellte versteht, was ich Merkwürdiges möchte. Aber es klappt!

Am Abend essen wir im Fish Deli (durchaus empfehlenswert). Wir sind übrigens in Swakopmund immer zu Fuss unterwegs, auch am Abend die kurzen Strecken bis zum Restaurant. Wir haben uns glücklicherweise dabei nie unwohl gefühlt.