Reisebericht: Picco in Tansania und Kenya 2025

Reisebericht 135 Antworten · 13,9k Aufrufe · gestartet 18. März 2025 von picco
Themenstarter6'360 Beiträge · seit 201104. Juli 2025 · #121

Oben: Wie ein Guide mal sagte: Das sind die dümmsten Vögel, denn sie rennen vor dem Auto davon weil sie vergessen haben dass sie fliegen können.
Helmperlhühner im Dauerlauf...



Oben: Mal wieder unscharf, wie einige Bilder vorher schon. Und ohne Namensschildchen um den Hals, was die Bestimmung deutlich vereinfachen würde. Wobei wir den schon mal hatten und ich nun weiss: Weißbauch-Lärmvogel bzw. White-bellied Go-away-bird bzw. Crinifer leucogaster


Oben: Geierperlhühner hats hier überall und in Massen! Wahrscheinlich ist irgendwo ein Nest...


Oben: Ein Gegensatz zu den Helmperlhühnern: Geierperlhühner erinnern sich daran dass sie fliegen können, Heureka!!!


Oben: Hier wirds schwirig, denn Eulen kenn ich nicht wirklich, wie die meisten anderen Vögel ja auch nicht...


Oben: ...trotzdem tippe ich hier auf einen Kappuhu bzw. Cape Eagle-Owl bzw. Bubo capensis


Oben: Noch immer ohne Namensschild (schlechter Service, müsste man der Tanzania National Parks Authority (TANAPA) melden) aber zu dritt lärmt es sich auch für Lärmvögel mit weissen Bäuchen besser!


Oben: Vogel im Flug und Landschaft am Boden...


Oben: Ha! Den kenn ich! Ist ja auch ein Europäer wie ich! Blauracke bzw. Mandelkrähe bzw. European roller bzw. Coracias garrulus,

Bis 10:00 Uhr regnets mal mehr, mal weniger, einmal machen wir sogar das Dach zu.
Und kurz darauf natürlich wieder auf, logo!
Ausser Vögeln und Insekten sehen wir kaum was in fotografierbarer Distanz, die mit 800mm KB-Aequivalent doch sehr gross ist.
Aber gross ist hier halt auch die Fluchtdistanz, offenbar im Regen noch grösser als im Trockenen!
Das kenn ich aus anderen Parks genau umgekehrt, da bin ich im Regen schon mal auf eine Armlänge an ein Zebra rangefahren ohne dass es Anstanden zur Flucht gezeigt hätte...
...aber das war am Lake Mburo in Uganda, hier sind wir woanders also benehmen sich die Tiere (und wohl auch die Wilderer) anders als dort.
Wobei man schon sagen muss dass Jacko teilweise auf enorme Entfernungen Tiere entdeckt!
Sogar durch Büsche hindurch!
Es schadet gar nichts dass wir ihn mitgenommen haben, zumal er sich hier wirklich gut auskennt.
Wir fahren, auch dank Jacko's geografischen Kenntnissen, ganz an die Grenze zu Kenya heran und...
...gemäss GPS-Daten sogar kurz über die Grenze hinaus!
Dabei werd ich doch erst übermorgen nach Kenya einreisen...zumindest offiziell.
Heute gehts erst mal weiter, also wieder nach Tansania zurück und der parallel zur Grenze verlaufenden Strasse gefolgt.


Oben: Und damit Du Dir ein Bild machen kannst wo wir rumgegurkt sind hier noch die Karte mit der rot eingetragenen heutigen GPS-Aufzeichnung.


Oben: Hiermit ist unser illegaler Grenzübertritt so gut wie bewiesen! Und das ohne Zollformalitäten!
Aber das ist nun die Retourkutsche zum Grenzübertritt von Kenya nach Tansania 2015 von der Mara in die Serengeti bei der Mara Bridge.
Themenstarter6'360 Beiträge · seit 201105. Juli 2025 · #122

Oben: Ach, da sind sie ja wieder, auch sie machen gern Dauerlauf bevor sie sich ans Fliegen erinnern!


Oben: In der Nähe der Grenze finden wir einen am Boden liegenden See mit... ...nein, keinen Seevögeln, aber Wasservögeln.


Oben: Nach Schildi Nummer 1 finden wir bald...


Oben: ...Schildi Nummer zwei!


Oben: Wie man sieht latschen hier die oberen Hälften der Elefanten offenbar ohne die untere Hälfte durchs Gebüsch, erstaunlich!


Oben: Abdim, mit Nachnamen Storch, mit Kumpel auf Tour. Anvisiert war der Vogel rechts, scharf ist der Vogel links...


Oben: Afrika, Dein typischstes Tier ist auch hier!


Oben: Sehr scheu hier: Die Zebras lassen sich nur von Weitem betrachten.


Oben: Ich glaubs nicht: Ein Generuck! Ha! Hab ich erst zwei gesehen und beide mit Sabine im Tsavo East.


Oben: Hier mal etwas Landschaft der Region nahe der Grenze...
Themenstarter6'360 Beiträge · seit 201106. Juli 2025 · #123

Oben: ...und hier befahren wir die Parallelstrasse zur Grenze, Kenya ist auf dem Bild rechts, gleich hinter dem Busch.


Oben: Zurück am kleinen See flieht dieser Piepmatz obwohl wir ihm gar nichts tun wollen, wir haben ja schon ein gebratenes Hühnchen dabei...

Wir halten am nordwestlichen Ufer des kleinen Sees an und Robert breitet eine Decke auf der Motorhaube aus, auf die dann unser Festmahl kredenzt wird.
Salat, Hühnchen, Reis, Sauce, es gibt alles was es braucht!
Ich pack mir einen Teller voll und stell ihn auf die Haube...
...schwupps...
...und schon rutscht er in Richtung Haubenrand!
Heldenhaft greif ich ein und rette den Teller davor zu Boden zu fallen!
Nur fürs Essen hats nicht gereicht, das hat sich über mein T-Shirt, meine Hose und meine Füsse sowie den Boden verteilt...
Na toll!
Weit und breit keine Waschmaschine und kein Kleidershop...


Oben: Über diese Motorhaube ist mein pösartiger Teller gerutscht um seine Esswaren und Saucen über meine Kleider zu kippen...

Es ist heiss hier!
Wir alle vier stehen und gehen etwas schlapp ums Auto rum, die Hitze drückt.
Schatten hats nicht so viel und ich bin müde, versuche sogar im Auto ein kurzes Nickerchen zu halten.
Aber es bleibt beim Versuch.
Die Mittagspause haben wir eh schon eher spät gemacht, so räumen wir irgendwann zusammen und fahren weiter, in Richtung unseres Camps, aber ganz gemütlich, noch immer in Game-Drive-Manier.
Bei einem Baum sieht Robert irgendwas und hält an.
Nach kurzer Suche sieht Sven was Robert da gesehen hat, aber ich bin offenbar mit punktueller Blindheit geschlagen...
...denn ich sehe nur den Baum!
Also frag ich nach und da ist von einem Leguan die Rede...also weiterhin kein Leo im Mkomazi, auf den ich schon gehofft habe.
Aber ich seh und seh und seh nichts!
Sven zeigt und erklärt, Robert zeigt und erklärt, Jacko zeigt und erklärt...
...und nach langer Zeit seh ich ihn endlich!!!


Oben: Gut versteckter Leguan im Baum, der mich Minuten gekostet hat bis ich ihn entdeckt habe!


Oben: Hier wirds schwirig, aber ich tippe mal auf eine Fahlbrustlerche bzw. Pink-breasted Lark bzw. Calendulauda poecilosterna


Oben: Mit dem, wie ich vermute,Schikrasperber bzw. Shikra bzw. Tachyspiza badia wirds nicht wirklich einfacher!
Ich plädiere wirklich auf die Namensschildpflicht bei den Tieren!


In einer weiten Ebene sehen wir von sehr weit entfernt Oryxe und Zebras, aber da mein Objektiv keine Selbstheilungskräfte hat werden die meisten Bilder unscharf, denn ich muss mit vollem Zoom (400mm bei Cropfaktor 2) ran, wie gesagt: weit entfernt!
Und das obwohl Robert hier sogar eine Offroad-Einlage einlegt, wir also versuchen nah ranzufahren.
Aber die Tiere haben eine extrem grosse Fluchtdistanz, was mich unweigerlich vermuten lässt dass hier noch viel gewildert wird.


Oben: Ha! Oryxe kenn ich! Sind ja auch keine Vögel...


Oben: Nach dem Davonrennen erwischen wir sie nochmals...


Oben: Auch wenn die Zebras nicht ganz so scheu sind wie die Qryxe, so sind sie hier auch extrem scheu...
Ohne langen Zoom geht hier nichts, selbst bei so grossen Tieren!



Oben: Aber trotzdem ist es hier wirklich sehr schön rumzugurken und die Augen schweifen zu lassen, natürlich ohne dass sie aus ihren Höhlen fallen, wäre ja blöd wenn sie das täten...
97 Beiträge · seit 202506. Juli 2025 · #124
Hallo Picco,

verstehe ich es richtig, dass Ihr die eingezeichnete Route im Uhrzeigersinn gefahren seid? Ich bin gerade etwas verwirrt, weil das Thema Grenzübertritt nach Kenia jetzt an einer Stelle nochmals auftaucht, wo ich Euren Standort bereits etwas weiter im Süden vermutet hätte.

Liebe Grüße

Christian
Themenstarter6'360 Beiträge · seit 201107. Juli 2025 · #125
Hoi Christian

Du meinst auf dieses Bild bezogen?

Da sind wir im Gegenuhrzeigensinn gefahren.
Der Grenzübertritt war aber nicht ein offizieller, da ist kein Grenzposten.
Wir sind nur zu weit gefahren...und schwupps, waren wir in Kenya.
Bemerkt habe ich es erst als ich die GPS-Daten auf einer Karte gesehen habe.
Themenstarter6'360 Beiträge · seit 201107. Juli 2025 · #126

Oben: Sven entdeckt nun auch ein Generuk! Natürlich auch sehr weit weg...


Oben: Ha, die zwei kenn ich doch! Endlich mal Vögelchen ohne raten zu müssen! Auch wenn sie uns alle Bienen wegessen...


Oben: Buschig ists im Mkomazi, wie auch im angrenzenden Tsavo West


Oben: Trotzdem gibt es hier auch viel Weitblick, was im Tsavo West seltener ist als hier.


Oben: So inetwa sehen die Pisten aus, im Trockenen gut zu befahren, im Nassen sehr rutschig.
Aber wir sind ja in der Trockenzeit unterwegs, auch wenn das Wetter das nicht ganz so mitbekommen hat...


Langsam erreichen wir die etwas bergigere Region und die Wege werden steiler.
Wir befahren nochmals den kleinen Pass den wir gestern schon befahren haben, doch diesmal halten wir an bevor es wieder nach unten ins Tal geht.
Jacko steigt aus und entfernt eine Streckenabsperrung (er als vom Parkguide darf das offenbar), Robert sperrt die Freilaufnaben und legt die Untersetzung ein und los gehts!
Natürlich lassen wir Jacko nicht zurück und nachdem er wieder drin sitzt gehts über Stock und Stein steil den Berg hinauf, immer an steilen Abhängen entlang in Richtung eines Aussichtspunktes mit Toilettenhaus, Schattendach und Feuerstelle.
Wäre auch ein schöner, wenn auch nicht ebener Campingplatz, aber offenbar wurde dieser Aussichtspunkt aufgegeben.
Denn alles ist etwas verfallen und überwachsen.
Doch der Ausblick ist fantastisch!
Sven und ich fotografieren und geniessen!
Doch beim Wechsel von einem Aussichtspunkt zum Anderen hör ich etwas scheppern und denke sofort an die Objektivabdeckung meines 12-100mm-Objektives, die ich jeweils in die Fototasche lege, damit's nicht so am Objektiv rumhängt.
Wobei ich mir nun gar nicht mehr sicher bin ob ich das wirklich in die Kameratasche oder doch in meine Hosentasche gesteckt habe!
Aber in der Hosentasche ist nichts, trotzdem schaue ich genau nach, was aber nicht ganz so einfach ist da es hier viele
grosse Steine und hohes Gras hat.
Aber ich bin mir sicher dass das irgendein anderes Geräusch gewesen sein muss.


Oben: Der Ausblick von oben auf die Landschaft darunter gefällt mir sehr!


Oben: Wild rumstehender Picco in Reinkultur!
...inklusive versautem Shirt und versauter Hose...



Oben: Hier erinnert der Ausblich stark an den Tsavo West National Park, der ja gleich auf der anderen Seite der Grenze rumliegt.


Oben: Jacko fordert mich auf nochmals als Model rumzustehen und ich als braver Bub mach natürlich was er wünscht...


Oben: Und hier mal Jacko (rechts) und Robert (links) sowie Sven (hinten) auf einem Bild...
...da fällt mir ein dass ich diese Bilder den zweien noch zusenden muss...uiuiui, die denken sicher schon ich hätte sie vergessen...
97 Beiträge · seit 202507. Juli 2025 · #127
Danke sehr Picco,

gut, dass ich nachgefragt habe. Ich hatte nämlich andersherum vermutet, weil ich die Rhinos und die Wildhunde im nordwestlichen Teil des Parks verortet habe. Ich werde ja wahrscheinlich nicht im Kreis fahren, sondern bei Zange rein und wenn möglich im Südosten raus aus dem Park Richtung Küste. Deswegen ist es natürlich interessant, welcher "Halbkreis" Eurer Route der Spannendere war.

Gruß

Christian
Zitierenzuletzt bearbeitet 07. Juli 2025Original ↗
Themenstarter6'360 Beiträge · seit 201108. Juli 2025 · #128

Oben: Sven wie er leibt und lebt und grinst, kein Wunder bei der Landschaft!

Nach vielleicht einer Stunde da oben nehmen wir wieder die Holperpiste runter zur Absperrung unter die Räder, doch beim Einsteigen bemerke ich dass die Objektivabdeckung nicht in der Fototasche ist!
Mist!
Also nochmals zurück dahin wo ich das Geräusch gehört habe...aber da ist nichts zu finden...
Kein Wunder bei den vielen Spalten zwischen den grossen Steinen...
Und ins hohe Gras mag ich nicht zu tief reingreifen, man weiss ja nicht ob sich da drin eine Schlange oder sonst was versteckt.
Also: Keine Abdeckung mehr für das mittlere Zoom-Objektiv!
Fototechnisches Fazit: Das grosse Zoomobjektiv (100-400mm) defekt, das mittlere Zoomobjektiv (12-100mm) ohne Abdeckung und nur noch das kleine Zoomobjektiv (7-14mm) ohne negativem Befund.
Und natürlich die drei lichtstarken Festbrennweiten (25, 45 und 75mm), die ich noch nicht benutzt habe auf dieser Reise.
Jä nu, so ists nun halt mal und ich kanns aktuell nur insofern ändern dass die Objektivabdeckung von grossen auch aufs mittlere Zoomobjektiv passt.
Aber heute ist ja auch der letzte Safari-Tag dieser Reise, denn morgen fahren wir wieder in Richtung Flughafen zurück.
Erst aber runter vom Berg und durch die unten liegende Ebene.


Oben: Blick aus der Ebene zurück zu den kleinen Bergen im Park.


Oben: PUMBA!!! In Live und in Farbe! Wenn auch etwas fantasielos betreffend Farbe...dafür mit aufgestellter Antenne!


Oben: Das Raten geht weiter: Hier tippe ich auf einen Savannentoko bzw. Northern Red-billed Hornbill bzw. Tockus erythrorhynchus

Offenbar hats Robert wieder mal eilig ins Camp zu kommen.
Auch wenn ich diesmal keine 50km/h sehe so sind auch 45km/h (die ich am Tacho sehe) viel zu viel.
Also kommt wieder mal die Ansage dass er doch bitte langsamer fahren soll.
Und natürlich macht er das sofort.
Scheint so als ob andere Touristen lieber schneller durch die Landschaft gegondelt werden als langsam wie ich.
Warum auch immer, wir haben ja Zeit!
Um 17:30 Uhr sind wir zurück im Camp, um zum letzten Mal auf dieser Reise Hamids Abendessen zu geniessen.
Doch vorher gehts wieder mal unter die Dusche, all das auf der Haut klebende Afrika in Form von Staub und Erde sowie in meinem Fall auch Mittagessensresten soll mal durch den Abfluss fliessen.
Mal schauen was unter dieser Schicht so rauskommt...hoffentlich ein bekanntes Gesicht, zum Beispiel meines!
Anschliessend stellen Sven und ich die Tipp's in Couverts zusammen, für Jacko gibts TNZ 57'000.-, für Hamis $250.- und
für Robert $300.-.
Natürlich stellen wirs nicht nur zusammen sondern überreichen es denen auch, logo!


Oben: Unser Campingplatz behält uns nur noch eine Nacht hier...


Oben: Die Feuerstätte, die wir nie benutzt haben...warum auch immer...irgendwie sind wir alle nicht auf die Idee eines
Lagerfeuers gekommen.



Oben: Ein letztes Bild für heute vom idyllischen Campingplatz.

Nachdem ich Duschen war setzen sich Sven und ich etwas draussen hin, jeder für sich...mir wird bewusst dass der Safariteil dieser Afrikareise nun vorbei ist.
Melancholie kommt auf, wie immer gegen Ende meiner Reisen.
Mir gehen tausend Dinge durch den Kopf, die wir in den letzten zwei Wochen erlebt haben, aber auch wie sehr ich Sabine vermisse.
Und ich werde sie noch eine weitere Woche vermissen...
Denn übermorgen gehts nach Kenya zu meinem Freund seit der Schulzeit, der an der kenyanischen Küste ein Haus besitzt.
All das und noch viel mehr geht mir durch den Kopf bis Hamis zum Abendessen ruft.
Und wiedermal hat er was sehr köstliches hingezaubert, ein Dreigänger wie immer.
Sven und ich quatschen danach noch etwas und um 21:00 Uhr gehen wir ein letztes Mal während dieser Reise in unsere Zelte.
Lala salama!
Themenstarter6'360 Beiträge · seit 201109. Juli 2025 · #129
Tag 15: Ende Safaris im Zelt für diese Reise und Tschüss, Sven

Wach!
Ende Schlaf!
Nun noch Gedöse gibts nach 01:30 Uhr, was mich gar nicht freut.
Der afrikanischen Tierwelt lauschen funktioniert auch nur bei der einen Mücke aussen an meinem Zelt, die so gerne zu mir rein kommen würde.
Aber kein Löwengebrüll, kein Rascheln, kein Geblöke, nicht einmal Geschnarche, nur Ruhe!
Schade!
OK, auf Schnarchen kann ich gerne verzichten, aber den Rest hätt ich doch viel lieber gehört als das Gesumme der Mücke!
Doch um 05:00 Uhr hör ich was!
Ha!
Aber wirklich glücklich macht mich das Geräusch nicht, denn es ist das Geräusch eines leichten Regenschauers.
Um etwa 06:00 Uhr steh ich auf und beginne zusammenzupacken.
Um 07:00 ruft Hamis zum Frühstück, und Sven wie auch ich gehorchen natürlich.
Anschliessend geht Sven duschen während ich zum letzten Mal auf dieser Reise mein Porta-Potti seiner Bestimmung nach benutze.
Ja, ich weiss, sehr interessant...trotzdem schreib ichs!
Und Du hasts gelesen, kann also nicht soooo uninteressant sein... 😉
Danach das besagte Porta-Potti leeren, reinigen und damit zu Hamis gehen, der schon mehrfach ein Auge auf das Teil geworfen hat.
Nicht wortwörtlich, aber Sinngemäss.
Er kann das Teil sehr gut gebrauchen, erzählt wie er damit den Enkelkindern beibringen kann selbst aufs Klo zu gehen, was bei den hier meist vorhandenen Donnerbalken oder Bodenlöchern schon aufgrund der Körpergrösse halt nicht so gut lernen können.


Oben: Ein letzter Blick auf den Platz inklusive des schon zusammengepackten Gepäcks...nur die Zelte fehlen noch.


Oben: Ein (ver)letzter Besucher im Essraum während wir frühstücken ist unser letztes Wildtier in Mkomazi...

Richtiggehend traurig und mich trotzdem auf die nächste Woche freuend fahren wir Richtung Twiga Lodge in Usa River, wobei wir Jacko wieder an der Tankstelle abladen und verabschieden.
Viel gibts von der Fahrt nicht zu erzählen, ausser dass wir natürlich zweimal am Kili vorbei kommen.


Oben: Kili aus dem fahrenden Auto fotografiert Version 1: Der Berg!


Oben: Kili aus dem fahrenden Auto fotografiert Version 2: Die Verkehrsinsel!

An zwischen Moshi und Arusha kommen wir in Weru-Weru an, wo wir uns im Restaurant des Panone Hotels (3°19'23.6"S 37°14'56.2"E) an einen Tisch setzen und was zu essen bestellen.
Keine Haute Cuisine, aber als Ernährung und Abwechslung zu den Safaripaketen durchaus brauchbar.
Und am Abend ist hier sicherlich die Hölle los!
So lange bleiben wir aber nicht, denn nach gut einer Stunde fahren wir weiter und biegen in Usa River in Richtung des
Arusha National Parks ab.
Direkt vor dem Eingang in den Park biegen wir nach links ab und nach rund 100m fahren wir links durch das Tor der Twiga Lodge and Campsite (3°18'46.4"S 36°52'28.6"E) von Shaw Safaris (klick mich) auf deren Parkplatz wo wir um etwa 14:00 Uhr eintreffen.
Hier verabschieden wir uns vom Hamis, der nun endlich wieder mal nach Hause gehen kann.
Ein guter Koch und ein sehr liebenswürdiger Kerl, gerne wieder!
John Shaw, der Besitzer, begrüsst uns persönlich, geleitet uns zum Sitzplatz uns spendiert uns erst mal je ein grosses Bier!
Schon nach kurzem Gesprächeln zeigt sich dass er ein lustiger sympathischer Typ ist.
Seine Frau Erika ist einkaufen gegangen und er erwähnt immer wieder dass er nur darum eine Pause machen darf...natürlich und klar ersichtlich ein Spass.
Er erwähnt unter anderem dass er auch Safariautos an Selbstfahrer vermietet, das findet man ebenfalls auf der oben verlinkten Homepage von Shaw Safaris.
Und natürlich erarbeitet er auch komplette Safaris, insofern ist er sogar ein Konkurrent zu Achmeds Base Camp Tanzania, mit denen wir nun zum dritten Mal unterwegs sind.
Nach dem Bier erscheint Erika und begrüsst uns ebenfalls herzlich.
Was ich aber bisher nicht gesehen habe ist mein Zimmer, darum frag ich um etwa 15:30 nach und schwupps, wirds uns gezeigt!


Oben: Das Hauptgebäude mit den Gästezimmern sowie dem Parkplatz


Oben: Johns Hobby: Skulpturen aus Essbesteck und Altmetall schweissen.


Oben: Mein Zimmer für die letzte Nacht in Tansania


Oben: Das Badezimmer mit grosser Dusche, auf die ich mich besonders freue! Auch weil sie Warmwasser bietet...


Oben: Die andere Ecke des Badezimmers und ich im Spiegel


Oben: Und hier die Mietautos
97 Beiträge · seit 202509. Juli 2025 · #130
Hallo Picco,

vielen Dank für die Einblicke in den Mkomazi. Der Park klingt spannend. Es scheint ja dort gegenüber den berühmten Parks sehr beschaulich zuzugehen. Ich denke, ich werde mir im Januar selbst ein Bild machen.

Die Twiga Lodge sieht für mich interessant aus. Das könnte etwas zum Entspannen vor und nach meiner Meru-Besteigung sein. Es gibt leider keine Preise auf der Seite, so dass ich keine Ahnung habe, ob das finanziell für mich in Betracht kommt. Hättest Du eine Größenordnung, was die Übernachtung dort kostet? Ist das eher Budget oder Medium oder hochpreisig? Es geht mir nicht um einen genauen Preis sondern um die Größenordnung, also ob unter 100 CHF oder über 200. Mich interessiert nach der Bergtour eher ein Zimmer als ein Zeltplatz, weil ich mir das Zelten für die Safari aufhebe. Und ich brauche vor der Safari unbedingt eine Internetverbindung zwecks Fernzugriff in mein Büro. Wie war das Internet dort?

Was die Route durch den Mkomazi anbelangt, scheint die nördliche Halbschleife Richtung kenianischer Grenze interessanter zu sein als der südliche Teil. Sehe ich das richtig? Würdest Du, wenn Du nicht im Kreis fahren würdest, sondern den Park bei Zange betreten im Südosten wieder verlassen, "oben herum" oder "unten herum" fahren?

Liebe Grüße

Christian
1'580 Beiträge · seit 201409. Juli 2025 · #131
Hoi Picco

erstmal danke fuer Deinen Bericht - wie immer fehlt der Humor nicht.

Die Rotstift Bemerkungen sind auf FB PM 😄

Als Du vom Mkomazi geschrieben hast, kam mir die Geschichte von Tony Fitzjohn hoch. Ein Buch, das absolut lesenswert ist und viele Tatsachen beinhaltet, wie viele Hindernisse ueberwunden werden mussten, um die Nashoerner aus Suedafrika und die Wildhunde anzusiedeln. Er arbeitete vorher mit George Adamson in Kenia im Kora und Meru Nationalpark und verfiel leider nach dessen Tod dem Alkohol. Seine spaetere Ehefrau holte ihn da wieder raus und half auch bei den Projekten. Ich traf ihn vor Jahren im Buchladen im Yaya Centre und bekam seine Unterschrift ins Buch. 2022 verstarb er leider an Krebs.

Liebe Gruesse aus dem kalten Kenia
Elvira
Zitierenzuletzt bearbeitet 09. Juli 2025Original ↗
Themenstarter6'360 Beiträge · seit 201110. Juli 2025 · #132
Hoi zämä
Bushtruckers schrieb:...wie immer fehlt der Humor nicht.
Ach, da hab ich ihn liegen gelassen, drum die humorlosen letzten Tage... 😮
Bushtruckers schrieb:Die Rotstift Bemerkungen sind auf FB PM 😄
Wenn Du mal einen neuen Rotstift brauchst (Abnutzung odrr so) gib Bescheid.
Und vielen Dank für Deinen unermüdlichen Einsatz bei der Tierbestimmung!
Christian66 schrieb:vielen Dank für die Einblicke in den Mkomazi. Der Park klingt spannend.
Hmmm...ich hab da nicht viel klingen gehört, es war immer sehr leise... 😗 😉 😄
Zurück zu Ernst: Ein landschaftlich sehr sehr schöner Park!
Aber die Tiere sind schon extrem scheu!
Wilderei scheint noch immer ein Problem zu sein oder war es zumindest bis vor relativ kurzer Zeit, die Tiere erinnern sich offenbar noch daran.
Christian66 schrieb:Es scheint ja dort gegenüber den berühmten Parks sehr beschaulich zuzugehen.
Definitiv!
Ausser zwischen dem Gate und dem Rhino-Project kann ich mich aktuell an kein anderes Auto erinnern.
Christian66 schrieb:Hättest Du eine Größenordnung, was die Übernachtung dort kostet?
Ui, nein...ich hab eine ganze Safari gebucht, keine Einzelnächte. Aus Achmeds Worten schliesse ich aber dass es nicht ganz günstig sein soll. FRag einfach per eMail an und schon weisst Du's.
Christian66 schrieb:Und ich brauche vor der Safari unbedingt eine Internetverbindung zwecks Fernzugriff in mein Büro. Wie war das Internet dort?
Ich hab nur übers Internet telefoniert und einige Websites besucht, das ging in brauchbarem Tempo und guter Qualität. Wie es aber ist wenn man z.B. grosse Dateien verschicken muss weiss ich nicht.
Ich spreche hier aber vom WLan in der Twiga Lodge. Sonst hatte ich ja kein brauchbares Internet.
Christian66 schrieb:Würdest Du, wenn Du nicht im Kreis fahren würdest, sondern den Park bei Zange betreten im Südosten wieder verlassen, "oben herum" oder "unten herum" fahren?
Ich würde die nördliche Hälfte mitnehmen, alleine schon wegen den Bergen und der Aussicht.
Garantie auf Tiersichtungen gibts auf Safari aber nie, das weisst Du sicher schon.
Themenstarter6'360 Beiträge · seit 201110. Juli 2025 · #133
Sven und ich setzen uns nochmals in den Gartensitzplatz und um etwa 16:00 Uhr wird Sven abgeholt.
Ein wirklich toller Reisekumpan und lieber, eher ruhiger, ehrlicher Typ, Kategorie 'auf den kann man zählen'.
Schön mit Dir reisen zu dürfen!
Gerne wieder!
Seine Abfahrt lässt bei mir wieder etwas Melancholie aufkommen, waren wir doch die letzten zwei Wochen ausser zum Schlafen und Toilette fast immer zusammen.
Und nun bin ich allein.
ALLEIN!
A-L-L-E-I-N-!-!-!
OK, denn geh ich halt Duschen...vielleicht spühlt das die Melancholie etwas weg.
Auf jeden Fall ist es ein Genuss und ich geniesse lange, sehr lange!
Dank solarer Wassererwärmung auch ohne schlechtes Gewissen.
Anschliessend mach ich mal einige Fotos (siehe oben) und werden dabei von einer afrikanischen Katze überrascht!
Aber nicht gefressen, denn 'Socks' ist eine normale Hauskatze...


Oben: Darf ich vorstellen? Socks, die Hauskatze und Herrin vor Ort!

Dank des W-Lan und der Signal-App kann ich endlich mal mit Sabine telefonieren, was wir auch recht ausgibig machen.
Die Zeit vergeht wie im Flug...
Am Abend hat sich ein Paar zum Abendessen angemeldet, schon bald nach meiner Geländeerkundungstour erscheinen sie und trinken mit Erika, John und mir etwas, wobei ich erfahre dass der weisse ältere Herr Entwicklungshelfer für internationales Wasser-Management und die Einheimische junge Dame Profigolfspielerin aus Tansanias Nationalteam ist.
Er nennt sich Konrad und sie nennt sich Loveley, ein für unsere Ohren etwas merkwürdiger, in Ostarika aber durchaus geläufiger Name.
Die zwei begeben sich nach dem Begrüssungsdrink ins Esszimmer, das heute Abend nur für sie reserviert ist.
Erika, John und ich essen im durchaus angenehmen Esszimmerbereich der Küche an einem Bartisch.
Gefällt mir und ergibt interessante Gespräche, die wir nach dem Abgang von Loveley und Konrad am Feuer des Kamins weiterführen.
Mein erstes Kaminfeuer in recht privater Atmosphäre in Ostafrika, hat was!
Um 22:30 geh ich nach oben ins Zimmer und ins Bett, zum letzten Mal für diese Reise in Tansania.
Lala Salama!

Tag 16: Auf an die kenyanische Küste

Nach einer ruhigen Nacht mit gutem Schlaf kommt was kommen soll: ich erwache!
Halleluja, man soll ja für jedes Mal erwachen dankbar sein!
Denn irgendwann erwacht man nicht mehr und dann steht man schön blöd da wenn mans merkt...
Aber ich bin ja wach, pack mein Zeug für die Kenya-Reise in den kleinen Handgepäckkoffer und das Campingzeug in die grosse Tasche, denn das brauch ich auf dieser Reise nicht mehr.
Aus dem Augenwinkel seh ich draussen in einem Baum einen kleinen roten Vogel und in der Hoffnung dass mein Objektiv heute wieder mal einen guten Tag hat geh ich auf fototechnische Vogeljagt.
Nur...der Kleine will nicht gejagt werden!
Feigling!
Aber er ist ja nicht der einzige Vogel hier am Rand des Arusha Nationalparks, in den ich ursprünglich auch rein wollte, was aber wegen des gecancelten Fluges Kilimanjaro Airport-Nairobi-Mombasa nun nicht möglich ist.
Während der Safari haben Chris, Robert, Achmed und ich immer wenn sich mal Internet oder für Robert Telefonnetz ergab mal miteinander geschrieben und so organisiert dass Robert mich zur Grenze am One Stop Border Post Taveta (Kenya) / Holili (Tanzania) bringt, ich über die Grenze gehe und Chris mich dort mit seinem nigelnagelneuen Suzuki Jimny GJ 5-Türer abholt!
Was für ein Service!
Aber zurück zu den Vögeln in der Lodge, da hab ich einen tatsächlich erwischt!
Halleluja!


Oben: Auch hier in der Lodge ohne Namensschild, aber ich tippe auf einen Trompeterhornvogel bzw. Trumpeter Hornbill bzw. Bycanistes bucinator


Oben: Noch ein letzter Blick auf den nahen Mt. Meru vom Balkon vor meinem Zimmer aus...


Oben: ...und ein Blick auf den Balkon und den Parkplatz mit einem weiteren zu mietenden Auto von Shaw Safaris.

Um 08:00 Uhr setz ich mich an den Frühstückstisch, der nur für mich gedeckt ist, da ich der einzige Gast der Lodge bin.
Es gibt eine grosse Auswahl an Früchten, Nüssen, Brot und Eiern, wobei ich keine der letzteren will.
Dazu ein Africoffee und schon bald bin ich gesättigt genug.
Noch viel Wasser und mit Wasser verdünnten Früchtesaft nachkippen, da ich auf der Fahrt wohl nicht so viel trinken kann wie ich trinken sollte.
Nehm ich mal an.
Um 09:05 kommt Robert und ich verabschiede mich von Erika und John sowie von dieser sehr schönen Unterkunft.
Wieder kommt die Melancholie auf, aber auch die Freude Chris bald wieder zu sehen!
Die Fahrt dauert bis wir am Ziel ankommen, was um 11:35 Uhr geschieht.
Wir steigen aus, ich geh mit meinem Gepäck die wenigen Stufen hoch zum Eingang, wo ich schon mal den Pass zeigen muss.
Der sehr freuindliche Zollbeamte vor dem Eingang schaut kurz rein, fragt ob ich denn alleine nach Kenya einreise und ob ich wisse ob ich hier abgeholt werde oder nicht, was ich natürlich wahrheitsgetreu beantworte.
Nur scheint er nicht daran zu glauben dass ich wirklich abgeholt werde und macht ein sorgenvolles Gesicht als er mich an den ersten Schalter gleich rechts nach dem Eingang schickt.
Dort geb ich meinen Pass ab und werde nach der Visabestätigung für Kenya gefragt, erst nachdem die eher unfreundliche Dame diese geprüft hat stempelt sie mir den Ausreisestempel in den Pass und schickt mich zwei Meter weiter zum nächsten Schalter.
Da drin sitzt ein sehr freundlicher Herr der auch fragt ob denn das Auto auch über die Grenze soll, was ich natürlich verneine.
Auch er macht ein sorgenvolles Gesicht als ich erkläre dass ich abgeholt werde, scheinbar denkt auch er dass irgend ein
unzuverlässiger Fahrer mir zugesagt hat und mich im Stich lassen wird.
Was ich ja auch durchaus nachvollziehen kann, denn ich kenn ja auch die Mentalität einiger Ostafrikaner.
Aber schon bald hab ich auch den Einreisestempel nach Kenya im Pass!
Ich bin so erstaunt wie schnell das alles ging dass ich nach einem weiteren Schalter suche, aber keinen finde.
Erst dann realisiere ich dass ich nun offiziell in Kenya bin.
Dabei hab ich mich doch von Robert noch gar nicht verabschiedet!!!
Mist...
Dann geh ich raus und dort steht: Robert!
Auf kenyanischem Boden!
Und neben ihm der Zollbeamte vom Eingang, der mich wieder fragt ob ich denn sicher bin dass ich abgeholt werde.
Ich versichere ihm erneut dass das klappen werde, was er erneut eher nicht glaubt.
Die beiden bringen mich zu einem Häuschen mit Plastikstühlen, wobei der Zollbeamte mir meine schwere Tasche und Robert das Handgepäck fast aus den Händen reissen!
Hätt ich nicht gewusst wer die sind hätte ich an einen Überfall gedacht!
Da angekommen verabschiede ich Robert mit einer Umarmung und einem kleinen Trinkgeld und höre von ihm dass diese Reise mit Sven und mir für ihn etwas Besonderes gewesen wäre, er habe noch nie erlebt dass Gäste ihn so gleichwertig behandelt hätten wie wir es getan haben und er hätte sich mit uns wie als Familienmitglied gefühlt!
Wau!!!
Ich staune!!!
Er herzt mich richtiggehend und ich bin etwas überfordert und sprachlos!
Aber bald fange ich mich wieder und bedanke mich auch für die schöne Zeit.
Auch wenn wir nicht immer derselben Meinung waren und ein paar Missverständnisse da waren so konnten wir immer in Anstand miteinander reden und die kleinen Probleme klären, halt so wie es sein soll!
Kaum hab ich mich hingesetzt seh ich auf dem Parkplatz den Zollbeamten von vorhin wie er einen Suzuki Jimny heranwinkt und in meine Richtung zeigt!
Es ist jetzt 11:50 Uhr, also 15 Minuten nachdem wir am Zoll angekommen sind!
Ich kann es echt kaum fassen, genauso gehts dem Zollbeamten!
Chris und ich umarmen und begrüssen uns herzlich, so schön den alten Freund aus Schultagen wiederzusehen!
Der Zollbeamte hat währenddem schon mein Gepäck zum Auto getragen, was für ein Service!
Ich bedanke mich, geb ihm ein kleines Trinkgeld und verabschiede mich von dem netten Kerl.
Chris' Auto ist noch so neu dass die Fahrt von der Autogarage hierhin seine erste Fahrt mit dem Auto ist, Plastikbezüge auf dem Beifahrersitz und den Rücksitzen sind und die Fussmatten noch mit Papier abgedeckt sind.
Los geht die Fahrt auf einer sehr guten Asphaltstrasse am Tsavo West und dem Taita Hills Wildlife Sanctuary vorbei in Richtung Voi.


Oben: In Rot die heutige Strecke, bis zur Grenze mit Robert, ab der Grenze mit Chris

Bei Voi biegen wir links auf den Nairobi-Mombasa-Highway ab um kurz darauf bei 3°24'06.8"S 38°33'06.8"E an eine Tankstelle zu fahren wo wir nebst dem Durst des Autos auch unser Gedurste stillegen und im Shop für die weitere Fahrt Wasser kaufen.
Weiter gehts in Richtung Küste, wir kommen trotz vieler Lastwagen sehr gut voran bis wir bei der Ortschaft Samburu, die nichts ausser dem Namen mit dem Samburu National Park gemeinsam hat, genau bei 3°47'38.5"S 39°15'44.6"E nach links abbiegen um durch die Shimba Hills statt durch Mombasa zu fahren.
Lange fahren wir auch hier auf Teer, doch irgendwann beginnt die Stein- beziehungsweise Erdpiste, danach durchqueren wir eine sehr lange Baustelle.
Aber jetzt ist schon klar dass diese Strasse nicht lange halten wird, denn es wird keinerlei Strassenunterbau erstellt.
Auf die verfestigte Erde kommt direkt der Teerbelag...das kann nicht gut gehen, die ersten Unterspülungen sind schon während des Baus zu sehen!
Na ja, Fenster der Strassenplaner und Behörden sind in Kenya offenbar dazu da Geld durch sie raus zu werfen.
Nach langem Geholper erreichen wir die kleine Stadt Kwale, wo wir in der Shimba Hills Green Lodge (4°08'57.5"S 39°26'35.6"E) die leider diesige, trotzdem schöne Aussicht sowie je ein Tusker- bzw. Chris ein Tusker Light-Bier und je zwei Spiesse mit Chips geniessen.


Oben: So sieht eine Portion Spiesse mit Chips und Vegetables in der Shimba Hills Green Lodge in Kwale aus.

Während wir essen kommt eine grosse Gruppe von jungen Holländern zum direkt unter dem Restaurant befindlichen Pool und macht einen auf Party...
...was uns dann zu laut ist, so dass wir gehen und im Dunkeln zu Chris' Haus in Kombani am Tiwi Beach fahren.
Dort trinken wir je noch ein Bier im abgesperrten Gartenbereich und gehen um 22:30 jeder in seinem Hausteil (Ja, ich bekomme einen eigenen Hausteil!) ins Bett.
Warm ists hier am Meer, auch nachts...trotzdem: Lala Salama
104 Beiträge · seit 201628. Juli 2025 · #135
Hallo Picco

Herzlichen Dank für diesen humorvollen Bericht über deine schöne Nordtansaniatour.
Habe gestern Abend die zweite Hälfte an einem Stück gelesen, da braucht man keinen Fernseher mehr.
Und nun nehm ich mir den Keniateil auch noch vor.
Themenstarter6'360 Beiträge · seit 201128. Juli 2025 · #136
Hoi Herby
HerbyW schrieb:Und nun nehm ich mir den Keniateil auch noch vor.
Keine Ahnung was Du damit vor hast, aber lass noch was für die anderen Leser übrig...
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