Reisebericht: Picco in Tansania und Kenya 2025

Reisebericht 135 Antworten · 13,9k Aufrufe · gestartet 18. März 2025 von picco
233 Beiträge · seit 201020. Juni 2025 · #101
Heillanddonner Claudio, jetzt melde ich mich als stiller Mitleser und Reisegspändli auch mal... 😉

Da kommen wieder Erinnerungen auf, welche ich schon wieder vergessen/verdrängt habe.
Deine Vogelfotos sind schon toll, ich dachte mir währenddessen immer, der Flattermann ist zu weit weg, den kriegt doch Picco nie auf die Linse. Aber quel surprise, wirklich detailliert. Da käme meine Kanone nicht heran.

Fotobuch ist in Bearbeitung - habe ja jetzt nochmals zusätzliche 2670 Aufnahmen zur Auswahl erhalten, welche einen Platz im Buch fordern... 😄

Beste Grüsse
Sven
5'035 Beiträge · seit 201420. Juni 2025 · #102
Hi Picco,
als stiller Mitleser wird es Zeit, mich auch mal für deinen kurzweiligen Bericht zu bedanken. Es macht Spaß dich auf deiner Tour zu begleiten - zumal mir bei der virtuellen Tour die z.T. besch... Sanitäranlagen erspart bleiben. 😗

Ich bin zwar bei der Bestimmung vom ostafrikanischen Federvieh nicht so fit - aber bei deinem
White-Browed Sparrow-Weaver bzw. Mahali Weber
lege ich (wegen der fehlenden "weißen Augenbrauen") ein Veto ein und tippe mal auf einen Graukopfsperling bzw. Grey-headed Sparrow.

Liebe Grüße und einen guten Start ins Wochenende
Konni
Zitierenzuletzt bearbeitet 20. Juni 2025Original ↗
Themenstarter6'360 Beiträge · seit 201120. Juni 2025 · #103
Hoi zämä

Wau, hoher Besuch bei meinem Reisebericht! 🤩
Seven schrieb:Heillanddonner Claudio, jetzt melde ich mich als stiller Mitleser und Reisegspändli auch mal... 😉
Judihui! 🤩
Seven schrieb:Da kommen wieder Erinnerungen auf, welche ich schon wieder vergessen/verdrängt habe.
Ja, das ginge mir bei Deinem Reisebericht sicherlich auch so...also: Hau in die Tasten!
Seven schrieb:Deine Vogelfotos sind schon toll, ich dachte mir währenddessen immer, der Flattermann ist zu weit weg, den kriegt doch Picco nie auf die Linse. Aber quel surprise, wirklich detailliert. Da käme meine Kanone nicht heran.
Jein...Ja, einige sind so geworden wie ich es von Kamera und Objektiv und mir erwarte, aber leider nicht so viele wie es hätten sein sollen. Und untertreib mit Deinen Bildern nicht, die sind handwerklich eher höheres Niveau als bei mir...
Seven schrieb:Fotobuch ist in Bearbeitung - habe ja jetzt nochmals zusätzliche 2670 Aufnahmen zur Auswahl erhalten, welche einen Platz im Buch fordern... 😄
Ja, und ich will jedes Einzelne mindestens einmal im Buch sehen... 😈
Daxiang schrieb:als stiller Mitleser wird es Zeit, mich auch mal für deinen kurzweiligen Bericht zu bedanken. Es macht Spaß dich auf deiner Tour zu begleiten - zumal mir bei der virtuellen Tour die z.T. besch... Sanitäranlagen erspart bleiben. 😗
Schön wenns Spass macht! Freut mich!
Daxiang schrieb:Ich bin zwar bei der Bestimmung vom ostafrikanischen Federvieh nicht so fit - aber bei deinem
White-Browed Sparrow-Weaver bzw. Mahali Weber
lege ich (wegen der fehlenden "weißen Augenbrauen") ein Veto ein und tippe mal auf einen Graukopfsperling bzw. Grey-headed Sparrow.
Hmm...ich bin ja auch nicht so fit bei den Piepmätzen...warten wir mal bis Elvira ihre Musiker wieder in die Schweiz zurückschickt. Sie wird das schon beantworten können, odrr, @Bushtruckers ?
Daxiang schrieb:Liebe Grüße und einen guten Start ins Wochenende
Danke, Euch dasselbe
1'820 Beiträge · seit 201620. Juni 2025 · #104
Hallo Picco,

da möchte ich es Konni gleichtun.
Bisher habe ich auch still mitgelesen. Jetzt ist aber auf jeden Fall mal ein geschriebenes Danke fällig.
Schöne Sichtungen und Erlebnisse hattet ihr. Bis nach Tansania habe ich es bisher nicht geschafft, umso schöner ist es, virtuell die Serengeti erleben zu können.

Beste Grüße
Sascha
Themenstarter6'360 Beiträge · seit 201121. Juni 2025 · #105
Hoi Sascha
H.Badger schrieb:Jetzt ist aber auf jeden Fall mal ein geschriebenes Danke fällig.
Jetzt wo Du's sagst fällts mir auch auf, aber Du hast ja sogleich erfüllt! 😉 😄 😎
Gerne! 🙂
H.Badger schrieb:Bis nach Tansania habe ich es bisher nicht geschafft, umso schöner ist es, virtuell die Serengeti erleben zu können.
Was nicht ist kann ja noch werden...ist zwar die eine oder andere Münze, bietet aber auch einmalige Erlebnisse wie die grossen Herden, die vielen Raubtiere, die trockenen Vulkanlandschaften usw.
Themenstarter6'360 Beiträge · seit 201121. Juni 2025 · #106

Oben: Weniger tierischer Ausblick in Richtung Lake Natron und dem Berg Gelai sowie dem Dorf Engare Sero.


Oben: Eine weitere tierische Aussicht von unseren Plätzen, auf denen wir fast den ganzen Resttag verbringen.


Oben: Ein furchtloser Besucher wird auch Streifenskink, African striped skink oder Trachylepis striata genannt.
Wobei Letzteres ja etwas umständlich auszusprechen ist.



Oben: Zuerst etwas scheu auf einem Baum in der Nähe, dann...


Oben: ...wird die Scheu abgelegt und die Graukopfsperlinge (Northern Grey-Headed Sparrow bzw Passer griseus) kommen zu uns.


Oben: Einer der Massai hier im Camp mitsamt seiner Herde.


Oben: Die Massai treiben ihre Herden durchs Tal.

Aber nur bis zum Abendessen sitzen wir so faul rum!
Denn dann werden wir sehr aktiv und...
...essen zu Abend!
Genau, auf diesen Stühlen, an diesem Tisch...
Danach diskutieren Sven und ich darüber ob sein eitriger und geschwollener Fuss besser abgehackt oder nur dessen Wunde ausgebrannt werden soll.
Da wir zu keinem Ergebnis kommen und auch nicht wirklich wissen warum der Fuss schwillt und eitert ignorieren wir ihn wieder und geniessen weiterhin die Aussicht.
Er wird schon nicht von selbst abfallen...
Da es langsam dunkel wird und die Lampe über uns die Insekten anzieht packen wir in heroischem Wagemut den Tisch und stellen ihn ins Dunkle.
Wobei es ja gar nicht wirklich dunkel ist, denn es ist Vollmond!
Und irgendwie steht der Mond hier auf der Südhalbkugel verdreht am Himmel rum...
Und weil der Mond so hell scheint sehen wir kaum Sterne...nicht nett!
Hamis kommt zu uns und erklärt den morgigen Tag.
Sven und ich sind etwas verwirrt, denn er erzählt undeutlich was von Arusha...das liegt aber beim besten Willen nicht am Weg!
Zumal wir ursprünglich sogar östlich um den Kili herum wollten, da kommt es gar nicht in Frage so weit westlich vom Kili zu fahren, wo man ihn nicht mal mehr sieht...
Da ich mir nicht sicher bin ob ich es richtig verstanden habe frage ich nachdem Hamis wieder gegangen ist ob Sven dasselbe verstanden hat.
Und er hat!
Also geh ich schnurstracks in die Küche wo ich Hamis und Robert treffe und sprech an dass wir nicht über Arusha fahren wollen.
Robert wie auch Hamis sagen dass die Strasse auf jeden Fall durch Arusha geht und sie keine direkte Verbindung nach Moshi kennen würden.
Natürlich halte ich dagegen und die beiden schauen sich fragend an.
Robert versichert mir nochmals dass es keinen direkten Weg nach Moshi ohne Umweg über Arusha geben würde.
Ich sag nochmals dass es den gibt und dass wir es nicht akzeptieren über Arusha zu fahren und gehe wieder zu Sven zurück.
Eine Weile lang sitzen wir noch draussen und dann gehts auch mal ab ins Zelt.
Dort fällt das Schlafen jedoch schwer, denn es wird gehupt, gesungen, geschrien, mit Motorrädern und Autos rumgefahren bis weit nach Mitternacht.
Nicht hier oben, aber unten im Tal, was hier oben auch durch den heute vom Tal kommenden Wind leider gut hörbar ist.
Trotzdem schlaf ich irgendwann ein, lala Salama!
Themenstarter6'360 Beiträge · seit 201122. Juni 2025 · #107
Tag 12: Auf unbekannten Pfaden in Richtung Moshi

Habari za asubuhi (Guten Morgen auf Suaheli)
Heute sollten wir den Kili sehen...ob wir das aber tun hängt davon ab ob wir nach Arusha fahren oder nicht!
Also haben wir heute noch Gesprächsbedarf.
Zuerst gibts um 06:30 Uhr jedoch Frühstück.
Danach bitte ich Robert zu mir um die Sache zu klären.
Und viel Überzeugungsarbeit brauch ich nicht zu leisten, er lenkt sehr schnell ein und weiss jetzt auch dass es eine Strecke gibt die direkter nach Moshi führt als die über Arusha.
Demnach werden wir alle vier im Auto heute zum ersten Mal diese Strecke fahren, wie ich es geplant habe.
Ich nehme mal an Robert hat zwischenzeitlich mit Achmed Kontakt gehabt...
Hamis erklärt uns den Lärm der letzten Nacht, offenbar war da unten eine Massai-Hochzeitsfeier!
Und wie die gefeiert haben!
Na ja, irgendwann hab ich dann ja doch noch schlafen können, Sven ists ähnlich ergangen.
Dann heissts zusammenpacken und um etwa 08:15 fahren wir los.
Die ersten Kilometer sind zum Teil etwas holprig, danach bessert die Piste mit jedem Meter.


Oben: Die Dächer sollen wohl an den Ol Doinyo Lengai direkt dahinter erinnern...


Oben: Im Hintergrund die steil abfallenden Wände, oberhalb derer das Ngorongoro-Hochland liegt, wo wir 2011 und 2013 wunderschöne mehrtägige Wanderungen machen durften.

Und hier nun ohne viele Worte einige Eindrücke der Piste vom Lake Natron zwischen den Bergen Gelai und Kitumbeine über Longido, Tinga-Tinga und Sanya Juu nach Weru-Weru in die, wie könnte sie auch anders heissen, Weru-Weru-Lodge and Campsite.


Oben: Erstmal ein Kartenausschnitt der gefahrenen Strecke


Oben: Rechts ist noch der Ol Doinyo Lengai und vor uns ein fremdes Safarifahrzeug...von denen es hier kaum welche hat.










Oben: Der Ol Doinyo Lengai (und somit auch wir) befindet sich über dem sogenannten Tansania-Kraton und ist der weltweit einzige aktive Vulkan, der Karbonatitlava fördert.
Diese Lava ist sehr dünnflüssig, hat etwa die Viskosität von Wasser.
Kürzlich erstarrte Lava hat eine dunkle Farbe, die sich schnell in ein helles Beige verwandelt.
Die Natrokarbonatit-Lava (Na2CO3) dieses Vulkans erreicht mit zwischen 491 °C und bis zu 590 °C im Vergleich zur Lava
anderer Vulkane eine vergleichsweise niedrige Temperatur, entstammt aber dem Erdmantel.


Zitierenzuletzt bearbeitet 22. Juni 2025Original ↗
Themenstarter6'360 Beiträge · seit 201123. Juni 2025 · #108









Oben: Ja, es hat auch Gegenverkehr, hier nicht mit zwei Pferde- sondern mit zwei Eselsstärken.


Oben: Auf den Weiden neben der Piste sind immer wieder Kuhherden der Massai zu sehen.




Oben: Der Architekt hat wohl nur 45°- und 90°-Winkel zum Zeichnen zur Hand...


Oben: ...wie man auch an diesem Beispiel gut sehen kann.


Oben: Und weitere Massai-Kuhherden am Wegesrand rumstehend.
Themenstarter6'360 Beiträge · seit 201124. Juni 2025 · #109



Oben: In der Ortschaft Longido bei 2°43'44.6"S 36°41'28.5"E angekommen gehts von der Naturstrasse auf die Asphaltstrasse, wo wir rechts abbiegen.


Oben: Die Ortschaft ist nicht wirklich dicht bebaut...


Oben: Nach dieser Top-Garage biegen wir bei 2°46'09.4"S 36°42'32.4"E nach links ab.


Oben: We proudly present: The famous Mount Kilimanjaro!


Oben: ...ok, etwas näher gehts noch...


Oben: Wir durchfahren ein Wildschutzgebiet mit Zebras, Gnus und Giraffen, das scheinbar mal den Arusha Nationalpark erweitern soll und wo sich diese Lodge befindet.
Damals dachte ich es wäre eine Serval-Station, die sich um diese schönen Katzen kümmert, nun weiss ich dass man da Bungalows für aktuell 950$ pro Nacht buchen kann und es sich selbst als 'a wildlife sanctuary & luxury ecotourism resort' bezeichnet.



Oben: Müsste der Shira (3962m), der dritthöchste Berg im Kilimanjaro-Massiv, nach Kibo (5895m) und Mawenzi (5148m), sein.


Oben: Die Strecke ist teilweise etwas Wellblechig, aber gut befahrbar.


Oben und folgende Bilder: Schon bald gehts wieder durch belebte Orte, hier einige Bilder aus dem fahrenden Auto heraus geknippst, Afrika pur!
Themenstarter6'360 Beiträge · seit 201125. Juni 2025 · #110
Folgende Bilder: Schon bald gehts wieder durch belebte Orte, hier einige Bilder aus dem fahrenden Auto heraus geknippst, Afrika pur!













Endlich kommen wir an die Hauptstrasse von Arusha nach Moshi, wo wir eigentlich links abbiegen müssten.
Robert jedoch biegt rechts ab und parkiert vor der 'FM Bar & Restaurant' in Boma Ng'ombe (3°19'58.5"S 37°08'54.7"E).
Da wir alle hungrig und durstig sind gehen wir in eben diese Bar, setzen uns an einen Tisch und bekommen unsere
Lunchboxen in die Hand gedrückt.
Nur Hamis geht gleich weiter, offenbar muss er noch was einkaufen gehen.
Wir hingegen gehen mal unsere Hände waschen, denn dafür stehen hier Wasserbehälter und Seife im Restaurant rum.
Die Serviertochter kommt anschliessend zu uns und nimmt in typisch afrikanischer Gelassenheit mit kritischem Blick die Bestellung von drei Tangawizi auf.
Schon bald stehen sie auf dem Tisch und deren Kronkorken werden einhändig geöffnet, wie in allen Bars hier in Afrika,
in denen ich schon war.
Braucht schon etwas Fingerfertigkeit eine Flasche zu halten und mit derselben Hand den Kronkorken zu entfernen...
Beim Zahlen versteh ich die Dame leider nicht wirklich und staune dass sie mir die 10-Dollar-Note plus 2 1$-Noten zurückgibt und sich die 5$-Note aus meinem Portemonaie krallt.
1$ für eine 0,5l-Flaqsche Tangawizi...hoppla, das ist günstiger als ich dachte!
Trotz Dollar-Preis für einen Weissen!
Etwa 45 Minuten und einem Pissoir- und Händewaschgang später kommt auch Hamis wieder und wir entern den LandCruiser für die letzten gut 17 Kilometer zur Weu-Weru-Lodge.
Robert muss die Lodge suchen, offenbar kennt auch er sie nicht.
Aber natürlich finden wir sie, auch mit Hilfe meiner offline gespeicherten Karte der Gegend und GPS.
Wir fahren hinter das Gebäude zur grossen Wiese, deren eine Ecke voller Stühle steht, offenbar von einer Kili-Besteigertruppe.
Zelte hats aber keine, so bauen wir unsere mitten in die Wiese!


Oben: Links die Villa von Robert und Hamis, rechts meine Villa und Svens Zuhause links neben meinem Zelt.
Im Hintergrund die einzige unansehliche Seite der durchaus schönen Lodge.


Offenbar hab ich aber die Rechnung ohne die hier wohnhaften Gänse gemacht!
Denn denen gefällt mein Zelt!
So richtig gern haben sie es!
Zum Fressen gern!
Wortwörtlich!
Bis Sven mich darauf hinweist dass drei davon in mein Zelt beissen und ich sie verscheuche!
Ich glaubs nicht, nur weil etwas grün ist kann mans doch nicht essen!!!
Denen piepts wohl im Spatzenhirn, die haben doch einen Vogel!
'Empört aus der Wäsche schau'


Oben: BLÖDE VIECHER! WOLLEN MEIN ZELT FRESSEN!!! GEHT JA GAR NICHT!

Nach erfolgreicher mehrmaliger Vogelvertreibung geh ich mal die Toiletten des Campingbereiches anschauen und diese wie auch die Duschen werden als benutzbar und sauber akzeptiert!
Anschliessend geh ich mal zur Rezeption um nach einem WiFi und einem allfälligen Passwort zu fragen, das ich auch bekomme!
Funktionieren tuts aber nur im Bereich der Rezeption...und zweimal eingeben muss ich es auch noch, aber hey: Ich hab endlich wieder mal Internet, kann also endlich wieder mal ein Lebenszeichen zu Sabine senden!!!
Und auch eines von ihr empfangen!
Plötzlich werd ich auf eine zurückgekommene Kili-Besteiger-Gruppe aufmerksam, die sich nun in der Rezeption sammelt.
Und schon erklingt das Kilimanjaro-Lied, das jeweils nach einer Besteigung als Abschied gesungen wird.
So erlebe ich das, nachdem ich 2015 um dieses Erlebnis beschissen wurde, nun endlich auch mal.
Sehr schön, sehr bewegend.
Wie bewegend muss es sein wenn man selbst betroffen ist?
Ich werds nie erfahren, Berge über 4000m sind für mich Vergangenheit, da ich mit meiner Histaminintoleranz bei solchen Aktivitäten jedesmal grosse Probleme bekommen habe.
Wenn der Körper was dagegen hat sollte man das respektieren, hab ich nun auch begriffen.
Ich bleibe noch eine Weile in der Rezeption, dann geh ich zurück zur Wiese und setze mit zu Sven an den Tisch.
Lesen ist angesagt.
Nach den langen Fahrten genau das Richtige und da der Kili sich wieder mal in Wolken gehüllt hat brauchen wir auch nicht zu versuchen diesen zu fotografieren.
Duschen, rumsitzen, lesen, das Lodge-Formular ausfüllen, Pass kopieren, damit verbringen wir den Resttag bis zum Abendessen, das uns Hamis auch heute zubereitet.
Anschliessend gehen Sven und ich ins Gartenrestaurant, trinken je zwei Biere und lassen die letzten Tage Revue passieren.
Noch Steffi, mit der ich damals unterwegs war als wir Joakimu als Koch dabei hatten, das Bild von Joakimu und mir per WhatsApp senden, die sich riesig freut, nochmals etwas mit Sabine schreiben und ihr eine gute Nacht wünschen, dann wirds Zeit für eine abschliessenden Amarulla als Gute Nacht-Trunk.
Nur haben sie keinen Amarulla mehr, irgendwer hat den ausgetrunken :-O ...Schweinerei!
Na dann gehen wir halt so in unsere Zelte.
Lala Salama!
Themenstarter6'360 Beiträge · seit 201126. Juni 2025 · #111
Tag 13: Kili und endlich der Mkomazi National Park

Kurz nach dem Schlafen erwache ich mal und schäl mich schon bald mal aus dem Schlafsack und dem Zeltchen.
Kein Löwe, keine Hyäne, nicht mal ein Elefant begrüsst mich.
Dafür die Morgensonne!
Also ists klar und der Kili wohl zu sehen!
Vorher aber mal für kleine und grosse Jungs...
Muss auch mal sein!
Anschliessend geh ich in die Rezeption um kurz die eMails zu checken und mit Sabine zu schreiben...


Oben: Die Sitzgarnitur in der Rezeption, wo man auch WiFi hat.

...dann wird Sven gesucht, denn wir wollten ja zusammen den Kili knippsen gehen.
Sven ist nicht zu finden und so pack ich meine Kamera und watschle um die Lodge herum um auf einem der dortigen freien Felder den Kili zu knippsen!
Noch auf der Wiese kommt mir Sven entgegen, auch er hat mich gesucht und genauso nicht gefunden wie ich ihn (so ein Zufall aber auch).
Aber er hat den Kili schon in die Kamera gepackt!
Na dann hoffen wir mal dass er mir was vom Hügelchen übrig gelassen und nicht alles wegfotografiert hat...
Kaum aus dem Lodgegelände rausgegangen werd ich schon von einigen vorbeifahrenden Einheimischen wie ET's Grossmutter angestarrt.
Ich staun immer wieder wie offen hier einige Menschen andere Menschen anstarren können, das hab ich bisher echt nur in Afrika erlebt!
Aber ich kann das problemlos ignorieren während ich über die Strasse gehe.
Auf der anderen Seite der Strasse sind Felder und auf denen arbeiten einige Frauen, von denen mir eine sehr laut
'Hello' zuruft.
Natürlich schallt ein freundliches 'Hello' zurück, dann wird beidseits etwas gegrinst und gewunken und gut ists.
Nun bin ich an einer Stelle wo ich den Kili recht gut sehen kann, leider mit etwas Dunst.


Oben: Das Kilimanjaro-Massiv mit dem Mittleren der drei dazugehörenden Berge: dem Kibo!


Oben: Hier sieht man in der Mitte den Kibo und rechts den Mawenzi, ganz links müsste der Shira sein.


Oben: Einige der mich begrüssenden Frauen sind nun auf dem Feld am Fusse des Kibo am arbeiten


Oben: Und hier noch die Spitze des Kibo mit seinen Gletschern und Schneefeldern durch den Dunst durchgezoomt.

Nach den normal auflösenden Bildern versuch ich mich noch darin die HighRes-Auflösung einzuschalten, scheitere aber
grandios an dieser Aufgabe!
Manchmal wäre es von Vorteil wenn man sich auf so was vorbereiten würde...GRMPFL!!!
Na ja, ich gebs auf und geh wieder, die restlichen Frauen auf dem Feld wieder grüssend und bewinkend, zurück um zu frühstücken.
Anschliessend wird alles zusammengepackt und verladen sowie die Toilette nochmals besetzt, denn anschliessend fahren wir ab zum Mkomazi National Park!
Beim Abfahren übersieht Robert offenbar den Kandelaber der Wiesenbeleuchtung...der danach etwas an den schiefen Turm von Pisa erinnert...
Also wieder richten und abfahren.
Erst mal ab zur Tankstelle, aber die hat keinen Diesel...
Also zur Nächsten...die ebenfalls keinen Diesel hat!
Aber aller guten Dinge sind Drei!
Und tatataaaaaaa!
Die Dritte hat Diesel und verkauft ihn auch!
Und schon gehts weiter...
Zweieinhalb Stunden später halten wir in der Stadt Same an einer Tankstelle und Bushaltestation, wo wir unseren Ranger der nächsten Tage, Jacko, auflesen.
Netter, sympatischer Typ, aber ich hab nicht gewusst dass wir einen eigenen Ranger mitnehmen müssen.
Na ja, dann ists halt so, Platz haben wir ja.
Bald sind wir am New Zanga Gate, und nach etwa 30 Minuten fahren wir in den Park hinein zu unserem Zeltplatz der nächsten Nächte!
Genannt wird sie 'Zange Public Campsite Mkomazi NP'.
Bewohnt wurde sie offenbar schon seit einiger Zeit nicht, zumindest lässt sich absolut nichts finden, was auf kürzliche
Benutzung hindeuten würde.


Oben: Das 'new Zanga Gate' von ausserhalb des Parks gesehen


Oben: Und ja, im Park solls Tiere haben. Genau diese hier wie auf dem Bild!


Oben: Und endlich drin im Park, ab zur Campsite!

Also mal das Zelt packen und aufbauen!
Aber ich werd fies behindert!
Und zwar vom Boden!
Denn der ist zum Einen voller Dornen und zum Anderen steinhart!
Mit Hilfe eines grossen Hartholzastes schaff ichs trotzdem meine Alu-Heringe in den Boden zu hacken...ein Wunder dass sie gerade geblieben sind!


Oben: Unsere Zelte neben dem afrikanischen Busch...und damit ist kein einzelner Busch gemeint sondern alle zusammen..

Aber schon bald merke ich dass unter dem Zelt noch mehr Dornen sind, denn die stechen schon durch den Boden!
Das möchte ich aber meiner Luftmatratze nicht zumuten, deshalb geh ich zu Robert und frag nach der Schaumstoffmatratze, die er für mich sowieso dabei hat.
Er drückt mir die Matratze und ein Kissen, das ich aber gar nicht brauche und drum zurückgebe, in die Hand und ich schieb die Matratze in mein Zelt hinein und leg meine Luftmatratze drauf.
Hat was vom Prinzen auf der Erbse...wobei wir hier von fiesen Akazienstacheln und nicht von netten Erbsen sprechen!
Nur ums mal klar gemacht zu haben!
Man ist ja Held und nicht Weichei...odrr so...
Während Hamis sich einrichtet fahren wir wieder zum Gate, wo wir etwa eine halbe Stunde rumlungern wie Jugendliche am Bahnhof...
...während Robert die Permits für das Mkomazi Rhino Sanctuary und Wild Dogs Sanctuary holt.
Als wir eingefahren sind war der zuständige Beamte nicht vor Ort, deshalb sind wir erst die Zelte aufstellen gegangen, die Campsite ist ja nah am Gate.
Scheint auch ein sehr langsamer und mühsamer Prozess zu sein, denn er muss immer wieder mal draussen auf der Bank warten.
Und dann zum nächsten Schalter usw.
Aber irgendwann können wir wieder starten und Hamis Kochkünste zu geniessen!
Dummerweise hats nirgends Strom, trotz Photovoltaik auf dem Dach und (Blei-)Batterie in der Küche...oder eben wegen der Bleibatterie?
Die sind ja für diese kleinen, aber kontinuierlichen Ströme nicht gerade optimal geeignet und machen gerne mal die Grätsche...
Nach dem vorzüglichen Essen packen Sven und ich unser aufzuladendes Zeugs ins Auto und schalten dort den 12V-230-Konverter ein, natürlich mit meiner Stromsteckerleiste damit auch mehrere Dinge gleichzeitig Saft saugen können.
Während diese Dinge ihren Saft saugen tragen Sven und ich Stühle zu unseren Zelten, wo wir uns in den spärlichen Schatten setzen, Reiseberichtsnotizen machen bzw. ein Buch lesen bis es um 14:00 wieder los geht um den Park zu erkunden.
Dann gehts endlich auf den ersten Game-Drive während Hamis die Küche usw. wieder auf Vordermann bringt.


Oben: Unsere heutigen Fahrten im Nationalpark inklusive Mkomazi Rhino Sanctuary und Wild Dogs Sanctuary.
Themenstarter6'360 Beiträge · seit 201127. Juni 2025 · #112
Schon bald sehen wir dass das Schild der Tiere des Parkes nicht so ganz die Wahrheit aussagt, denn da war kein Vogel drauf und was sehen wir als Erstes?
Einen Vogel!


Oben: Jaja, beim Spint spinnt mein Objektiv objektiv gesehen wieder rum...(Karminspint bzw. Northern Carmine Bee-eater bzw. Merops nubicus)


Oben: Blick in die typische, wunderschöne Landschaft des Mkomazi National Park.


Oben: Müsste ein Abdimstorch bzw. Regenstorch bzw. Abdim's stork bzw. Ciconia abdimii sein.
Selbst geschlaumeiert...



Oben: Ich schlaumeiere weiters dass das hier zum Einen ein Erdhaufen und zum Anderen eine Blauracke bzw. European roller bzw. Coracias garrulus ist.


Oben: Auch wenn er oder sie nicht wirklich verschärft rüberkommt müsste das Piepmätzchen ein Madagaskarspint bzw. Olive Bee-Eater bzw. Madagascar Bee-Eater bzw. Merops superciliosus sein.
Auch selbst erschlaumeiert.



Oben: Weiters schlaumeiere ich hier auf einen Karminspint bzw. Northern Carmine Bee-eater bzw. Merops nubicus!


Oben: Das hier sind jedoch keine Spinte sondern Strausse, auch ohne Blumen.


Oben: Und hier eine der Hauptpersonen dieses Reiseberichtes: Robert, unser Driverguide!
Ein wirklich sehr lieber Kerl mit grossem Wissen über die Natur, leider spricht er nicht viel wenns drauf an kommt.
Aber wenn was nicht passt steht er da und machts so gut es geht passend!



Oben: Hab ich schon mal erwähnt dass Baobabs für mich total faszinierend sind?


Oben: Jaja, Fokus war aufs Auge, scharf ist der Arsch...so kanns gehen!
Themenstarter6'360 Beiträge · seit 201128. Juni 2025 · #113

Oben: Müsste ein Graukopfsperling (Northern Grey-Headed Sparrow bzw Passer griseus) sein

Und nach all diesen Tiersichtungen kommen wir nach rund 70 Minuten dort an wo wir hin wollten: Im Mkomazi bzw. Mbula Rhino Sanctuary!
Wir sehen gleich mal einen Toyota Landcruiser mit einem Aufbau wie man sie von Botswana her kennt, halt seitlich offen, drei Sitzreihen hinter der Fahrersitzreihe, jede etwas höher montiert als die davor und ein Dach über alles sowie eine grössere Windschutzscheibe.
Und was macht der?
Nein, er nimmt uns nicht mit, denn er ist schon voll und wir müssen warten bis er zurück ist...
Na ja, zum Glück hats Schatten spendende Bäume und Bänke.
Es kommen immer mehr Leute, wobei hier nicht so ein Andrang ist wie anderswo.
Aber wir sind nicht die Einzigen.
Nach ewig langem Warten und Schwitzen kommt endlich ein Landcruiser mit einer Gruppe zurück und wir können
das Auto übernehmen.


Oben: Hier sechs der für Touristen zugänglichen Tiere im auch innerhalb mit Zäunen getrennten Grossgehegen.


Oben und unten: Die hier gezeigten Tiere sollen ein Spitzmaulnashorn und ein afrikanischer Wildhund sein, aber beide sind so abgemagert und lethargisch, dass ich mir nicht sicher bin ob die überhaupt noch leben.




Oben: Los gehts um 16:30 in das umzäunte und bestens bewachte Sanctuary mit seinen rund 35 Spitzmaulnashörnern rein!
Also nach rund 80 Minuten warten...


Und unser Guide fährt erst über normale Wege in ein Wäldchen rein, wo wir schon bald ein Spitzi sehen.
Und dann beginnts erst!
Der Kerl fährt quer durch den hier weglosen Wald, über Büsche, zwischen eng stehenden Bäumen, halt wortwörtlich offroad!
Und wie er fährt kann man im nachfolgenden Video nur erahnen, denn ich konnte nicht überall filmen, da ich teilweise
beide Hände brauchte um mich im Auto zu halten!
Das was man hier sieht ist also der angenehme Teil der Fahrt...

https://youtu.be/kPUzVLcW4aE


Oben: Schon nach kurzer Zeit stossen wir in einem kleinen Wäldchen auf das erste Spitzi!


Oben: Hier sieht man an den Haltungen des Beifahrers und von Sven gut dass es schon die eine oder andere Berührung mit Zweigen und Dornen geben kann, denn unser Fahrer fährt wirklich überall durch wo man nicht glauben würde dass da Jemand durchfahren kann! Unglaublich! Einmal führt er über einen Strauch, der deutlich höher ist als die Motorhaube, er muss ihn also gesehen haben! Aber trotzdem: Ein Toyota geht nicht kaputt, also rüber mit uns, der Strauch wird schon nachgeben!!


Oben: Nach langer Fahrt durch hohes, wirklich hohes Gras und über den einen oder anderen Busch, in dem sich auch ein Löwe verstecken könnte, finden wir trotz durchgewackelten Hirnen diese zwei Spitzis!
Endlich hat das Gewackel ein vorläufiges Ende, denn wir bleiben eine lange Weile stehen und schauen uns die Beiden an.



Oben: Erklärungen gibts nicht wirklich, aber ich nehme mal an dass das Mutter und jugendliches Kind sind, denn Spitzis sind in aller Regel Einzelgänger.
Themenstarter6'360 Beiträge · seit 201130. Juni 2025 · #114

Oben: Unweit davon treffen wir auf ein einzelnes Spitzi, das als Waise hier aufgenommen wurde und recht zahm ist.
Sagt der Guide so...



Oben: Da steht es rum und fragt sich was es denn tun solle...man meint die Zahnrädchen im Kopf rotieren zu hören...
...und schon startet Spitzi einen Angriff!
Aber nur zum Schein...es stoppt am Auto und schnuppert etwas rum.



Oben: Dann gehts zum Fahrer nach vorn, scheinbar um zu fragen ob es auch einsteigen darf...

Nach diesen Spitzi fahren wir wieder zurück und übergeben nicht uns, aber unser Auto an die nächste Gruppe.
Ich denke dass nicht alle dieser Holperfahrt nachtrauern...so eine Fahrt habe ich echt noch nie erlebt!
Über Stock und... ...nein, nicht Stein, aber Busch!
Von hier ists nur ein Katzensprung zur Aufzuchtstation der Wildhunde.
Ich staune nicht schlecht als der Ranger sagt dass wir nun bei den Wild Dogs sind und wir doch bitte aussteigen sollen!
Vor meinem geistigen Auge sehe ich schon wie die Wild Dogs kommen und sich meiner Beine annehmen bis nur noch die Knochen unten aus meiner Hose rausschauen und wie in einem Trickfilm unter mir zusammenbrechen.
Aber hey, ich spoilere nun: Wir wurden nicht gefressen!
Nicht ganz und auch nicht teilweise, nicht mal gebissen!
Ausser von einer Tsetsefliege...
Wir gehen rund 100m im Gänsemarsch und dann staun ich noch mehr: Die Dogs sind in einem grossen Käfig, wie im Zoo!
Das gefällt mir schon mal gar nicht!
Obwohl es schlussendlich für eine Aufzuchtstation durchaus sinnvoll sein kann, aber meine Erwartung war halt eine Andere.
Der Guide erzählt uns recht viel während die Dogs im grossen, mehrfach unterteilten Käfig mit offenen Türen zwischen den einzelnen Käfigteilen, rumrennen wie wild...wohl darum heissen die Dogs Wild Dogs...


Oben: Hinter Gittern! OK, hier siehts viel kleiner aus als es in Wirklichkeit ist, denn das ist eine der kleinen Unterteilungen des grossen Geheges.


Oben: Auch wenn das Drahtgeflecht zwischen uns ist, die will man nicht zu nahe an sich dran haben...
...trotz der schönen Augen!



Oben: Die Einen sind gleichgültig oder tun zumindest so, die anderen beobachten uns genau...

Und dann heisst es dass wir in die Käfige gehen würden!
Ui!
Jetzt werd ich nervös...
Die Wild Dogs töten ihre Opfer nicht wie die Katzen mit einem Kehl- oder Genickbiss sondern fressen wie die Hyänen und die Hundeartigen am lebenden Opfer bis es tot ist und dann noch weiter bis es nicht mehr wirklich ist...
Und sie fangen am Bauch an!
OK, wenn mein Bauchansatz mal weg wäre wär ich ja nicht ganz unglücklich, aber doch nicht so...
Wärend ich noch so vor mich hindenke bemerke ich dass wir schon mitten im Käfig stehen und die Wild Dogs neugierig-nervös-ängstlich rumrennen, uns immer im Blick!
Und das so schnell dass wir nie sicher sein können dass nicht einer von hinten kommen und zubeissen könnte!
Vor allem beim Fotografieren fühl ich mich nicht ganz wohl...


Oben: Im grossen, aber halt doch zu kleinen Käfig drin sehen wenigstens die Bilder nicht so Zooartig aus...


Oben: ...trotzdem klappern meine Knie gewaltig!

Dann gehen wir, oh Wunder, wieder auf eigenen, nicht abgenagten Beinen wieder aus dem Gehege raus.
Und schlagartig ist mir wohler!
Denn nun werden die Tiere mit einer Mischung aus Hühnerteilen und Mais gefüttert, was wir von aussen forografieren
und zumindest mir meine Fantasie anregt.
Du weisst, meine Beine mit den Hunden dran...
Wie agil die Viecher sind kann man im Video nur erahnen!

https://youtu.be/yNoygo29LvY

Irgendwann ist auch unser mich etwas verstörender Besuch bei den Wild Dogs zu Ende und wir fahren wieder in Richtung unseres Camps.
Es ist halt immer schwirig wenn man Natur erwartet und Zoo bekommt.
Aber da war die Erwartung halt etwas naiv.
Denn es ist und bleibt ein Projekt zur Aufzucht und Auswilderung von Wildhunden, und das ist auf jeden Fall unterstützenswert!
Darum hält sich meine Enttäuschung wie auch meine Begeisterung in überschaubaren Grenzen.
Trotzdem bitte ich alle zukünftigen Mkomazi-Besucher die Rhinos und die Wild Dogs zu besuchen um diese wichtigen Projekte zu unterstützen!
97 Beiträge · seit 202530. Juni 2025 · #115
Hallo Picco,

wirklich faszinierend wie flink die Tiere sind. Wie nah warst Du denn an den Hunden bei der Futterstelle dran?

Mir würde wohl auch etwas anders zumute werden - auch wenn die Quellen wohl sagen, dass es keinen dokumentierten Angriff afrikanischer Wildhunde auf Menschen gibt.
Themenstarter6'360 Beiträge · seit 201101. Juli 2025 · #116
Hoi Christian

Die Futterstelle war so etwa 2m von mir entfernt.
Aber mit einem Maschendrahtzaun dazwischen, durch den ich durchgefilmt habe.
ALs wir drinnen waren sind die Hunde aber von allen Seiten um uns rum gerannt, meist 5m oder mehr Abstand, aber kurz auch deutlich weniger.
Die Betreuer versuchen möglichst keinen persönlichen Kontakt zu den Hunden aufzubauen, damit sie weiterhin Abstand zu den Menschen halten.
Themenstarter6'360 Beiträge · seit 201102. Juli 2025 · #117

Oben: Landschaft auf der Rückfahrt über einen kleinen Pass hinweg...


Oben: ...und etwas gedreht siehts so aus, sehr schön!


Oben: Das müsste wohl ein Weisspunkt-Rotschopfvogel odrr so sein...besser bekannt als Flammenkopf-Bartvogel bzw.Red-and-yellow barbet bzw. Trachyphonus erythrocephalus


Oben: Und im allerletzten Dämmerungslicht und nur noch unscharf ein Dickdick am Wegesrand.

Da es nicht nur mir sondern auch Robert dämmert dass es schon massiv dämmert fährt er etwas schnell in Richtung Camp, so schnell dass ich mal 50km/h auf dem Tacho sehe und ihm zurufe er solle bitte langsamer fahren.
Macht er sofort, aber 30km/h sinds auch danach noch, was auf Gamedrive zu schnell ist um einem überraschend auftauchenden Tier , das man wegen dem nur noch spärlich vorhandenen Licht auch noch schlecht sehen würde, auszuweichen.
Irgendwann kommen wir im Camp an und am Bullenfänger hängt weder ein Bulle (nicht zwei- und nicht vierbeinig) noch sonst ein grösseres Tierchen rum.
Kaum im Camp angekommen steht auch schon das Abendessen auf dem Tisch, zumindest der erste Gang.
Sven und ich essen drinnen, Hamis, Robert und Jacko ziehen es vor draussen zu essen...
Was ich erst nach dem Essen realisiere, denn ich frage mich weshalb wir drinnen gegessen haben wenns auch draussen möglich gewesen wäre.
Jä nu.
Um 20:30 ziehts uns in unsere Zelte, Lala Salama
Themenstarter6'360 Beiträge · seit 201103. Juli 2025 · #118
Tag 14: An und über die kenyanische Grenze

Es ist eine warme Nacht in der tansanianischen Trockenzeit...
...eigentlich, nur weiss sie es offenbar nicht!
Denn um 04:30 Uhr beginnt es zu regnen!
Nicht stark, aber nass!
Na ja, hoffen wir mal dass sich das Wetter bis nach dem Frühstück, das wir um 06:30 Uhr beginnen, bessert...
Aber um 07:00 Uhr, als wir aufbrechen zu unserem Ganztages-Gamedrive, regnet es noch immer.
Nur ganz leicht, so dass wir trotzdem mit offenem Dach losfahren, in der Hoffnung dass es schon noch abtrocknet und die afrikanische Sonne über Afrika aufgeht.
Trotzdem sehen wir Tiere...


Oben: Weissbrüstiger Unscharf-Singhabicht? Oder wohl eher ein Gleitaar bzw. Black-winged Kite bzw. Elanus caeruleus.


Oben: Morgendebatte unter Karminspinten, noch vor dem Frisieren.


Oben: Weißbauch-Lärmvogel bzw. White-bellied Go-away-bird bzw.Crinifer leucogaster, dank Google hab ich diese Seite (klick mich) gefunden...
Unübersichtlich, aber wie es schein eine wohl komplette Übersicht der Vögel des Mkomazi National Parks!



Oben: Volksversammlung der Karminspinte, wohl um das traurige Thema Insektensterben zu debattieren...


Oben: Ohne Kopf wär das Geierperlhuhn (bzw. Vulturine Guineafowl bzw. Acryllium vulturinum) weder hässlicher noch viel dümmer...


Oben: ...wie hier zumindest der erste Teil der Aussage eindrucksvoll bewiesen ist!


Oben: Kuck-Kuck (nein, damit ist nicht ein Kuckucksvogel gemeint), hier bin ich!


Oben: Hier muss ich rätseln und tippe mal auf einen Bussard, der trotz Buss im Namen nicht zum ÖV Ostafrikas gehört.


Oben: Ja, die kenn ich wieder! Denn das sind keine Piepmatze sondern Löwen! Katzen halt!


Oben: Sie sind zu dritt, sie sind scheu und eine trägt ein Halsband, sie sind also zumindest zum Teil überwacht.
97 Beiträge · seit 202503. Juli 2025 · #119
Und ich dachte schon, der Mkomazi hat "nur" Rhinos, Wildhunde im Gatter und Vögelein. Ich bin schon gespannt, was der letzte Tag noch gebracht hat. Danach entscheide ich mich, ob ich den Mkomazi auch besuchen will.
793 Beiträge · seit 200703. Juli 2025 · #120
Hallo Picco,

längst ist es an der Zeit mich mal wieder zwischendurch für Deinen tollen, humorvoll geschriebenen Reisebericht zu bedanken! Ich bin gerne dabei. Und die Tier- und auch reichlich vorhandene Vogelwelt gefällt mir ausgesprochen gut. Ganz besonders das Geierperlhuhn aus dem letzten Kapitel hat es mir angetan. Ob mit oder ohne Kopf. 😉 Obwohl ohne fand ich das Bild ja fast noch besser. 😄

Ich freue mich auf Weiteres!

Liebe Grüße
Tina
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